Mitteilungen der SG Anspach

 

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga

Homepage: www.sga-badminton.de

 

  

  

Noch einmal ein Hochkaräter – zum Saisonabschluss kommt Lüdinghausen!

Von Georg Komma

 

(25.02.2016) Der dicht gedrängte Punktspielkatalog der laufenden Saison beschert den Teams der 1. Badminton Bundesliga bereits am kommenden Sonntag den letzten Spieltag. Mit Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim (qualifiziert für das Endspiel) sowie dem SC Union Lüdinghausen und dem TV Refrath (fast uneinholbar) stehen die Kandidaten für den Meisterschafts-Endkampf fest. Am Tabellenende hat die SG Anspach den Kampf um den Klassenverbleib gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg nach einem Punktegeschenk für die Bayern auch sportlich verloren. Zum Abschiedsspiel aus der 1. Liga erwartet die SGA mit dem SC Union Lüdinghausen noch einmal einen Hochkaräter (Sonntag, 28.2., 14.00 Uhr, ARS-Sporthalle), der viele Fans aus der Rhein-Main-Region anlocken sollte. Der Mannschaftsmeister von 2014, dessen Kader mit sieben internationalen Stars aus fünf Ländern gespickt ist, verfügt mit der überragenden deutschen Einzelspielerin Karin Schnaase, der deutschen Jugendmeisterin Yvonne Li, Kira Kattenbeck, dem langjährigen Nationalspieler Ingo Kindervater und Josche Zurwonne über weitere fünf Akteure mit Erstliganiveau und kann personelle Ausfälle ohne Qualitätsverlust kompensieren.

Während sich anderenorts bereits das Spielerkarussell dreht, kann die SG Anspach trotz Abstieg den Verbleib der Stammformation vermelden. Mit Daniel Benz als neuem Spielertrainer wird der Klub weiterhin seiner Philosophie treu bleiben und regionalen Talenten eine leistungsorientierte Plattform bieten.

 

Angeschlagen erfolglos gekämpft

Von Georg Komma

 

(06.01.2016) Das war es dann wohl. Die SG Anspach hat das „Kellerduell“ beim TSV Neuhausen-Nymphenburg überraschend hoch mit 1:5 verloren und ist damit realistisch betrachtet mit vier Punkten Rückstand und der deutlich schlechteren Spiele-Differenz bereits in die 2. Liga abgestiegen.

Gut 200 Zuschauer sorgten für eine Rekordkulisse, die Neuhausens Manager Philipp Blonk vor dem Spiel lächelnd mit „Ihr seid halt ein attraktiver Gegner“ kommentierte. Nun, bestimmt sprach er damit die Brisanz der Begegnung an, die durch die „geschenkten Zusatzpunkte“ aus dem Bischmisheim-Spiel zusätzlichen Zündstoff bekam.

Sportlich gesehen erlitt die Auseinandersetzung aus SGA-Sicht schnell einen schwerwiegenden Dämpfer. Ausgerechnet das zuletzt so großartig harmonierende Herrendoppel mit Sebastian Ames und Daniel Benz patzte im „Schlüsselspiel“ gleich zweimal. Im zweiten Satz vergab das Duo vier Matchbälle und im Entscheidungssatz konnte es eine 11:3-Führung nicht nach Hause bringen (26:24, 22:24, 16:21). „Von diesem psychologischen Knacks haben wir uns bis zum Ende der Partie nicht mehr erholt. Der Druck war wohl einfach zu hoch“, meinte Anspachs Trainer und Rekordbundesligaspieler Franklin Wahab.

Auf Spielfeld zwei hatten sich Theresa Wurm und Mona Konkolewski im Damendoppel gegen die Ukrainerin Natalya Voytsekh und die Slowenin Katja Stankovic zwar nach Kräften bemüht, waren gegen das international erfahrene Duo allerdings deutlich unterlegen. Ähnlich klar endeten sowohl das 1. Herreneinzel von Tobias Wadenka gegen Philipp Discher als auch das Dameneinzel von Mona Konkolewski gegen Natalya Voytsekh. Damit war die Begegnung entschieden. Daniel Benz und Theresa Wurm blieb es im Gemischten Doppel vorbehalten, den Trostpunkt für die untröstlichen Anspacher zu sichern. Dass der überzeugend auftretende Christopher Ames im 2. Herreneinzel beim Stand von 17:17 im Entscheidungssatz gegen Lucas Bednorsch „den Sack nicht zumachen konnte“, spricht für den schwarzen Tag der glücklosen Anspacher.

„Diese Niederlage tut weh, weil sie so klar ausgefallen ist. Gerne hätten wir das 3:3 aus der Vorrunde bestätigt. Neuhausen hat sich an diesem Tag den Nichtabstiegsplatz sportlich erkämpft.“ 

  

Der Stachel sitzt tief

Von Georg Komma

 

(01.01.2016) Während anderenorts die Lichterketten brannten, erlebte die SG Anspach kurz vor Weihnachten eine Bescherung der besonderen Art. Jener 5:1-Erfolg, den der sechsmalige Deutsche Mannschaftsmeister und Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim beim TSV Neuhausen-Nymphenburg gefeiert hatte, wurde von Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt spielordnungsgerecht in eine 0:6-Niederlage umgewandelt. Bischmisheim hatte eine Zweitligaspielerin ohne beantragte Einsatzberechtigung für die 1. Liga eingesetzt. Von diesem Fehler der sportlichen Führung des BCB profitiert Abstiegsrivale Neuhausen, der nun zwei Punkte Vorsprung zum neuen Schlusslicht Anspach aufweist. 

Soviel ist klar: Bei der SGA sitzt der Stachel tief, auch wenn postwendend ein Entschuldigungsschreiben des BCB eingegangen ist. Durch diese missliche Situation ist im Abstiegskampf eine Wettbewerbsverzerrung entstanden, die möglicherweise entscheidenden Einfluss auf die Abschlusstabelle hat. „Fehler sind menschlich, doch das Regelwerk der Bundesliga ist an dieser Stelle für eine gerechte Handhabung der Situation absolut ungeeignet. In nicht wenigen Sportarten dürfen ‚am grünen Tisch‘ vergebene Punkte nicht über Meisterschaft oder Abstieg entscheiden bzw. es wird zum Saisonende lediglich dem Verursacher ein Punkteabzug in Rechnung gestellt. Noch besser wäre es, wenn alle Aktiven, die in der Vereinsrangliste seines Landesverbandes spielberechtigt sind, im Bundesligaspielbetrieb eingesetzt werden können.“ Diese Meinung vertreten zumindest der BCB und die SGA im Schulterschluss. Es spricht für den TSV Neuhausen, dass die Freude über die geschenkten Punkte dezent ausfällt – vielmehr will das Team in der Heimbegegnung gegen die SGA den Nichtabstiegsplatz mit sportlichen Mitteln untermauern.

Nun sind für alle Teams der Liga „Englische Wochen“ angesagt. In nicht weniger als 14 Tagen sind vier Bundesligaspiele zu absolvieren. Neben dem „Schicksalsspiel“ in München erwartet die SGA am 3. Januar den 1. BV Mülheim (14 Uhr), am 12. Januar (19 Uhr) den 1. BC Beuel und muss am 16. Januar zum 1. BC Düren reisen. Dass zudem am 9./10. Januar die Meisterschaften der Gruppe Mitte anstehen, macht den Jahreseinstieg zu einer extremen Belastungsprobe für die Sportlerinnen und Sportler.

   

Deutliche SGA-Niederlagen gegen die Liga-Überflieger 1. BC Bischmisheim und TV Refrath

Von Georg Komma

 

(21.12.2015) Das war wohl nicht anders zu erwarten. Mit jeweils 1:5 kassierte die SGA zum Rückrundenauftakt zwei weitere Niederlagen. Dennoch hat sich im längst eröffneten Abstiegskampf mit dem TSV Neuhausen eine Positionsverschiebung ergeben. Die SGA rückt mit einem Wimpernschlagvorsprung auf den Nichtabstiegsplatz und überlässt dem Bayern-Vertreter über Weihnachten die „rote Laterne“.

„Die Ergebnisse sind gleich, doch während sich das Spiel in Bischmisheim als eine klare Angelegenheit der Gastgeber entwickelte, war in Refrath nach dem überraschenden Gewinn des Herrendoppels durch die Geschwister Sebastian/Christopher Ames gegen Denis Nyenhuis/Fabian Holzer mehr drin.“ So resümierte SGA-Coach Franklin Wahab, der dabei sicherlich auch noch die beiden vergebenen Matchbälle im Gemischten Doppel von Sebastian Ames/Theresa Wurm gegen Denis Nyenhuis/Carla Nelte im Hinterkopf hatte. Auch Mona Konkolewskis Satzgewinn gegen die Taiwanerin Ya Lan Chang war ein vielversprechendes Ausrufezeichen und nährte für Momente die Mini-Hoffnung auf einen an diesem Tage möglichen Punktgewinn. In Bischmisheim glänzte vor allem Philipp Discher, der nach überzeugendem Auftreten gegen Routinier Marcel Reuter in zwei Sätzen seinen zweiten Saisonsieg im Herreneinzel feiern durfte.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass beide Gegner aus diversen Gründen nicht auf die absolute erste Stammspieler-Garde zurückgreifen konnten. Doch auch die SGA musste kompensieren: Spitzenspieler Daniel Benz stand wegen der Teilnahme an einem zeitgleich angesetzten B-Lizenz-Lehrgang des Hessischen Badminton-Verbandes (HBV) nicht zur Verfügung.

Nun fokussiert sich das Spielprogramm der SGA auf das Heimspiel gegen den 1. BV Mülheim am 3. Januar sowie das „Schlüsselspiel“ im Dienstagspiel beim TSV Neuhausen (5. Januar).

  

Auch Nordlicht Trittau lässt SG Anspach abblitzen

Von Georg Komma

 

(14.12.2015) Die SG Anspach muss weiter kämpfen. Aus dem erhofften Pünktchen im Kampf um den Klassenerhalt wurde es am 3. Adventsonntag letztendlich nichts. Auch wenn die mit 120 Zuschauern gut gefüllte Tribüne mächtig mitging, zog am Ende das Taunusteam in eigener Halle mit 2:4 den Kürzeren und muss sich nun endgültig auf einen Abstiegskampf ausschließlich mit dem TSV Neuhausen-Nymphenburg einstellen.

  

Der Gast, bei 3:11 Punkten selbst unter Erfolgsdruck geraten, musste auf die verletzte Punktegarantin Iris Tabeling verzichten und setzte für sie die 15-jährige Marina Korsch und die 16-jährige Bundesligadebütantin Lilli Gellersen im Damendoppel ein. So sorgten Mona Konkolewski und Theresa Wurm schnell für die nicht unerwartete 1:0-Führung der SGA. Dem souveränen Auftreten von Nikolaj Persson/Robert Tabeling hatten die zuletzt sehr überzeugenden Sebastian Ames/Daniel Benz an diesem Tage nur einen knappen zweiten Satz entgegenzusetzen. Als die beiden Trümpfe Ari Trisnanto (2. Herreneinzel gegen Christopher Ames) und Nanna Vainio (Dameneinzel gegen Mona Konkolewski) stachen, stand die SGA mit 1:3 schon mit dem Rücken zur Wand. Die abschließend ausgetragenen Spiele im 1. Herreneinzel und im Gemischten Doppel sollten sich auch für die Zuschauer zu den Highlights des Tages entwickeln. Dabei knüpfte Philipp Discher im 1. Herreneinzel gegen Nikolaj Persson bis in beide Satz-Endphasen an sein überragendes Spiel gegen David Obernosterer an, ehe er mit 18:21, 19:21 entscheidend unterlag. Daniel Benz/Theresa Wurm begeisterten die Zuschauer im Gemischten Doppel, in dem sie den jungen niederländischen Mixed-Spezialisten Robert Tabeling mit seiner finnischen Partnerin Nanna Vainio mit 21:15, 25:27, 21:18 niederrangen. Die nachfolgende Jahresabschlussfeier der SGA-Abteilung gestaltete sich in vielfacher Hinsicht wertschätzend – bezogen auf die Vereinsphilosophie und den breit angelegten Teamgeist.

  

Das letzte Adventwochenende beschert den Anspachern auswärts gleich zwei Mammutaufgaben. Zunächst wartet der vielfache Deutsche Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim, danach geht es zum Himmelsstürmer TV Refrath. Dann heißt es wohl „Frohe Weihnachten“.

  

„Advent, Advent, die Bude brennt …“

Daniel Benz und Theresa Wurm, die bei den Hessenmeisterschaften 2015 zusammen gleich drei Titel gewannen (im Dameneinzel, im Damendoppel und im Herrendoppel). Foto: Georg Komma.

Von Georg Komma

 

(10.12.2015) Es würde der ungebeugten Moral der SGA-Crew wohl mächtig in die Karten spielen, wenn die altehrwürdige ARS-Sporthalle beim letzten Saison-Heimspiel des Jahres am 3. Adventsonntag (14 Uhr) so richtig in Stimmung käme. „Zuerst anfeuern, dann feiern“, heißt es in den Reihen des Taunusklubs, der nun schon 23 Jahre in Folge Bundesligaluft schnuppert. In der Tat könnte die Tribüne voll sein, denn alle weiteren SGA-Mannschaften sind an diesem Wochenende spielfrei und wollen nach der Begegnung mit den Cracks der Ersten, dem Vorstand und treuen Fans das vorweihnachtliche Bankett genießen. Der Braten wird in jedem Falle schmecken, da ist sich das Anspacher Soziotop sicher. Daran wird auch der TSV Trittau nichts ändern, der mit Platz 7 (3:11 Punkte) bisher zwar hinter den selbst gesteckten Erwartungen zurückgeblieben ist, gegen die SGA jedoch als klarer Favorit aufs Feld geht. Mit drei indonesischen Assen (von denen jedoch nur ein Aktiver eingesetzt werden kann), den niederländischen Nationalspielern Iris und Robin Tabeling, der finnischen Nationalspielerin Nanna Vainio und den Geschwistern Persson verfügt das Nordlicht aus dem Raum Hamburg über einen exzellenten Kader, der ohne Qualitätsverlust auch ein bis zwei personelle Ausfälle kompensieren kann. Dass eine SGA in Komplettbesetzung durchaus auch satzausgewogene Partien bestreiten kann, wurde zuletzt mehrfach unter Beweis gestellt. Dennoch zollt das Team um Kapitän Daniel Benz dem Gegner eine gehörige Portion Respekt. „Trittau wird zum Saisonende wohl wieder im Mittelfeld zu finden sein“, ist sich Trainer Franklin Wahab relativ sicher. Für die SGA wird das anstehende Match jedenfalls alles andere als ein gemütliches Adventsingen.

 

 

Ungebrochene Motivation lässt satzweise Zuversicht wachsen

Von Georg Komma

 

(08.11.2015) Es war zu erwarten, dass für die SG Anspach in den beiden Wochenbegegnungen der 1. Bundesliga die Trauben gegen den Liga-Dino 1. BC Beuel und das internationale Ensemble vom 1. BC Düren sehr hoch hängen würden. So gab es dann auch standesgemäß zwei Niederlagen, am vergangenen Dienstag ein 0:6 in der Auswärtsbegegnung in Beuel und am Samstag ein 1:5 im Heimspiel gegen Düren.

 

Der SGA-Blick kann daher nicht einzig auf das nackte Endergebnis gerichtet sein, sondern er schaut ins individuelle Spiele-Detail. Und da tut sich doch so einiges. Neben den klaren „Satz-Aussagen“ tauchen zunehmend Satzgewinne und enge Spiele auf, die der Psyche eines Punktelieferanten enorm gut tun. In der Beuel-Begegnung kam es in den drei Doppeln zu einem Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem besonders das Herrendoppel von Daniel Benz/Sebastian Ames und Raphael Beck/Max Weißkirchen herausstach (21:19, 8:21, 18:21). Durch das Pausieren von Birgit Michels entwickelte sich auch das Damendoppel von Mona Konkolewski/Theresa Wurm und Lisa Kaminski/Hannah Pohl (20:22, 15:21) sowie das Gemischte Doppel von Daniel Benz/Theresa Wurm und Raphael Beck/Eva Janssens (14:21, 19:21) zu einem beinahe ausgewogenen Kräftemessen, das von den knapp 200 Zuschauern bis zum Spielschluss dankbar angenommen wurde.

 

Das Heimspiel gegen den 1. BC Düren hätte fast mit einem Paukenschlag begonnen. Während Daniel Benz/Sebastian Ames im Herrendoppel nicht ganz die Form von Beuel bestätigen konnten, rangen Mona Konkolewski/Theresa Wurm im Damendoppel den renommierten Victoria Slobodyanyuk/Ilse Vaessen (Russland/Niederlande) in beeindruckender Manier den ersten Satz ab. Für kurze Zeit glaubten die Fans an eine Überraschung, ehe sich dann doch das favorisierte Paar durchsetzte (21:18, 13:21, 15:21). Grund zur Freude gab es für den SGA-Block dennoch, denn Philipp Discher, der im 1. Herreneinzel zuletzt doch empfindliche Niederlagen einstecken musste, wuchs in seinem Match gegen David Obernosterer (Österreich) über sich hinaus. Nach verlorenem ersten Satz (18:21) kämpfte sich der 25-Jährige mit einem 21:15 in den Entscheidungssatz, den er bis zum 19:16 dominierte. Vier Punkte in Folge brachten Obernosterer sogar einen Matchball, doch das Spiel entschied der Anspacher mit 22:20 zu seinen Gunsten. Dem vielumjubelten Anschlusspunkt zum 1:2 folgte schnell Ernüchterung, denn sowohl die gesundheitlich angeschlagene Mona Konkolewski (Dameneinzel) als auch Christopher Ames (2. Herreneinzel) unterlagen deutlich. Ein sportliches Highlight brachte dann noch das Gemischte Doppel mit Daniel Benz/Theresa Wurm, denen nach Gewinn des 1. Satzes gegen Wojciech Szkudlarczyk/Ilse Vaessen (Polen/Niederlande) beim 20:20 im zweiten Satz nur zwei Pünktchen zum Sieg fehlten. Letztendlich punktete das Dürener Paar entscheidend und besorgte das dann doch deutliche 5:1 (21:19, 20:22, 15:21). Beim obligatorischen Mannschaftsessen würdigte Trainer und Rekordbundesligaspieler Franklin Wahab die individuellen Leistungssteigerungen und sah dabei in viele zuversichtliche Gesichter.

 

Der Nebelmonat November – auf Tuchfühlung mit der „roten Laterne“

Von Georg Komma

 

(02.11.2015) Nur zwei Bundesligaspiele stehen in den nächsten fünf Wochen im Terminkalender des SGA-Teams. Am 3. November ist in einem Dienstagabend-Match der 1. BC Beuel Gastgeber, am 7. November bestreitet die SGA das dritte Heimspiel der Saison gegen den 1. BC Düren (14 Uhr, ARS-Sporthalle). Beide Gegner rangieren mit einem ausgeglichenen Punktekonto im Mittelfeld und wollen mit Blick auf die noch machbaren Play-offs gegen den Außenseiter natürlich nichts anbrennen lassen. Auch wenn die SGA in Bestbesetzung antreten kann, sind die Erwartungen sowohl gegen den Altmeister Beuel als auch gegen die Legionärsmannschaft aus Düren gedämpft. Treten beide Kontrahenten in Bestbesetzung an, dann werden die Taunusstädter wohl einmal mehr ihre Lehrgeld-Kasse bereithalten müssen – auch die Übernahme der „roten Laterne“ ist denkbar. Die Stimmung im Team von Kapitän Daniel Benz ist derweil ungebrochen gut. „Wir wissen um unsere Rolle und genießen jedes Match. Dazu gehört auch, die Leistung eines Gegners wertzuschätzen und selbst Niederlagen auszuhalten. Vereinzelt konnten wir schon Spiele auf Augenhöhe bestreiten“, meint Trainer und Rekordbundesligaspieler Franklin Wahab. Er verbreitet damit einmal mehr den so wichtigen Hauch von positivem Denken.

  

Ohne Fleiß kein Preis – Badminton-Boom beim Herbstferien-Trainingslager mit Ex-Bundesligaspielern der SG Anspach

Alle Beteiligten sind mit viel Freude dabei. Foto: Georg Komma.

Von Georg Komma

 

(22.10.2015) Großen Anklang findet auch in diesem Jahr das traditionelle Badminton-Trainingslager der SG Anspach, das federführend von Jugendwartin Gisela Helwig organisiert wird. In der ARS-Halle tummeln sich in der ersten Herbstferienwoche 37 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren in leistungshomogenen Trainingsgruppen. Dieser Andrang spricht für das nachhaltige Interesse an der Sportart Badminton, die stets überragende Organisation dieses Events und das qualifizierte Trainerteam.

In diesem Jahr geben die Ex-Bundesligaspieler Sandra Herdter (geb. Mirtsching) und Alexander Merget die Flugrichtung des Balles an; sie werden dabei tageweise von weiteren Aktiven der Abteilung unterstützt. „Wir haben die sportlichen Vorbilder im Verein und freuen uns, wenn sie ihre auf hohem Niveau erworbenen Kompetenzen in den Trainingsbetrieb einbringen“, meint Abteilungsleiter Georg Komma.

    

  

Beim 0:6 in Mülheim war die SG Anspach erwartungsgemäß chancenlos

Von Georg Komma

 

(05.10.2015) Im Badminton-Leistungszentrum in Mülheim verteilten die Gastgeber keine Geschenke, auch wenn die Begrüßung vor allem bei den Damen besonders herzlich ausgefallen war. Die im Dress von Mülheim agierenden Nationalspielerinnen Johanna Goliszewski und Lara Käpplein haben bekanntlich beide mehrere Jahre für die SGA gepunktet, doch mit 21:10 und 21:14 entschieden sie das Doppel gegen Mona Konkolewski und Theresa Wurm deutlich für sich.

Rund 100 Zuschauer erlebten beim ersten Match des Nachmittags im 1. Herrendoppel zwischen dem Ukrainer Dmytro Zavadsky und dem Niederländer Jorrit de Ruiter sowie den Anspachern Daniel Benz und Sebastian Ames ein Duell auf Augenhöhe. Im ersten Satz korrigierte Gäste-Kapitän Benz beim Stand von 18:19 eine Schiedsrichter-Entscheidung auf 18:20, nachdem der Unparteiische den Punkt zum 19:19 bereits vergeben hatte. Eine wahrlich faire Geste, die punktemäßig nicht belohnt wurde, denn Zavadsky/de Ruiter gewannen das Doppel schließlich mit 21:19, 16:21 und 21:14.

Bereits einige Tage zuvor hatte Daniel Benz bei den offenen bulgarischen Meisterschaften zusammen mit seinem malaysischen Partner Jiann Shiarng Chiang das Viertelfinale im Herrendoppel erreicht, in dem sich das Duo den späteren Turniersiegern Raphael Beck/Peter Käsbauer (1. BC Beuel/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) knapp mit 19:21 und 17:21 geschlagen geben musste.

Im 1. Herreneinzel gab es den zweiten Satzgewinn für das Taunus-Team, denn der erneut sehr starke Philipp Discher zwang den bulgarischen Nationalspieler Blagovest Kisyov beim 21:14, 16:21 und 21:16 in den Entscheidungssatz. Alle weiteren Paarungen waren eine deutliche Angelegenheit der Gastgeber, die natürlich auch in diesem Jahr gerne wieder die Play-offs erreichen möchten.

Der nächste Spieltag in der Badminton-Bundesliga steht erst am Dienstag, 3. November, auf dem Terminplan. Dann gastiert die SG Anspach beim 1. BC Beuel in Bonn.

 

Underdog Anspach hätte gegen Neuhausen fast zugebissen!

Daniel Benz (vorne) und Sebastian Ames. Foto: Gerhard Strohmann.

Von Georg Komma

 

(23.09.2015) „Gut, dass es ein Unentschieden gibt“, lautete der Tenor nach der dramatischen Partie der beiden Schlusslichter-Vereine Anspach und Neuhausen. Zunächst lag der bayerische Gast 2:1 in Front, dann führte plötzlich die Heimmannschaft mit 3:2. Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit einem letztendlich gerechten 3:3. Auf der mit 150 Zuschauern gut gefüllten Tribüne der ARS-Sporthalle in Neu-Anspach herrschte beinahe Oktoberfeststimmung, denn bis zuletzt lag ein Hauch von Überraschung in der Luft. Der Taunus-Underdog hatte deutlich Zähne gezeigt und stand für Momente kurz vor einem doppelten Punktgewinn.

Dass die Hauptlast des Punktens in dieser Begegnung bei den Herren lag, war bereits im Vorfeld kein Geheimnis. So passte der knappe 21:12, 21:23, 21:17-Erfolg von Sebastian Ames/Daniel Benz hervorragend ins Bild des Aufsteigers. Der TSV konterte erwartungsgemäß im Damendoppel mit der ukrainischen Nationalspielerin Natalya Voytsekh und der Slowenin Kaja Stankovic und zeigte sich auch im Dameneinzel durch Natalya Voytsekh klar überlegen. Die Aufholjagd der SGA begann mit zwei herausragenden Spielen. Zunächst glänzte Mannschaftskapitän Daniel Benz in einer kämpferisch und spielerisch hochwertigen Partie gegen den Drittplatzierten der Europäischen Hochschulmeisterschaften, Tobias Wadenka (21:17, 21:16), dann überraschten Sebastian Ames/Theresa Wurm im Gemischten Doppel (21:19, 21:15). Theresa, die zuletzt die DBV-Rangliste in dieser Disziplin gewonnen hatte, scheint immer mehr in die Mixed-Rolle hineinzuwachsen und immer deutlicher wird auch Sebastians Potenzial, das ihn schon im vergangenen Jahr zum stärksten Spieler der 2. Liga Süd gemacht hatte.

Mit der 3:2-Führung im Nacken begab sich Philipp Discher ins 2. Herreneinzel, das sich über weite Strecken absolut offen gestaltete. An diesem Abend war Lucas Bednorsch in den entscheidenden Phasen der Nervenstärkere und rettete für Neuhausen das Unentschieden.

Bei der SGA gab es dennoch nur zufriedene Gesichter. „Als Mannschaftsführer bin ich mit dem bisherigen Verlauf der Saison super zufrieden. Wir spielen in einem tollen Umfeld Badminton und können in einigen Spielen sportlich Paroli bieten”, meinte Daniel Benz. Und Trainer Franklin Wahab ergänzte wertschätzend: „Eine tolle Mannschaftsleistung mit Poker-Aufstellung. Wir sind volles Risiko gefahren und haben uns das Unentschieden redlich verdient. Daniel und Sebastian haben einen Glanztag erwischt und Theresa Wurm spielte im Gemischten Doppel unglaublich befreit und intuitiv auf. So gut habe ich das Mixed von Sebastian und Theresa noch nicht gesehen.”

 

 

In Anspach steigt das Schlusslichter-Duell gegen München-Neuhausen

Von Georg Komma

 

(18.09.2015) Gleich am 3. Spieltag der 1. Badminton-Bundesliga kommt es zum Aufeinandertreffen der von der Restliga hoch gehandelten Abstiegskandidaten SG Anspach und TSV Neuhausen. Wie von vielen erwartet, liegen beide Teams nach jeweils zwei Niederlagen am Ende der Tabelle und schielen in der Dienstagabendbegegnung am 22. September (19.00 Uhr, ARS-Halle Neu-Anspach) hoffnungsvoll nach dem ersten zählbaren Erfolgserlebnis. Die Neuhausener hatten selbst formuliert, dass sie am Ende der Saison die Anspacher als Absteiger erwarten. Mit dieser Bürde im Gepäck ist davon auszugehen, dass sie in dieser richtungsweisenden Begegnung alles dransetzen, damit ihnen nicht überraschenderweise vom Taunus-Team die Lederhosen ausgezogen werden. Doch daran glaubt die Schar der Insider nicht, die besonders bei den Damen mit der ukrainischen Nationalspielerin Natalya Voytsekh und der Slowenin Katja Stankovic den tradierten bayerischen Oberhaus-Vertreter klar im Vorteil sehen.

Für Spannung sollte in jedem Falle gesorgt sein, insbesondere wenn das Taunus-Team mit seinem starken Herrendoppel Daniel Benz/Sebastian Ames gleich zum Spielauftakt punkten sollte. Der für den Aufsteiger noch ungewohnte Dienstagabend-Spieltag könnte vielleicht auch für einen satten Zuschauerzuspruch sorgen und den einen oder anderen Badminton-Freak aus der nahen Rhein-Main-Region anlocken. Das SGA-Team wird in seiner Stammbesetzung mit Mona Konkolewski (geb. Reich), Theresa Wurm, Daniel Benz, Philipp Discher und den Ames-Brüdern Sebastian und Christopher antreten.

Ein Remis würde den Anspachern schon gut schmecken, zumal in den folgenden Auswärtsspielen bei den Play-off-Kandidaten SCU Lüdinghausen (27.09.) und 1. BV Mülheim (4.10.) die Trauben wohl eine Schlägerlänge zu hoch hängen werden. Ein Kuriosum wird es wohl in Mülheim geben, wenn den SGA-Damen im Doppel die Ex-Mannschaftskolleginnen Johanna Goliszewski und Lara Käpplein gegenüber stehen.

„WE ARE THE CHAMPIONS“ gaben eine Badminton-Galavorstellung

Das Team der SGA am 2. Spieltag (v.l.): Sebastian Ames, Philipp Discher, Mona Konkolewski, Daniel Benz, Theresa Wurm, Christopher Ames, Franklin Wahab. Foto: Georg Komma.

Von Georg Komma

 

(31.08.2015) Die Eingangsmusik zum Bundesligaauftakt in der Neu-Anspacher Adolf-Reichwein-Sporthalle war eine Hommage an den amtierenden Deutschen Meister 1. BC Bischmisheim. Dass der gleich mit allen Assen zum Underdog der Liga reiste, erfreute Gegner und Publikum. Für die Sportregion war der Auftritt von Marc Zwiebler, Michael Fuchs und Co. ein Leckerbissen der Extraklasse, für das SGA-Team absolute Schwerstarbeit. Doch die nahm die Crew um Mannschaftsführer Daniel Benz gerne an – nur an starken Gegnern kann die eigene sportliche Leistung noch einen Vorwärtsschub erhalten. Selbst Bernd Pfeifer, der Präsident des Hessischen Badminton-Verbandes (HBV), war angereist, um sowohl den Meister als auch den mutigen Aufsteiger mit einer Geschenkgeste zu überraschen. Gut so, denn Wertschätzung bleibt in unserer schnelllebigen, Ich-bestimmten Zeit oft eine unausgesprochene Absichtserklärung.    

Der sportliche Teil der Auftaktbegegnung ist schnell berichtet. Während Mona Konkolewski (geb. Reich), Theresa Wurm und Daniel Benz bereits Erstligaerfahrungen im SGA-Trikot sammeln konnten, debütierten gegen Bischmisheim Philipp Discher sowie Sebastian und Christopher Ames. Philipp hatte dabei nach eigenem Empfinden „das große Los gezogen“: Im 1. Herreneinzel durfte er gegen Marc Zwiebler antreten, den wohl besten deutschen Badmintonspieler aller Zeiten. „Das ist eine große Ehre für mich“, meint der aufstrebende Medizinstudent resümierend, nachdem er trotz enormen Laufpensums wie erwartet deutlich unterlegen war. Das 0:6 lebte auch von den gut 100 dankbaren Zuschauern, die für jeden gelungenen Ballwechsel begeistert applaudierten und dabei keinen Unterschied machten, welches Team für sich den Punkt verbuchen konnte.

 

Das Stimmungsbild im Sonntagsspiel gegen den TV Refrath hatte von Beginn an andere Konturen. Der Gast ließ seine irischen Stammspieler Chloe und Sam Magee sowie die Taiwanesin Ya Lan Chang zu Hause und verschaffte somit der SGA den Hauch einer Partie auf Augenhöhe. Dieser Ansatz wurde im Auftaktspiel nachhaltig bestätigt, denn das in der 2. Liga ungeschlagene Herrendoppel Daniel Benz/Sebastian Ames brachte durch einen hart umkämpften Dreisatzsieg gegen Denis Nyenhuis/Fabian Holzer (24:22, 20:22, 21:18) den ersten SGA-Punkt auf die Habenseite. Nachdem Carla Nelte/Jennifer Karnott gegen Mona Konkelewski/Theresa Wurm erwartungsgemäß ausglichen, traf Philipp Discher im 1. Herreneinzel auf den ehemaligen U19-Europameister Fabian Roth. Philipp führte in einer Klasse-Vorstellung in beiden Sätzen (17:14, 17:16), um dann doch noch mit 19:21, 19:21 den Kürzeren zu ziehen. Nach der Zweisatzniederlage von Christopher Ames gegen den Sieger der letzten DBV-Einzelrangliste, Lars Schänzler, zog Refrath auf 3:1 davon. Noch einmal blitzte ein kleines Fünkchen Hoffnung auf eine Punkteteilung auf, als Mona Konkolewski ihre bisherige „Angstgegnerin“ Mette Stahlberg deutlich mit 21:19, 21:13 besiegte. Dass am Ende dann doch der Überraschungscoup nicht gelang, lag an der amtierenden Deutschen Meisterin im Damendoppel, Carla Nelte (den Titel hat sie mit der Ex-Anspacherin Johanna Goliszewski errungen), die mit ihrem Mixed-Partner Richard Domke dem neu formierten SGA-Mixed Daniel Benz/Theresa Wurm beim 21:16, 21:9 keine Chance ließ.

„Ein 3:3-Unentschieden gegen den Play-off-Anwärter Refrath wäre eine Sensation gewesen. Für einige Momente schien das Unterfangen möglich“, zog Trainer und Rekordbundesligaspieler Franklin Wahab ein positives Fazit des ersten Heimspiel-Wochenendes in der Bundesliga.

  

Große Ehre für den Aufsteiger – zum Auftakt kommt der Deutsche Meister

Von Georg Komma

 

(23.08.2015) Besser hätte es nicht kommen können. Gleich in der ersten Ligabegegnung reist der frisch gebackene Abonnement-Meister der 1. Liga, der 1. BC Bischmisheim, zum Underdog der Liga in den Taunus. Und der freut sich auf die Begegnung, zumal Bischmisheim auch in dieser Saison einen beeindruckenden Kader vorweisen kann. Europameister Marc Zwiebler und die ehemalige SGA-Spitzenspielerin Samantha Barning führen das Team an, dahinter wartet noch ein ganzes Dutzend an Ausnahmeathleten auf eine Einsatzmöglichkeit. Bischmisheim sollte auch in diesem Jahr wieder Meisterschaftsanwärter Nummer 1 sein, auch wenn der 1. BV Mülheim, der 1. BC Beuel oder Sonntags-Gegner TV Refrath gerne in die Play-offs möchten.

Die SG Anspach wird in dieser Saison viel Lehrgeld bezahlen müssen. Doch das ist den Aktiven bewusst, die mit dem Aufstieg auch einen persönlichen sportlichen Erfolg verknüpfen und in unveränderter Formation antreten. Dass nun eine ganze Phalanx nationaler und internationaler Größen in das Taunus-Kleinod anreisen muss, sollte für die Fans des gefiederten Sports in der Rhein-Main-Region Grund genug sein, den Bundesligaspielen der SGA einen Besuch abzustatten. Die Spiele gegen Bischmisheim (Samstag, 29.8.) und Refrath (Sonntag, 30.8.) beginnen jeweils um 14 Uhr. Für die Samstag-Begegnung hat sich auch HBV-Präsident Bernd Pfeifer angekündigt.

  

Scherben bringen Glück!

Ein glückliches Paar. Foto: Georg Komma.

Von Georg Komma

 

(14.08.2015) Ein Glücksfall ist die sympathische Mona Reich bereits seit zwölf Jahren für die Badmintonabteilung der SG Anspach. Mehrere Deutsche Meistertitel, permanente Top-Platzierungen in der nationalen Einzel-Rangliste und weit über 100 erfolgreiche Einsätze im SGA-Bundesligateam sind der schlagende Beweis. Nun bekommt das Glück Flügel. In der kommenden Saison legt Mona ihre Reich’sche Signatur ab und schlägt unter dem Namen Konkolewski auf. Ihr Ehemann Franz(iskus), Landesligaspieler beim Badmintonverein Burg (Sachsen-Anhalt), wird künftig mit Mona im schmucken Eigenheim in Gernsheim/Rhein verbindlich zum Mixed antreten. Mit der SG Anspach bleibt die 27 Jahre alte Gymnasiallehrerin weiterhin fest liiert, auch wenn sie seit Jahren mit lukrativen Angeboten der Konkurrenz konfrontiert wird. Eine ganze Badminton-Region gratuliert dem Paar zur Hochzeit und wünscht für den weiteren Lebensweg reichlich Glück und weiterhin durchschlagende Erfolge.

 

 

SG Anspach wägt ab und nimmt Aufstiegsangebot an!

Von Georg Komma

 

(06.04.2015) Die Sportfreunde in der Rhein-Main-Region können sich in der kommenden Saison wieder auf Spiele in der 1. Badminton Bundesliga freuen. Zunächst plädierte das SGA-Team in einer Mannschaftssitzung für die Annahme der Nachrücker-Aufstiegsoption, dann zog über Ostern der geschäftsführende Vorstand in einer kurzfristig einberufenen Sitzung nach. 22 Jahre in Folge tummelt sich nunmehr das Taunus-Team im Bundesligaspielbetrieb, bereits fünf Jahre davon verbrachte der Verein als Underdog in der Eliteklasse.  

„Auch in der kommenden Saison werden wir über diese Rolle wohl nicht hinauskommen“, ist sich Spielertrainer und Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab sicher, „denn die Kluft zwischen den beiden höchsten deutschen Ligen scheint sich im Moment eher zu vergrößern.“ Anerkennend fügt er hinzu, dass seine Mannschaft eine überragende Saison gespielt hat, in der letztendlich nur ein „verlorenes Pünktchen“ den direkten sportlichen Aufstieg verhinderte.   

Wenn in der Spielerstatistik der 2. Bundesliga Süd fünf SGA-Spielernamen unter den ersten acht auftauchen, dann darf auch zu Recht ein wenig sportlicher Stolz aufkommen. Für Mona Reich, Theresa Wurm und Daniel Benz ist die 1. Liga kein Neuland, doch für die anderen Team-Mitglieder ist es nun auch das Erreichen eines großen persönlichen Ziels. „Wer diese Herausforderung aus rein sportlichen Gründen nicht annimmt, wird sich auch nicht weiterentwickeln“, da ist sich Team-Kapitän Daniel Benz ganz sicher. „Sein Bestes geben und Niederlagen aushalten können – auch das hat eine Menge mit einem gesunden Sportgeist zu tun.“

Die SG Anspach weiß um den sich weiterentwickelnden professionellen Anspruch der 1. Badminton-Bundesliga. Mit einem eher bescheidenen Budget und der einhergehenden regionalorientierten Personalstrategie nimmt sie wie einige Aufsteiger-Vorgänger aus der 2. Bundesliga Süd eher eine „exotische Rolle“ ein und wird am sportlichen Pokergeschäft der Ligagrößen vermutlich nur peripher teilhaben können. So bleibt die bodenständige Zuversicht, dass das etablierte Badminton-Oberhaus weiterhin offen ist für „Neuankömmlinge“ – auch wenn diese nicht polternd an die Tür klopfen. Die Vorfreude auf die Stars der Liga, zu denen auch die ehemaligen SGA-Aktiven Johanna Goliszewski, Samantha Barning, Lara Käpplein und Andi Heinz gehören, ist in Neu-Anspach jedenfalls groß.      

  


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.