Badminton Europe

(früher European Badminton Union)

Der europäische Kontinentalverband Badminton Europe Confederation (BEC - kurz "Badminton Europe" B.E.) ist die Dachorganisation von 51 Mitgliedsverbänden Europas (Stand 2009). Sie wurde als "European Badminton Union" (EBU) am 24.9.1967 in Frankfurt von 11 Nationalverbänden (u.a. DBV) gegründet. Bei der Mitgliederversammlung am 8.4.2006 wurde die Umbenennung in Badminton Europe beschlossen und aus der Union eine C>onfederation. Verfassungsorgane sind die jährliche Mitgliederversammlung ADM ("Annual Delegates' Meeting") und das dort gewählte Council. Die BEC veranstaltet u.a. die verschiedenen Europameisterschaften, den European-Circuit und den Europapokal der Landesmeister. BEC-Präsident ist seit 2004 der Däne Tom Bacher. Das Generalsekretariat ist in Kopenhagen angesiedelt. Website: www.badmintoneurope.com.

 

 


Von Däne zu Däne: Tom Bacher (re) machte Platz für Poul-Erik Hoyer. Foto: Helmut Ruppert.

Poul-Erik Hoyer wurde gestern in Paris zum Präsidenten von Badminton Europe gewählt
Olympiasieger führt Badmintoneuropa
(30.8.10) Ursprünglich war die jährliche Mitgliederversammlung des europäischen Dachverbandes Badminton Europe für die Europameisterschaft im April in Manchester terminiert (siehe untere Meldung vom 2.3.10). Aber die isländische Aschewolke machte es den meisten Delegierten unmöglich anzureisen. Gestern wurde das Annual Delegates Meeting (ADM) im Paris im Maison du sport Français in der Avenue de Pierre de Coubertin am Rande der Weltmeisterschaft nachgeholt. Vertreter von 32 Nationen waren anwesend.
Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Neuwahl des BE-Präsidenten. Einziger Kandidat war der 44-jährige Däne Poul-Erik Hoyer Larsen, der Olympiasieger von Atlanta 1996. Er folgte per Akklamation auf seinen Landsmann Tom Bacher (68), der aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung stand. Hoyers Amtszeit geht bis 2013. Wiedergewählt wurden als Vizepräsident Hans Lenkert (Schweden), Peter Tarcala (Slowakei) als Direktor Sport, Gregory Verpoorten (Belgien) als Direktor für Badmintonentwicklung und Ritchie Campbell (Schottland) als Direktor für Finanzen. 

Hoyers Erfahrungen als Funktionär:
• Deputy Chairman der Badminton Association of Denmark 2005 – dauert an
• International Players Organisation Ausschussmitglied 1991 – 1997
• Danish Players Organisation Ausschussmitglied 1989 – 1996
• International Badminton player 1985 – 2000
• Danish Olympic Committee board member, Athletenvertreter 2005 – dauert an
• Managing Director beim Boldklubben Skjold in Dänemark 2004 – 2006
• Managing Director beim Nordsjælland Handball 2007 – 2009
• Development Director beim Nordsjælland Handball 2010 – dauert an.

Lesen Sie...
...bei badmintoneurope.com Badminton Europe has a new president.
...bei badminton-online Hoyer Larsen neuer Präsident der BE von Helmut Ruppert.
...bei badmintoneurope.com die Tagungsunterlagen.


Will seinem Sport etwas zurückgeben: Poul-Erik Hoyer bei der WM 2009 in Hyderabad. Foto: MK

Mitgliederversammlung ADM 2010 in Manchester
Führt künftig ein Olympiasieger das europäische Badminton an?
(2.3.10) Die diesjährige Mitgliederversammlung von Badminton Europe (BE), das sog. Annual Delegates' Meeting (ADM), findet am vorletzten Tag der Individual-Europameisterschaft am 17. April in Manchester statt. Austragungsstätte ist das Marriott Hotel Victoria & Albert. Spektakulärster Tagesordnungspunkt dürfte die Neuwahl des BE-Präsidenten sein. Das Council hat als Nachfolger des ausscheidenden Tom Bacher dessen dänischen Landsmann Poul-Erik Hoyer vorgeschlagen, den Olympiasieger von Atlanta 1996. Zurzeit ist er Vizepräsident im dänischen Verband.
Die Amtszeit beträgt bei BE immer drei Jahre.

   


Stellt sich schwie-riger Aufgabe: Christine Skropke soll den europä-ischen Dachverband vermarkten.

DBV jetzt wieder im europäischen Dachverband vertreten
Ehemalige Nationalspielerin Christine Skropke wurde ins Council von Badminton Europe gewählt
(6.5.09) DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst hat in einem Schreiben unsere ehemalige Nationalspielerin und Deutsche Meisterin Christine Skropke zu ihrer Wahl ins Council des europäischen Dachverbandes Badminton Europe gratuliert. In dem Schreiben heißt es: "...möchte ich Ihnen persönlich, aber auch im Namen des gesamten Präsidiums, zu Ihrer Wahl als Director for Marketing der Badminton Europe gratulieren. Es ist erfreulich, dass der Deutsche Badminton-Verband e.V. im Council des europäischen Dachverbandes vertreten und die Besetzung des Amtes so qualifiziert erfolgt ist. Ich bin sicher, dass die Delegierten und nicht zuletzt der DBV die richtige Entscheidung getroffen haben. Wie wir alle wissen, ist in der heutigen Zeit neben den laufenden, alltäglichen Arbeiten ein zusätzliches Engagement kaum noch möglich. Dafür, dass Sie sich dieser Herausforderung stellen, meinen herzlichen Dank. Ich wünsche Ihnen, liebe Frau Skropke, für Ihre zukünftige, anspruchsvolle Aufgabe viel Erfolg, ein glückliches Händchen und persönlich Freude."
Die Wahl von Christine Skropke in das insgesamt zehn Personen umfassende Führungsgremium war am 4. April bei der Mitgliederversamlung (ADM) im Palazzo Cusani in Mailand erfolgt. Der DBV hatte sie vorgeschlagen. Als Vertreter des DBV nahm Vizepräsident Dietrich Heppner an der Veranstaltung teil. Nach dem Ausscheiden von Gisela Hoffmann als Generalsekretärin im Jahre 2003 war kein Deutscher mehr in einem der Führungsgremien von Badminton Europe vertreten. Gisela Hoffmann wurde in Mailand für ihre Verdienste der Ehrentitel "Vizepräsidentin ehrenhalber" (Honorary Vice-President) verliehen. Im DBV ist Christine Skropke, die 1988 Deutsche Meisterin im Mixed war, bei den Oldies eine der beiden Teamchefs für internationale Meisterschaften. Dort ist sie auch noch mit großem Erfolg aktiv. Zuletzt gewann sie 2007 bei der WM O40 in Taipei den Weltmeistertitel im Dameneinzel.

Das BE-Council 2009: (v.l.) Hans Lenkert (SWE), Andrej Pohar (SLO), Peter Tarcala (SVK), Corina Dan (ROM), Ritchie Campbell (SCO), Christine Skropke (GER), Präsident Tom Bacher (DEN), Alberto Miglietta (ITA), João Matos (POR). Verdeckt ist Gregory Verpoorten (BEL).
Hatte 17 Jahre das Amt der Generalsekretärin inne: Gisela Hoffmann aus Krefeld wurde für ihre Verdienste um Badminton Europe zur "Vizepräsidentin ehrenhalber" ernannt. Links BE-Präsident Tom Bacher, rechts Vizepräsident João Matos. Fotos: eurobadminton.org

Badminton Europe sucht einen "Development Manager"
(2.2.09) Der europäische Dachverband Badminton Europe (BE) weist in einer Mitteilung auf eine Stellenausschreibung hin, die derzeit läuft. Geschaffen wurde eine neue hauptamtliche Position, deren Inhaber sich um die vielfältigen Projekte der "Entwicklungsarbeit" kümmern soll, die BE in den europäischen Verbänden betreibt. Arbeitsplatz ist das BE-Office in Kopenhagen. Arbeitsantritt soll der 1. Mai sein. Bewerbungsschluss ist der 2. März 2009.
Hier kann die Stellenausschreibung bei badmintoneurope.com abgerufen werden.


Drei Europa-Turniere stehen zur Bewerbung aus
(8.12.06) In ihrem Dezember-Bulletin hat Badminton Europe (früher EBU) mitgeteilt, dass noch drei europäische Veranstaltungen zur Ausrichtung frei sind.
   Europacup der Vereinslandesmeister 2007,
   Europacup der Vereinslandesmeister 2008,
   European Senior Championships (=Altersklassen-EM) 2008.
Standardtermin für den Europacup ist Juni, allerdings ist im nächsten Jahr bis zum 17. Juni Mannschafts-WM. Die EM O 35-60 2006 fand im Mai statt.
Sollten deutsche Ausrichter an einer Bewerbung interessiert sein, mögen sie sich bitte mit DBV-Vizepräsident Gerd Pigola in Verbindung setzen, da eine Bewerbung nur über den DBV abgegeben werden kann.
Einzelheiten über die Bewerbungsanforderungen und das Bewerbungsverfahren können bei eurobadminton.org unter Bidding Documents heruntergeladen werden.


Wurden in EBU-Kommissionen berufen: DBV-Sportdirektor Martin Kranitz (re) und IBF-Councillor Dieter Kespohl. Foto: Edwin Leung.

Martin Kranitz und Dieter Kespohl in EBU-Arbeitsgruppen berufen

Deutsche Stimmen werden gehört

(9.8.06) Die Europäische Badminton Union EBU, die jetzt unter dem Badmintonfreundlichen Namen Badminton Europe firmiert, hat DBV-Sportdirektor Martin Kranitz in eine „Events Working Group“ berufen, die sich mit der Weiterentwicklung der verschiedenen europäischen Wettbewerbe beschäftigen soll.
Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Themen wie Abspaltung der Mannschafts-EM von der Individual-EM, Einführung einer U-17-EM, Installierung einer Europäischen Badmintonliga.
Die Arbeitsgruppe trifft sich während der WM am 20. September in Madrid. So soll Vorschläge unterbreiten, die dann dem EBU-Council für dessen Oktober-Sitzung vorgelegt werden. Weitere Teilnehmer sind Erik Bakker (Niederlande), Lawrence Chew (Schweiz), Finn Traerup Hansen (Dänemark), Lars Sologub (Großbritannien/Schweden), Gregory Verpoorten (Belgien). Leiter der Sitzung wird Peter Tarcala, der Direktor des EBU-Wettbewerbe sein.
Martin Kranitz: „Ich glaube, die Anregung für eine solche Sitzung kam letztlich sogar von uns, denn bei der letzten EM hatten wir uns beschwert, weil es mit der Auslosung nicht optimal gelaufen ist. Die Regularien sind zum Teil etwas schwammig. Da Klarheit zu schaffen, ist durchaus in unserem Sinne. Auch wenn es zu grundlegenden Änderungen der Formate kommt, wollen wir natürlich mitreden. Außerdem muss die EBU sehen, dass sie nachdem jetzt die IBF die Super Series eingeführt hat, die europäischen Turniere in der Wertigkeit höher bringt. Zumindestens einige davon. Denn wenn der EBU-Circuit weiter auf Level A bleibt, ist ein Sieg dort für die vordere Weltrangliste nicht mehr viel wert.“
In eine andere Arbeitsgruppe wurde der ehemalige DBV-Präsident Dieter Kespohl berufen. Die „Badminton Europe Structural Working Group” tagt vom 18. bis 20. August in Kopenhagen und soll sich mit Strukturfragen beschäftigen. Dieter Kespohl, im Council des Weltverbandes IBF für die internationalen Trainingscenter verantwortlich, war von der Einladung überrascht: „Ich bin da wohl deshalb hineingebeten worden, weil ich mich bei der letzten EBU-Versammlung in Den Bosch für eine Umsetzung der Regionalisierungsideen, die die IBF verfolgt, auch in Europa eingesetzt habe. Aber Genaueres kann ich auch noch nicht sagen.“


IBF-Gunalan will...
...EBU-Bacher aushebeln.

Der europäische Kontinentalverband ruft Mitglieder dazu auf, eine Übernahme durch die IBF zu verhindern

   

EBU macht mobil

   

(23.2.06) Schon während der EBU-Sitzung die Anfang Januar in Mülheim stattfand, beschäftigte der Gunalan-Plan die Offiziellen. Jetzt macht die EBU mobil für die Abwehrschlacht. In einem Rundschreiben, das gestern an die Mitglieder versandt wurde (siehe IBF’s secret plan for Europe), legt die EBU die Absicht der IBF offen, die EBU "zu übernehmen".
Anlass ist ein "Geheimmeeting" des geschäftsführenden IBF-Präsidenten Punch Gunalan mit einigen europäischen IBF-Council-Mitgliedern am 13. Februar 2006 im Grand Palace Hotel in Thessaloniki. Eingeladen waren Roger Johansson (SWE), Anne Smillie (SCO), Emilia Fountas (GRE), Puzant Kassabian (BUL) und Dieter Kespohl (GER). Nicht aber Torsten Berg (DEN) und Horst Kullnigg (AUT), erklärte Gunalan-Gegner.
Laut Darstellung der EBU sieht der IBF-Plan vor, bei der nächsten EBU-Mitgliederversammlung im April in Eindhoven an Stelle des Dänen Tom Bacher einen neuen Präsidenten zu wählen. Aufstellt wurde ein in der Badmintonszene weithin unbekannter Russe namens Shakhrai Sergey Mikhailovich.
Auf das Organisieren von dafür notwendige Stimmen versteht Gunalan sich. Um die Mehrheit der 48 EBU-Verbände für eine solche Abwahl zu gewinnen, könnten zum Beispiel schon mal aufgelaufene Schulden beglichen werden.
Gunalans Plan drohte kurzfristig zu scheitern, weil der Internationale Sportgerichtshof CAS dem neuen Russischen Verband - bislang - die Anerkennung verweigerte (vgl. Meldung vom 13.2.06  Deutsche Delegation...). Aber da der Kandidaten-Vorschlag auch von Bulgarien kam, kann der Mann wohl kandidieren.
Auch von organisatorischen Veränderungen die Gunalan in Europa vornehmen will, ist in dem EBU-Rundschreiben die Rede. So wolle er - die ABC ist so organisiert - Europa dezentralisieren und in sieben Regionalzonen aufzuteilen. Wie ernst zu nehmen Gunalans Vorgehen ist, mag man daran erkennen, dass es ihm gelang, im vergangenen November bei der Pan American Badminton Confederation im Rahmen eines Emergency General Meeting den gesamten Vorstand auszutauschen und Leute einzusetzen, die hinter seinem Kurs stehen, den der Malaysier dahingehend bezeichnet, Badminton zur Top-Racket-Sportart der Welt zu pushen.
Die EBU hat in ihrem gestrigen Rundschreiben jedenfalls zunächst einmal energisch gegen Gunalans Aktionen protestiert und  an ihre Mitrglieder appelliert, sich von solchem Vorgehen zu distanzieren. Auf die Gegenmaßnahmen darf man gespannt sein.
DBV-Präsident Dieter Kespohl wird sich wegen eines derzeitigen Auslandsaufenthaltes in der nächsten Woche zu den Vorgängen äußern.
Einen weiteren Aspekt der derzeitigen Problematik behandelt der am 23.2. auf der EBU-Website erschienene Bericht European Team Championships almost cancelled. Darin geht es um Vorgänge in Thessaloniki im Zusammenhang mit der Frage, welche russische Mannschaft nun startberechtigt ist.


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Wird seit 2009 von BE herausgegeben. Erscheint viermal im Jahr.

Altenteil

Bis Januar 2007 in Gebrauch: Das erste EBU-Logo zeigte eine Europakarte.

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