Bundesliga-Ausschuss traf DBV-Präsidium
Von Helmut Ruppert
(08.09.2010) Anlässlich der Bitburger Badminton Open in Saarbrücken traf sich der des Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) mit dem Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV).
Hintergrund waren die weiteren Schritte bei der Umsetzung der Reformen, die bereits bei den Vollversammlungen des AfBL in Berlin, Wiesbaden und Frankfurt in die Wege geleitet worden sowie beim diesjährigen DBV-Verbandstag abgesegnet worden waren. In einem offenen und konstruktiven Gespräch wurden Marketing-Fragen und Vorstellungen über das künftige Erscheinungsbild der Bundesliga mit dem Präsidium erörtert.
Das Bild zeigt von links: Hans-Jörg Kraft (AfBL), Frank Liedke (Medienbeauftragter des DBV), Dietrich Heppner (Vizepräsident Leistungssport im DBV), Karl-Heinz Kerst (Präsident des DBV), Detlef Poste (Geschäftsführer des DBV), Ulrike Thomas (Funktionsbereichsleiterin Marketing im DBV), Gerd Pigola (Vizepräsident Wettkampfsport im DBV), Arno Schley (Vorsitzender des AfBL) und Manfred Kehrberg (AfBL).
Marketinggruppe gebildet
Von Helmut Ruppert
(29.08.2010) Insgesamt 16 Manager folgten der Einladung zur Bundesliga-Vollversammlung (BLVV) am 14. August 2010 in Frankfurt. Ausschuss-Vorsitzender Arno Schley berichtete vorab über die Ergebnisse der Anträge des Ausschusses für Bundesliga-Angelegenheiten (AfBL) beim Verbandstag des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), der zwei Monate zuvor ebenfalls in Frankfurt stattfand. Die gute Vorarbeit für die Anträge in Berlin und Wiesbaden sowie vielfältigen Informationen an die Landesverbände und Gremien des DBV wurden durch einstimmige Annahmen der Anträge belohnt. Die Akzeptanz für die Belange der Bundesliga ist mittlerweile sehr groß, und in den Gremien und Landesverbänden vertraut man der sachkundigen Arbeit des AfBL. Die angestrebten Reformen für die oberste Spielklasse Deutschlands fanden auch in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit. Arno Schley machte noch darauf aufmerksam, dass die Änderungen für die kommende Saison nur die 1. Bundesliga betreffen. Hier müssen die Auswirkungen der Änderungen beobachtet werden. Danach kann man in der BLVV überlegen, ob dies auch für die 2. Ligen teilweise oder ganz übernommen werden kann.
Nachdem das Protokoll der letzten BLVV in Wiesbaden verabschiedet wurde, kam die Versammlung zum einzigen Antrag des Tages, der vom Ausschuss selbst kam und nur eine redaktionelle Änderung im § 4 (7) der Durchführungs-Bestimmungen der Bundesliga-Ordnung (BLO-DB) beinhaltete. Dort wird festgelegt, wie hoch die Mindesteinsätze für die Startberechtigung zu den Play-off-Spielen beim Rückzug eines Vereines beträgt. Bisher stand hier, dass die Spieler an mindestens 55 Prozent der Spieltage anwesend sein müssen. Da dies rechnerisch nicht immer klar scheint, wurde der Wert in die Formulierung „mehr als die Hälfte der möglichen Spieltage“ geändert. In der Neufassung wird auch eindeutig geregelt, wie tatsächlich ausgetragene Spiele gegen Vereine, welche während der Saison zurückziehen (Beispiel FC Langenfeld aus der letzten Saison), im Sinne der Regel zu werten sind. Der Antrag wurde einstimmig in erster Lesung angenommen und liegt dann zur nächsten BLVV in Bielefeld zur zweiten Lesung vor.
Keine Regeländerung gab es beim Bußgeld für die Nichtteilnahme der Vereine an den BLVV. Das bestehende Recht sieht keine Ausnahme vor – auch nicht höhere Gewalt. Dies wurde zur Diskussion gestellt, da bei der letzten BLVV sechs Vertreter nicht erscheinen konnten, da sie durch die isländische Vulkanasche bei der Anreise durch Bahn und Flug behindert wurden. Die Versammlung sprach sich einstimmig für die Beibehaltung der bisherigen Regelung aus.
Gleich zwei Punkte wurden unter dem Punkt 8 der Tagesordnung, „Dienstag-Spiele“, besprochen. So befürchtet der Schiedsrichter-Ausschuss, dass sich nicht genügend Spielleiter mit der gemäß BLO vorgeschriebenen Qualifikation an einem Werktag zum Einsatz finden könnten, und dann musste auch noch ein ganzer Spieltag verlegt werden. Der ursprünglich für den 25. Januar angesetzte Dienstag musste weichen, da die Korean Open um zwei Wochen verlegt wurden. Der 10. Spieltag der 1. Bundesliga findet nun am 11. Januar statt, mit der Option für die betroffenen Heimvereine, diesen auf den 4. Januar 2011 vorzuverlegen.
Keine großen Diskussionen gab es bei der Erklärung zu den Förderprämien. Abzüglich der zweckgebundenen Mittel für Schiedsrichter, Einsätze in den Play-offs und im Europa-Cup sowie der außerordentlichen BLVV in Berlin und der Öffentlichkeitsarbeit fließen die Einzahlungen der Vereine wieder an diese zurück. Arno Schley konnte bei dieser Gelegenheit über den ermittelten Ausländer-Anteil berichten. Dieser geht seit Jahren stetig zurück und beträgt in der 1. Liga nur noch 36,6 Prozent und in den 2. Ligen 18,4 Prozent.
Punkt 9 der Tagesordnung brachte dann noch mal Bewegung in die Versammlung. Um die Zukunft der Bundesliga ging es. Hier sollten alle Gedanken, die auch bereits bei der BLVV in Berlin vorlagen, umgesetzt werden. Dafür wurde eine Arbeitsgruppe „Marketing“ gegründet, die sich dieser Themen annimmt. Neben den Mitgliedern des AfBL wurden zudem noch Frank Liedke (1. BC Bischmisheim), Roland Maywald (1. BC Beuel), Hans Werner Niesner (BV Gifhorn) und Danny Schwarz (TV Refrath) einberufen. Die Gruppe trifft sich bereits anlässlich der Bitburger Open am 3. September in Saarbrücken und wird dort auch mit dem Präsidium des DBV zusammentreffen.
Der nächste Termin für die Bundesliga-Manager wurde traditionell anlässlich der Deutschen Meisterschaften angesetzt. Am 5. Februar 2011 können dann die Teilnehmer über die Ergebnisse und Probleme der veränderten Spielweise der kommenden Saison berichten.
„Relaunch“ der Bundesliga
(19.04.2010) In ihrer außerordentlichen Vollversammlung am 13. März 2010 in Berlin hatten die Vertreter der Erst- und Zweitligavereine vielfältige Überlegungen dahingehend angestellt, durch welche Modifikationen die Badminton-Bundesliga ein besseres Vermarktungspotenzial bieten könnte als bisher. Am 17. April 2010 wurde nun in Wiesbaden ein Großteil der vor etwa vier Wochen gefassten Beschlüsse fixiert. Helmut Ruppert, langjähriger Beisitzer im Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten, berichtet von der Bundesliga-Vollversammlung:
Badminton-Manager setzen Reformen um
Was sich in Berlin schon als konstruktive Stimmung andeutete, setzte sich in Wiesbaden fort. Die Manager der Bundesliga-Teams nahmen die Vorlage aus Berlin auf und kleideten sie in Anträge, die ab der kommenden Saison gültig werden. Über diese Entwicklung zeigte sich auch Karl-Heinz Kerst, Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), erfreut. In einer Grußbotschaft übermittelte er an die Delegierten den Wunsch, diese Entwicklung beizubehalten.
Trotz der widrigen Bedingungen - durch den Vulkanausbruch auf Island konnten drei Manager nicht anreisen - folgten viele Vereinsvertreter dem Ruf zur Bundesliga-Vollversammlung in das Vereinsheim des PSV Grün-Weiß Wiesbaden. Seit Berlin hatten die Teilnehmer vier Wochen Zeit, sich den Themen der Zukunft zu widmen. Viele Gespräche in den Vereinen, mit den betroffenen Sportlern und anderen Funktionären drehten sich zwischenzeitlich nur um die bahnbrechenden neuen Ideen, die Badminton in seiner höchsten Spielklasse noch attraktiver machen sollen.
Wie gewohnt eröffnete Arno Schley (TuS Wiebelskirchen) die Vollversammlung und führte souverän die Versammlung. Insgesamt 17 Vereine aus 1. und 2. Bundesliga waren anwesend sowie Wolfgang Enders, Sportwart der Gruppe Mitte, der als interessierter Gast die Diskussionen verfolgte.
Endgültige Entscheidung fällt beim DBV-Verbandstag
Nach der Verabschiedung des Protokolls von Berlin ging es auch schon an die 2. Lesung der Anträge, über die dann beim Verbandstag des DBV im Juni in Frankfurt entschieden wird. Erst dann werden sie auch für die kommende Saison wirksam werden.
Die Erhöhung auf zehn Mannschaften ab der Saison 2011/2012 in § 1 (4) war der erste Eckpfeiler. Zum besseren Verständnis wurde dabei in § 1 (6) auch gleich die Saison von der Zeit her neu definiert. Sie beginnt jährlich am 1. August und endet am 31. Juli.
In der Rubrik „Austragungsmodus der 1. Bundesliga“, dem § 3, wurde (1) geändert, da es keine Play-down-Runde mehr geben wird. Zusätzlich wird im Play-off-Halbfinale und -Finale, welche nur noch aus einer Begegnung bestehen, beim Stand von 3:3 sowie Satz- und Spielpunktgleichstand ein zusätzliches Doppel gespielt, um die Entscheidung herbei zu führen.
In § 2 (2) wurde der Absteiger gestrichen, da in der Saison 2010/2011 keine Mannschaft aus der 1. Bundesliga absteigen soll. Ab der Saison 2011/2012 gibt es dann in der neuen 10er-Liga zwei Absteiger.
Festgelegt wurde in § 4 (2) die Aufstiegsberechtigung für die 1. Bundesliga. Demnach steigen zur Saison 2011/2012 die Meister der 2. Bundesliga Nord und der 2. Bundesliga Süd automatisch in die 1. Bundesliga auf. Die Aufstiegsberechtigung in § 4 (3) wurde um das Wort „Rückzug“ ergänzt und in § 5 (2) wurde bestimmt, dass die Vereine bis zum 15. April ihre Mannschaft zur Teilnahme in der Bundesliga verbindlich melden müssen.
Einstimmig angenommen wurden die vorstehenden Anträge der Bundesligaordnung (BLO) und damit zur Zustimmung durch den DBV-Verbandstag freigegeben.
Sofort gültige Beschlüsse
Dann folgten die Anträge innerhalb der Durchführungsbestimmungen der Bundesligaordnung (BLO-DB), die mit ihrer 2. Lesung sofort gültig werden, ohne dass der DBV-Verbandstag hier zustimmen muss.
Eine kleine Revolution war dabei die Festlegung im § 1 (1), wonach in einem Pilotprojekt für die Saison 2010/2011 bis zu vier Erstliga-Spieltage auf einen Dienstag festgelegt wurden. Dazu ergab sich auch später eine Diskussion, in welcher der Aktivensprecher Hannes Käsbauer eingebunden war, der von Seiten der Sportler diese Entwicklung begrüßte, weil hier einige kritische Wochenenden für die Aktiven „freigeschaufelt“ wurden und damit für Entlastung der Aktiven gesorgt wird.
Nur noch sechs statt wie bisher acht Spiele wird es zukünftig in einer Mannschaftsbegegnung der 1. Bundesliga geben. Gemäß § 2 (2) sind dies Herreneinzel, Dameneinzel, Herrendoppel, Damendoppel und Mixed. Zusätzlich wird noch das 2. Herreneinzel gespielt. Dazu mussten auch die Zahl der Stammspieler in § 2 (3), die Anzahl der ausgetragenen Spiele in § 4 (1) und (2) und die Zahl der einsatzberechtigten Spieler für die beiden Ligen in § 4 (7) und (8) angepasst werden. Ein Zusatz ergab sich in § 5 (5), der Vollständigkeit der Spiele, da der darin zitierte § 8 (5) ersatzlos gestrichen wird. Redaktionell wurde auch § 7 (7) geändert, da es bei einer kampflosen Niederlage einer Mannschaft in der 1. Bundesliga eben nur 0:2 Punkte und 0:12 Spiele heißen kann.
Keine Mehrheit dagegen erfuhr die angedachte Änderung der Gewinn- und Verlustpunkte. Nicht drei bei einem Sieg, sondern wie bisher zwei wird es geben (§7 (2)). Eine ausgedehnte Diskussion ergab sich zu diesem Punkt. Am Schluss lehnten 12 Vereine, bei 4 Enthaltungen, eine Neuerung ab.
Arno Schley bleibt Vorsitzender des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten
Nach einer kurzen Pause nach dem Abstimmungs-Marathon mussten die Delegierten einen weiteren gewichtigen Punkt absolvieren, der sich jedoch in aller Kürze erledigte: die Neuwahlen. Roland Maywald (1. BC Beuel) hob als gewählter Versammlungsleiter die kontinuierliche und gute Führung des Ausschusses hervor, nahm die einstimmige Entlastung entgegen und beendete seine temporäre Aufgabe mit der einstimmigen Wiederwahl von Arno Schley (TuS Wiebelskirchen). Durch die berufliche Veränderung von Hubert Hauber (TSV Neubiberg) wurde Michael Pütz (1. BC Düren) als Vertreter der Zweitligisten in den Ausschuss berufen. Die bisherigen Beisitzer Hans-Jörg Kraft, Manfred Kehrberg und Helmut Ruppert wurden im Zuge einer Blockwahl einstimmig wiedergewählt.
Danach folgte mit dem Terminplan die Festlegung der Dienstag-Spieltage:
21.09.2010,
30.11.2010,
25.01.2011 und
22.02.2011.
Das Halbfinale der Play-off-Runde (2. gegen den 3.) folgt am 09./10. April 2011 und das Finale am 30.04./01.05.2011.
Die Vereine der 2. Bundesliga konnten dann schon die Spielpläne für 2010/2011 in Empfang nehmen, die sie noch bis 30. April modifizieren können.
Die nächste Vollversammlung wurde auf Samstag, den 14. August 2010 in der Sportschule Frankfurt terminiert.

- Vorsitzender des Bundesliga-Ausschusses: Arno Schley aus Wiebelskirchen. Foto: MK
Gespräch zur Bundesliga-Vollversammlung am 13. März in Berlin
Neuer Austragungsmodus zur besseren Vermarktung
(16.3.10 MK) Am Rande der German Juniors hatten die Bundesligavereine eine außerordentliche Vollversammlung angesetzt, auf der es weitreichende Beschlüsse zur Neuausrichtung der Bundesliga gab (siehe untere Meldung vom 13.3.10). Nach der Sitzung befragte Peter Gütte, der Pressesprecher der German Juniors, Arno Schley, den Vorsitzenden des Bundesliga-Ausschusses zu den Ergebnissen der Sitzung.
Frage: Am 13. März tagten in Berlin die Manager der Bundesligavereine. Sie, Herr Schley, waren dabei. Ist Berliner Luft heilsam und anregend für eine solch hochkarätig besetzte Runde?
Antwort: Offensichtlich ja, denn unsere Tagung war sehr konstruktiv. Wir haben tatsächlich alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet und einstimmig beschlossen.
Worum ging es denn?
Es ging vor allem um den Punkt „bessere Vermarktung der Bundesliga“ und in diesem Zusammenhang um einen neuen Austragungsmodus.
Wurde dieser neue Modus gefunden?
In der kommenden Saison wird es nur noch sechs Spiele geben. Wir haben das dritte Herreneinzel und das zweite Herrendoppel gestrichen. Also künftig - sechs Spiele je Begegnung. Und etwas anderes wird künftig geändert. Für einen Sieg werden drei Gewinnpunkte angerechnet, für ein Unentschieden ein Punkt. Mit diesem neuen Modus wollen wir einfach den Anreiz zum Siegen verstärken.
Und faktisch den Anreiz zum Unentschieden mindern oder vielleicht sogar gänzlich ausschließen?
Genau! Aber das ist noch nicht alles. Stichwort Play-down–Runde. Die haben wir gestrichen und das Play-off modifiziert.
In welcher Weise modifiziert?
Es wird künftig nur noch eine Halbfinalbegegnung geben und zwar zwischen dem Zweit- und dem Drittplazierten.
Wo wird gespielt?
Spielort wird immer bei dem höher Platzierten sein.
Und was ist mit dem Tabellenersten?
Der Tabellenerste steht automatisch im Endspiel und zwar gegen den Gewinner des Halbfinals. Durch diese Konstellation erhöht sich der Anreiz für die Teams, einen möglichst hohen Tabellenplatz anzustreben.
Wie wird der Abstieg geregelt?
Für den Abstieg haben wir zunächst eine Übergangsklausel beschlossen aber nur für die nächste Saison. Es wird in der nächsten Saison keinen Absteiger geben. Wir stocken die Bundesliga auf 10 Mannschaften auf.
Mit welchen Mannschaften?
Mit den Meistern der beiden 2. Ligen. Dann haben wir in der 1. Bundesliga 10 Mannschaften. Die jeweils beiden letzten steigen ab und die Meister der 2. Ligen auf. Ganz einfaches Prinzip.
Sind all diese Punkte schon beschlossene Sache?
Nein, noch nicht. Es gibt dafür, so sieht es unsere Bundesligaordnung vor, ein weiteres Prozedere. Am 17. April in Frankfurt/Main muss eine weitere Tagung diese Beschlüsse in einer zweiten Lesung bestätigen.
Herr Schley, für Sie und Ihre hohe Runde gutes Ballgefühl und Treffsicherheit.
Bundesliga-Vollversammlung am 13. März in Berlin beschloss gravierende Veränderungen
Schwungvolle Sitzung
(13.3.10 MK) An vielen Stellschrauben wurde von den Bundesligavereinen gleichzeitig gedreht, um die Attraktivität der Liga-Wettkämpfe zu erhöhen. Das zweite Doppel und das dritte Einzel werden gestrichen. Ein Siegerteam bekommt künftig drei Punkte. Die Play-down-Runde wird abgeschafft, die Play-off-Runde verändert. Die 1. Liga soll auf zehn Teams aufgestockt werden. Arno Schley, der Vorsitzende des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten: "Das war die konstruktivste Vollversammlung, an die ich mich erinnern kann." Die Beschlüsse müssen noch eine zweite Lesung in der Vollversammlung durchlaufen. Diese soll am 17. April im Raum Frankfurt stattfinden. Die Aufstockung und die Änderungen der Play-offs müssen dann - gemäß Bundesligaordnung - auch noch vom DBV-Verbandstag bestätigt werden. Lesen Sie die Pressemeldung, die von der Pressestelle des Deutschen Meisters 1. BC Bischmisheim verschickt wurde:
Für mehr Attraktivität: Bundesliga beschließt einstimmig Reformen
Die Bundesliga-Vollversammlung hat sich heute in Berlin geschlossen für eine Reformierung der Badminton-Bundesliga ausgesprochen, um die Attraktivität der höchsten deutschen Spielklasse zu steigern. In diesem Gremium sind alle Vereine der ersten und zweiten Liga vertreten. Der Vorstand des amtierenden deutschen Meisters 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim freute sich sehr über die einstimmige Entscheidung, die in zweiter Lesung am 17. April in Frankfurt bestätigt werden soll. „Die Sitzung war sehr konstruktiv. Es gab einen Konsens aller Bundesliga-Vereine, dass etwas passieren muss. Das bisherige System brachte nur noch Stagnation mit sich“, sagte Frank Liedke, der Veränderungen noch vor wenigen Wochen vehement gefordert hatte.
In Zukunft sollen in einer Bundesliga-Partie nur noch sechs anstatt acht Spiele ausgetragen werden. Das zweite Herrendoppel und das dritte Herreneinzel entfallen. Wie beim Fußball gibt es in der Punkterunde für einen Sieg drei Punkte anstatt wie bisher zwei, für ein Unentschieden einen Punkt. Jeder Spieler kann zweimal in einer Partie zum Einsatz kommen. Dadurch könnten die Vereine mit wesentlich kleineren Mannschaften antreten. BCB-Chef Liedke betonte jedoch, dass „Bischmisheim seinen Kader nicht verkleinern möchte“.
Die Play-off-Runde der 1. Liga wird ebenfalls modifiziert. Statt vier sollen nur noch drei Mannschaften dabei sein. Zudem gibt es keine Hin- und Rückspiele mehr, sondern jeweils nur noch eine Partie. Der Erstplatzierte nach der Punkterunde zieht automatisch ins Finale ein und hat Heimrecht. Der Zweite und der Dritte spielen um den Finaleinzug, wobei der Zweite das Heimrecht bekommt. „Durch diese Regelung wird die Punkterunde deutlich aufgewertet, da jedes Spiel von Bedeutung ist. Jede Top-Mannschaft will Erster werden und wird deshalb so oft wie möglich in Bestbesetzung antreten“, sagt Frank Liedke.
Die Play-down-Runde entfällt dagegen komplett, die beiden in der Tabelle am schlechtesten platzierten Mannschaften steigen ab. Dafür steigen die jeweils Ersten der zweiten Bundesligen Nord und Süd auf. Eine Ausnahme soll die kommende Saison darstellen. Um die Anzahl der Mannschaften in der ersten Liga von acht auf zehn aufzustocken, soll es 2010/11 keine Absteiger aus der ersten Bundesliga geben.
Bundesliga-Vollversammlung in Schwetzingen
Auftaktsitzung für die Bundesliga-Saison 2009/2010
Von Helmut Ruppert
(18.08.2009) Traditionell dient die Bundesliga-Vollversammlung in Schwetzingen zur Vorbereitung auf die kommende Saison. Schon eine Woche zuvor trafen sich der Vorstand des Ausschusses für Bundesliga-Angelegenheiten (AfBL), der Bundesliga-Spielleiter als Vertreter des Ausschusses für Wettkampfsport O 19 und der Vertreter des Ausschusses für Leistungssport O 19 in Mülheim an der Ruhr, um die eingereichten Ranglisten der Vereine zu überprüfen. Hauptthema ist dabei immer wieder die Reihenfolge der Spieler und deren Einschätzung seitens der Vereine.
Dabei gibt es in den Durchführungsbestimmungen der Bundesliga-Ordnung eindeutige Regelungen. In § 2 (3) heißt es: „Wird ein Spieler, welcher gemäß Einzelrangliste als Stammspieler zu melden wäre (Position 1 bis 4), nicht als solcher gekennzeichnet, so ist dies zu begründen." Als Ausnahme wird akzeptiert, wenn ein starker Doppelspieler als vierter Stammspieler aufgenommen wird.
Weiter wird dort aufgeführt, dass bei mehr als einem Nicht-EU-Spieler die Zahl der Stammspieler erhöht werden muss, da ja nur einer „gleichzeitig“ zum Einsatz kommen kann.
Ein einheitliches Formular wird für nächstes Jahr erstellt werden, auf dem die drei ersten Spieler automatisch gesetzt sind, und für die folgenden Spieler eine Begründung eingegeben werden kann.
Nachdem einige Ungereimtheiten beseitigt worden waren, konnte Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt in Schwetzingen die Ranglisten an die Vertreter der Vereine verteilen - und die waren trotz des sommerlichen Wetters mit Ausnahme von zwei Clubs alle gekommen.
Arno Schley, der Vorsitzende des AfBL, eröffnete die Sitzung und konnte nach der Genehmigung des Protokolls der letzten Versammlung in Bielefeld auf Entwicklungen in der dazwischenliegenden Zeit hinweisen. Insbesondere die Entscheidungen vom DBV-Verbandstag im Juni in Nürtingen erläuterte Schley den Anwesenden.
Um die Freigabe der Spielberechtigung gab es kontroverse Diskussionen in Saarbrücken. Schon im Vorfeld konnten sich die Gruppensportwarte nicht auf eine einheitliche Regelung einigen. Derzeit ist die auf dem DBV-Verbandstag 2006 beschlossene Regelung des § 4 (7 und 8) in der Realität nicht konsequent umsetzbar, wie das Beispiel Friedrichshafen zeigte. Dazu gehört eine permanente Kontrolle der Einsätze der Spieler und der Definition, ob ein Einsatz bei einem Event noch erlaubt ist oder nicht. Eine Liste oder Datenbank hierfür würde zu einem nicht vertretbaren personellen Aufwand ehrenamtlicher Funktionäre führen. Hinzu kommt noch, dass es innerhalb des DBV unterschiedliche Regelungen gibt.
Beispiel: In der Bundesliga-Ordnung wird für die oberste deutsche Spielklasse geregelt, dass jeder Verein in den Ranglisten maximal drei Nicht-EU-Spieler melden darf, und in einer Mannschaft höchstens einer dieser Spieler pro Wettkampf eingesetzt werden darf. Mindestens sieben Landesverbände im DBV erlauben diesbezüglich aber die Meldung und den Einsatz von beliebig vielen „Nicht-EU-Spielern". Ein Antrag, der eine Spielberechtigung nur für die Bundesliga vorsieht um damit drohenden Rechtsunsicherheiten aus dem Weg zu gehen, wurde jedoch knapp abgelehnt. Die Vereine wurden aufgefordert, in ihren Landesverbänden mehr Lobbyarbeit zu betreiben, also mehr Informationen an die Entscheidungsträger zu bringen.
Ein weiteres Diskussionsthema betrifft die Festspielregelung, obwohl es eine solche für die Bundesliga bisher nicht gibt. In den Gruppen gilt die Regelung, dass ab dem vierten Einsatz die Spieler sich für die höhere Klasse festgespielt haben. Bundesweit gibt es jedoch keine einheitliche Regelung in den Landesverbänden. Manche Landesverbände haben überhaupt keine. Der für Nürtingen vorgesehene Antrag hätte in der Bundesliga nur solche Vereine getroffen, die in der 1. und 2. Liga je eine Mannschaft stellen. Die Festspielregelung sollte dabei vermeiden, dass die betroffenen Teams ihre Spieler wechselseitig dort einsetzen und sich damit scheinbar Vorteile verschaffen. Der beim DBV-Verbandstag zurückgezogene Antrag soll zur nächsten Bundesliga-Vollversammlung - im kommenden Januar - erneut gestellt werden.
Obwohl der Antrag des FC Langenfeld, die Playoffs und die Playdowns abzuschaffen, abgelehnt wurde, bleibt das Thema doch aktuell. Zusammen mit grundsätzlichen Fragen der Darstellung und Vermarktung der Bundesliga wird es vom 23. bis 25. Oktober auf Schloß Storkau bei Magdeburg ein Seminar geben, in dessen Rahmen diese Themen behandelt werden sollen. Als Referent konnte Klaus Fuchs gewonnen werden, der Leiter der Sportkommunikation der Volkswagen AG. Fuchs war auch schon Jugend-Bundestrainer im DBV.
Angenommen wurden hingegen in zweiter Lesung die redaktionellen Änderungen des § 3.
Wenig Interesse herrscht derzeit bei den Vereinen, Übertragungsrechte der Agentur SportA zu erwerben. Die Agentur von ARD und ZDF bietet über das Internetportal RSK1 Berichterstattungen mit fest installierten Web-Kameras an. Lediglich zwei Clubs haben sich daraufhin gemeldet.
Mit der Festlegung auf den nächsten Termin (Samstag, 6. Februar 2010 in Bielefeld) verabschiedete Arno Schley die Delegierten.
Einladung verschickt
Bundesliga-Vollversammlung am Rande des DBV-Ranglistenurniers in Saarbrücken
(5.3.09) Arno Schley, der Vorsitzende des Bundesligaausschusses, hat die Einladung für die zweite diesjährige Vollversammlung der Bundesliga verschickt. Sie findet am 4. April in Saarbrücken statt. Tagungsstätte ist Konferenzraum 4 in der Hermann-Neuberger-Sportschule. Beginn ist 13 Uhr. Am gleichen Wochenende findet in der Joachim-Deckarm-Halle das letzte DBV-Ranglistenturnier der Saison 2008/09 statt.
Hier kann die Tagesordnung aufgerufen werden (pdf-Datei).
DBV-Vizepräsident Dietrich Heppner zu Gast bei der Bundesliga-Vollversammlung am 16. August in Schwetzingen
Kann Bundesliga künftig eigene Fernsehverträge abschließen?
Von Helmut Ruppert
(12.9.08) Ein neues Gesicht präsentierte sich zur Vollversammlung der Bundesligavereine am 16. August im Hebelgymnasium in Schwetzingen. Anläßlich der DBV-Rangliste tagten die Manager und Vorsitzenden der Bundesligateams zum dritten Male in diesem Jahr. Dietrich Heppner, Vizepräsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) war zum ersten Mal Gast in dieser Runde, wird jedoch jetzt regelmäßig teilnehmen. Sein Auftreten resultiert auf eine Umverteilung des Ressorts "Bundesliga" innerhalb des Präsidiums des DBV.
Der vorher für die Bundesliga zuständige Vizepräsident Gerd Pigola meinte dazu: „Entgegen der bisher vorgegebenen Struktur des DBV hat sich in der praktischen Arbeit erwiesen, das die zu bearbeitenden Themen vielfach eher aus dem internationalen Geschehen resultieren.“. In einer gemeinsamen Sitzung zwischen dem DBV-Präsidium und dem Bundesliga-Ausschuss einigte man sich, den Ausschuss nun unter den Bereich Leistungssport und damit unter die Fittiche von Dietrich Heppner, da hier die Berührungspunkte doch größer sind.
Eine Novität hatte es schon eine Woche zuvor gegeben: DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst nahm an der gemeinsamen Sitzung zwischen Bundesliga-Ausschuss, Referat für Spielbetrieb O19 und Bundestrainer teil. In Mülheim an der Ruhr wurden die eingereichten Ranglisten der Teams der 1. und 2. Bundesliga überprüft.
Schley sieht Gestaltungsrolle der Bundesligavereine gestärkt
Arno Schley, Vorsitzender des DBV-Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten berichtete nach dem Absegnen des Protokolles der letzten Sitzung über die der Bundesliga betreffenden Beschlüsse beim DBV-Verbandstag in Cuxhaven. Seiner Ansicht nach war durch Gespräche mit den verschiedenen Gremien im Vorfeld die Stimmung gegenüber der Bundesliga wesentlich positiver als vorher.
So wurde der für den Bundesligaausschuss bedeutsame Antrag über die "Zuständigkeit für Änderungen" einstimmig angenommen. Damit ist nun gewährleistet, das die Gestaltungsrolle der Bundesligavereine bei notwendigen Änderungen der Bundesliga-Ordnung (BLO) gestärkt ist. Nun können dritte Organe des DBV Änderungen der BLO nur nach vorheriger Abstimmung mit dem Ausschuss und seinen Vereinen anstreben. Damit wurde der Bundesligaausschuss (AfBL) der Jugend gleichgestellt, die ihre Entscheidungen größenteils autark bestimmen, jedoch dem DBV-Verbandstag ein Vetorecht einräumen.
Der zweite Antrag zum DBV-Verbandstag in Cuxhaven hatte jedoch keine Chance. Er sollte die Spielberechtigung in der Bundesliga neu ordnen. Zu viele juristische Bedenken gaben den Anlass dazu, diesen Antrag zurückzuziehen. Bei der nächsten Sitzung der Sportwarte der Landesverbände am 3. Oktober soll dafür eine Arbeitsgruppe für dieses Thema gegründet werden, um eine bundesweit einheitliche Regelung der Landesverbände zu erreichen. "Man sollte unter der 2. Bundesliga einen Strich machen und den oberen und unteren Bereich mit vernünftigen Regeln absichern, wobei es durchaus eine Durchlässigkeit von 'unten nach oben' geben muss, während es von 'oben nach unten' dicht sein muss", meinte Heppner dazu.
Dazu passte auch die spätere Diskussion über die Freigabe der Spieler durch ausländische Verbände. Es wird angestrebt, den Passus im § 2 der BLO-Durchführungsbestimmungen zu streichen, wonach die Nationalverbände eine Bestätigung abgeben müssen, dass der Spieler in keiner anderen Mannschaft teilnimmt oder für einen anderen Verband feigegeben wurde.
Bundesliga und Fernsehen
Das DBV-Präsidium hat auf Anfrage des Ausschusses die Inhalte des "33er-Vertrag" den Managern zukommen lassen. Der Vertrag regelt die Übertragungsrechte von Badminton in den deutschen Sendeanstalten, aber auch die Online-Rechte und gilt noch bis Ende nächsten Jahres. Dietrich Heppner will im Präsidium darüber sprechen, ob die Bundesligarechte rausgenommen werden. Vorher muss geklärt werden, wieviel der DBV durch diese Herausnahme weniger aus den Rechten bekommt und ob dies akzeptabel sei. Aktuell wurde dieses Thema, weil es bei Vereinen zu Anfragen von privaten örtlichen Sendern zur Übertragung kam, diese jedoch durch den "33-er Vertrag" keine Übertragungsrechte bekamen bzw. dafür Gebühren an die Rechteverwerter der öffentlichen Sender bezahlen sollten. Grundsätzlich können aber mit vorheriger Ankündigung an diese Agentur Übertragungen gemacht - so auch im Beispiel des Play-off-Finales, das im Internet gezeigt wurde.
Eine Vollversammlung ohne Anträge, aber mit reichlich Gesprächsstoff endete in Schwetzingen, nachdem noch vorher der Ort und Termin der nächsten Sitzung gewählt wurde. Die Verantwortlichen für die Bundesliga treffen sich wieder anläßlich der Deutschen Meisterschaft am 31. Januar in Bielefeld.
Bundesliga-Vertreter trafen sich am 5. April in Wiesbaden
Novum: Zwei Bundesliga-Sitzungen an einem Tag
Von Helmut Ruppert
(9.4.08) In Wiesbaden trafen sich am 5. April die Vertreter der Vereine zur Bundesliga-Vollversammlung. Dabei absolvierten die Club-Manager gleich zwei Vollversammlungen an einem Tag. Die wurden nötig, weil die Abgabefrist für den diesjährigen DBV-Verbandstag am 19. April endet und zwei Anträge dafür noch zwei Lesungen bedurften. In der Polizeischule in Wiesbaden-Kohlheck begrüßte Ausschuss-Vorsitzender Arno Schley zur zweiten Vollversammlung in diesem Jahr Vertreter aus 17 Vereinen, wobei die bereits abgestiegenen und die aufgestiegenen nicht anwesend waren.
Einen Dringlichkeitsantrag gab es dabei. Der FC Langenfeld befasste sich dabei mit der Situation durch die Umwertung des Play-off Halbfinales gegen den BC Beuel, wobei eine Spielerin durch den Jugendausschuss die Spielberechtigung entzogen worden sei. Der Antrag wurde zunächst zugelassen.
Jetzt mit viertem Beisitzer
Hubert Hauber vom Zweitligisten Neubiberg wurde für zwei Jahre als vierter Beisitzer in den Vorstand des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten gewählt. Die einstimmige Wahl erfolgte zusammen mit den bisherigen Beisitzern Hans-Jörg Kraft (gleichzeitig auch stellvertretender Vorsitzender), Manfred Kehrberg und Helmut Ruppert.
Nach Verabschiedung des Protokolls der Vollversammlung vom 2. Februar in Bielefeld ging es auch gleich in die Anträge.
Unterschiedlich wurde dabei der Antrag des SVF Regensburg zur 2. Lesung über die (Regel-) Anfangszeiten im offiziellen Spielplan abgestimmt. Während es zukünftig möglich ist, samstags zwischen 13 und 15 Uhr (bisher 14 und 15 Uhr) zu beginnen, gab es für den Sonntag keine Einigung. Demnach bleibt es hier zwischen 13 und 14 Uhr. Unabhängig davon können bei Einvernehmen von Heim- und Gastverein sowie dem Bundesliga-Spielleiter vor dem angesetzten Spieltag an jedem Tag zu jeder beliebigen Zeit gespielt werden.
Der zweite Antrag, der zur zweiten Lesung vorlag, betraf den § 4 der Durchführungsbestimmungen. In (3) gab es eine Neuformulierung: „In der Mannschaftsaufstellung dürfen bei Abgabe vor Wettkampfbeginn (§ 3 Abs. 5) aus der genehmigten Rangliste nur solche Spieler aufgeführt sein, die in der Halle anwesend sind. Bei der Präsentation (§ 3 Abs. 6) müssen die in der Mannschaftsaufstellung aufgeführten Spieler offensichtlich spielbereit sein“. Bei der bisherigen Regelung war folgender Fall denkbar: Eine Mannschaft nominiert (vorsichtshalber) einen vorgesehenen Ersatzspieler, obwohl dieser zum Zeitpunkt der Aufstellung (noch) keine badmintongerechte Kleidung. Formal hätte diese dann den Wettkampf verloren (auch wenn der Spieler gar nicht zum Einsatz gekommen wäre).
Dann wurde es kompliziert. Es folgten die beiden Anträge, die noch zum diesjährigen Verbandstag eingereicht werden sollen. Der erste betraf den § 11, Absatz, der die Zuständigkeiten der Änderungen regelt. In der Neufassung soll nun stehen: „Änderungen der BLO und der Durchführungsbestimmungen und Anlagen zur BLO können von der BLVV beschlossen werden. Änderungen der BLO bedürfen der Bestätigung des danach folgenden DBV-Verbandstages. Bisher mussten die Änderungen der BLO durch den DBV-Verbandstag abgesegnet werden.
Damit soll die Stellung der Bundesliga innerhalb des DBV gestärkt werden und eine positive Auswirkung auf allen Ebenen des DBV sowie den Vereinen und Landesverbänden signalisiert werden. Seit einigen Jahren stagniert die nationale Bedeutung der Badminton-Bundesliga und hat an sportlicher Klasse eingebüßt. Um diese Entwicklung aufzuhalten und im Sinne des Badmintonsports in Deutschland umzukehren, bedarf es einer Reihe kurz- und mittelfristiger Maßnahmen. Eine davon ist die Verbesserung der verbandsdemokratischen Mitwirkung der Bundesliga-Vollversammlung bei notwendigen Änderungen der Bundesliga-Ordnung und damit die Stärkung der eigenen Gestaltungsrolle. Die Einflussnahme des DBV-Verbandstages und damit der Landesverbände bleibt erhalten, es können jedoch Dritte Organe des DBV nur nach Abstimmung mit der Vollversammlung Änderungen an der BLO anstreben.
Doppelstart-Verbot soll weg
Reichlich Zündstoff verbirgt sich auch hinter dem 2. Antrag, der zum DBV-Verbandstag gehen soll. Er greift gleich auf vier Stellen des DBV-Ordnungswerkes: zwei Punkte betreffen die Spielordnung und zwei die Bundesliga-Ordnung. Hier soll die Spielberechtigung für Bundesligaspieler neu geregelt werden. Die Erfahrungen in der jüngsten Vergangenheit mit den Doppelstarts haben gezeigt, dass es besser ist, diese zuzulassen, da sie international nicht von Bedeutung sind. Erst wenn die Spieler auch in einer niedrigeren Klasse als der Bundesliga beteiligt sind, benötigen sie die Freigabe der Landesverbände. Damit soll auch nicht an dem Hoheitsrecht der Landesverbände zur Ausgabe für Spielberechtigungen gerührt werden.
Viel juristische Feinarbeit ist in diese beiden Anträge eingeflossen und musste ausführlich erklärt werden. Gegen Mittag bestand dann Übereinkunft und die Abstimmung erfolgte einstimmig.
Abgelehnt wurde dagegen der Dringlichkeits-Antrag von Langenfeld, der mehr als Anregung für die Jugendwarte der Landesverbände aufgefasst wurde.
Damit hatten die Delegierten sich eine Menge Arbeit aufgehalst, aber auch gelöst und Arno Schley konnte die 1. Versammlung beenden.
Nach dem Essen wurde bestätigt
Fast nahtlos folgte die zweite angesetzte Versammlung. Nachdem man in der Mittagspause beim Essen im Kasino der Polizeischule noch über die Anträge fachsimpelte, ging es gleich an die Abstimmung der beiden Anträge. Da hier gut vorbereitet wurde, erfolgte auch die zweite Stimmenzählung einstimmig und innerhalb einer Stunde war die Bundesliga-Vollversammlung beendet.
Zum nächsten Male trifft man sich am Samstag, den 16. August in Schwetzingen wieder.
Bundesliga-Vollversammlung in Delmenhorst
Konsequenzen aus dem Fall Kanetkar
Von Horst Rosenstock
(27.4.05) Zur zweiten Bundesliga-Vollversammlung in diesem Jahr hatte der Ausschussvorsitzende Arno Schley nach Delmenhorst eingeladen, wo gleichzeitig die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen ausgetragen wurden.
Im Turnierhotel „Thomsen“ waren die Vertreter der meisten Vereine erschienen, lediglich VfB Lübeck und VfL Lüneburg aus der zweiten Liga Nord, sowie die SG Anspach und der VfB Friedrichshafen aus der Südliga hatten keine Vertreter entsandt. Zu Beginn der Versammlung gedachte die Versammlung in einer Gedenkminute des ehemaligen Bundesligaausschuss-Mitgliedes Rainer Behnisch aus Berlin. Arno Schley übereichte dann ein Präsent an den langjährigen Bundesliga Spielleiter Horst Rosenstock, der nach 23 Jahren Betreuung der Bundesliga diese Arbeit nun in jüngere Hände legt.
Zur Tagesordnung lagen zwei Dringlichkeitsanträge vor, welche aber nicht zugelassen wurden, da die Delegierten eine Dringlichkeit hier nicht gegeben sahen.
Danach gab es dann erhebliche Diskussionen um den § 4 der Bundesliga-Ordnung, in welchem die Anzahl der Einsätze geregelt ist, wonach ein Spieler an den Play-off- bzw. Play-down-Runden teilnehmen kann. Eine Änderung dieses Paragraphen schien notwendig, da das Verbandsgerichtsurteil im Streitfall EBT Berlin/1.BC Bischmisheim für eine klare Auslegung des bisherigen Textes gesorgt hatte. Am Ende einigten sich die Delegierten darauf, in Zukunft keine Ausnahme-Regelungen mehr zuzulassen. Sie senkten dafür aber die Anzahl der erforderlichen Einsätze in der Punkterunde von bisher neun Spielen auf mindestens acht Begegnungen, um das Recht zur Mitwirkung an den Play-offs / Play-downs zu erlangen. Diese Regelung bedarf jedoch noch einer zweiten Lesung bei der nächsten Vollversammlung. Wie immer wurden dann noch einige Änderungen im Terminplan besprochen, welche durch die Verlegungen von Internationalen Veranstaltungen notwendig geworden waren. Danach wurden dann die Spielpläne für die Saison 2005/06 bekannt gegeben. Im Tagesordnungspunkt Haushaltsangelegenheiten wurden noch einmal die Förderprämien für den Einsatz von Nachwuchsspielern erläutert, sowie der Sondertopf für Schiedsrichter-Einsätze.
Die nächste BL-Vollversammlung soll am 27. August 2005 nach Schwetzingen anlässlich des dortigen German Challenge einberufen werden.
Bundesliga-Vollversammlung bei der DM in Bielefeld
Große Mehrzahl der Vereine will keine Wochentagsspiele
Von Horst Rosenstock
(8.2.05) Wie immer fand die erste Bundesliga-Vollversammlung anlässlich der Deutschen Meisterschaften in Bielefeld statt. Tagungsstätte war am 5. Februar das Hotel Mövenpick. Der Ausschussvorsitzende Arno Schley konnte alle Vertreter der 1. Liga begrüßen und von den Zweitligisten waren nur der VfL Lüneburg und der SSV Waghäusel nicht anwesend. Als Gäste wie immer die Bundesliga-Staffelleiter Bernd Mohaupt und Horst Rosenstock, für den Leistungssport wohnte Referent Martin Kranitz der Versammlung bei und der DBV-Jugendausschuss war durch seinen Jugendwart Thomas Lohwieser vertreten.
Anträge zur Bundesligaordnung lagen nicht vor, aber umfangreiche Diskussionen zur Aufstellungsproblematik bei Verletzungen und zur Spieldauer bzw. Reduzierung der Anzahl der auszutragenden Spiele pro Wettkampf wurden wieder geführt. In Anbetracht eventuell zu erwartender Neuregelungen und Regeländerungen durch die Internationale Badminton Federation (IBF) wurden hier weitergehende Überlegungen zurückgestellt. Auch die Überlegungen mehr Spiele unter der Woche auszutragen, fanden keine besondere Zustimmung der Delegierten.
Im Rahmenterminplan 2005/06 mussten zahlreiche Veränderungen durchgeführt werden, da sich viele Termine im internationalen Wettkampfkalender verschoben haben. Es werden nicht die letzten Änderungen bis zum Saisonbeginn sein. Erfreuliches konnte Arno Schley über die Kassenlage berichten. Hier können wieder die Schiedsrichterkosten für die Rundenspiele der Vereine bezuschusst werden, wie auch die Schirikosten für die Play-off- und Play-down-Begegnungen. Unter Punkt Verschiedenes wurde eine Anregung zur Änderung der Bundesligaordnung zum Thema „Badmintondeutsche“ diskutiert. Die Wartezeit von zehn Jahren soll auf fünf Jahre reduziert werden. Hier müsste dann zur nächsten Vollversammlung ein entsprechender Antrag gestellt werden.
Die nächste BL-VV wird für den 23. April 2005, anlässlich der Deutschen Altersklassen-Meisterschaften in Delmenhorst, einberufen.
Bundesliga-Vollversammlung in Duisburg
Verlegung der German Open schafft Terminprobleme
Horst Rosenstock berichtet
(18.10.04) Wie schon zur Tradition geworden, hatte der Bundesligaausschuss-Vorsitzende Arno Schley die Delegierten zur dritten Vollversammlung des Jahres nach Duisburg eingeladen. Bis auf die Zweitligisten VfL Lüneburg, Robur Zittau und SG Anspach waren die Vereine erschienen. Zudem konnte Arno Schley neben dem kompletten BL-Ausschuss den Leistungssport Referenten Martin Kranitz, Carsten Koch für das Referat Schiedsrichter, den Aktivensprecher Conrad Hückstädt, sowie die beiden Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt und Horst Rosenstock begrüßen. Die Versammlung verlief in harmonischer Atmosphäre, als einzige Ordnungsänderung wurde der Einsatz von Ersatzspielern in zweiter Lesung neu geregelt.
Die Terminpläne waren wie immer ein aktuelles Thema, besonders der Terminplan 2005/06 dürfte Probleme bereiten, da dann wegen der Verlegung der German Open 2006 in den Januar möglicherweise über einen Zeitraum von zwei Monaten keine Bundesligaspiele stattfinden können. Einen breiten Raum nahm diesmal der TOP Verschiedenes ein. Die IBF sucht genau wie die Bundesliga nach Möglichkeiten, die Länge der einzelnen Spiele abzukürzen. Hierzu will man erst einmal die Vorschläge der IBF abwarten. Weitere Themen waren Spielfeldmatten, Bälle, Spielberichtsbögen und die Überlegung, in der 2. Bundesliga nur 1. Mannschaften zuzulassen. Aktivensprecher Conrad Hückstädt forderte Spielbefreiung an Terminen der Studenten-WM und -EM, dies fand jedoch nicht die Zustimmung der Delegierten. Auch die Ansetzung von Bundesligaspielen innerhalb der Woche war ein Vorschlag des Aktivensprechers.
Als Termin für die erste Vollversammlung des Jahres 2005 wurde der 5. Februar, 10 Uhr festgelegt. Tagungsort wird das Turnierhotel der Deutschen Meisterschaft 2005 in Bielefeld sein.
Bundesliga-Vollversammlung in Bottrop
Dreimal Wiederwahl
Horst Rosenstock berichtet
(30.4.04) Erstmals fand die Bundesliga-Vollversammlung am 24. April anlässlich einer Deutschen Altersklassen-Meisterschaft statt. Die Bottroper BG als Gastgeber stellte dafür einen Jugendraum in der schönen „Dieter-Renz-Sporthalle“ zur Verfügung. Bis auf die Zweitligisten VfL Lüneburg und SG Anspach und den Erstliga-Aufsteiger VfL 93 Hamburg waren alle Bundesligavereine vertreten, darunter auch die Aufsteiger in die 2. Liga VfB Lübeck und Bottroper BG im Norden und SSV Waghäusel und BSG Unkel/Linz im Süden.
Leider war diesmal der überwiegende Teil der DBV-Offiziellen anderweitig im Einsatz, so dass von dieser Seite nur Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt und Schiriausschuss-Mitglied Carsten Koch anwesend sein konnten.
Bei den anstehenden Neuwahlen wurden der Stellvertretende Vorsitzende Paul Reinhard (Berlin) und die Beisitzer Jörg Kraft (Solingen) und Helmut Ruppert (Wiesbaden) einstimmig wieder gewählt.
Im Bereich der Ordnungsänderungen gab es lediglich eine Klarstellung im § 20.5 der Bundesliga-Ordnung zum Verfahren bei der Gesamtentscheidung in Play-off- und Play-down-Spielen.
In erster Lesung wurde der Einsatz von Ersatzspielern neu konzipiert, dies soll nach der zweiten Lesung in § 17.6 der BLO festgeschrieben werden.
In der Ausländerfrage wurde klargestellt, dass Spieler aus den zehn neuen EU-Ländern, welche am 1.5.2004 beitreten, unbegrenzt eingesetzt werden können. Arbeitsrechtlich sind diese jedoch noch bis zum 31. März 2006 wie Nicht-EU-Ausländer zu behandeln.
Die nächste Bundesliga-Vollversammlung soll für Samstag, den 16. Oktober 2004 nach Duisburg einberufen werden.
Von der Bundesliga-Vollversammlung in Bielefeld berichtet Horst Rosenstock
Play-off-Finals verlegt - Vorwürfe gegen Schley zurückgezogen
(4.2.04) Traditionell findet die 1. Bundesliga Vollversammlung eines jeden Jahres anlässlich der Deutschen Meisterschaft statt. 22 der 24 Bundesligavereine hatten ihre Vertreter am 31. Januar nach Bielefeld entsandt. Lediglich der VfL Lüneburg und Fortuna Regensburg fehlten, wobei die Regensburger sich bereits im Vorfeld entschuldigt hatten. Als Gäste konnte der Bundesliga-Auschussvorsitzende Arno Schley den Referenten für Leistungssport Martin Kranitz, den DBV-Jugendwart Thomas Lohwieser sowie die beiden Bundesliga-Spielleiter Bernd Mohaupt und Horst Rosenstock begrüßen.
Für Aufregung sorgte zunächst ein Misstrauensvotum gegen Arno Schley wegen Unsportlichkeit, nach eingehender Diskussion wurde jedoch festgestellt, das Arno Schley keinerlei Unsportlichkeit vorzuwerfen sei, der Antrag wurde daher zurückgezogen. Leider musste auch diesmal wieder der aktuelle Terminplan geändert werden, die Play-off-/Play-down-Finals wurden vom 10./11. April 2004 auf den 1./2. Mai 2004 verschoben. Einige wenige Ordnungs-Änderungen standen auf dem Programm, so muss in Zukunft auch bei so genannten "Badminton-Deutschen" die Nationalität angegeben werden. Bei Neuzugängen von Spielern muss der frühere Verein vermerkt werden. Zu den Haushaltsangelegenheiten gab es zufriedenstellende Berichte vom Bundesliga-Ausschuss.
Die zweite Bundesliga-Vollversammlung des laufenden Geschäftsjahres ist für den 25. April 2004 nach Bottrop, anlässlich der Deutschen Altersklassen-Meisterschaften geplant.
Bundesliga-Vollversammlung bei den German Open
Zweite Liga will lieber Doppel- als Einzelspieltage
Von Horst Rosenstock
(4.10.03) Die dritte Bundesliga-Vollversammlung des Jahres 2003 fand anlässlich der German Open in Duisburg statt. Für den verhinderten Ausschussvorsitzenden Arno Schley (Wiebelskirchen) lag die Leitung diesmal in den Händen seines Stellvertreters Paul Reinhard (Berlin). Nicht alle Vereinsvertreter waren der Einladung nach Duisburg gefolgt, so fehlten aus der 1. Bundesliga der TuS Wiebelskirchen und die SG EBT Berlin. Aus den Zweiten Bundesligen waren der VfL Lüneburg, SG Robur Zittau und der TSV Neuhausen-Nymphenburg nicht anwesend.
Als Vertreter des DBV konnte Paul Reinhard die beiden Bundesliga-Spielleiter Bernd Mohaupt und Horst Rosenstock begrüßen. Stark vertreten war diesmal der Bereich Leistungssport mit dem Referenten Martin Kranitz und dem Bundestrainer Asgar Madsen. Die Interessen der Schiedsrichter wurden durch Schiri-Ausschussmitglied Carsten Koch wahrgenommen.
Wie immer gab es wieder ein Terminproblem zu lösen, da die IBF die Asienturniere in Taipei und China erneut verlegt hatte. So musste der 8. Spieltag der 1. Bundesliga vom ersten November Wochenende auf das vierte Dezember Wochenende verschoben werden. Bei Einigung unter den Vereinen kann jedoch auch an anderen Terminen innerhalb der Woche gespielt werden. Zum Rahmenterminplan 2004/05 wurde beschlossen, dass die 2. Bundesliga ihre Saison mit sechs Doppelspieltagen und zwei Einzelspieltagen absolvieren möchte, entgegen dem Vorschlag des Bundesliga-Ausschusses von sechs Einzel- und vier Doppelspieltagen. Die genaue Terminierung soll auf der nächsten Vollversammlung im Frühjahr 2004 erfolgen, da mit weiteren Änderungen im Internationalen Kalender zu rechnen ist.
In erster Lesung wurden einige redaktionelle Änderungen der BLO in die Wege geleitet. Einige Anmerkungen zur neuen DBV-Strukturreform und zu Haushaltsangelegenheiten rundeten die Tagesordnung ab.
Die nächste Vollversammlung der Bundesligavereine ist für den 31. Januar 2004, bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld, geplant.
Zweite Bundesliga-Vollversammlung 2003 fand in Ibbenbüren statt
Rainer Behnisch zurückgetreten - Play-off- und Play-down-Runde bleiben
(22.4.03) Anlässlich der Deutschen Juniorenmeisterschaften trafen sich die Vertreter der Bundesligavereine am Samstag, 12. April in Ibbenbüren im Hotel Brügge, Münsterstrasse 201.
Horst Rosenstock berichtet:
Bis auf wenige Ausnahmen waren die 24 Bundesliga-Vereine in Ibbenbüren vertreten, auch die Aufsteiger zur 2. Liga, BW Wittorf und 1. BC Bischmisheim II hatten ihre Delegierten entsandt. Wegen der Terminüberschneidung mit der Jugend-Europameisterschaft fehlten die Vertreter des Leistungssports und der Jugend. Der Schiedsrichter-Ausschuss wurde von Beisitzer Carsten Koch repräsentiert, der Ausschuss für Spielbetrieb durch die beiden Bundesliga-Spielleiter Bernd Mohaupt und Horst Rosenstock.
Zu Beginn der Versammlung teilte Arno Schley den Anwesenden den offiziellen Rücktritt des Ausschussmitgliedes Rainer Behnisch (Südring Berlin) aus persönlichen Gründen mit. Ein Dringlichkeitsantrag des FC Langenfeld zur Abschaffung der Play-off- Play-down-Runden wurde zurückgezogen, nachdem festgestellt wurde, dass dieser Antrag zur Saison 2003/04 nicht mehr zu verwirklichen sei.
Zahlreiche Änderungen der Bundesliga-Ordnung in den Bereichen Pressematerialien, Meldegebühr, Federbälle, Ordnungsgebühren, Schiedsrichter, Wettkampfkosten, Mannschaftskleidung und Austragungsmodus, welche in Bielefeld in erster Lesung behandelt wurden, konnten einstimmig in zweiter Lesung verabschiedet werden. Ein Antrag des Schiedsrichter-Ausschusses zur BLO § 19,6 (Disqualifikation) wurde in erster Lesung verabschiedet.
Durch die laufenden Änderungen der Internationalen Badminton Federation im Terminplan 2003/04 mussten Bundesliga-Termine neu verabschiedet werden. Für die neue Saison stehen die Teilnehmer für die drei Staffeln - bis auf die noch fehlende Zusage von Robur Zittau zur 2. BL Süd - fest.
Als Termin für die nächste Vollversammlung wurde Samstag, der 4. Oktober 2003 festgelegt, wieder im Rahmen der German Open in Duisburg in der Rhein-Ruhr-Halle.
Bundesliga-Vereine treffen sich bei der Deutschen Meisterschaft
Gravierenden Beschlüsse sind nicht zu erwarten
(24.1.03) Die Bundesliga-Vereine treffen sich im Rahmen der Deutschen Meisterschaft am 2. Februar in Bielefeld zur ersten turnusmäßigen Sitzung des Jahres 2003. Tagungsort ist das Mercure Hotel am Sonntag um 9 Uhr. Wie Arno Schley, der Vorsitzende der Bundesliga-Vollversammlung mitteilt, stehen etliche kleinere Änderungen der Bundesliga-Ordnung zur ersten und zweiten Lesung auf der Tagesordnung.
Von der Bundesliga-Vollversammlung am 9. November 2002 in Duisburg berichtet Horst Rosenstock
Sitzung wurde für's Halbfinale Joppien gegen Koch unterbrochen
(12.11.02) Schon Tradition ist es, dass der Bundesliga-Ausschussvorsitzende Arno Schley die Vereine zur dritten Vollversammlung des Jahres bei den German Open einlädt.
Am Halbfinaltag kamen 22 der 24 Bundesliga-Vereine nach Duisburg, lediglich der 1.BC Bischmisheim und der TV Wehen, beide aus der zweiten Liga Süd, waren nicht anwesend. Zahlreiche Gremien des DBV waren ebenfalls der Einladung gefolgt, wie für das Präsidium der neue Vizepräsident Gerd Pigola. Ebenso wohnten Leistungssport Referent Martin Kranitz, Bundestrainer Asger Madsen und Aktiven Sprecher Conrad Hückstädt der Versammlung bei. Der Schiedsrichter-Ausschuss wurde durch Carsten Koch vertreten und der Ausschuss für Spielbetrieb durch seinen Vorsitzenden Lutz Sotta.
Terminfülle und Ballschwund
Wie immer sorgte der Terminplan der nächsten Saison für ausreichenden Gesprächsstoff. Auf Wunsch der Spieler wurde schließlich der Spieltag am vierten Advent 2003 in den Januar 2004 verschoben. Sorge bereitet den Bundesligavereinen auch die Tatsache, dass nur noch drei Ballsorten für die Liga zugelassen sind. Hier müsse Abhilfe geschaffen werden. Gerd Pigola sagte zu, sich dieser Angelegenheit im Präsidium anzunehmen. Einige Änderungen der Bundesliga-Ordnung wie zusätzlich Ergebnismeldung an den DBV Internet Informationsdienst, Ersatzspieler-Regelung und Ordnungsgebühren bei Nicht-einhaltung von Melde- und Abgabefriesten standen auf der Tagesordnung.
Mit der Auswertung der Diplomarbeit von Markus Pieker "Strukturanalyse des Bad-mintonsports am Beispiel der 1. Bundesliga" hatte sich BL Ausschußbeisitzer Jörg Kraft beschäftigt. Unter seiner Führung soll nun ein kleiner Arbeitskreis gegründet wer-den, welcher Vorschläge für eine bessere Präsentation der Bundesligen erarbeiten soll.
Kuriosum am Rande. Für das Herreneinzel-Halbfinale der German Open mit dem Deut-schen Meister Björn Joppien, wurde die Vollversammlung für die Dauer des Spiels unter-brochen, was sich ja für alle Teilnehmer gelohnt hat. Die erste Vollversammlung für 2003 wird anläßlich der Deutschen Meisterschaft in Bielefeld am Sonntag, den 2. Februar stattfinden.
Bundesliga-Vollversammlung am 7. April 2002 in Remagen
Arno Schley als Vorsitzender wieder gewählt
Horst Rosenstock berichtet
(8.4.02) Anläßlich der Deutschen Junioren-Meisterschaften trafen sich die Vertreter der Bundesligavereine zur turnusmäßigen zweiten Vollversammlung des Jahres. 19 der insgesamt 24 Bundesligisten waren dem Ruf an den Rhein gefolgt. Die erste Liga war komplett vertreten. Im Mittelpunkt der Tagung standen die Neuwahlen des Bundesliga-Ausschusses, da die Amtszeit auslief. Die Delegierten wählten Horst Rosenstock (Solingen) zum Versammlungsleiter. Dieser dankte unter dem Beifall der Delegierten dem bisherigen Gremium für die geleistete Arbeit und konnte einstimmige Entlastung feststellen.
Die Neuwahlen ergaben folgenden Zusammensetzung:
Vorsitzender: Arno Schley (Wiebelskirchen),
Stellvertretender Vorsitzender: Paul Reinhard (Dabendorf).
Beisitzer: Rainer Behnisch (Berlin), Helmut Ruppert (Wiesbaden) und Jörg Kraft (Solingen), der neu in den Ausschuss kam.
Weitere Punkte der Tagesordnung waren die Zusammensetzung der Bundesligen sowie die Spielpläne der kommenden Saison. Für die 2. Liga konnte den Vereinen bereits die Statistik ihrer Spieleinsätze übergeben werden, wonach sich dann die Ausschüttung der Förderprämien ergibt.
Der Termin für die nächste Vollversammlung wurde festgelegt auf Samstag den 9. November 2002, anläßlich der German Open in Duisburg.












