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Europameisterschaft U 19 2005 - Individualwettbewerbe
in Den Bosch (Niederlande), De Maaspoort, Marathonloop 1. Von Mi 23. bis So 27. März 2005.
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Gold, Silber und Bronze für Deutschlands Nachwuchs
Janet Köhler ist Europameisterin - Silber für Dieter Domke, Bronze für Jan Sören Schulz & Tim Zander
Silbermedaillengewinner Dieter Domke
In Den Bosch nur ein Einzel verloren
Dieter, herzlichen Glückwunsch – zufrieden?
Ja, ich bin sehr zufrieden mit dem Turnier. Es freut mich, dass ich so konstant spielen konnte. Im Finale hatte ich heute keine Chance. Rajiv spielt ein Spiel, das ich nicht mag. Dazu muss ich noch fitter werden.
Welches war das aufregendste Spiel?
Das Viertelfinale gegen Paixao war ganz schön heiß. Ich hab im dritten Satz 9:14 hinten gelegen. Aber dann bekam er einen harten Arm und ich konnte noch gewinnen.
War es auch der schwierigste Gegner?
Als den würde ich Vittinghus im Halbfinale bezeichnen. Gegen ihn hatte ich früher meist verloren. Aber es ist mir gut gelungen, in seine Schwäche zu spielen. Ich hab viel hoch nach hinten gespielt, so dass er seinen Angriff nicht nutzen konnte.
Gibt es jetzt erst mal eine Pause?
Nee. Ich hab jetzt noch eine Woche Ferien, aber da tu ich auch was.Und dann geht es wieder nach Saarbrücken zum OSP zurück und es wird weiter trainert.
Bundestrainer Detlef Poste zieht Bilanz
Mehr erreicht als erwartet - Titel für Janet absolut überraschend
badminton.de erwischte Detlef Poste, der nach seinem Aufstieg zum Chef-Bundestrainer die Jugend des DBV zum letzten Mal betreut hatte, auf der Heimfahrt aus Den Bosch. Seine Bilanz:
„Alles in allem eine super Meisterschaft für uns. Wir haben mehr erreicht, als ich erwartet hatte. Vorher dachte ich, drei Medaillen wären schon gut. Dass das realistisch war, kann man daran erkennen, dass wir außer Dieter Domke keinen weiteren 3/4er-Setzplatz hatten. Der Titel für Janet kam absolut überraschend - jedenfalls für alle Insider. Sie hat im Individualturnier – bis auf das Spiel gegen Neele - sehr stabil gespielt und Laufarbeit und Konzentration gut hinbekommen. Dieter hat das Maximum rausgeholt. Im Endspiel gegen Ouseph hatte er heute keine Chance. Gegen ihn muss das Spiel mit viel Geduld aufgebaut werden. Die hat er heute nicht gehabt. Er hat immer zu früh etwas probiert, dann war das Feld aber noch nicht auf und sein Gegner konnte gut kontern. Tim und Jan haben gestern zu verkrampft gespielt. Was im Viertelfinale gegen Schweden so gut geklappt hat, nämlich dass Tim das Netz zugemacht hat, was ja seine Stärke ist, gelang gestern gar nicht. Aber man muss beachten, dass die Engländer besser darauf eingestellt waren.“
Die anderen Nationen?
„Dänemark und England dominieren zurzeit. England hat im Mannschaftswettbewerb unter Wert gespielt. Dass Russland so erfolgreich war mit fünf Medaillen, war für uns nicht überraschend. Sie waren in den letzten Jahren immer konstant vorne mit dabei. Schweden hat sich stark verbessert, die kommen wieder. Die Niederlande haben einen Absturz erlebt – kein Viertelfinale! Aber wer wirklich überrascht hat, waren die Schotten, die sich zurückgemeldet haben als Badmintonnation. Doch das ist kein Zufall. Dort hat man seit über einem Jahr die besten älteren Nachwuchsspieler in einem nationalen Trainingscamp konzentriert und arbeitet mit ihnen. Den Erfolg hat man schon gesehen. Der Erfolg von Jeanine Cicognini ist nur bedingt auf die Arbeit im schweizer System zurückzuführen. Sie hat sich zwar dort entwickelt, aber mehr aus einer individuellen Förderung heraus. Und seit zwei Jahren trainiert sie bei Michael Kjeldsen in Dänemark an der International Badminton Acedemy.“
Gibt es Erkenntnisse oder Konsequenzen aus dem Abschneiden unserer Spieler?
„Wir müssen klar sehen – unsere Spitze ist ganz dünn. Dahinter ist ein steiler Abfall. Alle anderen Nationen entwickeln sich weiter, wir müssen viel tun, um dran zu bleiben in Europa. Wenn wir mithalten wollen, müssen wir an Trainingsumfang und –intensität noch zulegen. Auch die Diskussion, ob man schon bei U 13 an den Nachwuchsstützpunkten intensiver mit dem gezielten Leistungstraining anfangen soll, muss neu aufgenommen werden.“
Halbfinal- und Endspielergebnisse
Erfreulich: Medaillen gingen an zehn Nationen
Herreneinzel
Halbfinals: Rajiv Ouseph (ENG) - Calum Menzies (SCO) 15:0 15:4
Dieter Domke (GER) - Hans-Kristian Vittinghus (DEN) 15:10 15:7 (31')
Finale: Rajiv Ouseph (ENG) - Dieter Domke (GER) 15:0 15:5 (20')
Dameneinzel
HF: Jeanine Cicognini (SUI) - Linda Zechiri (BUL) 11:5 11:5
Janet Köhler (GER) - Pavla Janosova (CZE) 13:10 11:3
Fin.: Janet Köhler (GER) - Jeanine Cicognini (SUI) 11:5 11:9
Herrendoppel
HF: Rasmus Bonde & Kasper Hendriksen (DEN) - Brice Leverdez & Mathieu LO YING PING (FRA) 11:15 15:8 15:7
Robert Adcock & Edward Foster (ENG) - Jan Sören Schulz & Tim Zander (GER) 15:5 15:10
Fin.: Rasmus Bonde & Kasper Hendriksen (DEN) - Robert Adcock & Edward Foster (ENG) 15:10 15:5
Damendoppel
HF: Nina Vislova & Olga Kozlova (RUS) - Kristina Ludikova & Olga Konon (CZE/BLR) 15:5 15:12
Christinna Pedersen & Tinne Kruse (DEN) - Anastasia Kudinova & Anastasia Prokopenko (RUS) 15:8 17:16
Fin.: Nina Vislova & Olga Kozlova (RUS) - Christinna Pedersen & Tinne Kruse (DEN) 13:15 15:7 17:16 (1:34 Std.)
Mixed
HF: Rasmus Bonde & Christinna Pedersen (DEN) - Vladimir Ivanov & Olga Kozlova (RUS) 15:10 15:8
Robert Adcock & Jennifer Wallwork (ENG) - Vladimir Malkov & Nina Vislova (RUS) 15:4 15:5
Fin.: Rasmus Bonde & Christinna Pedersen (DEN) - Robert Adcock & Jennifer Wallwork (ENG) 15:8 15:5.
Thomas Lohwieser nach den Halbfinals
Janet ließ aus 9:1 ein 9:10 werden
DBV-Jugendwart Thomas Lohwieser, der deutsche Teammanager, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Zustandekommen der heutigen Ergebnisse: "Dieter hat hier in Den Bosch zum zweitenmal richtig klasse gespielt. Das erstemal war im Spiel gegen Paixao und was er heute abgeliefert hat, war auch aller Ehren wert. Hut ab. Er war nicht der Favorit, hat aber die Schwächen seines Gegenrs gut ausgenutzt. Er war auch konsequent genug, sein Spiel durchzuziehen. Janets Dameneinzel war insgesamt kein hochklassiges Spiel. Janet führte 9:1 und hatte dann eine Schwächephase, wie man es von ihr schon mal kennt. Ihre Gegnerin führte plötzlich 10:9. Dass sie den Satz dann doch noch zu ihren Gunsten gebogen hat, das war natürlich erfreulich. Im zweiten Satz hat sie gottseidank nichts mehr anbrennen lassen. Was das Herrendoppel angeht, muss man anerkennen, dass die Engländer schon stark sind. Unsere hatten eine unruhige Hand. So war der erste Satz schnell weg. Im zweiten hatten sie zwar eine 7:4-Führung, aber es langte nicht. Die Engländer haben wieder gut gemacht, was sie im Mannschaftswettbewerb vergeigt haben. Dreimal sind sie immerhin im Endspiel."
Auf die Chancen unserer beiden Finalteilnehmer angesprochen, erklärt Lohwieser: "Also Ouseph ist Favorit, das ist klar. Und Cicognini auch. Aber es ist zwei Jahre her, dass Janet gegen sie gespielt hat, damals beim Langenfeld Cup hat sie verloren."
Die Ergebnisse der deutschen Teilnehmer
Dreimal spielten sich Deutsche in die Medaillenränge
Herreneinzel 64er Feld
Dieter Domke
1.Rd.: - Quintus Thies (NED) 15:3 15:6
2.Rd.: - Daniel Grassmück (AUT) 15:7 15:9
Afin.: - Mathieu LO YING PING (FRA) 15:10 15:4
Vfin.: - Alexandre Paixao (POR) 12:15 15:9 17:14
Hfin.: - Hans-Kristian Vittinghus (DEN) 15:10 15:7
Fin.: - Rajiv Ouseph (ENG) 0:15 5:15
Hannes Käsbauer
1.Rd.: - Mathieu Serebriakoff (LUX) 9:15 15:7 17:16
2.Rd. - Tom Dunlop (ENG) 7:15 13:15
Peter Käsbauer
1.Rd.: - Giannis Sofokleous (CYP) 15:8 15:12
2.Rd.: - Jan O. Jörgensen (DEN) 2:15 5.15
Hannes Roffmann - Raul Must (EST) 3:15 5:15
Dameneinzel 64er-Feld
Janet Köhler
1.Rd.: - Laura Molina (ESP) 11:1 11:6
2.Rd.: - Neele Voigt (GER) 8:11 11:2 11:8
Afin.: - Lisa Malaihollo (NED) 11:1 11:13 11:1
Vfin.: - Nina Vislova (RUS) 11:4 13:10
Hfin.: - Pavla Janosova (CZE) 13:10 11:3
Fin.: - Jeanine Cicognini (SUI) 11:5 11:9
Kim Buss
1.Rd.: - Mercedes Raunig (AUT) 11:5 11:5
2.Rd.: - Maria Martynenko (UKR) 4:11 8:11
Neele Voigt
1.Rd.: - Andrea Zvorc (CRO) 11:9 11:9
2.Rd.: - Janet Köhler 11:8 2:11 9:11
Joanna Goliszewski - Jessica Carlsson (SWE) 2:11 11:3 12:13
Herrendoppel 39 Starter im 64er-Feld
Jan Sören Schulz & Tim Zander
1.Rd.frei / - 2.Rd.: -Jakub Bitman & Ondrej Kopriva (CZE) 15:7 15:3
Afin.: - Zvonimir Durkinjak & Luka Zdenjak (CRO) 15:6 15:2
Vfin.: - Tim Foo & Richard Eidestedt (SWE) 15:5 4:15 15:13
Hfin.: - Robert Adcock & Edward Foster (ENG) 5:15 10:15
Hannes Roffmann & Peter Käsbauer
1.Rd.: - Dmitry Zavadsky & Vitaly Konov (UKR) 15:2 17:14
2.Rd.: - Thomas Bethell & Watson Briggs (SCO) 5:15 12:15
Damendoppel 37 Paare im 64er-Feld
Janet Köhler & Annekatrin Lillie
1.Rd. frei / 2. Rd.: - Laura Molina & Ana Maria Aja (ESP) 15:6 15:4
Afin.: - Ilse Vaessen & Patty Stolzenbach (NED) 15:10 1512
Vfin.: - Christinna Pedersen & Tinne Kruse (DEN) 15:13 9:15 10:15
Kim Buss & Johanne Goliszewski
1.Rd. frei / - 2.Rd. Miroslava Vaskova & Pavla Janosova (CZE) 15:13 15:11
Afin.: - Kristina Ludikova & Olga Konon (CZE/BLR) 5:15 0:15
Mixed 64er Feld
Jan-Sören Schulz & Annekatrin Lillie
1.Rd.: - Veli Pyykönen & Sanni Rautala (FIN) 15:0 15:120
2.Rd.: - Richard Eidestedt & Emma Wengberg (SWE) 15:10 15:9
Afin.: - Andrew Simpson & Emma Mason (SCO) 15:17 15:12 15:6
Vfin.: - Robert Adcock & Jennifer Wallwork (ENG) 15:17 15:17
Hannes Rofmann & Johanna Goliszewski
1.Rd.: - Daniel Grassmück & Michaela Mathis (AUT) 15:4 15:10
2.Rd.: - Neven Rihtar & Maja Savor (CRO) 4:15 5:15
Peter Käsbauer & Neele Voigt
1.Rd.: - Jose Antonio Charmorra & Veronica Gutierrez (ESP) 15:8 15:13
2.Rd.: - Robert Adcock & Jennifer Wallwork (ENG) 6:15 6:15.
Die Meldungen für die Individual-EM
Dieter Domke mit Medaillenchancen?
Herreneinzel
Domke, Roffmann, H. Käsbauer, P. Käsbauer
Dameneinzel
Köhler, Buss, Goliszewski, Voigt
Herrendoppel
Schulz & Zander und Roffmann & P. Käsbauer
Damendoppel
Köhler & Lillie und Buss & Goliszewski
Mixed
Schulz & Lillie, Roffmann & Goliszewski, P. Käsbauer & Voigt, H. Käsbauer & Reich.













