Mitteilungen des 1. BC Beuel

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga

Homepage: www.bcbeuel.de

Akshay Dewalkar komplettiert den Beueler Bundesligakader

Akshay Dewalkar. Foto: 1. BC Beuel.

Von Bärbel Dähling

 

(14.06.2016) Der Bundesligakader des 1. BC Beuel ist nun vollständig. Teammanager Maximilian Schneider hat in den vergangenen Tagen die letzten Formalitäten geklärt und jetzt den zweiten und vorläufig letzten Neuzugang unter Vertrag genommen.

Akshay Dewalkar wird in der kommenden Spielzeit, die Anfang September beginnt, im Trikot der Gelb-Schwarzen aufschlagen. Der 27-jährige Inder gehört zu den besten Doppelspielern seines Landes und belegt derzeit mit seinem Partner Pranaav Jerry Chopra Rang 30 der Weltrangliste. „Wir sind sehr froh, dass Akshay sich für uns entschieden hat“, so Teammanager Schneider. „Er hat nach einer neuen Herausforderung gesucht und wollte unbedingt einmal in Deutschland spielen. So hat es sich ergeben, dass er am Bundesstützpunkt in Saarbrücken trainieren kann und uns für die Meisterschaftsspiele zur Verfügung steht.“

Auch der Neuzugang freut sich bereits auf die neue Herausforderung: „Deutschland hat eine sehr ausgeprägte Vereinskultur bei gleichzeitig starker Rivalität zwischen den Vereinen. Ich hoffe, dass es mir viel bringt, diese hochintensiven Spiele zu absolvieren und gleichzeitig in Deutschland zu trainieren“, so Dewalkar. Obgleich er mehrere Angebote hatte, hat sich Dewalkar für den 1. BC Beuel entschieden: „Mein neuer Verein hat eine reichhaltige Tradition und eine großartige Arbeitsmoral. Beuel hat exzellente Doppelspieler, was für mich bei meiner Entscheidung eines der ausschlaggebenden Kriterien war. Zudem hat sich Maximilian Schneider sehr um mich bemüht, so dass ich das Gefühl hatte, hier am meisten wertgeschätzt zu werden.“

Mit Dewalkar hat Schneider bereits den zweiten Doppelspezialisten innerhalb weniger Tage verpflichtet. Zuvor war der Wechsel des Schotten Patrick MacHugh zum 1. BC Beuel veröffentlicht worden. Der Bedarf an Doppelspielern ist vor allem einer Änderung der Regeln geschuldet. In der kommenden Saison werden in der 1. Badminton-Bundesliga – wie auch dann in der 2. Bundesliga – sieben Spiele pro Meisterschaftsspiel ausgetragen. Für die Erstligisten kommt ein 2. Herrendoppel hinzu. „In der aktuellen Transferphase ist eine unglaublich hohe Bewegung im Spielermarkt zu beobachten, gerade im Bereich der Doppelspieler. Wir haben frühzeitig den Markt sondiert und einige Gespräche geführt“, so der Teammanager. Er sei froh, zwei so vielversprechende Spieler für den 1. BC Beuel verpflichtet zu haben. Gleichzeitig gelang es ihm, die bisherigen Leistungsträger und Talente an den Verein zu binden.

Bei den Damen kann Schneider in der kommenden Saison erneut auf Birgit Michels, Eva, Janssens, Hannah Pohl, Lisa Kaminski und Luise Heim zurückgreifen. Auf Herrenseite stehen neben Akshay Dewalkar und Patrick MacHugh Erik Meijs, Max Weißkirchen und Raphael Beck im Aufgebot.

Zuversichtlich blickt der Teammanager in Richtung der neuen Spielzeit: „Wir müssen abwarten, was sich bei den anderen Erstligisten in den kommenden Wochen noch personell ergibt. Für die kommende Saison haben wir einen schlagkräftigen Kader zusammen, der im Vergleich zur abgelaufenen Saison noch einmal etwas stärker sein dürfte, sodass es unser Anspruch sein muss, in die Play-offs einzuziehen.“ Dies sagt Schneider auch im Hinblick auf eine Regeländerung in Bezug auf den Play-off-Modus: Die ersten Zwei der Hauptrunde ziehen direkt ins Halbfinale ein. Dieses wird im Rahmen eines Final-Four-Turnieres an einem zentralen Ort ausgetragen. Zusätzlich dort antreten dürfen der Sieger der Play-off-Viertelfinalbegegnungen des Dritten gegen den Sechsten sowie des Vierten gegen den Fünften. In der vergangenen Spielzeit erreichte der 1. BC Beuel den vierten Platz.

  

„Jeremy“ Zheng Yi Kok ist neuer Vorstand BEcTC/B.A.B.B.

V.l.: Zheng Yi Kok und Martin Lemke. Foto: 1. BC Beuel.

Von Bärbel Dähling

 

(07.06.2016) Endlich ist er da! Am vergangenen Sonntag landete Zheng Yi Kok, von allen nur „Jeremy“ genannt, wohlbehalten am Köln/Bonner Flughafen. Nach monatelanger, intensiver Vorbereitung ist der 1. BC Beuel stolz, einen weiteren wichtigen Personalgewinn präsentieren zu können.

Durch Beschluss des Gesamtvorstands wurde der 28-jährige Malaysier zum Vorstand BEcTC (Badminton Europe certificated Training Centre)/B.A.B.B. (Badminton-Akademie Bonn-Beuel) ernannt und hat bereits seine neue hauptamtliche Tätigkeit angetreten.

Jeremy Kok bringt – trotz seines jungen Alters – viel Erfahrung mit, die in der Kombination im Badmintonsport nahezu einzigartig sein dürfte. Geboren und aufgewachsen in Malaysia, hat er die Sportart in einem Umfeld kennengelernt, in dem Badminton unangefochtener Volkssport ist. Er selbst hatte eine Karriere als Profi begonnen, musste diese aber früh wegen einer schweren Verletzung beenden. Jeremy Kok absolvierte ein Marketing-Studium an der Universität Herfordshire in Großbritannien und arbeitete danach als Trainer in Malaysia, auf den Philippinen und in Neuseeland.

„Jeremy Kok hat die Entwicklung des Badmintonsports schon in den verschiedensten Regionen der Welt beobachtet. Er kennt die hohen Intensitäten und Trainingsumfänge, die in Asien normal sind, bestens. Deswegen sind unsere Spieler total gespannt, seine Trainingsmethoden kennenzulernen“, so Martin Lemke, der Beueler Cheftrainer. „Zugleich weiß er ganz genau, wieso unsere Sportart in Asien so unglaublich populär ist und an welchen Stellschrauben in ‚Badminton-Entwicklungsländern' gedreht werden muss, um eine breitere Resonanz bei der Bevölkerung zu erzielen.“

Der Neuzugang war nach 20-stündiger Reise erst einmal sichtlich erschöpft, zeigte aber sofort vollen Einsatz und besuchte seine Schützlinge beim Wettkampf um die 1. NRW-Einzelrangliste in Solingen. Dennoch war er überglücklich, endlich angekommen zu sein: „Ich werde sicher noch ein wenig Zeit brauchen, um mich hier einzugewöhnen, kann es aber kaum erwarten, mit dem großartigen Team hier die neuen Aufgaben anzugehen. Beuel bietet einiges an Potenzial – und viel Arbeit liegt noch vor uns.“

 

 

Patrick MacHugh verstärkt die Bundesligamannschaft

Patrick MacHugh. Foto: 1. BC Beuel.

Von Bärbel Dähling

(03.06.2016) Zwar beginnt die neue Badminton-Bundesligasaison erst im September. Doch bereits jetzt kann der Badminton-Bundesligist 1. BC Beuel seinen ersten Neuzugang präsentieren. Der schottische Nationalspieler Patrick MacHugh wird in der kommenden Saison den Tabellenvierten der abgelaufenen Spielzeit verstärken.
Der 1,83 m große Rechtshänder ist 24 Jahre alt, Doppelspezialist und trainiert am Nationalstützpunkt in Glasgow, wenn er nicht gerade auf Turnierreise ist. „Patrick werden sicher nicht viele auf der Rechnung gehabt haben“, so Beuels Teammanager Maximilian Schneider. „Er ist noch relativ jung und weiterhin im Entwicklungsprozess. Dennoch gehört er in unserem Team fast zu den Ältesten.“
Mit der Verpflichtung MacHughs reagiert Schneider auf eine Neuerung des Spielmodus in der Badminton-Bundesliga. 1. und 2. Liga sollten angeglichen werden, um so eine höhere Durchlässigkeit zu schaffen. Da die Erstligisten nicht wieder zurück auf acht Spiele pro Spieltag wollten und die Zweitligisten nicht bereit waren auf, sechs Spiele zu verkürzen, kam der Kompromiss heraus, sieben Spiele auszutragen. Für die Erstligisten kommt mit der Neuerung ein 2. Herrendoppel dazu.
Nach dem Abgang von Andreas Heinz einen neuen Doppelspezialisten zu holen, lag damit nahe. „Wir haben Patricks Leistungen auf den internationalen Turnieren schon seit längerer Zeit beobachtet. Patrick ist ein Gestalter auf dem Platz, der das Doppel lenkt und gerne das Netz sucht. Seine Spielweise bietet uns gute Möglichkeiten, ihn sowohl mit Raphael Beck als auch mit Max Weißkirchen einzusetzen, die lieber aus dem Hinterfeld agieren“, so der Teammanager.
Dass MacHugh kein unbeschriebenes Blatt ist, spiegelt sich auch in seinen Turnierergebnissen mit Landsmann Martin Campbell wider. Die beiden stehen aktuell auf Platz 57 der Weltrangliste. Der Neuzugang kann es kaum erwarten, dass die Saison endlich losgeht: „Ich wollte schon immer in einer Spitzen-Mannschaft in einer der Top-Ligen spielen und hoffe Beuel dabei helfen zu können, möglichst weit zu kommen. Ich freue mich schon, alle zu treffen und Teil des Teams zu sein.“
 

Ein Bayer für Beuel

Patrick Scheiel. Foto: 1. BC Beuel.

Von Bärbel Dähling

 

(02.05.2016) Cheftrainer Martin Lemke ist schon vorab hochzufrieden. Denn mit Patrick Scheiel kommt ein wahres Badmintontalent zum 1. BC Beuel. Der am 6. Oktober 1998 geborene Rechtshänder hat zuletzt in der 2. Bundesliga Süd für den TSV Neubiberg/Ottobrunn gespielt und wechselt nun aus Bayern ins Rheinland. „Patrick Scheiel wird ab Sommer in Mülheim und teils bei uns trainieren und hat seine letzte Jugendsaison noch vor sich.“ Der Cheftrainer ist der Ansicht, dass der beim PTSV Rosenheim großgewordene Bayer „sehr gut in unser Team passt und sich durch den dann gesetzten Fokus auf Badminton gut entwickeln wird“.

Lemke, der den Neuzugang von gemeinsamen Wettkämpfen als Coach kennt, freut sich und ist sich sicher: „Der Patrick wird unser Regionalligateam verstärken!“ Und was sagt der zum Wechsel in die Gegend nördlich des Weißwurstäquators? „Ich freu' mich natürlich riesig, in so einem professionell organisierten Verein spielen zu können!“ Er ist zuversichtlich, sich beim 1. BC Beuel ideal weiterentwickeln zu können und fügt hinzu. „Ich hoffe natürlich, mein persönlicher Ehrgeiz hilft der Mannschaft in der kommenden Saison, die gesteckten Ziele zu erreichen.“ Über seine Eltern ist der 17-Jährige zum Badminton gekommen und hat schon im Alter von sechs Jahren sein erstes Turnier gespielt. Olympia ist sein ganz großer Traum, „und durch den Wechsel nach Beuel und zum Stützpunkt Mülheim kann ich ja nun an den Traum glauben.“ Da passt sein persönliches Motto: „Es geht immer noch ein bisschen was.“ In diesem Sinne herzlich willkommen im Rheinland beim 1. BC Beuel!

 

 

1. BC Beuel am Ende der Saison auf Platz vier

Vl.: Tim Achtermewer, Susanne Frings und BC Beuel-Jugendwart Detlef Gatzsche. Foto: 1. BC Beuel.

Von Bärbel Dähling

 

(28.02.2016) Mit zwei Siegen hat der 1. BC Beuel die Badminton-Bundesligasaison 2015/2016 beendet. Einem 5:1-Sieg am Samstag beim TSV Trittau folgte am Sonntag beim letzten Heimspiel ein 4:2-Erfolg gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg (München). Das bedeutet in der Endabrechnung Platz vier in der Bundesliga-Tabelle hinter Bischmisheim, Lüdinghausen und Refrath, die nun den Meistertitel unter sich ausmachen müssen.

„Unter dem Strich eine prima Saison“, bilanzierte Vereins-Chef Roland Maywald nach dem letzten Spiel, auch „wenn während der Saison einige Punkte liegengelassen wurden und mit etwas Glück auch Rang drei und somit die Play-offs möglich gewesen wären.“ Eine Schwächung der Mannschaft war laut Maywald die lange, verletzungsbedingte Pause von Doppelexperte Andreas Heinz (24). Der gebürtige Hesse, der vier Jahre für den 1. BC Beuel spielte, zeigte sich am Sonntag im Herrendoppel mit Raphael Beck nochmals von seiner besten Seite und war hernach recht zufrieden mit seinem Abschiedsspiel gegen Lucas Bednorsch und Manuel Heumann. 21:15, 21:23 und 21:13 hieß es nach dem fast eine Stunde dauernden Doppel, in dem sich Heinz richtig reinhängte und zwischendurch mit Szenenapplaus belohnt wurde. „Das war viel besser, als unter Rückenschmerzen am Karriereende zu verlieren.“ Wohl war! Alles Gute, Andreas Heinz!“, wünschte auch Maywald und überreichte dem Dartfan zum Abschied Profi-Dartpfeile.

Team-Manager Maximilian Schneider zog ebenfalls eine positive Bilanz: „Saisonziel erreicht“, brachte er es auf eine Kurzformel und fügte an: „Wir sind viel näher an die Play-offs rangekommen, als vorher von vielen gedacht!“ Ein erfolgreiches Wochenende absolvierte auch das Beueler Damendoppel Birgit Michels und Lisa Kaminski: Die beiden gewannen gegen Trittau in drei Sätzen, gegen die Münchner dann mit 21:15 und 21:12. Lisa Kaminski absolvierte statt der erkrankten Luise Heim ebenfalls die Dameneinzel, musste sich aber beide Mal geschlagen geben.

Die Herren sorgten im Einzel zumindest am Sonntag für Spannung und gingen jeweils in den dritten Satz, nachdem sie tags zuvor kurzen Prozess mit den Trittauern gemacht hatten. Aber sowohl Erik Meijs, der als neuer niederländischer Einzelmeister mit einem Gutschein beim Italiener schlemmen kann, am Sonntag gegen Tobias Wadenka und Max Weißkirchen gegen den Münchner Lucas Bednorsch machten im dritten Satz den Sack zu.

Last but not least das Gemischte Doppel: Nachdem am Samstag Birgit Michels und Raphael Beck im hohen Norden klar in zwei Sätzen gewannen, konnten Eva Janssens und Max Weißkirchen nicht ganz an ihre erfolgreiche gemeinsame Mixedzeit anknüpfen. Schließlich sind die beiden amtierende Europameister U19 in dieser Disziplin. Gegen die Münchner Natalya Voytsekh und Tobias Wadenka zogen sie nach gewonnenem ersten Satz mit 19:21 und 18:21 den Kürzeren. 4:2 hieß es somit am Ende des letzten Heimspiels, bei dem Sandra Frings und Tim Achtermeyer von der Stiftung Sport der Bonner Sparkasse einen Scheck in Höhe von 6.600 Euro für die Nachwuchsarbeit des Vereins überreicht hatten.

Mehrere hundert Zuschauer ließen sich den Saisonabschluss, der von „Spirit of Dance“, einer enthusiastischen Tanzgruppe aus Sankt Augustin verstärkt durch zwei „Takas“ aus Bonn unter Leitung von Alex Findeisen, umrahmt wurde, nicht entgehen und müssen nun bis September aufs nächste Bundesligaspiel warten.

  

Zwei Siege hat der Manager fest eingeplant

Von Bärbel Dähling

 

(25.02.2016) Der 1. BC Beuel spielt am Wochenende gegen den TSV Trittau und den TSV Neuhausen-Nymphenburg. Das Ziel ist glasklar formuliert: „Wir wollen Tabellenvierter werden!" Maximilian Schneider, der Team-Manager des Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel, rechnet fest mit vier Pluspunkten aus den beiden Begegnungen am 17. und 18. Spieltag, die am Samstag und Sonntag (27. und 28. Februar) anstehen. Sogar Platz drei ist derzeit noch für die Beueler drin und letztlich gleichbedeutend mit dem Erreichen der Play-off-Runde, was die Beueler im Vorjahr geschafft haben. Der Sieger dieses Halbfinales darf schließlich gegen den Tabellenersten um die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft antreten. 
Dass die schwarz-gelbe Truppe mit den hochgelobten „jungen Wilden" in dieser Saison überhaupt in die Nähe der Ausscheidungsspiele kommt, hielten Skeptiker übrigens vor der dem ersten Spieltag für schier unmöglich. Doch die junge Garde um Kapitänin Birgit Michels strafte die Pessimisten Lügen und bewies ein ums andere Mal ihre Qualität und überzeugte durch Kampfgeist, Engagement und mannschaftliche Geschlossenheit. 
Siege (wie in der Hinrunde) gegen den TSV Trittau auswärts am Samstag und zu Hause tags darauf gegen den Tabellenvorletzten TSV Neuhausen-Nymphenburg stehen auf Schneiders Zettel ganz oben. Wobei sich der Manager bewusst ist, dass das Gastspiel in der schleswig-holsteinischen Gemeinde (Trittau liegt etwa 30 Kilometer östlich von Hamburg) zu einer schweren Aufgabe werden kann. „Die Mannschaft ist durchaus unangenehm zu spielen", sagt er und erinnert an die überaus spannende Begegnung in der Hinrunde im vergangenen September. 

Schneider hofft, dass am Samstag alle Spieler verfügbar sind. Abgewartet werden muss das Abschneiden von Erik Meijs, Luise Heim, Lisa Kaminski und Hannah Pohl, die derzeit bei den Austrian Open in Wien starten, sodass die Aufstellung bis zuletzt ungewiss ist. 
Am Sonntag auf heimischem Parkett in der Erwin-Kranz-Halle an der Limpericher Straße 141 können dann der frischgebackene niederländische Meister Erik Meijs und die erst 19 Jahre junge Deutsche Vizemeisterin Luise Heim sowie Lisa Kaminski und Hannah Pohl vor möglichst vielen Beueler Fans wieder mit von der Partie sein, wenn um 14 Uhr das Spiel gegen die Gäste aus Neuhausen-Nymphenburg beginnt und hoffentlich wieder zwei Punkte wie im Hinspiel eingefahren werden. 

Im letzten Heimspiel der Saison heißt es für die Beueler allerdings auch Abschiednehmen von Andreas Heinz. „Wo es hingeht, steht noch nicht ganz fest", hat er dem Team geschrieben. „Ich wollte euch schon mal vorab informieren. Ich wäre sehr gerne geblieben, allerdings hat sich bekanntlich meine sportliche Situation geändert und diese Konstellation passt leider nicht mehr mit dem 1. BC Beuel zusammen", heißt es in seiner Mitteilung weiter, in der er sich am Ende „für eine tolle Zeit" bedankt. 

Die weitgereisten Sonntags-Gäste (Neuhausen-Nymphenburg ist ein Stadtbezirk von München) rangieren derzeit mit fünf Punkten auf Platz acht der Tabelle und spielen am Samstag gegen den TV Refrath. Die Refrather haben vor dem letzten Bundesliga-Wochenende und dem Abschluss der Punkterunde 18 Punkte und wollen unbedingt erstmals in die Play-offs, die sie im Vorjahr ganz knapp verpasst haben. Aber auch der amtierende Vizemeister 1. BV Mülheim (jetzt 16 Punkte, Platz vier) strebt die Entscheidungsrunde an und muss sich noch mit Lüdinghausen (22 Punkte, Platz zwei) und Refrath messen. Hochspannung bis zur letzten Spielminute ist also garantiert. Denn lediglich Tabellenprimus und Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ist mit 28:2 Punkten wohl über alle Zweifel erhaben. 

  

Eine Top-Verstärkung für das Regionalliga-Team des 1. BC Beuel

V.l.: Daniel Hess und Trainer Martin Lemke. Foto: 1. BC Beuel.

Von Bärbel Dähling

 

(22.02.2016) Schon vor dem Ende der Badminton-Saison kann der 1. BC Beuel einen erfolgversprechenden Neuzugang vermelden. „Ich freue mich sehr, dass mit Daniel Hess einer der talentiertesten deutschen Spieler im nächsten Jahr für uns aufschlagen wird", gibt Beuels Trainer Martin Lemke Auskunft, der den Nachwuchsspieler schon seit Jahren kennt. Nicht nur aus sportlicher Sicht passe der erste Neuzugang für die Spielzeit 2016/2017 hervorragend ins Team, so der Coach, „sondern auch menschlich, und er wird uns sehr gut verstärken".

Daniel Hess, der am 31. Juli 18 Jahre alt wird, tritt bislang in der Regionalliga für die Spielvereinigung Sterkrade Nord an. Der Doppel- und Mixed-Spezialist trainiert am Stützpunkt Mülheim/Ruhr und kann bereits eine ganze Reihe von Erfolgen vorweisen: So holte er sich kürzlich den Deutschen Vizemeister-Titel im Mixed U19 zusammen mit Annabella Jäger aus Bayern und wurde bei eben diesen Meisterschaften Dritter im Herrendoppel U19 mit Julian Voigt (Hohenlimburg). Im Vorjahr gewann Hess mit Annabella Jäger beim internationalen Langenfeld-Cup die Silbermedaille im Gemischten Doppel. Ebenfalls 2015 zeigte Hess mit den anderen Gymnasiasten von der Mülheimer Luisenschule beim Badminton-Bundesfinale „JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA“ in Berlin, was er kann und gab den Endspielgegnern aus Hamburg klar das Nachsehen. 6:1 siegten die Mülheimer.

„Er wird sich bei uns sehr gut entwickeln", ist sich Martin Lemke sicher, „und wir werden mit ihm viel Spaß haben", heißt Lemke den Neuen im Beueler Regionalliga-Team herzlich willkommen.

 

 

8.700 Kilometer von Wuxi nach Beuel

Gruppenfoto mit dem Besuch aus China. Foto: 1. BC Beuel.

Von Bärbel Dähling

 

(26.01.2016) Yu zi Chen liebt Rosa. Und das Outfit der Chinesin hat genau diese Farbe. Total motiviert und gespannt wie ein Flitzebogen steht die Achtjährige mit dem schwarzen kurzen Pagenkopf auf dem Feld und erwartet den Federball ihrer deutschen Gegnerin. Das Dilledöppchen in Pink freut sich über jeden erzielten Punkt und hat sich das Jubeln sicher bei den Großen abgeguckt.

Ang Li, der ehemalige chinesische Badminton-Nationalspieler, der früher in Diensten des 1. BC Beuel als Spieler und Trainer stand, beäugt die kleine Yu kritisch und hält es vor allem wegen ihrer Bewegungsabläufe für durchaus möglich, dass sie mal richtig Karriere auf dem Platz macht.

Währenddessen muss Jolina kräftig durchschnaufen. Die Neunjährige spielt seit zwei Jahren beim 1. BC Beuel und hat soeben zwei Sätze gegen ein anderes Mädchen aus dem Reich der Mitte verloren. Die ist auch kräftig ins Schwitzen gekommen und schnappt nach Luft. „Leicht hat meine Tochter es der Chinesin nicht gemacht", zieht der Papa Bilanz und trägt seiner Tochter, die gleich Doppel spielen soll, die Trinkflasche hinterher. Er findet es toll, dass die Kids der Badminton-Akademie Bonn-Beuel (B.A.B.B.) und des Vereins gegen solch weitgereisten jungen Besucher antreten können.

Zehn Tage sind die 18 Jungen und Mädchen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren mit ihren Betreuern (die alles per Smartphone akribisch festhalten) auf Europatour. Vor zwei Tagen ist die Gruppe in Frankfurt am Main angekommen, hat ein Hotel in Leverkusen bezogen und sich am Tag darauf mit Gleichaltrigen in Mülheim an der Ruhr sportlich gemessen.

Beuel ist der zweite Verein, bei dem die Chinesen jetzt Station machen. Ang Li, der als Geschäftsführer für Europa von Li-Ning zwischen China und Europa pendelt, hat sich seiner Kontakte besonnen und die Visite organisiert.

So sind an diesem Montagnachmittag alle Felder in der Erwin-Kranz-Halle belegt. „Die U11 der B.A.B.B. und Spieler der Leistungsklassen C und D spielen gegen die Gäste", erklärt FSJlerin Marie Cronenberg. Der übliche Trainingsplan sei für diesen Nachmittag komplett über den Haufen geworfen worden, fügt Marie an. Doch für die Spiele gegen den Nachwuchs aus Fernost lohnt sich das allemal.

Die Jungen und Mädchen (alle schick ausstaffiert in hellblauen Trainingsjacken), die das erste Mal in ihrem Leben auf die andere Seite der Erdkugel geflogen und voller Tatendrang sind, stammen allesamt aus einer Badmintonschule in Wuxi (im Osten Chinas zwischen Nanjing und Shanghai, rund 8.700 Kilometer von Bonn entfernt).

Dienstag setzten die Chinesen ihre Reise fort. Ein Besuch in Amsterdam und ein Treffen mit der niederländischen Jugend-Nationalmannschaft stehen dort auf dem Plan, bevor es weiter geht nach Paris. Auch in der französischen Metropole sollen die Nachwuchsnationalcracks gegen die weitgereisten Besucher spielen, bevor diese dann Disneyland kennenlernen. Spaß außerhalb vom Badmintonfeld muss beim Europatrip ja schließlich auch sein.

 

 

1. BC Beuel trennt sich vom 1. BV Mülheim 3:3

Von Andreas Kruse

 

(16.01.2016) Der 1. BC Beuel hat am 15. Spieltag der Badminton-Bundesligasaison einen weiteren Punkt eingefahren. In der einmal mehr gut gefüllten Erwin-Kranz-Halle sicherten sich die Rechtsrheinischen gegen den 1. BV Mülheim ein 3:3-Unentschieden.

Dabei war der Start in die Partie alles andere als nach Wunsch verlaufen. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Raphael Beck rückten Andreas Heinz und Erik Meijs ins Herrendoppel. Gegen die Mülheimer Spezialisten Jorrit de Ruiter und Marcus Ellis hielt das neu geformte Doppel gut mit, hatte am Ende aber dennoch das Nachsehen. 19:21 und 17:21 hieß es nach zwei Sätzen.

Parallel dazu lief das Damendoppel. Birgit Michels und Hannah Pohl erspielten sich zwar ein beiden Sätzen jeweils einen Vorsprung, wussten diesen aber nicht bis zum Ende zu verteidigen und unterlagen 18:21, 19:21.

Nach dem 0:2-Rückstand begann die Aufholjagd. Luise Heim hatte mit Lara Käpplein keine größeren Probleme und gewann deutlich 21:12, 21:6. Währenddessen entwickelte sich im 2. Herreneinzel eine packende Partie zwischen Max Weißkirchen und Alexander Roovers. Nachdem Weißkirchen lange brauchte, um zu seinem Spiel zu finden, und den ersten Satz 11:21 verlor, drehte er, angefeuert von den Zuschauern, ordentlich auf und gewann noch 21:16, 21:14.

Packend verlief auch das 1. Herreneinzel. Erik Meijs und Dmytro Zavadsky lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für Meijs. In den entscheidenden Phasen behielt er die Nerven und gewann 24:22, 21:19. Der Siegpunkt war den Beuelern dann doch nicht vergönnt. Auch, dass die Wäscherprinzessin Tessa I. bereits von Beginn der Partie an fleißig die Daumen gedrückt hatte, half nicht. Max Weißkirchen und Birgit Michels unterlagen gegen Marcus Ellis und Johanna Goliszewski 18:21, 15:21. Kapitänin Birgit Michels war nach ihren zwei verlorenen Partien angefressen. Da sei mehr drin gewesen, konstatierte sie.

Für das Beueler Bundesligateam geht es am letzten Februarwochenende weiter. Am 27. Februar steht zunächst eine Reise nach Schleswig-Holstein, zum TSV Trittau, an, bevor am Sonntag, den 28. Februar, der Saisonabschluss in der heimischem Erwin-Kranz-Halle (14 Uhr, Limpericher Straße 141) gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg folgt. Dabei haben die Beueler ihr Saisonziel – den vierten Platz – weiter fest im Blick.

    

1. BC Beuel siegt mit 5:1 gegen die SG Anspach - Jetzt geht es gegen den 1. BV Mülheim

Von Bärbel Dähling

 

(12.01.2016) Zwei Pluspunkte eingefahren haben die Badminton-Bundesligaspieler des 1. BC Beuel beim Auswärtsspiel im hessischen Anspach. Mit 5:1 besiegten die Rechtsrheinischen den Aufsteiger, der erst einen Pluspunkt in dieser Saison erlangen konnte, am Dienstagabend. Eine kleine Zerrung von Raphael Beck und die Aufgabe im zweiten Satz als Vorsichtsmaßnahme im Gemischten Doppel ist ein kleiner, aber unwesentlicher Makel in der Bilanz.

Mit einer (erfolgreichen) Premiere startete die Partie an diesem 14. Spieltag: Denn der lange am Rücken verletzte Andreas Heinz kehrte zurück in das Beueler Team und machte mit einem 21:17 und 21:17 den Sieg an der Seite von Raphael Beck gegen Sebastian Ames und Daniel Benz im Herrendoppel perfekt. Noch ist der 24 Jahre alte Beueler Doppelspezialist nicht 100-prozentig fit, aber gegen Anspach machte er seine Sache vorne am Netz sehr gut, meinte Coach Roland Maywald nach der Partie. Zudem sind Raphael Beck und Heinz, die sich zusammen bei den Europaspielen in Baku (Aserbaidschan) im Juni 2015 die Bronzemedaille gesichert hatten, ein absolut eingespieltes Paar und verstehen sich wortlos. Schon kurz nach Baku wurde Andreas Heinz von einer Bandscheibenvorwölbung im Lendenwirbelbereich außer Gefecht gesetzt. Und ein Start bei der Weltmeisterschaft in Indonesien, für die er sich mit Raphael Beck qualifiziert hatte, platzte wie eine Seifenblase.

Birgit Michels und Eva Janssens gewannen am Dienstag in Hessen das Damendoppel gegen Mona Konkolewski und Theresa Wurm deutlich mit 21:10 und 21:6, und auch Beuels erster Mann, Erik Meijs, schlug Philipp Discher mit 21:11 und 21:13. Beuels Einzelspezialistin Luise Heim zeigte sich nach ihrer krankheitsbedingten Pause schon wieder gut erholt und fix auf den Beinen und fuhr einen glatten Sieg gegen Mona Konkolweski ein (21:14 und 21:12).

Lukas Resch muss auf sein Bundesliga-Debüt im Beueler Team noch warten: Er sollte Max Weißkirchen vertreten, doch der meldete sich rechtzeitig wieder gesund, bestritt das 1. Herreneinzel gegen Christopher Ames und gewann 21:9 und 21:10.

Last but not least das Mixed von Raphael Beck und Eva Janssens gegen Daniel Benz und Theresa Wurm: Wie oben erwähnt, gab das gelb-schwarze Duo nach dem gewonnenen ersten Satz im zweiten auf und schenkte dem Gegner Satz drei und somit das komplette Gemischte Doppel. Raphael Becks Körper zwickte an entscheidender Stelle, und so stoppte der 1. BCB-Coach Maywald das Match, um Becks Einsatz am 15. Spieltag zu Hause gegen Mülheim nicht zu gefährden.

Der 1. BV Mülheim ist am Samstag nächster Gegner der Rechtsrheinischen (Beginn: 14 Uhr) und hat sicher noch Groll im Bauch ob der 0:6-Klatsche am Dienstag gegen den Meister Bischmisheim. Die Partie in der Beueler Erwin-Kranz-Halle an der Limpericher Straße 141 gegen die Gäste aus der Stadt an der Ruhr ist laut Roland Maywald ein Schlüsselspiel. „Da geht es darum, wer letztlich den vierten und wer den fünften Platz in der Tabelle belegt." Beuel führt derzeit mit einem Punkt Vorsprung, doch Mülheim hat noch ein Spiel mehr zu bestreiten als die Gelb-Schwarzen vom Rhein. Klar ist, dass Eva Janssens am Samstag nicht für Beuel aufschlägt: Sie startet nämlich bei einem Turnier in Estlands Hauptstadt Tallinn. Aller Voraussicht nach werden Raphael Beck und Max Weißkirchen das Herrendoppel bestreiten. Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Für Teammanager Maximilian Schneider sind die Chancen auf einen Heimsieg gegen Mülheim durchaus da, Minimalziel ist für ihn die Wiederholung des 3:3-Unentschiedens aus dem Hinspiel. Nun denn. Die Beueler Fans sind aufgefordert, ihr Team zahlreich und lautstark zu unterstützen. Als halbe Miete sozusagen ...

Nachzutragen ist noch, dass der 1. BC Düren gegen den TV Refrath mit 4:2 gewann, und Lüdinghausen den TSV Trittau mit 6:0 nach Hause schickte.

 

Sieg gegen den Tabellenletzten ist Pflicht

Von Bärbel Dähling

 

(10.01.2016) Weiter geht's: 5:1 bzw. 1:5 endeten sämtliche Partien in der Badminton-Bundesliga am 13. Spieltag. Der 1. BC Beuel will den jetzt anstehenden 14. Spieltag unbedingt mit einem Sieg abschließen. Die Rechtsrheinischen müssen am Dienstag (19 Uhr) auswärts bei der SG Anspach antreten, die im Hinspiel mit einem glatten 6:0 bezwungen worden war.

Dabei kann sich Teammanager Maximilian Schneider auf zwei Rückkehrer freuen. Der lange verletzte und inzwischen wieder genesene Andreas Heinz soll mit einem Start im Herrendoppel seinen ersten Bundesliga-Einsatz in dieser Saison feiern. Und Luise Heim nach auskurierter Krankheit erneut für einen Punkt im Dameneinzel sorgen.

Ob er bei den hessischen Gegnern antreten kann, ist in puncto Max Weißkirchen hingegen noch fraglich. Denn der 19-Jährige hat sich eine leichte Zerrung zugezogen. Fällt er tatsächlich aus, würde der erfolgreiche Youngster Lukas Resch sein Debüt in der obersten Spielklasse feiern. Die Daumen für einen positiven Auftakt sind schon jetzt für alle fest gedrückt.

Vor dem 14. Spieltag führt der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim weiterhin die Bundesliga-Tabelle an – vor dem TV Refrath und dem SC Union Lüdinghausen. Mülheim und Beuel folgen auf den Plätzen vier und fünf. Schlusslicht ist die SG Anspach. Der Aufsteiger konnte in der Saison noch keine Begegnung für sich entscheiden. Nicht nur aus diesem Grund ist ein Sieg der Gelb-Schwarzen vom Rhein am Dienstag in Anspach Pflicht, hat Teammanager Maximilian Schneider die Losung ausgegeben.

  

Beuel verliert beim Meister Bischmisheim 1:5, bietet aber eine gute Vorstellung

Von Bärbel Dähling

 

(03.01.2016) So gut wie möglich wollten sich die Bundesligaspieler des 1. BC Beuel am 13. Spieltag beim amtierenden (und höchstwahrscheinlich auch neuen) Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim verkaufen. Und das ist besser gelungen, als es das Ergebnis aussagt.

Mit einer 1:5-Niederlage fuhren die Beueler schließlich nach einer guten Vorstellung wieder gen Rheinland. Vor allem das Gemischte Doppel zeigte den Gastgebern, was eine Harke ist und entwickelt sich immer mehr zu einer sicheren Bank. Beuels sehr erfolgreicher Neuzugang Raphael Beck und Kapitänin Birgit Michels boten Marvin Seidel und Samantha Barning reichlich Gegenwehr und holten sich nach sehr deutlichem Gewinn des ersten Satzes (zu 7) und knappem Verlust des zweiten Satzes (zu 20) Satz drei mit 21:11. Ein erneuter Beweis dafür, dass das Mixed sich immer mehr zu einer Stärke der Rechtsrheinischen auswächst.

Zur Geschichte der Begegnung: Im Herrendoppel wechselten die Saarländer, nachdem sie hier am vergangenen Spieltag eine Niederlage gegen Lüdinghausen einstecken mussten. Am Dienstagabend spielte einer der besten deutschen Doppelcracks – Johannes Schöttler – zusammen mit Peter Käsbauer gegen Raphael Beck und Max Weißkirchen. 16:21 und 19:21 mussten sich die Beueler hier geschlagen geben. Man kennt sich halt vom gemeinsamen Training am Herren-Stützpunkt Saarbrücken. Und die größere Erfahrung der Gastgeber zahlte sich letztlich aus. Beuels Coach Roland Maywald konstatierte seinen Spielern hernach einen guten Lauf und „ein Duell auf Augenhöhe".

Auch im Damendoppel, das Samantha Barning und Isabel Herttrich gegen Birgit Michels und Eva Janssens bestritten, wurde es am Ende knapp: 14:21 und 19:21. Eine Verlängerung war auch hier, wie im Herrendoppel, gar nicht so weit weg.

Beuels jetziger erster Mann, Erik Meijs, zeigte gegen seinen Vorgänger Marc Zwiebler eine viel bessere und konzentriertere Leistung als zuletzt gegen Refrath und hielt sich richtig gut. Dass er schließlich 15:21 und 18:21 verlor, lag laut Coach Roland Maywald auch daran, dass Marc Zwiebler in entscheidenden Situationen immer noch einen Gang zulegen kann.

Im 2. Herreneinzel, zwischen Dieter Domke für die Gastgeber und Beuels jungem Wilden Max Weißkirchen, der den berühmt-berüchtigten Knoten endlich platzen lassen wollte, war es in Satz eins lange ausgeglichen, bevor sich Domke (mit 21:18) durchsetzte. „Max Weißkirchen hat richtig gut gespielt", bilanzierte der Coach, „aber nach einer

Fehlentscheidung gegen ihn löste sich die dringend notwendige Körperspannung, Satz eins ging weg, und im zweiten gab Max Weißkirchen sich mehr oder weniger auf. Weißkirchen verlor 9:21.

Routinier Olga Konon auf Seiten der Saarländer zeigte Beuels Mixed-Europameisterin Eva Janssens, die statt der noch verletzten Luise Heim das Dameneinzel bestritt, die Grenzen auf: 5:21 und 7:21 verlor Janssens gegen die gebürtige Weißrussin.

 

Die Gelb-Schwarzen Rheinländer müssen schon am nächsten Dienstag (12. Januar) wieder ran und wollen in Anspach Punkte holen, am Samstag darauf (16. Januar, 16 Uhr) ist dann der 1. BV Mülheim in der Erwin-Kranz-Halle zu Gast. Es bleibt also spannend im Rennen um die begehrten Play-off-Plätze.

 

Am 13. Spieltag unterlag der TV Refrath im Verfolgerduell am Dienstag zu Hause 1:5 gegen Mitbewerber Lüdinghausen, und die Mülheimer bezwangen Düren mit 5:1.

 

3:3-Unentschieden gegen die Gäste aus Refrath

Von Bärbel Dähling

 

(03.01.2016) Badminton vom Feinsten, Spannung bis zum letzten Ballwechsel, der ein leistungsgerechtes 3:3-Unentschieden bedeutete, gut getimete Dramatik, eine umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung, die für reichlich Diskussionsstoff sorgte, kurzum: Das Bundesligaspiel des 1. BC Beuel gegen die Gäste vom TV Refrath hatte alles, was notwendig ist, um einen unterhaltsamen Sonntagnachmittag beim Lokalderby zu erleben.

Die mehr als 500 begeisterungsfähigen Zuschauer hatten gut daran getan, in die Erwin-Kranz-Halle zu kommen und wurden schon vor dem ersten Ballwechsel durch den äußerst schwungvollen Auftritt der jungen, aber sehr sportlichen Tanzsportgarde der KG Fidele Freunde Postalia 1929 Königswinter richtig in Stimmung gebracht. Außer den Expertinnen zwischen 18 und 30 Jahren, die ihre erste offizielle Session bestreiten, stattete auch LiKüRa-Prinzessin Sarah II. ihren jecken Untertanen einen Besuch ab und drückte ganz diplomatisch beiden Teams die Daumen.

Während die Blau-Goldenen und „Ihre Lieblichkeit“ bald zum nächsten Termin weiterfahren mussten, sorgten die Damen des 1. BC Beuel im traditionellen gelb-schwarzen Trikot für das erste Highlight. In drei Sätzen setzten sich Kapitänin Birgit Michels und Hannah Pohl (21:12, 14:21 und 25:23) gegen Chloe Magee und Carla Nelte durch: 1:0 – ein Auftakt nach Maß.

Das Beueler Herrendoppel Raphael Beck und Max Weißkirchen musste gegen Fabian Holzer und Sam Magee auch in die Verlängerung (13:21 und 21:17), lag dann im dritten Satz lange zurück und sorgte ab dem 17:17 für erhöhten Puls, bis der Satz mit 21:19 gewonnen war: 2:0.

Auch Erik Meijs musste „nachsitzen". Satz eins gewann er 21:15 gegen Richard Domke, den zweiten verlor der „fliegende Holländer“ in Diensten des 1. BC Beuel 18:21 gegen den Routinier, der manchmal stehend k.o. schien. In Satz drei fehlte es ein bisschen an Geduld, Meijs wollte wohl zu schnell zu viel und musste sich mit 9:21 geschlagen geben. Da war mehr drin. 2:1.

Die angeschlagene und stimmlose Hannah Pohl, die die erkrankte Luise Heim ersetzte, wollte am Tag zuvor eigentlich für die komplette Partie absagen, raffte sich auf und holte das letzte Körnchen aus sich heraus, hatte aber nach dem super anstrengenden Doppel keine Kraft mehr und strich die Segel im Dameneinzel: 2:2.

Max Weißkirchen als Beuels zweiter Mann im Einzel ist die Leichtigkeit des Seins auf dem Platz ein wenig abhanden gekommen – zumindest bei den Bundesligaeinsätzen. Der Youngster (und Mixed-Europameister U19) musste gegen Lars Schänzler ran, mit dem er im Stützpunkt Saarbrücken in derselben Trainingsgruppe ist. Satz eins gab der 19-jährige Max 19:21 ab, da halfen auch mehrere Becker-Hechtsprünge nichts. Satz zwei war ab dem 18:18-Gleichstand ein Thriller par excellence und fand nach viel Hin und Her beim Stand von 22:23 für den Refrather ein etwas unrühmliches Ende. Der Mann in Schwarz auf dem Hochstuhl sah einen Netzübergriff – und damit einen Fehler – von Weißkirchen und beendete die Partie unter lautstarkem Protest. Weißkirchen handelte sich wegen seiner Kritik an der Entscheidung zudem eine etwas unverhältnismäßige rote Karte ein. Auch BCB-Sportwart Eric Jörg war kräftig in Wallung und meinte, „es ist nicht gut, wenn der Schiri das Spiel entscheidet". Das Spiel und vielleicht auch die gesamte Begegnung, denn ein dritter Satz im Herreneinzel mit einem Max Weißkirchen auf aufsteigendem Ast und einem so durchaus möglichen Sieg hätte eine 3:2-Führung für Beuel bedeuten können. So stand es zu diesem Zeitpunkt 2:3.

2:3 – und zum wiederholten Mal war es an dem Mixed, Zünglein an der Waage zu sein. Birgit Michels und der sehr motivierte Raphael Beck, der vergangene Saison noch für Refrath am Start war, verloren gegen Carla Nelte und Sam Magee Satz eins (15:21), gewannen den zweiten 21:16 und schickten die zahlreichen ausharrenden Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle. 16:19 lagen die Gastgeber zurück und wehrten in der Folge sogar einen Matchball ab. Die beiden jubelten zu recht lautstark, als die Gegner den Federball beim Stand vom 22:21 im Netz versenkten. 3:3!

 

Viel Zeit zum Verschnaufen und Erholen haben die Rechtsrheinischen leider nicht. Bereits am Dienstag (5. Januar 2016, 19 Uhr) müssen sie beim Tabellenprimus 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim antreten. Die Saarländer spielten am Sonntag 4:2 gegen Mitbewerber Lüdinghausen. Weitere Blicke in die Zukunft deuten für die Beueler einerseits auf die SG Anspach hin, dort spielt die Mannschaft am 12. Januar. Und andererseits geht es im nächsten Heimspiel am 16. Januar gegen den 1. BV Mülheim. Es bleibt also spannend.

 

Bundesliga geht weiter - am 3. Januar zu Hause gegen Refrath

Von Bärbel Dähling

 

(30.12.2015) Nach einer ganz kurzen, aber verdienten Pause über die Feiertage steht das Bundesliga-Team des 1. BC Beuel vor seinem nächsten Erstligaspiel. Kapitänin Birgit Michels und ihre Mannschaft erwarten in heimischer Halle an der Limpericher Straße 141 am Sonntag (3. Januar) den TV Refrath. Um 14 Uhr fliegt der erste Ball.

Da Beuels etatmäßige Einzelspielerin, die Bronzemedaillen-Gewinnerin der jüngsten U19-Europameisterschaften, Luise Heim, krankheitsbedingt nicht an den Start gehen kann, wird Hannah Pohl das Dameneinzel bestreiten. Sie spielt auch das Damendoppel gemeinsam mit Chefin Birgit Michel. Die beiden Beuelerinnen sind zwar nicht favorisiert, wollen es den Gästen aus Refrath aber so schwer wie möglich machen.

Recht ausgeglichen scheinen vor der Begegnung auch das Herrendoppel und das Mixed. Entscheidend könnten die Herreneinzel werden. Da Refraths Fabian Roth wohl noch ausfallen wird, muss Beuels erster Mann, Erik Meijs, vermutlich gegen Routinier Richard Domke ran und die Nummer zwei, Max Weißkirchen, gegen Lars Schänzler spielen.

Mit einem knappen Sieg für Refrath ging die Begegnung in der Hinrunde zu Ende. Raphael Beck, der seit Beginn der Saison Mitglied der Beueler Mannschaft ist, spielte zuvor lange für den TV Refrath. Nun trifft der 23-Jährige erneut auf seine früheren Kollegen und will die Klatsche aus der Hinrunde wettmachen. „Gegen Refrath wollen wir gerne mindestens einen Punkt holen", formulierte es Teammanager Maximilian Schneider. Ein Remis war auch in der Hinrunde zum Greifen nah.

Schneider liegt mit seiner Einschätzung von vor dem Start der Saison („Der TV Refrath ist ein heißer Kandidat auf die Play-off-Plätze") ziemlich gut, denn Refrath belegt nach dem 11. Spieltag mit 17:3 Punkten Tabellenplatz zwei, hauchdünn hinter dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim (18:2). Die Partie Bischmisheims gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg war kurz vor Weihnachten zugunsten der Münchner gewertet worden, weil Bischmisheim eine Spielerin (Annika Horbach) eingesetzt hatte, die für die 1. Bundesliga nicht spielberechtigt war.

Heinz Kelzenberg, Refraths erster Mann in Sachen Badminton und Club-Vorsitzender, wagt einen Blick in die Zukunft: Drei Teams haben seiner Meinung nach die größten Chancen auf das Erreichen der Play-offs. Meister Bischmisheim trotz des Ausrutschers; sein Verein Refrath sowie der Meister von 2014, Union Lüdinghausen, als heiße Konkurrenten um den begehrten zweiten Tabellenplatz (bedeutet Heimrecht im Halbfinale).

Für Kelzenberg fällt im Lokalderby gegen Beuel und zwei Tage später gegen Lüdinghausen eine Art Vorentscheidung, und er rechnet so: „Holen wir 3:1-Punkte, dann sollte dies mehr als die halbe Miete sein.“ Er weiß aber auch, dass das sehr schwer wird, denn: „Bonn, Lüdinghausen und Refrath sind absolut auf Augenhöhe."

Die Beueler Gastgeber am Sonntag wollen beweisen, dass sie besser aus der kurzen Winterpause gekommen sind und Refraths Rechnung durcheinander würfeln. Spieler und Zuschauer in Beuel sollen am Sonntag durch ein besonderes Vorprogramm so richtig in gute Stimmung gebracht werden: Vor dem Heimspiel tritt die Tanzsportgarde der Fidelen Freunde Postalia 1929 Königswinter auf – eine neu formierte Showtanzgruppe aus Königswinter. Dass die fünfte Jahreszeit am Rhein bereits begonnen hat, macht auch ein weiterer Besuch in der Erwin-Kranz-Halle deutlich: Der Empfang der LiKüRa steht auf dem Plan.

  

Mixed als Zünglein an der Waage

Von Bärbel Dähling

 

1. BC Beuel schickt Lüdinghausen mit Remis nach Hause und spielt tags darauf auch Unentschieden gegen Düren

 

(20.12.2015) „Wir können sehr zufrieden sein!" Diese Bilanz zieht Beuels Team-Käpt'n Birgit Michels nach dem Doppelspieltag am vierten Adventswochenende und dem letzten Spiel im Jahr, bevor es endlich für alle in die wohlverdiente Weihnachtspause geht. Ein „Aber" fügt sie nicht an, allerdings ein „Schade", und sie meint das Spiel gegen den 1. BC Düren, „dass es heute nicht für zwei Punkte gereicht hat". Überrascht hat sie jedoch das Remis am Tag zuvor gegen Lüdinghausen. Mit zwei Unentschieden beendet der Beueler Badminton-Bundesligist das aufregende Jahr 2015. Birgit Michels hat nach zig Wochen, in denen sie in aller Herren Länder bei Turnieren unterwegs war und dabei u. a. das Mixed bei den USA International in Florida mit Michael Fuchs gewann, auf eine aktive Teilnahme auf dem Feld verzichtet und ihre Truppe vom Rand aus gecoacht, zusammen mit Andreas Heinz, der bald wieder Punkte sammeln will.

In Düren hat die Grande Dame der Schwarz-Gelben vom Rhein gesehen, dass bei allen Einzeln auf Beueler Seite die letzten Körnchen fehlten; die beiden Doppel sowie das Mixed jedoch für die Punkte sorgten. Wie motiviert sie trotz aller bisheriger (knappen) Niederlagen in der Bundesliga sind, haben Lisa Kaminski und Hannah Pohl im Damendoppel bewiesen. Bei den beiden, die nicht im Stützpunkt Mülheim/Ruhr trainieren und ihr eigenes Ding machen, scheint der Knoten geplatzt zu sein, nachdem die Tendenz zuletzt immer weiter nach oben zeigte. Gegen Dürens Russin und Niederländerin Victoria Slobodyanyuk und Ilse Vaessen gewannen die blonden Rheinländerinnen, die in der Weltrangliste auf Platz 92 stehen, mit 21:15 und 21:17!

Entscheidendes Zünglein an der Waage waren einmal mehr Raphael Beck und Eva Janssens im Mixed. Erneut lag es wie am Tag zuvor an ihnen, ob die Partie 3:3 oder mit einem doppelten Punktgewinn des Gegners endet. Mit 21:15 und 22:20 rang das Duo, das selten zusammen trainieren kann, sich aber immer besser zusammen rauft, den Gegner in Düren nieder. Und machte somit ein Déjà-vu perfekt: Denn mit einem vielstimmigen und vor allem lautstarken „Jaaaaaaaaa" ist die Bundesliga-Begegnung des 1. BC Beuel am Samstag gegen den SC Union Lüdinghausen in heimischer Halle zu Ende gegangen. Und in den Jubel über das Ende des ausgesprochen spannenden Gemischten Doppels mischte sich auch die Freude über das Ergebnis des Spieltages: Zumal das 24:22 im dritten Satz für Raphael Beck und Eva Janssens den Sieg im heiß umkämpften Mixed und somit den 3:3-Endstand gegen das Team aus dem Münsterland bedeutete. Die Gäste waren als Tabellenvize an den Rhein gekommen und hatten nach ihrem (auf dem Papier) deutlichen Sieg gegen Beuel in der Hinrunde sicher damit gerechnet, zwei Punkte zu erzielen, doch daraus wurde nichts. Und das kam so: Mehr als 350 enthusiastische Zuschauer hatten sich an diesem Samstag vor dem vierten Advent dem Vorweihnachtstrubel entzogen und sich für eine sportliche Alternative entschieden – und haben es sicher nicht bereut: Schließlich bekamen sie einen Badmintonkrimi à la Hitchcock geboten, der nach mehr als drei Stunden erst in der Verlängerung aufgelöst wurde.

Gegen Eefje Muskens und Matthew Nottingham fanden die Gastgeber in Satz eins kein Rezept und kassierten ein 8:21. Das wurde schnell abgehakt und Satz zwei mit 21:15 gewonnen. Mitte des dritten Satzes lagen Raphael Beck und Eva Janssens sogar mit fünf Punkten zurück, und so mancher Experte hatte schon einen Haken unter dem Spiel gemacht und meinte: „Ein Sieg im Mixed und ein Remis gegen Lüdinghausen hätte die Truppe eigentlich verdient gehabt!" Doch dieser Blick in die Zukunft war Makulatur. Die beiden Beueler kämpften sich wieder 'ran; sie spielten Traumbälle und machten direkt danach leichte Fehler, sie schickten die Zuschauer in ein wahres Wechselbad der Gefühle. Zeitweise war eine fallende Stecknadel zu hören, bevor sie mehrere Matchbälle der Gegner abwehrten und schließlich selbst einen Matchball für sich verwandelten: „Jaaaaaaaaaa" – siehe oben. Unterstützt von Birgit Michels, die kurz zuvor vom Turnier aus Mexiko zurückgekehrt war, und Doppelspezialist Andreas Heinz, boten die Beueler von Anfang an hochklassigen Sport. Raphael Beck und Max Weißkirchen, den Hallensprecher Andreas Kruse als den „Mann zwischen Genie und Wahnsinn" vorgestellt hatte, schlugen im Herrendoppel mit 22:20 und 21:19 Matthew Nottingham und Josche Zurwonne. Eine Minute zuvor mussten sich Hannah Pohl und Lisa Kaminski, die zu den 100 besten Damendoppeln in der Welt gehören, knapp mit 16:21 und 24:26 geschlagen geben. Beuels „fliegender Holländer" Erik Meijs war enttäuscht und sprachlos nach seiner hauchdünnen Niederlage (21:19, 16:21 und 19:21) gegen André Tedjono, während Luise Heim wieselflink wie immer und sicher Yvonne Li mit 21:17 und 21:18 in die Schranken wies. Max Weißkirchen gewann Satz eins gegen Nick Fransman 21:18, verlor den Faden im zweiten (6:21) und fand den auch im dritten nicht wieder: 10:21. So wurde das abschließende Mixed zum Zünglein an der Waage. Siehe wieder oben ...

   

Kurz vor Weihnachten zählt jedes Körnchen

Von Bärbel Dähling

 

(14.12.2015) Start frei für die Rückrunde! Die Bundesligaspieler des 1. BC Beuel haben sich für die beiden Spieltage am vierten Adventswochenende einiges vorgenommen. Wollen sie für sich und auch die zahlreichen Fans und Schlachtenbummler doch so kurz vor Weihnachten für gute und spannende Spiele und am liebsten auch Pluspunkte sorgen.

 

Nach einer etwas längeren Pause zwischen der Hin- und Rückrunde, in der die Bundesliga-Asse viel bei internationalen Turnieren rund um den Erdball unterwegs und alles andere als untätig waren, geht es für die Beueler am Samstag auf heimischem Parkett in der Erwin-Kranz-Halle (Limpericher Straße 141, Beginn: 16 Uhr) gegen den SC Union Lüdinghausen. In der engen Halle im Münsterland musste der 1. BC Beuel zum Saisonauftakt eine klare Niederlage einstecken. „Ein Punkt wäre ein Erfolg", skizziert Teammanager Maximilian Schneider die aktuelle Lage und dröselt die Situation auf: „Parallel finden Turniere in der Türkei und in Mexiko statt." Beuels Mannschaftskapitänin Birgit Michels, die auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro derzeit in Mexiko-Stadt mit Partner Michael Fuchs weitere wichtige Siege und Punkte sammeln will, ist definitiv am vierten Adventswochenende nicht in der Bundesliga am Start.

Aber auch im Lüdinghausener Team, in dem der Alt-Beueler Ingo Kindervater im Sommer angeheuert hat, könnten Spieler wegen anderer Turniere fehlen. Davon hängt für Schneider viel von den Chancen für Beuel ab. Seine große Einschränkung: „Wegen des breiten Kaders wird Lüdinghausen schwer zu spielen sein!"

Die Zuschauer können sicher sein, dass Beuels Damen-Quartett (Lisa Kaminski und Hannah Pohl im Damendoppel, Luise Heim im Dameneinzel und Eva Janssens im Mixed) ihre Chefin würdig vertreten und jedes Körnchen geben wollen. Doppelspezialist Andreas Heinz muss weiterhin pausieren, will sein Team aber kräftig an der Bande unterstützen. Raphael Beck (gewann jüngst die Irish Open) und Max Weißkirchen spielen das Herrendoppel, Erik Mejis und Max Weißkirchen die beiden Herreneinzel und Raphael Beck – wie zuletzt auch – das Mixed.

 

Nach ihrem letzten Heimspieltag 2015 müssen die Rechtsrheinischen tags darauf, am Sonntag, um 14 Uhr beim 1. BC Düren antreten. Den Club wiesen die Beueler im August mit einem 5:1-Sieg in die Schranken, aber inzwischen ist die Mannschaft aus der Stadt, die sich „Das Tor zur Nordeifel" nennt, den Bönnschen dicht auf den Fersen. Gerade mal zwei Punkte trennen die beiden Erstligisten. Der 1. BC Beuel wird ebenfalls mit der Aufstellung wie zuletzt gegen Anspach und Trittau (siehe oben) antreten. Bei Düren könnte laut Teammanager wohl nur der österreichische Einzelspezialist David Obernosterer wegen eines Turniers fehlen. „Mit Birgit Michels konnten wir in der Hinrunde gegen Düren (5:1) gewinnen. Nun liegt es an der Mannschaft, dies auch ohne sie zu schaffen", schreibt Schneider den Youngsters ins Stammbuch. „Dies wird sicherlich nicht leicht, aber wir wollen in der Tabelle vor Düren das alte Jahr beenden", benennt der Manager das Ziel für Silvester.

  

1. BC Beuel punktet in Mülheim

Von Bärbel Dähling

 

(08.11.2015) Mit einem 3:3 ist der 1. BC Beuel von seinem Auswärtsspiel in der Badminton-Bundesliga gegen den 1. BV Mülheim nach Hause zurückgekehrt und belegt damit mit 9:7 Punkten Tabellenrang vier. Am 9. Spieltag hat Beuel spielfrei, sodass für die Bonner die Hinrunde bereits beendet ist.  

Coach und Beuels 1. Vorsitzender Roland Maywald war dann auch zufrieden, dass das Team die Hinrunde mit einer positiven Bilanz zum Abschluss gebracht hat. Und das mit den „jungen Wilden" – einer Mannschaft mit vielen „Eigengewächsen" –, die sich gut entwickelt haben und in der der älteste Spieler gerade einmal 24 Jahre jung ist (Erik Meijs). Birgit Michels (31) fehlte den Rheinländen erneut: Sie brach am Samstag zu einer Turnierreise nach China auf.

Aber auch ohne ihre Kapitänin verkauften sich die Beueler in der Stadt an der Ruhr so teuer wie möglich, und dabei spielte die Zahl drei eine Rolle: Im dritten Aufeinandertreffen der Clubs in diesem Jahr ging lediglich das Play-off-Halbfinale für Beuel schlecht aus. Das Ergebnis ist bekannt. Mülheim wurde letztlich Vize-Meister.

Am Samstag gab es wieder sehr viele enge Sätze. Drei Spiele mussten in drei Sätzen entschieden werden. „Eigentlich können wir insgesamt sehr zufrieden sein", meinte hernach Maximilian Schneider. Der Manager des Teams hatte zuvor die Losung ausgegeben, mit einem Punkt im Gepäck aus Mülheim an den Rhein zurückzufahren, wäre schön. Doch angesichts der Knappheit in vielen Spielen wäre auch ein 4:2-Sieg für Beuel durchaus möglich gewesen.

Die Theoretiker, die vorher den Mülheimern die Siege in den Doppeln und den Beuelern mehr Stärke in den Einzeln bescheinigt hatten, sollten am Samstag Recht behalten: Sowohl das Damen- als auch die beiden Herreneinzel entschieden die Beueler für sich, mussten aber alle drei Doppel abgeben.

Zu den Details: Max Weißkirchen (19) und Raphael Beck (23) bewiesen im Herrendoppel gegen Marcus Ellis und Jorrit de Ruiter viel Übersicht, nutzten das komplette Spielfeld aus, führten schnell 11:5 und gewannen Satz eins mit 21:19. Flüchtigkeits- und Angabefehler auf der einen und mehr Sicherheit auf der anderen Seite bescherten den Gastgebern ein 21:19 im zweiten Satz. Lange lagen die Beueler im dritten Satz deutlich zurück, kämpften sich auf ein 18:18 heran, bis ein Annahmefehler den Mülheimern das 21:18 brachte.

Insgesamt 0:2 aus Beueler Sicht stand es nach dem Damendoppel, in dem Lisa Kaminski und Hannah Pohl gegen Lara Käpplein und Johanna Goliszewski reichlich Gegenwehr boten, im ersten Satz 17:21 unterlagen und anschließend nur ganz knapp mit 21:23 den Kürzeren zogen. Sowohl das Damen- als auch das 1. Herreneinzel gewann der 1. BC Beuel, und es stand anschließend 2:2. Luise Heim ließ Lara Käpplein nicht den Hauch einer Chance und wies sie mit 21:8 in ihre Schranken. Zu Satz zwei trat die Neu-Mülheimerin nicht mehr an.

Beuels Niederländer Erik Meijs machte es gegen den Ukrainer Dmytro Zavadsky auf Seiten Mülheims spannender. 21:17 gewann Erik Meijs den ersten Satz, gab den lange ausgeglichenen zweiten nach 15:15 mit 16:21 ab und schien einen Hänger zu haben. Der entscheidende Satz wurde geprägt durch ein ständiges Auf und Ab und durch spannende Nah-Duelle am Netz. Ein Kopfball und ein verlorener Netzroller rüttelten Erik Meijs dann endgültig auf: Mit seinem 17. Punkt ging er erstmals in Führung und gab diese nicht mehr ab. Sein Gegner schenkte ihm den 21:17-Sieg mit einer Angabe, die im Netz landete.

Wie schon im Play-off-Halbfinale bestritt Max Weißkirchen das 2. Herreneinzel gegen den einzigen „echten" Mülheimer, Alexander Roovers. Verlor Weißkirchen beim Aufeinandertreffen im April, so blieb er sehr konzentriert und ließ sich auch von den lautstarken Emotionen des Gegners nicht aus der Ruhe bringen. Aber wieder wurde es eng: Nach dem 19:19 gingen die beiden weiteren Punkte auf das Beueler Konto. Lange lag der U19-Vize-Europameister im Einzel, Max Weißkirchen, der fehlende Konstanz als seine größte Schwäche bezeichnet, in Satz zwei hinten, gewann aber schließlich 21:16.

Das abschließende Mixed sorgte dafür, dass die Partie gegen Mülheim zur längsten in der Hinrunde für Beuel wurde: 3:2 führte das Team in gelb-schwarz. Das Gemischte Doppel musste also über Sieg oder Remis der Begegnung entscheiden. Raphael Beck, wie der Engländer Marcus Ellis auf der anderen Seite des Netzes mit bereits drei schweren Sätzen in den Knochen, hatte Eva Janssens an seiner Seite, Ellis die erfahrene und langjährige Doppelpartnerin von Birgit Michels auf nationalem und internationalem Parkett, Johanna Goliszewski.

Satz eins ging mit vier Punkten Vorsprung an die Gastgeber, in Satz zwei wurde hart um jeden Ball gekämpft, über weite Strecken war der Spielstand ausgeglichen und am Ende lag Beuel mit 22:20 vorn. Der letzte Satz des Tages war nun das Nonplusultra: Ellis überzeugte durch Kampfkraft, er wollte den Sieg um jeden Preis, gab keinen Ball verloren und bekam irgendwoher die „dritte Luft“. Von Beginn an führte Mülheim, gab die Führung nie mehr ab und holte sich den Satz mit 21:13, das Mixed und machte letztlich das 3:3 perfekt.

Durchschnaufen, abhaken, weitermachen, besser werden – Die Spieler des 1. BC Beuel schauen nach vorn und starten mit einem Doppelspieltag am 4. Advents-Wochenende (19./20. Dezember) in die Rückrunde – Samstag zu Hause gegen Lüdinghausen, Sonntag auswärts in Düren. Bis dahin sind die Spieler reichlich in Europa bei verschiedenen internationalen Turnieren unterwegs.

  

Glatter Erfolg gegen Anspach

Von Bärbel Dähling

 

(03.11.2015) Mit einem deutlichen 6:0-Sieg in der Badminton-Bundesliga hat der 1. BC Beuel am Dienstagabend die Mannschaft der SG Anspach zurück ins hessische Zuhause geschickt.

„Sehr zufrieden mit den jungen Spielern“ war dann auch Teammanager Maximilian Schneider nach der etwas mehr als zweistündigen Begegnung in der Erwin-Kranz-Halle: „Die haben sich sehr gut geschlagen“, bilanzierte Schneider und hofft auf positiven Nachhall für die nächste Begegnung in der Bundesliga. Die steht bereits am Samstag, 7. November, in Mülheim gegen den mehrfachen Deutschen Meister an. Unbekümmert will die Beueler Erste in Mülheim auftreten, und Schneider hofft darauf, dass die Rechtsrheinischen mindestens einen Punkt aus der Ruhr-Stadt entführen können.

Zurück zum Spiel gegen die Hessen: Abgesehen vom Herrendoppel, in dem Raphael Beck und Max Weißkirchen etwas Ladehemmung hatten und den ersten Satz gegen ihre Anspacher Gegner Daniel Benz und Christopher Ames abgaben, holten sich die anderen „jungen Wilden“ ihre Spiele jeweils souverän in zwei Sätzen. Lisa Kaminski und Hannah Pohl im Damendoppel überzeugten gegen Theresa Wurm und Mona Konkolewski (22:20, 21:15) und machten hiernach ein zufriedenes Gesicht. Ebenso wie Mannschafts-Kapitänin Birgit Michels. Die hatte es sich trotz ihrer Spielpause nach einer stressigen und anstrengenden Turnierserie nicht nehmen lassen, ihre Jungs und Mädels zu coachen und ihnen wertvolle Tipps zu geben.

„Ich bin sehr stolz auf die Truppe“, unterstrich sie. Gegen Mülheim wird der Käpt’n nicht mit dabei sein, sondern im Flieger sitzen gen China zum nächsten wichtigen Turnier auf dem Weg nach Rio zu den Olympischen Spielen.

Beuels erster Mann, Erik Meijs, machte mit seinem Erfolg im Herreneinzel gegen Philipp Discher (21:14 und 21:6) das 3:0 für den 1. BC Beuel perfekt. Einzelspielerin Luise Heim zeigte ihrer Gegnerin Mona Konkolewski behände die Grenzen auf und spielte ganz souverän ihre Leichtfüßigkeit und Schnelligkeit aus (21:10 und 21:11). Das 4:0 war perfekt. Max Weißkirchen sicherte das 5:0 mit seinem Sieg gegen Christopher Ames (21:11 und 21:16) und hatte gleichzeitig oft Augen für das Geschehen auf dem Nebenplatz.

Der sichere Sieg war bereits eingefahren, was allerdings nur wenige der Beueler Fans veranlasste, der Halle den Rücken zu kehren. Und das war gut so, denn das abschließende Gemischte Doppel bot so manches optische Schmankerl. Raphael Beck und Eva Janssens lieferten sich in ihrem Spiel gegen bzw. mit Daniel Benz und Theresa Wurm eine ganze Menge wirklich sehenswerter und spektakulärer Ballwechsel. 21:14 endete der erste Durchgang. Daniel Benz hatte sich noch einiges vorgenommen für Satz zwei und war motiviert bis in die Haarspitzen – als habe er seinen persönlichen Turbo gezündet. Symptomatisch dafür sein Hechtsprung in allerbester Boris-Becker-Manier in der Endphase von Satz zwei. Genützt hat es nichts. Raphael Becks langgezogenes „Jaaaaa“ zeigte das 21:19 und zugleich das 6:0 für den 1. BC Beuel an. Ein gelungener Abend.

 

 

Devise: Punkte holen gegen Anspach und in Mülheim

Von Bärbel Dähling

 

(29.10.2015) Achtung, die Hessen kommen: Nach einer mehrwöchigen Spielpause in der 1. Badminton-Bundesliga (in der zahlreiche Spieler alles andere als Pause gemacht haben, sondern bei verschiedenen Turnieren antraten) steht auch für den 1. BC Beuel jetzt wieder Bundesliga-Alltag im Terminkalender.

 

Die Mannschaft um Kapitänin Birgit Michels erwartet am Dienstag, 3. November 2015, 19 Uhr, in heimischer Erwin-Kranz-Halle an der Limpericher Straße 141 das Team der Sportgemeinschaft (SG) Anspach. Die Hessen, die in dieser Saison in die oberste deutsche Spielklasse aufgestiegen sind, sehen sich selbst in der Rolle der Underdogs und mussten bislang relativ viel Lehrgeld bezahlen. In den Begegnungen der ersten sechs Spieltage verbuchte die SG Anspach drei Zu-Null-Niederlagen (gegen Bischmisheim, Lüdinghausen und Mülheim), unterlag Refrath 2:4 und schaffte gegen den TSV Neuhausen ein Remis (Anspach hatte erst fünf Spiele, war an einem Termin spielfrei.). Die Spieler der Hessen stammen allesamt aus der Region und waren zum Teil schon in der Erstliga-Saison 2011/2012 mit von der Partie.

Beuels Teammanager Maximilian Schneider kann vor dem Dienstagabendspiel einen relativ positiven Stand vermelden: „Alle sind fit!" Alle? Nicht ganz. Doppelspezialist Andreas Heinz, der mit Raphael Beck die Bronzemedaille bei den Europaspielen in Baku gewann, macht nach seiner Rückenverletzung zwar langsame Fortschritte, hat „aber immer noch Probleme", sagt er und findet das alles „ziemlich bitter ". Gute und schnelle Besserung wünschen ihm die Beueler Teamkollegen.

Zur geplanten Aufstellung: Birgit Michels hat gegen Anspach Pause. Lisa Kaminski und Hannah Pohl sollen im Damendoppel auflaufen, Luise Heim, die derzeit noch in Ungarn ein Turnier bestreitet, will sich im Dameneinzel wieder von ihrer besten Seite zeigen. Beuels Herren traten allesamt jüngst bei den Bitburger Open in Saarbrücken an und wollen mit ihren Kolleginnen gegen den Tabellenvorletzten aus Hessen auch ohne Birgit Michels gewinnen.

 

Bereits wenige Tage nach dem Spiel zu Hause gegen Anspach bestreitet der 1. BC Beuel am Samstag, 7. November, auswärts sein nächstes Bundesligaspiel. Gegner ist dann – in der letzten Partie der Saison-Hinrunde – der Rekordmeister 1. BV Mülheim (Beginn: 14 Uhr).

Gegen Mülheim traten die Beueler letztmals im April beim Play-off-Spiel um den Einzug ins Finale gegen Bischmisheim an und unterlagen bekanntlich 2:4. „Das wird in der jetzigen Saison anders laufen", haben sich die Beueler vorgenommen und wollen beide Punkte mit nach Hause nehmen. Die Mülheimer scheinen in der Hinrunde bislang etwas zu schwächeln und konnten erst zwei Siege einfahren: gegen Trittau und Anspach.

 

Es wird also in jedem Fall spannend, zumal die Anspacher nichts zu verlieren haben. Die Beueler Fans können ihrer Mannschaft kräftig den Rücken stärken und sie lautstark unterstützen und anfeuern – in der eigenen Halle und auch gegen Mülheim.

 

 

1. BC Beuel lässt die Punkte in Refrath

Von Bärbel Dähling

 

(04.10.2015) 2:4 – so lautet das Ergebnis des Spiels des 1. BC Beuel in der Badminton-Bundesliga gegen den TV Refrath. Nach dem letzten Schlag war Beuels Einzelspielerin Luise Heim zunächst untröstlich. Die Bronzemedaillengewinnerin der Europameisterschaften U19, die an den vergangenen Erstliga-Spieltagen mit ihren Einsätzen überzeugte, schaffte dies auch beim Derby in der Refrather Halle und jagte ihre Gegnerin in jeden Quadratzentimeter ihres knapp 35 Quadratmeter großen Feldes.
In hervorragender Art und Weise behauptete sich die 19-Jährige gegen Chloe Magee. Luise Heim musste zwar den ersten Satz mit 17:21 an die Irin abgeben, holte sich dabei Satz zwei nach großartigen Aktionen mit 21:18 und zwang die Gegnerin in den dritten und damit entscheidenden Satz. Dass Chloe Magee (26), deren Bruder jetzt ebenfalls für Refrath spielt, in ihren zehn Jahren als Profispielerin so manche Erfahrung gesammelt hat, bewies sie in Satz drei, den sie mit fünf Punkten Vorsprung gewann, obwohl Luise Heim konditionell und spielerisch sicher mehr zu bieten hatte. Dafür, dass die Partie nicht auf dem Papier, sondern letztlich auf dem Platz entschieden wurde, ist dieses Dameneinzel in der Halle „Steinbreche" ein Paradebeispiel. Auch dafür, dass in einem Wettkampf stets andere Gesetze gelten als im normalen Alltag.
War das Dameneinzel an diesem Sonntagnachmittag schon eine spannende Begegnung, so lohnte sich das Herrendoppel allemal, die 38-km-Fahrt nach Refrath gemacht zu haben. Seit Beginn der Saison ist Raphael Beck Mitglied der Beueler Mannschaft. Zuvor spielte der 23-Jährige lange für den TV Refrath. Gerade erst als Sieger im Doppel (mit Peter Käsbauer) von den Bulgarian Open in Sofia zurückgekehrt, wollte er seinen momentanen Lauf unbedingt fortsetzen – und es wurde ein Augenschmaus! Gegen Sam Magee und  Fabian Holzer überzeugten Raphel Beck und sein Kollege Max Weißkirchen in den drei Sätzen durch ihre hohe Konzentration und ihr dynamisches Spiel. 21:18 endete der erste Satz für die Beueler im gelben Dress. Abwehrstark und aggressiv gingen die beiden zu Werke. 21:21, 22:22, 23:23, 24:24 – die Spannung stieg. Haarscharf holten Magee/Holzer für Refrath Satz zwei. Im dritten Durchgang erkämpfte sich das Beueler Duo, das mit großem Vergnügen auf dem Feld stand, früh die Führung, und gewann schließlich mit 21:17. Ein lautes „Jaaaaaaa" von Raphael Beck war das akustische Ende dieses Doppels, das sehr wohl ein besonderes war.

Parallel im Damendoppel lief es auf Beueler Seite mit Birgit Michels und Lisa Kaminski nicht ganz so rund. Die erfahrenen und arrivierten Gastgeberinnen Carla Nelte und Chloe Magee machten mit 13:21 und 10:21 (aus Beueler Sicht) schnell den „Sack“ zu und gaben dem Fanclub am Schlagzeug gut zu tun.


Max Weißkirchen, der für Beuel kurz nach dem Herrendoppel das 1. Herreneinzel (die etatmäßige Nr. 1, Erik Meijs, war in Thailand) gegen den wiedergenesenen Fabian Roth bestritt, konnte seinen guten Doppel-Lauf leider nicht ins Einzel hinüber retten. Fabian Roth, der nach seiner Adduktorenzerrung fast zwei Wochen Pause vom Badminton hatte einlegen müssen, präsentierte sich schmerzfrei. Er kam gut ins Spiel gegen Max Weißkirchen, spielte sehr druckvoll und kam oft ans Netz. Max Weißkirchen verlor 8:21 und 15:21.

Enttäuscht war Beuels Vorsitzender Roland Maywald auch vom Einzel des Beueler Neuzugangs Gustaf Firdaus, der in seiner Partie gegen Richard Domke so manche Chance liegen ließ und Domke mit 18:21 und 14:21 unterlag.

Das Gemischte Doppel mit Beuels Kapitänin Birgit Michels und Raphael Beck auf der einen Seite und Sam Magee und Carla Nelte auf der Refrather Seite ging im ersten Satz mit 21:16 an den 1. BC Beuel und war zum Unmut vieler Zuschauer beim Stande von 2:2 im zweiten Durchgang schon komplett zu Ende: Refrath führte zu diesem Zeitpunkt 4:1 in der Gesamtwertung und schenkte das Mixed ab. Eine Oberschenkelzerrung behindere Carla Nelte schon den ganzen Tag, erklärte der Hallensprecher, und mache ein Weiterspielen unmöglich.

Teammanager Maximilian Schneider hält den TV Refrath weiterhin für einen heißen Kandidaten auf die Play-off-Plätze. Allerdings sei ein 3:3 in der Begegnung durchaus möglich gewesen. Für ihn und auch für Roland Maywald war es eine große Freude, das Herrendoppel und auch das (kurze) Mixed zu sehen, wie beide betonten.
Jetzt gilt es, neue Kräfte für die Bundesliga zu sammeln und zu konservieren: Der nächste Spieltag ist am 3. November 2015 – zu Hause gegen die SG Anspach.

  

Doppeltes Derby verspricht reichlich Spannung: Zweimal Refrath – Beuel am Sonntag

Von Bärbel Dähling

 

(01.10.2015) Das wird mit Sicherheit eine spannende Begegnung in der Badminton-Bundesliga! Wenn der 1. BC Beuel am Sonntag (4. Oktober 2015, 14 Uhr) auswärts gegen den TV Refrath antritt, beginnt eine besondere Partie – und das in mehrfacher Hinsicht: Die ausgesprochen junge Mannschaft um Beuels Kapitänin Birgit Michels trifft auf den aktuellen Tabellenersten, der bisher vier von fünf Bundesliga-Partien gewinnen konnte und außerdem nur ein Unentschieden (gegen den Deutschen Meister von 2014, den SC Union Lüdinghausen) verbuchen musste.

Kein Wunder also, dass Refrath für Beuels Teammanager Maximilian Schneider Favorit ist. Er hält die Refrather zusammen mit Lüdinghausen für die ersten Anwärter auf die Plätze in den Play-offs – neben Bischmisheim.

Für Raphael Beck, der seit Saisonbeginn das gelbe Trikot des 1. BC Beuel trägt (und das mit großem Erfolg), ist der kommende ebenfalls kein Spieltag wie jeder andere. „Gegen den Verein zu spielen, für den ich lange gespielt habe, bei dem ich mich entwickeln konnte und wo ich alle so gut kenne, das ist erstmal nicht einfach", blickt er voraus und freut sich sehr auf diese besondere Begegnung. „Es wird hoffentlich ein spannender und enger Spieltag", fügt er an und verspricht: „Ich werde alles geben!"

Der Zusammenhalt in der Beueler Mannschaft gefällt dem „Neuen", der sich sehr wohl fühlt in Reihen der Rechtsrheinischen. „Jeder kämpft für jeden!". Wenn Beuel wieder als Team funktioniere, „können wir sehr gut punkten", meint er und bekommt verbale Unterstützung von Birgit Michels, die „sehr stolz auf die Mannschaft" ist. Sie habe gegen Trittau gezeigt, was alles möglich ist. „Alle machen ihre Aufgaben sehr gut, und in der Mannschaft steckt großes Potenzial", bilanziert die erfahrenste Beueler Bundesligaspielerin.

Gefragt zum Ausgang der Begegnung spekuliert Manager Schneider: „Abzuwarten bleibt, ob Refraths Nr. 1 der Männer, Fabian Roth, nach seiner Zerrung wieder spielen kann." Wenn nicht, so Schneider, „fehlt ihnen wie uns mit Erik Meijs der ganz oben gesetzte Mann". Mit einem 3:3 könnte der Manager (und sicher nicht nur er) sehr gut leben und hofft auf kräftige Unterstützung der Beueler Fans beim Spiel gegen Refrath.

Max Weißkirchen rückt erneut eine Position hoch und spielt das 1. Herreneinzel sowie zusammen mit Raphael Beck das Herrendoppel. Gustaf Firdaus bestreitet das 2. Herreneinzel.

Übrigens ist die Begegnung am Sonntag nicht das einzige Derby für Beuel. Denn auch die 2. Mannschaft trifft – allerdings schon am Vormittag – auf die Refrather Konkurrenten. Auch da gelten die Gastgeber als die größeren Anwärter auf die Punkte als die Gäste.

  

Die „jungen Wilden“ gewinnen 4:2 gegen Trittau und 6:0 in Neuhausen

Von Bärbel Dähling

 

(27.09.2015) Der 1. BC Beuel kann auf ein erfolgreiches Wochenende in der Badminton-Bundesliga zurückblicken. Dem 4:2-Sieg am Samstag vor heimischer Kulisse gegen den TSV Trittau folgte am Sonntag ein glatter 6:0-Erfolg in weniger als zwei Stunden gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg (München). Mit der Ausbeute von vier Punkten aus den Spielen am 4. und 5. Spieltag ist nicht nur der Teammanager Maximilian Schneider hoch zufrieden und stolz auf die Mannschaft.

Beim sonntäglichen Gastspiel in der bayerischen Landeshauptstadt feierte Beuels Neuzugang Gustaf Firdaus eine gelungene Premiere gegen Patrick Beier. In seinem ersten Einsatz für Beuel übernahm der aus Indonesien kommende Firdaus das 2. Herreneinzel von Max Weißkirchen, der diesmal auf die Position von Erik Meijs gerückt war und gegen Tobias Wadenka spielte. Meijs war derweil auf dem Weg zu einem Turnier in Thailand.

Sowohl die beiden Herreneinzel als auch das Herrendoppel mit Raphael Beck und Max Weißkirchen gegen Lucas Bednorsch/Manuel Heumann, das Damendoppel mit Birgit Michels und Eva Janssens gegen Christina Kunzmann/Kaja Stankovic sowie das Gemischte Doppel, in dem Eva Janssens kurzfristig statt der Kapitänin Birgit Michels an der Seite von Raphael Beck antrat, entschieden die Rechtsrheinischen für sich, und zwar allesamt ganz klar in zwei Sätzen.

Das gilt auch für Luise Heim, die das Dameneinzel gegen Natalya Voytsekh für sich entschied. So kann es gerne weitergehen. Am Tag zuvor hat Luise Heim mit ihrem Erfolg in drei Sätzen in der Bundesligapartie gegen den TSV Trittau für einen echten Heimsieg im wahrsten Wortsinn gesorgt. Gegen die Finnin Nanna Vainio setzte sie sich im ersten Satz knapp mit 22:20 durch, der zweite ging 16:21 verloren. In Satz drei hatte es die fünfmalige Deutsche Jugendmeisterin in der Hand, ob die gesamte Partie gegen die Gäste aus Trittau gewonnen würde oder ob sie unentschieden ausging. Nach dem beendeten vorletzten Spiel, dem Mixed, stand es 3:2 für den 1. BC Beuel. Ab 16.10 Uhr rückte somit die 19-Jährige allein in den Fokus. Sie hatte das Endergebnis in der mucksmäuschenstillen Halle in der Hand bzw. auf dem Schläger und zog die Zuschauer schnell in ihren Bann. In diesem hochklassigen Dameneinzel gegen die Finnin, die erst in dieser Saison aus Dänemark zu dem norddeutschen Team gestoßen ist, litt das Publikum mit Luise Heim, wenn ein Ball verloren ging, jubelte lautstark beim Punktgewinn und hielt den Atem an ob der Coolness der Beueler Einzelexpertin, als Nanna Vainio eine zu lange Angabe spielte und Luise Heim dies genau im Blick hatte und den Ball scheinbar seelenruhig hinter der Auslinie landen ließ.

Bei einem erfolgreichen Schmetterschlag zum 20:15 im dritten Satz sprang Mitspieler Erik Meijs, der sein Einzel gegen Nikolaj Persson mit 21:12 und 23:21 gewonnen hatte, begeistert vom Stuhl auf und konnte wenig später mit den anderen Beuelern das 21:15-Ende im dritten Satz des Dameneinzels und den 4:2-Sieg gegen die Gäste aus Trittau bejubeln.

Als sie spürte, dass sich alle Augen auf sie richten, sei es ihr „schon ein bisschen mulmig geworden", erzählte Luise Heim hernach. „Oh Mann, jetzt liegt es an mir", sei es ihr durch den Kopf geschossen, und sie fügte an, „und dann habe ich mich immer wieder zur Ruhe gezwungen". Erfolgreich. Und ihre Zufriedenheit quoll aus allen Knopflöchern.

Alles in allem war es der Tag der „jungen Wilden aus Beuel" – denn kein Spieler ist älter als 24 Jahre. Die Chefin und Kapitänin Birgit Michels (sehr erfolgreich in Tschechien bei den Prague Open unterwegs) fehlte beim Heimspiel, und das „Junggemüse" war am Drücker und machte seine Sache sehr ordentlich: Im Herrendoppel wiesen Max Weißkirchen und der genesene Raphael Beck (dem Ingwertee sei Dank) das Duo Daniel Seifert/Ary Trisnanto mit 21:18 und 21:10 in seine Schranken.

Im Damendoppel schrappten die prima zusammen spielenden Hannah Pohl und Lisa Kaminski mit 23:25 und 17:21 gegen Nanna Vainio und Iris Tabeling deutlich knapper an einem Sieg vorbei, als es das Ende des zweiten Satzes auf dem Papier vermuten lässt.

Im 2. Herreneinzel rappelte sich Max Weißkirchen nach verlorenem ersten Satz (17:21) gegen den Indonesier Ary Trisnanto auf und verbuchte dann ein 21:13 und ein 21:17. Prima! Und auch der Großvater war zufrieden.

Im Gemischten Doppel kam Eva Janssens mit Raphael Beck zum Zug, zog aber gegen einen plötzlich wiedererstarkten Nikolaj Persson und die Mixed-Spezialistin Iris Tabeling mit 9:21 und 17:21 den Kürzeren.

Verschnaufen ist für die Bundesligaspieler des 1. BC Beuel nach den Erfolgen gegen die Norddeutschen und die Münchner ein Fremdwort: Chefin Birgit Michels kämpfte am Samstag in der tschechischen Hauptstadt im Damendoppel und gewann zusammen mit Isabel Herttrich das Endspiel bei den Prague Open. Auch im Mixed mit Michael Fuchs stand sie im Endspiel, musste sich darin aber einem russischen Paar geschlagen geben. Wenige Stunden später startete der Flieger nach München.

Schlag auf Schlag geht es für das Bundesligateam des 1. BC Beuel weiter. Bereits am Sonntag, 4. Oktober, läuft die Mannschaft beim TV Refrath auf (Beginn: 14 Uhr).

  

1. BC Beuel verliert 0:6 gegen Bischmisheim

Von Bärbel Dähling

 

(22.09.2015) Mit einem klaren 0:6 hat sich der 1. BC Beuel am 3. Spieltag in der Badminton-Bundesliga geschlagen geben müssen. Im Dienstagabend-Spiel gegen den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim behielt der amtierende Deutsche Meister die Oberhand – wie auch schon in seinen Begegnungen am 1. und 2. Spieltag, in denen sich der Club ebenfalls schadlos hielt und kein einziges Spiel abgab.

Allerdings waren die „jungen Wilden“ aus Beuel ganz nah dran, den Gästen aus dem Saarland zumindest das Gemischte Doppel abzuknöpfen. Birgit Michels und Max Weißkirchen boten Samantha Barning und Michael Fuchs ordentlich Paroli, hatten in Satz eins das Nachsehen, gewannen dann für Beuel an diesem Abend den einzigen Satz mit 21:14 und unterlagen am Ende nur ganz knapp 19:21.

Das Ausharren der Zuschauer bis zum traditionell zuletzt ausgetragenen Gemischten Doppel hatte sich also gelohnt: Wurden die Badminton-Fans doch mit einem wirklich spannenden Schlagabtausch belohnt, in dem sich mit Birgit Michels für Beuel und Michael Fuchs aus der Meistermannschaft zwei Cracks gegenüber standen, die sich aus dem Effeff kennen und auf nationaler und vor allem internationaler Bühne gemeinsam im Mixed antreten und sich für die Olympischen Spiele in Rio qualifizieren wollen. Sie schenkten sich nichts und sorgten mit ihren Partnern für superschnelle und szenenapplauspflichtige Ballwechsel.

Zu Robbie Williams‘ Song „Let me entertain you“ waren die Gastgeber im künstlichen Nebel zu Beginn aufgelaufen, und im Mixed machten sie diese Ankündigung wahr. Auf Beueler Seite machten Erkrankungen kurzfristig einige Änderungen notwendig. Neuzugang und Doppel-Experte Raphael Beck hatte sich mit einer starken Erkältung abgemeldet, darüber hinaus fehlte weiterhin sein etatmäßiger Doppelpartner Andreas Heinz, der immer noch unter Rückenproblemen leidet. Somit musste Beuels erster „Einzelmann“ Erik Meijs mit dem gebürtigen Neuseeländer Asher Richardson auflaufen und das Herrendoppel bestreiten, das die beiden in 25 Minuten mit 11:21 und 11:21 abgaben. Dabei feierte Asher Richardson allerdings eine durchaus gelungene Bundesliga-Premiere.

Max Weißkirchen hatte im Einzel keinen so guten Tag erwischt und verlor gegen den Saarländer Lukas Schmidt mit 16:21 und 15:21 und ärgerte sich hernach schwarz. Im Damendoppel unterlagen Birgit Michels und Luise Heim glatt mit 12:21 und 10:21 gegen Isabel Herttrich und Samantha Barning. Luise Heim bot im Einzel gegen Olga Konon große Gegenwehr und verkaufte sich beim 12:21 und 10:21 teurer, als es aussieht.

Erik Meijs und der Ex-Beueler Marc Zwiebler schenkten sich ebenfalls nichts und beide erhielten für das 17:21 und 17:21 aus Sicht der Gastgeber viel Applaus der versierten Zuschauer.

„Rausgehen, kämpfen und siegen“ – so sein Motto – will der 1. BC Beuel wieder in der nächsten Partie, am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den TSV Trittau (ab 14 Uhr in der Erwin-Kranz-Halle, Limpericher Straße 141), sowie tags darauf auswärts in Bayern, beim TSV Neuhausen-Nymphenburg.

   

1. BC Beuel empfängt den 1. BC Bischmisheim

Von Bärbel Dähling

 

(17.09.2015) „Wir werden alles geben!" Was die Chefin sagt, wird gemacht. Vor der Partie des Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel (Dritter der vergangenen Saison) gegen den amtierenden Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am Dienstag (22. September 2015, ab 19 Uhr) in der Beueler Erwin-Kranz-Halle an der Limpericher Straße 141 scheinen die Rollen klar verteilt.

Doch die Beueler Mannschafts-Kapitänin Birgit Michels, die unendlich viele Erfahrungen als erfolgreiche Doppel- und Mixed-Spielerin in ihrer langjährigen Karriere gemacht hat, weiß auch, dass sich die Realität nicht immer an der Papierform hält und das Leben manchmal ungewöhnliche Wege geht. „Wir haben keinen Druck", formuliert Birgit Michels und verrät, dass ihr Team die Gäste aus dem Saarland bei der Stippvisite in Beuel zumindest ärgern möchte.

Die Kapitänin weiß, dass der amtierende Meister, der die beiden ersten Spieltage der neuen Saison mit glatten Siegen (gegen die SG 1862 Anspach und gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg jeweils mit 6:0) absolviert hat, der glasklare Favorit ist. Nichtsdestotrotz sieht sie Chancen in einigen Begegnungen.

In dasselbe Horn stößt Maximilian Schneider, der Manager der Rechtsrheinischen. Dass Beuel auch gegen die Spitzenteams nicht chancenlos ist, haben seiner Ansicht nach die knappen Spiele gegen die Mannschaft aus Lüdinghausen gezeigt. Zwar ging die Partie im Münsterland mit 1:5 aus Beueler Sicht verloren, aber das Ergebnis sieht viel deutlicher aus, als es der Spielverlauf war. Dass mit Bischmisheim der alte und wohl auch neue Meister nach Beuel komme, „ist für unser junges Team eine tolle Möglichkeit zu schauen, wo es im Vergleich zur nationalen Spitze steht", unterstreicht der Manager.

Zumal gerade im Herrenbereich alle Topspieler in Reihen der Gäste zu finden seien. Und so kommt es für die Gastgeber wohl auch zu einem Wiedersehen mit dem „Eigengewächs" Marc Zwiebler, der so viele Jahre für Beuel erfolgreich den Schläger geschwungen hat. Inwieweit der „Beueler Jung" seine anstrengende und erst kürzlich beendete Asienreise (u. a. nach Japan und Korea) abgehakt hat, wird sich zeigen.

Die hoffentlich zahlreich erscheinenden Zuschauer können sich also auf einen besonderen Dienstagabend mit hochklassigem Badmintonsport freuen. Um 19 Uhr beginnt die Partie.

Leider nicht auf dem Feld werden die Zuschauer auch am 3. Spieltag Andreas Heinz sehen. Der enthusiastische Spieler und altbekannte Doppelpartner von Beuels Neuzugang Rafael Beck (die beiden waren international sehr gut unterwegs) fehlt weiterhin. Denn der 24 Jahre alte mehrmalige Deutsche Meister im Jugend-/Juniorenbereich, Andreas Heinz, muss nach wie vor seine Rückenprobleme auskurieren. Nach der in Baku, bei den 1. European Games. im Herrendoppel mit seinem „Spezi" Raphael Beck errungenen Bronzemedaille hatte die Verletzung ihn schon bei der WM in Jakarta aus dem Rennen geworfen.

Somit haben einmal mehr Raphael Beck und Max Weißkirchen auf Beueler Seite die Möglichkeit zu beweisen, dass sie sich im Doppel verstehen. Das Duo will wie schon in den ersten beiden Partien im Herrendoppel überzeugen und erneut zeigen, was in ihm steckt.

Wichtige weitere Punkte sollen am darauf folgenden Wochenende eingefahren werden, denn in der Badminton-Bundesliga geht es jetzt Schlag auf Schlag. Am Samstag, den 26. September 2015, ist ab 14 Uhr der TSV Trittau in der Erwin-Kranz-Halle zu Gast. Einen Tag später spielen die Beueler beim TSV Neuhausen-Nymphenburg.

 

 

1. BC Beuel mit Sieg und Niederlage in die neue Saison gestartet

Von Bärbel Dähling

 

(30.08.2015) Mit einem ausgeglichenen Punktekonto hat der 1. BC Beuel den Start der neuen Bundesligasaison absolviert. Das Beueler Team unterlag dem SC Union Lüdinghausen am 1. Spieltag mit 1:5 – wobei das Ergebnis klarer ist, als es der Spielverlauf war. Tags darauf, beim ersten Heimspiel in der Erwin-Kranz-Halle, überzeugte die junge Beueler Mannschaft mit einem 5:1-Sieg gegen den 1. BC Düren und steht nun auf Platz sechs der Tabelle.

 

Die beiden Doppel sorgten zuhause gleich für einen furiosen Auftakt gegen die Gäste aus Düren, die mit lautstarker Fan-Unterstützung angekommen waren. Doch Trommel und Rasseln zum Trotz setzten sich die erfahrene Birgit Michels und ihre junge Kollegin Hannah Pohl gegen Victoria Slobodyanyuk und Ilse Vaessen glatt mit 21:18 und 21:8 durch.

Das Herrendoppel, mit dem eigenen Youngster Max Weißkirchen und Beuels Zugang Raphael Beck, der sich „prima in das Team eingefügt hat" (Manager Maximilian Schneider), ließen dem polnischen Nationalspieler Wojciech Szkudlarczyk und Ruben Jille (19-jähriger Niederländer) zwar im ersten Satz einen kleinen Vorsprung (19:21), holten sich dann aber mit 21:11 und 21:17 den zweiten und den dritten Durchgang.

Der Niederländer in der Mannschaft der Rechtsrheinischen, Erik Meijs, konnte auch auf die Unterstützung seiner gesamten Familie zählen und machte mit seinem Gegner, dem Österreicher David Obernosterer, kurzen Prozess: 21:15 und 21:8 und damit 3:0 für Beuel hieß es nach dem 1. Herreneinzel.

Luise Heim kämpfte und flitzte bei mittlerweile saunaartigen Temperaturen in der Halle bewundernswert gegen ihre Dürener Einzelgegnerin Victoria Slobodyanyuk und hatte den Sieg mindestens genauso verdient wie die 26 Jahre alte russische Nationalspielerin (Nummer 127 der Weltrangliste). Doch Luise Heim zog mit 16:21 und 20:22 letztlich den Kürzeren.

Auch BC Beuel-Chef Roland Maywald hatte es ihr gegönnt, dass der „Knoten platzt" und sie gewinnt. „Aber sie wird immer besser", lobte er ihr spannendes Spiel und prognostizierte „viele weitere spannende Spiele" der so jungen Mannschaft.

Das 2. Herreneinzel bestritt Max Weißkirchen (18) gegen Ruben Jille. Mit 21:18 entschied Max Weißkirchen Satz eins für sich, er konnte ein 18:21 im zweiten Durchgang nicht verhindern und sorgte ob seiner Einstellung nicht nur bei seinem Opa für ernsthafte Verärgerung. 21:19 hieß es am Ende des dritten Satzes, und Beuels erfolgreicher Nachwuchsspieler ärgerte sich hiernach am meisten über sich selbst.

Last but not least oblag es Birgit Michels und Raphael Beck, die Partie mit dem Mixed zu beenden. Sie schlugen Wojciech Szkudlarczyk (29) und die niederländische Nationalspielerin Ilse Vaessen (29) im ersten Satz 21:19 und ließen im Anschluss mit 22:20 nichts anbrennen. „Auf einen dritten Satz konnte ich gut verzichten", meinte Mannschafts-Kapitänin Birgit Michels und wischte sich den Schweiß ab. Der Plan, an dem Tag mindestens einen Punkt zu holen, war aufgegangen.

5:1-Sieg, 10:4-Sätze – so präsentiert sich die Bilanz der Partie gegen Düren. Exakt anders herum das Bild am Tag zuvor gegen den SC Union Lüdinghausen, wo das Beueler Sextett am 1. Spieltag antreten musste.

 

Das Ergebnis gibt den Verlauf der Begegnung nur unzureichend wider: Mit einer 1:5-Niederlage gegen den SC Union Lüdinghausen beendete der 1. BC Beuel den Auftakt der neuen Bundesliga-Saison.

Beuels Max Weißkirchen und Raphael Beck begannen im Herrendoppel furios gegen Josche Zurwonne und den langjährigen Beueler Ingo Kindervater. Mit 21:13 holte sich das Beueler Duo Satz eins. Nach einem 15:21 aus Sicht der Gäste im zweiten Satz glichen die Lüdinghausener aus. Auch im dritten Durchgang hatten Weißkirchen/Beck das Nachsehen und unterlagen Kindervater/Zurwonne 17:21, die in der engen heimischen Halle lautstarke Unterstützung der Fans erhielten. Zwei, drei Fehler, und dann kam für die Gäste auch noch Pech dazu. Weg war das Doppel.

Parallel mussten sich Birgit Michels und Lisa Kaminski im Damendoppel gegen Karin Schnaase und die neue Union-Spielerin Eefje Muskens – die frühere Bischmisheimerin ist immerhin Achte der Doppel-Weltrangliste – mit 15:21 und 15:21 geschlagen geben.

Beuels erster Mann, Erik Meijs, hatte sich im Einzel gegen Yuhan Tan viel vorgenommen. Doch der neunmalige belgische Meister und Olympia-Teilnehmer von 2012 hatte den besseren Lauf und Meijs verlor 14:21 und 18:21.

Beim 20:22 im dritten Satz verlor Luise Heim (19) das Dameneinzel nur ganz knapp gegen das auch international erfolgreiche „Union-Urgewächs" Karin Schnaase (30). Satz zwei war mit 21:12 an die erfahrenere Einzelspielerin gegangen.

Max Weißkirchen wollte sich im Einzel gegen Nick Fransman für das verlorene Doppel revanchieren: Er gewann den ersten Satz (21:16), verlor den zweiten (13:21) und fand im dritten Satz nicht zu seiner Normalform (7:21).

Die neue Kombination Raphael Beck und Birgit Michels harmonierte bestens gegen Matthew Nottingham und Kira Kattenbeck. Mit 21:11 ging der erste Satz auf das Konto des Gemischten Doppels aus Beuel. Als die Gäste vom Rhein in Satz zwei 17:7 in Führung lagen, wurde die 23 Jahre alte Nationalspielerin Kira Kattenbeck so unglücklich von einem Ball im Gesicht getroffen, dass sie nicht mehr aufs Spielfeld zurückkehrte, sondern sich ins Krankenhaus bringen ließ.

Einmal mehr machte der Saison-Auftakt im Münsterland deutlich, inwieweit die Unterstützung und Anfeuerung der Fans ein Team pushen kann.

 

Weiter geht es für den 1. BC Beuel in der Badminton-Bundesliga am Dienstag, den 22. September (19 Uhr). Zuhause müssen die Rechtsrheinischen gegen den amtierenden Meister und Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim antreten. Am Wochenende darauf ist der TSV Trittau zu Gast (26. September) in Beuel, und am 27. September spielt Beuel gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg.

  

1. BC Beuel startet in die neue Saison

Von Bärbel Dähling

 

(25.08.2015) Am 29. ist der erste und neun statt zehn. Mag so mancher dabei nur „Bahnhof“ verstehen, wissen die Badminton-Fans genau, was damit gemeint ist: Am 29. August steht der erste Spieltag der neuen Bundesligasaison auf dem Terminkalender. Und anders als im Vorjahr treten jetzt nur neun statt zehn Mannschaften an.

Der 1. BC Beuel, seines Zeichens Dritter der vergangenen Spielzeit, muss zum Auftakt reisen, und zwar nach Lüdinghausen zum SC Union. Um 14 Uhr an jenem Samstag beginnt für das junge Beueler Team eine Art Bewährungsprobe. Die Mannschaft mit dem Niederländer Erik Meijs an Nummer eins tritt mit Neuzugang Raphael Beck an. „Raphi" holte zusammen mit seinem Beueler Teamkollegen Andreas Heinz im Doppel bei den European Games in Baku die Bronzemedaille.

Zudem werden viele junge Spieler aus den eigenen Reihen für Beuel die Bälle durch die Luft zischen lassen – wie die U19-Europameister Max Weißkirchen und Eva Janssens. In der Saison vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, die das vorrangige Ziel für etliche arrivierte Spieler, wie Beuels erfolgreiche Spitzendame Birgit Michels, sind, möchte sich der erfolgreiche Beueler Nachwuchs in Szene setzen, viel dazulernen und den Erfahrungsschatz vergrößern – ohne zwingende Zielvorgabe Play-offs.

In Lüdinghausen, der rund 24.000-Einwohner-Stadt westlich von Münster, hat Beuels früherer Spieler Ingo Kindervater angeheuert. Er wollte eigentlich seine Bundesliga-Karriere nach der vergangenen Saison beenden. Ebenfalls neu ist beim Meister von 2014 die Niederländerin Eefje Muskens, die vom amtierenden Meister Bischmisheim nach Lüdinghausen gekommen ist.

 

Tags darauf, am Sonntag, fliegen die Federbälle auch wieder in der Beueler Erwin-Kranz-Halle an der Limpericher Straße, wenn Beuel im ersten Bundesliga-Heimspiel der neuen Saison den 1. BC Düren empfängt (Beginn: 14 Uhr). Die Dürener, die einige hochkarätige Abgänge hinnehmen mussten – Spitzenspieler und Punktelieferant Rajiv Ouseph ist weg, auch Carl Baxter steht nicht mehr zur Verfügung und das Herrendoppel ist ganz neu – hatten am Tag zuvor den TSV Neuhausen-Nymphenburg zu Gast.

Spätestens gegen Düren will Teammanager Maximilian Schneider die ersten Punkte der Saison einfahren: „In Lüdinghausen gegen eine bestbesetzte Lüdinghausener Mannschaft zu bestehen, wird schwer und auch der Kader von Düren ist wieder gut besetzt. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich unser Team in der neuen Rolle als Underdog schlagen wird, aber unterschätzen sollte man uns nicht. Auf vielen Positionen sind wir immer für eine Überraschung gut.“ Voraussichtlich kann Schneider auch auf den gesamten Kader zurückgreifen. Ein letztes Fragezeichen steht nur noch hinter dem Einsatz von Andreas Heinz, der seit Wochen mit Rückenbeschwerden zu kämpfen hat.

 

Da die 1. Bundesliga in der Spielzeit 2015/2016 lediglich aus neun Teams besteht, steigt nur eine Mannschaft ab und jedes Team hat zwei spielfreie Tage, während die anderen acht Mannschaften untereinander um Punkte, Sätze und Siege kämpfen.

  

Raphael Beck erster Neuzugang für die kommende Saison

Von Bärbel Dähling

 

(19.04.2015) Mit Raphael Beck (23) kann der 1. BC Beuel einen Neuzugang für sein Badminton-Bundesligateam vermelden. Der gebürtige Düsseldorfer spielte zuletzt beim TV Refrath und verpasste mit der Mannschaft um nur einen Punkt die Teilnahme an den anstehenden Play-offs.

Beck schlägt vor allem im Herrendoppel auf und spielt national und international sehr erfolgreich mit einem anderen Beueler Spieler: Andreas Heinz. Die beiden gewannen etwa 2014 die Mauritius International und zogen in etliche Endspiele ein. Beck: „Mich zieht es nach Beuel, weil ich dort mit meinem Doppelpartner Andreas Heinz spielen kann. Es hat sich jetzt so angeboten und einfach gepasst."

BCB-Manager Max Schneider kommentiert dies wie folgt: „Mit Raphael Beck kommt ein sehr junger, talentierter deutscher Doppel- und Mixedspieler zu uns." Zudem sei er ein „super Typ, der perfekt in unser Team passt". Aufgrund seiner Zielstrebigkeit sei in den kommenden Jahren noch viel von ihm zu erwarten.

Raphael Beck nahm 2010 im Herreneinzel, im Herrendoppel und im Mixed an den U19-Weltmeisterschaften teil. Seit der Saison 2011/2012 spielte er mit dem TV Refrath in der 1. Badminton-Bundesliga. Internationale Starts folgten: in Italien, Frankreich, Portugal, Irland, in der Schweiz, in Schottland und in der Türkei. Anfang 2015 holten Beck/Heinz Bronze bei der DM im Herrendoppel.

 


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