Bundesliga-Nachrichten

Zur Titelseite Neues aus dem Ligabetrieb.

Weitere Veränderungen der Bundesliga beschlossen

(12.06.2010, CP) Die beantragten Modifikationen der Badminton-Bundesliga sind beschlossene Sache: Die Delegierten des 46. Ordentlichen Verbandstages des Deutschen Badminton-Verbandes e. V. (DBV) nahmen am 12. Juni 2010 in Frankfurt am Main die vom Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten eingereichten Anträge auf Änderungen in der DBV-Bundesligaordnung jeweils einstimmig an.

Damit gilt:

  • Die 1. Bundesliga wird ab der Saison 2011/2012 von derzeit acht auf zehn Mannschaften aufgestockt. Während in der Saison 2010/2011 keine Mannschaft aus der 1. Bundesliga absteigen soll und die Meister der beiden 2. Bundesligen (Nord und Süd) die Eliteklasse ergänzen werden, gibt es ab der Saison 2011/2012 in der dann neuen 10er-Liga zwei Absteiger.
  • Die Play-down-Runde, an welcher bislang jene Erstligateams beteiligt waren, die nach Beendigung der Hauptrunde die Plätze 5-8 belegten, wird abgeschafft.
  • Die Play-offs werden dahingehend verändert, dass der Erstplatzierte nach der Hauptrunde direkt ins Play-off-Finale einzieht und die Teams auf den Rängen zwei und drei in einer Halbfinalpartie (gewissermaßen nur „Hinspiel“) den zweiten Finalisten ermitteln. Dabei hat der Zweitplatzierte Heimrecht.
  • Auch das Play-off-Finale wird auf ein Spiel reduziert. Das Heimrecht liegt in dem Fall beim Tabellenführer, der sich direkt für das Endspiel qualifiziert hat.

Während über diese Modifikationen nur der Ordentliche DBV-Verbandstag entscheiden konnte, hatte die Bundesligavollversammlung nachfolgende – die Durchführungsbestimmungen der Bundesligaordnung betreffende – Änderungen bereits eigenständig beschließen können: 

  • Eine Mannschaftsbegegnung in der 1. Bundesliga wird künftig nur noch sechs statt wie bisher acht Spiele umfassen: zwei Herreneinzel, ein Dameneinzel, ein Herrendoppel, ein Damendoppel und ein Mixed. Das dritte Herreneinzel sowie das zweite Herrendoppel entfallen.
  • In einem Pilotprojekt wurden für die Erstligasaison 2010/2011 vier Spieltage auf einen Dienstag festgelegt. Dabei handelt es sich um den 21.09.2010, den 30.11.2010, den 25.01.2011 und den 22.02.2011.

 

Diese Beschlüsse fasste die Bundesligavollversammlung in zwei Lesungen im März und April 2010.

Erreicht werden soll durch die mannigfaltigen Umgestaltungen eine Steigerung der Attraktivität der Liga für Zuschauer und Medien und damit auch eine Erhöhung des Vermarktungspotenzials speziell der Eliteklasse.

 

  

Bundesliga-Aufsteiger TV Refrath bekommt eigenes Video-Portal im Internet
Mit  LiveView Network betritt ein weiterer Mitspieler die www-Szene der Badmintonübertragungen
(29.7.09) Es kommt Bewegung in die Badmintonübertragungen im Internet. Nachdem badminton.de gestern darüber berichtete, dass das bayerische Internetportal rsk1 plant, Badmintonveranstaltungen im Internet zu übertragen (siehe untere Meldung vom 28.7.09), gab heute das Ratinger Unternehmen LiveView Network bekannt, dass es ebenfalls von SportA, der Sportrechteagentur von ARD und ZDF, die Online-Rechte zur Liveübertragung von Badminton-Bundesligaspielen für die kommende Spielzeit gekauft habe. Gleichzeitig habe man am 15. Juli mit dem Bundesligisten TV Refrath einen Vertrag abgeschlossen. 
Das Livestreaming-Unternehmen wird kostenlos und in hoher Qualität sämtliche Heimspiele mit zwei Kameras übertragen, einer fest installierten Kamera und einer mobilen HD-fähigen Kamera. Übertragen wird von beiden Courts. Auch bei Auswärtsspielen ist LiveView Network immer live dabei und wird mit der mobilen Kamera die Gastspiele des TVR in der Bundesliga begleiten. Neben den Live-Bildern wird es auf der für den Refrather TV eingerichteten Internetseite auch einen Live-Ticker mit den jeweils aktuellen Spielständen geben. Auch aktuelle News sollen regelmäßig angeboten werden.
24 Stunden Programm möglich 
Die fest installierte Kamera steht dem TV Refrath - bundesweit einmalig - 24 Stunden am Tag zur Verfügung, sodass neben den Bundesligaspielen auch Spiele anderer Mannschaften, Turniere und Trainingseinheiten live übertragen werden können.
Auch wenn keine Live-Bilder ausgestrahlt werden, soll den Badmintonfans Interessantes geboten werden. So ist etwa ein Video "Rund um das Relegationsspiel zum Bundesligaaufstieg 2009" angekündigt.
LiveView Network, das ähnliche Projekte schon im Golf und Tennis umgesetzt hat, war in Person von Tim Schoeneberg, dem Leiter Sponsoring/Vertrieb bei LiveView Network, an den Refrather Manager Heinz Kelzenberg herangetreten und hatte sich nach dessen Interesse an einem geplanten Badminton-Pilotprojekt erkundigt. Dieser war von der Idee sofort begeistert und so begannen zahlreiche Gespräche zwischen den Verantwortlichen. Am 15. Juli führten Schoeneberg und Kelzenberg dann in Refrath mit Karsten Mews, dem Geschäftsführer von LiveView Network das abschließende Gespräch.
Plattform für Werbebotschaft
Nun werden Werbepartner für das Projekt gesucht. Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit, kostengünstig und werbewirksam auf der Seite aufzutreten. Dazu bietet LiveView Network ein Hinrunden-, ein Rückrunden- sowie ein Saisonpaket an. Ein bestimmter Prozentsatz dieser Werbeeinnahmen fließt in die Jugendarbeit des Vereins. Kontaktperson für interessierte Werbepartner ist Tim Schoeneberg,
tim.schoeneberg @ liveview-net.mobi, Tel.: 02381-3602053, Mob.: 0179 - 97 89 87 1.
Über folgende URL kann die Refrather Seite seit gestern aufgerufen werden: http://www.liveview-net.de/cams/Refrath
Bereitgestellt ist ein anschauenswertes fünfminütiges Promotion-Video über die Arbeit des TV Refrath, das Matthias Hütten zusammengestellt hat.  Vielleicht wird der 28. Juli 2009 ja ein historisches Datum, als der Beginn von dauerhaften regelmäßgen Badmintonübertragungen im Internet.

rsk1: Das Kürzel steht für "Gesellschaft zur Förderung der regionalen Sportkommunikation".

ARD und ZDF haben ihre restriktive Haltung aufgegeben
Bundesligaspiele und andere Badmintonveranstaltungen können künftig vom Portal RSK1 im Internet gezeigt werden
(28.7.09) Es gibt neue Möglichkeiten für den Badmintonsport. SportA, die Sportrechteagentur von ARD und ZDF, hat dem Internetportal RSK1 Verrückt nach Sport! (
www.rsk1.de - erfordert u.U. Aufspielen eines Plugins) die Internet-Verwertungsrechte an Sportveranstaltungen von 33 kleineren Sportverbänden  - darunter auch Badminton - verkauft. Damit kann RSK1 Berichte von diesen Sportarten legal im Internet zeigen.
Für das Recht zur Übertragung von ihren Sportveranstaltungen bei ARD (inklusiv Dritte Programme) und ZDF bekommen die 33 Sportverände eine jährliche Pauschalgebühr, einerlei ob auch tatsächlich Berichte von dieser Sportart gezeigt werden oder nicht. Die Verbände waren in der Vergangenheit immer in der Zwickmühle - entweder die jährlichen Einnahme von etwa 30 000 bis 40 000 Euro zu kassieren oder aus dem Vertrag - der auch die Internetrechte beinhaltet - auszuscheren und sich selbst um eine TV-Präsenz zu kümmern. Da nahezu alle Verbände der sogenannten "Randsportarten" Schwierigkeiten hatten und haben, eine TV-Übertragung zu finanzieren oder zu refinanzieren, blieben mehr oder weniger alle im Vertrag, obwohl sie mit der Fernsehpräsenz ihrer Sportart unzufrieden waren.
Das Anfang 2007 gegründete Portal RSK1 mit Sitz im bayerischen Amerang hat jetzt nicht nur das Recht zur Live-Berichterstattung im Web, sondern es will auch Bildmaterial von Veranstaltungen für ein Jahr als „Video-on-Demand“ kostenfrei ins Netz stellen. Bei Erstellung dieses Berichtes waren über den Pfad Sport/Ball/Badminton 693 kurze Badmintonvideos aufzufinden. Um sie anzuschauen, muss man allerdings registiert und eingeloggt sein. Der Vertrag zwischen SportA und RSK1 trat am 1. Juli 2009 in Kraft und ist zunächst auf ein Jahr befristet.
Verbände und Vereine müssen allerdings sendefähiges Material produzieren
Von der Kooperation können natürlich die Sportfans, Verbände und Vereine profitieren. Künftig steht eine Plattform für die legale Ausstrahlung von Veranstaltungen wie Bundesligabegegnungen oder Länderspielen zur Verfügung. Noch nicht gelöst ist damit allerdings das Problem der Produktion der für eine ansprechende Internetpräsentation geeigneten Beiträge. Das Portal SpeedUp-TV, das im März 2007 mit einer ähnlichen Idee antrat, ist über eine Werbe-Präsentation von German-Open-Berichten nicht hinausgekommen. Zwar will RSK1 wie in Presseberichten zu lesen war, die Zahl seiner bisherigen 15 Amateur-Reporter ausweiten, doch das reicht nicht. Es werden Eigenproduktionen der Verbände oder Vereine unumgänglich sein. Hier hat der TV Refrath mit seinem Bericht über die diesjährigen Erstliga-Aufstieg ja bereits ein Beispiel gegeben. Allerdings wurde die Frage der Rechte bei dem im Internetportal Rheinberg TV gezeigten Beitrages außer Acht gelassen.

Für detaillierte Informationen zu dieser Thematik stehen als Ansprechpartner zur Verfügung:
Ulrike Thomas, Geschäftsführerin der Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD)
Tel.: 0208 – 36 08 34. E-Mail: vbd-thomas @ web.de.
Dieter Bomholt, Geschäftsführer von RSK1, Gesellschaft zur Förderung der regionalen Sportkommunikation
Tel.: 08075 – 91456 – 0 E-Mail: info @ rsk1.de.

Lesen Sie auch: SportA verkauft Rechte auch an private Anbieter bei dradio.de.

Hier irrte badminton.de
Der BV Gifhorn war schon mal in der 1. Bundesliga
(29.11.08) Eine Bildunterschrift bei badminton.de ließ Bundesligaspielerin Anike Sietz vom 1. BC Bischmisheim stutzen. „Das NBV-Team Gifhorn spielt in dieser Saison erstmalig in seiner Vereinsgeschichte in der 1. Liga…“ war dort unter dem Mannschaftsfoto des Bundesliga-Aufsteigers zu lesen. Die 31-Jährige, die im Zweitligateam der Saarländer gemeldet ist, zurzeit aber nach einer Knieoperation, bei der ein Knorpelschaden behandelt wurde, nicht einsatzfähig ist, aktivierte ihr Mailprogramm und schrieb: 
„Ich lese auf der Startseite der 1. BL, dass der BV Gifhorn in dieser Saison zum 1. Mal in seiner Vereinsgeschichte in der 1. BL spielt. Also ich denke, das ist nicht ganz richtig. In meiner eigenen allerersten Saison in der 1. BL habe ich in Gifhorn gespielt. Das war 1996. Allerdings sind wir damals direkt wieder abgestiegen. Naja, zumindest sagt mir dies alles mein Gedächtnis ;-). Vielleicht hat es da nicht ganz Unrecht.“
In der Tat ist badminton.de-Chefredakteur Martin Knupp da ein Fehler unterlaufen. Der BV Gifhorn spielte tatsächlich bereits in der Saison 1996/97 für eine Saison in der 1. Liga. Das Team profitierte damals davon, dass die Bundesliga in jenem Jahr von acht auf zehn Teams aufgestockt worden war. Die Saisonbilanz zeigt allerdings, warum dieser Ausflug sich nicht unbedingt im Gedächtnis verankert hat. Mit 2:34 Punkten lag man am Saisonende deutlich hinter der achtplatzierten Bottroper BG (14:22) und dem neuntplatzierten TuS Wiebelskirchen (12:24).
Das damalige Gifhorner Team: Brenda Conijn (NED), Anika Sietz, Bianca Pils, Sonja Horatzek; Guntur Hartono (INA), Sören Bredenkamp, Holger Broß, Sascha Horatzek, Dirk Reichstein, Maurice Niesner, Robin Niesner, Hans Werner Niesner. Anika hat also Recht. badminton.de bedauert den Fehler.

1. Bundesliga: Fortuna Regensburg hat Mannschaft zurückgezogen
(7.11.08) Die Saison in der 1. Bundesliga geht ohne Fortuna Regensburg weiter. Vereinschef Dieter Sichert hat Bundesliga-Spielleiter Bernd Mohaupt gestern mitgeteilt, dass seine Mannschaft ab sofort nicht mehr dabei ist.
Dieter Sichert zu badminton.de: "Unsere Engländer haben mir für dieses Wochenende alle abgesagt. Sie haben einen nationalen Pflichttermin, den sie vorher nicht bedacht oder gekannt hatten. Damit wäre es für sie nicht mehr möglich gewesen, auf die vorgeschriebenen acht Einsätze in der Punkterunde zu kommen, die nötig gewesen wären, um sie in der Play-down-Runde einsetzen zu können. Es hat für mich daher keinen Sinn mehr gemacht, weiterhin die großen finanziellen Opfer zu bringen, die der Spielbetrieb mit sich bringt. Sportlich wären wir nämlich ohne jede Chance gewesen. Und ganz ohne Ausländer weiterspielen hätt ich auch nicht können, allein mit Deutschen bringe ich keine Mannschaft zusammen."
Damit steht Fortuna Regensburg als erster Absteiger fest. Laut Bundesliga-Ordnung darf das Team in der kommenden Saison auch nicht in der 2. Liga antreten, sondern muss in die Regionalliga zurück. Die Play-down-Runde entfällt.

Trittaus Spiele bleiben umgewertet
"Haben wir nichts gewusst" schlug diesmal nicht durch
(3.4.08) Der Einspruch des TSV Trittau gegen die Umwertung der Spiele in der Oberliga Nord A wegen des Einsatzes eines Spielers, der gleichzeitig auch in einer dänischen Mannschaft spielte (siehe untere Meldung vom 19.2.08), wurde vom DBV-Verbandsgericht zurückgewiesen. Die Umwertung hat also Bestand. Sie ist in der Ergebnisübersicht und in der Abschlusstabelle auf gruppe-nord.net bereits berücksichtigt. Die schriftliche Begründung ist in Vorbereitung und wird in den nächsten Tagen verschickt. Vorab war zu erfahren, dass die Bewertung des vorgebrachten "Nichtwissens" anders ausfiel, als im Fall der Friedrichshafener Finnen (siehe untere Meldung vom 28.11.07).
Trotz der Umwertungen konnte Trittau allerdings die Klasse halten. Das Team landete auf Platz fünf. Nicht so glücklich ging die Saison für den BSV Greifswald aus, der ebenfalls von Umwertungen betroffen ist. Er landete auf Platz sechs und muss absteigen. Doch auch hier gibt es noch eine mögliche Chance auf den Klassenerhalt. Aufgrund der Tatsache, dass nach dem Friedrichshafener Rückzug aus der 1. Liga der VfL 93 Hamburg definitiv nicht in die 2. Liga kommt, wird dort nach Gifhorns Aufstieg ein Platz frei. Den bekommt laut Bundesliga-Ordnung (Anlage II), der Siebte, also EBT Berlin II. Falls die ihn annehmen, würde in der Regionalliga ein Platz frei. Und das hat natürlich Folgen für die Oberliga. Welche, wusste Wolfgang Schuch, der Obmann der Gruppe Nord noch nicht zu sagen: "Das muss ich mir jetzt erst einmal genau ansehen. Es gibt sowie einiges zu prüfen, denn wir haben auch Anfragen wegen Spielgemeinschaften auf dem Tisch."
(9.4.08) Die schriftliche Begründung des Urteil liegt vor und kann als pdf-Datei nachgelesen werden.

    

Doppelstarts von Spielern auch in der Oberliga Nord aufgedeckt
"Nix gewusst" macht Schule
(19.2.08) Auf hamburg-badminton.de ist nun ein Bericht erschienen, der schon im letzten Hamburger Badminton Journal veröffentlicht wurde. In ihm schildert Gordon Borchert, Mitglied im Spielausschuss des HBV, Vorkommnisse in der Oberliga Nord A, die im Zusammenhang stehen mit dem Einsatz von Spielern beim TSV Trittau und BSV Greifswald. In beiden Fällen haben eingesetzte Spieler auch in ausländischen Mannschaften gespielt. In dem Bericht ist davon die Rede, die Trittauer Verantwortlichen hätten sich mit der Aussage verteidigt, "man habe nichts von einer Regelung gewusst, dass man nicht in zwei Ländern auf einmal spielen dürfe".
Zurzeit liegt der Fall beim DBV-Verbandsgericht.
Lesen Sie Chaos in der Oberliga

Sein Einsatz für Tapion Sulka blieb ohne Folgen: Markus Rouvinen. Foto: MK

Fall der Friedrichshafener Finnen abgeschlossen
Spielberechtigung bleibt erhalten
(28.11.07) Achim Riedel, der Vorsitzende des DBV-Verbandsgerichtes teilt badminton.de mit, dass das Verbandsgerichtsverfahren wegen des Einsatzes der beiden Finnen Heikkinen und Rouvinen in der 1. Bundesliga zum Abschluss gebracht wurde (siehe untere Meldungen vom 25.9./28.9./4.10.). Er schreibt:
„Die Vereine SC Union Lüdinghausen, VfL 93 Hamburg und FC Langenfeld haben ihre Einsprüche zum DBV-Verbandsgericht zurückgenommen, so dass die Verfahren damit erledigt sind.
Ich denke, es ist im Interesse des DBV, wenn dieser Komplex jetzt abgeschlossen wird und nicht mehr in der Öffentlichkeit erörtert wird, was und wer die Ursachen für das Problem gesetzt hat. Es sind immer noch viele Emotionen im Spiel, so dass zu befürchten wäre, dass es wieder zu streitigen Erklärungen kommt, die keinem mehr nützen und die sehr wahrscheinlich auch nicht mehr durch ein objektives Verfahren aufgeklärt werden können.
Es kann m. E. für den DBV und die Bundesligavereine nur noch darum gehen, für die Zukunft zu vermeiden, dass es wieder zu einer derartigen Situation kommen kann. Es wird Sache des Bundesliga-Ausschusses, des Referats für Spielbetrieb O19, der Bundesliga-Vollversammlung und gegebenenfalls des DBV-Verbandstages sein, ob und wie die einschlägigen Bestimmungen geändert werden.“

Langenfelds Vorsitzender Karlheinz Schulz zu den Gründen für die Zurücknahme seines Protestes: „Wir haben am Ende wegen Aussichtslosigkeit zurückgezogen. Herr Riedel hat mich darauf aufmerksam gemacht, was passieren könnte, nämlich dass das rechtsgültige Urteil des baden-württembergischen Verbandsgerichtes Bestand haben könnte. Ich hab mich dann noch mal mit unseren Juristen ausführlich beraten. Außerdem hat mir Peter Meyer von Friedrichshafen glaubhaft versichert, dass er erst nach dem 1. August das Schreiben des finnischen Verbandes zu Gesicht bekommen habe. Es gibt in der Sache viele Ungereimtheiten. Eine davon ist allerdings auch die Frage, was das Verbandsgericht eines Landesverbandes überhaupt mit der Spielberechtigung auf Bundesebene zu tun hat.“
Arno Schley, der Vorsitzende des Bundesliga-Ausschusses hat bereits reagiert. In einem Schreiben an Riedel teilt er mit, dass die von diesem angeregten Maßnahmen zur Verbesserung der bestehenden Regelungen seiner Einschätzung nach nicht vom Bundesliga-Ausschuss oder von der Bundesliga-Vollversammlung ausgehen werden. Er begründet dies damit, dass die Initiative, Doppelstarts von Spielern in verschiedenen Mannschaften zu unterbinden, nicht von diesen Organen ausgegangen sei, sondern von den Landesverbänden.
Die Diskussion um den konkreten Fall ist damit abgeschlossen. Der Sachverhalt bleibt als Thema auf der Tagesordnung. Wie der für den Wettkampfbetrieb zuständige DBV-Vizepräsident Gerd Pigola mitteilt, wird sich auch das DBV-Präsidium in seiner nächsten Sitzung mit dem Sachstand beschäftigen.


Boss und Mäzen von SV Fortuna Regensburg: Dieter Sichert. Foto: MK

Droht Standortwechsel auch in der Badminton-Bundesliga?
Regensburg zieht nach Warendorf
(10.10.07) Aus den Spitzenligen mancher Profisportarten ist bekannt, dass ganze Teams ihren Standort wechseln. In der Deutschen Eishockey-Liga mutierten etwa 1997 die Ratinger Löwen nach Umzug zu den Revier Löwen Oberhausen. Ganz so weit ist es in der Badminton-Bundesliga wohl noch nicht, aber immerhin ist es schon eine Meldung wert, dass Fortuna Regensburg sein Heimspiel vom 14. Oktober gegen den 1. BC Beuel nicht im heimischer Umgebung austrägt, sondern im münsterländischen Warendorf.
Neu ist eine solche Auslagerung für den SV Fortuna allerdings keineswegs. Vereins- und Teammanager Dieter Sichert zu badminton.de: "Wir haben unser Heimrecht in der Vergangenheit öfter schon weggegeben. Mindestens viermal haben wir in Lohhof gespielt, im Münchner Norden, in einem Center, das es seit einigen Monaten nicht mehr gibt. Unser erstes Auswärtsheimspiel war dort gegen Langenfeld. Ein andermal gegen Heiligenwald. Hieran erinnere ich mich, weil Heiligenwald als 14:0-Tabellenführer ohne Ausländer kam und bei uns - ich glaube sogar 8:0 - verlor. Es war die Saison, als Heiligenwald in der Vorrunde alles gewann, in der Rückrunde - aus Kostensparung - seine Spiele mit einer rein deutschen Mannschaft abgab, als Vierter in die Play-offs einzog und dort dann wieder mit Lundgaard und Co. souverän Deutscher Meister wurde. Daraufhin wurden die Regeln geändert, hin zu einer Mindesteinsatzzahl, um Play-off-Spielberechtigung zu bekommen. Dann erinnere ich mich noch an ein Spiel in Lohhof gegen Südring Berlin, weil ich die Bälle in Regensburg vergessen hatte und der inzwischen verstorbene Rainer Behnisch ohne irgend ein böses Wort - dafür bin ich ihm heut noch dankbar - seine Zustimmung gab, mit irgendeinem Billigball, der im Center da war, zu spielen. Auch bei einem anderen Lohhof-Spiel gab es wieder was 'Geschichtsträchtiges'. Das Spiel fand gar nicht statt. Bayer Uerdingen sagte damals wegen Kollektiverkrankung - bzw. wegen Turnierverpflichtungen einiger seiner Spieler - ab. Auch danach wurden wieder die Regeln geändert. Kampflose Abgaben wurden drakonisch bestraft. Ich war allerdings, ehrlich gesagt, damals über diese Abgabe sehr froh. Wenn Uerdingen mit einer C-Klassen-Notmannschaft gekommen wäre, wäre ich vor den Zuschauern mit 'meiner Bundesliga' bis auf die Knochen blamiert gewesen."
Eingestielt hat es der ehemaliger Fortunaspieler Tim Schlautmann
Kramt Dieter Sichert erst einmal tiefer in seinen Erinnerungen, fällt ihm auch noch anderes ein: "Unser Aufstiegsrückspiel gegen Lüneburg vor zwei Jahren war ebenfalls in Lohhof. Und in der Nähe von Augsburg in einem Center namens Matchbox, haben wir auch mal gespielt, ich glaube wieder gegen Langenfeld..."
Was sind die Gründe für diese Ausflüge? Dazu Sichert, der nicht nur langjähriger Abteilungsleiter sondern auch Haupt-Mäzen des Clubs ist: "Die unbefriedigende Zuschauerresonanz in Regensburg, mit der wir leider leben müssen. Aber heuer war der Grund Tim Schlautmann, ein Spieler, der bei uns im Verein gespielt hat. Mit ihm bin ich, wie eigentlich mit  allen Spielern, voll im Guten auseinander gegangen. Er hat mit einem Partner die Firma Sport-Area in Warendorf. Der hatte die Idee, ein Spiel von uns bei 'ihm' zu machen. In dieser Saison passte es. Wir spielen am Samstag in Berlin, haben also nur einen kleinen Umweg. Auch Beuel konnte schon aus Entfernungsgesichtspunkten leichten Herzens zustimmen."
Offen für weitere Aktionen dieser Art
Denkt er auch darüber nach, weitere Heimspiele an eventuelle Interessenten zu vergeben? Sport-Area-Partnerverein Warendorfer SU etwa, feiert mit dem Spiel 30-jähriges Abteilungssjubiläum: "Grundsätzlich sind wir immer bereit, ein Heimspiel mal nach auswärts zu vergeben, nachdem unsere Zuschauersituation in Regensburg nach wie vor unbefriedigend ist. Denn es ist immer schön, mal vor einer größeren 'Heimkulisse' zu spielen. Finanziell sollte allerdings etwas übrig bleiben für uns."

Der VfB Friedrichshafen äußert sich zur Spielberechtigungs-Frage ihrer Finnen
"Verband hat uns zehn Wochen lang nicht auf die Problematik aufmerksam gemacht"
(4.10.07) Auf der Internetseite des Baden-Württembergischen Badminton-Verbandes hat Sven Heise am 2. Oktober einen Bericht verfasst, in dem er eine - bei badminton.de bisher nicht eingegangene - Pressemeldung des VfB Friedrichshafen vorstellt. Darin wird noch einmal die Friedrichshafener Position dargestellt, man habe sich auf die Bescheinigung des finnischen Verbandes verlassen.
Lesen Sie bei bwbv.de: VfB Friedrichshafen nimmt Stellung.

Verbandsgerichtsurteil
badminton.de liegt auch die vom Verbandsgericht des BWBV unter dem Vorsitz von Michael Gissibl im schriftlichen Verfahren erlassene Entscheidung vor, aufgrund derer das Referat für Spielbetrieb O19 im DBV seine Verweigerung der Spielberechtigung zurückgezogen hat (siehe untere Meldung vom 28.9.07).
Hier kann es aufgerufen werden (DOC-Datei).

     

Wende im Fall der Friedrichshafener Finnen
Verweigerung der Spielberechtigung zurückgezogen
(28.9.07) Gestern Abend hat Bundesliga-Spielleiter Bernd Mohaupt an die Bundesligavereine ein Schreiben des Referats für Spielbetrieb O19 im DBV an den VfB Friedrichshafen verteilt, in der mitgeteilt wird, dass die bisher verweigerte Spielberechtigung für bie beiden Finnen Heikkinen und Rouvinen (siehe untere Meldung vom 25.9.07) nun doch erteilt sei. In dem von Referatsleiter Lutz Sotta verfassten Schreiben heißt es nur lapidar:

Nachdem das Verbandsgericht des Baden-Württembergischen Badminton-Verbandes ein Urteil in obiger Sache gefällt hat, nehmen wir unsere Entscheidung vom 13.09.2007 zurück.
Für die o.g. Spieler wird die Spielberechtigung erteilt. Es gilt also die Rangliste vom 29.07.2007, die Herr Mohaupt mit Datum vom 12.08.2007 abgezeichnet hat."

Damit hat der Fall eine Wendung genommen, die bei vielen Betroffenen und Verantwortlichen zumindest Stirnrunzeln hervorrufen wird. Zum Hintergrund ist zu sagen, dass die Spielberechtigungs-Erteilung Sache der Landesverbände ist und nicht des DBVs. Daher kommt auch Friedrichshafens Landesverband Baden-Württemberg ins Spiel.
Dort hatte BWBV-Sportwart Andreas Schuch zunächst die Spielberechtigung verweigert. Dem Einspruch von Friedrichshafen gegen diese Verweigerung hatte die BWBV-Spruchkammer stattgegegben. Dagegen legten wiederum Bundesliga-Ausschuss und Referat für Spielbetrieb Einspruch ein. Diesen verhandelte das Verbandsgericht Baden-Württemberg. Lutz Sotta: „Und die Entscheidung dieses Verbandsgerichts hat uns gezungen, unsere ursprüngliche Entscheidung zurückzunehmen. Die Begründung ist im Wesentlichen, die Friedrichshafener hätten nichts davon gewusst, dass ihr Finnen in der Finnischen Meisterschaft ebenfalls gespielt hätten und sie dürften deshalb nicht bestraft werden."
Und die bei diesem Sachverhalt eindeutigen Regelungen der DBV-Spielordnung? Dazu Sotta: "Das Nichtverschulden des Vereins wird höher bewertet als die DBV-Spielordnung.“
Ausgestanden dürfte die Sache aber dennoch nicht sein. Es ist damit zu rechen, dass gegnerische Erstligavereine Protest einlegen, sobald die Namen der Finnen auf einem Spielberichtsformular erscheinen - am Wochenende sind Lüdinghausen und Hamburg am Bodensee zu Gast, deren Manager Michael Schnaase und Carsten Hansen haben Proteste schon angekündigt. Sie sind auch deshalb zu erwarten, weil sowohl Arno Schley, der Vorsitzende des Bundesliga-Ausschusses, als auch Lutz Sotta eindeutig Position bezogen haben, indem sie fragen, wozu denn Regelungen bestehen, wenn sie nicht eingehalten werden.
Auch der für den Wettkampfsport zuständige DBV-Vizepräsident Gerd Pigola, der vor zwei Jahren die Arbeitsgruppe "Spielberechtigung" zur Vereinheitlichung der Regelungen eingerichtet hatte, ist sauer: "Es macht wenig Sinn mit viel Geld- und Arbeitsaufwand bundesweit verbindliche Regelungen zustande zu bringen, wenn sie bei der ersten Anwendung gekippt werden."
Nach solchen Protesten landet die Angelegenheit dann doch noch endgültig beim DBV-Verbandsgericht. Auch bei der gemeinsamen Tagung der Sportwarte von DBV und Landesverbänden, die am kommenden Mittwoch in Frankfurt stattfindet, wird sie wahrscheinlich ein Thema sein, zumal all jene Vereine benachteiligt sind, die sich bei der Verpflichtung bzw. Nichtverpflichtung von Spielern an die Vorgaben gehalten haben.

Vor der neuen Saison

    

Das sagen die Manager

 

(26.9.07) Florian Münch vom Sportnetzwerk funpool hat einige Erstligamamager vor der beginnenden Saison über ihre Erwartungen befragt. Hier die Antworten:

Günther Joppien vom FC Langenfeld
„Zunächst Play-offs“
In der neuen Saison möchten wir wie in den letzten fünf Jahren erneut die Play-offs erreichen. Dort ist dann wie so oft alles möglich und zu sehr von der Tagesform abhängig, so dass ich keine weitere Prognose abgeben kann. Aber absoluter Topfavorit ist für mich der BC Bischmisheim. Als Neuzugang können wir Ella Karachkova aus Russland verzeichnen, müssen jedoch auch den Weggang von Nadiezda Kostiuczyk nach Dänemark verkraften.
Manfred Kehrberg von EBT Berlin
„Mein Favorit ist Beuel“
Oberstes Ziel für uns ist es, wieder die Play-offs zu erreichen. Davon abgesehen, möchten wir einige Nachwuchsspieler an das Spitzenniveau der Liga heranführen. Mit Johannes Schöttler verstärkt uns in der kommenden Saison noch ein weiterer guter Nachwuchsspieler. Er kommt vom VfL Hamburg. Kasperi Salo beendet seine aktive Laufbahn und wird somit nicht mehr zum Einsatz kommen. Der Meisterschaftsfavorit ist für mich BC Bonn-Beuel.
Michael Schnaase von Union Lüdinghausen
„Saisonziel Klassenerhalt“
Unser Saisonziel lautet eindeutig wieder, den Klassenerhalt zu schaffen. Mit unserem Topspieler Petr Koukal haben wir uns geeinigt, dass er in der kommenden Saison nicht für uns spielt, da er aufgrund der Qualifikation zu den Olympischen Spielen nur für wenige Einsätze zusagen konnte. Stattdessen wird der Slowenische Meister Luka Petric unser Team komplettieren. Besonders nach den jüngsten Verstärkungen ist in meinen Augen der BC Bischmisheim wieder Topfavorit auf den Meistertitel. Wahrscheinlich werden wieder Berlin, Beuel, Langenfeld und Bischmisheim in den Play-offs und Hamburg, Friedrichshafen, Regensburg und wir in den Play-downs spielen.
Dieter Sichert von Fortuna Regensburg
„Wieder Fünfter“
Wir würden uns über eine Wiederholung des letztjährigen fünften Platzes sehr freuen. Die "großen Vier" sind meines Erachtens nicht von diesen Plätzen zu verdrängen, auch wenn wir unser Bestes geben werden.
Bei den Damen verstärkt uns Linling Wang und außerdem beziehen wir Irwansyah wieder mit ein, der ja bereits ein alter Bekannter ist. Es verlassen uns Thomas Nirschl, Thomas Hutzler und Alexej Lyssyi. Sicher werden Bischmisheim und Berlin wieder ganz vorne zu finden sein.
Für den 1. BC Bischmisheim antwortete Pressesprecher Pascal Blum
„Nehmen Favoritenrolle an“
Wir konnten nun zweimal hintereinander die Meisterschaft erreichen. Die Abgänge im Team wurden adäquat ersetzt und in der Breite konnten wir uns sogar noch verstärken. Es wäre unglaubwürdig, als Saisonziel etwas anderes als die Titelverteidigung auszugeben. Wir starten in die neue Saison als Favorit und nehmen diese Rolle auch gerne an.
Um sich stressfreier und regenerativer auf Olympia vorzubereiten, wechselte Kathrin Piotrowski zum Regionalligisten nach Wesel. Ihr sportlicher Seitensprung wird durch den schwedischen Neueinkauf Johanna Persson aufgefangen. Des Weiteren stößt Kestutis Navickas zum Team. Nachdem der TuS Wiebelskirchen sich überraschend aus der Bundesliga zurückzog, verpflichten wir aus den Reihen des einstigen Ligakonkurrenten die beiden deutschen Nationalspieler Roman Spitko und Marcel Reuter.
Zu den Meisterschafts-Favoriten zählen wir die üblichen Verdächtigen: EBT Berlin, 1. BC Beuel, FC Langenfeld und eben den BCB. Diese Art Zweiklassen-Gesellschaft wird auch in dieser Saison die Liga kennzeichnen. Zu unseren ärgsten Konkurrenten zählen wir die Berliner.

Finnen Heikkinen und Rouvinen haben auch in Finnland an Mannschaftsmeisterschaft teilgenommen
Friedrichshafener wollen Spielordnung aushebeln
Von Martin Knupp
(25.9.07) Wieder einmal versucht ein Bundesligist alles, um aus Gründen des persönlichen Vorteils die gemeinsam gegebenen Ordnungen zu umgehen. Erst beim DBV-Verbandstag 2006 ist auf Initiative von Landesverbänden noch einmal ausdrücklich als gemeinsamer Wille festgelegt worden, es ist nicht gewollt, dass deutsche oder ausländische Spieler während einer Saison zugleich in einer deutschen und in einer ausländischen Mannschaft im Rahmen von Meisterschafts- oder Punkterunden spielen. Geschieht dies doch, ist vorgesehen, dass von jenem Tag an die Spielberechtigung für die betreffende deutsche Mannschaft erlischt. Liegt der Einsatz nach dem deutschen Saisonschluss, so darf es keine Spielberechtigung für die kommende Saison geben.
Die zwei Finnen Markus Heikkinen und Markus Rouvinen vom Zweitliga-Meister und Aufsteiger VfB Friedrichshafen haben nun in diesem Jahr zusätzlich auch noch für den finnischen Verein Tapion Sulka an der Finnischen Mannschaftsmeisterschaft teilgenommen. Daraufhin hat der Bundesligaspielleiter konsequenterweise den Friedrichshafenern ihre eingereichte Rangliste mit dem Hinweis zurückgeschickt, die zwei genannten finnischen Spieler seien aufgrund von § 4(6), § 4(7) und 4(8)  der DBV-Spielordnung in der kommenden Saison für einen deutschen Verein nicht spielberechtigt. Gegen diese Entscheidung wiederum fahren die Friedrichshafener mit der inzwischen gang und gäbe gewordenen rechtsanwaltlichen Unterstützung die sattsam bekannten Argumente wie übergeordnetes europäisches Recht, Behinderung von Berufsausübung, unzulässige Einschränkung eines Gewerbebetriebes auf. Viele Stunden Arbeit gab es und gibt es also für unsere ehrenamtlichen Funktionäre auf Landesverbands- und DBV-Ebene, um sich mit diesem Aushebelungsversuch auseinander zu setzen. Inzwischen liegt der Fall beim DBV-Verbandsgericht.
Pikantes am Rande: In dem Einspruch der Rechtsanwälte gegen die Spielberechtigungsverweigerung heißt es, der VfB Friedrichshafen hätte sich „vor Rundenbeginn vom finnischen Verband bestätigen lassen, dass die Spieler Heikkinen und Rouvinen nicht in der finnischen Meisterschaft oder in einer anderen als der deutschen Liga eine Spielberechtigung haben“.
Jüngst hatte der europäische Dachverband Badminton Europe erst wegen einer falsch ausgestellten Bescheinigung den spanischen Verband mit 3500 Euro Geldstrafe belegt und dem Turniergewinner Rinconada den Europacup-Titel aberkannt.

Arno Schley über die Hintergründe des Wiebelskirchener Rückzugs aus der Bundesliga

Gehaltsforderungen der ausländischen Spieler werden immer astronomischer 

(24.8.07) Arno Schley, der Abteilungsleiter von TuS Wiebelskirchen hat auf der saarländischen Internetseite svb-online in einem ausführlichen Interview Einzelheiten über die Hintergünde des Rückzuges seines Vereines aus der Bundesliga erläutert (siehe untere Meldung vom 26.7.07) . Gemeinsam mit Wiebelskirchens sportlichem Leiter Oliver Rettke stellte er sich den Fragen von Eric Kolling. 
Als Hauptgrund nannte Schley fehlende spielstarke Damen, da es nicht gelungen sei, für die nach Luxemburg abgewanderte Elena Nozdran unter vertretbaren finanziellen Bedingungen Ersatz zu holen. Rettke sprach in diesem Zusammenang von "immer astronomischer werdende Gehaltsforderungen ausländischer Spieler".
In dem Gespräch äußerte sich Arno Schley, der nach wie vor Vorsitzender der Bundesliga-Vollversammlung ist, dem Selbstverwaltungsgemium der 24 Bundesligavereine, über die generelle Situation in der Bundesliga. Er führt eine ganze Liste von Klagen an, allen voran die "fehlende Akzeptanz der Anliegen der Bundesliga innerhalb des DBV und insbesondere der Landesverbände" und den eingeengten Spielraum durch den internationalen Spielbetrieb.
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"Langfristig wollen wir in die 1. oder 2. Liga zurück".

Bundesligen wieder komplett
Hamburg in 1. Liga - Hamburg in 2. Liga
(29.7.07) Der durch den Rückzug von TuS Wiebelskirchen freigewordene Platz in der 1. Bundesliga wird durch VfL 93 Hamburg, den Meister der 2. Bundesliga Nord ausgefüllt. Das teilte Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt mit. Die Hamburger waren in den Aufstiegsspielen knapp nach Sätzen gegen den VfB Friedrichshafen gescheitert. Den Platz von VfL 93 in der 2. Bundesliga Nord nimmt der Spiel- und Sportverein Wichern-Schule Hamburg ein. Das Team um Christian Barthel war Zweiter in der Regionalliga Nord geworden.
Cwalina statt Johannes Schöttler
VfL 93 ist kein Unbekannter in der 1. Liga. Die 93er waren 2005 abgestiegen. Teammanager Carsten Hansen zu badminton.de: "Die Mannschaft wollte ursprünglich schon den Aufstieg, die Relegationsspiele haben wir ja nur äußerst knapp gegen starke Friedrichshafener verloren. Und sie wollte, als wir jetzt die Chance bekamen, immer noch. Ich trage das mit."
Bedauerlich sei nur, dass Johannes Schöttler mittlerweile zu EBT Berlin gewechselt ist, da er in der 1. Liga spielen wollte. Hansen: "Er hat geflucht, als er hörte, dass wir jetzt doch oben dabei sind." Als Ersatz wurde der polnische Spitzenspieler Adam Cwalina verpflichtet.
Dennoch muss Carsten Hansen jetzt völlig umplanen: "Das geht bei den Plakaten und Eintrittskarten los, die bereits fertig waren. In der Hauptsache gibt es natürlich finanzielle Probleme. Einen Aufstieg in die 1. Liga gibt es nicht kostenlos. Drei Reisen mit langen Wegstrecken ins Saarland, an den Bodensee und nach Regensburg stehen an. In der 1. Liga werden die Doppelspielwochenenden bekanntlich immer mit einem Heimspiel und einem Auswärtsspiel ausgetragen. Das erste Wochenende am 29./30. September beschert uns gleich als Auswärtsspiel Friedrichshafen. Aber das Team um unseren Mannschaftskapitän Sebastian Schöttler will den Aufstieg unbedingt. Und sie sind sicher, dass in der kommenden Saison am Ende mehr als nur ein Punkt auf dem Konto stehen wird, wie es 2005 der Fall war, als wir abgestiegen sind."  

           

Wiebelskirchens Spitzenmann Roman Spitko geht zum Nachbarn Bischmisheim
TuS Wiebelskirchen zieht sich nach 36 Jahren aus der Bundesliga zurück
(26.7.07)Er war der einzige Verein, der seit Gründung der Bundesliga im Jahre 1971 immer dabei - gestern indes ging bei Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt die Abmeldung von Wiebelskirchens Abteilungsleiter Arno Schley ein. Die 1. Mannschaft wird aufgelöst, die zweite in der Regionalliga Mitte wird zur ersten Mannschaft. Erstes Nachrückrecht hat VfL 93 Hamburg. Bernd Mohaupt: "Ich habe Carsten Hansen informiert. Er hat bis Sonntag Zeit, sich zu überlegen, ob er spielen will. Wenn er nein sagt, werde ich ich Neubiberg fragen."
Arno Schley ist erst einmal in Urlaub gefahren und war nicht zu erreichen. Aber es waren wohl finanzielle Gründe, die den Rückzug bestimmt haben. Noch im September 2006 hatte man das 50-Jährige Abteilungsjubiläum gefeiert und in diesem April war die Mannschaft nach einer verkorksten Saison im Play-down-Finale dem Abstieg gerade noch entgangen. Doch ist war kein Geheimnis, dass die Wiebelskirchener im Gegensatz zu ihrem saarländischen Mitbewerber 1. BC Bischmisheim finanziell nie auf Rosen gebettet waren. Dennoch hatten sie in den neunziger Jahren den Ansturm des saarländischen Rivalen SSV Heiligenwald überstanden. Doch zuletzt waren sie in der öffentlichen Wahrnehmung trotz ihrer langen Traditon hinter Bischmisheim zurückgefallen.
Die Bischmisheimer gaben dann auch heute gleich die Verpflichtung von Wiebelskirchens Spitzenmann Roman Spitko bekannt. In einer Pressemitteilung wird der gebürtige Augsburger wie folgt zitiert: „Ich war dem TuS Wiebelskirchen sehr verbunden und es ist kein Geheimnis, dass ich dort auch weitergespielt hätte. Es ist schade, dass es mit dem TuS in der neuen Saison nicht mehr klappt und der Verein sich aus der Bundesliga abmelden musste. Daher bin ich überaus froh, dass es noch so kurzfristig mit dem BCB hingehauen hat. Da ich unbedingt im Saarland bleiben wollte, gab es für mich neben dem BCB keine Alternative. Jetzt möchte ich alles dafür geben, dass wir mit dem BCB den Titel verteidigen.“
Was weitere deutsche Spitzenspieler aus Wiebelskirchens Kader angeht, bleibt nur die Frage nach dem neuen Verein von Nationalspieler Marcel Reuter.

200 Spiele ohne Aussetzer: Franklin Wahab. Foto: MK.

Franklin Wahab - 200 Bundesligaspiele für die SG Anspach
(17.11.06) Georg Komma, der Abteilungsleiter des hessischen Vereins SG Anspach, hat am kommenden Sonntag Glückwünsche der besondereren Art auszusprechen. Beim Spitzenspiel der 2. Liga Süd Anspach gegen VfB Friedrichshafen bestreitet Anspachs Franklin Wahab sein 200. Bundesligaspiel in Folge. Georg Komma: "Ich glaube nicht, dass es dieses Bundesliga-Jubiläum schon mal gegeben hat."
Sein erstes Match bestritt Franklin am 18.9.1993 im Spiel gegen Neckarau - das war zugleich der Einstieg der SGA in die Bundesliga. Vier der insgesamt 14 Bundesliga-Jahre spielte der mittlerweile 32-Jährige mit der SGA sogar in der 1. Liga, von 1997 bis '99 und 2000 bis '02. Komma: "Klar, dass es da eine Ehrung vom Vorstand gibt und ich bin sicher, dass sich bei der großen Beliebtheit des Spielers viele Badmintonfreunde das Ereignis nicht entgehen lassen werden."
Glückwünsche an Franklin auch von badminton.de. Das Spiel in der Anspacher Adolf-Reichwein-Halle beginnt Sonntag, den 19.11. um 14 Ihr.

Der BV Gifhorn präsentierte seine Mannschaft beim Fußball-Bundesligaspiel in Wolfburg
(2.10.06) Passend zum Saisonbeginn der Badminton-Bundesliga präsentierte Zweitligist BV Gifhorn sein Team beim Fußball-Bundesligaspiel des VfL Wolfsburg gegen Bayern Münschen am vergangenen Samstag in der .
Eingefädelt hatten den PR-Deal Gifhorns Teammanager Hans Werner Niesner und der Geschäftsführer der Fußball-AG des VfL Wolfsburg, Klaus Fuchs. Fuchs ist ursprünglich ein Badmintonmann. Er wurde 1984 - damals noch tätig als Verwaltungsbeamter bei der Stadt Bad Dürkheim - für ein paar Jahre Honorartrainer für die DBV-Jugend. Erst später wechselte er ins Fußball-Management.
Niesner: „Ich freue mich und bin stolz darauf, dass ein ehemaliger Badmintontrainer auch noch als Topsportmanager an seine ehemalige Sportart denkt und diese unterstützt.“
Vor Beginn des Fußballspiels fand in der mit 30.000 Zuschauern ausverkauften Volkswagen Arena ein Interview mit Nationalspielerin Sandra Marinello, die in dieser Saison zu den Gifhornern gewechselt ist, und Teammanager Hans Werner Niesner statt.
Niesner: „Wir sind unmittelbar nach unserer Vorstellung von Klaus Fuchs empfangen worden. Er wünschte dem NBV-Team-Gifhorn viel Erfolg für die Saison und uns einen angenehmen Aufenthalt. Den hatten wir. Wir haben ihn genossen. Wir durften uns vor, während und bis lange nach dem Spiel hervorragend beköstigen. Und die Partie des VfL gegen die Bayern war am Ende an Spannung kaum noch zu überbieten war. Am Schluss hatte der VfL, als Tabellenletzter, den hohen Favoriten mit 1:0 geschlagen."
Und Erinnerungen an die eigene Karriere überkamen Hans Werner Niesner, früher selbst Spieler in der Badminton-Bundesliga - beim damals noch erstklassigen VfL Wolfsburg: „Quasi an alter Wirkungsstätte ist mir natürlich wieder einiges eingefallen. Im Frühsommer 1974 sind wir mit dem VfL Wolfsburg zum erstenmal in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Damals mussten wir im alten VfL-Stadion in der Halbzeitpause auf den Platz marschieren und wurden dort beim Zweitligaspiel vorgestellt. Für damalige Verhältnisse war das auch ein 'schönes Ding'!"

Mannschaftspräsentation im Stadion - Sandra Marinello und Teammanager Hans Werner Niesner im Interview.
Erinnerungsfoto des Gifhorner Teams mit VfL-Manager Klaus Fuchs, früher einmal Bundesjugendtrainer im DBV. Fotos: Jasmin Krause.

Carsten Hansen vom VfL 93 Hamburg zum Rückzug von Waghäusel aus der 2.Liga

"Unüberlegte Beschlüsse haben erstes Opfer gefunden"

(1.10.06) Carsten Hansen, Teammanager von VfL 93 Hamburg aus der 2. Bundesliga Nord schickt badminton.de folgende Stellungnahme zum Rückzug von Rolf Zimmermann (siehe untere Meldung vom 29.9.06):

Nun ist es passiert, die unüberlegten Beschlüsse vom Verbandstag 2006, die die Bundesligen betreffen, haben ein erstes Opfer gefordert. Der Zweitligist Waghäusel will diese Beschlüsse nicht tragen und zieht sein Team zurück. Er beklagt, mit Recht, dass einige Verbandsvertreter leichtfertig Beschlüsse fassen, und sich über die Tragweite nicht im klaren sind. Es herrscht manchen Orts die Einstellung, das ist ist ja nur die Bundesliga, die hat Geld ohne Ende, die können das tragen. So geht es nicht, viele BL-Vereine kämpfen jedes Jahr erneut um das finanzielle Überleben. Auch die Gleichbehandlung in unserem Sport ist auf der Strecke geblieben. Es ist sehr schade, dass ein so engagierter Verein und Coach erst mit seinem Rücktritt so manchen Verbandfunktionär aus dem Schlaf erwecken muss. Hoffentlich hat das Handeln von Rolf Zimmermann wenigstensErfolg. Ich kann mich den Argumenten von Rolf Zimmermann nur anschließen.

Hat mit gewaltigem persönlichen Einsatz den SSV Waghäusel nach...
...oben gebracht: Rolf Zimmermann. Foto: MK

Hammer unmittelbar vor Saisonbeginn: Zimmermann zieht Waghäusel zurück
(29.9.06) Sonntag beginnt die Saison, gestern erhielt Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt die Abmeldung des SSV Waghäusel aus der 2. Bundesliga Süd. Mohaupt: "Da ist jetzt auch nichts mehr zu machen, was das Nachrücken angeht. So muss die Liga halt mit sieben Teams spielen. Das finde ich schade. Als Begründung hat Rolf Zimmermann in seiner Mail die letzten Verbandstagsbeschlüsse von Gera genannt."
Beim DBV-Verbandstag im Juni in Gera waren auf Antrag des Ausschusses für Wettkampfsport die Aufwandsentschädigungen für die Bundesliga-Schiedsrichter von 25 auf 50 Euro erhöht worden. Zusätzlich war beschlossen worden, dass beim Aussprechen einer Verwarnung durch eine Gelbe Karte ein Bußgeld von 50 Euro anfällt. Beide Beschlüsse werden von den Bundesligavereinen heftig angegriffen.
Gegenüber badminton.de bestätigt Waghäusels langjähriger Abteilungsleiter und Teammanager Rolf Zimmermann die genannten Rückzugsgründe. "Ich halte es für eine Unmöglichkeit, die Rahmenbedingungen für eine Veranstaltung nach der Meldung noch zu ändern. Ich bin von vielen Funktionären maßlos enttäuscht. Was oft abläuft, hat mit dem Versuch von Leistungssport nichts mehr zu tun. Viele machen sich mehr Gedanken, wie es etwas behindern können, als wie sie es voranbringen können. "
Ausdrücklich bestreitet er, dass er die Mannschaft aus Geldmangel zurückzieht. "Finanziell hätten wir es geschafft. Auch personell habe ich meine Spieler alle zur Verfügung. Wir hatten eine Mannschaft beisammen, mit der hätten wir den Aufstieg schaffen können. Unsere chinesische Dame ist sogar schon da, die Kosten muss ich jetzt sowieso zahlen."
Aber offenbar hatte sich in Zimmermann so viel Unmut angesammelt, dass er die Lust verloren hat. Er legt nämlich gleichzeitig mit dem Mannschaftsrückzug auch sein Amt als Jugendwart des Baden-Württembergischen Badminton-Verbandes nieder: "Ich wickle jetzt nur noch ab, was aktuell an Turnieren ansteht, dann werde ich mich komplett aus allem zurückziehen", erklärt er verbittert. "Ein trauriges Ende nach 25 Jahren. Wir sind mit Waghäusel von der Kreisklasse A bis in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Aber so viele Windmühlenflügel wie ich immer wieder vorfinde, hatte selbst Don Quichote nicht zu bewältigen."
            

Bundesliga-Vorschau 2006/07 mit Blick auf die vier bayerischen Vereine

    

Von Regensburg nach Rosenheim

      

Von Meinrad Fichtner
(28.9.06) Soviel ist sicher: Die bayerischen Badmintonvereine werden in der neuen Bundesliga-Saison ein wichtiges Wort mitreden. Insgesamt vier Mannschaften aus Bayern, so viele wie nie zuvor, sind in der Saison 2006/2007 in der 1. und 2. Bundesliga vertreten. Dabei gilt Fortuna Regensburg als künftiger Hoffnungsträger, der sich geradezu sensationell verstärkt hat.
Fortuna Regensburg nimmt Projekt "Deutsche Meisterschaft" in Angriff
Projektmanagement! WM-Erfolgscoach Jürgen Klinsmann ist das leuchtende Vor-bild für den Badminton-Erstbundesligisten SV Fortuna Regensburg. "Mit unserer konsequenten Mehrjahresplanung", so Dieter Sichert, Manager des Regensburger Badminton-Bundesligisten, "wollen wir spätes-tens 2008 um die Deutsche Meisterschaft ernsthaft mitspielen." Dafür bereiten sich die Regensburger schon jetzt gene-ralstabsmäßig vor und verstärkten sich für die neue Saison 2006/2007 mit Oliver Pongratz geradezu sensationell. Pongratz galt lange Zeit als das unumstrittene Aushängeschild für Badminton in Deutsch-land. Als mehrfacher Weltmeisterschaftsteilnehmer, Olympiateilnehmer und siebenfacher Seriensieger der Deutschen Meisterschaften (1993-1999) zählt der gebürtige Bayer aus Mindelheim bereits heute schon zu den "living legends", den lebenden Legenden im Deutschen Badmintonsport.
Zusätzliche Verstärkung sicherten sich die Regensburger durch die Verpflichtung der ehemals für Ludwigshafen spielenden Neli Boteva und Jens Roch. Die Bulgarin Boteva zählt zu den Badmintonstars ihres Landes und erreichte bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen die Runde der letzten 32 im Damendoppel. Der frühere deutsche Nationalspieler Roch war jeweils Dritter der Deutschen Meisterschaften 2000 und 2001 und Deutscher Vizemeister 2002 bis 2004.
Damen: Rita Wemyss (SCO), Neli Boteva (BUL), Kathrin Hoffmann, Natascha Thome.
Herren: Zhu Min (CHN), Oliver Pongratz, Michael Helber, Jens Roch, Felix Hoffmann, Thomas Hutzler, Thomas Nirschl,
Alexej Lyssyi.
TSV Neubiberg-Ottobrunn Newcomer in der 1. Liga
In den vergangenen vier Jahren in der 2.Bundesliga sammelten die jungen Spieler vom TSV Neubiberg-Ottobrunn viel Erfahrung und steigerten dabei sukzessive ihr ohnehin schon hohes Spielniveau.
"Die Zielsetzung unserer ersten Mannschaft", so Hubert Hauber, Manager des neuen Erstbundesligisten, "kann als Newcomer in der 1. Bundesliga dennoch nur der Klassenerhalt sein. Das erfordert von uns höchste Anstrengungen und natürlich eine große Portion Glück."
Die Weichen hierfür wurden bereits in der Vorbereitung auf die neue Bundesligasaison gestellt, nachdem der Finne Ville Lang vom Deutschen Meister 2005/06 1.BC Bischmisheim zum TSV Neubiberg-Ottobrunn zurückkehrte und seine weiter aufsteigen-de Form dort bestätigen will. Das Ziel der Nummer Eins in Finnland ist neben dem Klassenerhalt in der 1. Bundesliga seine Teilnahme bei den olympischen Spielen 2008 in Peking.

Ein weiterer Neuzugang in Neubiberg-Ottobrunn ist die Engländerin Elizabeth Cann aus Jersey. Cann, Nr. 2 der engli-schen Rangliste, Nr. 19 der Weltrangliste und Badminton-Profi, scheint dabei ein echter Glücksgriff zu sein: Sie zeigt sich aktuell in bestechender Form, gewann 2005 die englischen Meisterschaften im Dameneinzel und alle drei Turniere der englischen Elite-Serie, daneben die Bulgarian Open und die Swedish Open.
Damen: Elizabeth Cann (ENG), Suzanne Rayappan (ENG), Maria Kizil (BLR), Corina Herrle, Julia Hauber, Julia Schmidt.
Herren: Arvind Bhat (IND), Antti Viitikko (FIN), Ville Lång(FIN), Sebastian Strödke, Felix Künzer, Benjamin Placzek, Michael Hauber, Timo Courage, Markus Krupitz.
TSV Neuhausen-Nymphenburg Titelaspirant in der 2. Liga?
Mit den Neuzugängen Neil White (ENG) und Julia Suchan (Fortuna Regensburg) präsentiert sich der langjährige Zweitbundesligist TSV Neuhausen-Nymphenburg in der Saison 2006/07. Durch Verletzungspech stark geschwächt, war die Mannschaft in der vergangenen Saison nur knapp am Abstieg in die Regionalliga vorbeigeschrammt. In der neuen Saison kann deshalb das Minimalziel nur der frühzeitige Klassenerhalt und ein Platz im vorderen Mittelfeld sein, Experten trauen dem Team jedoch durchaus mehr zu.
Neil White (21) ist englischer Nationalspieler und derzeit die aktuelle Nummer 10 in der englischen Rangliste.
Für Julia Suchan ist zwar der Verein neu, in der Bundesliga ist sie aber eine alte Bekannte. Sechzehn Jahre spielte sie bei Fortuna Regensburg in der 1. und 2. Bundesliga und stellt diese Erfahrung nun dem TSV Neuhausen-Nymphenburg zur Verfü-gung.
Damen: Vlada Chernjawskaja (BLR), Claudia Klingelhöfer, Julia Suchan.
Herren: Neil White (ENG) Konstantin Dubs, Eric Patz, Bruce Flockhart (ENG), Klaus Raffeiner (ITA).
PTSV Rosenheim will als neuer Zweitligist Klassenerhalt erreichen
"Klassenerhalt" ist das vorläufig erklärte Ziel für den Bundesliga-Neuling aus Rosenheim, dessen Team sich überwiegend aus Erfolg versprechenden Nachwuchshoffnungen zusammensetzt, deren Durchschnittsalter Bundesligarekordverdächtige 20 Jahre beträgt. Damit trägt das Konzept der sportlichen Leiter vom PTSV Rosenheim, Rena Eckart und Manfred Ernst, schon nach einem Jahr seit seiner Entwicklung erste Früchte: Im November 2005 konnte die Diplom-Sportwissenschaftlerin Eckart im Finsterwalder Gymnasium in Rosenheim alle Verantwortlichen, Funktionäre und Freunde des Vereins "Athletenhaus Rosenheim e.V." zum Startschuss des neuen Badminton-Leistungsstützpunktes Bayern sowie anschließend zur Eröffnung des neuen Athletenhauses in Stephanskirchen begrüßen. Dort haben talentierte Badminton-Nachwuchsathleten, die nicht aus Rosenheim stammen, ein neues Zuhause und die Gelegenheit, Leistungssport und Schule optimal miteinander zu verbinden.
Vertrauen, dass aus dem Leistungsstützpunkt Bayern in Rosenheim/Stephanskirchen sportlich Großes wächst, hat auch Holger Hasse, Bundesjugendtrainer im Deutschen Badminton Verband: "Der Verband blickt hoffnungsvoll nach Rosenheim, wo jetzt erstklassige Strukturen vorhanden sind. Ich bin Rena Eckart und Manfred Ernst sehr dankbar für ihren großen Einsatz in unserem Sport und hoffe, dass die jungen, sehr talentierten Athleten die Chance, die sie hier haben, auch zu schätzen wis-sen und mit Leistung belohnen", so der Bundestrainer.
Damen: Katharina Giebfried, Lisa Enzinger, Daniela Bachmayer.
Herren: Hannes Käsbauer, Oliver Roth, Benjamin Lanzinger (Neuzugang), Peter Käsbauer, Manuel Heumann, Roland Brunner (Neuzugang, ITA).

Regensburgs Dieter Sichert: Zu viele Vorschusslorbeeren
(29.9.06) Dieter Sichert, der Teammanager und Mäzen von Fortuna Regensburg bedankt sich zwar einerseits für die Vorschusslorbeeren, die in obiger Vorschau von Meinrad Fichtner an sein Team verteilt werden, ist anderserseits was die Aussichten angeht, aber deutlich skeptischer: "Die Realität sieht leider ganz anders aus. Ich glaube, ich muss klarstellen, dass unser Saisonziel auch heuer wieder ausschließlich der Klassenerhalt ist. Wir würden es bei der starken Konkurrenz schon als ganz großen Erfolg ansehen, im Finale der Play-down-Runde nicht mehr im den Klassenerhalt spielen zu müssen, ihn also bereits im Play-down-Halbfinale zu schaffen. Die Meisterschaft werden nach meiner Einschätzung auch heuer - und sicher in den nächsten Jahren - wieder ausschließlich die "großen Vier" unter sich ausmachen.

Erstligafrischling TSV Neubiberg mit neuem Internetauftritt

(13.9.06) Termingerecht zur ersten Saison in der 1. Bundesliga hat der TSV Neubiberg/Ottobrunn e.V 1920 seinen Internetauftritt neu gestaltet. Waren die Münchner Vorstädter bislang nur als Unterseite des Gesamtvereins zu erreichen, so haben sie jetzt eine eigene Webadresse: www.badminton-neubiberg.de. Webmaster ist Babis Iakowidis, zu erreichen unter homepage @ badminton-neubiberg.de.
Beim Durchblättern der neuen Unterseiten erfährt der Leser dann, dass sich die Neubiberger für die kommende Saison mit dem Finnen Ville Lang und der Engländerin Elizabeth Cann verstärkt haben. Lang kehrt vom 1. BC Bischmisheim zurück, für den er eine Saison gespielt hat. Gegen Meister Bischmisheim muss der TSV auch den Erstliga-Auftakt bestreiten. Am 1. Oktober um 13 Uhr präsentieren sich die Saarländer im Sportzentrum Neubiberg in der Zwergerstraße.

Bundesliga-Gastspiel nach zwei Jahren beendet.

Der VfB Lübeck zog sich aus 2. Liga zurück - VfL Maschen rückt nach
(23.6.06) Zukünftig wird es keinen schleswig-holsteinischen Lokalkampf mehr in der 2. Bundesliga Nord geben. Der VfB Lübeck überlässt BW Wittorf allein das Feld. Wie Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt auf Nachfrage mitteilt, haben ihm die Lübecker am 22. Juni ohne eine Begründung ihren Rückzug mitgeteilt. Den freien Platz wird das niedersächsische Team VfL Maschen einnehmen.
Die Mannschaft der SG Maschen-Hittfeld hatte die Saison als Zweiter der Regionalliga Nord knapp hinter EBT Berlin II beendet.
Bei gleicher Punktzahl hatte nur das bessere Spielverhältnis von 85:27 gegenüber 83:29 zugunsten der Berliner entschieden. Erster Nachrücker wäre gemäß Bundesligaordnung der Vorjahressiebte VfL Lüneburg gewesen. Doch die Lüneburger haben ihre erste Mannschaft aufgelöst und verzichteten daher auf einen Start. Einige der Spieler sollen künftig sogar für Maschen spielen. Maschen seinerseits hat die Spielgemeinschaft mit Hittfeld für die erste und zweite Mannschaft aufgelöst und wird in der zweiten Liga unter VfL Maschen starten.
Lesen Sie mehr über die von Oliver Pohl geführten Verein.
Der VfL Lübeck war 2004 in die zweite Liga aufgestiegen. 2004/05 war man Fünfter, in der abgelaufenen Saison Zweiter.

Neubiberg endgültig Erstligist - Gifhorn zieht Protest zurück

"Wir wollen nicht für Unruhe sorgen"

(14.6.06) In einem Schreiben an Achim Riedel, der Vorsitzenden des DBV-Verbandsgerichts hat der BV Gifhorn seinen Protest gegen den Einsatz des Spielers Bhat in den aufstiegsspielen zur 1. Bundesliga durch den TSV Neubiberg (siehe untere meldung vom 28.3.06) zurückgezogen. In dem Schreiben heißt es: "Wir ziehen die Beschwerde zurück, obwohl wir nach wie vor der Meinung sind, dass wir mit unserem Anliegen nicht im Unrecht sind, wollen aber dem Badmintonsport in Deutschland keinen Schaden zuführen und nicht für Unruhe sorgen."
Die Protestgebühr wird dem Verein - einem Vorschlag Riedels zufolge - zurückerstattet.
In einer öffentlichen Stellungnahme des Gifhorner sportlichen Leiters Dirk Reichstein heißt es:
"Wir haben in den letzten Wochen eine Menge positiven Zuspruch und Verständnis von Funktionären und Vereinen bekommen, die uns darin bestärkt haben, dass wir bei der Erfassung der acht notwendigen Einsätze für eine Teilnahme an der BL-Aufstiegsrunde des Inders Arvind Bhat nicht im Unrecht sind.
Nach unserer Auffassung besteht in der Bundesligaordnung (BLO) und den Durchführungsbestimmungen (BLO-DB) das Problem, dass von „Einsätzen“ gesprochen wird, die großen Interpretationsspielraum bieten. Wir sind der Meinung, der Begriff „Einsatz“ wird in den beiden Regelungen unterschiedlich definiert. Das führt zwangsläufig zu Problemen und sollte dringend eindeutig geregelt werden.
Unser Anliegen war zu keiner Zeit, dem Verein Neubiberg/Ottobrunn einen Verstoß zu unterstellen und den Aufstieg in die 1. Bundesliga am grünen Tisch zu erzwingen. Der Verein hat lediglich die „Lücke“ in der BLO genutzt, was natürlich legitim ist.
Diese Einsatzregelung der BLO-DB wurde damals durch den Fall Kanetkar neu verfasst, um Spieler bei Verletzung während der Saison zu schützen und den Verein dafür nicht zu bestrafen. Trotzdem gilt die BLO und dort darf nur ein Nicht-Unionsbürger pro Punkstpiel „eingesetzt“ werden. Wir sehen hier einen Widerspruch, der dringend revidiert werden muss, da in Zukunft auch andere Vereine davon betroffen sein können.
Wir würden es sehr begrüßen, wenn der BL-Ausschuss dieses Problem so schnell wie möglich korrigiert und die Interpretationsmöglichkeiten des Begriffes „Einsatz“ in die BLO und der BLO-DB beseitigt..."

         

Aufstiegsspiele zur 1. Bundesliga
Gifhorn legt Protest ein gegen den Einsatz von Bhat durch Neubiberg
(28.3.06) Der BV Gifhorn, Meister der 2. Bundesliga Nord hat Protest eingelegt gegen den Einsatz des Inders Arvind Bhat durch den TSV Neubiberg in den beiden Aufstiegsspielen zur 1. Liga. Bhat habe nicht die erforderlichen acht Einsätze. Team-Manager Hans Werner Niesner: "Unserer Meinung nach war er nicht spielberechtigt, weil er nicht die erforderlichen Einsätze in der Punkterunde hatte. Auf dem Papier hat er sie zwar, aber illegal. Er ist nämlich bei den beiden letzten Punktspielen als anwesender Ersatzspieler aufgeführt. Dies gilt eigentlich als ausreichend für die Anrechnung eines Einsatzes. Aber - - Wir meinen, er war gar nicht als Ersatzspieler einsatzberechtigt, weil schon die Weißrussin Maria Kilzil in der Mannschaft war. Und nur ein Nicht-EU-Ausländer ist in der Mannschaft erlaubt."  Da bahnt sich wieder mal ein kniffliger Fall für das Verbandsgericht an. Lesen Sie......
Braunschweiger Nachrichten vom 27.3.06: Gifhorns Aufstiegszug fährt schon in München ab.

Toni Poyatos verlor Hauptsponsor: Die geldgebende Bank konzentriert ihr Engagement. künftig auf Basketball.

Aus für Bundesliga-Badminton in Ludwigshafen angekündigt

(15.3.06) Die RHEINPFALZ meldet heute auf ihrer Internetseite...
"Aus für Bundesliga-Badminton".
Dort wird berichtet, dass für den Post SV Ludwigshafen kein Licht am Horizont erkennbar sei. Schon im laufenden Etat würden 15 000 Euro fehlen. Und für die kommende Saison habe die in Karlsruhe ansässige PSD-Bank, die die Hälfte des 60 000-Euro-Etats deckte, sich ganz zurückgezogen. Toni Poyatos, der Leiter der Badminton-Abteilung: "Ich bin natürlich enttäuscht, aber mit einem gewissen Abstand auch habe ich nach einigen Tagen Frieden mit mir geschlossen."
Die Mannschaft würde abgemeldet, er würde sich von allen Ämtern zurückziehen.

    

Nur ein Wunder kann Ludwigshafen noch in der 1. Liga halten
(6.3.06) Beim Auswärtsspiel des PSV Ludwigshafen am vergangenen Samstag in Lüdinghausen äußerte sich Ludwighafens Teammanager Toni Poyatos zur Situation seiner Mannschaft. Aufgeschreckt worden war die Szene durch die überraschende Vertragskündigung, die Spitzendame Sandra Marinello kurz vor dem letzten Spielwochenende vollzogen hatte (s. Meldung Sandra Marinello spielt nicht mehr für Ludwigshafen vom 3.3.06).
Man hätte den wichtigsten Sponsor verloren, erklärte Poyatos gegenüber den Westfälischen Nachrichten. Um eine tragfähige Finanzierung hinzubekommen, müsse schon ein Wunder geschehen. Bis zur nächsten Woche wolle er noch versuchen, neue Sponsoren zu finden. Ansonsten würde seine Mannschaft zur Play-down-Runde nicht antreten. Ludwigshafen wäre der Absteiger. Die Play-down-Runde könnte entfallen. 
Gleichzeitg konstatiert Poyatos eine verzerrte Wettbewerbssituation, der sich sein Verein - und andere - ausgesetzt sähen. In Saarland beispielsweise würden Mannschaften von der Lottogesellschaft unterstützt, in Berlin vom Senat. Sie in Rheinland-Pfalz würden dagegen leer ausgehen.
L
esen Sie den ganzen Bericht Ludwigshafen vor dem Abschied von Theo Heitbaum (6.3.06).

Neuansetzung Lübeck gegen Bottrop am 25. Februar 
(24.2.06) Wie Lutz Sotta, der Vorsitzende des Referats für Spielbetrieb im DBV mitteilt, findet das vom Bundesliga-Spielleiter neu angesetzte Spiel zwischen dem VfB Lübeck und der Bottroper BG am Samstag, dem 25. Februar 2006 um 14 Uhr in der Welsbachhalle, Welsbachstr. 7 in Lübeck statt.
Die Einigung ist das Ergebnis eines Vergleichsvorschlages, den der Vorsitzende des DBV-Verbandsgerichtes Achim Riedel gemacht hat.
(25.2.06) Das Spiel endete 7:1 für Lübeck.

       

Zweitligasspiel Lübeck gegen Bottrop wurde neu angesetzt

Alle Seiten haben reichlich Fehler gemacht 

(9.2.06) Das am 22. Januar im Rahmen des 12. Spieltages der 2. Bundesliga Nord nicht ausgetragene Zweitligaspiel zwischen dem VfB Lübeck und der Bottroper BG ist neu angesetzt worden. Das hat jedenfalls Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt den beiden Vereinen mitgeteilt. Als Termine hat er den 18./19. oder 25./26. Februar genannt. Die Vereine müssen sich einigen.

Wahrscheinlich ist diese Neuansetzung die salomonischste aller möglichen Entscheidungen. Fehler wurde reichlich gemacht, von allen Seiten. Nur einige seinen genannt, die Liste ist keinesfalls vollständig: Die Lübecker hätten keine Mannschaftsaufstellung abgeben dürfen, in der Spieler standen, die nicht in der Halle waren. Der Schiedsrichter hätte das Spiel - ganz einfach - verspätet beginnen lassen müssen, was lediglich mit einer Geldstrafe für Lübeck verbunden gewesen wäre. Und die Bottroper hätten nicht abreisen dürfen, da laut Bundesligaordnung die Austragung eines Zweitligawettkampfes im Zuschauerinteresse eine hohe Priorität hat.
Denkbar wäre es also auch gewesen, das Spiel für beide Parteien als verloren zu werten und dem Schiri die Leviten zu lesen.
Möglicherweise ist die Angelegenheit aber noch nicht ausgestanden. Zum einen können von den Beteiligten noch Rechtsmittel eingelegt werden, zum anderen haben Vertreter der beiden Vereine gesprächsweise bereits die Erstattung der zusätzlichen Kosten durch den jeweils anderen Verein gefordert. Bei den bottropern werden sicherlich Erinnerungen wach an die Saison 2003/04 als sie beim Regionalligaspiel in Münster frühzeitig abreisten. Das Spiel wurde letzlich von der NRW-Spruchkammer mit 8:0 für Münster gewertet.
Ob und wie die Vereine den Vorfall sehen, kann auf den Seiten von Bottrop und Lübeck verfolgt werden.

Beschwerde von TuS Wiebelskirchen zurückgewiesen
(28.12.05)  Achim Riedel, der Vorsitzende des DBV-Verbandsgerichts hat in einer Vorabmitteilung den Verfahrensbeteiligten verkündet, dass das Verbandsgericht in der Besetzung Achim Riedel mit Jürgen Krieg und Horst Lüddecke als Beisitzern im schriftlichen Verfahren am 26.12.2005 beschlossen hat, die Beschwerde des TuS Wiebelskirchen vom 29.11.2005 zurückzuweisen. Die Wiebelskirchener hatten gegen die Entscheidung des DBV-Referats für Spielbetrieb O 19, die beiden Spieler Conrad Hückstädt und John Gordon für die laufende Bundesligasaison die Spielberechtigung zu erteilen, obwohl sie in ausländischen Mannschaften gespielt haben, Beschwerde eingelegt (siehe untere Meldungen vom 6. bis 26.11.). Die Begründung des Beschlusses folgt später.
(3.1.06) Die Begründung liegt jetzt vor

    

Urteil zur Spielberechtigung Hückstädt und Gordon Anfang des Jahres zu erwarten
Es wird keine spektakuläre Entscheidung geben
(19.12.05) Die Weihnachtsferien wird Achim Riedel, der Vorsitzende des DBV-Verbandsgerichts nutzen, um mit seinen beiden Beisitzern ein Urteil zu finden zum Widerspruch des TuS Wiebelskirchens gegen die Entscheidung des Referats für Spielbetrieb, Gordon und Hückstädt trotz des Protestes von Wiebelskirchen spielen zu lassen. (Siehe untere Meldungen vom 6. bis 26.11.).
Das ergab eine Rückfrage von badminton.de. „Zur Zeit haben die beteiligten Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme“, berichtet Riedel über den Stand des Verfahrens.
Auf die Frage, ob denn nicht Eile geboten sei, um Schaden von den Vereinen Beuel und Berlin abzuwenden, wenn das Urteil zu deren Nachteil ausfällt, erläutert er: „Ich habe die Parteien und damit natürlich auch Arno Schley auf Paragraf 17 Absatz drei* unserer Rechtsordnung hingewiesen. Der besagt, dass nicht im Nachhinein eine ganze Saison auf den Kopf gestellt werden kann.“
Detaillierter will sich der Vorsitzende allerdings dazu nicht äußern. „Das wird dann alles im Urteil stehen.“
badminton.de hat also einen Blick in die Rechtsordnung des DBV geworfen. Im genannten Paragrafen ist zu lesen, dass "die Aufhebung einer den Spielbetrieb betreffenden Entscheidung nicht verlangt werden kann, wenn der weitere Verlauf der sportlichen Veranstaltung und das übergeordnete Interesse der Teilnehmer einer Aufhebung der Entscheidung entgegenstehen.“ Im Klartext heißt das, dass selbst wenn das Verbandsgericht die Entscheidung des Ausschusses für fehlerhaft erklärt bzw. aufhebt, dies keine Auswirkungen auf die laufende Saison haben wird. Wiebelskirchen bekommt dann gegebenenfalls zwar Recht, die Spiele von EBT Berlin und dem 1. BC Beuel werden aber dennoch nicht umgewertet. Das Interesse der Bundesliga als Gesamtheit auf eine verlässliche Abwicklung der Saison wird als übergeordnet angesehen.
(21.12.05 *die ursprüngliche veröffentlichtew Benennung Absatz zwei war fehlerhaft.)

    

Wiebelskirchen legt Einspruch gegen Protestablehnung ein
Ist eine Mannschaftsmeisterschaft von Distrikten vergleichbar mit unserer Bundesligameisterschaft?
(26.11.05) Wie Bundesligamanager Arno Schley mitteilt, hat TuS Wiebelskirchen Einspruch beim DBV-Verbandsgericht gegen die Entscheidung des Referats für Spielbetrieb eingelegt, die Spielberechtigungen für die Bundesligaspieler Conrad Hückstädt und John Gordon bestehen zu lassen, obwohl sie an einer neuseeländischen Mannschaftsmeisterschaft teilgenommen haben (siehe untere Meldung vom 14.11.05). Schley: "Da gibt es einige Passagen in der Begründung der Ablehnung unseres Protestes, die ich für die Beurteilung des Sachverhaltes schlicht für belanglos halte. Das habe ich dargelegt."
Nun muss sich das Verbandsgericht mit Fragen beschäftigen, wie etwa, ob eine an einem Wochenenende ausgetragene Meisterschaft unter den Begriff "Saison" im Sinne der Bundesligaordnung fällt und ob County/District/Provinz-Mannschaftsmeisterschaften vergleichbar sind mit der Vereinsmeisterschaft bei uns. 

     

Protest von Wiebelskirchen abgelehnt
Turnier in Neuseeland wird nicht als Mannschaftsmeisterschaft angesehen
(14.11.05) Das Referat für Spielbetrieb 0 19 als zuständige Rechtsinstanz hat den Protest von TuS Wiebelskirchen gegen die Spielberechtigung von John Gordon und Conrad Hückstädt (s. Meldung vom 4.11.05) abgelehnt. In einem dem saarländischen Verein vom Referatsleiter Lutz Sotta übersandten Schreiben vom 11.11.05 heißt es in der Begründung:
"Nach uns vorliegenden Informationen haben die beiden Spieler an einem Turnier in Neuseeland teilgenommen. Es handelt sich um ein Turnier von Distriktmannschaften, das einmal im Jahr über drei Tage stattfindet.
Die Teilnehmer kommen aus Vereinen in diesem Distrikt. Ausländer können an diesem Turnier teilnehmen, wenn sie Mitglied in einem Verein in diesem Distrikt sind, auch wenn sie nur zeitweise durch Studium (Hückstädt) oder weil sie hier irgendwann geboren wurden, in dem Land anwesend sind. Sie brauchen keinen Spielerpass oder die Freigabe eines Landes.
Da das Turnier nur drei Tage dauert, ist es mit einem freien Turnier vergleichbar.
In den Durchführungsbestimmungen ist in § 2 Absatz 1 immer die Rede von einer „Saison“ und damit kann man kaum von einer Mannschaftsmeisterschaft sprechen, die lediglich drei Tage dauert.
Laut unseren Ordnungen ist es einem Spieler nicht verboten, Mitglied in mehreren Vereinen zu sein und dann auch dort zu spielen. Es liegt somit kein Verstoss gegen die BLO § 8 Absatz 4 vor."
Die betroffenen Vereine 1. BC Beuel und EBT Berlin haben daraufhin am vergangenen Wochenende (6./7. Spieltag) die beiden Spieler eingesetzt. Wiebelskirchen kann gegen den Bescheid innerhalb von 14 Tagen Einspruch einlegen. Die Angelegenheit würde dann beim DBV-Verbandsgericht landen.

        

Wiebelskirchen legte Protest gegen Spielberechtigung ein
Gordon und Hückstädt haben in ausländischen Mannschaften gespielt
(4.11.05) Erstligist TuS Wiebelskirchen hat bei Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt Protest gegen die Spielberechtigung der Spieler Conrad Hückstädt von EBT Berlin und John Gordon vom 1. BC Beuel eingelegt. Die beiden Spieler hätten, so heißt es in der Begründung "nachweislich während dieser Saison am Mannschaftsspielbetrieb in einem anderen Land (Neuseeland) teilgenommen".
Beigefügt sind im Internet verfügbare Spielberichte vom Wisdon (= Division I) & Slazenger (= Division II) Cup, der vom 13. bis 17. September in Auckland ausgetragen wurde.

Hückstädt war für die Mannschaft von Waikato im Slazenger Cup im Einsatz, Gordon für die Mannschaft von Waitakere im Wisdon Cup.
Wiebelskirchen sieht darin einen Verstoß gegen die Bundesliga-Ordnung, die vorsähe, dass ein Spieler nicht gleichzeitig für zwei verschiedene Mannschaften bzw. Verbände startberechtigt sein kann. Mit dem Einsatz in Neuseeland sei die Spielberechtigung automatisch erloschen (bei Hückstädt), bzw. hätte nie erteilt werden dürfen (bei Gordon).
Bei Einsatz eines nicht-spielberechtigten Spielers sehen die Durchführungsbestimmungen der Bundesligaordnung in § 4 (7) und  § 7 (7) vor, dass dies als "nicht angetreten" anzusehen ist und das Spiel mit 0:8 verloren geht.
Gordon war bei Beuel im Einsatz am...
24.9. 
gegen Ludwigshafen beim 7:1
25.9.
in Wiebelskirchen beim 6:2
16.10.
in Bischmisheim beim 3:5.
Hückstädt war bei Berlin im Einsatz am...
16.10. gegen Ludwishafen beim 6:2
30.10 in Wiebelskirchen beim 6:2.

Goldene Serie von Anja Weber ging zu Ende
(20.10.05) Berlins Landestrainer Kay Witt meldet einen Rekord, der vielleicht einzigartig ist in der Bundesligageschichte - und der am letzten Wochenende zu Ende ging. Anja Weber (Foto) von BC Eintracht Südring Berlin blieb vom 19. Oktober 2002 bis zum 15. Oktober 2005 in insgesamt 70 Spielen - bei 35 Mannschaftskämpfen - für ihre Mannschaft ungeschlagen. Die Südringer spielten 2002/03 bis 2004/05 in der 2. Liga und in dieser Saison in der Regionalliga Nord.
Die letzte Niederlage vor der Serie erfolgte 2002 im Dameneinzel gegen Rebecca Panteney (EBT Berlin) und die Niederlage, die Anjas Serie beendete, erfolgte im Doppel (mit Therese Nawrath) gegen Karen Neumann & Wegrzyn am 15. Oktober 2005 im Regionalligaspiel gegen Maschen/Hittfeld. Unberücksichtig bei der Zählung bleibt, dass Südring am grünen Tisch nachträglich die Mannschaftsspiele vom 3./4. Spieltag der Regionalliga 2005/06 mit je 0:8 verlor. Auf dem Feld hat Anja ihre vier Spiele gewonnen.
badminton.de fragt: Ist jemandem eine längere Siegesserie bekannt?

Naturfederballsorten für die Bundesligasaison 2005/06 bekannt gegeben

(18.5.05) Bestimmt wurden Bälle von RSL, VICTOR und YONEX. Zu den Einzelheiten.

Rainer Behnisch 2002 beim Europacup der Landesmeister, den sein Verein im Berliner Horst-Korber-Sportzentrum mit 26 teilnehmenden Vereinsmannschaften für die EBU ausrichtete. - Sein damals gewähltes Motto: „Badminton verbindet - Europa in Berlin“.

Der Bundesliga-Ausschusses zum Tode von Rainer Behnisch

„Hat prägende Arbeit für die Bundesliga geleistet“

(28.4.05) Am 17. April verstarb im Alter von 62 Jahren der Berliner Rainer Behnisch. Er war einer der erfolgreichsten Bundesliga-Manager. Von 1997 bis 2002 gehörte er als Beisitzer dem Bundesliga-Ausschuss an, wo er erfolgreiche und prägende Arbeit für die Bundesliga leistete. 1991 stieg er mit seinem Verein BSC Eintracht Südring in die 1. Bundesliga auf und gehörte dieser, auch nach der Umbenennung der Badminton-Abteilung in BC Eintracht Südring Berlin, insgesamt elf Jahre an. Viermal konnte er mit seiner Mannschaft den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters erringen (1997, 1999, 2000 und 2001). Hinzu kamen noch eine Vizemeisterschaft und ein dritter Platz. Rainer Behnisch holte mit vielen attraktiven Spielern aus der internationalen Szene Weltklasse-Badminton nach Berlin. Insbesondere spielten viele Schweden in seinem Team. Den größten Erfolg gab es 1999, als sein Verein - als bisher einziger deutscher Club - den Europacup der Landesmeister gewann. Ein weiterer Höhepunkt in der Arbeit von Rainer Behnisch war die Ausrichtung des Europapokal-Turniers im Jahre 2002 in Berlin. Nach der Saison 2002/03 zog er aus wirtschaftlichen Gründen sein Team in die 2. Liga zurück und legte seine Ämter als Vereinsvorsitzender und als Beisitzer im Bundesliga-Ausschuss nieder.   
Die Badmintonfreunde und hier natürlich insbesondere die Berliner, denen er so viele tolle Spiele und Erlebnisse beschert hatte, werden Rainer Behnisch nicht vergessen. Wir werden Rainer Behnisch ein ehrendes Andenken bewahren.

Horst Rosenstock im Namen des Bundesliga-Ausschusses des DBV

Lebte für und mit seiner Mannschaft: Rainer Behnisch, erfolgreicher Manager von Südring Berlin.

Bundesliga-Manager Rainer Behnisch verstorben - Viermal war er mit Südring Berlin Deutscher Mannschaftsmeister
(20.4.05) Eine der schillerndsten Figuren der deutschen Badmintonszene während der letzten 15 Jahre lebt nicht mehr. Rainer Behnisch, ehemaliger Chef des Bundesligisten Eintracht Südring Berlin erlag am 17. April im Alter von 62 Jahren im Berliner Behring-Krankenhaus seinem langjährigen Krebsleiden. Seinen größten Erfolg feierte Behnisch mit seinem Team 1999, als er den Europapokal der Landesmeister gewann. Dies war und ist ein Erfolg, der bislang keiner anderen deutschen Mannschaft gelang.
1997 löste der Inhaber eines Großhandels für Holzfurniere die Badmintonabteilung aus dem Mutterverein BSC Eintracht Südring e.V. und machte sie zum eigenständigen Verein BC Eintracht Südring Berlin. Viermal gewann Behnischs Team, in dem zahlreiche Ausländer vor allem aus Schweden spielten, die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft: 1997, 1999, 2000 und 2001. In den letzten Jahren war es immer ein Spitzenteam in der Liga. Nach neun Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur 1. Liga zog Behnisch, der sich leidenschaftlich für seinen Verein einsetzte, die Mannschaft am Ende der Saison 2002/03 allerdings aus wirtschaftlichen Gründen in die 2. Liga zurück. Mit dem Rückzug legte er auch den Vereinsvorsitz und sein Amt als Beisitzer im Bundesliga-Ausschuss nieder. 

Seinen letzten Auftritt in der Badmintonszene hatte Rainer Behnisch in diesem Februar beim Play-off-Halbfinale EBT Berlin gegen Bischmisheim. Der Termin für die Trauerfeier steht noch nicht fest.

Lesen Sie die Würdigung des Badminton-Verbandes Berlin-Brandenburg.

Tritt Gerüchten entgegen: VfL 93-Manager Carsten Hansen.

VfL 93 Hamburg bittet um Klarstellung

Keine Hamburger Forderung nach Zwangsabstieg für den BC Bischmisheim

(11.4.05) Carsten Hansen, der Teammanager von Erstligaabsteiger VfL 93 Hamburg, bittet badminton.de um die Veröffentlichung folgender Klarstellung:

Zurzeit macht folgendes Gerücht in der Bundesliga die Runde: Der VfL 93 Hamburg strebt an, dass der BC Bischmisheim wegen der Affäre um den Spieler Kanetkar aus der 1. Bundesliga ausgeschlossen wird, und der VfL 93 als Absteiger aus dieser Liga den Platz für die Saison 2005/2006 einnimmt. Sogar auf dem DBV-Schiedsrichtertreffen in Alsfeld war das ein Thema. Der VfL 93 Hamburg stellt klar:

1. Der Verein hat zu keiner Zeit je vorgehabt, sich in das Verfahren des DBV-Verbandsgerichts einzumischen, mit dem Ziel, in der 1. Liga zu verbleiben und den BC Bischmisheim aus der Liga zu verdrängen.

2. Diese Affäre um den indischen Spieler bestand nur zwischen den beteiligten Vereinen EBT Berlin und dem BC Bischmisheim.

3. Das DBV-Verbandsgericht hat ein Urteil gefällt, dass selbstverständlich vom VfL 93 Hamburg ohne Wenn und Aber akzeptiert wird.

4. Allen, die dieses Gerücht geschürt haben, muss eigentlich klar sein, dass gem. DBV-Bundesligaordnung auch bei einem möglichen Ausschluss vom BC Bischmishiem aus der 1. Liga, der VfL 93 Hamburg abgestiegen wäre. Als zusätzlicher Aufsteiger würde der VfL Lüneburg das Recht haben, den freigewordenen Platz in der 1. Liga zu besetzen.

Diese Klarstellung des VfL 93 Hamburg ist notwendig geworden, da dem Verein etwa zugeschrieben wird, was in keiner Weise stimmt. Das bedeutet aber nicht, dass der VfL 93 Hamburg das Vorgehen des BC Bischmisheim geduldet hat, ganz im Gegenteil, es war ein unnötiger und ganz schlechter Stil.

Carsten Hansen / VfL 93 Hamburg  

Hinweis von badminton.de: Die gelegentlich hörbarer Forderung nach Zwangsabstieg für Bischmisheim wird vermutlich genährt durch die Formulierung, dass eine Mannschaft, die einen nicht einsatzberechtigten Spieler eingesetzt hat als "nicht angetreten" gilt. Dies sagt die BLO in § 4 Abs. 7. Dort erfolgt auch ein Verweis auf die daraus resultierenden Strafen (Spiel verloren und 250 Euro Geldstrafe - sonst nichts). An anderer Stelle (BLO § 7 Abs.9 unter der Überschrift "Bei Ausscheiden und Ausscheiden wegen Wettkampfabsage") steht andererseits, dass eine Mannschaft, die zu einem Wettkampf nicht antritt, das Teilnahmerecht für die Bundesligen in der nachfolgenden Saison verliert. Aus diesen beiden Formulierungen wird nun eine Schlussfolgerung gebastelt. badminton.de hat sich an diesen Spekulationen nie beteiligt.

  

    

Der gesamte Schriftverkehr im Internet

Bischmisheim hat Diskussionsforum eingerichtet

(1.4.05) Thomas Tesche, der Mannschaftsführer der Bundesligamannschaft des 1. BC Bischmisheim teilt in einer E-Mail an badminton.de mit, dass der 1. BC Bischmisheim den gesamten Schriftverkehr einschließlich der vollständigen Urteilsbegründung auf der Vereinswebsite bc-bischmisheim.de veröffentlicht hat. Er ist dort in Form von pdf-Dateien abzurufen. Außerdem bittet er um eine Klarstellung bezüglich des Liedke-Schreibens an den DBV (vgl. Meldung vom 25.3.05):

"Da offensichtlich ein starkes Interesse an dem „Fall Kanetkar“ besteht, haben wir uns dazu entschlossen, auf unserer Internet-Seite den gesamten Schriftverkehr inklusive der Anlagen sowie die Urteilsbegründung zu veröffentlichen, um allen Interessierten die Gelegenheit zu geben, sich ein umfassendes Bild zu machen. Darüber hinaus richten wir ein Diskussionsforum ein, um den Sachverhalt zu erörtern. Hinsichtlich der Veröffentlichung des Schreibens unseres Vorsitzenden Frank Liedke an Herrn Altmann möchte ich auf folgendes hinweisen: Der Brief ist am 15.3.05 per Mail und am 16.3.05 per Post, also vor der Verkündung des Urteils, versendet worden. Die Veröffentlichung dieses Schreibens, das Herr Knupp lediglich mit der Bitte um Stellungnahme an das Präsidium erhielt, acht Tage nach der Veröffentlichung des Urteils, ohne auf diesen Sachverhalt hinzuweisen, spricht für sich."

Hier geht es zum Bischmisheimer Diskussionsforum.

Auch im Badminton-Forum, dem "Ideen- und Diskussionsforum" der Website des BLV-NRW.de, wurden die Vorgänge kommentierend begleitet

Die Leitsätze des Verbandsgerichtsurteils zum "Fall Kanetkar"

  

Ein Attest reicht nicht

   

(1.4.05) Achim Riedel, der Vorsitzende des DBV-Verbandsgerichtes, hat das Urteil und die Leitsätze aus der Urteilsbegründung für die Veröffentlichung bereitgestellt. Darin sind einige Klarstellungen zur betreffenden Textpassage der Bundesliga-Ordnung zu finden, wie etwa die Aussage, dass unter "Verletzungen" durchaus auch Erkrankungen zu verstehen sind. Die für die Bundesligavereine bemerkenswerteste Aussage darin dürfte sein, dass sie zukünftig für jeden Spieltag der Punkterunde, an dem ein Spieler nicht gespielt hat, ein Attest beibringen müssen, wenn sie die Ausnahmeregelung in Anspruch nehmen wollen. Es reicht also nicht ein Attest zum Beispiel für das letzte Spielwochenende, wenn dem Spieler noch ein oder zwei Ensätze fehlen. Er hätte die Pflichteinsätze ja bereits an früheren Spieltage sichern können.

Die Kurzfassung im Wortlaut:

Verbandsgericht - Urteil

In dem Berufungsverfahren
Sportgemeinschaft Empor Brandenburger Tor 1952 e.V. -Berufungskläger-
gegen
1.BC Bischmisheim e.V. -Berufungsbeklagter-

Referat für Spielbetrieb O 19 -Beigeladener-

hat das DBV-Verbandsgericht durch ein Urteil vom 17.03.2005 in der Besetzung Achim Riedel als Vorsitzender, Jürgen Krieg und Horst Lüddecke als Beisitzer im schriftlichen Verfahren für Recht erkannt:

Auf die Berufung des Berufungsklägers wird die Entscheidung des Referats für Spielbetrieb O19 vom 22.02.2005 aufgehoben, und es werden die Play-Off-Halbfinalspiele SG EBT Berlin ./. 1.BC Bischmisheim (19.02.2005) und 1. BC Bischmisheim ./. SG EBT Berlin (20.02.2005) so umgewertet, dass die SG EBT Berlin beide Spiele jeweils mit 2:0 Punkten, 8:0 Spielen, 16:0 Sätzen und 232:0 Spielergebnispunkten gewonnen hat.

In diesem Verfahren ging es darum, ob der Spieler K., der für den Berufungsbeklagten an den Play-Off-Halbfinalspielen am 19./20.02.2005 gegen den Berufungskläger teilgenommen hatte, gemäß § 4 Absatz 7 Satz 2, 3 Bundesligaordnung-Durchführungsbestimmungen (BLO-DB) spielberechtigt gewesen ist.

Der Spieler K. hatte vor den Play-Off-Spielen nur an sechs Bundesligaspielen des Berufungsbeklagten teilgenommen und ein in Indien ausgestelltes ärztliches Attest vom 10.12.2004 für die Zeit bis zum 25.01.2005 eingereicht.

Ab dem 09.12.2004 hatte er an einem mehrtägigen Badminton-Turnier in Indien mehr als 1000 km vom Attest-Ausstellungsort entfernt teilgenommen. Danach nahm er noch an mehreren Turnieren in Indien teil.
Das Referat für Spielbetrieb O19 hat den Protest des Berufungsklägers gegen die Wertung der entsprechend dem Spielverlauf gewerteten Spiele mit 4:4 bzw. 6:2 für den Berufungsbeklagten zurückgewiesen.
Hiergegen richtet sich die Berufung.

Eine ausführlichere Darstellung des Tatbestands und der Entscheidungsgründe des Urteils wird voraussichtlich später veröffentlicht. Wegen des Interesses der Badminton-Öffentlichkeit erfolgt hier eine Bekanntgabe der wesentlichen Aussagen in Form von Leitsätzen.

I. § 4 Absatz 7 Satz 3 BLO-DB erfasst nicht nur „Verletzungen“ im engeren Sinn sondern auch Erkrankungen.

II. Für die Feststellung, ob ein Badminton-Spieler wegen Verletzung/Erkrankung spielunfähig ist, sind die Rechtsgrundsätze, die im Arbeitsrecht für den Fall der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit im Sinn von § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) gelten, grundsätzlich sinngemäß anzuwenden.

III. Die Ausnahmeregelung von § 4 Absatz 7 Satz BLO-DB kommt nur zur Anwendung, wenn die Verletzung/Erkrankung die alleinige Ursache für eine Nicht-Teilnahme an neun Bundesliga-Spieltagen ist.

IV. Ein ordnungsgemäßes Attest im Sinn von § 4 Absatz 7 Satz 3 BLO-DB liegt nur vor, wenn es erkennen lässt, dass der ausstellende Arzt aufgrund eigener Untersuchung die aktuelle Badminton-Spielunfähigkeit im zeitlichen Zusammenhang mit dem jeweiligen Spieltag oder spätestens zwei Tage nach dem Spieltag festgestellt hat.

V. Ein Spieler ist für die Play-Off-Spiele gemäß § 4 Absatz 7 Satz 2, 3 BLO-DB nicht spielberechtigt, wenn er nicht an neun Spielen eingesetzt worden ist und nicht für jedes Spiel vor den Play-Off-Spielen, an dem er nicht teilnimmt, ein ordnungsgemäßes Attest vorlegt.

VI. Die Vermutung der Richtigkeit eines ärztlichen Attestes wird erheblich erschüttert, wenn ein Spieler zum Zeitpunkt der Ausstellung des Attestes an einem Turnier teilnimmt, das mehr als 1000 km vom Ausstellungsort entfernt ist, und auch danach an weiteren Turnieren teilnimmt.

VII. Der Vorrang der Durchführung von Badminton-Turnieren kann dazu führen, dass die DBV-Instanzen bzw. das DBV-Verbandsgericht gegebenenfalls keine Beweisaufnahmen durch Vernehmung von Ärzten oder Einholung von Sachverständigengutachten bezüglich der Spielberechtigung eines Spielers durchführen müssen. In einem derartigen Fall wäre gegebenenfalls nach § 17 Absatz 3 DBV-RO zu verfahren (nachträgliche Feststellung der Rechtswidrigkeit einer Entscheidung).

VIII. Eine Bestätigung der Einsatzfähigkeit eines Spielers durch den Bundesliga-Spielleiter begründet keinen unbedingten Vertrauensschutz für den betreffenden Verein, denn insoweit besteht immer die Möglichkeit, dass über einen Protest gemäß § 2 Absatz 3 BLO und ein Verbandsgerichtsverfahren die Entscheidung des Bundesliga-Spielleiters korrigiert werden kann.

Achim Riedel, Vorsitzender des DBV-Verbandsgerichts.

Bischmisheims Vorsitzender Frank Liedke ist auch Präsident des Saarländischen Badminton-Verbandes.

Bischmisheims Vorsitzender Frank Liedke attackiert badminton.de-Chefredakteur Knupp

   

„Hat unserer sehr positiven Arbeit sehr geschadet“

     

(25.3.05) In einem Schreiben an DBV-Geschäftsführer Helmut Altmann hat der 1. Vorsitzende des Bundesligaclubs 1. BC Bischmisheim sich über die Berichterstattung auf badminton.de im Zusammenhang mit dem "Fall Kanetkar" beschwert, dem Bischmisheim mittels vorgelegter Atteste die Startberechtigung für die Play-off-Runde verschaffen wollte (siehe Meldungen unten). Das Schreiben im Wortlaut:

"Mit großer Verwunderung und teilweise Entsetzen hat unser Club die redaktionellen Aktivitäten des Deutschen Badminton Verbandes auf seinen Internetseiten Badminton.de mitverfolgt. Gerade ein solch sensibles Thema innerhalb der Bundesliga mit arbeitsrechtlichen Inhalten bedarf keiner Darstellung ohne umfangreichen Wissenstand. Wenn dann noch aus Ihrem Hause Initiativen ergriffen werden, um dieses Thema, um ein ärztliches Attest, zur Spielwiese von Meinungsbildern und Vorverurteilung von Menschen und Vereinen zu machen, ist dieses mehr als bedauernswert. Sie und das Präsidium sollten ernsthaft darüber nachdenken, ob die treibende Kraft für solche Aktivitäten nicht dem Ansehen des Verbandes schadet und ob die Person der richtige Mitarbeiter ist. Während eines schwebendes Verfahrens sollte Zurückhaltung und Seriosität das oberste Gebot sein. Der 1.BCB hat sich nicht zu einer Schlammschlacht mit Berlin herabgelassen. Ich hätte mir gewünscht, dass auch der Deutsche Badminton Verband hierzu keine Plattform für Spekulationen geboten hätte. Somit hat der DBV einen Rufschaden eines seiner Mitglieder in der 1. Bundesliga zugelassen und unserer sehr positiven Arbeit im Saarland und bundesweit sehr geschadet. Ich würde mir wünschen, dass Ihrerseits hierzu ein richtungweisendes Signal erfolgen würde."
DBV-Präsident Dieter Kespohl hat Martin Knupp um eine Stellungnahme gebeten.

Reaktionen auf der Leserseite

Bischmisheims Mannschaftsführer Thomas Tesche: "Wir fügen uns der Sportgerichtsbarkeit."

Kritik an Berichterstattung auf badminton.de

  

Bischmisheim akzeptiert Kanetkar-Urteil

   

(19.3.05) Der 1. BC Saarbrücken/Bischmisheim hat eine Presserklärung verschickt, in der das Urteil des Verbandsgerichtes zwar als schwer nachvollziehbar bewertet wird, in der es gleichzeitig aber akzeptiert wird. Hier der Text der Verlautbarung:

Die Plakate für den Ostersonntag waren schon gedruckt. Das Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft zwischen Badminton-Bundesligist 1. BC Saarbrücken/Bischmisheim und dem 1. BC Bonn-Beuel sollte der Höhepunkt und die Krönung einer tollen Saison werden.

Aber der Traum vom Titel ist geplatzt. Das Verbandsgericht des Deutschen Badminton Verbandes DBV hat dem Einspruch von EBT Berlin, dem Halbfinalgegner des 1. BCB, stattgegeben. EBT Berlin hatte die Spielberechtigung der Nummer eins des BCB, des Inders Nikhil Kanetkar, angezweifelt. Kanetkar, der aufgrund einer Erkrankung nicht auf die vorgeschriebenen neun Einsätze in der Bundesliga-Runde gekommen war, hatte allerdings vom zuständigen Bundesliga-Spielleiter Bernd Mohaupt die Spielgenehmigung für das Playoff-Halbfinale erhalten. Nachdem der Einspruch von Berlin gegen die Spielberechtigung vom erstinstanzlich zuständigen Referat O 19 abgewiesen wurde, entschied das DBV-Verbandsgericht nun anders.

Die Entscheidung des Verbandsgerichtes ist für das Team um Mannschaftsführer Thomas Tesche schwer nachzuvollziehen. Die Urteilsbegründung durch Achim Riedel, den Vorsitzenden des DBV-Verbandsgerichtes, steht noch aus. „Aber wir akzeptieren das Urteil natürlich und werden keine weiteren Schritte unternehmen“, sagt Thomas Tesche. „Am Osterwochenende soll der deutsche Meister ermittelt werden, und wir fügen uns der Sportgerichtsbarkeit.“ Den beiden Mannschaften wünscht der BCB alles Gute für das Finale.

Ein wenig verwundert ist der BCB über die Berichterstattung auf der offiziellen Internet-Seite des Deutschen Badminton-Verbandes DBV, die unter www.badminton.de zu erreichen ist. Die dortigen Stellungnahmen zum „Fall Kanetkar“ könnten teilweise durchaus den Eindruck erwecken, dass der BCB nicht besonders gut wegkommen soll aus der Sache. So fragt man sich beim BCB, warum die Stellungnahme von DBV-Schiedsrichter Carsten Koch, die dieser an badminton.de geschickt hat, nicht veröffentlicht wurde. Wenig glücklich empfindet der BCB es auch, dass Inhalte der Atteste von Nikhil Kanetkar zum Teil veröffentlicht wurden – sowohl auf der badminton.de-Seite als auch auf der Seite von EBT Berlin – und das ohne Zustimmung des Betroffenen.

So traurig der Saison-Abschluss aus Sicht des BCB war – umso motivierter wird der 1. BC Saarbrücken/Bischmisheim in die nächste Saison gehen. Zwar sind noch nicht alle Verhandlungen abgeschlossen, aber der Stamm der Mannschaft wird dem BCB erhalten bleiben. Fest steht, dass Carina Mette den BCB verlassen wird. An ihre Stelle rückt Nationalspielerin Kathrin Piotrowski (FC Langenfeld), die dann mit Huaiwen Xu bei den Damen für die notwendigen Punkte sorgen soll. Und das Saisonziel im kommenden Jahr heißt ganz klar: um den Meistertitel mitspielen. Dass das Team das Zeug dazu hat, hat sie in diesem Jahr eindrucksvoll bewiesen.

Anmerkung: Eine Nachfrage von badminton.de-Redakteur Martin Knupp bei Carsten Koch, der zur Zeit in Den Bosch bei der Jugendeuropameisterschaft mit Isabelle Jobard (Frankreich) und Erik Ligtvoet (Niederlande) im Refereeteam tätig ist, brachte folgende Antwort: "Ich hatte einige persoenliche Anmerkungen zu dieser Thematik wáehrend der All England an dich gesendet. Anscheinend sind diese wohl auf dem Weg von der Insel auf den Kontinent verloren gegangen."

Wenn ein Kommentar von Carsten Koch eingegangen wäre, wäre er selbstverständlich veröffentlicht worden.

DBV Vizepräsident Pigola zum Urteil im "Fall Kanetkar"

"Ich begrüße das Urteil und möchte mich ausdrücklich vor mein Referat Spielbetrieb O 19 stellen."

(18.3.05) DBV-Vizepräsident Gerd Pigola (Leipzig), in dessen Zuständigkeitsbereich "Wettkampfsport" die Bundesliga fällt, hat zur Entscheidung des Verbandsgerichtes im "Fall Kanetkar" Stellungnahme genommen:

"Ich begrüße das Urteil des Verbandsgerichtes und freue mich, dass es unsere Regularien und Ordnungen hergaben, dieses Urteil zu sprechen. Gespannt sehe ich der Urteilsbegründung entgegen.
Ich möchte mich ausdrücklich vor mein Referat Spielbetrieb O 19 stellen, das erstinstanzlich entschieden hatte und in der Mitteilung durch badminton.de nicht so gut wegkommt. Das Referat hat sich die Entscheidung vielleicht etwas leicht gemacht, wohl wissend, dass jede seiner Entscheidungen in die nächste Runde geht.
Auch der Vorsitzende des Verbandsgerichtes, Herr Riedel, legte bereits dar, dass die komplizierten rechtlichen Zusammenhänge ohnehin nur von Juristen zu bewerten seien."

Play-off-Finale der Bundesliga lautet nun 1. BC Beuel gegen EBT Berlin

      

DBV-Verbandsgericht hat entschieden – EBTs Protest war gerechtfertigt - Halbfinalspiele werden für Bischmisheim als verloren gewertet

     

(17.3.05) Das DBV-Verbandsgericht in der Besetzung Achim Riedel, Jürgen Krieg, Horst Lüddecke hat heute den Vereinen 1. BC Beuel, 1. BC Bischmisheim und dem Vorstzenden des Referats für Spielbetrieb U 19 Lutz Sotta mitgeteilt, dass es seine Entscheidung im Fall Kanetkar gefällt hat.

Die drei fehlenden Einsätze Kanetkars, um auf die neun notwendigen Punkterunde-Einsätze zu kommen, konnten nicht durch das vorgelegte Attest eines indischen Arztes wettgemacht werden.

Insofern war die Entscheidung des Referats für Spielbetrieb vom 22. Februar falsch und wurde aufzuheben. Das Referat hatte damals einen Protest von EBT Berlin, die das Attest als "Gefälligkeitsgutachten" anprangerten, da Kanetkar im fraglichen Zeitraum in Indien Turniere gespielt hatte, zurückzuwiesen. Die beiden Halbfinalspiele werden als Konsequenz zugunsten von EBT mit 8:0 umgewertet. Damit stehen die Berliner im Play-off-Finale gegen Beuel.

Die ausführliche Begründung, so Verbandsgerichtspräsident Achim Riedel, wird in den nächsten Tagen niedergeschrieben und danach natürlich veröffentlicht. „In der Begründung werden ein paar klare Worte gesagt. Ich denke sogar daran, sie nicht nur in den Badmintonorganen zu veröffentlichen, sondern auch im FachorganSport und Recht."

Die beiden Endspiele finden am 26./27. März statt.

Bischmisheim: "Keiner Schuld bewusst..."

(16.3.05) Frank Liedke, der 1. Vorsitzende des 1. BC Bischmisheim, ließ heute durch den saarländischen Sportjournalisten Mark Weishaupt folgende Stellungnahme zum Einsatz von Nikhil Kanethkar in der Play-off-Runde übermitteln:

Der 1. BCB hofft auf eine baldige Entscheidung des DBV-Verbandsgerichtes. Die Mannschaft möchte noch einmal klarstellen, dass sie sich in der Sache keiner Schuld bewusst ist, irgend etwas Verbotenes getan bzw. irgendwelche bestehenden Spielordnungen gebeugt oder gedehnt zu haben.

Sportliche Grüße

Vorstand und Mannschaft des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim.

Fachmann in Sachen Arbeitsrecht: Achim Riedel, der Vorsitzende des DBV-Verbandsgerichts, ist im zivilen Leben Präsident des Arbeitsgerichts Berlin.

Endspieltermine für Bundesliga-Play-off bleiben erhalten

   

Urteil für nächstes Wochenende angekündigt – Beuel muss auf endgültigen Gegner warten

    

(12.3.05) Auf Nachfrage von badminton.de erklärte Achim Riedel (Berlin), der Vorsitzende des DBV-Verbandsgerichts, dass er auf alle Fälle in der nächsten Woche zu einer Entscheidung kommen will: „Ich denke, sie wird am nächsten Wochenende vorliegen. Das Verbandsgericht hat den beteiligten Parteien vorgeschlagen, den Fall ohne mündliche Verhandlung zu bearbeiten. Zu dieser Vorgehensweise steht von Bischmisheim noch die endgültige Zustimmung aus. Ich habe versucht, deren Anwalt zu überzeugen, dass ein Zusammentreffen nicht notwendig ist.“

Riedel hatte die beteiligten Parteien - EBT Berlin, Bischmisheim, Referat für Spielbetrieb O 19 - noch einmal zu einer Stellungnahme aufgefordert. Eine Stellungnahme des Bundesliga-Ausschusses als „Gesetzgeber“ der Bundesliga-Ordnung hält er nicht für nötig. „Wir haben den Wortlaut der Regelung vorliegen, wir erkennen was gemeint war. Es ist nicht üblich, denjenigen der eine Regelung verfasst hat, noch einmal zu befragen, was er denn gemeint hat. Das muss er sich bei der Formulierung überlegen.“

Verständnis zeigte Riedel für die Vorgehensweise der ehrenamtlichen Funktionäre im Referat für Spielbetrieb des DBV. „Denen zum Beispiel Feigheit wegen ihrer bisherigen Entscheidungen vorzuwerfen, halte ich für unangemessen. Wenn die Vereine gleich mit Anwälten kommen und juristische Begriffe oder Argumentationen aus dem Arbeitsrecht anführen, wie will ein normaler Verbandsfunktionär dagegenhalten. Da muss man schon Volljurist sein, um sich damit angemessen auseinandersetzen zu können.“

Auf jeden Fall bestehen bleiben sollen nach Riedel die Endspieltermine 26./27. März. „Selbst wenn wir doch noch mündlich verhandeln müssen, wird das vorher geschehen. Ich habe schon Vorsorge getroffen. Leidtragender bei all dem ist der 1. BC Beuel. Das seh ich natürlich. Sie wissen nicht, mit wem sie es im Endspiel zu tun haben und wohin sie reisen müssen. Aber das ist in der Situation leider nicht zu ändern.“

Auf die unvermeidliche Frage, ob er denn schon wisse, wie das Urteil ausfallen werde, erklärte Riedel: „Ich werde mich hüten, diesbezüglich etwas kundzutun.“

Auf die Nachfrage, ob denn die Argumentation "Attest sei nun mal Attest" durchschlagend sei, antwortete er: "Das kann man so pauschal nicht sagen. Da muss man schon genauer hinschauen."

badminton.de bat die Teammanager der nicht betroffenen Erstligavereine um eine Stellungnahme

  

Wie bewerten Sie den Einsatz von Kanetkar in der Play-off-Runde? – Hier fünf Antworten

    

(9.3.05) Roland Maywald vom 1.BC Beuel:
Eine Verletzung oder Krankheit muss durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden, damit die Regel über neun Einsätze erfüllt werden kann, die den Einsatz in der Play-off-Runde ermöglichen. Wenn diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllt sind, verstößt man gegen die Absicht der Regel. Ein gleichzeitiges Spielen an den Tagen, für die ein Attest vorliegt, zeigt, dass nur eine Bedingung, nämlich das Attest, erfüllt worden ist. Somit ist meines Erachtens der Einsatz regelwidrig.

Günther Joppien vom FC Langenfeld:
Der Einsatz von Nikhil Kanetkar war nicht rechtens, da er bewusst in den fraglichen Bundesligabegegnungen nicht für Bischmisheim gespielt hat. Er war in diesem Zeitraum auch weder verletzt noch krank, sondern war verpflichtet in Indien zu spielen und erhielt im Nachhinein ein Gefälligkeitsgutachten. Aus diesem Grunde sollte Bischmisheim nachträglich der Sieg aberkannt werden, da ansonsten unsere Bundesligaspielordnung eine Farce wird.

Carsten Hansen vom VfL 93 Hamburg:
Zum Thema "Kanetkar" möchte ich mit den Informationen, die mir vorliegen, wie folgt Stellung nehmen:
Die Bundesliga-Ordnung ist die Grundlage unseres gesamten Spielbetriebes. Wir BL-Manager haben uns diese Regeln selbst auferlegt und können diese nicht, wie es gerade gefällt, eigenmächtig verletzen. Es hat schon einen guten Grund, warum ein Spieler in der Vorrunde die Anzahl von neun Einsätzen nachweisen muss. Wenn diese Summe von Einsätzen nicht erreicht ist, so kann das auf keinen Fall durch manipulierte ärztliche Atteste umgangen werden. Ich möchte nur darauf verweisen, dass mein Verein (VfL 93 Hamburg) in der Saison 2003/04 bei den Relegationspielen zur 1. Liga auch auf einen Spieler verzichten musste, der aus beruflichen Gründen vorher nicht mehr als dreimal eingesetzte werden konnte. Wir haben den Aufstieg dennoch geschafft, es war aber sehr dünn. Sollte das Verhalten von Bischmisheim keine Konsequenzen haben, so machen sich das Referat O 19 und das Verbandsgericht unglaubwürdig und bestraft die Vereine, die sich an die BL-Ordnung halten.

Arno Schley vom TuS Wiebelskirchen:
Die Gemeinschaft der Bundesligavereine hat sich selbst in der BLO Spielregeln gegeben. Dabei war gerade die Regelung mit der Spielberechtigung für die Play-offs erst nach zähem Ringen um die beste Lösung im Sinne aller dann letztlich mit großer Mehrheit zustande gekommen (BLVV vom 6.4.2001).
Entscheidend für die Beurteilung in Sachen Kanetkar ist nach meiner Meinung die Frage, was hat der Normengeber (also die Gemeinschaft der Bundesligavereine) mit der Regelung neun von vierzehn Einsätzen letztlich gewollt?
Es geht dabei eindeutig darum zu verhindern, dass sehr starke Spieler (und dies sind nun einmal derzeit für uns in Deutschland die Ausländer) während der Runde wenig oder gar nicht eingesetzt werden und dann in den entscheidenden Play-off-Begegnungen durch ihren Einsatz letztlich den Wettbewerb verzerren.
Da die Bundesligaverantwortlichen aber die Möglichkeit (Gefahr) gesehen hatten, dass Spieler durch Verletzungen/Erkrankungen die Mindestanforderung neun von vierzehn Einsätzen nicht erfüllen können, wurde die Ausnahmeregelung "ärztliches Attest" hinzugefügt.
Im Sinne dessen, was die Gemeinschaft der BL-Vereine also gewollt hat, stellt der Einsatz des Spielers Kanetkar in den Play-offs für mich eindeutig ein Umgehen der BLO-Regelung dar und damit ein Verlassen der gemeinschaftlichen Basis. Ob dies rechtens ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
Der Fall Kanetkar zeigt eindeutig, dass die Regelung in der BLO nachgebessert werden muss. Denkbar wäre zum Beispiel auf dem Hintergrund von vielleicht aufgeworfenen arbeitsrechtlichen Fragen die Vorlage eines Attestes von einem deutschen Amtsarzt.
Abschließend möchte ich ausdrücklich feststellen, dass ich die ganze Sache für sehr abträglich für das Ansehen unseres Sportes und der Bundesliga halte. Aber wie heißt es heute so schön: bad news are good news! 

Toni Poyates vom PSV Ludwigshafen:
Die Bundesliga-Vereine haben sich ihre Ordnung selbst gegeben. Es kann nicht sein, dass sie von einzelnen Vereinen jetzt mit juristischen Mitteln ausgehebelt wird. Natürlich steht da auch drin, dass dann, wenn jemand ein ärztliches Attest vorlegt, die Regelung mit den neun Spielen nicht unbedingt gelten muss. Aber – wenn ein Spieler wie Kanetkar zur gleichen Zeit für die das vorgelegte Attest gilt, gespielt hat, dann ist das Attest hinfällig. In der Konsequenz ist er nicht spielberechtigt.

Michael Schnaase vom SCU Lüdinghausen hatte bis zum Veröffentlichungstermin nicht geantwortet. Eine angefragte Stellungnahme vom 1.BC Bischmisheim zu dem Vorgang ist bisher nicht eingegangen.

Manfred Kehrberg, Abteilungsleiter von EBT Berlin: "Viele Fragen drängen sich auf und müssen in Interesse der Bundesliga aufgeklärt werden."

EBT Berlin liegt Widerspruch gegen Entscheidung des Referats für Spielbetrieb beim DBV-Verbandsgerichts ein

Mit Argumenten nicht auseinandergesetzt – Atteste als Gefälligkeitsgutachten angeprangert

(1.3.05) Wie angekündigt und wie auch nicht anders zu erwarten, legt EBT Berlin gegen die Zurückweisung ihres Protestes durch das Referat Spielbetrieb im DBV Widerspruch beim DBV-Verbandsgericht ein.
In einer Pressemitteilung dazu heißt es, das Referat für Spielbetrieb habe sich unverständlicherweise überhaupt nicht mit der Tatsache auseinander gesetzt, dass Kanetkar während seiner angeblichen Erkrankung im Dezember 2004 parallel zu den Bundesligaspieltagen 8, 9 und 10 drei Preisgeldturniere in Indien gespielt habe, und damit von vornherein schon gar nicht die Absicht hatte, an den Bundesligaspielen teilzunehmen.

Im übrigen wird die Gültigkeit des Attestes angezweifelt und der Vorwurf erhoben, es handele sich um ein „Gefälligkeitsgutachten“ von Dr. Atul Joshi, Arzt am Neurologischen Institut in Pune, Indien.
Dazu führt Manfred Kehrberg, Abteilungsleiter Badminton und 1. Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtveriens EBT Berlin, aus:
„Im ersten Attest, datiert vom 10.12.2004, bescheinigt Dr. Joshi, dass Nikhil Kanetkar erkrankt ist, sich aber auf dem Wege der Besserung befindet, aber kein Sport machen kann, und deshalb auch bis zum 25.01.2005 an den Bundesligaspielen nicht teilnehmen kann.

Nachdem EBT in der Woche vor den Play-Off-Spielen durch entsprechende Turnierinformationen auf der Webseite des indischen Verbandes bekannt geworden war, dass Kanetkar vom 14.12. – 18.12.2004 und vom 20.12. – 24.12.2004 mit Erfolg, jeweils Halbfinale, zwei Preisgeldturniere in Indien bestritten hatte und im Übrigen auch reklamiert hatte, dass Kanetkar ja auch am 29.01. und 30.01.2005 in der Bundesliga hätte spielen können, wurde Dr. Joshi auf wundersame Weise wieder aktiv.

In dem Attest vom 16.02.2005 attestiert der Arzt, dass Kanetkar in der Turnierwoche vom 08.12. – 12.12.2004 erkrankt war, und er deshalb nicht nach Deutschland kommen konnte, um am 12.12.2004 in der Bundesliga zu spielen. Getreu dem Motto, immer das zuzugeben, was ohnehin schon bekannt ist, gesteht er zugleich ein, dass Kanetkar nach dem 12.12.2004 zwei Turniere gespielt hat. Natürlich entgegen seinem ärztlichen Rat. Eine Erklärung dafür, warum Kanetkar aber am 18./19.12.2004 nicht stattdessen in der Bundesliga spielen konnte, fällt ihm schon nichts mehr ein. Dafür bescheinigt er Kanetkar die Spielunfähigkeit nunmehr nicht nur wie ursprünglich bis zum 25.01.2005, sondern sogar bis zum 29.01.2005. Länger ging wohl nicht, denn danach begannen auch in Indien die nationalen Meisterschaften, an denen Kanetkar wieder mit Erfolg teilnahm.

Spätestens hier setzt sich Dr. Joshi des begründeten Verdachts der Erstellung von Gefälligkeitsgutachten aus, denn wie in dieser Woche bekannt wurde, hat Nikhil Kanetkar entgegen der Bescheinigung von Dr. Joshi in der Woche vom 8.– 12.12.2004 mit Erfolg an einem weiteren Preisgeldturnier in Lucknow, Indien, teilgenommen.

Zumindest hier bescheinigt Dr. Joshi offensichtlich die Unwahrheit. Aber er weiß offensichtlich auch nicht, dass man sich auch in Indien bei Turnieren rechtzeitig anmelden muss. Da Kanetkar die bekannt gewordenen Turniere in Indien gespielt hat, hatte er also von Vornherein gar nicht die Absicht, die zum gleichen Zeitpunkt stattfindenden Bundesligaspiele der Rückrunde zu bestreiten. Und zwar unabhängig davon, ob er krank war oder nicht."

    

badminton.de hat die Turniere gefunden, auf die sich Berlins Argumentation stützt

Krank oder keine Zeit?

Bis 12.12.2005 Syed Modi Badminton tourney in Lucknow
http://cities.expressindia.com/fullstory.php?newsid=110341
http://www.badmintoncentral.com/forums/archive/index.php/t-20284.html

Bis 18.12.2004 J. R. D. TATA MEMORIAL - All India Senior Prize Money Tournament in Jamshedpur
http://www.badmintonindia.org/tournament/2004-05/Tata04_dr_ms.pdf
http://www.badmintonindia.org/tournament/2004-05/tournament2004-05.htm
 

Bis 24.12.2004 All India Ranking in Gandhidham
http://www.badmintonindia.org/tournament/2004-05/gandhi04_dr_ms.pdf

Ab 31.1.005 Indische Meisterschaften Mannschaften und Individual
http://www.badmintonindia.org/tournament/2004-05/sn04_draws.htm

Der Vorsitzende des 1. BC Bischmisheim wurde um eine Stellungnahme gebeten.

Um ihn geht der Streit: Wie krank war Indiens Olympiateilnehmer Nikhil Kanetkar (25)?

Referat für Spielbetrieb weist Berliner Protest zurück

Anrufung des Verbandsgerichtes empfohlen

(25.2.05) Als erste Instanz für Proteste in im Spielbetrieb der Bundesliga ist das Referat für Spielbetrieb O 19 vorgesehen. Referatsleiter Lutz Sotta hat dem EBT Berlin jetzt mitgeteilt, dass deren Protest gegen den Einsatz des indischen Spielers Nikhil Kanetkar im Play-off-Halbfinale durch den BC Bischmisheim (s. Meldung vom 22.2.) zurückgewiesen wird. Unter anderem heißt es in dem Schreiben, man könne nicht überprüfen, ob die vorgelegten Atteste richtig seinen. Hier müsse man sich auf den Arzt verlassen. Man könne auch nicht beurteilen, ob es erlaubt gewesen sei, während der Zeit, für die das Attest gültig sei, Badminton zu spielen.

Ganz wohl scheint den Verantwortlichen aber bei ihrer Entscheidung nicht gewesen zu sein, denn sie empfehlen gleichzeitig die Anrufung des Verbandsgerichtes: "Da aber von beiden Seiten diverse andere Gesichtspunkte angeführt werden, wie zum Beispiel Verletzung des Arbeitsrechts und ob eine Krankheit eine Verletzung darstellt oder umgekehrt, empfehlen wir eine Anrufung des Verbandsgerichtes, da wir von der juristischen Seite überfordert sind".

   

EBT Berlin wird Protest nach Halbfinale gegen Bischmisheim einlegen

Spielberechtigung des Inders Kanetkar für die Play-offs wird angezweifelt

(22.2.05) „Wir haben zunächst eine Nacht darüber geschlafen und uns dann noch mal in den Gremien unseres Hauptvereins zusammengesetzt. Denn am Grünen Tisch zu gewinnen, ist eigentlich nichts, was uns Spass macht und was wir wollen,“ erklärte Manfred Kehrberg, Teammanager von EBT Berlin, gegenüber badminton.de. „Aber die Bischmisheimer waren in dieser Angelegenheit nicht ansprechbar. Sie haben unsere Warnungen vor den Spielen ignoriert. Also werden wir Protest einlegen.“
Worum geht es?
Die Bundesligaordnung sieht vor, dass in den Play-offs/downs nur Spieler eingesetzt werden dürfen, die in der vorhergehenden Punkterunde mindestens neun (von 14 möglichen) Einsätze absolviert haben. Grund: Die Vereine – die sich in der Bundesligavollversammlung ihre Regularien selber geben - wollten nicht, dass für die Play-off plötzlich „eingeflogene“ Spieler die Mannschaften verstärken, auf die man in der Punkterunde verzichtet hat.
Aber es gibt auch eine Hintertür. Diese haben sich die Vereine geschaffen für den Fall, dass Langzeitverletzte – auf die der Verein sowieso schon verzichten muss – auch in den Play-offs/downs nicht genutzt werden können, selbst wenn sie bis dahin wieder einsatzfähig sein sollten. Man wollte diesen doppelten Nachteil vermeiden und  hat daher den Satz „Ist ein Spieler verletzt und legt ein ärztliches Attest vor, wird er von dieser Regelung ausgenommen“ in den Spielberechtigungsparagrafen aufgenommen.
Kann ein Kranker spielen?
Nikhil Kanetkar hat nun in der Punkterunde zwischen dem 19.9.2004 und 30.1.2005 nur sechsmal gespielt. Bischmisheim hatte daher vor den Play-offs beim Bundesliga-Spielleiter Bernd Mohaupt ein Attest eines indischen Arztes vorgelegt, dass der Inder in den letzten Wochen krank gewesen sein. Mohaupt hat dies zwar akzeptiert, die Bischmisheimer aber darauf hingewiesen, dass ihm eine schnelle Prüfung unter den Zeitumständen nicht möglich sei und die Verantwortung für den Einsatz des Spielers bei ihnen bliebe.
Die Tragfähigkeit dieses Attestes zweifeln nun die Verantwortlichen von EBT Berlin an. Kanetkar habe in dem Zeitraum, für den er krankgeschrieben worden sei, in Indien Turniere gespielt.

Wie geht es weiter?

Wenn der Protest beim DBV eingeht, wird er in erster Instanz vom Referat für Spielbetrieb U 19 behandelt. Und dann vermutlich beim DBV-Verbandsgericht landen. Eile ist geboten, denn die Finalspiele für die Play-off-Runde sind für den 26./27. März vorgesehen.


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