Bundesliga-Vollversammlungen

        

 

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Neues aus dem Ligabetrieb.

     

       

Bundesliga-Vereine gründeten eigenen Liga-Verband innerhalb des Deutschen Badminton-Verbandes

Das erste Präsidium des Deutschen Badminton-Ligaverbandes: (v.l.), Roland Maywald, Heinz Kelzenberg, Arno Schley, Manfred Kehrberg, Helmut Ruppert. Foto: Ruppert

Von Helmut Ruppert

  

(24.11.16) Die Gemeinschaft der Clubs der 1. und 2. Badminton-Bundesliga ist selbständiger geworden. Im Anschluss an die vierte Bundesliga-Vollversammlung in diesem Jahr, die am 19. November in Bad Vilbel stattfand, wurde der Deutsche Badminton-Ligaverband (DBLV) gegründet.
Der DBLV ist die juristisch selbständige Organisation der Vereine und Kapitalgesellschaften der 1. und 2. Badminton-Bundesliga. Der DBLV will sich aktiv an der Entwicklung, Betreuung und Förderung des Badmintonsports beteiligen. Dazu gehört auch die nachhaltige Förderung von talentierten Nachwuchsspielern.
Er ermittelt in sportlichen Wettbewerben den Deutschen Mannschaftsmeister, der als Anerkennung den Riegel-Pokal erhält sowie die Berechtigung zur Teilnahme an internationalen Mannschaftswettbewerben von Clubmeisterschaften.
Zweck und Aufgabe des DBLV ist es insbesondere, mit dem DBV die Überlassung der Nutzung der exklusiven Rechte der Organisation und Durchführung des Spielbetriebs der 1. und 2. Bundesliga zu vereinbaren.
Die Mitglieder des DBLV fühlen sich der Entwicklung des Badmintonsports in Deutschland besonders verpflichtet und tragen durch vielfältige Maßnahmen zu dessen Popularisierung bei.
Angestrebt ist dabei keine Ablösung vom Deutschen Badminton-Verband (DBV). Der Ligaverband strebt vielmehr die ordentliche Mitgliedschaft im DBV an und soll somit neben den Landesverbänden weiteres gleichberechtigtes Mitglied im DBV werden. Der DBLV erkennt die Satzungen und Ordnungen des Dachverbandes an.
In der Gründungsversammlung wurde die vorgelegte Satzung nach letzten kleineren Korrekturen einstimmig von den anwesenden Vertretern der Bundesligavereine verabschiedet. Alle Bundesligavereine traten dann durch die Unterzeichnung der Satzung dem Verein als Mitglied bei. Bei der anschließenden Wahl des Präsidiums wurde Arno Schley (Neunkirchen) einstimmig zum ersten Präsident gewählt. Schley ist auch Vorsitzender des DBV-Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten. Vizepräsident des DBLV für die 1. Bundesliga wurde Roland Maywald (Beuel). Für die 2. Bundesliga nimmt dieses Amt nach seiner Wahl Manfred Kehrberg (Berlin) ein. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern sind Heinz Kelzenberg (Refrath) für die 1. und Helmut Ruppert (Wiesbaden) für die 2. Bundesliga berufen worden.

Bundesligavollversammlung 3/2016 am 13. August in Frankfurt am Main

(19.07.2016, CP) Die nächste Bundesligavollversammlung (BLVV 3/2016) findet am 13. August 2016 um 12.00 Uhr in der Landessportschule Hessen (Otto-Fleck-Schneise 4, 60528 Frankfurt) statt. Die entsprechende Einladung ist dem relevanten Verteilerkreis bereits von Arno Schley, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten (AfBL), zugeschickt worden.
Die Tagesordnung sieht u. a. mehrere Anträge (in erster oder zweiter Lesung), Informationen zum Rahmenterminplan 2016/2017, zu den Ranglisten der Erst- und Zweitligisten sowie zu den Ausschreibungen für die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga (8./9. April 2017) und für das Final-Four um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft (13./14. Mai 2017) vor. Außerdem sind weitere Beratungen über die Gründung des Deutscher-Badminton-Ligaverband (DBLV) e.V. geplant. 

Vollversammlung in Wipperfürth: Neue Zählweise, Besteuerung der Meldegelder und Neuwahlen

Die bisherigen Beisitzer wurden wiedergewählt. V.l.: Helmut Ruppert, der Vorsitzende Arno Schley, Heinz Kelzenberg, Stellvertreter Manfred Kehrberg und Roland Maywald. Foto: privat.
Die aufmerksame Versammlung bei der zweiten Vollversammlung der Bundesligavereine in Wipperfürth. Foto: Helmut Ruppert.

Von Helmut Ruppert

 

(17.05.2016) 19 Vereine der 1. Bundesliga und der 2. Bundesligen trafen sich zur 2. Vollversammlung der Bundesliga in Wipperfürth am 30. April. Andreas Lamsfuß, Vorsitzender des Zweitligisten 1. BC Wipperfürth, lud die Delegierten als Ausrichter in die Hauptgeschäftsstelle seines Arbeitgebers BEW ein und sorgte damit für einen reibungslosen und angenehmen Aufenthalt der Teammanager.
Gleich zu Beginn musste die Tagesordnung geändert werden. Am Vortage kursierte eine E-Mail, wonach die Kassenprüfer des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) auf das Risiko der Besteuerung der Meldegelder hinwiesen, wenn die Steuerprüfer des Finanzamtes die Bundesliga als wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ansehen. Somit ergab sich der neue Punkt „TOP 6“ für die Erörterung dieser Problematik.
Weltverband testet erneut eine neue Zählweise
Nur zwei Anträge standen dieses Mal zur zweiten und letzten Lesung an. Jedoch nur einer fand die Zustimmung der stimmberechtigten Delegierten. Er befasste sich als Antragspaket mit der Überführung von einigen Paragraphen aus dem Teil der Bundesliga-Ordnung in die Durchführungs-Bestimmungen der Bundesliga-Ordnung. Dank der guten Vorbereitung in den Formulierungen wurde das Paket einstimmig angenommen.
Überholt war jedoch der zweite Antrag, der den Tiebreak, also einen verkürzten dritten Satz, in der Bundesliga einführen sollte. Überraschenderweise hat der Badminton-Weltverband BWF am 13. April bekannt gegeben, dass nach den Olympischen Spielen in Rio in einer Testphase von zwei Jahren eine neue Zählweise ausprobiert werden soll. Da zum DBV-Verbandstag ein entsprechender Antrag bereits vorliegt, schlug Arno Schley, Vorsitzender des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten (AfBL), im Vorfeld vor, den eigenen Antrag der AfBL nicht weiter zu verfolgen. Dem folgten die Anwesenden mit großer Mehrheit und Arno Schley wurde beauftragt, den Antrag des DBV-Ausschusses für Wettkampfsport zu unterstützen.
In erster Lesung standen drei Anträge zur Abstimmung. Abgelehnt wurde dabei der Vorschlag, in den Bundesligen nur noch 1. Mannschaften zu erlauben. Zugestimmt wurde hingegen der Vorschlag, die Punktevergabe bei Sieg und Niederlage neu zu regeln und die Abstiegsregelung aus der 2. Bundesliga ab der Saison 2017/2018.
In der Diskussion um die Problematik der Besteuerung der Bundesligameldegelder wurde deutlich, dass die ursprüngliche Idee der Förderprämie zur verstärkten Unterstützung der deutschen Spieler – hier insbesondere der deutschen Nachwuchsspieler – zunichte gemacht wird. Für die Minimierung des Risikos, von den überwiesenen Geldern Steuern zahlen zu müssen, einigten sich die Delegierten, nur noch die Verwaltungskostenumlage zahlen zu lassen. Dabei sollen die Vereine der 1. Bundesliga 600,- € pro Team zahlen und für die Mannschaften der 2. Bundesliga sollen 300,- € berappt werden.
Alle Beisitzer wiedergewählt
Nach all den Diskussionen folgten nun Neuwahlen der Beisitzer. Vorgeschlagen wurde die Wiederwahl aller bisherigen Beisitzer: Manfred Kehrberg (Stellvertreter), Roland Maywald, Heinz Kelzenberg und Helmut Ruppert. Da keine weiteren Vorschläge kamen, wurden die Genannten in einer gemeinsamen Wahl einstimmig wiedergewählt.
Wie können die Mindestanforderungen aktualisiert und ergänzt werden? Dieser Frage geht seit einiger Zeit Stephan Pistorius vom TSV Freystadt, dem Aufsteiger in die 1. Bundesliga aus der 2. Bundesliga Süd, im Auftrag der Versammlung nach. Pistorius gab einen Überblick über seine diesbezüglichen Bemühungen und das entsprechende Feedback der Vereine. Bisher gab es nur elf Rückmeldungen. Es erfolgte eine ausführliche Diskussion insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung der Mindestanforderungen durch die Vereine, die dazu notwendige Kontrolle sowie die entsprechenden Sanktionen bei Nichteinhaltung. Gemäß Regelwerk müssen derzeit die Schiedsrichter die Einhaltung der Mindestanforderungen vor Spielbeginn überprüfen und Verstöße entsprechend protokollieren. Auch die Frage der gegenseitigen Kontrolle durch die Teams wurde kontrovers diskutiert. Es wurde angeregt, eine Checkliste der Mindestanforderungen auf der Rückseite des Meldebogens abzudrucken, wo diese von den Schiedsrichtern abgehakt und unterschrieben werden.
Nächste Bundesligavollversammlung am 13. August
Wie es mit dem geplanten Bundesliga-Verband (DBLV) und der Vorbereitung der Gründerversammlung steht, erläuterte Arno Schley: Nach Absprache mit dem DBV-Präsidium und den Vorsitzenden/Präsidenten der Landesverbände werden einige Punkte der Satzung betreffend die personelle Vertretung des DBLV im DBV-Präsidium und in anderen Gremien modifiziert bzw. gestrichen. Die Satzung soll nun beim Amtsgericht vorgelegt werden. Nach Prüfung und Genehmigung durch das Gericht soll die Gründung erfolgen. Dem stimmten die Delegierten zu und beauftragten den Vorsitzenden, die entsprechenden Schritte einzuleiten.
Die nächste Vollversammlung wird – traditionell vor Beginn der neuen Saison – am 13. August im Raum Frankfurt stattfinden.
Diskussion über doppelte Spielberechtigung
Unter „Verschiedenes“ gab es dann noch mal ein brisantes Thema zu bereden. Nach der Übergabe der vorläufigen Spielpläne lenkte Arno Schley die Aufmerksamkeit auf ein Thema, das gerade sehr aktuell war und für einigen Unmut sorgte: Derzeit ist ein Verfahren beim DBV-Verbandsgericht (DBV-VG) anhängig wegen des Einsatzes von Spielern in der deutschen Bundesliga und parallel dazu auch in der englischen County League. Zum Hintergrund: Die Bundesliga hatte bereits zweimal erfolglos versucht, beim DBV-Verbandstag eine Öffnung/Erlaubnis zum gleichzeitigen Spielen von Bundesligaspielern in verschiedenen Nationen zu erreichen. Dies war zum einen daran gescheitert, dass der Vorsitzende des DBV-VG vor einer Freigabe ausschließlich für Bundesligaspieler wegen „Diskriminierung“ (Verstoß gegen das Prinzip der Gleichbehandlung) massiv gewarnt hatte und – in der Folge – die Landesverbände dann nicht zugestimmt hatten, weil sie diese Öffnung für ihren Spielbetrieb mehrheitlich nicht wünschten. Das parallele Spielen in der Bundesliga und in England war bis vor zwei Jahren möglich, da die County League die Kriterien für eine Nichterlaubnis gemäß DBV-Spielordnung nicht erfüllt. Durch die Einführung der neuen Liga in England hatte sich dann aber eine völlig veränderte Situation ergeben. Die DBV-Liste gemäß SpO führt ausschließlich Nationen auf und verweist nicht auf einzelne Ligen innerhalb dieser Nationen. Insgesamt wird einheitlich bedauert, dass der sportliche Ausgang einer Saison von einer Gerichtsentscheidung abhängt. Dies ist für das Ansehen unseres Sportes und der Bundesliga schädlich.
Nach einem Marathon über vier Stunden konnte die 2. Vollversammlung des Jahres 2016 danach beendet werden.  

Bundesliga-Vollversammlung 2/2016 findet am am 30. April statt

(29.03.2016, CP) Die nächste Bundesliga-Vollversammlung (2/2016) wird am 30. April um 12.00 Uhr in Wipperfürth abgehalten. Die Einladung, die Tagesordnung und weitere relevante Dokumente wurden von Arno Schley, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten im DBV, bereits an den entsprechenden Verteilerkreis versendet. Auf der Tagesordnung stehen u. a. diverse Anträge, Neuwahlen von mindestens zwei und höchstens vier Beisitzern sowie die Besprechung der Satzung des vor der Gründung stehenden Vereins „Deutscher-Badminton-Ligaverband e.V.“ (DBLV) und die Vorbereitung der entsprechenden Gründungsversammlung.

Nächste BLVV am 5. März 2016 in Mülheim an der Ruhr

Wechsel des Tagungslokals
(29.02.2016, CP) Der Austragungsort der Bundesliga-Vollversammlung 1/2016 wurde aus organisatorischen Gründen kurzfristig verändert: Die Sitzung, die ursprünglich am 5. März 2016 im „Haus des Sports“, Südstraße 25 in 45470 Mülheim an der Ruhr abgehalten werden sollte, findet nun im „Haus Dimbeck/Hotel Kastanienhof“, Dimbeck 31, 45470 Mülheim an der Ruhr, statt. Beginn ist nach wie vor um 14.00 Uhr. Das „Haus Dimbeck/Hotel Kastanienhof“ ist fußläufig binnen weniger Minuten von der RWE-Sporthalle aus erreichbar, wo vom 1. bis zum 6. März 2016 die YONEX German Open ausgetragen werden.
Von Februar in März verschoben
(04.02.2016) Die ursprünglich für den 6. Februar 2016 angesetzte Bundesligavollversammlung (1/2016) wurde verschoben. Neuer Termin ist der 5. März 2016 - ebenfalls ein Samstag. Statt in Bielefeld, im Rahmen der Deutschen Einzelmeisterschaften, treffen sich die Verantwortlichen nun in Mülheim an der Ruhr, anlässlich der YONEX German Open. Die Sitzung beginnt um 14.00 Uhr, Austragungsort ist das "Haus des Sports", Südstraße 25 in 45470 Mülheim an der Ruhr. 

 

 

Bundesliga-Vollversammlung am 31. Oktober in Saarbrücken: Vereinsgründung verschoben

Arno Schley. Foto: Claudia Pauli.

Claudia Pauli sprach mit Arno Schley, dem Vorsitzenden des Bundesliga-Ausschusses

 

(06.11.2015, CP) Im Rahmen der Bitburger Badminton Open in Saarbrücken finden traditionell auch zahlreiche Sitzungen von Funktionsträgern statt. Z. B. trifft sich stets das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) mit den Präsidenten bzw. Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände (BLV), um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren. In diesem Jahr wurde zudem eine Bundesligavollversammlung (BLVV) abgehalten und es bestand die Absicht, den Verein „Deutscher-Badminton-Ligaverband e.V.“ (DBLV) zu gründen. Der Verein soll ermöglichen, dass sich die Bundesliga selbst vermarkten kann. Derzeit liegen die entsprechenden Nutzungsrechte an der 1. Bundesliga und an der 2. Bundesliga beim DBV. Die geplante Gründungsversammlung des Vereins wurde allerdings kurzerhand auf 2016 verschoben. Claudia Pauli sprach für badminton.de mit Arno Schley, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) im DBV, über das besondere Vorhaben.

 

Claudia Pauli: „Die Gründung des von den Vertretern der Erst- und Zweitligisten angestrebten Vereins ist in Saarbrücken nicht erfolgt, sondern verschoben worden. Welche Gründe gibt es dafür?“

Arno Schley: „Wir haben nach der Bundesligavollversammlung in einer mehrstündigen Sitzung ausführlich den Satzungsentwurf DBLV besprochen und Änderungs- bzw. Ergänzungsvorschläge beschlossen. Denn im Zuge der Diskussionen stellte sich heraus, dass eine Menge an Dingen noch im Detail zu klären ist. Wir haben die Vereinsgründung daher verschoben. Wir stehen nicht unter Handlungsdruck, darüber war man sich einig. Die formalen Anträge, die damit zusammenhängen, wurden allerdings einstimmig oder zumindest mehrheitlich beschlossen, sodass wir die Grundkonzeption bereits in Angriff nehmen können.“  

Claudia Pauli: „Wurden im Rahmen der Bundesligavollversammlung auch Beschlüsse gefasst, die sich bereits auf die Spielsaison 2016/2017, also auf die nächste Saison, auswirken?“

Arno Schley: „Ja, z. B. werden die sieben Spiele kommen: Ab der Saison 2016/2017 werden in den beiden höchsten deutschen Spielklassen pro Begegnung sieben Spiele ausgetragen. Dieser Bereich betrifft die Durchführungsbestimmungen der Bundesligaordnung, daher muss nicht der DBV-Verbandstag darüber entscheiden, sondern die Bundesliga kann dies eigenständig tun. Unsere Vorhaben hingegen, in allen Bundesligen mit zehn Mannschaften zu spielen, die Aufstiegs- und die Abstiegsregelung in Bezug auf die 1. Bundesliga sowie den Play-off-Modus in der 1. Bundesliga zu verändern, sind zwar in 2. Lesung von der Bundesligavollversammlung beschlossen, sie müssen aber noch vom Verbandstag abgesegnet werden.“

Claudia Pauli: „Das bedeutet zugleich, dass diese Veränderungen keinesfalls schon zur Spielsaison 2016/2017 wirksam werden. Schließlich findet der Ordentliche DBV-Verbandstag immer erst im Juni statt.“

Arno Schley: „Genau, diese Veränderungen könnten erst zur Saison 2017/2018 umgesetzt werden. Im April 2016 müssen die Vereine verbindlich zusagen, in welcher Liga sie in der Saison 2016/2017 antreten wollen. Als Verein muss man dann natürlich wissen, unter welchen Rahmenbedingungen die Saison ausgetragen wird. Da der DBV-Verbandstag im Juni diese Planungen umwerfen könnte, ist eine Umsetzung schon zur nächsten Saison keinesfalls möglich. Die Wege, Veränderungen herbeizuführen, sind zu lang, daher haben wir auch die Abkopplung in Form des Vereins angedacht.“

Claudia Pauli: „Grundsätzlich besteht offenbar unter den Erst- und den Zweitligisten Einigkeit darüber, dass ein solcher Verein gegründet werden soll. Wie sehen dies aus Ihrer Sicht Ihre anderen Ansprechpartner?“
Arno Schley: „Ja, die Vereine sind dafür, den Verein zu gründen. Zusammen mit Manfred Kehrberg, der nicht allein stellvertretender Vorsitzender des AfBL ist, sondern auch Jurist und damit in Satzungsfragen sehr kompetent, habe ich das Vorhaben der Bundesliga bei der Sitzung des DBV-Präsidiums mit den Präsidenten bzw. Vorsitzenden der Landesverbände vorgestellt. Es gab einige Rückfragen zu dem Konzept, grundsätzlich standen die Beteiligten dem Vorhaben aber durchaus positiv gegenüber. Vielmehr wurde die Initiative im Hinblick auf die Sicherung des Badminton-Spitzensports in Deutschland begrüßt. Denn wenn wir uns nicht bewegen, müssen deutsche Top-Spieler im Ausland spielen, weil sie dort mehr Geld verdienen als in der Bundesliga. Das kann nicht unser Interesse sein.“
Claudia Pauli: „Wie geht es bzgl. der Vereinsgründung nun weiter?“
Arno Schley: „Die Version der Satzung, die wir in Saarbrücken besprochen haben, wird überarbeitet. Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Bielefeld kommt es zur 2. Lesung der Satzung, danach erfolgt die Vereinsgründung. Ob die Gründungsversammlung bereits in Bielefeld stattfinden kann oder ob wir sie auf die Sitzung danach verschieben, ist noch nicht klar. Die fertige Satzung muss ja zum einen vom zuständigen Finanzamt und zum anderen vom zuständigen Registergericht geprüft werden. Eine Prüfung vor der 2. Lesung birgt ein gewisses Risiko: Wenn dann noch einmal Änderungen vorgenommen werden, müssten wir die Satzung erneut prüfen lassen. Eine Prüfung nach der 2. Lesung hätte entsprechend den Vorteil, dass die Satzung dann intern ‚in trockenen Tüchern‘ wäre. Anschließend müssten das Finanzamt und das Registergericht sie genehmigen. Wir werden nun einen kleinen Arbeitskreis bilden, der sich aus Vertretern der Landesverbände – d. h., deren Präsidenten bzw. Vorsitzenden –, Vertretern des DBV-Präsidiums und Vertretern der Bundesliga zusammensetzt. Wir werden die weiteren Schritte gemeinsam überlegen, denn die Gründung des Vereins bedarf auch Änderungen der DBV-Satzung. Dies wiederum geht nur in Abstimmung mit den Landesverbänden.“
Claudia Pauli: „Welches Ziel verfolgt die Bundesliga konkret?“
Arno Schley: „Die Bundesliga will sich selbst vermarkten, d. h., sie möchte vom DBV die Vermarktungsrechte übernehmen. Das geht nur mit einer Vereinsgründung. Der DBV möchte natürlich eine Gegenleistung dafür haben, dass er die Vermarktungsrechte abgibt. U. a. dies gilt es zu besprechen. Letztlich wird es einen Grundlagenvertrag zwischen dem DBV und dem neuen Verein geben, in dem alles geregelt ist. Es wartet also noch einiges an Arbeit auf uns und wir müssen uns diesbezüglich einfach auch ein bisschen Zeit lassen und sorgfältig überlegen, wie wir vorgehen. Das Signal, einen Verein zu gründen, ist da – und auch eindeutig! Es geht bei allem um das Interesse des deutschen Badmintonsports. Dazu brauchen wir ein ‚Wir-Gefühl‘, Landesverbände und Bundesliga müssen zusammenarbeiten.“
Claudia Pauli: „Vielen Dank für das Gespräch:“

Hinweis: Die nächste Bundesligavollversammlung (1/2016) findet am Samstag, den 6. Februar 2016 in Bielefeld statt. Beginn ist um 12.00 Uhr, Austragungsort wie üblich das Brenner Hotel Diekmann (Otto-Brenner-Straße 133-135, 33607 Bielefeld).   

Ihre Meinung ist gefragt - Schreiben Sie dem Bundesligaausschuss

(18.08.2015, CP) Rückmeldungen der Badmintonfans zu den geplanten Vorhaben sind willkommen! Teilen Sie Ihre – gerne auch kritische – Meinung per E-Mail dem Vorsitzenden des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) im DBV, Arno Schley ( ArnoSigiOlaf@t-online.de), mit. Insbesondere Meinungen zu folgenden Aspekten werden erbeten:

· Vereinheitlichung der Bundesligen in Bezug auf 7 Spiele pro Wettkampf
· Vereinheitlichung der Bundesligen in Bezug auf 10 Mannschaften pro Liga
· Verkürzung des Entscheidungssatz auf 11 Punkte mit kürzerer Verlängerung
· Einführung eines Play-off Viertelfinals mit den Begegnungen 3. gegen 6. und 4. gegen 5.
· Einführung eines „Final-Four-Turniers"
· Veränderung der Abstiegsregelung in Bezug auf die 1. Liga sowie Einführung einer Aufstiegsrunde.

Rückblick auf die Bundesliga-Vollversammlung vom 15. August 2015

Arno Schley. Foto: CP.

Interview mit Arno Schley, dem Vorsitzenden des Bundesliga-Ausschusses
Bundesligavereine planen umfangreiche Änderungen

 

Von Claudia Pauli

(18.08.2015) Als „sehr konstruktiv“ bewertet Arno Schley, der Vorsitzende des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) im Deutschen Badminton-Verband (DBV), die Diskussionen, die sich bei der Bundesligavollversammlung am 15. August 2015 in Groß-Zimmern ergaben. Im Interview mit Claudia Pauli erläutert der ehemalige Nationalspieler, welche wesentlichen Entscheidungen bei der Sitzung von den Vertretern der Erst- und Zweitligisten getroffen bzw. welche zentralen Überlegungen angestellt wurden.

Claudia Pauli: „In welcher Hinsicht sind in der 1. Bundesliga bzw. in den 2. Bundesligen in naher Zukunft Veränderungen vorgesehen?“

Arno Schley: „Anlässlich der Bundesligavollversammlung in Groß-Zimmern wurde z. B. in 1. Lesung einstimmig beschlossen, dass eine Angleichung der 1. Bundesliga und der 2. Bundesligen in Bezug auf die Anzahl der ausgetragenen Matches pro Begegnung erfolgen soll. Künftig soll es in den beiden höchsten deutschen Spielklassen jeweils sieben Spiele geben. Viele Zweitligisten, die in den vergangenen Jahren aufstiegsberechtigt waren, argumentieren, dass ihnen der Wechsel von acht Spielen, wie sie derzeit in den 2. Bundesligen ausgetragen werden, auf die sechs Spiele, die aktuell in der 1. Bundesliga ausgetragen werden, zu krass ist und sie deshalb nicht hochrücken wollten. Sieben Spiele sind ein Kompromiss. Wegfallen wird von den bislang acht Spielen das 3. Herreneinzel, sodass eine Begegnung künftig aus zwei Herreneinzeln, einem Dameneinzel, zwei Herrendoppeln, einem Damendoppel und einem Mixed besteht. Im Vergleich zur aktuell bestehenden Regelung in der 1. Bundesliga kommt somit ein 2. Herrendoppel hinzu.“
Claudia Pauli: „Die Anzahl der ausgetragenen Spiele pro Begegnung in der 1. Bundesliga war auch deshalb reduziert worden, um die jeweilige Begegnung insgesamt zu verkürzen, dadurch attraktiver werden zu lassen und – für alle Beteiligten – eine bessere Planbarkeit hinsichtlich der Spieldauer zu gewährleisten. Durch die Aufstockung auf sieben Matches wird sich die Spieldauer vermutlich wieder verlängern …“
Arno Schley: „Um dies zu vermeiden, soll es eine weitere Neuerung geben: Kommt es zu einem Entscheidungssatz, wird dieser verkürzt ausgetragen. Sieger ist, wer zuerst elf Punkte erzielt und dabei zwei Punkte Vorsprung hat. Ist innerhalb des Entscheidungssatzes eine Verlängerung erforderlich, soll diese kurz ausfallen und z. B. bis 15 oder – maximal – 16 Punkte gehen.“
Claudia Pauli: „Inwieweit sind Veränderungen in Bezug auf die Staffelgröße der 1. Bundesliga bzw. der 2. Bundesligen geplant?“
Arno Schley: „Die Bundesligavollversammlung hat beschlossen, in allen Bundesligen mit zehn Mannschaften zu spielen, d. h. die beiden 2. Bundesligen werden um jeweils zwei Teams aufgestockt.“
Claudia Pauli: „Die Vertreter der Bundesligavereine sehen es als unabdingbar an, der Bundesliga mehr Autonomie zu gewähren – nicht zuletzt, damit Entscheidungen schneller getroffen werden können …“
Arno Schley: „Unsere Reformbestrebungen zielen in der Tat auch darauf ab, mehr Autonomie zu erhalten. Denn viele Änderungsvorschläge müssen gemäß der aktuellen Regularien in den DBV-Verbandstag eingebracht werden. Dadurch sind die Vorläufe, um diese Änderungen umzusetzen, extrem lang. Z. B. kann die Aufstockung der 2. Bundesligen auf zehn Teams bei den derzeit geltenden Verfahrensweisen vermutlich erst zur Saison 2017/2018 und nicht bereits zu Saison 2016/2017 erfolgen: Der Ordentliche Verbandstag des DBV findet stets im Juni statt, die Vereine müssen ihre Teams aber schon zum 15. April 2016 melden. Zu diesem Zeitpunkt müssen sie bereits wissen, unter welchen Bedingungen sie melden. Unsere Absicht besteht darin, einen Verein zu gründen, z. B. die ‚Deutsche Badminton-Liga‘, um die Bundesliga in Richtung Verselbstständigung voran zu bringen. Das DBV-Präsidium unterstützt unsere Vorhaben in großen Teilen, das ist sehr wichtig. Die Gründung eines Vereins ist der erste Schritt, ein zweiter wäre die Gründung einer GmbH.“ 
Claudia Pauli: „Wie zeitnah soll die Vereinsgründung erfolgen?“
Arno Schley: „Die Vereinsgründung wird relativ zügig angegangen, ggf. schon im Rahmen der Bitburger Open Ende Oktober/Anfang November in Saarbrücken. Dort findet am 31. Oktober die nächste Bundesligavollversammlung statt.“
Claudia Pauli: „Inwieweit wird der Austragungsmodus der 1. Bundesliga – über die Aufstockung auf sieben Spiele pro Begegnung hinaus – verändert?“
Arno Schley: „Wir möchten zur Spielzeit 2016/2017 einige Regularien verändern, die den Ablauf der Saison betreffen. So soll es z. B. künftig nach Abschluss der Punkterunde ein Play-off-Viertelfinale geben, in dem der Tabellendritte gegen den Tabellensechsten und der Tabellenvierte gegen den Tabellenfünften spielt. Diese Maßnahme bietet für die Vereine im Mittelfeld einen zusätzlichen Anreiz. Es findet – wie es derzeit in den Play-offs schon der Fall ist – jeweils ein Spiel statt, wobei der Höherplatzierte Heimrecht hat. Der Tabellenerste und der Tabellenzweite sollen insofern belohnt werden, als dass sie direkt ins Halbfinale einziehen. Das Halbfinale wird als Final-Four-Tour ausgetragen, wie man es auch aus anderen Sportarten, z. B. Basketball und Handball, kennt. Das Final-Four-Turnier würde an einem Wochenende ausgetragen, wobei das Spiel um Platz drei am Sonntagsmorgen stattfinden soll und das Finale am Sonntagnachmittag. Um die Ausrichtung kann sich jeder bewerben.“
Claudia Pauli: „Wird es auch Veränderungen in Bezug auf die Auf- und die Abstiegsregelung geben?“
Arno Schley: „Auch darüber haben wir in Groß-Zimmern lange geredet. Die früher ausgetragene Aufstiegsrunde war nach Einschätzung vieler Vereinsvertreter ein Highlight. Wichtig ist allen, dass es in jedem Fall einen Austausch zwischen den Ligen gibt. Daher haben wir vorgesehen, dass der Tabellenzehnte der 1. Bundesliga immer absteigt und eine Aufstiegsrunde mit dem Tabellenneunten der 1. Bundesliga und den beiden Meistern der 2. Bundesligen ausgetragen  wird. Dadurch ist ein Austausch garantiert.“ 
Claudia Pauli: „Wie geht es nach den Beschlüssen und Überlegungen, die in Groß-Zimmern getroffen bzw. angestellt wurden, konkret weiter?“
Arno Schley: „Wir müssen nun mit den Landesverbänden und den Gruppen im DBV ins Gespräch kommen und um Akzeptanz für unsere Vorhaben bitten – z. B., weil sich der Wechsel in der Anzahl der ausgetragenen Spiele pro Begegnung künftig ja zwischen den 2. Bundesligen und den Regionalligen ergibt. Wir benötigen ihre Unterstützung u. a., wenn wir die Satzung des DBV verändern wollen. Dies wiederum ist im Zusammenhang mit der Vereinsgründung von Bedeutung. Wir werden den Landesverbänden und den Gruppen in nächster Zeit viele Informationen geben und die Wichtigkeit der Vorhaben hervorheben – damit die Bundesliga insgesamt, gerade auch in der Öffentlichkeit, einen höheren Stellenwert erhält. Wir müssen etwas tun, d. h. uns bewegen, denn die derzeitige Situation ist unbefriedigend. Klar ist aber auch, dass die Vereine ihre ‚Hausaufgaben‘ machen müssen. So sind z. B. eine einheitliche Präsentation der Spiele und ein professionelles Hallenbild vonnöten. Wir müssen professioneller werden, um ernst genommen zu werden. Es geht schließlich um die Zukunft des deutschen Badmintonsports.“
Claudia Pauli: „Vielen Dank für das ausführliche Gespräch und viel Erfolg bei der Umsetzung der zahlreichen Vorhaben.“

Sitzung von Bundesligaausschuss und DBV-Präsidium am 8. August 2015 in Mülheim

Vertreter des DBV-Präsidiums begrüßen Überlegungen der Vereine zur Professionalisierung der Badminton-Bundesligen

(12.08.2015) Im Anschluss an die Besprechung/Genehmigung der Ranglisten für die Bundesligasaison 2015/2016 hatte der DBV-Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) das DBV-Präsidium zu einem Gespräch eingeladen, um über die Ergebnisse der Klausurtagung der Bundesligavereine am 20./21. Juni 2015 zu informieren. Neben einer Angleichung z. B. der Anzahl der Spiele pro Begegnung und der Staffelgröße von 1. und 2. Bundesliga sowie Optimierungen bei Präsentation und Hallenbild, sehen die Bundesligavereine insbesondere eine schnellere und direktere Einflussnahme auf die Bundesligaregularien und im Bereich Vermarktung/Bewegtbildrechte als erforderlich an. Derzeit bedarf eine Vielzahl von Entscheidungen zur Bundesliga der Zustimmung des Verbandstages, also der Delegierten der Landesverbände. Als positive Beispiele in Bezug auf die Professionalisierung des Ligabetriebs werden die Deutsche Tischtennis Liga und die Deutsche Volleyball Liga gesehen, wo die jeweiligen Spitzenverbände die Rechte an eine GmbH übertragen haben.
Das DBV-Präsidium, vertreten durch den Präsidenten, Vizepräsidenten Leistungssport und Geschäftsführer, äußerte weitgehende Zustimmung zu den Überlegungen der Bundesliga. DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst: „Die Überlegungen der Vereine sind nachvollziehbar und werden von uns grundsätzlich unterstützt. Die Gründung einer GmbH ist, insbesondere auch wegen der damit verbundenen Kosten, wahrscheinlich erst mittelfristig umsetzbar. Aber gerade deshalb müssen schnellstmöglich alle bereits jetzt möglichen Wege zu einer Professionalisierung und mehr Selbstbestimmung eingeschlagen werden. Ein wichtiges Thema ist die Produktion von Bewegtbildern für eine Verbreitung im Internet. Ich hoffe, die Idee zum Live-Streaming kann schnell umgesetzt werden.“ Dietrich Heppner, DBV-Vizepräsident Leistungssport, ergänzt: „Die Badminton-Bundesliga ist einer der wichtigsten Bereiche für den DBV. Die Bundesligen sind neben der Nationalmannschaft das Aushängeschild des Verbandes, die Bundesligavereine sind Aktivposten in der Nachwuchsarbeit und wesentlicher Unterstützer der Bundeskaderathleten. Wir müssen gemeinsam alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Bundesliga attraktiver zu machen.“
Einvernehmlich wurde auch festgehalten, den Bundesligavertretern im Rahmen der Zusammenkünfte des DBV-Präsidiums mit den Präsidenten/Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände die Gelegenheit zu geben, die Anliegen der Bundesliga vorzutragen. Bereits am 15. August 2015 findet die nächste Bundesligavollversammlung statt, auf der das weitere Vorgehen hinsichtlich einer Neuausrichtung der 1. Bundesliga und der 2. Badminton-Bundesligen beraten wird.

Klausurtagung am 20./21. Juni 2016 in Saarbrücken: Neue Wege in der Bundesliga

Von Arno Schley

(21.06.2015) Auf ihrer außerordentlichen Arbeitstagung am 20./21. Juni 2015 in der Herrmann Neuberger Sportschule in Saarbrücken bekundeten die Vereine der Badminton-Bundesliga nach einer umfangreichen Analyse der derzeitigen Situation die Absicht, neue Wege in der Vermarktung und Organisation der Badminton-Bundesliga anzustreben.
In der Beratung wurden bereits konkrete Arbeitsaufträge bezüglich der Erarbeitung eines einheitlichen Marketing-Konzeptes und dafür notwendiger Organisationsformen erteilt.
Ziel der Bemühungen der Bundesligavereine ist es, die bisherige Vermarktung der Badminton-Bundesliga entscheidend zu verbessern und damit die Bundesliga und die Sportart Badminton in Deutschland noch mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu stellen.

Bundesligavereine treffen sich in Saarbrücken zu einer Klausurtagung: Professionellere Präsentation angestrebt

Arno Schley. Foto: CP.

Claudia Pauli sprach mit Arno Schley, dem Vorsitzendes des Bundesliga-Ausschusses, über die Zielsetzungen und Pläne

  
(15.06.2015, CP) Am 20. und 21. Juni 2015 treffen sich die Angehörigen des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) im Deutschen Badminton-Verband (DBV) mit den Vertretern der Erst- und Zweitligisten zu einer Klausurtagung. Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bot an, diese in der Landeshauptstadt des Saarlandes zu organisieren. Das Treffen – das den Arbeitstitel „Zukunft Bundesliga“ trägt – soll dazu beitragen, das „Produkt Badminton-Bundesliga“ weiterzuentwickeln. Die Zusammenkunft stellt eine Ergänzung zu den Bundesligavollversammlungen dar und bietet den Beteiligten die Möglichkeit, besonders intensiv über den großen Themenkomplex „Bundesliga“ zu diskutieren. Claudia Pauli sprach im Vorfeld der Tagung mit Arno Schley, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten, über einige Entwicklungen in der Bundesliga. Dabei zeigt sich, dass das Thema außerordentlich komplex ist und an dieser Stelle zweifelsohne nur einzelne Aspekte angesprochen werden können.

 

Claudia Pauli: „U. a. durch den Rückzug des PTSV Rosenheim aus der Bundesliga, den Verzicht gleich mehrerer aufstiegsberechtigter Zweitligisten, zur Saison 2015/2016 in die 1. Bundesliga hoch zu rücken, und die Diskussionen, die sich z. B. bei den jüngsten Bundesliga-Vollversammlungen ergeben haben, wurde einmal mehr deutlich, dass hinsichtlich des ‚Produkts Badminton-Bundesliga‘ durchaus noch Optimierungsbedarf besteht. Bei der anstehenden Tagung sollen nun Lösungsmöglichkeiten für die bestehenden Probleme erarbeitet werden?“
Arno Schley: „Bei der Tagung geht es darum, sich mit der Gesamtproblematik auseinanderzusetzen. Über allem steht die Frage: Was können wir verbessern, um die Bundesliga professioneller zu präsentieren? Eine professionelle Präsentation ist nämlich selbst in der 1. Bundesliga häufig nicht gegeben. Das Thema und die Problematik sind allerdings ungeheuer komplex. Es gibt keine perfekte Lösung, das ist klar. Die Bundesliga-Tagung wird ein interessanter Austausch sein, bei dem alle erkennen werden, dass keine einfachen Lösungen möglich sind.“
Claudia Pauli: „Wann wäre aus Ihrer Sicht eine ‚professionelle Präsentation‘ gegeben?“
Arno Schley: „Für eine gute Präsentation der Bundesliga brauchen wir guten Wettbewerb. Wenigstens müssen einigermaßen adäquate Mannschaften aufeinander treffen: Es muss möglich sein, dass ein Schwächerer auch mal ein 3:3 holt. Das ist derzeit z. T. fernab der Realität. Die Zuschauer müssen das Gefühl haben, dass jedes Spiel wichtig ist, dass immer der eine oder der andere gewinnen kann, dass immer etwas passieren kann. Die Anzahl der Spiele mit Entscheidungscharakter ist derzeit zu gering. Die Play-offs sind mit Abstand die interessantesten Spiele. Wir müssen darüber nachdenken, ob wir einen Modus finden, der den Wettbewerb interessant macht. Außerdem brauchen wir aus meiner Sicht mehr Emotionen. Der Zuschauer soll auch mal Emotionen los werden dürfen. Bei uns läuft alles viel zu ‚routiniert‘ ab.“
Claudia Pauli: „Ist es nicht auch problematisch, wenn Mannschaften oftmals von Spieltag zu Spieltag in anderer Zusammensetzung antreten und – zugespitzt – mal ein Team, bestehend aus Nationalspielern, aufschlägt und mal eine ‚B-Auswahl‘?“
Arno Schley: „Wenn Bayern München bereits als Deutscher Meister im Fußball feststeht, spielt der Verein auch nicht mehr in Bestbesetzung. Zudem können natürlich immer Spieler wegen Verletzung ausfallen. Das ist der Charakter des Sports. Wenn der Wettbewerb ausgeglichen ist, kann sich aber niemand erlauben, mit einer vergleichsweise schlecht besetzten Mannschaft anzutreten. Um zu mehr Wettbewerb zu kommen, ist wiederum mehr Solidarität unter den Vereinen erforderlich. Das ist allerdings ein langer Prozess, bis man da hinkommt.“
Claudia Pauli: „Wie beurteilen Sie die Tatsache, dass – wie es in den vergangenen Jahren häufiger vorkam – Vereine ihr Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen? Wenn z. B. der Meister einer Zweitliga-Staffel und der Vizemeister nicht aufsteigen möchten, ist dies der sportinteressierten Öffentlichkeit oftmals schwer zu erklären.“
Arno Schley: „Letztlich geht es um Geld. Aber es spielt z. B. auch eine Rolle, dass die Mannschaft, die in der 2. Bundesliga vorne ist, sich quasi komplett austauschen muss, um in der 1. Bundesliga konkurrenzfähig zu sein. Perspektivisch kann das für den Verein viel schlimmer sein, als auf den Aufstieg zu verzichten. Zugleich verärgert man die Leute, die länger im Verein verwurzelt sind. Das hat mehr Nachteile, als zu sagen: Ich lass das! Oder man nimmt hin, dass man in der 1. Bundesliga keine Chance hat und direkt wieder absteigt.“
Claudia Pauli: „Wäre es eine Option, dass man die Bundesligabegegnungen in einem Zeitraum von z. B. einigen Tagen oder Wochen komprimiert austrägt? Die indonesische Superliga etwa verfährt ja in dieser Weise.“
Arno Schley: „Die Vereine wollen sich über einen längeren Zeitraum präsentieren, noch dazu in regelmäßigen, nicht zu großen Abständen. Nur dann sind sie aus ihrer Sicht für die Medien, die Sponsoren und die Zuschauer attraktiv. Außerdem wäre ein solcher Modus sicherlich terminlich schwierig zu realisieren.“
Claudia Pauli: „Auch die geografische Verteilung der Erstligisten ist speziell. So gehörten z. B. gleich fünf Vereine, die 2014/2015 in der 1. Badminton-Bundesliga vertreten waren, dem Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen an.“
Arno Schley: „Riesige Landstriche liegen völlig brach. Nach dem Rückzug von Rosenheim aus der Bundesliga ist nun der nächste Standort weggefallen. Gründe sind u. a. die Zentralisierung, d. h. die Spieler konzentrieren sich auf Standorte in der Nähe der Stützpunkte – was ja durchaus auch verständlich ist.“
Claudia Pauli: „Sie sprachen vorhin den fehlenden Wettbewerb in der 1. Bundesliga an. Wie gestaltet sich dieser in den beiden 2. Ligen?“
Arno Schley: „Im Norden gab es 2014/2015 einen guten Wettbewerb. Dort hatten wir einen Zustand, wie man ihn sich wünscht. Es gab viele Spiele, die 5:3 oder 4:4 endeten, und damit viele spannende Spiele. Dafür ist die 2. Bundesliga Nord unverhältnismäßig viel stärker als die 2. Bundesliga Süd. Das hat auch damit zu tun, dass in der Nord-Staffel deutlich mehr ausländische Spieler eingesetzt werden als im Süden.“
Claudia Pauli: „Welche Veränderung im Austragungsmodus, die in den vergangenen Jahren vorgenommen wurde, hat sich aus Ihrer Sicht im Zusammenhang mit der Darstellung der Bundesliga bereits als besonders positiv erwiesen?“
Arno Schley: „Dass wir in der 1. Liga inzwischen nur noch sechs Spiele pro Begegnung austragen, ist aus meiner Sicht ein großer Fortschritt, was die Präsentation einer Veranstaltung betrifft.“
Claudia Pauli: „Wie viele Vereine werden eigentlich bei der Klausurtagung am 20./21. Juni vertreten sein?“
Arno Schley: „Von den Erstligisten haben alle Vereine zugesagt, aus der 2. Bundesliga Nord ebenfalls und aus der 2. Bundesliga werden fünf Vereine an der Tagung teilnehmen. Diese gute Resonanz zeigt, wie wichtig den Vereinen das Thema ist.“
Claudia Pauli: „Vielen Dank und gute Beratungen am kommenden Wochenende.“

Arno Schley wurde auf der Bundesliga-Vollversammlung in Solingen für weitere vier Jahre gewählt

V.l.: Helmut Ruppert, Arno Schley, Manfred Kehrberg, Roland Maywald. Foto: Claudia Pauli.

Von Claudia Pauli

 

(14.04.2014) Bei der Bundesliga-Vollversammlung 2/2014, die am 12. April in Solingen abgehalten wurde, standen unter anderem die Wahl des Vorsitzenden des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) im Deutschen Badminton-Verband (DBV) und der Beisitzer auf der Tagesordnung. „Im Namen der Bundesligavereine spreche ich dem kompletten Ausschuss ein herzliches Dankeschön für die vorbildliche ehrenamtliche Arbeit aus“, sagte Georg Komma (SG Anspach), den die Vertreter der Erst- und der Zweitligavereine zum Versammlungsleiter gewählt hatten, im Vorfeld der Abstimmung. Er richtete sich mit diesen Worten sowohl an Arno Schley (TuS Wiebelskirchen), den langjährigen Vorsitzenden des Ausschusses, und die bisherigen Beisitzer Manfred Kehrberg (SG EBT Berlin), Roland Maywald (1. BC Beuel), Michael Pütz (1. BC Düren) und Helmut Ruppert (zuständig für Öffentlichkeitsarbeit) als auch an die anderen Mitwirkenden im AfBL, darunter Bernd Mohaupt (Bundesliga-Spielleiter). Georg Komma fügte hinzu: „Ein ganz besonderer Dank gilt Arno Schley, der das Amt des Vorsitzenden seit dem 26. April 1997 ausübt. Er setzt sich stets für die Belange aller Bundesligavereine umfassend und loyal ein. Die Versammlung zollt Dir, Arno, und Deinem Ausschuss Anerkennung.“ Anschließend schlug Georg Komma die Entlastung des Ausschusses en bloc vor, welche die Anwesenden auch sogleich vornahmen.

 

Arno Schley wird den AfBL weitere vier Jahre führen: Die Vereinsvertreter wählten den Saarländer einstimmig wieder. „Ich bedanke mich bei Euch allen für das Vertrauen“, meinte Arno Schley nach erfolgter Abstimmung. Der von der Bundesligavollversammlung gewählte Vorsitzende des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten muss jeweils beim nächsten Ordentlichen DBV-Verbandstag (in dem Fall beim 50. Ordentlichen DBV-Verbandstag am 14. Juni 2014 in Schwäbisch Gmünd) noch von den Delegierten bestätigt werden. Während Manfred Kehrberg, Roland Maywald und Helmut Ruppert als Beisitzer ebenfalls wiedergewählt wurden, arbeitet Heinz Kelzenberg (TV Refrath) seit dem 12. April 2014 erstmals in dieser Funktion im AfBL mit. Der Vereinschef aus dem Bergischen Land folgt Michael Pütz, der seinem Kollegen aus dem Kreis der Vertreter der Bundesligavereine den Vortritt ließ.

 

Im weiteren Verlauf der insgesamt rund dreieinhalb Stunden währenden Zusammenkunft  diskutierten die Anwesenden unter anderem über mehrere Anträge zur Änderung der Bundesligaordnung bzw. stimmten darüber ab, inwieweit diese seitens des AfBL dem 50. Ordentlichen DBV-Verbandstag vorgelegt werden sollen, besprachen die Termine für die Bundeligaspieltage in der Saison 2014/2015 und tauschten Gedanken aus, wie im Zusammenhang mit den Spieltagen gerade auch für die Aktiven der organisatorische Aufwand möglichst gering gehalten werden kann.

 

Die Erstligisten starten am Sonntag, den 14. September 2014 in die 44. Spielzeit in der Geschichte (Premieren-Spielzeit 1971/1972). Für die Zweitligisten erfolgt am gleichen Tag der Auftakt in die 27. Spielzeit in der Geschichte (Premieren-Spielzeit 1988/1989). Das Play-off-Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2015 ist für Sonntag, den 3. Mai vorgesehen. Einen Tag später beginnt die Qualifikationsphase für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro/Brasilien. „Die Olympiaqualifikation wird 2016 noch schwieriger als 2012“, meinte Dietrich Heppner, der für den Leistungssport sowie für die Bundesliga zuständige Vizepräsident im DBV, bei der Sitzung in Solingen. Der endgültige Bundesligaspielplan muss noch verabschiedet werden.   

 

Die nächste Bundesliga-Vollversammlung findet am 16. August 2014 um 12.00 Uhr in Groß-Zimmern statt.

Impressionen von der Bundesligavollversammlung 2/2014 am 12. April 2014 in Solingen. Fotos: Claudia Pauli.

Jörg Kraft verstorben

Von Horst Rosenstock

 

(27.09.2012) Am 21. September 2012 verstarb nach schwerer Krankheit Jörg Kraft im Alter von 71 Jahren. Jörg Kraft gehörte seit 1974 der Badmintonabteilung des Ohligser TV (OTV) an. Hier engagierte er sich schon 1981 als 2. Vorsitzender und übernahm bereits damals Aufgaben um die 1. Mannschaft. Nach einer Pause aus beruflichen Gründen begann er 1998 wieder mit der Vorstandsarbeit in der Badmintonabteilung des OTV – zunächst als Pressewart, dann als 2. Vorsitzender, bevor er ab 2002 die Abteilung als 1. Vorsitzender übernahm und diese bis vor einigen Monaten führte. Viele Jahre betreute er die Bundesliga-Mannschaft des Ohligser TV, die von 1988 bis 2005 der 2. Bundesliga angehörte. Im Deutschen Badminton-Verband (DBV) übernahm Jörg Kraft als Beisitzer im Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) Verantwortung für die Belange der Bundesliga-Vereine. (vgl. Foto Meldung darunter). Zehn Jahre, von 2002 bis 2011, bekleidete er dieses Amt und war für alle stets ein guter Freund und Berater, wie der Ausschuss-Vorsitzende Arno Schley in seinem Nachruf betonte. Mit seiner Frau Monika und seinem Sohn Dirk und den Familien trauern die Badmintonfreunde um den beliebten Sportsmann.   

  

2. Bundesliga-Vollversammlung 2012 in Rüsselsheim

V.l.: Hans-Jörg Kraft, Manfred Kehrberg und Arno Schley bei der Bundesliga-Vollversammlung im März 2012 in Rüsselsheim. Arno Schley und Manfred Kehrberg dankten Hans-Jörg Kraft mit Präsenten für sein mehr als zehnjähriges Engagement im AfBL. Foto: Helmut Ruppert.

Von Helmut Ruppert

 

(11.04.2012) Zur Vorbereitung auf die wichtigen Anträge, die Bundesliga betreffend, trafen sich die Vertreter der Bundesliga-Teams am 17. März in Rüsselsheim. Vor allem das neue Bundesliga-Logo für die Saison 2012/2013 und die damit verbundenen Regelungen der Verwendung sowie das Marketing in der 1. Bundesliga nahmen den Großteil der Anträge in zweiter Lesung ein, die teilweise nun als Anträge zum DBV-Verbandstag am 16. Juni in Dessau gestellt werden.

Doch vorher wurde erst einmal ein verdientes Mitglied des Ausschusses verabschiedet: Hans-Jörg Kraft, seit elf Jahren im Ausschuss tätig, wurde vom Vorsitzenden Arno Schley und seinem Stellvertreter Manfred Kehrberg verabschiedet.
 
Danach erfolgte die Wahl der Beisitzer des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten. Zur Wiederwahl stellten sich Michael Pütz, Manfred Kehrberg und Helmut Ruppert. Michael Pütz hatte seine Bereitschaft schriftlich bekundet. Für den ausscheidenden Beisitzer Hans-Jörg Kraft wurde Roland Maywald nominiert. In einer en bloc-Abstimmung wurden alle vier Beisitzer einstimmig für die nächsten zwei Jahre gewählt. Die Beisitzer wurden zwischenzeitlich auch bereits vom Präsidium des DBV bestätigt. Der Vorsitzende hingegen wird für eine Laufzeit von vier Jahren direkt beim Verbandstag des DBV gewählt und ist derzeit noch zwei Jahre im Amt.

Arno Schley forderte die Vereine dazu auf, sich für die Zukunft Gedanken hinsichtlich einer „Verjüngung“ des Ausschusses zu machen und zu gegebener Zeit entsprechende personelle Vorschläge zu unterbreiten.

 

Roland Maywald beim Coaching während des Erstligaspiels des 1. BC Beuel beim 1. BV Mülheim im April 2012.
Michael Pütz bei der Bundesliga-Vollversammlung im Februar 2011.
V.l.: Arno Schley, Manfred Kehrberg und Helmut Ruppert bei der Bundesliga-Vollversammlung im April 2011. Fotos: Claudia Pauli.

  

  

Bundesliga-Ausschuss traf DBV-Präsidium

Von Helmut Ruppert

 

(08.09.2010) Anlässlich der Bitburger Badminton Open in Saarbrücken traf sich der des Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) mit dem Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV).

Hintergrund waren die weiteren Schritte bei der Umsetzung der Reformen, die bereits bei den Vollversammlungen des AfBL in Berlin, Wiesbaden und Frankfurt in die Wege geleitet worden sowie beim diesjährigen DBV-Verbandstag abgesegnet worden waren. In einem offenen und konstruktiven Gespräch wurden Marketing-Fragen und Vorstellungen über das künftige Erscheinungsbild der Bundesliga mit dem Präsidium erörtert.

Das Bild zeigt von links: Hans-Jörg Kraft (AfBL), Frank Liedke (Medienbeauftragter des DBV), Dietrich Heppner (Vizepräsident Leistungssport im DBV), Karl-Heinz Kerst (Präsident des DBV), Detlef Poste (Geschäftsführer des DBV), Ulrike Thomas (Funktionsbereichsleiterin Marketing im DBV), Gerd Pigola (Vizepräsident Wettkampfsport im DBV), Arno Schley (Vorsitzender des AfBL) und Manfred Kehrberg (AfBL).

  

Marketinggruppe gebildet

Arno Schley. Fotos: Helmut Ruppert.
DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

Von Helmut Ruppert

 

(29.08.2010) Insgesamt 16 Manager folgten der Einladung zur Bundesliga-Vollversammlung (BLVV) am 14. August 2010 in Frankfurt. Ausschuss-Vorsitzender Arno Schley berichtete vorab über die Ergebnisse der Anträge des Ausschusses für Bundesliga-Angelegenheiten (AfBL) beim Verbandstag des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), der zwei Monate zuvor ebenfalls in Frankfurt stattfand. Die gute Vorarbeit für die Anträge in Berlin und Wiesbaden sowie vielfältigen Informationen an die Landesverbände und Gremien des DBV wurden durch einstimmige Annahmen der Anträge belohnt. Die Akzeptanz für die Belange der Bundesliga ist mittlerweile sehr groß, und in den Gremien und Landesverbänden vertraut man der sachkundigen Arbeit des AfBL. Die angestrebten Reformen für die oberste Spielklasse Deutschlands fanden auch in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit. Arno Schley machte noch darauf aufmerksam, dass die Änderungen für die kommende Saison nur die 1. Bundesliga betreffen. Hier müssen die Auswirkungen der Änderungen beobachtet werden. Danach kann man in der BLVV überlegen, ob dies auch für die 2. Ligen teilweise oder ganz übernommen werden kann.

Nachdem das Protokoll der letzten BLVV in Wiesbaden verabschiedet wurde, kam die Versammlung zum einzigen Antrag des Tages, der vom Ausschuss selbst kam und nur eine redaktionelle Änderung im § 4 (7) der Durchführungs-Bestimmungen der Bundesliga-Ordnung (BLO-DB) beinhaltete. Dort wird festgelegt, wie hoch die Mindesteinsätze für die Startberechtigung zu den Play-off-Spielen beim Rückzug eines Vereines beträgt. Bisher stand hier, dass die Spieler an mindestens 55 Prozent der Spieltage anwesend sein müssen. Da dies rechnerisch nicht immer klar scheint, wurde der Wert in die Formulierung „mehr als die Hälfte der möglichen Spieltage“ geändert. In der Neufassung wird auch eindeutig geregelt, wie tatsächlich ausgetragene Spiele gegen Vereine, welche während der Saison zurückziehen (Beispiel FC Langenfeld aus der letzten Saison), im Sinne der Regel zu werten sind. Der Antrag wurde einstimmig in erster Lesung angenommen und liegt dann zur nächsten BLVV in Bielefeld zur zweiten Lesung vor.

Keine Regeländerung gab es beim Bußgeld für die Nichtteilnahme der Vereine an den BLVV. Das bestehende Recht sieht keine Ausnahme vor – auch nicht höhere Gewalt. Dies wurde zur Diskussion gestellt, da bei der letzten BLVV sechs Vertreter nicht erscheinen konnten, da sie durch die isländische Vulkanasche bei der Anreise durch Bahn und Flug behindert wurden. Die Versammlung sprach sich einstimmig für die Beibehaltung der bisherigen Regelung aus.

Gleich zwei Punkte wurden unter dem Punkt 8 der Tagesordnung, „Dienstag-Spiele“, besprochen. So befürchtet der Schiedsrichter-Ausschuss, dass sich nicht genügend Spielleiter mit der gemäß BLO vorgeschriebenen Qualifikation an einem Werktag zum Einsatz finden könnten, und dann musste auch noch ein ganzer Spieltag verlegt werden. Der ursprünglich für den 25. Januar angesetzte Dienstag musste weichen, da die Korean Open um zwei Wochen verlegt wurden. Der 10. Spieltag der 1. Bundesliga findet nun am 11. Januar statt, mit der Option für die betroffenen Heimvereine, diesen auf den 4. Januar 2011 vorzuverlegen.

Keine großen Diskussionen gab es bei der Erklärung zu den Förderprämien. Abzüglich der zweckgebundenen Mittel für Schiedsrichter, Einsätze in den Play-offs und im Europa-Cup sowie der außerordentlichen BLVV in Berlin und der Öffentlichkeitsarbeit fließen die Einzahlungen der Vereine wieder an diese zurück. Arno Schley konnte bei dieser Gelegenheit über den ermittelten Ausländer-Anteil berichten. Dieser geht seit Jahren stetig zurück und beträgt in der 1. Liga nur noch 36,6 Prozent und in den 2. Ligen 18,4 Prozent.

Punkt 9 der Tagesordnung brachte dann noch mal Bewegung in die Versammlung. Um die Zukunft der Bundesliga ging es. Hier sollten alle Gedanken, die auch bereits bei der BLVV in Berlin vorlagen, umgesetzt werden. Dafür wurde eine Arbeitsgruppe „Marketing“ gegründet, die sich dieser Themen annimmt. Neben den Mitgliedern des AfBL wurden zudem noch Frank Liedke (1. BC Bischmisheim), Roland Maywald (1. BC Beuel), Hans Werner Niesner (BV Gifhorn) und Danny Schwarz (TV Refrath) einberufen. Die Gruppe trifft sich bereits anlässlich der Bitburger Open am 3. September in Saarbrücken und wird dort auch mit dem Präsidium des DBV zusammentreffen.

Der nächste Termin für die Bundesliga-Manager wurde traditionell anlässlich der Deutschen Meisterschaften angesetzt. Am 5. Februar 2011 können dann die Teilnehmer über die Ergebnisse und Probleme der veränderten Spielweise der kommenden Saison berichten.

 

 

„Relaunch“ der Bundesliga

(19.04.2010) In ihrer außerordentlichen Vollversammlung am 13. März 2010 in Berlin hatten die Vertreter der Erst- und Zweitligavereine vielfältige Überlegungen dahingehend angestellt, durch welche Modifikationen die Badminton-Bundesliga ein besseres Vermarktungspotenzial bieten könnte als bisher. Am 17. April 2010 wurde nun in Wiesbaden ein Großteil der vor etwa vier Wochen gefassten Beschlüsse fixiert. Helmut Ruppert, langjähriger Beisitzer im Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten, berichtet von der Bundesliga-Vollversammlung:

  

Arno Schley
Michael Pütz. Fotos: Helmut Ruppert.

Badminton-Manager setzen Reformen um

Was sich in Berlin schon als konstruktive Stimmung andeutete, setzte sich in Wiesbaden fort. Die Manager der Bundesliga-Teams nahmen die Vorlage aus Berlin auf und kleideten sie in Anträge, die ab der kommenden Saison gültig werden. Über diese Entwicklung zeigte sich auch Karl-Heinz Kerst, Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), erfreut. In einer Grußbotschaft übermittelte er an die Delegierten den Wunsch, diese Entwicklung beizubehalten.

Trotz der widrigen Bedingungen - durch den Vulkanausbruch auf Island konnten drei Manager nicht anreisen - folgten viele Vereinsvertreter dem Ruf zur Bundesliga-Vollversammlung in das Vereinsheim des PSV Grün-Weiß Wiesbaden. Seit Berlin hatten die Teilnehmer vier Wochen Zeit, sich den Themen der Zukunft zu widmen. Viele Gespräche in den Vereinen, mit den betroffenen Sportlern und anderen Funktionären drehten sich zwischenzeitlich nur um die bahnbrechenden neuen Ideen, die Badminton in seiner höchsten Spielklasse noch attraktiver machen sollen.

Wie gewohnt eröffnete Arno Schley (TuS Wiebelskirchen) die Vollversammlung und führte souverän die Versammlung. Insgesamt 17 Vereine aus 1. und 2. Bundesliga waren anwesend sowie Wolfgang Enders, Sportwart der Gruppe Mitte, der als interessierter Gast die Diskussionen verfolgte.

 

Endgültige Entscheidung fällt beim DBV-Verbandstag

Nach der Verabschiedung des Protokolls von Berlin ging es auch schon an die 2. Lesung der Anträge, über die dann beim Verbandstag des DBV im Juni in Frankfurt entschieden wird. Erst dann werden sie auch für die kommende Saison wirksam werden.

Die Erhöhung auf zehn Mannschaften ab der Saison 2011/2012 in § 1 (4) war der erste Eckpfeiler. Zum besseren Verständnis wurde dabei in § 1 (6) auch gleich die Saison von der Zeit her neu definiert. Sie beginnt jährlich am 1. August und endet am 31. Juli.

In der Rubrik „Austragungsmodus der 1. Bundesliga“, dem § 3, wurde (1) geändert, da es keine Play-down-Runde mehr geben wird. Zusätzlich wird im Play-off-Halbfinale und -Finale, welche nur noch aus einer Begegnung bestehen, beim Stand von 3:3 sowie Satz- und Spielpunktgleichstand ein zusätzliches Doppel gespielt, um die Entscheidung herbei zu führen.

In § 2 (2) wurde der Absteiger gestrichen, da in der Saison 2010/2011 keine Mannschaft aus der 1. Bundesliga absteigen soll. Ab der Saison 2011/2012 gibt es dann in der neuen 10er-Liga zwei Absteiger.

Festgelegt wurde in § 4 (2) die Aufstiegsberechtigung für die 1. Bundesliga. Demnach steigen zur Saison 2011/2012 die Meister der 2. Bundesliga Nord und der 2. Bundesliga Süd automatisch in die 1. Bundesliga auf. Die Aufstiegsberechtigung in § 4 (3) wurde um das Wort „Rückzug“ ergänzt und in § 5 (2) wurde bestimmt, dass die Vereine bis zum 15. April ihre Mannschaft zur Teilnahme in der Bundesliga verbindlich melden müssen.

Einstimmig angenommen wurden die vorstehenden Anträge der Bundesligaordnung (BLO) und damit zur Zustimmung durch den DBV-Verbandstag freigegeben.

 

Sofort gültige Beschlüsse

Dann folgten die Anträge innerhalb der Durchführungsbestimmungen der Bundesligaordnung (BLO-DB), die mit ihrer 2. Lesung sofort gültig werden, ohne dass der DBV-Verbandstag hier zustimmen muss.

Eine kleine Revolution war dabei die Festlegung im § 1 (1), wonach in einem Pilotprojekt für die Saison 2010/2011 bis zu vier Erstliga-Spieltage auf einen Dienstag festgelegt wurden. Dazu ergab sich auch später eine Diskussion, in welcher der Aktivensprecher Hannes Käsbauer eingebunden war, der von Seiten der Sportler diese Entwicklung begrüßte, weil hier einige kritische Wochenenden für die Aktiven „freigeschaufelt“ wurden und damit für Entlastung der Aktiven gesorgt wird.

Nur noch sechs statt wie bisher acht Spiele wird es zukünftig in einer Mannschaftsbegegnung der 1. Bundesliga geben. Gemäß § 2 (2) sind dies Herreneinzel, Dameneinzel, Herrendoppel, Damendoppel und Mixed. Zusätzlich wird noch das 2. Herreneinzel gespielt. Dazu mussten auch die Zahl der Stammspieler in § 2 (3), die Anzahl der ausgetragenen Spiele in § 4 (1) und (2) und die Zahl der einsatzberechtigten Spieler für die beiden Ligen in § 4 (7) und (8) angepasst werden. Ein Zusatz ergab sich in § 5 (5), der Vollständigkeit der Spiele, da der darin zitierte § 8 (5) ersatzlos gestrichen wird. Redaktionell wurde auch § 7 (7) geändert, da es bei einer kampflosen Niederlage einer Mannschaft in der 1. Bundesliga eben nur 0:2 Punkte und 0:12 Spiele heißen kann.

Keine Mehrheit dagegen erfuhr die angedachte Änderung der Gewinn- und Verlustpunkte. Nicht drei bei einem Sieg, sondern wie bisher zwei wird es geben (§7 (2)). Eine ausgedehnte Diskussion ergab sich zu diesem Punkt. Am Schluss lehnten 12 Vereine, bei 4 Enthaltungen, eine Neuerung ab.

 

Arno Schley bleibt Vorsitzender des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten

Nach einer kurzen Pause nach dem Abstimmungs-Marathon mussten die Delegierten einen weiteren gewichtigen Punkt absolvieren, der sich jedoch in aller Kürze erledigte: die Neuwahlen. Roland Maywald (1. BC Beuel) hob als gewählter Versammlungsleiter die kontinuierliche und gute Führung des Ausschusses hervor, nahm die einstimmige Entlastung entgegen und beendete seine temporäre Aufgabe mit der einstimmigen Wiederwahl von Arno Schley (TuS Wiebelskirchen). Durch die berufliche Veränderung von Hubert Hauber (TSV Neubiberg) wurde Michael Pütz (1. BC Düren) als Vertreter der Zweitligisten in den Ausschuss berufen. Die bisherigen Beisitzer Hans-Jörg Kraft, Manfred Kehrberg und Helmut Ruppert wurden im Zuge einer Blockwahl einstimmig wiedergewählt.

 

Danach folgte mit dem Terminplan die Festlegung der Dienstag-Spieltage:

21.09.2010,

30.11.2010,

25.01.2011 und

22.02.2011.

 

Das Halbfinale der Play-off-Runde (2. gegen den 3.) folgt am 09./10. April 2011 und das Finale am 30.04./01.05.2011.

 

Die Vereine der 2. Bundesliga konnten dann schon die Spielpläne für 2010/2011 in Empfang nehmen, die sie noch bis 30. April modifizieren können.

 

Die nächste Vollversammlung wurde auf Samstag, den 14. August 2010 in der Sportschule Frankfurt terminiert.

 

Vorsitzender des Bundesliga-Ausschusses: Arno Schley aus Wiebelskirchen. Foto: MK

Gespräch zur Bundesliga-Vollversammlung am 13. März in Berlin
Neuer Austragungsmodus zur besseren Vermarktung
(16.3.10 MK) Am Rande der German Juniors hatten die Bundesligavereine eine außerordentliche Vollversammlung angesetzt, auf der es weitreichende Beschlüsse zur Neuausrichtung der Bundesliga gab (siehe untere Meldung vom 13.3.10). Nach der Sitzung befragte Peter Gütte, der Pressesprecher der German Juniors, Arno Schley, den Vorsitzenden des Bundesliga-Ausschusses zu den Ergebnissen der Sitzung.

Frage: Am 13. März tagten in Berlin die Manager der Bundesligavereine. Sie, Herr Schley, waren dabei. Ist Berliner Luft heilsam und anregend für eine solch hochkarätig besetzte Runde?
Antwort: Offensichtlich ja, denn unsere Tagung war sehr konstruktiv. Wir haben tatsächlich alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet und einstimmig beschlossen.
Worum ging es denn?
Es ging vor allem um den Punkt „bessere Vermarktung der Bundesliga“ und in diesem Zusammenhang um einen neuen Austragungsmodus.
Wurde dieser neue Modus gefunden?
In der kommenden Saison wird es nur noch sechs Spiele geben. Wir haben das dritte Herreneinzel und das zweite Herrendoppel gestrichen. Also künftig - sechs Spiele je Begegnung. Und etwas anderes wird künftig geändert. Für einen Sieg werden drei Gewinnpunkte angerechnet, für ein Unentschieden ein Punkt. Mit diesem neuen Modus wollen wir einfach den Anreiz zum Siegen verstärken.
Und faktisch den Anreiz zum Unentschieden mindern oder vielleicht sogar gänzlich ausschließen?
Genau! Aber das ist noch nicht alles. Stichwort Play-down–Runde. Die haben wir gestrichen und das Play-off modifiziert.
In welcher Weise modifiziert?
Es wird künftig nur noch eine Halbfinalbegegnung geben und zwar zwischen dem Zweit- und dem Drittplazierten.
Wo wird gespielt?
Spielort wird immer bei dem höher Platzierten sein.
Und was ist mit dem Tabellenersten?
Der Tabellenerste steht automatisch im Endspiel und zwar gegen den Gewinner des Halbfinals. Durch diese Konstellation erhöht sich der Anreiz für die Teams, einen möglichst hohen Tabellenplatz anzustreben.
Wie wird der Abstieg geregelt?
Für den Abstieg haben wir zunächst eine Übergangsklausel beschlossen aber nur für die nächste Saison. Es wird in der nächsten Saison keinen Absteiger geben. Wir stocken die Bundesliga auf 10 Mannschaften auf.
Mit welchen Mannschaften? 
Mit den Meistern der beiden 2. Ligen. Dann haben wir in der 1. Bundesliga 10 Mannschaften. Die jeweils beiden letzten steigen ab und die Meister der 2. Ligen auf. Ganz einfaches Prinzip.
Sind all diese Punkte schon beschlossene Sache?
Nein, noch nicht. Es gibt dafür, so sieht es unsere Bundesligaordnung vor, ein weiteres Prozedere. Am 17. April in Frankfurt/Main muss eine weitere Tagung diese Beschlüsse in einer zweiten Lesung bestätigen.   
Herr Schley, für Sie und Ihre hohe Runde gutes Ballgefühl und Treffsicherheit.

Bundesliga-Vollversammlung am 13. März in Berlin beschloss gravierende Veränderungen
Schwungvolle Sitzung 
(13.3.10 MK) An vielen Stellschrauben wurde von den Bundesligavereinen gleichzeitig gedreht, um die Attraktivität der Liga-Wettkämpfe zu erhöhen. Das zweite Doppel und das dritte Einzel werden gestrichen. Ein Siegerteam bekommt künftig drei Punkte. Die Play-down-Runde wird abgeschafft, die Play-off-Runde verändert. Die 1. Liga soll auf zehn Teams aufgestockt werden. Arno Schley, der Vorsitzende des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten: "Das war die konstruktivste Vollversammlung, an die ich mich erinnern kann." Die Beschlüsse müssen noch eine zweite Lesung in der Vollversammlung durchlaufen. Diese soll am 17. April im Raum Frankfurt stattfinden. Die Aufstockung und die Änderungen der Play-offs müssen dann - gemäß Bundesligaordnung - auch noch vom DBV-Verbandstag bestätigt werden. Lesen Sie die Pressemeldung, die von der Pressestelle des Deutschen Meisters 1. BC Bischmisheim verschickt wurde:

    

Für mehr Attraktivität: Bundesliga beschließt einstimmig Reformen
Die Bundesliga-Vollversammlung hat sich heute in Berlin geschlossen für eine Reformierung der Badminton-Bundesliga ausgesprochen, um die Attraktivität der höchsten deutschen Spielklasse zu steigern. In diesem Gremium sind alle Vereine der ersten und zweiten Liga vertreten. Der Vorstand des amtierenden deutschen Meisters 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim freute sich sehr über die einstimmige Entscheidung, die in zweiter Lesung am 17. April in Frankfurt bestätigt werden soll. „Die Sitzung war sehr konstruktiv. Es gab einen Konsens aller Bundesliga-Vereine, dass etwas passieren muss. Das bisherige System brachte nur noch Stagnation mit sich“, sagte Frank Liedke, der Veränderungen noch vor wenigen Wochen vehement gefordert hatte.

In Zukunft sollen in einer Bundesliga-Partie nur noch sechs anstatt acht Spiele ausgetragen werden. Das zweite Herrendoppel und das dritte Herreneinzel entfallen. Wie beim Fußball gibt es in der Punkterunde für einen Sieg drei Punkte anstatt wie bisher zwei, für ein Unentschieden einen Punkt. Jeder Spieler kann zweimal in einer Partie zum Einsatz kommen. Dadurch könnten die Vereine mit wesentlich kleineren Mannschaften antreten. BCB-Chef Liedke betonte jedoch, dass „Bischmisheim seinen Kader nicht verkleinern möchte“.

Die Play-off-Runde der 1. Liga wird ebenfalls modifiziert. Statt vier sollen nur noch drei Mannschaften dabei sein. Zudem gibt es keine Hin- und Rückspiele mehr, sondern jeweils nur noch eine Partie. Der Erstplatzierte nach der Punkterunde zieht automatisch ins Finale ein und hat Heimrecht. Der Zweite und der Dritte spielen um den Finaleinzug, wobei der Zweite das Heimrecht bekommt. „Durch diese Regelung wird die Punkterunde deutlich aufgewertet, da jedes Spiel von Bedeutung ist. Jede Top-Mannschaft will Erster werden und wird deshalb so oft wie möglich in Bestbesetzung antreten“, sagt Frank Liedke.

Die Play-down-Runde entfällt dagegen komplett, die beiden in der Tabelle am schlechtesten platzierten Mannschaften steigen ab. Dafür steigen die jeweils Ersten der zweiten Bundesligen Nord und Süd auf. Eine Ausnahme soll die kommende Saison darstellen. Um die Anzahl der Mannschaften in der ersten Liga von acht auf zehn aufzustocken, soll es 2010/11 keine Absteiger aus der ersten Bundesliga geben.

Bundesliga-Vollversammlung in Schwetzingen

Auftaktsitzung für die Bundesliga-Saison 2009/2010

Von Helmut Ruppert

(18.08.2009) Traditionell dient die Bundesliga-Vollversammlung in Schwetzingen zur Vorbereitung auf die kommende Saison. Schon eine Woche zuvor trafen sich der Vorstand des Ausschusses für Bundesliga-Angelegenheiten (AfBL), der Bundesliga-Spielleiter als Vertreter des Ausschusses für Wettkampfsport O 19 und der Vertreter des Ausschusses für Leistungssport O 19 in Mülheim an der Ruhr, um die eingereichten Ranglisten der Vereine zu überprüfen. Hauptthema ist dabei immer wieder die Reihenfolge der Spieler und deren Einschätzung seitens der Vereine.

Dabei gibt es in den Durchführungsbestimmungen der Bundesliga-Ordnung eindeutige Regelungen. In § 2 (3) heißt es: „Wird ein Spieler, welcher gemäß Einzelrangliste als Stammspieler zu melden wäre (Position 1 bis 4), nicht als solcher gekennzeichnet, so ist dies zu begründen." Als Ausnahme wird akzeptiert, wenn ein starker Doppelspieler als vierter Stammspieler aufgenommen wird.

Weiter wird dort aufgeführt, dass bei mehr als einem Nicht-EU-Spieler die Zahl der Stammspieler erhöht werden muss, da ja nur einer „gleichzeitig“ zum Einsatz kommen kann.

Ein einheitliches Formular wird für nächstes Jahr erstellt werden, auf dem die drei ersten Spieler automatisch gesetzt sind, und für die folgenden Spieler eine Begründung eingegeben werden kann.

Nachdem einige Ungereimtheiten beseitigt worden waren, konnte Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt in Schwetzingen die Ranglisten an die Vertreter der Vereine verteilen - und die waren trotz des sommerlichen Wetters mit Ausnahme von zwei Clubs alle gekommen.

Arno Schley, der Vorsitzende des AfBL, eröffnete die Sitzung und konnte nach der Genehmigung des Protokolls der letzten Versammlung in Bielefeld auf Entwicklungen in der dazwischenliegenden Zeit hinweisen. Insbesondere die Entscheidungen vom DBV-Verbandstag im Juni in Nürtingen erläuterte Schley den Anwesenden.

Um die Freigabe der Spielberechtigung gab es kontroverse Diskussionen in Saarbrücken. Schon im Vorfeld konnten sich die Gruppensportwarte nicht auf eine einheitliche Regelung einigen. Derzeit ist die auf dem DBV-Verbandstag 2006 beschlossene Regelung des § 4 (7 und 8) in der Realität nicht konsequent umsetzbar, wie das Beispiel Friedrichshafen zeigte. Dazu gehört eine permanente Kontrolle der Einsätze der Spieler und der Definition, ob ein Einsatz bei einem Event noch erlaubt ist oder nicht. Eine Liste oder Datenbank hierfür würde zu einem nicht vertretbaren personellen Aufwand ehrenamtlicher Funktionäre führen. Hinzu kommt noch, dass es innerhalb des DBV unterschiedliche Regelungen gibt.

Beispiel: In der Bundesliga-Ordnung wird für die oberste deutsche Spielklasse geregelt, dass jeder Verein in den Ranglisten maximal drei Nicht-EU-Spieler melden darf, und in einer Mannschaft höchstens einer dieser Spieler pro Wettkampf eingesetzt werden darf. Mindestens sieben Landesverbände im DBV erlauben diesbezüglich aber die Meldung und den Einsatz von beliebig vielen „Nicht-EU-Spielern". Ein Antrag, der eine Spielberechtigung nur für die Bundesliga vorsieht um damit drohenden Rechtsunsicherheiten aus dem Weg zu gehen, wurde jedoch knapp abgelehnt. Die Vereine wurden aufgefordert, in ihren Landesverbänden mehr Lobbyarbeit zu betreiben, also mehr Informationen an die Entscheidungsträger zu bringen.

Ein weiteres Diskussionsthema betrifft die Festspielregelung, obwohl es eine solche für die Bundesliga bisher nicht gibt. In den Gruppen gilt die Regelung, dass ab dem vierten Einsatz die Spieler sich für die höhere Klasse festgespielt haben. Bundesweit gibt es jedoch keine einheitliche Regelung in den Landesverbänden. Manche Landesverbände haben überhaupt keine. Der für Nürtingen vorgesehene Antrag hätte in der Bundesliga nur solche Vereine getroffen, die in der 1. und 2. Liga je eine Mannschaft stellen. Die Festspielregelung sollte dabei vermeiden, dass die betroffenen Teams ihre Spieler wechselseitig dort einsetzen und sich damit scheinbar Vorteile verschaffen. Der beim DBV-Verbandstag zurückgezogene Antrag soll zur nächsten Bundesliga-Vollversammlung - im kommenden Januar - erneut gestellt werden.

Obwohl der Antrag des FC Langenfeld, die Playoffs und die Playdowns abzuschaffen, abgelehnt wurde, bleibt das Thema doch aktuell. Zusammen mit grundsätzlichen Fragen der Darstellung und Vermarktung der Bundesliga wird es vom 23. bis 25. Oktober auf Schloß Storkau bei Magdeburg ein Seminar geben, in dessen Rahmen diese Themen behandelt werden sollen. Als Referent konnte Klaus Fuchs gewonnen werden, der Leiter der Sportkommunikation der Volkswagen AG. Fuchs war auch schon Jugend-Bundestrainer im DBV.

Angenommen wurden hingegen in zweiter Lesung die redaktionellen Änderungen des § 3.

Wenig Interesse herrscht derzeit bei den Vereinen, Übertragungsrechte der Agentur SportA zu erwerben. Die Agentur von ARD und ZDF bietet über das Internetportal RSK1 Berichterstattungen mit fest installierten Web-Kameras an. Lediglich zwei Clubs haben sich daraufhin gemeldet.

Mit der Festlegung auf den nächsten Termin (Samstag, 6. Februar 2010 in Bielefeld) verabschiedete Arno Schley die Delegierten.

 

Einladung verschickt
Bundesliga-Vollversammlung am Rande des DBV-Ranglistenurniers in Saarbrücken
(5.3.09) Arno Schley, der Vorsitzende des Bundesligaausschusses, hat die Einladung für die zweite diesjährige Vollversammlung der Bundesliga verschickt. Sie findet am 4. April in Saarbrücken statt. Tagungsstätte ist Konferenzraum 4 in der Hermann-Neuberger-Sportschule. Beginn ist 13 Uhr. Am gleichen Wochenende findet in der Joachim-Deckarm-Halle das letzte DBV-Ranglistenturnier der Saison 2008/09 statt.
Hier kann die Tagesordnung aufgerufen werden (pdf-Datei).

Jetzt im DBV-Präsidium für die Bundesliga zuständig: Dietrich Heppner.
Steht seit Jahren dem Bundesliga-Ausschuss vor: Arno Schley. Fotos: Helmut Ruppert.

DBV-Vizepräsident Dietrich Heppner zu Gast bei der Bundesliga-Vollversammlung am 16. August in Schwetzingen
Kann Bundesliga künftig eigene Fernsehverträge abschließen?
Von Helmut Ruppert
(12.9.08) Ein neues Gesicht präsentierte sich zur Vollversammlung der Bundesligavereine am 16. August im Hebelgymnasium in Schwetzingen. Anläßlich der DBV-Rangliste tagten die Manager und Vorsitzenden der Bundesligateams zum dritten Male in diesem Jahr. Dietrich Heppner, Vizepräsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) war zum ersten Mal Gast in dieser Runde, wird jedoch jetzt regelmäßig teilnehmen. Sein Auftreten resultiert auf eine Umverteilung des Ressorts "Bundesliga" innerhalb des Präsidiums des DBV.
Der vorher für die Bundesliga zuständige Vizepräsident Gerd Pigola meinte dazu: „Entgegen der bisher vorgegebenen Struktur des DBV hat sich in der praktischen Arbeit erwiesen, das die zu bearbeitenden Themen vielfach eher aus dem internationalen Geschehen resultieren.“. In einer gemeinsamen Sitzung zwischen dem DBV-Präsidium und dem Bundesliga-Ausschuss einigte man sich, den Ausschuss nun unter den Bereich Leistungssport und damit unter die Fittiche von Dietrich Heppner, da hier die Berührungspunkte doch größer sind.
Eine Novität hatte es schon eine Woche zuvor gegeben: DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst nahm an der gemeinsamen Sitzung zwischen Bundesliga-Ausschuss, Referat für Spielbetrieb O19 und Bundestrainer teil. In Mülheim an der Ruhr wurden die eingereichten Ranglisten der Teams der 1. und 2. Bundesliga überprüft.
Schley sieht Gestaltungsrolle der Bundesligavereine gestärkt
Arno Schley, Vorsitzender des DBV-Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten berichtete nach dem Absegnen des Protokolles der letzten Sitzung über die der Bundesliga betreffenden Beschlüsse beim DBV-Verbandstag in Cuxhaven. Seiner Ansicht nach war durch Gespräche mit den verschiedenen Gremien im Vorfeld die Stimmung gegenüber der Bundesliga wesentlich positiver als vorher.
So wurde der für den Bundesligaausschuss bedeutsame Antrag über die "Zuständigkeit für Änderungen" einstimmig angenommen. Damit ist nun gewährleistet, das die Gestaltungsrolle der Bundesligavereine bei notwendigen Änderungen der Bundesliga-Ordnung (BLO) gestärkt ist. Nun können dritte Organe des DBV Änderungen der BLO nur nach vorheriger Abstimmung mit dem Ausschuss und seinen Vereinen anstreben. Damit wurde der Bundesligaausschuss (AfBL) der Jugend gleichgestellt, die ihre Entscheidungen größenteils autark bestimmen, jedoch dem DBV-Verbandstag ein Vetorecht einräumen.
Der zweite Antrag zum DBV-Verbandstag in Cuxhaven hatte jedoch keine Chance. Er sollte die Spielberechtigung in der Bundesliga neu ordnen. Zu viele juristische  Bedenken gaben den Anlass dazu, diesen Antrag zurückzuziehen. Bei der nächsten Sitzung der Sportwarte der Landesverbände am 3. Oktober soll dafür eine Arbeitsgruppe für dieses Thema gegründet werden, um eine bundesweit einheitliche Regelung der Landesverbände zu erreichen. "Man sollte unter der 2. Bundesliga einen Strich machen und den oberen und unteren Bereich mit vernünftigen Regeln absichern, wobei es durchaus eine Durchlässigkeit von 'unten nach oben' geben muss, während es von 'oben nach unten' dicht sein muss", meinte Heppner dazu.
Dazu passte auch die spätere Diskussion über die Freigabe der Spieler durch ausländische Verbände. Es wird angestrebt, den Passus im § 2 der BLO-Durchführungsbestimmungen zu streichen, wonach die Nationalverbände eine Bestätigung abgeben müssen, dass der Spieler in keiner anderen Mannschaft teilnimmt oder für einen anderen Verband feigegeben wurde.
Bundesliga und Fernsehen
Das DBV-Präsidium hat auf Anfrage des Ausschusses die Inhalte des "33er-Vertrag" den Managern zukommen lassen. Der Vertrag regelt die Übertragungsrechte von Badminton in den deutschen Sendeanstalten, aber auch die Online-Rechte und gilt noch bis Ende nächsten Jahres. Dietrich Heppner will im Präsidium darüber sprechen, ob die Bundesligarechte rausgenommen werden. Vorher muss geklärt werden, wieviel der DBV durch diese Herausnahme weniger aus den Rechten bekommt und ob dies akzeptabel sei. Aktuell wurde dieses Thema, weil es bei Vereinen zu Anfragen von privaten örtlichen Sendern zur Übertragung kam, diese jedoch durch den "33-er Vertrag" keine Übertragungsrechte bekamen bzw. dafür Gebühren an die Rechteverwerter der öffentlichen Sender bezahlen sollten. Grundsätzlich können aber mit vorheriger Ankündigung an diese Agentur Übertragungen gemacht - so auch im Beispiel des Play-off-Finales, das im Internet gezeigt wurde.
Eine Vollversammlung ohne Anträge, aber mit reichlich Gesprächsstoff endete in Schwetzingen, nachdem noch vorher der Ort und Termin der nächsten Sitzung gewählt wurde. Die Verantwortlichen für die Bundesliga treffen sich wieder anläßlich der Deutschen Meisterschaft am 31. Januar in Bielefeld.

Bundesliga-Vertreter trafen sich am 5. April in Wiesbaden

 

Novum: Zwei Bundesliga-Sitzungen an einem Tag

                  

Von Helmut Ruppert
(9.4.08) In Wiesbaden trafen sich am 5. April die Vertreter der Vereine zur Bundesliga-Vollversammlung. Dabei absolvierten die Club-Manager gleich zwei Vollversammlungen an einem Tag. Die wurden nötig, weil die Abgabefrist für den diesjährigen DBV-Verbandstag am 19. April endet und zwei Anträge dafür noch zwei Lesungen bedurften. In der Polizeischule in Wiesbaden-Kohlheck begrüßte Ausschuss-Vorsitzender Arno Schley zur zweiten Vollversammlung in diesem Jahr Vertreter aus 17 Vereinen, wobei die bereits abgestiegenen und die aufgestiegenen nicht anwesend waren.

Einen Dringlichkeitsantrag gab es dabei. Der FC Langenfeld befasste sich dabei mit der Situation durch die Umwertung des Play-off Halbfinales gegen den BC Beuel, wobei eine Spielerin durch den Jugendausschuss die Spielberechtigung entzogen worden sei. Der Antrag wurde zunächst zugelassen.
Jetzt mit viertem Beisitzer
Hubert Hauber vom Zweitligisten Neubiberg wurde für zwei Jahre als vierter Beisitzer in den Vorstand des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten gewählt. Die einstimmige Wahl erfolgte zusammen mit den bisherigen Beisitzern Hans-Jörg Kraft (gleichzeitig auch stellvertretender Vorsitzender), Manfred Kehrberg und Helmut Ruppert.

Nach Verabschiedung des Protokolls der Vollversammlung vom 2. Februar in Bielefeld ging es auch gleich in die Anträge.

Unterschiedlich wurde dabei der Antrag des SVF Regensburg zur 2. Lesung über die (Regel-) Anfangszeiten im offiziellen Spielplan abgestimmt. Während es zukünftig möglich ist, samstags zwischen 13 und 15 Uhr (bisher 14 und 15 Uhr) zu beginnen, gab es für den Sonntag keine Einigung. Demnach bleibt es hier zwischen 13 und 14 Uhr. Unabhängig davon können bei Einvernehmen von Heim- und Gastverein sowie dem Bundesliga-Spielleiter vor dem angesetzten Spieltag an jedem Tag zu jeder beliebigen Zeit gespielt werden.

Der zweite Antrag, der zur zweiten Lesung vorlag, betraf den § 4 der Durchführungsbestimmungen. In (3) gab es eine Neuformulierung: „In der Mannschaftsaufstellung dürfen bei Abgabe vor Wettkampfbeginn (§ 3 Abs. 5) aus der genehmigten Rangliste nur solche Spieler aufgeführt sein, die in der Halle anwesend sind. Bei der Präsentation (§ 3 Abs. 6) müssen die in der Mannschaftsaufstellung aufgeführten Spieler offensichtlich spielbereit sein“. Bei der bisherigen Regelung war folgender Fall denkbar: Eine Mannschaft nominiert (vorsichtshalber) einen vorgesehenen Ersatzspieler, obwohl dieser zum Zeitpunkt der Aufstellung (noch) keine badmintongerechte Kleidung. Formal hätte diese dann den Wettkampf verloren (auch wenn der Spieler gar nicht zum Einsatz gekommen wäre).

Dann wurde es kompliziert. Es folgten die beiden Anträge, die noch zum diesjährigen Verbandstag eingereicht werden sollen. Der erste betraf den § 11, Absatz, der die Zuständigkeiten der Änderungen regelt. In der Neufassung soll nun stehen: „Änderungen der BLO und der Durchführungsbestimmungen und Anlagen zur BLO können von der BLVV beschlossen werden. Änderungen der BLO bedürfen der Bestätigung des danach folgenden DBV-Verbandstages. Bisher mussten die Änderungen der BLO durch den DBV-Verbandstag abgesegnet werden.
Damit soll die Stellung der Bundesliga innerhalb des DBV gestärkt werden und eine positive Auswirkung auf allen Ebenen des DBV sowie den Vereinen und Landesverbänden signalisiert werden. Seit einigen Jahren stagniert die nationale Bedeutung der Badminton-Bundesliga und hat an sportlicher Klasse eingebüßt. Um diese Entwicklung aufzuhalten und im Sinne des Badmintonsports in Deutschland umzukehren, bedarf es einer Reihe kurz- und mittelfristiger Maßnahmen. Eine davon ist die Verbesserung der verbandsdemokratischen Mitwirkung der Bundesliga-Vollversammlung bei notwendigen Änderungen der Bundesliga-Ordnung und damit die Stärkung der eigenen Gestaltungsrolle. Die Einflussnahme  des DBV-Verbandstages und damit der Landesverbände bleibt erhalten, es können jedoch Dritte Organe des DBV nur nach Abstimmung mit der Vollversammlung Änderungen an der BLO anstreben.
Doppelstart-Verbot soll weg
Reichlich Zündstoff verbirgt sich auch hinter dem 2. Antrag, der zum DBV-Verbandstag gehen soll. Er greift gleich auf vier Stellen des DBV-Ordnungswerkes: zwei Punkte betreffen die Spielordnung und zwei die Bundesliga-Ordnung. Hier soll die Spielberechtigung für Bundesligaspieler neu geregelt werden. Die Erfahrungen in der jüngsten Vergangenheit mit den Doppelstarts haben gezeigt, dass es besser ist, diese zuzulassen, da sie international nicht von Bedeutung sind. Erst wenn die Spieler auch in einer niedrigeren Klasse als der Bundesliga beteiligt sind, benötigen sie die Freigabe der Landesverbände. Damit soll auch nicht an dem Hoheitsrecht der Landesverbände zur Ausgabe für Spielberechtigungen gerührt werden.
Viel juristische Feinarbeit ist in diese beiden Anträge eingeflossen und musste ausführlich erklärt werden. Gegen Mittag bestand dann Übereinkunft und die Abstimmung erfolgte einstimmig.
Abgelehnt wurde dagegen der Dringlichkeits-Antrag von Langenfeld, der mehr als Anregung für die Jugendwarte der Landesverbände aufgefasst wurde.
Damit hatten die Delegierten sich eine Menge Arbeit aufgehalst, aber auch gelöst und Arno Schley konnte die 1. Versammlung beenden.
Nach dem Essen wurde bestätigt
Fast nahtlos folgte die zweite angesetzte Versammlung. Nachdem man in der Mittagspause beim Essen im Kasino der Polizeischule noch über die Anträge fachsimpelte, ging es gleich an die Abstimmung der beiden Anträge. Da hier gut vorbereitet wurde, erfolgte auch die zweite Stimmenzählung einstimmig und innerhalb einer Stunde war die Bundesliga-Vollversammlung beendet.

Zum nächsten Male trifft man sich am Samstag, den 16. August in Schwetzingen wieder.


       

Bundesliga-Vollversammlung in Delmenhorst

  

Konsequenzen aus dem Fall Kanetkar

   

Von Horst Rosenstock
(27.4.05) Zur zweiten Bundesliga-Vollversammlung in diesem Jahr hatte der Ausschussvorsitzende Arno Schley nach Delmenhorst eingeladen, wo gleichzeitig die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen ausgetragen wurden.
Im Turnierhotel „Thomsen“ waren die Vertreter der meisten Vereine erschienen, lediglich VfB Lübeck und VfL Lüneburg aus der zweiten Liga Nord, sowie die SG Anspach und der VfB Friedrichshafen aus der Südliga hatten keine Vertreter entsandt. Zu Beginn der Versammlung gedachte die Versammlung in einer Gedenkminute des ehemaligen Bundesligaausschuss-Mitgliedes Rainer Behnisch aus Berlin. Arno Schley übereichte dann ein Präsent an den langjährigen Bundesliga Spielleiter Horst Rosenstock, der nach 23 Jahren Betreuung der Bundesliga diese Arbeit nun in jüngere Hände legt. 

Zur Tagesordnung lagen zwei Dringlichkeitsanträge vor, welche aber nicht zugelassen wurden, da die Delegierten eine Dringlichkeit hier nicht gegeben sahen.
Danach gab es dann erhebliche Diskussionen um den § 4 der Bundesliga-Ordnung, in welchem die Anzahl der Einsätze geregelt ist, wonach ein Spieler an den Play-off- bzw. Play-down-Runden teilnehmen kann. Eine Änderung dieses Paragraphen schien notwendig, da das Verbandsgerichtsurteil im Streitfall EBT Berlin/1.BC Bischmisheim für eine klare Auslegung des bisherigen Textes gesorgt hatte. Am Ende einigten sich die Delegierten darauf, in Zukunft keine Ausnahme-Regelungen mehr zuzulassen. Sie senkten dafür aber die Anzahl der erforderlichen Einsätze in der Punkterunde von bisher neun Spielen auf mindestens acht Begegnungen, um das Recht zur Mitwirkung an den Play-offs / Play-downs zu erlangen. Diese Regelung bedarf jedoch noch einer zweiten Lesung bei der nächsten Vollversammlung. Wie immer wurden dann noch einige Änderungen im Terminplan besprochen, welche durch die Verlegungen von Internationalen Veranstaltungen notwendig geworden waren. Danach wurden dann die Spielpläne für die Saison 2005/06 bekannt gegeben. Im Tagesordnungspunkt Haushaltsangelegenheiten wurden noch einmal die Förderprämien für den Einsatz von Nachwuchsspielern erläutert, sowie der Sondertopf für Schiedsrichter-Einsätze.
Die nächste BL-Vollversammlung soll am 27. August 2005 nach Schwetzingen anlässlich des dortigen German Challenge einberufen werden.

   

      

Bundesliga-Vollversammlung bei der DM in Bielefeld

Große Mehrzahl der Vereine will keine Wochentagsspiele

Von Horst Rosenstock

(8.2.05) Wie immer fand die erste Bundesliga-Vollversammlung anlässlich der Deutschen Meisterschaften in Bielefeld statt. Tagungsstätte war am 5. Februar das Hotel Mövenpick. Der Ausschussvorsitzende Arno Schley konnte alle Vertreter der 1. Liga begrüßen und von den Zweitligisten waren nur der VfL Lüneburg und der SSV Waghäusel nicht anwesend. Als Gäste wie immer die Bundesliga-Staffelleiter Bernd Mohaupt und Horst Rosenstock, für den Leistungssport wohnte Referent Martin Kranitz der Versammlung bei und der DBV-Jugendausschuss war durch seinen Jugendwart Thomas Lohwieser vertreten.

Anträge zur Bundesligaordnung lagen nicht vor, aber umfangreiche Diskussionen zur Aufstellungsproblematik bei Verletzungen und zur Spieldauer bzw. Reduzierung der Anzahl der auszutragenden Spiele pro Wettkampf wurden wieder geführt. In Anbetracht eventuell zu erwartender Neuregelungen und Regeländerungen durch die Internationale Badminton Federation (IBF) wurden hier weitergehende Überlegungen zurückgestellt. Auch die Überlegungen mehr Spiele unter der Woche auszutragen, fanden keine besondere Zustimmung der Delegierten.

Im Rahmenterminplan 2005/06 mussten zahlreiche Veränderungen durchgeführt werden, da sich viele Termine im internationalen Wettkampfkalender verschoben haben. Es werden nicht die letzten Änderungen bis zum Saisonbeginn sein. Erfreuliches konnte Arno Schley über die Kassenlage berichten. Hier können wieder die Schiedsrichterkosten für die Rundenspiele der Vereine bezuschusst werden, wie auch die Schirikosten für die Play-off- und Play-down-Begegnungen. Unter Punkt Verschiedenes wurde eine Anregung zur Änderung der Bundesligaordnung zum Thema „Badmintondeutsche“ diskutiert. Die Wartezeit von zehn Jahren soll auf fünf Jahre reduziert werden. Hier müsste dann zur nächsten Vollversammlung ein entsprechender Antrag gestellt werden.
Die nächste BL-VV wird für den 23. April 2005, anlässlich der Deutschen Altersklassen-Meisterschaften in Delmenhorst, einberufen.  

       

Bundesliga-Vollversammlung in Duisburg

Verlegung der German Open schafft Terminprobleme

Horst Rosenstock berichtet
(18.10.04) Wie schon zur Tradition geworden, hatte der Bundesligaausschuss-Vorsitzende Arno Schley die Delegierten zur dritten Vollversammlung des Jahres nach Duisburg eingeladen. Bis auf die Zweitligisten VfL Lüneburg, Robur Zittau und SG Anspach waren die Vereine erschienen. Zudem konnte Arno Schley neben dem kompletten BL-Ausschuss den Leistungssport Referenten Martin Kranitz,  Carsten Koch für das Referat Schiedsrichter, den Aktivensprecher Conrad Hückstädt, sowie die beiden Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt und Horst Rosenstock begrüßen. Die Versammlung verlief in harmonischer Atmosphäre, als einzige Ordnungsänderung wurde der Einsatz von Ersatzspielern in zweiter Lesung neu geregelt.
Die Terminpläne waren wie immer ein aktuelles Thema, besonders der Terminplan 2005/06 dürfte Probleme bereiten, da dann wegen der Verlegung der German Open 2006 in den Januar möglicherweise über einen Zeitraum von zwei Monaten keine Bundesligaspiele stattfinden können. Einen breiten Raum nahm diesmal der TOP Verschiedenes ein. Die IBF sucht genau wie die Bundesliga nach Möglichkeiten, die Länge der einzelnen Spiele abzukürzen. Hierzu will man erst einmal die Vorschläge der IBF abwarten. Weitere Themen waren Spielfeldmatten, Bälle, Spielberichtsbögen und die Überlegung, in der 2. Bundesliga nur 1. Mannschaften zuzulassen. Aktivensprecher Conrad Hückstädt forderte Spielbefreiung an Terminen der Studenten-WM und -EM, dies fand jedoch nicht die Zustimmung der Delegierten. Auch die Ansetzung von Bundesligaspielen innerhalb der Woche war ein Vorschlag des Aktivensprechers.
Als Termin für die erste Vollversammlung des Jahres 2005 wurde der 5. Februar, 10 Uhr festgelegt. Tagungsort wird das Turnierhotel der Deutschen Meisterschaft 2005 in Bielefeld sein.


Bundesliga-Vollversammlung in Bottrop

Dreimal Wiederwahl

Horst Rosenstock berichtet
(30.4.04) Erstmals fand die Bundesliga-Vollversammlung am 24. April anlässlich einer Deutschen Altersklassen-Meisterschaft statt. Die Bottroper BG als Gastgeber stellte dafür einen Jugendraum in der schönen „Dieter-Renz-Sporthalle“ zur Verfügung. Bis auf die Zweitligisten VfL Lüneburg und SG Anspach und den Erstliga-Aufsteiger VfL 93 Hamburg waren alle Bundesligavereine vertreten, darunter auch die Aufsteiger in die 2. Liga VfB Lübeck und Bottroper BG im Norden und SSV Waghäusel und BSG Unkel/Linz im Süden.
Leider war diesmal der überwiegende Teil der DBV-Offiziellen anderweitig im Einsatz, so dass  von dieser Seite nur Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt und Schiriausschuss-Mitglied Carsten Koch anwesend sein konnten.
Bei den anstehenden Neuwahlen wurden der Stellvertretende Vorsitzende Paul Reinhard (Berlin) und die Beisitzer Jörg Kraft (Solingen) und Helmut Ruppert (Wiesbaden) einstimmig wieder gewählt.
Im Bereich der Ordnungsänderungen gab es lediglich eine Klarstellung im § 20.5 der Bundesliga-Ordnung zum Verfahren bei der Gesamtentscheidung in Play-off- und Play-down-Spielen.
In erster Lesung wurde der Einsatz von Ersatzspielern neu konzipiert, dies soll nach der zweiten Lesung in § 17.6 der BLO festgeschrieben werden.
In der Ausländerfrage wurde klargestellt, dass Spieler aus den zehn neuen EU-Ländern, welche am 1.5.2004 beitreten, unbegrenzt eingesetzt werden können. Arbeitsrechtlich sind diese jedoch noch bis zum 31. März 2006 wie Nicht-EU-Ausländer zu behandeln.
Die nächste Bundesliga-Vollversammlung soll für Samstag, den 16. Oktober 2004 nach Duisburg einberufen werden.

    

Von der Bundesliga-Vollversammlung in Bielefeld berichtet Horst Rosenstock

Play-off-Finals verlegt - Vorwürfe gegen Schley zurückgezogen

(4.2.04) Traditionell findet die 1. Bundesliga Vollversammlung eines jeden Jahres anlässlich der Deutschen Meisterschaft statt. 22 der 24 Bundesligavereine hatten ihre Vertreter am 31. Januar nach Bielefeld entsandt. Lediglich der VfL Lüneburg und Fortuna Regensburg fehlten, wobei die Regensburger sich bereits im Vorfeld entschuldigt hatten. Als Gäste konnte der Bundesliga-Auschussvorsitzende Arno Schley den Referenten für Leistungssport Martin Kranitz, den DBV-Jugendwart Thomas Lohwieser sowie die beiden Bundesliga-Spielleiter Bernd Mohaupt und Horst Rosenstock begrüßen.

Für Aufregung sorgte zunächst ein Misstrauensvotum gegen Arno Schley wegen Unsportlichkeit, nach eingehender Diskussion wurde jedoch festgestellt, das Arno Schley keinerlei Unsportlichkeit vorzuwerfen sei, der Antrag wurde daher zurückgezogen. Leider musste auch diesmal wieder der aktuelle Terminplan geändert werden, die Play-off-/Play-down-Finals wurden vom 10./11. April 2004 auf den 1./2. Mai 2004 verschoben. Einige wenige Ordnungs-Änderungen standen auf dem Programm, so muss in Zukunft auch bei so genannten "Badminton-Deutschen" die Nationalität angegeben werden. Bei Neuzugängen von Spielern muss der frühere Verein vermerkt werden. Zu den Haushaltsangelegenheiten gab es zufriedenstellende Berichte vom Bundesliga-Ausschuss.      
Die zweite Bundesliga-Vollversammlung des laufenden Geschäftsjahres ist für den 25. April 2004 nach Bottrop, anlässlich der Deutschen Altersklassen-Meisterschaften geplant.

     

Bundesliga-Vollversammlung bei den German Open

Zweite Liga will lieber Doppel- als Einzelspieltage

Von Horst Rosenstock

(4.10.03) Die dritte Bundesliga-Vollversammlung des Jahres 2003 fand anlässlich der German Open in Duisburg statt. Für den verhinderten Ausschussvorsitzenden Arno Schley (Wiebelskirchen) lag die Leitung diesmal in den Händen seines Stellvertreters Paul Reinhard (Berlin). Nicht alle Vereinsvertreter waren der Einladung nach Duisburg gefolgt, so fehlten aus der 1. Bundesliga der TuS Wiebelskirchen und die SG EBT Berlin. Aus den Zweiten Bundesligen waren der VfL Lüneburg, SG Robur Zittau und der TSV Neuhausen-Nymphenburg nicht anwesend.
Als Vertreter des DBV konnte Paul Reinhard die beiden Bundesliga-Spielleiter Bernd Mohaupt und Horst Rosenstock begrüßen. Stark vertreten war diesmal der Bereich Leistungssport mit dem Referenten Martin Kranitz und dem Bundestrainer Asgar Madsen. Die Interessen der Schiedsrichter wurden durch Schiri-Ausschussmitglied Carsten Koch wahrgenommen. 
Wie immer gab es wieder ein Terminproblem zu lösen, da die IBF die Asienturniere in Taipei und China erneut verlegt hatte. So musste der 8. Spieltag der 1. Bundesliga vom ersten November Wochenende auf das vierte Dezember Wochenende verschoben werden. Bei Einigung unter den Vereinen kann jedoch auch an anderen Terminen innerhalb der Woche gespielt werden. Zum Rahmenterminplan 2004/05 wurde beschlossen, dass die 2. Bundesliga ihre Saison mit sechs  Doppelspieltagen und zwei Einzelspieltagen absolvieren möchte, entgegen dem Vorschlag des Bundesliga-Ausschusses von sechs  Einzel-  und  vier Doppelspieltagen. Die genaue Terminierung soll auf der nächsten Vollversammlung im Frühjahr 2004 erfolgen, da mit weiteren Änderungen im Internationalen Kalender zu rechnen ist.
In erster Lesung wurden einige redaktionelle Änderungen der BLO in die Wege geleitet. Einige Anmerkungen zur neuen DBV-Strukturreform und zu Haushaltsangelegenheiten  rundeten die Tagesordnung ab. 
Die nächste Vollversammlung der Bundesligavereine ist für den 31. Januar 2004, bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld, geplant.

      

Zweite Bundesliga-Vollversammlung 2003 fand in Ibbenbüren statt

Rainer Behnisch zurückgetreten - Play-off- und Play-down-Runde bleiben

(22.4.03) Anlässlich der Deutschen Juniorenmeisterschaften trafen sich die Vertreter der Bundesligavereine am Samstag, 12. April in Ibbenbüren im Hotel Brügge, Münsterstrasse 201.
Horst Rosenstock berichtet:
Bis auf wenige Ausnahmen waren die 24 Bundesliga-Vereine in Ibbenbüren vertreten, auch die Aufsteiger zur 2. Liga, BW Wittorf und 1. BC Bischmisheim II  hatten ihre Delegierten entsandt. Wegen der Terminüberschneidung mit der Jugend-Europameisterschaft fehlten die Vertreter des Leistungssports und der Jugend. Der Schiedsrichter-Ausschuss wurde von Beisitzer Carsten Koch repräsentiert, der Ausschuss für Spielbetrieb durch die beiden Bundesliga-Spielleiter Bernd Mohaupt und Horst Rosenstock.
Zu Beginn der Versammlung teilte Arno Schley den Anwesenden den offiziellen Rücktritt des Ausschussmitgliedes Rainer Behnisch (Südring Berlin) aus persönlichen Gründen mit. Ein Dringlichkeitsantrag des FC Langenfeld zur Abschaffung der Play-off- Play-down-Runden wurde zurückgezogen, nachdem festgestellt wurde, dass dieser Antrag zur Saison 2003/04 nicht mehr zu verwirklichen sei.
Zahlreiche Änderungen der Bundesliga-Ordnung in den Bereichen Pressematerialien, Meldegebühr, Federbälle, Ordnungsgebühren, Schiedsrichter, Wettkampfkosten, Mannschaftskleidung und Austragungsmodus, welche in Bielefeld in erster Lesung behandelt wurden, konnten einstimmig in zweiter Lesung verabschiedet werden. Ein Antrag des Schiedsrichter-Ausschusses zur BLO § 19,6 (Disqualifikation) wurde in erster Lesung verabschiedet.
Durch die laufenden Änderungen der Internationalen Badminton Federation im Terminplan 2003/04 mussten Bundesliga-Termine neu verabschiedet werden. Für die neue Saison stehen die Teilnehmer für die drei Staffeln - bis auf die noch fehlende Zusage von Robur Zittau zur 2. BL Süd - fest.
Als Termin für die nächste Vollversammlung wurde Samstag, der 4. Oktober 2003 festgelegt, wieder im Rahmen der German Open in Duisburg in der Rhein-Ruhr-Halle.

    

Bundesliga-Vereine treffen sich bei der Deutschen Meisterschaft

Gravierenden Beschlüsse sind nicht zu erwarten

(24.1.03) Die Bundesliga-Vereine treffen sich im Rahmen der Deutschen Meisterschaft am 2. Februar in Bielefeld zur ersten turnusmäßigen Sitzung des Jahres 2003. Tagungsort ist das Mercure Hotel am Sonntag um 9 Uhr. Wie Arno Schley, der Vorsitzende der Bundesliga-Vollversammlung mitteilt, stehen etliche kleinere Änderungen der Bundesliga-Ordnung zur ersten und zweiten Lesung auf der Tagesordnung.

    

Von der Bundesliga-Vollversammlung am 9. November 2002 in Duisburg berichtet Horst Rosenstock

Sitzung wurde für's Halbfinale Joppien gegen Koch unterbrochen

(12.11.02) Schon Tradition ist es, dass der Bundesliga-Ausschussvorsitzende Arno Schley die Vereine zur dritten Vollversammlung des Jahres bei den German Open einlädt.
Am Halbfinaltag kamen 22 der 24 Bundesliga-Vereine nach Duisburg, lediglich der 1.BC Bischmisheim und der TV Wehen, beide aus der zweiten Liga Süd, waren nicht anwesend. Zahlreiche Gremien des DBV waren ebenfalls der Einladung gefolgt, wie für das Präsidium der neue Vizepräsident Gerd Pigola. Ebenso wohnten  Leistungssport Referent Martin Kranitz, Bundestrainer Asger Madsen und Aktiven Sprecher Conrad Hückstädt der Versammlung bei. Der Schiedsrichter-Ausschuss wurde durch Carsten Koch vertreten und der Ausschuss für Spielbetrieb durch seinen Vorsitzenden Lutz Sotta.
Terminfülle und Ballschwund
Wie immer sorgte der Terminplan der nächsten Saison für ausreichenden Gesprächsstoff. Auf Wunsch der Spieler wurde schließlich der Spieltag am vierten Advent 2003 in den Januar 2004 verschoben. Sorge bereitet den Bundesligavereinen auch die Tatsache, dass nur noch drei Ballsorten für die Liga zugelassen sind. Hier müsse Abhilfe geschaffen werden. Gerd Pigola sagte zu, sich dieser Angelegenheit im Präsidium anzunehmen. Einige Änderungen der Bundesliga-Ordnung wie zusätzlich Ergebnismeldung an den DBV Internet Informationsdienst, Ersatzspieler-Regelung und Ordnungsgebühren bei Nicht-einhaltung von Melde- und Abgabefriesten standen auf der Tagesordnung.
Mit der Auswertung der Diplomarbeit von Markus Pieker "Strukturanalyse des Bad-mintonsports am Beispiel der 1. Bundesliga" hatte sich BL Ausschußbeisitzer Jörg Kraft beschäftigt. Unter seiner Führung soll nun ein kleiner Arbeitskreis gegründet wer-den, welcher Vorschläge für eine bessere Präsentation der Bundesligen erarbeiten soll.
Kuriosum am Rande. Für das Herreneinzel-Halbfinale der German Open mit dem Deut-schen Meister Björn Joppien, wurde die Vollversammlung für die Dauer des Spiels unter-brochen, was sich ja für alle Teilnehmer gelohnt hat. Die erste Vollversammlung für 2003 wird anläßlich der Deutschen Meisterschaft in Bielefeld am Sonntag, den 2. Februar stattfinden.

          

Bundesliga-Vollversammlung am 7. April 2002 in Remagen

Arno Schley als Vorsitzender wieder gewählt

Horst Rosenstock berichtet

(8.4.02) Anläßlich der Deutschen Junioren-Meisterschaften trafen sich die Vertreter der Bundesligavereine zur turnusmäßigen zweiten Vollversammlung des Jahres. 19 der insgesamt 24 Bundesligisten waren dem Ruf an den Rhein gefolgt. Die erste Liga war komplett vertreten. Im Mittelpunkt der Tagung standen die Neuwahlen des Bundesliga-Ausschusses, da die Amtszeit auslief. Die Delegierten wählten Horst Rosenstock (Solingen) zum Versammlungsleiter. Dieser dankte unter dem Beifall der Delegierten dem bisherigen Gremium für die geleistete Arbeit und konnte einstimmige Entlastung feststellen.
Die Neuwahlen ergaben folgenden Zusammensetzung:

Vorsitzender: Arno Schley (Wiebelskirchen),
Stellvertretender Vorsitzender: Paul Reinhard (Dabendorf).
Beisitzer: Rainer Behnisch (Berlin), Helmut Ruppert (Wiesbaden) und Jörg Kraft (Solingen), der neu in den Ausschuss kam.

Weitere Punkte der Tagesordnung waren die Zusammensetzung der Bundesligen sowie die Spielpläne der kommenden Saison. Für die 2. Liga konnte den Vereinen bereits die Statistik ihrer Spieleinsätze übergeben werden, wonach sich dann die Ausschüttung der Förderprämien ergibt.
Der Termin für die nächste Vollversammlung wurde festgelegt auf Samstag den 9. November 2002, anläßlich der German Open in Duisburg.

 


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