Mitteilungen des TV Refrath

 

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga

Homepage: www.tvr-badminton.de

 

 

  

  

Zwei Neuzugänge beim TV Refrath

Goh Giap Chin. Fotos: TVR.
Elin Svensson.

Von Heinz Kelzenberg

 

(10.07.2016) Der TV Refrath geht ab September wieder mit zwei Bundesligateams in die Saison. Noch im März war man sich sicher, dass der Kader der vergangenen Saison groß und stark genug sei, um auch in der neuen Spielzeit gut zu bestehen. Vereinschef Heinz Kelzenberg: „Wir haben genügend junge Spieler, die sich weiterentwickelt haben, um zwei Teams zu bestücken.“ Doch mehrere Entwicklungen haben nun den Klubchef dazu bewogen, sich doch noch auf dem Spielermarkt umzusehen: „Die Verletzungen von Max Schwenger und vor allem von Fabian Roth haben uns in der letzten Saison sehr beeinträchtigt. Hinzukommt, dass Mette Stahlberg als Reservespielerin den Verein berufsbedingt verlassen hat und sich schließlich auch Joshua Magee nun ausschließlich auf das Doppel konzentriert.“

Die Spielerdecke im Dameneinzel (Chloe Magee und Ya Lan Chang) sowie im Herreneinzel (Fabian Roth, Richard Domke, Lars Schänzler, Kai Waldenberger) wirkte auf einmal dünner als gewollt, zumal auch Richard Domke seit Monaten ausschließlich in der Herrendoppelgruppe des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) trainiert. Kelzenberg: „Wir rechnen zwar ab dem 1. Spieltag wieder mit Fabi Roth, dem es wieder sehr gut geht, aber es ist sicherlich nicht ratsam, ihn direkt zu überfordern.“

Hinzu kommt die Neuerung, dass ab der neuen Spielzeit in den Bundesligen wieder ein 2. Herrendoppel gespielt wird, sodass mindestens ein weiterer Herr zum Mindestaufgebot zählen muss. Angesichts der Spezialisierung der meisten Spieler auf nur eine Disziplin ist es in den meisten Begegnungen sogar ratsam, vier Doppel- und zwei Einzelspieler aufbieten zu können.

Bei der Suche nach je einem „Neuling“ für das Herren- und Dameneinzel ist man nun fündig geworden. Gute Kontakte nach Malaysia haben dazu geführt, dass in den ersten Wochen der Saison der Malaysier Goh Giap Chin ins Bergische kommen wird. Der 23-Jährige hat sich in den vergangenen Wochen in seiner Heimat zu einem Top 10-Spieler gemausert und belegt aktuell Rang 149 in der Welt. Beim bis dato letzten malaysischen Ranglistenturnier, bei dem nur der Weltranglistenerste Lee Chong Wei fehlte, kam Goh sogar ins Finale. Heinz Kelzenberg: „Goh hat sich Ende 2014 eine monatelange Auszeit genommen, ist aus der Nationalmannschaft zurückgetreten und trainiert nun an einem privaten Trainingszentrum. Er ist außerordentlich spielstark, obwohl er mit 1,65 m recht klein ist.“ Goh wird zu Saisonbeginn zunächst getestet, bevor dann entschieden wird, ob er während der bis März dauernden Saison erneut nach Refrath kommt.

Der zweite Neuzugang beim TV Refrath ist die 19-jährige Schwedin Elin Svensson. Die Abiturientin trainiert zunächst bis Mai 2017 am Nationalmannschaftsstützpunkt in Mülheim an der Ruhr und gilt als großes Talent. Sie soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn Chloe Magee nicht im 1. Team aufläuft und sich möglicherweise Ya Lan Chang dort festspielt. Doch eigentlich blickt Heinz Kelzenberg bei dieser Personalie eher in die Zukunft: „Unsere Nachwuchsspieler sind allesamt nicht im Einzel zu Hause, sodass es dort ganz schön dünn werden könnte. Elin ist eine interessante Spielerin mit einem sehr attraktiven Spielstil.“

Obwohl beide Neuzugänge längst nicht für alle Matches vorgesehen sind, ist man auf Refrather Seite glücklich, diese Verpflichtungen getätigt zu haben. So ist man auch für den Fall eventueller Verletzungen gut gerüstet.

Der Kader der 1. Mannschaft ist breiter denn je aufgestellt. So stehen im Herrendoppel mit Sam Magee, Fabian Holzer, Joshua Magee, Richard Domke, Max Schwenger, Denis Nyenhuis und Mark Byerly gleich sieben Namen auf dem Zettel, ergänzt durch die Einzelspieler Fabian Roth, Goh Giap Chin und Lars Schänzler. Neben den zehn Herren besteht das Erstligaaufgebot aus fünf Damen: den Einzelspezialistinnen Chloe Magee, Ya Lan Chang und Elin Svensson plus für die Doppeldisziplinen Olympiateilnehmerin Carla Nelte sowie Jenny Karnott.

Wer aus diesem Kreis schließlich auch für die 2. Mannschaft spielberechtigt sein wird, entscheidet sich kurzfristig vor der Ranglistenabgabe. Mit Kai Waldenberger und Runa Plützer kommen jedenfalls noch zwei weitere Namen für die 2. Liga hinzu.

Die Saisonziele sind schnell formuliert: Team 1 möchte in der 1. Liga erneut einen Play-off-Platz erreichen und sich für das „Final Four“ qualifizieren. TV Refrath 2 spielt von Beginn an gegen den Abstieg, müsste jedoch nur ein Team hinter sich lassen, um die Klasse zu halten. Heinz Kelzenberg: „Ich denke, dass dies möglich sein wird, da wir sehr konstant aufgestellt sein werden und stärkere Damen haben als die meisten anderen Mannschaften.“

Los geht’s in Liga eins mit einem Doppelspieltag, der es in sich haben wird: Am Samstag, den 10. September kommt der 1. BC Düren in die Halle Steinbreche. Tags darauf geht es zum Deutschen Vizemeister aus Lüdinghausen. Die 2. Mannschaft beginnt zwei Wochen später, am 25. September, mit dem Lokalderby beim 1. BC Wipperfeld.

  

Knapper geht’s nicht – TVR verpasst Finale um die Deutsche Meisterschaft

V.L: Richard Domke, Fabian Holzer, Lars Schänzler, Sam Magee, Chloe Magee und Carla Nelte. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(09.05.2016) Nach einer viereinhalb Stunden langen Hitzeschlacht in der Lüdinghauser St.-Antonius-Halle entschied zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesliga am Sonntag ein „Goldener Satz“ über einen Sieger: den der Halbfinalpartie um die Deutsche Meisterschaft zwischen Union Lüdinghausen und dem TV Refrath.

4:3 hieß es am Ende für den leichten Favoriten und es war in der Tat wie so oft bei so knappen Entscheidungen das Glück mit im Spiel. Heinz Kelzenberg: „Lüdinghausen hatte am Ende das Glück des Tüchtigen, denn ihr Herrendoppel hat den Golden Set einfach etwas besser gespielt als unsere Jungs. Das muss man anerkennen. Dass Nick Fransman nach sechs harten Sätzen dazu noch in der Lage war, hat mich überrascht, und am Ende war Josche Zurwonne der überragende Mann, der einfach nach dem Seitenwechsel keinen Fehler mehr gemacht hat.“

Doch der Reihe nach: Knapp 600 Zuschauer hatten auf den extra eingerichteten Zusatztribünen Platz genommen, als nach einer langen Begrüßung und Ehrung der Olympia-Qualifikanten um kurz vor 14:30 Uhr endlich das Spektakel auf dem Feld begann.

Für den TV Refrath war klar, dass der Gewinn der beiden Doppel im Bereich des Möglichen liegen würde, zumal der englische Nationalspieler Matthew Nottingham auf gegnerischer Seite seinen Einsatz durch ein Match in der englischen Liga verwirkt hatte. So stand im Herrendoppel der Niederländer Nick Fransman an der Seite von Josche Zurwonne. Die Lüdinghauser gewannen den ersten Satz gegen Sam Magee und Fabian Holzer sehr glatt und hatten beim Stand von 20:18 im zweiten Satz zwei Matchbälle, die das Refrather Doppel abwehren konnte. Im entscheidenden dritten Durchgang endete die Partie dann nach einer Stunde sogar mit einem 21:19-Erfolg der TVR-ler, die sich immer wieder gegenseitig gepusht und niemals aufgegeben hatten.

Zuvor hatten Chloe Magee und Carla Nelte ihr Match nach anfänglichem, klaren Rückstand in zwei knappen Sätzen gewinnen können, sodass der gewünschte 2:0-Vorsprung Realität geworden war. Dabei hatten es die beiden Refratherinnen mit niemand geringerem zu tun als mit der Nummer zwölf der Weltrangliste, Eefje Muskens, an der Seite von Karin Schnaase.

Ein aufopferungsvoll kämpfender Richard Domke präsentierte sich gegen Weltklassemann Yuhan Tan anschließend in großartiger Form, bewies konstant sein überragendes Ballgefühl, musste jedoch schließlich im zweiten Satz einen 17:13-Vorsprung abgeben und eine Niederlage einstecken. Nahezu parallel entschied sich Lüdinghausens Karin Schnaase aus gesundheitlichen Gründen dazu, ihrer Mannschaftskollegin Yvonne Li das Dameneinzel zu überlassen. Die 17 Jahre alte gebürtige Hamburgerin startete fulminant in die Partie (21:12), wurde jedoch im zweiten Satz gleichermaßen von Chloe Magee überrollt (10:21). Was folgte, war ein von Yvonne Li exzellent gespielter dritter Satz, in dem die Irin kaum ein Mittel fand, selbst Punkte zu machen, sodass dieses Match vom Papier her überraschenderweise mit 11:21 im dritten Durchgang nicht an den TV Refrath ging.

Nun wurde die Partie zu einem Wechselbad der Gefühle. Gewonnene erste Sätze im Mixed (Sam Magee und Carla Nelte mit 21:8!) und sensationellerweise auch von Lars Schänzler gegen Nick Fransman (22:20) machten zwischenzeitlich Hoffnung auf einen Sieg in der normalen Spielzeit „trotz“ des verlorenen Dameneinzels. Lars Schänzler musste in den dritten Satz, nachdem Sam Magee/Carla Nelte ihren zweiten Durchgang und damit das Spiel mit 22:20 hatten nach Hause fahren können.

Die über 60 mitgereisten Refrather Fans, die für eine lautstarke und vor allem leidenschaftliche Stimmung bei jedem Refrather Punkt sorgten, trauten ihren Augen nicht, als Lars Schänzler im entscheidenden dritten Satz seinen niederländischen Gegner bis 13:8 gut beherrschte. Heinz Kelzenberg: „Dann riss ein wenig der Faden bei Lars, aber Fransman traf mit seinen Angriffen auch konstant die Linien und zeigte ein unglaubliches Finish.“ Das Spiel ging mit 21:14 an den Niederländer, sodass beim Stand von 3:3 der Sieger der Partie noch nicht ermittelt war.

Der mehr gewonnene Satz hätte dem TV Refrath bis zur vorangegangenen Saison den Sieg gebracht, doch seit dieser Spielzeit entscheidet ein sogenannter „Goldener Satz“ über den Ausgang der Partie – was alle Beteiligten einheitlich „fair und mega attraktiv“ fanden. Im Wechsel duften beide Teams eine der fünf Disziplinen streichen, sodass am Ende das Herrendoppel übrigblieb – was im Übrigen der Wunsch beider Teams war. Die Refrather Entscheidung war nach Diskussionen innerhalb des Teams einstimmig zustande gekommen, wobei auch das Dameneinzel zunächst als Alternative gehandelt worden war. Fabian Holzer und Sam Magee hatten jedoch schließlich zuversichtlicher gewirkt als Chloe Magee.

Der gegen 18:30 Uhr gestartete „Golden Set“ hielt dann ebenfalls alles, was er im Vorfeld an Spannung versprochen hatte. Fabian Holzer/Sam Magee führten 10:8, gaben dann vier Punkte in Folge ab und liefen für den Rest der verbleibenden gut fünf Minuten genau diesem Rückstand hinterher. Ein Netzroller von Fabian Holzer fiel beim Matchball für Union schließlich unglücklich neben die Seitenlinie, sodass der Sieg für den Gastgeber feststand und durch Jubelstürme der mehrheitlich Lüdinghauser Fans untermalt wurde.

Heinz Kelzenberg: „Wir haben einen exzellenten Kampf geboten, fast alles richtig gemacht, aber halt nur fast. Lüdinghausen hat unter für das Team unglücklichen Vorzeichen nie aufgegeben und am Ende das nötige Glück gehabt. Die Stimmung hier war trotz der Saunatemperaturen extrem gut, ein tolles Event, auch unseren fantastischen Fans gebührt ein großes Lob, das hat die gesamten Mannschaft über vier Stunden lang sehr motiviert. Auch unsere nicht einsatzbereiten Spieler Fabian Roth und Max Schwenger haben gemeinsam mit Denis Nyenhuis und Daniel Winkelmann beim Coaching alles gegeben. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam als Team erreicht haben.“

Lüdinghausen spielt nun am 27. Mai das Finale beim Top-Favoriten aus Bischmisheim, der TV Refrath beendet die Saison 2015/2016 auf einem tollen dritten Platz, dem besten Ergebnis der Vereinsgeschichte. Ziel ist es, diesen Rang in der kommenden Saison zu halten und dann beim erstmals ausgetragenen „Final Four“ den Sprung ins Finale zu schaffen. Der Refrather Teammanager: „Alle Spielerinnen und Spieler bleiben an Bord und wir sind schon jetzt heiß auf die kommende Saison.“

  

Richtig Bock auf das erste Play-off

Das Refrather Herrendoppel Sam Magee/Fabian Holzer. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(04.05.2016) Die Planungen für die neue Bundesligasaison sind weitestgehend abgeschlossen, doch die jüngste Spielzeit ist noch nicht zu Ende: Der TV Refrath ist einer von drei Vereinen, die noch in Play-offs um die Deutsche Meisterschaft 2016 spielen – und dies zum ersten Mal in seiner noch recht jungen Vereinsgeschichte.

Am Sonntag, den 8. Mai steigt in Lüdinghausen ab 14 Uhr das Halbfinale der nach der Punkterunde zweit- und drittplatzierten Mannschaften. Während der Hauptrunde spielte Union zu Hause 3:3 gegen den TVR und konnte in Refrath mit 5:1 gewinnen. Da in keiner der Begegnungen beide Teams komplett antreten konnten, sind diese Ergebnisse jedoch nicht sehr aussagekräftig.

Und auch in wenigen Tagen spielen die beiden Top-Teams nicht ganz in Bestbesetzung gegeneinander: Refraths Nummer eins, Fabian Roth, ist zwar wieder voll im Training, hat jedoch noch keinen Wettkampf gespielt und wird seinem Team noch nicht als Spieler helfen können. Stattdessen werden wie gewohnt Richard Domke und Lars Schänzler die beiden Herreneinzel bestreiten, in denen für sie nur geringe Außenseiterchancen gegen den Belgier Yuhan Tan und den Niederländer Nick Fransman bestehen, die beide bei den Individual-Europameisterschaften einen starken Eindruck hinterließen. So fällt es kaum ins Gewicht, dass auch bei Lüdinghausen die etatmäßige Nummer eins aus Indonesien nicht zur Verfügung steht.

Grundsätzlich sind die Doppelspiele mit Fabian Holzer/Sam Magee, Carla Nelte/Chloe Magee sowie Sam Magee/Carle Nelte für die Refrather eher zu gewinnen als die Herreneinzel. Refraths Damendoppel trifft dabei sehr wahrscheinlich auf Eefje Muskens/Karin Schnaase bei Lüdinghausen, die von Chloe Magee und Carla Nelte im direkten Vergleich zu Saisonbeginn knapp in drei Sätzen bezwungen werden konnten. Auch das TVR-Mixed dürfte gute Chancen gegen die Lüdinghauser Paarung haben und gewann im Hinspiel der Saison in drei Durchgängen. Damals ging auch das Dameneinzel zwischen den beiden Olympiaqualifikantinnen Karin Schnaase und Chloe Magee über drei Durchgänge, hier jedoch mit dem besseren Ende für die drei Jahre ältere Deutsche.

Zu einer Premiere könnte es für den Fall eines Unentschiedens nach sechs Spielen kommen: In diesem Fall würden nämlich nicht wie in der Vergangenheit Sätze oder sogar Punkte gezählt, sondern es gäbe einen sogenannten „Golden Set“. Für diesen Fall dürften im Wechsel Heim- und Gastmannschaft jeweils eine der fünf Disziplinen streichen, sodass in der übrig gebliebenen Disziplin noch ein weiterer Satz bis 21 über den Sieger der Begegnung entscheiden würde.

 

Geschafft – TV Refrath nach zwei Siegen im Play-off-Halbfinale

Das Bundesligateam des TV Refrath. V.l.: Lars Schänzler, Fabian Holzer, Fabian Roth, Chloe Magee, Richard Domke, Carla Nelte, Sam Magee. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(28.02.2016) Am Samstag gegen 16 Uhr hatte das Warten in der Halle Steinbreche endlich ein Ende: Lars Schänzler hatte den vierten Punkt für seinen TV Refrath erzielt und damit den Heimsieg unter Dach und Fach gebracht. Wenige Minuten später kam dann die positive Nachricht aus Lüdinghausen, wo die Heimmannschaft durch eine 3:1-Führung gegen den 1. BV Mülheim auch deren theoretische Chancen, den TV Refrath noch abzufangen, zunichte gemacht hatte. Die beiden Endergebnisse von 4:2 für Lüdinghausen und 5:1 für Refrath sicherten den beiden Clubs dann auch die vor dem Spieltag erwarteten Abschlussplätze zwei und drei in der Tabelle.

In Refrath war der Jubel der leider nur 120 Zuschauer an diesem Samstag groß, denn die Qualifikation für das Bundesliga-Halbfinale wurde das erste Mal in der 25-jährigen Abteilungsgeschichte und der siebenjährigen Bundesligazugehörigkeit geschafft. TVR-Chef Heinz Kelzenberg zeigte sich beeindruckt von diesem Erfolg: „Es war unser Saisonziel, doch wenn man bedenkt, dass wir dreiviertel der Saison ohne unsere Nummer eins gespielt haben, kann man durchaus von einem Riesenerfolg sprechen.“ Gemeint war und ist Fabian Roth, der seit Ende September an einer Hüftverletzung laboriert und erst langsam wieder Gedanken an ein Comeback fassen kann. Roth war erneut als Coach und Unterstützer seiner Mannschaft vor Ort und wird dem TVR auch Anfang Mai beim Match in Lüdinghausen fehlen.

Die Geschichten der beiden letzten Saisonspiele sind schnell erzählt. Neben Lars Schänzler, der am Samstag den Siegpunkt holte, und Sam Magee, der beide Mixed mit Jenny Karnott bzw. Carla Nelte ebenfalls gewann, waren es zwei Dreisatzerfolge im Damendoppel von Ya Lan Chang/Jennifer Karnott (Samstag) sowie Chloe Magee/Carla Nelte (Sonntag), die den Grundstein zu den Siegen gegen Neuhausen und auch am Sonntag gegen den Vizemeister des Vorjahres, den 1. BV Mülheim, legten.

Wurden am Sonntag noch das Herrendoppel (Fabian Holzer/Sam Magee) und das 1. Herreneinzel (Richard Domke) gewonnen, gingen genau diese beiden Spiele tags darauf in Mülheim verloren. Einen weiteren der vier Siegpunkte holte am Sonntag auch Chloe Magee im Dameneinzel, welches am Samstag noch durch Ya Lan Chang aufgegeben werden musste.

Die beiden Siege vom Wochenende bedeuten drei Punkte Vorsprung in der Abschlusstabelle bei 22:10 Punkten und damit das beste Ergebnis des TV Refrath bisher und die Qualifikation für das Play-off-Halbfinale am 7. oder 8. Mai beim SC Union 08 Lüdinghausen. Heinz Kelzenberg sieht für diese Begegnung durchaus mehr als eine Außenseiterchance: „Bei nur sechs Spielen kann eine Menge passieren und ich sehe uns durchaus auf Augenhöhe, wenn wir bis dahin keine Verletzungen zu beklagen haben.“ Den Heimvorteil sieht er beim Lüdinghausen, jedoch kann dies auch zu einem großen Druck werden: „Jeder erwartet einen Heimsieg, wir hingegen können locker aufspielen.“

Der genaue Termin und die Uhrzeit werden in den kommenden Tagen abgesprochen. Heinz Kelzenberg: „Wir freuen uns darüber, dass mir Union-Chef Michael Schnaase nach dem Januarspiel in Refrath 100 Eintrittskarten reservieren wird. Wir zählen auf unsere Fans.“

Zu den Personalangelegenheiten für die kommende Bundesligasaison wollte sich Kelzenberg noch nicht äußern, wird dies jedoch bis Ende März nachholen.

  

Bundesliga in Refrath: Zuschauer sollen helfen

Fabian Holzer. Foto: Axel Randow.

Von Heinz Kelzenberg

 

(22.02.2016) Vor dem letzten Doppelspieltag der Bundesliga-Punkterunde ist die Play-off-Teilnahme des TV Refrath immer noch nicht unter Dach und Fach. Der Tabellendritte ist in diesem Jahr in der Tat noch ohne Sieg, behauptet jedoch weiterhin den dritten Tabellenrang mit zwei Punkten Vorsprung.

Heinz Kelzenberg: „Wir möchten den Sack am Samstag endlich zu machen und uns für das Halbfinale in Lüdinghausen qualifizieren.“ Ob dies bereits beim bevorstehenden Heimspiel am Samstag möglich ist, entscheidet sich vermutlich nicht nur in Refrath: Sollte der TVR das Heimspiel (Samstag 14:00 Halle Steinbreche) gegen den Vorletzten TSV Neuhausen-Nymphenburg gewinnen, wäre das zwar die „halbe Miete“, aber man ist parallel zusätzlich abhängig vom Ergebnis des Verfolgers 1. BV Mülheim in Lüdinghausen.

„Zwei Punkte Vorsprung vor Mülheim sollten reichen, zumal es ja am letzten Spieltag auch noch den direkten Vergleich gibt“, so Kelzenberg, der zumindest in Mülheim (Sonntag, 14:00 RWE-Sporthalle) auf seine Bestbesetzung zurückgreifen kann. Carla Nelte und Chloe Magee sind dann aus Österreich vom internationalen Turnier zurückgekehrt und spielbereit, was am Samstag gegen Neuhausen noch in den Sternen steht.

Daher planen die Refrather Verantwortlichen für das letzte Heimspiel der Saison nicht mit den Beiden, sondern mit Ya Lan Chang und Jenny Karnott. Der Refrather Herrenkader wird in beiden Spielen gleich sein: Sam Magee, Fabian Holzer, Richard Domke und EM-Medaillengewinner Lars Schänzler werden für den TVR auflaufen.

Vor allem am Samstag hofft Heinz Kelzenberg auf eine große Unterstützung durch die Refrather Fans: „Wir haben erstmals die Chance, uns für die Play-offs um die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, da hoffe ich, dass wirklich jeder aus der Abteilung kommt und uns anfeuert.“ Im Anschluss an das Spiel gegen Neuhausen feuert man noch gemeinsam die 2. Mannschaft an (17:30 Uhr), bevor dann ein gemeinsames Abendessen organisiert ist. Obwohl am Sonntag für beide Mannschaften bekanntermaßen noch der letzte Spieltag ansteht, ist es am Samstagabend wesentlich entspannter für alle Beteiligten, die Saison ausklingen zu lassen. Grund zum Anstoßen gibt es alleine schon durch den Wiederaufstieg der „Bundesligareserve" in die 2. Liga, der ja inzwischen feststeht. Heinz Kelzenberg: „Wir freuen uns, dass uns dies direkt wieder gelungen ist.“ 

  

Gute Refrather Leistung gegen Bischmisheim

Carla Nelte/Fabian Holzer. Foto: Axel Randow.

Von Heinz Kelzenberg

 

(13.02.2016) Obwohl der TV Refrath auch am vergangenen Freitag im Heimspiel gegen den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim keine Punkte einfahren konnte, waren alle Zuschauer und Spieler mit den gezeigten Leistungen zufrieden. Der in dieser Saison haushoch überlegene Titelverteidiger wies letztlich auch den Tabellendritten aus dem Bergischen Land mit 5:1 in seine Schranken.

Die gut 250 Zuschauer begrüßten zunächst lautstark fünf frischgebackene Deutsche Meister, vier auf Seiten der Saarbrücker und Carla Nelte im Trikot der Heimmannschaft. Doch auch die übrigen Aktiven konnten sich sehen lassen: drei aktuelle Nationalspieler (Jennifer Karnott, Lars Schänzler, Fabian Holzer), die die deutschen Farben tags zuvor gegen Frankreich vertreten hatten, plus mit Dieter und Richard Domke zwei Medaillengewinner der DM in Bielefeld sowie auf jeder Seite eine internationale Spielerin (Ya Lan Chang bzw. Samantha Barning).

Heinz Kelzenberg: „Solch eine Besetzung kann sich wirklich sehen lassen, fast alles, was in Deutschland Rang und Namen hat, war heute Abend hier.“ Traditionell begannen die beiden Doppel und endeten erwartungsgemäß mit deutlichen Siegen von Michael Fuchs/Peter Käsbauer über Richard Domke/Fabian Holzer sowie bei den Damen Samantha Barning/Isabel Herttrich über Carla Nelte/Jennifer Karnott.

Wer nun glaubte, ein schnelles 0:6 sei zu befürchten, sah sich getäuscht. Lars Schänzler verwickelte Dieter Domke in einige spektakuläre, lange Ballwechsel und Ya Lan Chang gelang sogar ein Satzgewinn gegen Olga Konon. Beiden Schützlingen attestierte Refraths Chef Heinz Kelzenberg eine gute Leistung: „Kämpferische Einstellung und Präsentation waren sehr gut, Yaya und Lars haben uns und vor allem die Zuschauer wieder zurück in die Partie geholt.“

Und auch Richard Domke fightete anschließend um jeden Ball und die Zuschauer schöpften beim Stande von 17:17 im zweiten Durchgang Hoffnung auf einen Entscheidungssatz. Doch leider reichte es trotz hervorragenden Spiels nicht zum Satzgewinn für Refraths längsten Spieler. Parallel bot das erstmals zusammengestellte Mixed mit Fabian Holzer und Carla Nelte eine famose Leistung. Den beiden Refrathern gelang ein deutlicher und eindrucksvoller Zweisatzerfolg über Peter Käsbauer und Isabel Herttrich zum 1:5-Ehrenpunkt.

Carla Nelte, die vor dem Spiel vor den Zuschauern für ihre Deutsche Meisterschaft geehrt wurde: „Mit einem so temperamentvollen Partner macht es richtig Spaß, da brauchte ich einfach nur mitzuspielen.“ Durch diesen schönen Abschluss verließen die Zuschauer keineswegs enttäuscht die Halle Steinbreche. Auch wenn nach zuletzt 1:7 Punkten die Euphorie im Lager der Bergischen etwas zu schwinden drohte, ist die Perspektive für das gesamte Team sonnenklar: Am Samstag, den 27.2. möchte man im Heimspiel gegen TSV Neuhausen-Nymphenburg mit einem Sieg den dritten Platz und damit die Play-off-Teilnahme unter Dach und Fach bringen. Ein Sieg gegen den Tabellenachten, der erst ein Spiel in dieser Saison gewonnen hat, würde nur dann nicht bereits am selben Tag reichen, wenn Verfolger 1. BV Mülheim parallel beim Tabellenzweiten SC Union Lüdinghausen gewinnen sollte. Doch auch für diesen Fall haben die Refrather eine Lösung parat. Heinz Kelzenberg: „Sollte diese Sensation eintreten, genügt uns im letzten Spiel tags drauf ein Unentschieden in Mülheim. Wir haben es also komplett in eigener Hand.“

 

Heimspiel gegen den Überflieger

Richard Domke. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(09.02.2016) Die Bundesligamannschaft des TV Refrath ist sich drei Spieltage vor Schluss sicher: Erstmals in der 25-jährigen Geschichte des Clubs stehen die Chancen sehr gut, als Dritter der Bundesliga das Play-off-Halbfinale zu erreichen. Doch ohne eigenes Zutun, sprich Pluspunkte aus den verbleibenden Begegnungen, wird dies nicht so leicht möglich sein. Mit 18:8 Zählern liegt der TVR vier bzw. fünf Punkte vor den Verfolgern aus Beuel, Düren und Mülheim. Vom unwahrscheinlichen Fall ausgehend, dass die Konkurrenten keine Punkte liegen lassen werden, genügt nach eigener Rechnung ein Heimsieg am vorletzten Spieltag gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg, um die Qualifikation perfekt zu machen.

Nicht auf der Rechnung stehen dabei Punkte aus dem in dieser Woche anstehenden Spitzenspiel gegen den Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim (Freitag, 12.2., Beginn 19:00 Halle Steinbreche). Dazu ist die eigene Personalsituation aktuell zu schwierig. Fabian Roth wird weiterhin nicht zur Verfügung stehen und selbst für das potenzielle Halbfinale im Mai besteht noch keine Sicherheit auf einen Einsatz. Auch Chloe und Sam Magee werden am Freitag in Vorbereitung auf die kommende Woche stattfindende Mannschafts-Europameisterschaft im russischen Kazan nicht zur Verfügung stehen.

Dafür ist die frisch gebackene Deutsche Meisterin Carla Nelte mit an Bord und wird sicherlich von den Refrather Zuschauern besonders herzlich empfangen. An ihrer Seite stehen im Damenkader Ya Lan Chang und Jenny Karnott sowie bei den Herren Richard Domke, Fabian Holzer und Lars Schänzler. Die Refrather Verantwortlichen sind sich ihrer Außenseiterposition bewusst: Saarbrücken hat eine top erste Reihe und eine top zweite Reihe. Heinz Kelzenberg: „Ich will nicht sagen, es ist egal, wer auf BCB-Seite kommt, aber man hat genügend Spielerinnen und Spieler zur Verfügung, um alle anderen Teams aus der Bundesliga zu schlagen.“

Was wie eine Kapitulation klingt, ist jedoch alles andere als das. Kelzenberg: „Wir haben uns im Hinspiel in gleicher Besetzung, nur ohne Carla, wirklich ganz gut verkauft und möchten unseren Zuschauern gute Spiele zeigen.“ Viele Deutsche Meister werden am Freitag erwartet, so z. B. Olga Konon, Isabel Herttrich und Peter Käsbauer, vielleicht sogar Marc Zwiebler, der in Bielefeld zum neunten Mal den nationalen Titel holte.

Zwei Wochen später wartet dann der letzte Doppelspieltag, bei dem der TVR wieder mit seinen irischen Spielern Chloe und Sam Magee antreten wird, die am vergangenen Wochenende ebenfalls zum wiederholten Male nationale Meister ihres Landes wurden. Man möchte nichts mehr anbrennen lassen im Kampf um den dritten Platz und sich unbedingt für das Play-off-Halbfinale in Lüdinghausen qualifizieren, welches dort am 7. oder 8. Mai ausgetragen wird.

 

 

Bitterer Abend in Düren

Fabian Holzer und Sam Magee unterlagen zum fünften Mal in dieser Saison knapp im dritten Satz. Foto: TVR.

Von Heinz kelzenberg

 

(13.01.2016) „Das war nun wirklich nicht unser Abend.“ Diese Aussage der beiden Coaches Daniel Winkelmann und Heinz Kelzenberg fasst die Auswärtspartie am Dienstagabend in Düren kurz und prägnant zusammen.

Obwohl bis auf Carla Nelte und Fabian Roth bestens aufgestellt, lief beim TV Refrath gegen den Ligakonkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte nicht viel zusammen. Heinz Kelzenberg: „Jeder von uns wusste, dass wir ein schweres Spiel vor uns haben, aber dass wir es verlieren, damit hatte niemand gerechnet.“ Bereits in den beiden Auftaktpartien fiel eine Art Vorentscheidung, als die erneut großartig kämpfenden, aber letztlich glücklosen Sam Magee und Fabian Holzer eine 18:14-Führung im Entscheidungssatz verspielten und auch ihren Matchball nicht zu nutzen wussten.

Parallel startete Chloe Magee gegen die Russin Victoria Slobodyanyuk souverän, gewann den ersten Satz relativ mühelos, bevor die Russin sehr schnelles und vor allem fehlerloses Badminton spielte. „Irgendwann war der Rückstand zu groß und Chloe lief nur noch hinterher“, lautete das Fazit von Coach Kelzenberg, der nach dem 0:2-Rückstand trotz des anschließenden, geschenkten Damendoppels – Düren musste zwei Damen aus der 8. Liga einsetzen – wenig optimistisch war: „Es war zu diesem Zeitpunkt schwer vorstellbar, dass nun alles glatt läuft.“

Die für Erstligaverhältnisse spärliche Kulisse von 65 Zuschauern in der Dürener Halle erwies sich auch in den folgenden Spielen als lautstark und motivierte die Heimmannschaft zu sehr guten Leistungen. Kelzenberg: „In Düren zu spielen ist schon etwas Besonderes. Da sitzt selbst der Teammanager brüllend an der Zähltafel und trinkt zwischendurch Bier. Das hat seinen eigenen Charme.“

Der Österreicher David Obernosterer revanchierte sich im Anschluss im 1. Einzel für die im Hinspiel erlittene Niederlage gegen Richard Domke. Dieser gab dann in der Mitte des zweiten Satzes mit Rückenproblemen auf. Ein mögliches Unentschieden vor Augen spielten Sam Magee/Chloe Magee ein sehr souveränes Mixed und letztlich lag die Verantwortung auf Lars Schänzler, der gegen Kai Schäfer erneut ein gutes Spiel machte, jedoch in zwei Sätzen verlor.

„Die 2:4-Niederlage schmerzt natürlich, weil unser Polster nun etwas geschmolzen ist“, so Kelzenberg, der jedoch optimistisch ist, die Verfolger aus Mülheim und Beuel auf Distanz halten zu können. Bereits am für den TVR spielfreien, kommenden Samstag spielen beide Verfolger gegeneinander und im Anschluss dürfen dann konkrete Rechenspiele angestellt werden. Das Restprogramm für den TV Refrath beginnt mit dem Heimspiel gegen Bischmisheim, gefolgt vom finalen Doppelspieltag gegen Neuhausen und auswärts gegen Mülheim. Die Ausgangsposition, um den dritten Platz zu erreichen, ist etwas schlechter geworden, aber immer noch gut.

  

Platz drei soll gesichert werden

Chloe Magee wird diesmal wieder für den TVR auf dem Feld stehen. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(08.01.2016) Nach der unglücklichen Niederlage des TV Refrath gegen den Verfolger aus Lüdinghausen gilt es nun für die Bergischen, den Play-off-Platz in den letzten vier Partien abzusichern. Dies soll bereits am kommenden Dienstag, um 19 Uhr beim Auswärtsspiel in Düren, mit einem Sieg geschehen.

Der Blick auf die „schiefe“ Tabelle verrät einerseits Gleichheit nach Minuspunkten zwischen dem TVR und dem SC Union Lüdinghausen, jedoch haben die Refrather das Spiel gegen den Tabellenführer Bischmisheim noch vor der Brust. Andererseits könnte man auch einen nur drei Punkte großen Rückstand des 1. BV Mülheim ablesen, der sich jedoch angesichts der noch zu erwartenden Punktverluste des Deutschen Vizemeisters von der Ruhr arg relativiert.

Für Refraths Chef Heinz Kelzenberg steht fest: „Wenn wir in Düren gewinnen und Mülheim in seinen beiden Spielen in Bischmisheim und Beuel erwartungsgemäß maximal nur einen Punkt holt, sind wir durch.“ Es gilt nun jedoch, konzentriert sogenannte „Pflichtaufgaben“ zu erfüllen und den besten Platz in der noch kurzen Bundesliga-Vereinsgeschichte auch wirklich zu manifestieren.

Der Ärger über die 1:5-Niederlage im Top-Spiel am 5. Januar um das vermeintliche Heimrecht im Play-off-Halbfinale ist längst nicht bei allen Refrathern überwunden. Heinz Kelzenberg: „Ich bin in den letzten Tagen sehr oft von Leuten angesprochen worden, die das Verhalten von Lüdinghausen als unsportlich bezeichnet haben. Da der erste Fehler jedoch in unseren Reihen gemacht wurde, haben wir die Situation ja überhaupt erst möglich gemacht.“

In Düren wird Refrath genau mit dem Kader auflaufen, der für das Spiel gegen Lüdinghausen spielbereit in der Halle war, also erneut ohne Carla Nelte, die ihre Muskelverletzung vollständig auskurieren soll. Dafür steht Chloe Magee an der Seite von Bruder Sam vor ihrem Debüt als Mixed für den TV Refrath. Heinz Kelzenberg: „Die beiden hätten auch gegen Lüdinghausen super-gerne zusammengespielt. Sie haben ja inzwischen ihre Chancen auf eine Olympiaqualifikation begraben.“

Im Hinspiel gegen Düren gab es einige hochklassige Matches und es ist vorstellbar, dass vor allem den Dürener Einzelspielern David Obernosterer und Kai Schäfer gerne eine Revanche gegen die Refrather Richard Domke und Lars Schänzler gelingen würde. Beide TVR-Spieler hatten in beeindruckender Manier ihre Matches beim Heimauftritt gewinnen können.

Im Anschluss an das Spiel in Düren hat der TV Refrath am Wochenendspieltag (16. Januar) frei und muss erst Mitte Februar wieder ran: Dann kommt Titelverteidiger und Meisterschaftsfavorit 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in die Halle Steinbreche und Ende Februar findet dann noch ein Doppelspieltag gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg und Mülheim statt. Aber spätestens ab dem 16. Januar möchte der TVR fest für die Play-offs planen können. Ein Sieg in Düren bei gleichzeitigen 1:3 Punkten für Mülheim würde auch rechnerisch nichts mehr anbrennen lassen.

 

 

Ärgerliche Niederlage für Refrath im Top-Spiel

Refraths Einzelspieler Richard Domke hatte dieses Mal das Nachsehen. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(06.01.2016) „In dieser Besetzung war nicht viel für uns zu holen heute“, so lautete das kurze Resümee vom Refrather Teamchef Heinz Kelzenberg nach der 1:5-Heimniederlage seines Teams gegen den SC Union Lüdinghausen.

Einen Tag vor der Begegnung bekam Kelzenberg die Absage seiner Stammspielerin Carla Nelte, die sich am Sonntag im Mixed gegen Beuel eine Zerrung zugezogen hatte. Noch am Abend wurden mit Jenny Karnott und Ya Lan Chang zwei Damen für das Damendoppel mobilisiert und man war guter Dinge, mit Chloe Magee im Einzel und Mixed dennoch eine kleine Chance gegen den Verfolger aus Lüdinghausen zu haben.

Doch 20 Minuten vor Spielbeginn gab es dann wie aus heiterem Himmel Diskussionen, weil den Schiedsrichtern eine Aufstellung ausgedruckt worden war, in der die ursprünglich vorgesehene Chloe Magee nicht zu finden war. Kelzenberg: „Wir konnten uns diesen Fehler zunächst nicht erklären, waren uns später jedoch sicher, dass dies die Daten aus dem Dezember-Spiel gegen Trittau gewesen sein mussten.“

Nun bat man die Gäste, Chloe Magee doch einsetzen zu können. Lüdinghausen lehnte dies jedoch nach kurzer Mannschaftsbesprechung ab und die Irin war zum Zuschauen verbannt. Heinz Kelzenberg: „Lüdinghausen war natürlich formell im Recht und sah nach eigener Aussage im Wesentlichen einen Wettbewerbsnachteil darin, wenn wir nun umstellen. Gleichzeitig kam der Hinweis, dass sich die Union-Spieler bereits auf ihre Gegner eingestellt hätten.“

Viel Zeit für Enttäuschung und Ärger blieb nicht, das Spiel begann mit etwas Verspätung, jedoch ließ die nun außer Gefecht gesetzte Chloe Magee ihrem Unverständnis freien Lauf: „Ich kann die Entscheidung der Lüdinghausener Spieler nicht verstehen. Man will doch immer gute Spiele haben und keine Siege geschenkt bekommen. Ich bin sicher, dass unser Team anders abgestimmt hätte.“

Doch Heinz Kelzenberg blickt nach vorne und setzt nun alles daran, den dritten Platz zu festigen. Er freut sich auf eine sportliche Revanche im immer wahrscheinlich werdenden Halbfinale gegen Lüdinghausen: „Wenn jetzt nicht alles völlig verrückt läuft, spielen wir das erste Play-off unserer Vereinsgeschichte und wir werden alles daran setzen, auch wenn es auswärts stattfindet, dieses zu gewinnen.“

Badminton gespielt wurde auch an diesem Abend und zwar vor 350 Zuschauern, die bei freiem Eintritt gekommen waren. Vor allem das Herrendoppel zum Start war spannend und hochklassig. Matthew Nottingham/Josche Zurwonne hatten nach dem Seitenwechsel im Entscheidungssatz das Heft komplett in der Hand, obwohl ihnen die stark aufspielenden Refrather Fabian Holzer/Sam Magee bis dahin alles abverlangt hatten.

Das Refrather Damendoppel mit Ya Lan Chang und Jenny Karnott war hingegen deutlicher auf verlorenem Posten gegen Karin Schnaase/Eefje Muskens und auch Richard Domke musste anschließend gegen den sehr sicher aufspielenden Yuhan Tan dessen Überlegenheit anerkennen. Beim Stand von 0:3 aus Refrather Sicht sahen die begeisterten Zuschauer noch zwei tolle Einzel, die beide knapp an Lüdinghausen gingen, in denen sich die Refrather Lars Schänzler und Ya Lan Chang jedoch gegen ihre favorisierten Gegner hervorragend präsentierten.

Leider kam es zu keinem spannenden Finale, denn das Mixed wurde nach wenigen Ballwechseln von den nach eigener Aussage leicht verletzten Lüdinghausener Gegnern abgebrochen. Über diesen Ehrenpunkt durch Sam Magee und Jenny Karnott freute man sich jedoch nicht wirklich, viel lieber hätte man noch mehr begeisterndes Badminton gesehen.

Heinz Kelzenberg war nach Ende der Partie dann auch etwas angefressen: „Wir hätten heute mit Chloe eine kleine Chance auf ein 3:3 gehabt, diese wurde uns verwehrt, natürlich, weil wir einen Fehler begangen haben, aber auch, weil unser Gegner dann seinen Vorteil gesehen hat.“

Freuen wiederum konnte er sich über die vermutlich großzügigen Einnahmen seiner UNICEF Spenden-Aktion, auch, wenn der genau eingesammelte Betrag noch nicht feststeht.

Die nächste Aufgabe für den derzeit zweitplatzierten TVR steht am kommenden Dienstag an. Im zwölften und damit viertletzten Match der Punkterunde reist man zum 1. BC Düren.

 

Vorentscheidendes Spiel bereits am Dienstag in Refrath

Von Heinz Kelzenberg

 

(03.01.2016) Viel Zeit zum Analysieren oder gar Klagen bleibt nach dem 3:3 beim 1. BC Beuel (vgl. nachfolgende Meldung) nicht, denn am Dienstag (19 Uhr Halle Steinbreche) empfängt der Tabellenzweite den Verfolger SC Union Lüdinghausen zum möglichen vorentscheidenden Spiel um das Heimrecht im Play-off-Halbfinale. Heinz Kelzenberg: „Im Grunde muss ein Sieg her und das wird bretthart. Lüdinghausen hat am Sonntag Bischmisheim schon ordentlich Paroli geboten.“

Ausnahmsweise wird in dieser Partie der Eintritt frei sein, denn man möchte den hoffentlich zahlreichen Zuschauern Gelegenheit geben, im Gegenzug für die Kinderhilfsorganisation UNICEF in der Halle zu spenden, für die der TVR nun in der zweiten Saison schon Trikotwerbung macht.

 

Dramatik pur bei Beuel gegen Refrath

Begrüßung beim Lokalderby in Beuel. Fotos: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(03.01.2016) Die gut 350 Zuschauer in der Erwin-Kranz-Halle mussten dreieinviertel Stunden auf das Endergebnis des Lokalderbys 1. BC Beuel gegen TV Refrath warten und trotzdem wussten am Ende nur wenige, ob sie sich schließlich über das Unentschieden freuen oder ärgern sollten.

Nachdem der TV Refrath zwischendurch wie der sichere Verlierer aussah und sich schließlich zum fast sicheren Sieger hocharbeitete, gab es am Ende eine 3:3-Punkteteilung, die sich zumindest für die Refrather als durchaus ärgerlich herausstellte.

Nach einem unterhaltsamen karnevalistischen Auftakt vor dem Spiel sahen die Zuschauer parallel auf beiden Felder zwei lange Dreisatzdoppel, die beide vom Gastgeber Beuel hauchdünn gewonnen werden konnten. Dabei enttäuschte das Refrather Damendoppel im ersten und dritten Satz, wohingegen das Herrendoppel mit Sam Magee und Fabian Holzer eine seiner besten Saisonleistungen ablieferte.

Der wieder genesene Richard Domke drehte, clever gecoacht vom noch nicht spielfähigen Fabian Roth, eine nach dem ersten Satz sicher verlorengeglaubte Partie gegen den Niederländer Erik Meijs. Dieser hatte schließlich in der Mitte des Spiels bei immer stärker werdender Gegenwehr von Domke völlig seinen Faden verloren.

Chloe Magee musste nur wenige Ballwechsel spielen, bevor Ersatz-Einzeldame Hannah Pohl krankheitsbedingt nicht weiterspielte, sodass es schließlich 2:2 stand, bevor die beiden Youngster Max Weißkirchen und Lars Schänzler den Court betraten. In einem rasanten, attraktiven Match über zwei knappe Sätze behielt Schänzler schließlich mit 21:19, 24:22 die Oberhand. Ungewöhnlich dabei waren Schiedsrichterentscheidungen zum Ende beider Sätze, die für Diskussionsstoff sorgten.

Refrath führte mit 3:2 und man hatte den Eindruck, dass nicht nur das Publikum verunsichert war. Die bis dahin tolle Stimmung ließ deutlich nach und Magee/Nelte auf Refrather Seite konnten relativ mühelos gegen Raphael Beck/Birgit Michels den ersten Durchgang gewinnen. Nachdem die Beueler den Satzausgleich geschafft hatten, dominierten schließlich die Refrather den Entscheidungssatz bis 17:11 bzw. 18:13 und hatten folgerichtig sogar Matchball, den sie aber vergaben und schließlich mit 21:23 das Spiel sogar noch verloren.

Es vergingen einige Minuten, bis sich die Enttäuschung auf Refrather Seite ein wenig besserte. Heinz Kelzenberg: „Es war ein Kracherspiel und wir haben sehr, sehr viel tolles Badminton gesehen. Ich darf in fast allen Spielen mit den gezeigten Leistungen gar nicht unzufrieden sein, aber wir haben definitiv einen Punkt liegen gelassen.“ Leider machte ein ehemaliger Refrather nach Kelzenbergs Ansicht diesmal den Unterschied aus: „Raphi Beck hatte eigentlich heute gar nicht seinen besten Tag, hat aber am Ende richtig ‚Eier‘ bewiesen und die Punkte geholt.“

  

Gegen die Tabellennachbarn

Chloe Magee und Carla Nelte. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(29.12.2015) Mit Blick auf die Bundesligatabelle nach 11 von 18 Spieltagen wird deutlich, welche drei Teams die größten Chancen auf das Erreichen der Play-offs haben. Trotz des Ausrutschers von Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim dürften die Saarländer am Ende ganz oben zu finden sein. In einem interessanten Zweikampf ermitteln sehr wahrscheinlich der TV Refrath sowie der Meister von 2014, Union Lüdinghausen, den begehrten Platz des Tabellenzweiten, der schließlich in einem Halbfinale Heimrecht hätte.

Heinz Kelzenberg: „Das ist nach dem bisherigen Saisonverlauf unser erklärtes Ziel und wir wissen, dass in den beiden folgenden Spielen eine Art Vorentscheidung fallen wird.“ Die beiden nächsten Begegnungen sind das am Sonntag (3.1.) stattfindende „Lokalderby“ beim Tabellenvierten 1. BC Beuel (14 Uhr) sowie das zwei Tage später ausgetragene Heimspiel gegen den Verfolger Union Lüdinghausen (Dienstag, 5.1., 19 Uhr, Halle Steinbreche).

Der Refrather Chef rechnet vor: „Holen wir 3:1 Punkte, dann sollte dies mehr als die halbe Miete sein.“ Dass dies sehr schwer werden wird, weiß er jedoch auch: „Bonn, Lüdinghausen und wir sind absolut auf Augenhöhe, das beweisen die bisherigen Ergebnisse. Es kommt darauf an, wer besser aus der kurzen Winterpause gekommen ist.“

Bis auf Fabian Roth, der sein Comeback verschieben muss, kann der TV Refrath sein bestes Team aufbieten, was bedeutet, dass neben Carla Nelte auch die Geschwister Chloe und Sam Magee am Start sein werden. Ebenfalls am Start sind Fabian Holzer, Richard Domke und Lars Schänzler, die bereits Anfang der Woche in Saarbrücken wieder mit dem Training begonnen haben.

Kelzenberg: „Alle sind heiß und wollen diese Chance, die sich uns bietet, ergreifen. Das Team ist aktuell eine echte Einheit und hat sehr viel Spaß. Wir haben großen Respekt vor Beuel und Lüdinghausen doch wir sehen unsere Chancen.“

Vor allem für das Dienstagsspiel vor heimischem Publikum gegen den direkten Konkurrenten hofft Kelzenberg auf eine stimmungsvolle Kulisse. Ausnahmsweise ist der Eintritt zu diesem „Schlagerspiel“ frei, vielmehr möchte man in der Halle Spenden für die die Kinderhilfsorganisation UNICEF sammeln, für die man seit Sommer 2014 auf den Trikots Werbung macht.

Bereits eine Woche später steht dann ein weiteres schweres Spiel auf dem Programm: Am Dienstag, den 12.1. reist man zum Tabellenfünften 1. BC Düren.

  

Zwei Siege mit ordentlich Nervenkitzel – Schänzler und Nelte spielentscheidend

Carla Nelte und Denis Nyenhuis. Fotos: TVR.
Fabian Holzer.
Lars Schänzler und Coach Daniel Winkelmann.

Von Heinz Kelzenberg

 

(21.12.2015) Auf dem Papier sollten es zwei unspektakuläre Heimspiele in eindeutiger Favoritenrolle werden, doch letztlich waren die beiden Begegnungen gegen den TSV Trittau und die SG Anspach spannender als erwartet. Mit Lars Schänzler am Samstag sowie Carla Nelte am Sonntag sorgten zwei Refrather mit exzellenten Leistungen dafür, dass der TVR den zweiten Tabellenplatz in der Badminton-Bundesliga zurück erobern konnte. Heinz Kelzenberg: „Unsere Zuschauer haben tolle, spannende Spiele gesehen und wir sind als Team wieder ein Stück mehr zusammengewachsen“.

Leider war es der bislang in dieser Saison sehr konstant und stark aufspielende Richard Domke, der am Samstag Sorgen bereitete. Domke konnte vier Wochen wegen eines Bundeswehrlehrgangs nicht trainieren und klagte bereits in der Woche zuvor in Bischmisheim über leichte Rückenschmerzen. Nach einem Besuch beim Chiropraktiker hatte er schließlich am Samstag immer noch leichte Schmerzen und am Sonntag wurden diese dann stärker. Nachdem gleich zu Beginn Trittaus Nikolaj Persson gegen den sichtlich geschwächten Refrather leichtes Spiel hatte, wurden die Minen bei der Heimmannschaft immer sorgenvoller.

Hinzu kam nämlich, dass die Finnin Nanna Vainio extra für die Norddeutschen aus Mexiko angereist war und Refrath ohne Chloe Magee und Carla Nelte zu Werke gehen musste. Doch Ya Lan Chang und Jenny Karnott gewannen ebenso ihr Doppel wie auch die stark aufspielenden Sam Magee und Fabian Holzer. Beim Stand von 2:1 und guter Prognose für das ausstehende Mixed wurden die beiden Einzel von Lars Schänzler und Ya Lan Chang gespielt, in denen der TVR jedoch keineswegs als Favorit galt. Lars Schänzler bewies eindrucksvoll, dass er längst in der 1. Bundesliga angekommen ist und auf ihn auch in schwierigen Situationen Verlass ist. Heinz Kelzenberg war von seiner Leistung begeistert: „Toll gespielt und vor allem einen ‚Big Point‘ geholt. Das ist für junge Spieler wichtig.“ Dass anschließend die 29-jährige Taiwanerin Chang leichtes Spiel mit der potenziellen Olympiateilnehmerin aus Finnland hatte, war beeindruckend, jedoch zum Teil auch auf die Reisestrapazen der Trittauer Spielerin zurückzuführen. Da auch Sam Magee und Jenny Karnott nach guter Leistung das Mixed locker nach Hause fuhren, hieß es am Ende 5:1 für die Heimmannschaft.

Zwei Stunden nach Spielende meldete sich Carla Nelte aus der Türkei und bot an, dem Team am Sonntag zu helfen. Heinz Kelzenberg: „Nach ihrer Halbfinalniederlage dort hatte sie Lust, ihre Mannschaft noch einmal in diesem Jahr zu sehen und zu unterstützen. Ich kenne Carla seit vielen Jahren und schätze ihren Charakter und ihre Einstellung, die vorbildlich ist.“

Neltes Einsatz war auch bitter nötig, denn unmittelbar vor dem Spiel meldete sich Richard Domke endgültig für die anstehende Begegnung ab. Es blieben mit Lars Schänzler, Fabian Holzer und Denis Nyenhuis genau drei Herren übrig, wodurch der TVR komplett ohne seine drei Stammherren Fabian Roth, Richard Domke und Sam Magee dastand. Magee war bereits am Vortag wieder zurück nach Irland gereist, Roth und Domke übernahmen schließlich wichtige Coachingaufgaben.

Während Nelte/Karnott toll harmonierten und für die Führung sorgten, mühten sich Nyenhuis/Holzer über drei Sätze, überließen jedoch der SG Anspach den Sieg im Herrendoppel. Lars Schänzler hatte im Anschluss leichtes Spiel und auch Ya Lan Chang dominierte ihr Match nach verlorenem ersten Satz schließlich nach Belieben.

Als dann jedoch das Mixed mit Denis Nyenhuis und Carla Nelte im zweiten Satz zwei Matchbälle gegen sich hatte, war das lautstarke Publikum wie bereits am Vortag gefordert und gab eine perfekte Rückendeckung. Die beiden Refrather, die auch privat ein Paar sind, drehten gemeinsam das Spiel und gewannen schließlich auch den entscheidenden dritten Satz. Die Zuschauer sahen zum Ende der Partie noch einen beeindruckenden Zweisatzerfolg von Fabian Holzer, der als Doppelspezialist sein Spiel unter dem Jubel der Zuschauer gewann.

Heinz Kelzenbergs Fazit nach dem zweiten 5:1-Erfolg fiel diesmal etwas länger aus: „Ich bin extrem stolz auf die Charakterstärke dieses Teams, und wenn man weiß, wie schwierig es ist, in einer Individualsportart eine Mannschaft zu haben, in der jeder für jeden da ist, dann kann man sich vorstellen, wie gut es mir nach diesen beiden Siegen geht. Wir hätten auch etwas liegen lassen können gegen zwei toll kämpfende gegnerische Mannschaften. Aber ich wusste, dass ich mich auch auf die sogenannten Reservespieler verlassen kann und sie alles geben werden, um ihren Beitrag zu leisten.“

Refrath profitierte parallel vom 3:3 zwischen dem 1. BC Beuel und dem SC Union Lüdinghausen sowie einem weiteren Unentschieden der Bonner in Düren. Dadurch ist der Abstand auf Platz vier schon auf komfortable sechs Punkte angewachsen und die Chancen auf das Erreichen des Play-off-Halbfinals werden immer größer.

Bereits zu Jahresbeginn möchte das Refrather Team dann in den Begegnungen in Beuel (3.1.) sowie gegen Lüdinghausen (5.1., 19 Uhr) den zweiten Tabellenplatz behaupten. 3:1 Punkte würden ausreichen, um dies zu schaffen, doch jeder TVR-Spieler weiß, wie schwierig dies werden wird. Denn personell wird man auch dann nicht aus dem Vollen schöpfen können. Heinz Kelzenberg: „Wir sind optimistisch und freuen uns auf die anstehenden Aufgaben“.

  

Vier Punkte als Ziel

Von Heinz Kelzenberg

 

(14.12.2015) „Wir müssen am kommenden Wochenende verdammt gut unsere Hausaufgaben machen“, so klingt es seitens der Refrather Teamleitung vor den beiden Bundesligaheimspielen gegen den TSV Trittau (Samstag, 14 Uhr) und die SG Anspach (Sonntag 14 Uhr), ihres Zeichens aktuell Siebter und Neunter der Bundesligatabelle.

Beide Teams spielten am vergangenen Wochenende in ihren bestmöglichen Aufstellungen gegeneinander. Dabei gewann Trittau mit 4:2, sodass TVR-Chef Heinz Kelzenberg in seiner Einschätzung richtig zu liegen scheint, am Samstag die schwerere Aufgabe für sein Team erwarten zu dürfen.

Die Hamburger reisen definitiv ohne die Ex-Refratherin Iris Tabeling an, die aktuell an einer Wadenverletzung leidet. Berechtigte Zweifel bestehen auch, ob die Finnin Nanna Vainio im Team steht, hat sie doch beim Mexiko-Grand-Prix gemeldet. Heinz Kelzenberg: „Man sollte nicht zu viel auf die anderen schauen, sondern auf sich selbst. Wir haben jedenfalls ein starkes Team.“

Die Refrather Fans dürfen sich auf Sam Magee freuen, der nach seiner Turnierabsage (USA) glücklich ist, noch ein Match in diesem Jahr bestreiten zu können. Am Sonntag wird dann Denis Nyenhuis wieder mit im Team stehen. Kelzenberg: „Das bedeutet keinesfalls, dass wir irgendeinen Gegner unterschätzen, sondern zeigt nur, dass unser Budget absolut begrenzt ist und wir deshalb immer noch vernünftige Entscheidungen treffen.“ Mit der SG Anspach erwartet man ein eingespieltes und sehr motiviertes Team, das jede kleine Chance ergreifen möchte, Spiele zum Erreichen des  Klassenerhalts zu gewinnen.

Vier Punkte scheinen für den TVR möglich, sind jedoch keine sogenannten Selbstläufer, deshalb hofft das Team auch in diesen Spielen, gegen beide Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, auf eine gute Kulisse. Und es hofft insgeheim auch auf eine Punkteteilung zwischen den beiden Tabellennachbarn aus Beuel und Lüdinghausen, die beide ersatzgeschwächt am Samstag aufeinandertreffen.

Wer glaubt, nach dem 20.12. gäbe es eine längere Bundesligapause, ist getäuscht, denn bereits am 3., 5. und 12.1. stehen drei richtungsweisende Begegnungen für den TVR an. In Beuel, gegen Lüdinghausen und gegen Düren hofft man, die bislang sehr erfolgreiche Saison so weiterführen zu können.

 

 

Zufrieden trotz erster Niederlage

Sam Magee (l.) und Fabian Holzer.
Sam Magee. Fotos: TVR

Von Heinz Kelzenberg

 

(14.12.2015) „Angesichts der Personalsituation haben wir das Bestmögliche gegeben und heraus geholt“, so lautete das Fazit von Heinz Kelzenberg direkt nach seiner Rückkehr aus Saarbrücken am Sonntagabend. Dabei war er nicht nur mit seinen drei „Saarbrücker Jungs“ zufrieden, die ausnahmsweise eine sehr kurze Anreise zum Match hatten. Auch mit seinen beiden Mitfahrerinnen, der in Köln lebenden, gebürtigen Taiwanesin Ya Lan Chang, und Jenny Karnott, war Kelzenberg sehr zufrieden: „Beide haben ein wirklich gutes Doppel gespielt und auch die jeweils zweiten Partien waren in Ordnung.“ Karnott musste, wie bereits in den vergangenen sieben Wochen, direkt von Refrath aus zurück in ihre Kaserne in Hannover, wo sie ihren Bundeswehrlehrgang absolviert.

Während die 20-jährige Refratherin seit sieben Wochen nicht trainieren konnte, pausiert Richard Domke ebenfalls seit drei Wochen wegen eines Bundeswehrlehrgangs in Warendorf. Beide TVR-ler gehören der Sportfördergruppe an und müssen in regelmäßigen Abständen ihrem Arbeitgeber zur Verfügung stehen.

Doch dies tat auch Domkes Leistung keinen Abbruch. Voller Spielfreude gingen sowohl er als auch der sehr gut aufgelegte Fabian Holzer in das Herrendoppel gegen die Bischmisheimer Favoriten Peter Käsbauer/Marvin Seidel. Während man nach knapp verlorenem ersten Satz mit tollen Ballwechseln dachte, Domke/Holzer würden jetzt untergehen, drehten die beiden mächtig auf und konnten den zweiten Durchgang sicher mit 21:15 und den dritten hauchdünn mit 22:20 für sich entscheiden. Die beiden feierten den Sieg wie eine Deutsche Meisterschaft.

Parallel hatte das Damendoppel mit Chang/Karnott gegen ihre beiden Weltklasse-Gegnerinnen gut mitgehalten, sodass beim Stand von 1:1 Lars Schänzler gegen Richard Domkes älteren Bruder Dieter aufs Feld ging. Der im ersten Durchgang noch deutliche Klassenunterschied zu Ungunsten des Refrathers wurde in einem hervorragenden zweiten Satz fast ausgeglichen, doch Domke gewann auch diesen zum 2:1-Zwischenstand. Die beiden folgenden Einzel von Chang gegen Olga Konon und Richard Domke gegen Marc Zwiebler waren gekennzeichnet von guten kämpferischen Leistungen der Refrather, doch etwas Zählbares kam nicht heraus.

Ebenso wenig war im Mixed für Holzer/Karnott zu holen, sodass die nur 110 anwesenden Zuschauer in Saarbrücken einen weiteren klaren Heimsieg ihres die Liga dominierenden Teams beklatschten.

Währenddessen ärgerte sich niemand im Refrather Lager über Ergebnisse oder eigene Leistungen, sondern schöpfte Mut und Motivation für die bevorstehenden Aufgaben, sei es als willkommene Abwechslung zur Bundeswehr oder zum Trainingsbetrieb am Jahresende. Einig waren sich alle, dass am folgenden Doppelspieltag, gegen TSV Trittau und SG Anspach (19./20.12., jeweils 14 Uhr in Refrath), wieder etwas Zählbares herauskommen sollte.

  

Spitzenspiel mit stumpfer Klinge

Richard Domke. Foto TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(07.12.2015) Beide Teams sind noch ungeschlagen, beide Teams wollen in die Play-offs und am liebsten sogar ins Finale: Die Rede ist vom amtierenden Deutschen Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und vom Verfolger TV Refrath. Am kommenden Sonntag um 14 Uhr treffen beide Teams zum ersten Mal in dieser Saison in Saarbrücken aufeinander und nach Einschätzung von Heinz Kelzenberg fehlt es aufgrund der Personalsituation leider an der angemessenen Spannung: „Wir fahren leider als Außenseiter ins Saarland, weil unser Team alles andere als komplett ist.“

Seit Wochen steht bereits fest, dass sowohl die Geschwister Magee als auch Carla Nelte eine Nord- und Mittelamerikatour spielen, sodass für die Spiele gegen Bischmisheim, Trittau und Anspach andere personelle Absprachen getroffen wurden. Auch durch die kurzfristige USA-Absage der beiden Iren ändert sich für Kelzenberg dieser Plan nicht: „Ich kann und möchte unseren beiden anderen Damen nicht absagen, denn es gibt vertragliche Absprachen und Zusagen, die ich gerne einhalten möchte. Ich bin ja froh, dass wir beide im Team haben.“ Gemeint sind Jenny Karnott und Ya Lan Chang, die am Sonntag beide mit nach Saarbrücken reisen werden.

Und auch im Herrenbereich ist durch die Trainingspause von Fabian Roth (bis Ende des Monats) klar, dass der TVR nicht aus dem Vollen schöpfen kann. Richard Domke, Lars Schänzler und Fabian Holzer bilden den Herrenkader in der nächsten Begegnung beim bisher verlustpunkfreien Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten, der zwar auch selbst mit Michael Fuchs, Johannes Schöttler und Isabel Herttrich möglicherweise drei Ausfälle haben wird, aber nicht ganz so schwer dadurch getroffen zu sein scheint. Kelzenberg: „Die Bank des BCB ist da schon ein wenig stärker besetzt als unsere und ich gehe davon aus, dass noch der eine oder andere Nationalspieler dabei sein wird“. So hat auch Bischmisheims Star Marc Zwiebler die USA-Reise abgesagt und wäre einsatzbereit.

Mit einem Auge schaut man im Refrather Lager daher schon in Richtung nachfolgender Doppelspieltag, wenn am 19. und 20.12. der TSV Trittau und die SG Anspach zu Gast sind. Heinz Kelzenberg: „Da möchten wir nichts anbrennen lassen und unseren Play-off-Kurs weiterverfolgen.

 

Verdienter Erfolg und tolle Stimmung

Lars Schänzler. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(04.11.2015) Der überwiegende Teil der gut 200 Zuschauer in der Refrather Halle Steinbreche machte sich am Dienstagabend sehr zufrieden auf den Nachhauseweg. Zweieinhalb Stunden erstklassiges Badminton hatten sie beim 5:1-Erfolg des TV Refrath gegen den 1. BC Düren gesehen, und vor allem drei Matches wird man so schnell nicht vergessen.

Der 1. BC Düren konnte an diesem Einzelspieltag alles aufbieten, bis auf die verletzte US-Amerikanerin Beiwen Zhang, die natürlich schmerzlich vermisst wurde. Zunächst zeigten die beiden zum Saisonbeginn neu formierten Herrendoppel Sam Magee/Fabian Holzer (Refath) sowie Wojciech Szkudlarzyk/Ruben Jille (Düren) ein über drei Sätze attraktives Match mit dem besseren, wenn auch hauchdünnen Ende (22:20 im Entscheidungssatz) für die Dürener Paarung. In Rekordzeit hatte vorher das Refrather Damendoppel Chloe Magee/Carla Nelte für die 1:0-Führung gesorgt.

Heinz Kelzenberg: „Nun waren wir in beiden Herreneinzeln eigentlich eher Außenseiter, doch weit gefehlt.“ Richard Domke, der den verletzten Fabian Roth im 1. Einzel ersetzen musste, spielte erneut überragendes Badminton: mit einer Mischung aus Ballgefühl und Power, wie die Zuschauer es lieben. Domke schlug den an Nr. 61 in der Weltrangliste platzierten Österreicher David Obernosterer sicher in zwei Sätzen. Coach Heinz Kelzenberg war begeistert von Domke: „Tolles Match von einem super aufgelegten Richi.“

Parallel spielte Lars Schänzler gegen seinen Stützpunkt-Kollegen Kai Schäfer das 2. Herreneinzel. Schäfer war favorisiert: in gutem Trainingszustand schneller, explosiver. Schänzler hingegen hatte krankheitsbedingt eine Trainingspause hinlegen müssen und war deshalb allem Anschein nach nicht in Bestform. Doch der 20-jährige Refrather steigerte sich von Ballwechsel zu Ballwechsel und wusste immer wieder die Angriffe seines zwei Jahre älteren Gegners umzuwandeln und selbst zu attackieren. Heinz Kelzenberg: „Lars hat überragend gespielt, alles gegeben und am Ende keinen Fehler mehr gemacht.“ Der Dreisatzerfolg wurde von den Zuschauern mit großem Beifall anerkannt.

Beim Stand von 3:1 tat sich Chloe Magee gegen die Russin Victoria Slobodyanyuk nur zu Beginn des zweiten Satzes schwer, doch schließlich machte ihre Gegnerin, zumindest in den Augen des Schiedsrichters, zu viele Fehler und überließ Magee den Sieg. Der Zweisatzerfolg des starken Refrather Mixed Sam Magee/Carla Nelte war letztlich nur Formsache, so dass der 5:1-Heimsieg notiert werden konnte.

Nun stehen Turniere in Schottland, Wales und Irland bzw. für die Olympiakandidaten in Asien und Nordamerika an, bevor es Mitte Dezember weitergeht. Mit welchem Team schließlich der TVR das letzte Hinrundenmatch in Bischmisheim bestreiten wird, muss man abwarten, denn die Liste der fehlenden Spieler ist aktuell sehr lang. Heinz Kelzenberg: „Viel wichtiger sind die beiden Begegnungen gegen Trittau und Anspach am 4. Advent, aus denen wir schadlos rauskommen müssen.“ Läuft alles nach Plan, steht der TV Refrath zum Ende der Hinrunde punktgleich mit Lüdinghausen und mit drei oder vier Zählern Vorsprung auf Beuel auf dem dritten Platz der Tabelle, der die Qualifikation für das Play-off-Halbfinale bedeuten würde.

 

 

Einziges Bundesligaspiel im November

Chloe Magee (l.) und Carla Nelte. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(28.10.2015) Ein „einsames“ Bundesligaspiel im November wartet am kommenden Dienstag auf den TV Refrath. Vier Wochen, nachdem ein Block von vier Begegnungen binnen 13 Tagen auf dem Programm gestanden hatte, wird nun am Dienstag, den 3.11. um 19 Uhr in der Halle Steinbreche gegen den 1. BC Düren aufgeschlagen. 

Heinz Kelzenberg: „Der Spielplan ist extrem chaotisch. Im Anschluss an das Match gegen Düren findet am Samstag ein weiterer Spieltag statt, an dem wir aber spielfrei sind.“ Erst fünf Wochen darauf wird die Hinrunde beendet und der TVR reist zum Spitzenspiel ins Saarland, wenn es gegen den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim geht.

Doch zunächst gilt alle Konzentration dem 1. BC Düren, der vom Papier her über eine starke Mannschaft verfolgt, die jeden „ärgern“ kann und dies auch im bisherigen Saisonverlauf z. B. beim Sieg gegen Vizemeister 1. BV Mülheim unter Beweis stellte. Die Dürener Spieler aus Österreich, Polen, aus den Niederlanden, aus Russland und aus Deutschland haben in dieser Saison bisher für eine gute Bilanz gesorgt. So ist die Russin Slobodyanyuk im Einzel derzeit sogar noch ungeschlagen.

Dennoch geht der TVR als Favorit in diese Begegnung, nicht nur, weil fast der komplette Kader zur Verfügung steht, sondern auch, weil man nach zuletzt 11:1 Punkten ein ordentliches Selbstvertrauen aufgebaut hat. Heinz Kelzenberg: „Die Spielerinnen und Spieler möchten in diesem Jahr in die Play-offs.“

Ein Fragezeichen steht lediglich hinter Fabian Roth, der vermutlich durch Lars Schänzler ersetzt wird, um seine Verletzung auszukurieren. Dann würde Richard Domke ins 1. Herreneinzel rücken. Im Gegenzug ist Carla Nelte wieder fit und freut sich auf ihre beiden Spiele an der Seite der Geschwister Magee. Die Refrather Mannschaft hofft auf eine ähnlich gute Stimmung wie zuletzt beim Sieg gegen den 1. BC Beuel, als man im sechsten Spiel der aktuellen Saison den fünften Sieg einfahren konnte.

 

 

Video vom Lokalderby online

Von Heinz Kelzenberg

 

(21.10.2015) Der TV Refrath hat bei YouTube ein knapp zehnminütiges Video veröffentlicht, welches eine Zusammenfassung des Bundesliga-Lokalderbys vom 4. Oktober 2015 gegen den 1. BC Beuel zeigt. Hier geht es dorthin …

 

Lokalderby mit verdientem Refrather Sieg

Wieder in der Halle Steinbreche, wenn auch nur als Coach: der an der Hüfte operierte Max Schwenger (r.). Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(05.10.2015) Die gut 250 Zuschauer in der gut gefüllten Refrather Halle Steinbreche, staunten nicht schlecht, als das Bundesligalokalderby gegen 16 Uhr von jetzt auf gleich beendet war. Nachdem Chloe Magee den Siegpunkt im Dameneinzel eingefahren hatte, stoppte das Refrather Mixed mit Carla Nelte und Sam Magee urplötzlich und schüttelte Schiedsrichter und Gegner die Hand.

Heinz Kelzenberg wusste als Hallensprecher die Antwort: Carla Nelte hatte sich wenige Tage vor dem Match eine leichte Oberschenkelzerrung zugezogen, war zwar nicht bandagiert oder ähnliches und auch nicht stark gehandicapt, wollte jedoch vor allem im Hinblick auf die anstehende vierwöchige Turnierreise nichts riskieren. Daher war es abgesprochen, dass sie das Mixed nur zu Ende spielt, wenn es das Gesamtergebnis noch maßgeblich beeinflussen würde. Carla Nelte: „Ich hasse so was, aber nachdem ich diese Woche das Training abbrechen musste, wollte ich etwas aufpassen und nichts riskieren.“ Gleich zu Beginn der Partie hatte Carla Nelte zusammen mit Chloe Magee das Damendoppel nicht nur zu ihrer Beruhigung noch recht leicht gewinnen können.

Parallel hatte auch das phasenweise sehr stark aufspielende Herrendoppel Sam Magee/Fabian Holzer durchaus eine Siegchance, die jedoch Ende des entscheidenden dritten Satzes leider vergeben wurde. Die Zuschauer sahen ebenfalls einen starken Auftritt von Raphael Beck, der bis März noch in Refrath spielte und jetzt im gelben Trikot der Bonner herzlich empfangen wurde. Er kam als frischgebackener Turniersieger aus Bulgarien zurück an seine alte Wirkungsstätte. 

Nach dem 1:1-Zwischenstand freuten sich die Fans auf die beiden Herreneinzel, die zum zweiten Mal in dieser Saison aus Refrather Sicht in Top-Besetzung aufliefen. Fabian Roth ließ dem Beueler Nachwuchsstar Max Weißkirchen keine Chance und drehte im zweiten Satz einen Rückstand locker um und auch Richard Domke ließ gegen den Indonesier Gustaf Mochamad Firdaus nichts anbrennen. Auf Beueler Seite fehlte der Niederländer Erik Meijs und die Frage einiger Fans, ob dieser gegen Roth denn wohl hätte gewinnen können, muss in den kommenden Januar vertagt werden, wenn das Rückspiel in Bonn stattfindet.

Schwer tat sich Chloe Magee gegen eine mutig und druckvoll agierende Luise Heim, die sich verdient den zweiten Satz erkämpfte, jedoch nach einer 12:10-Führung erkennen musste, dass ihre Gegnerin mit mehr Routine ausgestattet ist als sie. Das Spiel drehte sich, letztlich dann auch wie erwartet, zu einem Erfolg für die 26-jährige Irin im Refrather Dress. Damit stand es 4:1 und der Refrather Sieg war unter Dach und Fach gebracht.

Die Geschichte des Mixed ist schnell erzählt: Raphael Beck/Birgit Michels gewannen den ersten Durchgang, bevor das Match abgebrochen werden musste. Am Ende stand der fünfte Sieg für den TV Refrath auf der Ergebniswand und man blickt weiterhin ungeschlagen auf das Restprogramm in der Hinrunde und den personell kritischen Monat Dezember. Heinz Kelzenberg: „Da wird der eine oder andere in den USA und Mittelamerika sein und viele Teams müssen improvisieren, so wie wir auch.“

 

Der nächste Spieltag findet in vier Wochen statt. Am Dienstag, den 3. November ist das starke Team des 1. BC Düren in der Halle Steinbreche zu Gast und trifft auf den TVR in Bestbesetzung. Das Finale der Hinrunde findet dann im Dezember in Bischmisheim statt, wo der heimische BCB einsam in der Bundesliga seine Kreise zieht: Fünf Siege mit 6:0 geben eine eindeutige Antwort auf die Frage, wer der diesjährige Favorit auf den Meistertitel ist. Heinz Kelzenberg scherzhaft: „Heute hat Dortmund bei Bayern München ganz bitter mit 1:5 verloren. Im Moment wäre das für jedes Badmintonteam gegen Bischmisheim ein gutes Ergebnis.“

  

Lokalderby Refrath gegen Beuel

Carla Nelte und Sam Magee. Foto: TV Refrath.

Von Heinz Kelzenberg

 

(01.10.2015) „Wir erwarten ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem sich kurzfristig entscheiden wird, ob Fabian Roth spielen kann. Beuel hat ein gutes Team und wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Raphi Beck“, so Refraths Chef Heinz Kelzenberg, der bis auf das kleine Fragezeichen hinter seiner Nummer eins auch am Sonntag aus dem Vollen schöpfen kann.

Spiele gegen den 1. BC Beuel sind immer etwas besonders für den TVR. Das liegt nicht etwa an einer übermäßigen Rivalität, sondern an der lokalen Nähe und an der Tatsache, dass man spätestens seit der letzten Saison auf Augenhöhe mit dem Traditionsclub ist. Erst kurz vor Toresschluss schnappte Bonn den Refrathern den Play-off-Platz weg und auch in dieser Saison ist es schwer vorstellbar, dass sowohl Bonn als auch Refrath unter die ersten drei kommen. Heinz Kelzenberg: „Einer von uns wird es schaffen, aber nicht beide.“

Dass sein Team aktuell die Nase vorne hat, ist für Kelzenberg erst mal Nebensache, denn das Tabellenbild ist aufgrund der fehlenden zehnten Mannschaft in der Eliteklasse „von Natur aus“ schief. Beuel wird wohl nicht in Bestbesetzung spielen, da Andreas Heinz seit geraumer Zeit pausieren muss. Neu im Beueler Trikot ist seit dieser Saison Raphael Beck, dessen emotionaler Abschied im März vielen Refrather Fans noch in guter Erinnerung sein wird. Man wird ihn herzlich empfangen, doch auf dem Feld versuchen, ihn zu besiegen, heißt es, denn die Spiele von Beck werden vorentscheidende Bedeutung haben. Heinz Kelzenberg: „Unsere Chancen stehen wirklich nicht schlecht, aber es muss schon annähernd so gut laufen wie gegen Mülheim.“

Bonn hat sich von seinen englischen Spielern getrennt und neben dem Niederländer Erik Meijs einige deutsche Spieler in den Reihen, die seit Jahren in Beuel spielen. Kelzenberg: „Da sind sie uns noch etwas voraus.“ Immerhin wurde Bonn in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister bei den Jugendmannschaften. Und genau aus diesem Team stehen am Sonntag mindestens zwei Athleten auf dem Platz und versuchen sich gegen starke Refrather Gegner in der 1. Liga.

Da sich Erik Meijs aktuell in Thailand befindet, erwartet man neben Max Weißkirchen den Indonesier Gustaf Mochamad Firdaus in der Beueler Aufstellung. Bereits um 10.00 Uhr spielen die beiden sogenannten „Bundesliga-Reserven“, also die 2. Mannschaften, in der Regionalliga gegeneinander. Auch hier ist Spannung vorhergesagt, denn beiden Teams konnten ihre ersten drei Begegnungen gewinnen.

Die Refrather Mannschaften hoffen erneut auf eine stimmungsvolle Kulisse und wünschen sich zum Herbstferienbeginn eine volle Halle Steinbreche. Das Bundesligaspiel beginnt am Sonntag um 14 Uhr.

    

Bärenstarker Richard Domke macht den Unterschied

Richard Domke. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(28.09.2015) Obwohl das Bundesligateam des TV Refrath auch am vergangenen Wochenende auf seine Nummer eins, Fabian Roth, verzichten musste, verbuchte das Team Siege in Neuhausen-Nymphenburg und vor heimischem Publikum gegen den Vizemeister der vergangenen beiden Jahre, den 1. BV Mülheim.

Bereits am Samstag stand das vom Papier her eindeutig anmutende Match in München auf des Messers Schneide. Zwar konnte der TVR beide Doppel gewinnen, wobei das Damendoppel nach 19:19 im Entscheidungssatz auch einen anderen Sieger hätte haben können. Die beiden auf der Habenseite geplanten Herreneinzel nahmen jedoch zunächst einen unerwarteten Verlauf, denn sowohl Richard Domke als auch Lars Schänzler verloren den ersten Satz. Während Schänzler die beiden Folgesätze deutlich für sich entscheiden konnte, musste Domke im dritten Satz alles geben, um einen 10:16-Rückstand umzudrehen und letztlich siegreich zu bleiben. Im Anschluss  wog die durch ihren Trainingsrückstand bedingte Niederlage von Ya Lan Chang nicht mehr ganz so schwer und auch Jenny Karnott konnte das Mixed besten Gewissens kampflos abgeben, war sie doch mit einer Augenentzündung angereist und sichtlich gehandicapt. Nicht nur die Spieler vor Ort, sondern auch die Verantwortlichen zu Hause waren nach diesem Mannschaftserfolg sehr erleichtert.

 

Die Saison-Heimpremiere am Sonntag gegen den 1. BV Mülheim stand natürlich unter ganz anderen Vorzeichen. In zwei der sechs Begegnungen sah Refrath sich selbst favorisiert, in drei weiteren eher als Außenseiter und das 2. Herreneinzel zwischen Lars Schänzler und Alexander Roovers wurde als vorentscheidend eingestuft. Doch es kam ganz anders.

In souveräner Manier holten Carla Nelte und Chloe Magee das Damendoppel und man traute auf dem Nachbarfeld seinen Augen nicht, denn das erst zum dritten Mal zusammen agierende Doppel mit Sam Magee und Fabian Holzer spielte wie aus einem Guss und wurde von den gut 150 Zuschauern begeistert angefeuert. Letztlich muss genau dieser Refrather Zweisatzerfolg als Überraschung eingestuft werden. Angesichts der Mülheimer Schwäche im Dameneinzel schien nun ein Punktgewinn mehr als greifbar und ein Sieg sogar möglich. Doch Lars Schänzler fand nicht zu seiner gewohnten Sicherheit und Präzision und musste sich trotz kampfstarker Leistung Alexander Roovers geschlagen geben.

Da auch Richard Domke den ersten Satz gegen den Ukrainer Dmytro Zavadsky erwartungsgemäß verlor, schwand der Refrather Optimismus etwas. Doch die Zuschauer feuerten den kampstarken Domke immer wieder an und unterstützten ihn in seinen Tugenden. Domke nutzte eine Schwäche seines Gegners im zweiten Satz und gewann diesen. Wer nun erwartet hatte, dass der inzwischen in die Mixeddisziplin gewechselte Pfälzer mit seinen Kräften am Ende war, sah sich getäuscht. Immer wieder feuerte Domke sich selbst an und zeigte begeisterndes Badminton, das schließlich mit dem 21:17 Erfolg im dritten Satz belohnt wurde. Heinz Kelzenberg, der gemeinsam mit Daniel Winkelmann dieses Spiel coachte: „Richi ist seit seinem Wechsel ins Mixed lockerer im Einzel und wirkt deutlich frischer, weil das Training scheinbar physisch nicht mehr so hart ist. Das Match war beeindruckend.“

Wenig spektakulär holte Chloe Magee schließlich den erwarteten Siegpunkt, doch der größte Jubel hatte davor Domke gehört und setzte sich schließlich in einem begeisternden Mixed fort. Sam Magee und Carla Nelte harmonierten noch besser als zuletzt in Lüdinghausen und gewannen deutlich mit 21:15, 21:18 gegen Marcus Ellis/Johanna Goliszewski. Am Ende stand ein 5:1 auf der Ergebniswand, ein Resultat, mit dem wirklich niemand gerechnet hätte. Heinz Kelzenberg: „Neben den gezeigten Leistungen hat mich vor allem das gesamte Auftreten begeistert. Man darf nicht vergessen, dass mit Max Schwenger, Raphi Beck und Fabian Roth drei sehr beliebte Spieler aus der Vorsaison nicht aufgelaufen sind. Ich muss  Fabi Holzer und Sam Magee ein Riesenkompliment machen, denn sie haben ein begeisterndes Doppel gespielt.“

 

Nun ist es nicht vermessen, genau diese gezeigte Leistung als Maßstab für die kommende Aufgabe zu nehmen. Als Gastgeber begrüßt der TVR am kommenden Sonntag um 14 Uhr den Nachbarn 1. BC Beuel in der Halle Steinbreche.

  

Doppelspieltag steht unmittelbar bevor

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.09.2015) Am kommenden Wochenende stehen bereits die nächsten Aufgaben für den TV Refrath in der Bundesliga an. Bereits am Freitag reist das Team nach München, jedoch nicht, um das Oktoberfest zu besuchen, sondern um am folgenden Samstag das Bundesliga-Auswärtsspiel in Neuhausen-Nymphenburg zu bestreiten.

Nicht mit von der Partie werden Sam Magee, Fabian Roth, Carla Nelte und Chloe Magee sein, die jedoch fast alle am Sonntag, in der zweiten Wochenendbegegnung, aufschlagen. Wie bei der SG Anspach wird der TVR auch in München Spielern wie Jenny Karnott und Lars Schänzler das Vertrauen schenken. Zudem wird die Taiwanesin Ya Lan Chang ihr Debüt im Refrather Dress geben.

Des Risikos, dass ein Punktverlust so nicht ausgeschlossen ist, sei man sich durchaus bewusst, so Heinz Kelzenberg, aber „ein großer Kader bedeutet umgekehrt auch Einsatzzeiten für alle Spielerinnen und Spieler“. Neuhausen werde dabei „keinesfalls unterschätzt“, so der Refrather Vorsitzende, der jedoch auch seinen sonst nicht so im Mittelpunkt stehenden Athleten Vertrauen schenken möchte: „Gerade unsere jungen Spieler machen so wichtige Erfahrungen und tragen zum möglichen Gesamterfolg des Vereins bei.“

 

Über Aschaffenburg geht es dann am Sonntagfrüh zurück nach Refrath, wo der Deutsche Vizemeister 1. BV Mülheim in der Halle Steinbreche (14 Uhr Beginn) erwartet wird. Zum Team hinzustoßen werden dann drei der vier genannten Stammspieler, die am Samstag nicht dabei waren, sodass der TVR fast in Bestbesetzung auflaufen wird. Heinz Kelzenberg: „Wir haben wenig Hoffnung, dass  Fabian Roth seine Zerrung bis dahin im Griff hat und spielen kann.“

Auch gegen den 1. BV Mülheim rechnet sich der TV Refrath, wie zum Saisonende im März, jedoch einiges aus, denn am letzten Spieltag der Vorsaison konnte man dort 5:1 gewinnen. Ob diesmal wieder alles zusammenläuft, hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Heinz Kelzenberg: „Eines ist jedoch klar, nämlich, dass mein Team heiß darauf sein wird, dieses Match zu gewinnen.“

 

Bereits eine Woche später erwartet der TVR dann mit dem 1. BC Beuel den nächsten „Hochkaräter“. Spiele der beiden benachbarten Clubs haben immer einen sogenannten „Derbycharakter“. Dieses Spiel wird am Sonntag, den 4. Oktober um 14 Uhr ausgetragen und die Refrather Fans sehen hoffentlich auch ihren Publikumsliebling Fabian Roth.

  

TV Refrath bleibt ungeschlagen

Spielte überragend und holte zwei Punkte für den TVR: Carla Nelte. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.09.2015) Das Dienstagsspiel des TV Refrath beim Deutschen Meister des Jahres 2014, Union Lüdinghausen, bot fast alles, was Abendspiele in der Badminton-Bundesliga ausmachen: eine gute Zuschauerresonanz, tolle Stimmung und Spannung bis zum letzten Ballwechsel.

Beide Teams hatten relativ kurzfristig je einen Ausfall zu beklagen, der die Herreneinzel betreffen sollte. Während Lüdinghausen seinen Niederländer Nick Fransman ersetzen musste, weil dieser beim internationalen Turnier in Prag am Folgetag spielen musste, gab es beim TV Refrath  sogar eine Hiobsbotschaft: Die Nummer 1 des TVR, Fabian Roth, meldete sich am Wochenende ab, da er sich in seinem Viertelfinalspiel in Polen eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte. Welcher Ausfall jetzt schwerer wog, sei dahin gestellt, jedenfalls gingen beiden Herreneinzel dadurch relativ einseitig über die Bühne. Unions Indonesier André Kurniawan Tedjono bezwang Richard Domke ebenso ungefährdet wie Lars Schänzler auf Refrather Seite Lüdinghausens Ersatzspieler Jan Kemper.

Doch wie immer standen die beiden Doppel zunächst auf dem Programm. Matthew Nottingham/Josche Zurwonne dominierten dabei im Herrendoppel deutlich gegen Sam Magee/Fabian Holzer und brachten den Gastgeber in Führung. Es dauerte lange, bis das Refrather Damendoppel ausgleichen konnte. Nach gut 70 Minuten hatten Chloe Magee/Carla Nelte ihre Gegnerinnen Eefje Muskens/Karin Schnaase niedergekämpft und verdientermaßen einen ganz wichtigen Zähler geholt. Heinz Kelzenberg: „Wir wussten, dass dem Damendoppel eine vorentscheidende Bedeutung zukommt und dass wir, wenn wir hier punkten, nicht mit leeren Händen nach Hause fahren.“

Und so war es dann auch: Zwar konnte Chloe Magee gegen Karin Schnaase einen Satz gewinnen und das favorisierte Refrather Mixed gab einen Satz ab, doch schließlich holte sich jedes Team noch einen Sieg. Das 3:3 war für beide Teams völlig in Ordnung und es gab sicherlich wenige Zuschauer, die diese Punkteteilung als ungerecht eingestuft hatten. Heinz Kelzenberg: „Es ist immer gut für das Selbstvertrauen eines Teams, wenn man aus solchen Problemsituationen relativ schadlos raus kommt.“. Da Mülheim und Beuel sogar verloren haben, tut dieser Punktverlust gar nicht weh, eigentlich sollte man sogar von einem Punktgewinn sprechen.“

  

TV Refrath mit neuem Trikotsponsor in die erste heiße Phase der Saison

Refraths Nummer 1, Fabian Roth. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(18.09.2015) Wenn am kommenden Dienstag der 3. Spieltag der 1. Bundesliga ausgetragen wird, dürfte es auch Sicht des Tabellenzweiten TV Refrath zum ersten Mal in dieser Saison richtig „ernst“ werden. Die Erfolge zum Auftakt gegen den TSV Trittau und die SG Anspach fielen realistisch betrachtet in die Rubrik „Pflichtsiege“.

Mehr als erfreut melden die Refrather aber auch, dass mit „Badminton Sport-Lövenich“ ein zweiter Hauptsponsor gewonnen werden konnte, der den Verein nicht nur mit großem Know-how unterstützen wird. Somit wird neben dem Unicef-Schriftzug ab dieser Saison auch das „www.bsl24.de“-Logo auf den Refrather Trikots zu finden sein. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Wir freuen uns über diesen kompetenten Partner und hoffen in den nächsten Jahren auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit für beide Seiten.“

Nun wartet am Dienstag (Beginn 19:30 Uhr) in Lüdinghausen der Deutsche Meister des Jahres 2014 auf den TVR – und dieser hat sich nach einer eher enttäuschenden letzten Spielzeit für diese Saison viel vorgenommen. Lüdinghausen hat sich sinnvoll und gut verstärkt und sollte eine gute Rolle im Hinblick auf die Play-offs spielen. Daher gilt Refraths Gegner im dritten Auswärtsmatch in Folge auch als leichter Favorit. Zudem ist Union heimstark und mit einem 5:1 über Beuel glänzend in die Saison gestartet. Sollte es am Dienstag einen Sieger geben, würde sich dieser bereits gut in Richtung Play-offs positionieren.

Lüdinghausen verfügt über einen sehr starken Damenkader. Neben Lokalmatadorin Karin Schnaase und der Japanerin Fujii sind drei neue Damen ins Team gekommen: Eefje Muskens, Yvonne Li und Kira Kattenbeck. Was nach einem „Luxusproblem“ in der Aufstellung aussieht, ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Schnaase und Muskens heiße Kandidatinnen für einen Platz bei den Olympischen Sommerspielen in Rio sind und dieses Ziel Vorrang vor der Bundesliga hat. Dennoch rechnet man auf Seiten des TVR am Dienstag mit genau diesen beiden Akteurinnen. Aber selbst dann wäre Refraths starkes Damenduo mit Carla Nelte und Chloe Magee alles andere als chancenlos.

Bei den Herren stehen Heinz Kelzenberg und Coach Denis Nyenhuis ebenfalls alle Leistungsträger zur Verfügung, sodass Refrath definitiv in Bestbesetzung auflaufen wird. Auf der gegnerische Seite rechnet man mit dem aus der letzten Saison eingespielten Doppel Zurwonne/Nottingham sowie mit zwei starken Herreneinzeln. Auch hier hat Union die „Qual der Wahl“, zumal sich sowohl der Indonesier André Tedjono als auch Yuhan Tan (Belgien) und Nick Fransman (Niederlande) zuletzt in guter Turnierform präsentierten. Für den TV Refrath gehen Sam Magee, Fabian Holzer, Fabian Roth und Richard Domke an den Start.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass – falls beide Teams in Bestbesetzung antreten – zwei ganz heiße Play-off-Kandidaten aufeinandertreffen. Refrath hofft auf mindestens einen Punkt, um dann in den folgenden drei Spielen (gegen Neuhausen, Mülheim und Beuel) entsprechend nachlegen zu können. Besonders groß ist dabei natürlich die Vorfreude auf die beiden ersten Heimspiele für den TVR, gegen Vizemeister Mülheim (27.9., 14.00 Uhr) sowie gegen den Dritten des Vorjahres, den 1. BC Beuel (4.10., 14.00 Uhr) in der Halle Steinbreche.

  

Die ersten vier Punkte sind eingefahren

Richard Domke war zweimal siegreich. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(31.08.2015) Glücklich und zufrieden kehrte Bundesligacoach Denis Nyenhuis am Sonntagnachmittag ins heimische Oberhausen zurück. Die ersten beiden Spiele hatte sein Team am Samstag in Trittau und am Sonntag in Anspach gewinnen können, wenn auch nicht alles glatt gelaufen war.

Dabei waren für die meisten Refrather Spieler weit über 1.000 Autokilometer bei tropischen Temperaturen fast genauso anstrengend, wie die Matches auf den Spielfeldern. Beide Gegner verlangten den TVR-Spielern einiges ab, wobei Trittau am Samstag der erwartungsgemäß stärkere Widersacher war. Heinz Kelzenberg, der daheim in Refrath das Internationale U13 Turnier um den „Refrath-Cup“ organisieren musste: „Wir haben zwei von vier Auswärtsspielen außerhalb NRWs hinter uns gebracht und nichts liegen gelassen. Das macht uns sehr zufrieden.“

 

Am Samstag trat der TVR in Bestbesetzung beim TSV Trittau an, wo er im Vorjahr über ein 3:3 nicht hinaus gekommen war. Doch diesmal klappte es besser. Beide Doppel taten sich zwar recht schwer, gewannen jedoch letztlich den abschließenden Satz recht sicher. Die Zugänge Fabian Holzer und Sam Magee eröffneten dabei die 7. Bundesligasaison für den TVR mit ihrer Premiere im Doppel. Magee zeigte sich sehr zufrieden: „Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, in unseren guten Phasen haben wir echt sehr gutes Badminton gespielt. Und wir sind sehr gut gecoacht worden.“ Der 23-jährige Holzer ergänzte: „Ich war selten so nervös.“

Nach dem 2:0-Zwischenstand rechnete fast jeder mit zwei weiteren Refrather Siegen, doch nur Fabian Roth wurde im 1. Herreneinzel seiner Favoritenrolle gerecht. Chloe Magee war an jedem Samstag weit von ihrer Bestform entfernt und unterlag der Finnin Vainio in zwei Sätzen. Doch das neu zusammengesetzte Mixed Sam Magee/Carla Nelte machte schließlich den Auswärtssieg perfekt, der dank einer starken und konzentrierten Leistung von Richard Domke noch deutlicher ausfiel, als erwartet. Das 5:1 im Gepäck, fuhr ein großer Teil des Teams zurück nach Oberhausen, die beiden Magee-Geschwister blieben in Hamburg, um am nächsten Tag nach Hause zu fliegen.

 

Denn bei der SG Anspach wollte Teammanager Heinz Kelzenberg vier weitere Spieler aus dem großen Refrather Kader einsetzen. Neben Fabian Holzer, Fabian Roth, Richard Domke und Carla Nelte liefen noch Jenny Karnott, Mette Stahlberg, Lars Schänzler und Denis Nyenhuis auf. Die kampfstarken Liganeulinge konnten zunächst das Herrendoppel für sich entscheiden, mussten dann jedoch dreimal den Refrathern in zwei Sätzen den Vortritt lassen. Leider unterlag anschließend noch Mette Stahlberg im Dameneinzel, jedoch war das Refrather Mixed mit Richard Domke und Carla Nelte so stark besetzt, dass es mühelos den Siegpunkt einfahren konnte.

 

Heinz Kelzenberg: „Wir sind alle sehr froh, dass dieses Wochenende überstanden ist. Durch den Heimrechttausch, für den ich der SG Anspach noch einmal herzlich danken möchte, wurde es organisatorisch doch recht aufwändig. Jetzt konzentrieren wir uns auf die drei Spiele im September gegen Lüdinghausen und Neuhausen auswärts und dann am 27.9. endlich zuhause gegen Mülheim.“

 

 

 

Vier Punkte auf der Wunschliste

Sam Magee. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(25.08.2015) Wegen des in Refrath stattfindenden Internationalen U13 Babolat-Refrath Cup hat der TV Refrath am kommenden Wochenende zum Start in die neue Bundesligasaison ausnahmsweise kein Heimspiel. Neuling SG Anspach kam netterweise dem Refrather Wusch nach und tauschte die Termine, sodass das TVR-Team auf eigenen Wunsch nun zweimal reisen muss.

 

Dabei geht es zunächst am Samstag in den hohen Norden, zum TSV Trittau. Die ehrgeizigen Nordlichter, die sich inzwischen dem Hamburger Badminton Verband angeschlossen haben, sorgten in der vorangegangenen Saison für Furore und spielten eine gute Rolle. Nicht nur deshalb reist das Refrather Team auch in Top-Besetzung in den Norden und feiert gemeinsam die Premieren von Fabian Holzer und Sam Magee, die das erste Mal das Refrather Dress überstreifen.

Heinz Kelzenberg, der am Wochenende von Denis Nyenhuis als Teammanager vertreten wird, da er als Turnierdirektor in heimischer Halle mit anpacken muss, ist sehr optimistisch: „Trittau ist zwar sehr heimstark, aber wenn alles normal läuft, sollten wir zwei Punkte mitnehmen.“ Dabei vertraut er neben dem irischen Geschwisterpaar Sam und Chloe Magee und Neuzugang Holzer auf seine bewährten Kräfte Fabian Roth, Richard Domke und WM-Teilnehmerin Carla Nelte. Trittau hat drei englische „Abgänge“ und einen dänischen „Abgang“ zu verzeichnen und sollte daher keinesfalls stärker sein als im vergangenen Jahr. Ein Wiedersehen gibt es am Wochenende erneut mit der ehemaligen TVR-Spielerin Iris Tabeling, die inzwischen für Trittau aufschlägt.

 

Nach einem Zwischenstopp im Ruhrgebiet geht es am Sonntag weiter nach Anspach zum Aufsteiger und Außenseiter der diesjährigen Bundesligarunde. Sam und Chloe Magee werden ersetzt durch Jenny Karnott, Mette Stahlberg und Lars Schänzler, sodass man auf Refrather Seite auch diese Aufgabe optimistisch angehen kann. Heinz Kelzenberg: „Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, sondern mit Vereinbarungen, die den Spielern wichtig waren, nämlich die Einsätze in der 1. Mannschaft ausgewogen zu verteilen und Spielern auch mal einen freien Tag zu gönnen.“

 

In der Summe hoffen die Refrather auf vier Punkte, bevor es dann im September drei weitere Aufgaben zu bewältigen gibt, wenn Lüdinghausen, Neuhausen und Mülheim die Gegner sein werden.

 

Lars Schänzler und Denis Nyenhuis siegreich

Denis Nyenhuis.
Lars Schänzler. Fotos: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(17.08.2015) Das traditionell Mitte August stattfindende 1. Deutsche Ranglistenturnier der neuen Saison fand im hessischen Groß-Zimmern statt. Für den TV Refrath ging ein kleines, aber hochkarätiges Team an den Start. Alle vier Athleten hatten einen vorderen Setzplatz und gehörten somit zu den Mitfavoriten.

Leider erwischte Mette Stahlberg an diesem Wochenende keinen richtig guten Tag und unterlag nach einem Auftaktsieg in drei Durchgängen der zweifachen Weltmeisterin in der Altersklasse O35, Claudia Vogelgsang. Und auch im Doppel an der Seite der Langenfelderin Fabienne Köhler lief es nicht wirklich besser, denn beide schieden direkt im ersten Spiel aus.

Viel besser machten es die drei Herren des TVR. Kai Waldenberger gewann locker seine ersten beiden Runden, bevor er zwei schwere weitere Aufgaben meisterte. Gegen die beiden Bundesligaspieler Beier und Lang musste er zwar über drei Sätze, blieb jedoch am Ende siegreich. Im Halbfinale kam es schließlich zu Aufeinandertreffen mit dem Schleswig-Holsteiner Jan Collin Strehse (Wittorf), welcher am Ende das Glück des Tüchtigen hatte, als er Waldenberger mit 21:19 im Entscheidungssatz bezwingen konnte. Auch im Doppel machte der 31-jährige Refrather seine Sache gut und kam mit seinem Partner Christian Bald (Hohenlimburg) bis in die dritte Runde.

Lars Schänzler, die aktuelle Nummer 3 des TV Refrath im Herreneinzel, marschierte locker durch die vier ersten Runden. Sein Halbfinalgegner aus Mülheim konnte zu seinem Vorschlussrundenspiel leider nicht mehr antreten, sodass er kampflos ins Finale kam und darin letztlich deutlich mit 21:8, 15:21, 21:5 auch den Waldenberger-Bezwinger Strehse in seine Schranken wies. Schänzler kam somit zu einem ungefährdeten Turniersieg.

Doppelspezialist Denis Nyenhuis spielte mit seinem Stammpartner Philipp Wachenfeld aus Langenfeld und war an Nummer eins gesetzt. Nach zwei leichten Runden mussten beide gegen die starken bayerischen Erstligaspieler Bednorsch/Beier antreten. Das Match stand bis zum Ende auf des Messers Schneide und ging schließlich mit 23:21 im dritten Satz an Nyenhuis/Wachenfeld. Im Vergleich zu diesem Krimi waren die beiden Halbfinal- und Finalsiege der beiden klare Angelegenheiten und gingen jeweils nur über zwei Durchgänge.

Zwei Turniersiege und ein dritter Platz waren schließlich ein mehr als zufriedenstellendes Gesamtergebnis für die Refrather Teilnehmer. Die Saison in Bundesliga und Regionalliga beginnt in zwei Wochen.

  

Bundesligastart mit vier Auswärtsspielen für TV Refrath

Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(16.08.2015) Einen ungewöhnlichen Saisonstart wird der TV Refrath in seinem „verflixten“ (?) siebten Jahr in der 1. Bundesliga hinlegen, unabhängig vom weiteren sportlichen Verlauf. Durch einen Heimrechttausch mit der SG Anspach am 2. Spieltag kommt es nämlich zunächst zu vier Auswärtspartien in Folge. Dies war nötig, weil die Halle Steinbreche am 30.8. wegen des „Internationalen Refrath-Cup“ nicht zur Verfügung steht.

So müssen die bergischen Badmintonfans bis zum 27. September warten, dann nämlich kommt es zum ersten Heimspiel des TVR – gegen den Deutschen Vizemeister der letzten beiden Jahre, dem 1. BV Mülheim. Den Auftakt bildet ein Auswärtswochenende am 29.8. beim TSV Trittau in der Nähe von Hamburg und tags darauf beim hessischen Aufsteiger SG Anspach.

Dabei präsentiert der TVR in Trittau seine beiden Neuzugänge Sam Magee und Fabian Holzer, die das neue Refrather Herrendoppel bilden, nachdem Raphael Beck den Verein Richtung Bonn-Beuel verlassen hat und Max Schwenger bis auf Weiteres nicht an den Bundesligaspielen teilnehmen wird. Schwenger wird nach seiner Operation an der Hüfte noch versuchen, sich für die Olympischen Spiele 2016 zu qualifizieren und hoffentlich Anfang Oktober auf den internationalen Badmintoncourt zurückkehren.

Ferner gehören zum Saisonauftakt die Irin Chloe Magee sowie Carla Nelte und Jenny Karnott ebenso zu Kader wie die Einzelspieler Fabian Roth, Richard Domke und Lars Schänzler. Das Team von TVR-Chef Heinz Kelzenberg möchte mit 4:0 Punkten starten, bevor gut drei Wochen später das schwere Auswärtsspiel bei Union Lüdinghausen auf dem Programm steht. Kelzenberg: „Der Meister von 2014 hat sich gut verstärkt und möchte in dieser Saison in die Play-offs. Wir möchten dies eindeutig auch, sodass dieses Match schon richtungsweisenden Charakter haben wird.“ Dabei hofft Kelzenberg auf einen ähnlichen Traumstart wie in der Vorsaison.

Ob in der Endrunde der Bundesliga Platz für sein Team hinter dem erneuten Top-Favoriten 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim sein wird, ist die Frage, denn neben Lüdinghausen haben auch der 1. BC Beuel und der 1. BV Mülheim Ambitionen. Kelzenberg: „In dieser Saison entscheiden die Turnierpläne der ausländischen und deutschen Spieler über den Ausgang der Liga. Ein großer Kader ist dabei ein echter Trumpf.“ Und den hat der TVR, denn der Abstieg aus der 2. Bundesliga verschafft personell ein wenig Luft für das 1. Team, weil auch die sogenannte „2. Reihe“ häufiger zur Verfügung steht.

Als Beispiel nennt Kelzenberg die Verpflichtung von Chang Ya Lan aus Taiwan, die dann im Dameneinzel aufschlagen wird, wenn Chloe Magee fehlt: „Und wenn unsere Irin wegen eines Turniers fehlt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass der jeweilige Gegner auch dezimiert ist.“ Die Olympia-Qualifikation bestimmt die Spielregeln in der kommenden Badmintonsaison und wird darüber entscheiden, wer sich am Ende wo in der Tabelle wieder findet.

„Wir jedenfalls wollen den nächsten Schritt schaffen und nach Platz vier im Vorjahr in dieser Saison mindestens Dritter, besser Zweiter werden“, so Kelzenberg, der damit die Latte für sein Team deutlich höher legt als jemals zuvor.

  


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