DBV-News

Martin Kranitz. Foto: CP

Der DBV ist künftig in der Führungspitze des europäischen Dachverbandes vertreten
DBV-Sportdirektor Martin Kranitz wurde bei Badminton Europe ins "Board of Directors" gewählt
Von DBV-Pressesprecherin Claudia Pauli
(21.4.16) Hohe Anerkennung für Martin Kranitz: Der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) wurde beim Annual Delegates‘ Meeting (ADM) der Badminton Europe Confederation (BEC), der Mitgliederversammlung des europäischen Badminton-Verbandes, in das BEC-Präsidium (Board of Directors) gewählt. Der Deutsche Hochschulmeister von 1992 im Herrendoppel ist der einzige Vertreter aus Deutschland, der dem höchsten Gremium des Kontinentalverbandes angehört.
Die Delegierten stimmten mit überwältigender Mehrheit für Martin Kranitz, der in seinem neuen Ehrenamt schwerpunktmäßig in den Kommissionen „High Performance“ (Spitzensport) und "Major Events" (Großveranstaltungen) tätig ist. Seit 2015 war der DBV-Sportdirektor bereits als Experte in diesen Kommissionen vertreten, nun entwickelt er den Badmintonsport darin als Mitglied der BEC-Führung weiter.
„Ich bin vor einiger Zeit gefragt worden, ob ich Interesse an einer Mitarbeit im Präsidium habe. Das Präsidium zeichnet sich durch eine gute Mischung aus jüngeren und erfahrenen Mitgliedern aus und ich denke, dass man gemeinsam etwas bewegen kann. Daher habe ich gerne zugesagt“, erläutert Martin Kranitz. Der 48-Jährige fügt hinzu: „Da ich in meiner Funktion für den DBV ohnehin bei vielen Großmaßnahmen, wie Europameisterschaften, vor Ort bin, ist der zeitliche Mehraufwand überschaubar.“ Die Amtszeit von Martin Kranitz im Präsidium der Badminton Europe Confederation läuft bis 2020.
Dem europäischen Badminton-Verband gehören aktuell 52 Nationen als Mitglied an. Deutschland zählt zu den elf Gründungsmitgliedern, die den Kontinentalverband im Jahr 1967 ins Leben riefen. Die BEC hat ihren Sitz in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.
Das Annual Delegates' Meeting der BEC fand am 16. April in der Wellnessoase Terme Olimia im slovenischen Podcetrtek statt. An gleicher Stätte werden im September auch die Europameisterschaften O35-O70EM 16 SLO ausgetragen. Verbunden war das ADM mit einem gleichzeitig durchgeführten "Members Forum", wo künftige Entwicklungen und Pläne diskutiert wurden.
Sehen Sie bei badmintoneurope.com...

Die Führungsspitze der BEC 2016: (v.l., vorne) T. Ritchie Campbell (SCO, Vizepräsident), Andrey Antropov (RUS, Vize), Gregory Verpoorten (BEL, Präsident), João Matos (POR, Vize), Murat Özmekik (TUR, Vize); (hinten) Jean-Marc Serfaty (FRA), Klavs Andreassen (DEN), Richard Vaughan (WAL), Peter Tarcala (SVK), Emma Mason (SCO), Martin Kranitz (GER), Lawrence Chew (SUI). Es fehlt Kevin Scott (ENG). Foto: BEC

 

 

Will den Leistungssport wieder intensiver begleiten: Detlef Poste wird Cheftrainer/Techni-scher Direktor im DBV. Foto: MK

Nachfolger von Holger Hasse ist gefunden
Detlef Poste wird neuer Chef-Bundestrainer
Von DBV-Pressesprecherin Claudia Pauli
(17.3.16) Am 1. Januar 2017 wird Detlef Poste, der derzeitige Geschäftsführer des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), das Amt des Chef-Bundestrainers im DBV übernehmen. Er tritt die Nachfolge von Holger Hasse an, der seinen bis zum 31. Dezember 2016 laufenden Vertrag nicht verlängern wird (siehe untere Meldung vom 11.1.16).
Detlef Poste war bereits von 2005 bis 2008 im DBV als Chef-Bundestrainer tätig. Zuvor hatte er von 1997 bis 2004 als Bundestrainer Jugend fungiert und in dieser Zeit die deutschen Badmintonspielerinnen und -spieler in die europäische Spitze geführt.
Lesen Sie dazu Chef-Bundestrainer Detlef Poste wechselt auf den Posten des DBV-Geschäftsführers vom 24.4.08.

Nun für jedermensch sichtbar: Hier schlägt das Herz des Badmintonsports. Foto: CP

Die Badmintonhochburg hat neuerdings ein „Deutsches Badminton-Zentrum“
Bekenntnis zum Standort Mülheim an der Ruhr
Von Claudia Pauli, Pressesprecherin des DBV
(28.1.16) Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) hat ein klares Bekenntnis zum Standort Mülheim an der Ruhr abgegeben: Das Präsidium beschloss, das dort ansässige „Badminton-Spitzensportzentrum“ in „Deutsches Badminton-Zentrum“ (DBZ) umzubenennen. „Damit wird deutlich zum Ausdruck gebracht, dass Mülheim der Hauptstandort für die Sportart Badminton in Deutschland ist“, erläuterte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.
Alles unter einem Dach
Das „Deutsche Badminton-Zentrum“ stellt eine Kooperation zwischen dem DBV und dem Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW) dar und umfasst den Bundesstützpunkt der Damen, einen DBV-Nachwuchsstützpunkt, einen Landesleistungsstützpunkt U19-13, Talentsichtung/Talentförderung U11-7, das YONEX Badminton-Internat sowie die Geschäftsstellen von DBV und BLV-NRW. Damit ist ein durchgängiges System – von der Sichtung/Förderung im Kindergartenalter über die Ausbildung ambitionierter Jugendlicher bis hin zur Arbeit mit Teilnehmern an Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften – gegeben. Das Internat, welches Top-Talenten aus ganz Deutschland die Möglichkeit bietet, ihre Karriere als Leistungssportler und die schulische Ausbildung optimal zu vereinbaren, befindet sich dabei unmittelbar neben der professionell ausgestatteten, reinen Badmintonhalle.
„Der Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen ist nicht allein der mitgliederstärkste Landesverband, sondern auch derjenige mit der erfolgreichsten Nachwuchsarbeit. Zudem unterstützt seit jeher die Stadt Mülheim an der Ruhr den Badmintonsport vor Ort sehr stark. Die Verbundenheit mit dem Landesverband und mit der Stadt Mülheim, in der ja auch seit vielen Jahren die YONEX German Open stattfinden, soll mit der Bezeichnung ‚Deutsches Badminton-Zentrum‘ in besonderer Weise herausgestellt werden“, so DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.
Zusammenarbeit mit dem mitgliederstärksten Landesverband
Ulrich Schaaf, der Präsident des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, fügt hinzu: „Die Zusammenarbeit mit dem DBV gestaltet sich seit vielen Jahren sehr eng und sehr gut. Durch die räumliche Nähe des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen zum DBV ergeben sich fast täglich Gespräche zwischen unseren Mitarbeitern und denen des DBV. Das betrifft insbesondere den Leistungssport bzw. die Trainer.“
Dass Mülheim an der Ruhr in der Badmintonszene einen herausragenden Stellenwert genießt, freut nicht zuletzt die Verantwortlichen der rund 171.000 Einwohner zählenden Kommune im Ruhrgebiet: „Das klare Bekenntnis zu unserer Stadt als dem Badmintonhauptstandort in Deutschland erfreut mich als Sportdezernent natürlich besonders. Aus meiner Sicht ist dies aber auch eine konsequente Entscheidung des DBV, blickt man auf die enorme Entwicklung, insbesondere der letzten zwölf Jahre, zurück. Dass das Gymnasium Luisenschule zum kommenden Schuljahr zur Sportschule NRW ernannt wurde, ist einerseits der Lohn der bisherigen, effektiven Zusammenarbeit mit dem Badminton-Bundes- und -Nachwuchsstützpunkt und andererseits Motivation für die weitere Optimierung des Verbundsystems Schule und Leistungssport“, lobte Ulrich Ernst, der Dezernent für Bildung, Soziales, Jugend, Gesundheit, Sport und Kultur der Stadt Mülheim an der Ruhr.
Auch anderswo wird wertvolle Arbeit geleistet
Ergänzend zu Mülheim wird in vielen anderen Teilen Deutschlands wertvolle Arbeit in der Sportart Badminton geleistet: Der Bundesstützpunkt der Herren befindet sich in Saarbrücken. Darüber hinaus existieren zwei Bundesstützpunkte Nachwuchs des DBV in Frankfurt am Main und in Hamburg sowie – verteilt auf mehrere Regionen Deutschlands – vier Nachwuchsstützpunkte (inklusive dem in Mülheim an der Ruhr) und elf Talentstützpunkte des DBV.

Holger Hasse war seit Januar 2013 Chef-Bundestrainer im DBV, davor war der 44-Jährige von 2005 an Bundesjugend-trainer. Foto: Claudia Pauli

DBV muss sich auf die Suche nach einem neuen Cheftrainer begeben
Chef-Bundestrainer Holger Hasse sucht nach Rio beruflich eine neue Herausforderung
(11.1.16) Wie der Vizepräsident des Deutschen Badminton-Verbandes Dietrich Heppner heute bekannt gab, wird Chef-Bundestrainer Holger Hasse seinen Vertrag nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio nicht verlängern. Er habe sich entschieden, beruflich eine neue Herausforderung anzunehmen und werde ab dem 1. Januar 2017 als Geschäftsführer des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen tätig sein.
„Ich bedaure diese Entscheidung. Wir hätten den Vertrag mit ihm sehr gerne verlängert“, sagte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst. „Immerhin bleibt Holger Hasse dem Badmintonsport in anderer Funktion weiter erhalten.“
Als Grund für die frühe Bekanntgabe des Wechsels äußerte sich Chef-Bundestrainer Hasse selbst wie folgt: „Mir war es wichtig, frühzeitig eine Entscheidung zu treffen, um mich in 2016 voll auf die Arbeit mit der Nationalmannschaft, auf Rio und die anstehenden Aufgaben im DBV-Leistungssport zu konzentrieren. Außerdem hat der DBV dadurch ausreichend Zeit, sich für 2017 personell neu aufzustellen. In diesem Jahr haben wir noch große Ziele – daher gebe ich als Bundestrainer bis Ende 2016 weiter Vollgas.“
Hier meldet der Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen die Verpflichtung seines neuen Geschäftsführers.

Allseitige Zufriedenheit ebnete gemeinsamen Weg in die Zukunft: (v.l.) Play-Sportmarketing-Chef Axel Seemann, VBD-Geschäftsführerin Ulrike Thomas und DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst

Deutsche Meisterschaft bleibt auch von 2017 bis 2020 weiter in Bielefeld
Ausrichtervertrag um weitere vier Jahre verlängert
Von DBV-Pressesprecherin Claudia Pauli
(7.8.15) Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) setzt im Zusammenhang mit der Durchführung der Deutschen Einzelmeisterschaften die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Ausrichterteam fort: Das DBV-Präsidium vergab die prestigeträchtige Veranstaltung ein weiteres Mal für vier Jahre an die Play Sportmarketing Seemann GmbH mit Sitz in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen), die 2015 bereits zum 16. Mal federführend die Organisation der nationalen Titelkämpfe übernommen hatte.
Damit ermitteln die leistungsstärksten Badmintonasse Deutschlands im Erwachsenenbereich auch 2017 bis 2020 in der Bielefelder Seidensticker Halle die Goldmedaillengewinner im Herreneinzel, Dameneinzel, Herrendoppel, Damendoppel und im Mixed. Der bisherige Vertrag sah eine Ausrichtung durch die Play Sportmarketing Seemann GmbH bis einschließlich 2016 vor.
"Es gab nie Probleme"
„Wesentlich für unsere Entscheidung war, dass wir sehr große und gute Erfahrungen in Bielefeld gemacht haben. 16 Veranstaltungen haben hier bereits stattgefunden, 2016 wird die 17. ausgetragen. Die Verhandlungen mit Axel Seemann verliefen sehr positiv. Wir hatten immer schon ein gutes Arbeitsverhältnis, es gab nie Probleme mit den Ausrichtern. Insofern haben wir uns sehr schnell dafür entschieden, den Vertrag um weitere vier Jahre zu verlängern“, sagte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst im Rahmen einer Pressekonferenz in Bielefeld anlässlich der Unterzeichnung des entsprechenden Ausrichtervertrags.
Ulrike Thomas, Geschäftsführerin der Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD), welche die Deutschen Einzelmeisterschaften veranstaltet, ergänzte: „Beurteilt wird immer auch die Bonität der Bewerber und deren Erfahrung bei der Organisation von Großveranstaltungen. Das ist hier alles solide, die Play Sportmarketing Seemann GmbH richtet mehrere Veranstaltungen aus.“ 
YONEX ist weiter dabei
Axel Seemann, Geschäftsführer der Play Sportmarketing Seemann GmbH, meinte: „Uns war es im Hinblick auf die Bewerbung wichtig, dass der langjährige Hauptsponsor, die Firma YONEX, gesagt hat, dass er weiter dabei ist. Bei einer DM gilt es finanziell einiges zu stemmen. Wenn man über den Hauptsponsor schon einen großen Teil abgedeckt hat, gibt dies Planungssicherheit.“ Auch die Meinung des Kerns des bisherigen Helferteams spielte nach Aussage von Axel Seemann bei der Entscheidung, ob sich die Play Sportmarketing Seemann GmbH erneut um die Ausrichtung der Deutschen Einzelmeisterschaften bewirbt, eine Rolle: „Alle haben gesagt, dass es schön wäre, wenn es klappen würde, und ihre Unterstützung zugesichert.“  
„Aus DBV-Sicht war auch dieser Aspekt sehr wichtig: Wir wussten, hier steht ein Team, das man kennt und das in der Vergangenheit bewährt zusammengearbeitet hat. Für Bielefeld bedeutete das im Hinblick auf die Vergabe der Veranstaltung einen großen Pluspunkt“, erläuterte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.
1998 erstmals Titelkämpfe in Bielefeld
Die Play Sportmarketing Seemann GmbH übernahm 2015 bereits zum insgesamt 16. Mal die Ausrichtung der Deutschen Einzelmeisterschaften. Erstmals wurden die Titelkämpfe im Jahr 1998 in der Großstadt in Nordrhein-Westfalen durchgeführt, ohne Unterbrechung finden sie seit 2003 in Bielefeld statt. Dabei kooperierte die Play Sportmarketing Seemann GmbH stets eng mit dem Stadtsportbund Bielefeld, dem SC Babenhausen und dem SV Brackwede.
„Die Veranstaltung hat von Jahr zu Jahr an Niveau gewonnen. Oft sind es lediglich Kleinigkeiten, die bei der jeweils nächsten Veranstaltung verändert werden – aber diese Kleinigkeiten sind häufig entscheidend. Dass in Bielefeld einiges entwickelt wurde, sieht man auch daran, dass die Zuschauerzahlen stetig gestiegen sind“, meinte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.
2014 und 2015 kamen an den jeweils vier Veranstaltungstagen zusammen jedes Mal mehr als 4.000 Zuschauer in die Bielefelder Seidensticker Halle, um Spitzen-Badminton live zu verfolgen.
Die genauen Termine für die kommenden Jahre

2016 04.02.-07.02.       = 64. Deutsche Einzelmeisterschaft,
2017 02.02.-05.02.       = 65. Deutsche Einzelmeisterschaft,
2018 01.02.-04.02.       = 66. Deutsche Einzelmeisterschaft,
2019 31.01.-03.02.       = 67. Deutsche Einzelmeisterschaft,
2020 30.01.-02.02        = 68. Deutsche Einzelmeisterschaft.



Alle Fotos: Claudia Pauli

Der sogenannte "32er-Vertrag" wurde bis 2017 verlängert
ARD und ZDF behalten auch weiterhin die Rechte an Badminton-Übertragungen
(29.1.15) Der "32er-Vertrag"erlaubt es ARD und ZDF gegen die Zahlung einer jährlichen Pauschalgebühr alle Sportereignisse der "kleineren" Sportverbände - zu denen auch der Deutsche Badminton-Verband gehört -  exklusiv zu übertragen. Alljährlich gibt es innerhalb dieser Verbände Diskussionen darüber, ob man nicht vielleicht besser auf dieses Geld verzichten solle, um dadurch die Möglichkeit zu gewinnen, andere oder sogar eigene TV-Angebote einzurichten. Die Unzufriedenheit mit den ausgestrahlten Sendeminuten in den "Öffentlich-rechtlichen" ist bekanntermaßen nicht nur was den Badmintonsport angeht, groß. Letzlich aber steht den Verbänden das gesicherte Jahreseinkommen doch näher, als das finanzielle Wagnis von Eigenproduktionen oder -vermarktungen. Ulrike Thomas, die Funktionsbereichsleiterin Marketing im DBV, leitet eine Pressemitteilung vom 29. Januar weiter, in der SportA, die Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF, den Abschluss eines weiteren Vertrages mitteilt: 

ARD und ZDF verlängern Zusammenarbeit mit 32 Spitzensportverbänden des DOSB

ARD und ZDF setzen ihre langjährige Medienpartnerschaft mit annähernd der Hälfte aller Spitzensportverbände des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Rahmen des „TV 32-Vertrag“ für weitere drei Jahre fort. Ein entsprechender Vertrag für die Jahre 2015 bis 2017 wurde von SportA, der gemeinsamen Sportrechteagentur von ARD/ZDF, verhandelt und abgeschlossen.
Wie bisher kann damit in allen Programmen und Angeboten von ARD und ZDF über das umfangreiche Sportangebot dieser Verbände mit nationalen und internationalen Veranstaltungen berichtet werden. Über die finanzielle Ausgestaltung des Vertrages wurde Stillschweigen vereinbart.
Axel Balkausky, ARD-Sportkoordinator: „Da wir auch künftig die gesamte Breite des Sports abbilden wollen, freuen wir uns sehr über die Verlängerung unserer Zusammenarbeit mit den 32 Verbänden. In den letzten Jahren konnten wir im Rahmen unserer Live-, Nachrichten- und Magazinsendungen jeweils mehr als 100 verschiedene Sportarten im Ersten und in den Dritten Programmen zeigen, was nicht zuletzt auf das breite Portfolio an Sportveranstaltungen dieser Verbände zurückzuführen ist.“
Dieter Gruschwitz, ZDF-Sportchef: „Wir freuen uns, dass auch zukünftig die Präsenz vieler olympischer sowie nicht-olympischer Sportarten in unserem Programm gesichert ist. Das ZDF mit seinen Programmangeboten wird sich auch weiterhin gerne der gesamten Vielfalt des Sports widmen.“
Wolfgang Rittmann von der die Verbände vertretenden Agentur ISPC GmbH: „Die Arbeit der Verbände und Vereine bildet einen wichtigen Teil des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland ab. Wir freuen uns, mit ARD und ZDF zuverlässige Partner an unserer Seite zu haben, die mit ihrer regelmäßigen Berichterstattung von den Veranstaltungen der DOSB-Spitzenverbände dazu beitragen, diese wichtige gesellschaftliche Funktion in ihrer Vielfalt zu unterstützen.“
Wolfgang Over, Vorsitzender des Beirats der Verbände: „Ich freue mich, dass es erneut gelungen ist, einen großen Teil der olympischen und nicht-olympischen Spitzenverbände im Deutschen Olympischen Sportbund solidarisch zu einem Vertragsabschluss mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zusammen zu schließen und diese Partnerschaft zum Wohle der Vielfalt des in den Medien gezeigten Sports weiter zu leben.“
 

Nach Aufnahme von Badminton ins paralympische Programm 2020 wurden zwischen den Verbänden die nächsten Schritte abgesprochen
Weichen für die Zukunft des deutschen Parabadmintons
(8.12.14) Am 13. November trafen sich Vertreter des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS + DRS FB) und des Deutschen Badminton-Verbandes in Mülheim an der Ruhr um über die Konsequenzen zu beraten, die sich aus der Aufnahme von Parabadminton in das paralympische Programm ab 2020 ergeben. Die Aufnahme war am 7. Oktober 2014 vom International Paralympic Committee (IPC) in Berlin nach einer "starken Bewerbung" des Badminton-Weltverbandes (BWF) beschlossen worden.
Road to Tokio
Zunächst wurde bei einer Bestandsaufnahme festgestellt, dass es zirka 30 Mitgliedsvereine des DRS gibt, davon sechs bis zehn, die aktiv am Spielbetrieb teilnehmen, mit insgesamt zirka 40 bis 60 Rollstuhl-Breitensportlern und zirka 20 Wettkampfsportlern, von denen 4 bis 5 international konkurrenzfähig sind. Vereinzelt sind die Sportler auch in Vereinen aktiv, die Mitglied in einem Landesverband des DBV sind. Insbesondere gilt dies für Parasportler/innen aus den stehenden Klassen, von denen etwa 3 bis 4 international konkurrenzfähig sind.
Regelmäßig werden Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen. Im Badminton gibt es - je nach Grad der Behinderung - sechs Wettkampfklassen.
Da die Mitteilung der Gesamtteilnehmerzahl im Parabadminton für Tokio 2020 von der IPC erst 2017 erfolgen soll, werden ab 2015 vom DBS zunächst alle Klassen gefördert. Danach kann auch erst von der BWF die Festlegung der Klassen und des Qualifikationssystems für die Badmintonwettbewerbe erfolgen.
Aufbau einer Nationalmannschaft
Durch die Aufnahme von Parabadminton in das paralympische Programm ist der DBS ab nun für die Organisation und Finanzierung der Nationalmannschaft zuständig. Bereits ab 2015 werden vom DBS für den Aufbau einer Nationalmannschaft Mittel für einen Honorar-Bundestrainer, für Lehrgänge, für Materialien wie Bälle oder Bekleidung und WM-/EM-Teilnahmen zur Verfügung gestellt.
Die Stelle des Honorar-Bundestrainers sollte nach Möglichkeit bis spätestens 1.2./1.3.2015 besetzt werden, um den Aufbau und die Schulung des Kaders sowie die Maßnahmenplanung im Hinblick auf die WM 2015 (voraussichtlich im Oktober/November in den Niederlanden) beginnen zu können. Die Tätigkeit des Honorar-Bundestrainers wird von einer Verwaltungskraft des DBS unterstützt.
Der DBS ist zuständig für die Nominierung des Kaders und der Meldung dieser Spieler/innen zu den internationalen Wettkämpfen. Da Meldungen an die BWF nur über den DBV erfolgen können, wird – analog zu der Vereinbarung mit dem DRS – die zuständige DBS-Verwaltungskraft zu gegebener Zeit als Referatsmitarbeiterin in das DBV-Referat für Behindertensport berufen. Zu EM/WM können nur Nationalspieler/innen nominiert werden, nicht wie bisher „jede/r“. 
Für die Meldung von Nichtkaderspieler/innen zu anderen internationalen Turnieren, die nicht EM oder WM sind, ist weiterhin der DRS FB zuständig. Die Kosten werden nicht aus dem DBS-Budget übernommen. Nichtkaderspieler/innen können auf Vorschlag des Honorar-Bundestrainers zu Lehrgangsmaßnahmen der Nationalmannschaft eingeladen werden.
Grundsätzlich obliegt es dem Honorar-Bundestrainer zu entscheiden, welcher Sportler aufgrund der aktuellen Leistungsfähigkeit, der Perspektive oder des zur Verfügung stehenden Budgets zu einem Lehrgang eingeladen wird und welcher Sportler finanziert wird (Teilfinanzierungen sind auch möglich). Die Zustimmung des Trainers ist aber verpflichtend.
Im Jahr 2015 sollen zudem deutsche Klassifizierer ausgebildet werden, um eine korrekte Zuordnung insbesondere der Nationalspieler/innen zu gewährleisten. Die Ausbildungskosten werden vom DBS übernommen. Der DBV wird bei der BWF Ausbildungstermine in Erfahrung bringen.
Anzustoßende Ausbildungsarbeit
• Der DRS FB wird in den nächsten Monaten ein Handout und ggf. Videos für die Parabadminton-Traineraus-/-fortbildung erstellen. Bei der DSHS Köln soll wegen einer Kooperation nachgefragt werden. Zielsetzung ist es, die Materialien für die an Fortbildung interessierter Badmintontrainer zu verwenden. Solche Fortbildungsveranstaltungen sollen über die Landesverbände und über den DBV angeboten werden. 
• Das Trainingsangebot für Parabadminton soll ausgeweitet werden. Da es zu wenige Badminton-Rollstuhlsportvereine gibt, sollen zum einen aktive Mitgliedsvereine der DBV-Landesverbände zur Aufnahme von Parabadmintonspieler/innen motiviert werden. Zum anderen soll an aktuellen oder ehemaligen „Para-Hochburgen“ eine noch stärkere Verbreiterung der Aktivenzahl angestrebt werden. Erstellt werden soll eine möglichst aktuelle Liste mit Trainingsangeboten, die auf Anfrage zur Beratung/Vermittlung genutzt werden kann.
• Das Wettkampfangebot soll dadurch ausgeweitet werden, dass Parabadminton-Klassen als zusätzliche Angebote bei bestehenden, offenen Badmintonturnieren angeboten werden. Zu beachten ist dabei u.a., inwieweit die Sporthallen barrierefrei sind.
• Diese Ausweitung des Trainings- und Wettkampfangebots soll über eine aktuelle Kampagne des DRS „Gemeinsam etwas ins Rollen bringen“ kommuniziert und beworben werden. Der DRS kann entsprechende Materialien (Poster, Flyer, Informationstexte) zur Verfügung stellen. Den Vereinen bietet sich ggf. über Projekte zur Integration/Inklusion die Möglichkeit, zusätzliche Sponsoren anzusprechen oder Fördermittel zu erhalten. Eine Präsentation der Kampagne bei Top-Veranstaltungen des DBV wäre wünschenswert.
• Zwischen dem DBS und dem DBV werden die angesprochenen Sachverhalte in einer Kooperationsvereinbarung niedergelegt. Danach muss die bestehende Vereinbarung zwischen DRS und DBV (siehe untere Meldung vom 11.12.12)entsprechend angepasst werden.
Nachtrag (10.12.14)
Der DBS hat mittlerweile die Stelle eines Cheftrainer/Cheftrainerin für die Nationalmannschaft Parabadminton ausgeschrieben.

Meeting in Saarbrücken zur Zukunftssicherung des deutschen Badmintonsports
Dienstleistungsangebote von DBV und BLV für Vereine und deren Mitglieder
(15.11.14) Anlässlich der Bitburger Open 2014 haben am 31.10./1.11.2014 die Mitglieder des DBV-Präsidiums und die Präsidenten/Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände über gemeinsame Ziele und Maßnahmen zur Zukunftssicherung des deutschen Badmintonsports beraten.
Übereinstimmend wurde dabei festgehalten, dass DBV und BLV zukünftig ihre Unterstützung der Vereine bei der Bindung und Gewinnung von Mitgliedern intensivieren. Zwei Fragen von vielen, über die diskutiert wurden, waren hierbei:

•    Was ist notwendig, um Menschen in der sich wandelnden Gesellschaft für das Badmintonspielen in einem Verein zu begeistern?
•    Wie kann Badminton in der Schule, auch im Ganztagsbetrieb, so attraktiv angeboten werden, dass Kinder den Weg zu unserem Sport finden?

Kommunikationskampagne wird eingeleitet
DBV und BLV tauschen sich in den nächsten Monaten in ihren Gremien sowie mit den Vereinen und Mitgliedern zum Thema Zukunftssicherung aus. Im Rahmen einer Kommunikationskampagne stellen DBV und BLV ihre Sichtweisen und Lösungsansätze vor und befragen die Basis nach ihren Vorstellungen. Im Kalenderjahr 2016 soll das bis dahin entstandene Maßnahmenpaket präsentiert werden. Zur Weiterentwicklung von zeitgemäßen Turnier- und Spielsystemen sowie Trainingsangeboten im Verein werden ab sofort erfolgreiche Modelle gesammelt und dann den Vereinen als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung gestellt.Zudem werden ab November 2014 zwei weitere Projekte auf den Weg gebracht.
„Shuttle Time“ soll flächendeckend in Deutschland verbreitet werden
Möglichst schnell soll das vom Badminton Weltverband (BWF) entwickelte Schulsportprojekt „Shuttle Time“ in Deutschland Einzug in die Lehrerausbildung und somit in den Schulalltag halten. Shuttle Time bietet Lehrern über die BWF-Website qualitativ hochwertige Materialien in deutscher Sprache an. Heinz Kelzenberg, Mitinitiator des BWF-Projekts, hat die Tätigkeit als DBV-Koordinator für Shuttle Time aufgenommen. In Zusammenarbeit mit den BLV-Schulsportreferenten und den für die Lehrerausbildung zuständigen Personen möchte er die Verbreitung des Projekts vorantreiben.
Weitere Information im Shuttle-Time-Bereich bei badminton.de.
Bundesweite Leistungserfassung durch die BAX-Wertungszahl
Beim zweiten Projekt handelt es sich um einen zusätzlichen Service für Wettkampfspieler und Turnierausrichter. Schon seit einigen Jahren ist der Online-Ergebnisdienst für einen Großteil der Badmintongemeinde unverzichtbar geworden. DBV und BLV haben jetzt vereinbart, letzte Lücken in der bundesweiten Erfassung aller Turnier- und Mannschaftsspielergebnisse zeitnah zu schließen. Eine zukünftige Ausweitung des Angebots auf alle in Deutschland stattfindenden Badmintonwettkämpfe, auch außerhalb des Vereins-/Verbandsspielbetriebs, wird geprüft. Sofort verfügbar ist das BAX-Wertungssystem. „BAX“ steht für Badminton-Index, eine jedem Spieler aus allen zur Verfügung stehenden Ergebnissen zugeordnete Wertungszahl, die die individuelle Spielstärke für jede Disziplin wiedergibt. In einer Testphase kann jeder interessierte Wettkampfspieler sehen, wo er z.B. in seinem Verein oder gar in der deutschen Rangliste eingestuft ist, welche Spielstärke seine Partner oder Gegner haben. Das Angebot kann zudem für Turnierausrichter hilfreich sein, um die Teilnehmer einzusortieren und Setzplätze zu vergeben. DBV-Projektleiter für das BAX-Wertungssystem ist Klaus-Michael Becker. Weitere Information zum BAX-Wertungssystem.

VICTOR rüstet Altersklassen-Nationalteam in den Jahren 2014 bis 2017 aus
(18.9.14) Die Fa. VICTOR International fungiert ab sofort als Ausrüster der deutschen Altersklassen-Nationalmannschaft im Badminton. Hier geht es zu der vollständigen Meldung: DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst: "Einer der renommiertesten Badminton-Ausrüster für unsere Oldies".

Alfons Hörmann (3.v.l.) in der Stützpunkthalle mit (v.l.) Holger Hasse, Martin Kranitz, Karin Schnaase, Dietrich Heppner, João Matos und Karl-Heinz Kerst. Foto: Sven Heise.

DOSB-Präsident besichtigte den Stützpunkt in Mülheim an der Ruhr

Alfons Hörmann zu Besuch

Von Claudia Pauli

(28.02.2014) Über hohen Besuch in Mülheim an der Ruhr freuten sich die Verantwortlichen im Deutschen Badminton-Verband (DBV) und die Mitglieder des Organisationsteams der YONEX German Open 2014: Alfons Hörmann, der seit dem 7. Dezember 2013 als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) fungiert, besichtigte am Freitag (28. Februar 2014) den dort ansässigen Badminton-Bundesstützpunkt sowie das unmittelbar daneben gelegene YONEX Badminton-Internat und verfolgte anschließend in der RWE-Sporthalle einige Viertelfinalbegegnungen im Rahmen der 57. Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland.

Wir freuen uns, dass Sie es so kurz nach Ihrer Wahl und insbesondere so kurz nach Sotschi ermöglichen, uns zu besuchen“, begrüßte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst den DOSB-Chef. „Es ist schön, dass wir Ihnen heute unser Haus mit dem Internat und dem Stützpunkt zeigen dürfen, Sie danach noch die Veranstaltung besuchen und wir sicherlich die Gelegenheit haben werden, uns über Verschiedenes auszutauschen“, fügte Karl-Heinz Kerst hinzu.

Alfons Hörmann war erst am Montag (24. Februar 2014) von den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi zurückgekehrt. Auf einen Empfang der deutschen Olympiamannschaft von Bundespräsident Joachim Gauck am Münchner Flughafen folgten Siegesfeiern in Miesbach und Berchtesgaden, bei denen der Präsident des DOSB den Athletinnen und Athleten aus diesen Landkreisen zu ihren herausragenden Erfolgen gratulierte. „Außerdem habe ich zwei Tage lang meinen beruflichen Schreibtisch aufgeräumt“, so der Unternehmer aus dem Allgäu, der in der kommenden Woche erneut nach Sotschi reisen wird – um vom 7. bis zum 16. März den Paralympics beizuwohnen. „Dass Sie sozusagen zwischen den Olympischen Winterspielen und den Paralympics zu uns kommen, wissen wir anzuerkennen“, meinte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst erfreut.

Zusammen mit DBV-Sportdirektor Martin Kranitz, DBV-Geschäftsführer Detlef Poste, Chef-Bundestrainer Holger Hasse, dem für den Leistungssport zuständigen Vizepräsidenten im DBV, Dietrich Heppner, und Martina Ellerwald, der Leiterin des Mülheimer SportService (MSS), führte Karl-Heinz Kerst Alfons Hörmann zunächst durch die DBV-Geschäftsstelle und anschließend durch das Internat und den Stützpunkt. Begleitet wurde die Gruppe von João Matos, dem Übergangspräsidenten des europäischen Badminton-Verbandes Badminton Europe. Er zählte anschließend ebenfalls bei den YONEX German Open zu den Zuschauern.   

Mit großem Interesse besichtigte Alfons Hörmann die professionell ausgestattete Trainingshalle, die Räumlichkeiten für Physiotherapie, Regeneration und Krafttraining und stellte zahlreiche Fragen zur Sportart Badminton und speziell zum Badminton-Leistungssport in Deutschland. Unter anderem ging es dabei um Aspekte wie „Duale Karriere“, „Förderung durch die Bundeswehr“ und „Karriereverläufe“.

Alfons Hörmann nutzte zudem die Gelegenheit, sich mit einer langjährigen deutschen Nationalspielerin über ihr Trainingspensum, ihre bisherige Laufbahn und ihre Ziele zu unterhalten: Die Deutsche Meisterin im Dameneinzel, Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen), trainierte gerade im Badminton-Spitzensportzentrum, als der DOSB-Chef dieses ins Augenschein nahm. Genauso tauschte sich Alfons Hörmann mit dem Bundestrainer Talententwicklung im DBV, Dr. Dirk Nötzel, aus. Zuvor warf der Funktionär einen Blick in das Zimmer von Internatsschüler Frederic Elfeber und ließ sich von dem Nachwuchsspieler, der seit dem Sommer 2013 in Mülheim an der Ruhr wohnt, schildern, welche Vorteile die Bedingungen, die er in Bezug auf seine sportliche und seine schulische Ausbildung an seinem neuen Wohnort vorfindet, im Vergleich zu jenen in seiner Heimat bieten.

 

 

Impressionen vom Besuch des DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann am 28. Februar 2014 in Mülheim an der Ruhr. Fotos: Sven Heise.

DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst (li) mit NRW-Justizminister Thomas Kutschaty. Foto: ©LSB NRW / Andrea Bowinkelmann

DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst erhielt die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen
Hohe Auszeichnung für 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit 
Von Claudia Pauli
(3.2.14) Große Ehre für Karl-Heinz Kerst: Der in Kleve beheimatete Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) wurde am 2. Februar 2014 in Mönchengladbach mit der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) ausgezeichnet. Die Ehrung nahm – in Vertretung von Ute Schäfer, der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen – NRW-Justizminister Thomas Kutschaty vor.
Fünf Jahre Landesverbandspräsident NRW
Der 66-Jährige, der von 1997 bis 2002 den Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW) und damit den mitgliederstärksten Landesverband im DBV als Präsident geführt hatte, ist der insgesamt neunte Träger der NRW-Sportplakette aus dem BLV-NRW. Vor ihm waren bereits Siegfried Maywald (Bonn, 1981), Hans Offer (Solingen, 1994), Horst Boldt (Oberhausen, 1998), Günther Pax (Monheim, 2000), Herbert Manthey (Mülheim an der Ruhr, 2004), Hans-Hermann Drüen (Duisburg, 2006), Klaus Walter (Ratingen, 2009) und Horst Rosenstock (Solingen, 2012) damit ausgezeichnet worden.
Werbung fürs Ehrenamt
„Ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung und freue mich sehr, dass ehrenamtliche Tätigkeit auf diese Weise gewürdigt wird. Ich lege auch innerhalb des DBV Wert darauf, dass verdiente Verbandsangehörige für ihr ehrenamtliches Engagement Ehrungen erfahren und ihre Aktivitäten hervorgehoben werden“, meinte Karl-Heinz Kerst. Er fügte hinzu: „Aus oftmals verständlichen Gründen sind Ehrenamtler heutzutage zunehmend schwieriger zu finden. Trotzdem oder gerade deshalb muss man immer wieder dafür werben. Schließlich ist unser ganzes Sportsystem auf dem Ehrenamt aufgebaut.“ 
Karl-Heinz Kerst kann auf beachtliche rund 50 Jahre ehrenamtliche Arbeit zurückblicken: Bereits im Alter von 17 Jahren leitete er in seinem Verein das Training der jugendlichen Badmintonspieler, außerdem wirkte er unter anderem intensiv an der Erstellung der Vereinszeitschrift mit. „Die Grundlagen meines ehrenamtlichen Engagements habe ich in der Vereinsarbeit gelegt“, so Karl-Heinz Kerst, der seit nunmehr 55 Jahren Mitglied im BC Kleve – Fusionsverein aus BC Kellen 1958 und Klever BG 1972 – ist.
Vom Vereinsfunktionär zum DBV-Präsidenten
Im aktuell knapp 50.000 Mitglieder zählenden BLV-NRW begann Karl-Heinz Kerst seine Funktionärslaufbahn im Jahr 1970 als Beisitzer im Verbandsgericht. Zwischen 1971 und 1991 bekleidete er – mit Unterbrechungen – acht Jahre lang das Amt des Jugendausschuss-Vorsitzenden. Von 1991 bis 1996 fungierte der langjährige Leiter einer Hauptschule in Kleve als Vizepräsident des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, von 1997 bis 2002 schließlich als dessen Präsident. Zudem gehörte Karl-Heinz Kerst von 1989 bis 1996 dem Leistungsausschuss im BLV-NRW an. Fünf Jahre war er dessen Vorsitzender.
Im Deutschen Badminton-Verband war Karl-Heinz Kerst in den Jahren 1977 und 1978 Beisitzer im Jugendausschuss, von 1977 bis 1981 zählte er zu den Mitgliedern des Lehrausschusses. Das Amt des Präsidenten hat Karl-Heinz Kerst seit dem 17. Juni 2006 inne.
Für sein Engagement im und für den Badmintonsport erhielt Karl-Heinz Kerst bereits zahlreiche Auszeichnungen. So ehrte ihn der BLV-NRW mit den Verdienstnadeln in Silber (1975) und Gold (2001) sowie mit der Ehrenplakette (2013). Der DBV verlieh seinem heutigen Präsidenten die Ehrenadel (1976) und die Ehrenplakette (2003).

A-Trainer-Ausbildung 2014 hat begonnen
Lust am Leistungssport
(25.1.14) Mit einem langen Wochenende hat am 16. Januar in Mülheim der Ausbildungslehrgang 2014 zum Erwerb der Trainerlizenz A begonnen. Insgesamt 28 Trainer aus ganz Deutschland wurden zugelassen.
Darunter sind aktuelle und ehemalige Nationalspieler wie Michael Fuchs, Johanna Goliszewski, Peter Käsbauer, Johannes Schöttler, Josche Zurwonne, Ingo Kindervater, Hannes Käsbauer, Marcel Reuter, Oliver Pongratz und Ella Diehl.
Es gibt insgesamt sieben Ausbildungswochenenden die sich über das ganze Jahr hinziehen. Die Prüfung wird dann im Februar 2015 stattfinden.
Referenten am ersten Wochenende waren Chefbundestrainer Holger Hasse, Bundesjugendtrainer Matthias Hütten und Dr. Sebastian Brückner, Sportpsychologe am Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland. Lehrgangsleiter ist DBV-Lehrwart Martin Knupp. Zur Begrüßung der Teilnehmer war eigens DBV-Vizepräsident Leistungssport Dietrich Heppner angereist. Er machte in seinen Begrüßungsworten deutlich, dass im DBV-Präsidium eine qualitativ hochwertige Trainerausbildung als eine wichtige Säule dafür angesehen wird, den Leistungsstand der deutschen Spieler im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich hochzuhalten und noch weiter zu entwickeln.
Die letzte A-Trainerausbildung war 2010/11 durchgeführt worden.

Büffeln für die nächsten Medaillen: Trainerrunde im Hörsaal. Foto: Brückner
Hans Riegel im Jahr 1958. Foto: DBV

Der HARIBO-Unternehmer führte den Verband von 1953 bis 1962
DBV-Gründungspräsident Dr. Hans Riegel verstorben
  

* 10. März 1923
† 15. Oktober 2013 

Von Horst Rosenstock
(15.10.13) Am heutigen 15. Oktober verstarb im Alter von 90 Jahren der Gründungspräsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV). Der Unternehmer aus Bonn (HAns-RIegel-BOnn) führte den DBV von seiner Gründung 1953 bis 1962 als Präsident. Noch im März hatte er in voller Aktivität seinen 90. Geburtstag gefeiert.
Während seiner Präsidentenzeit organisierte er den Verband weitgehend von seiner Firma aus. 1953 ließ er auf seinem Firmengelände in Bonn nach dänischem Vorbild eine halbrunde Badmintonhalle erbauen, die bis zum Aufkommen der kommerziellen Badmintoncenter Mitte der achtziger Jahre ohnegleichen in Deutschland war. 1957 stiftete er den nach ihm benannten ewigen Wanderpokal für den Deutschen Mannschaftsmeister, den sogenannten „Riegel–Pokal“. Nach Delegierten-Kritik trat er beim Verbandstag 1962 zurück und verweigerte den Titel "Ehrenpräsident". Seitdem ignorierte er die Verbandsarbeit des DBVs.
Auf Grund seiner vielfältigen Verdienste wurde Dr. Hans Riegel 1994 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet, hier wurden besonders sein soziales Engagement in seiner Heimatgemeinde und die Verdienste um die Förderung des Sports gewürdigt. 2009 wurde er vom französischen Außenministerium zum „Ritter der Ehrenlegion“ ernannt, im gleichen Jahr erhielt er auch das Große Goldene Ehrenzeichen für seine Verdienste um die Republik Österreich, seit 1991 hatte er die österreichische Staatsbürgerschaft. 
Auch als Badmintonspieler erfolgreich
In den Gründerjahren des DBV war er auch erfolgreich auf dem Spielfeld zu Hause. So gewann er 1953 die erste Deutsche Meisterschaft im Herrendoppel zusammen mit Hans Eschweiler, 1954 und 1955 wurde er jeweils Deutscher Meister im Gemischten Doppel mit Luise Schmitz. 1955 dann auch Westdeutscher Meister im Herrendoppel mit Hans Walbrück. Von 1961 bis 1965 gewann  er zudem noch drei Titel bei den Westdeutschen Meisterschaften der Altersklasse O36.
Der Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen zeichnete Dr. Hans Riegel 1966 mit der Verdienstnadel in Silber aus und verlieh ihm 1965 die Leistungsnadel in Gold.
Von 1954 bis 1957 bestritt er fünf Länderspiele für den DBV, dabei stand er auch in jener Nationalmannschaft, die 1954 das erste deutsche Thomas–Cup-Spiel bestritt.
Die Badmintongemeinde in Deutschland wird Dr. Hans Riegel ein ehrendes Andenken bewahren.
Der Sport-Informations-Dienst sid sprach mit DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst über den Tod von Dr. Hans Riegel. Lesen Sie den Abdruck beim Donaukurier: Badminton-Verband trauert um Haribo-Chef Riegel.

Lesen Sie weiterhin:
...Spiegel online vom 15.10.13: Süßwarenkonzern: Haribo-Chef Hans Riegel ist tot.
...Focus vom 15.10.13: Haribo-Chef gestorben - Hans Riegel: Das Genie, das aus Gelatine Gold machte.
...dpa-Meldung im General-Anzeiger Bonn vom 15.10.13: Haribo-Chef ist tot: Haribo-Chef Hans Riegel mit 90 Jahren gestorben.
...General-Anzeiger Bonn: Fotostrecke.
...Die Zeit - Porträt vom 19.4.2011: Der böse Bär.
...Handelsblatt 7.9.2010: Einmal Goldbär, immer Goldbär.

Bei den YONEX German Open (Impression von 2013) und den Bitburger Badminton Open erleben die Zuschauer nicht allein Weltklasse-Badminton, sondern sie dürfen auch stets ein besonderes Ambiente genießen. Foto: Claudia Pauli.

YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr / Bitburger Open in Saarbrücken

Auch 2014 bis 2017 zwei Top-Turniere in Deutschland

Von Claudia Pauli

(6.6.13) Gute Nachrichten für alle Badmintonfans hierzulande: Auch in den Jahren 2014 bis 2017 werden in Deutschland zwei Turniere der Kategorie Grand Prix Gold ausgetragen. Dem Deutschen Badminton-Verband (DBV) gelang es, sowohl den Status der YONEX German Open Badminton Championships in Mülheim an der Ruhr als auch jenen der Bitburger Badminton Open in Saarbrücken für die nächsten vier Jahre abzusichern.
Beide Turniere sind weiterhin mit einem Gesamtpreisgeld von jeweils 120.000,- US-Dollar ausgestattet und finden zum bislang üblichen Termin statt: die YONEX German Open in der 9. Kalenderwoche (2014 vom 25. Februar bis zum 2. März) und die Bitburger Badminton Open in der 44. Kalenderwoche (2014 vom 28. Oktober bis zum 2. November).

Unter anderem stellte die Terminierung einen wesentlichen Grund dar, um den vom Badminton-Weltverband BWF vorgegebenen Weg mitzugehen. Die Herabstufung auf ein Grand Prix-Turnier hätte einen anderen Termin bedeutet und im Hinblick auf die YONEX German Open die Anbindung an die prestigeträchtigen All England Open, eines der am höchsten dotierten Turniere weltweit, entfallen lassen. Nun sind wir sicher, dass auch in den kommenden Jahren zahlreiche der weltbesten Badmintonspielerinnen und -spieler in Mülheim an der Ruhr aufschlagen werden“, erläutert DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.

Ähnlich verhält es sich im Zusammenhang mit den Bitburger Badminton Open: Das Turnier im Saarland folgt auf die in Paris stattfindenden French Open, ein Superseries-Turnier. Bei Veranstaltungen dieser Art beträgt das Preisgeld insgesamt mindestens 200.000 US-Dollar, bei Superseries Premier-Veranstaltungen – wie den All England Open – sind es sogar wenigstens 350.000 US-Dollar.
Dabei gestalteten sich die Planungen für die Jahre 2014 bis 2017 keinesfalls einfach für den DBV: Der Badminton-Weltverband BWF änderte die Rahmenbedingungen für die Durchführung von Turnieren der Kategorie Grand Prix Gold in den kommenden vier Jahren grundlegend. So müssen z.B. die Veranstalter künftig die TV-Rechte an die BWF abtreten, gleichzeitig aber die TV-Produktion vornehmen und auch finanzieren. Die BWF bezuschusst das Ganze lediglich. Dafür ist allerdings eine TV-Übertragung im Ausland garantiert, zudem können die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten in Deutschland die produzierten Bilder für ihre Berichterstattung nutzen.

Die neue Vertragsgestaltung mit der BWF bedeutet eine schwierige Situation, auch in finanzieller Hinsicht. Aber sie ist zugleich eine neue Herausforderung, der wir uns gestellt haben. Wir haben die Möglichkeiten DBV-intern intensiv und lange diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir mit der Vertragsunterzeichnung ein vertretbares Risiko eingehen. Es war uns wichtig, weiterhin interessante Turniere in Deutschland anbieten zu können“, sagt DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.

Fortsetzen wird der DBV auch die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Firma YONEX: Der japanische Sportartikelhersteller unterstützt die German Open bis 2017 als Haupt- und Namenssponsor. 2014 ist der Ausrüster der deutschen Badminton-Nationalmannschaften bereits zum 28. Mal in Folge in dieser Funktion tätig. Dass die YONEX German Open ihren Status als Grand Prix Gold-Turnier beibehalten, ist nicht zuletzt den Verantwortlichen in der Stadt Mülheim an der Ruhr zu verdanken, die zum jetzigen Zeitpunkt schon eine Bezuschussung der Veranstaltung bis einschließlich 2016 garantieren.

Mit der nun stärkeren Einflussnahme auf die Veranstalter verfolgt der Badminton-Weltverband das Ziel, die Grand Prix Gold-Turniere insgesamt aufzuwerten und das Niveau der Ausrichtung der verschiedenen Veranstaltungen anzugleichen. Im Zusammenhang mit den noch höherwertigen Superseries-Turnieren, für die bereits seit einigen Jahren spezielle Vorgaben z.B. hinsichtlich TV-Produktion und Werberechten seitens der BWF gelten, hat der Badminton-Weltverband mit dieser Vorgehensweise gute Erfahrungen gemacht. Die beiden Top-Turniere in Deutschland genießen allerdings auch aktuell schon den Ruf, hervorragend organisiert zu sein.

Der Leistungssport-Workshop 2013 fand in Mülheim statt
Der neue Bundestrainer Jacob Øhlenschlæger stellte sich vor
(2.6.13) Der diesjährige Leistungssport-Workshop fand am vergangenen Wochenende im Bundesleistungszentrum in Mülheim an der Ruhr statt. Traditionsgemäß treffen sich im Rahmen dieser Veranstaltung die Landestrainer und die Verantwortlichen für den Leistungssport der Landesverbände mit den Bundestrainern und den Leistungssportverantwortlichen des DBV. Dabei sollen Trainingsphilosophien ausgetauscht werden und gemeinsame Probleme bearbeitet werden.
Referenten waren in diesem Jahr: Dirk Nötzel, Matthias Hütten, Martin Kranitz, Holger Hasse und der neueste Bundestrainer Jacob Ohlenschläger. Letzterer hat sein Amt als Bundestrainer Herren am 1. Mai angetreten. Insgesamt nahmen 36 Personen an der Veranstaltung teil. Die Moderation lag in den Händen von NRW-Vizepräsident Wilfried Jörres. 

Übungen zur Laufarbeit: Jacob Ohlenschläger (vorne) stellte seine Ideen vor. Foto: MK

Morgen Mitgliederversammlung des Weltverbandes in Kuala Lumpur
Reichen Europas Stimmen für Poul-Erik Hoyer?
(17.5.13) Mit Spannung schaut die internationale Badmintonwelt nach Kuala Lumpur. Bei der Mitgliederversammlung (AGM), die morgen abgehalten wird, ist ein Nachfolger für den nicht mehr antretenden BWF-Präsidenten Dr. Kang Young-Joong (Korea) zu wählen. Zur Wahl stehen Poul-Erik Hoyer, der dänische Olympiasieger von Atlanta, und der indonesische Geschäftsmann Justian Suhandinata. Heute fand ein "Members Forum" statt, auf dem die BWF Zukunftspläne vorstellte. Außerdem gab es traditionsgemäß die Vortreffen der Kontinentalverbände. Dort werden die gemeinsamen Interessen erkundet und die Strategien festgelegt. Der Tag bot also Gelegenheit für Hoyer (re) bei DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst (li) und DBV-Sportdirektor Martin Kranitz vorbeizuschauen und noch einmal um Vertrauen zu werben.
(18.5.13) Lesen Sie über den Verlauf des AGM 2013 den Bericht Poul-Erik Hoyer neuer BWF-Präsident.

Foto: Edwin Leung
Besiegelten eine weitere Periode der vertrauensvollen Zusammenarbeit: Yonex-Europachef...
...Shuichi Yoneyama (li) und DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst. Fotos: DBV

Vertragsunterzeichnung am Rande der Deutschen Meisterschaft in Bielefeld
DBV verlängerte Ausrüster-/Einkleidungsvertrag mit der Firma YONEX
(4.2.13 CP) Der Deutsche Badminton-Verband arbeitet weiter mit seinem langjährigen Partner YONEX zusammen: Im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der 61. Deutschen Einzelmeisterschaften in Bielefeld besiegelten DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst und Shuichi Yoneyama, Geschäftsführer der YONEX GmbH und Managing Director der European Division von YONEX, am 3. Februar 2013 die Verlängerung des Ausrüster-/Einkleidungsvertrages zwischen dem DBV und der YONEX GmbH. Der Kontrakt läuft bis Ende 2016.
Er beinhaltet die Einkleidung der deutschen Badminton-Nationalmannschaften O19, U19, U17 und U15 in den Jahren 2013 bis 2016 (Spieler, Trainer, Betreuer, Offizielle), die Lieferung von Trainingsbällen für die DBV-Nachwuchsstützpunkte und einen umfangreichen Court-Service. Dieser umfasst unter anderem die Bereitstellung und den Aufbau von Spielfeldmatten durch die Firma YONEX bei Länderspielen in Deutschland. 
„Dieser Vertrag ist ein Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen dem DBV und der Firma YONEX. Wir haben diese während unserer langen Zusammenarbeit als sehr kompetenten und sehr zuverlässigen Partner erlebt“, sagte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.
Shuichi Yoneyama betonte, Deutschland sei mittlerweile dazu in der Lage, Europas Top-Badmintonnation Dänemark und genauso asiatische Teams zu schlagen. „Ich hoffe, dass Deutschland ein noch höheres Level erreichen wird. Dabei leistet die Firma YONEX gerne Unterstützung.“
Die deutschen Badminton-Nationalmannschaften werden bereits seit dem Jahr 2004 von dem japanischen Sportartikelhersteller eingekleidet.

Als das Logo noch Wappen hieß: Das visuelle DBV-Kennzeichen von 1953.

Der Deutsche Badminton-Verband wurde am 18. Januar 1953 in Wiesbaden gegründet

   

Der DBV wird sechzig

    

Von Claudia Pauli
(18.1.13) Am 18. Januar 2013 ist es genau 60 Jahre her, dass der Deutsche Badminton-Verband e.V. (DBV) in Wiesbaden gegründet wurde. Ein Verband, der seit inzwischen mehr als zwei Jahrzehnten zu den olympischen Spitzenverbänden im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zählt, der in seinen heute 16 Landesverbänden (BLVs) rund 205.000 Mitglieder (Stand: 01.01.2012) vereint, der sich mit einer Sportart befasst, die in Deutschland insgesamt schätzungsweise rund fünf Millionen Menschen mit großer Begeisterung betreiben, der in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche ebenso innovative wie nachhaltige Projekte initiiert hat und der im Leistungssportbereich immer wieder historische Erfolge verzeichnen kann.

„Dass sich im Leistungssport alles so kontinuierlich entwickeln konnte, hat auch mit der guten Zusammenarbeit zwischen dem Dachverband und den Landesverbänden zu tun. Aus dem ‚Jeder für sich allein‘ der ersten Jahrzehnte ist inzwischen ein ‚Gemeinsam für uns alle‘ entstanden. Diese gute Zusammenarbeit, unterstützt durch Bund, Länder und Kommunen, dokumentiert durch viele Projekte – unter anderem durch das Vorzeigeprojekt ‚Badminton-Spitzensportzentrum Mülheim an der Ruhr‘ –, ist Garant für eine weitere positive Entwicklung des Leistungssports in Deutschland“, fasst DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst zusammen.
14 Vereine an Gründung beteiligt
Die Gründung des DBV erfolgte im Rahmen nationaler Titelkämpfe: Der Sportartikelkaufmann Fred Haas (1922-1996) organisierte 1953 im Auftrag des Verbandes Deutscher Sportgeschäfte anlässlich einer Sportartikelmesse Badminton-Werbespiele und rief gleichzeitig alle ihm bekannten deutschen Badmintonvereine und -abteilungen zur Austragung der 1. Deutschen Einzelmeisterschaften auf. Sie wurden am 17. und 18. Januar 1953 in der Schloßreithalle in Wiesbaden durchgeführt.
Der Einladung kamen die folgenden 14 Vereine nach: TV Biebrich, 1. DBC Bonn, Clausthaler BC, Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft, 1. BC Düsseldorf, Hallengemeinschaft „Badminton“ Düsseldorf, TV Eltville, Eissportgemeinschaft Hannover, SC Continental Hannover, ATV 64 Hilden, TC Rot-Weiß Hilden, Badminton-Club Kiel, STC Blau-Weiß Solingen und TV 88 Ohligs. Deren Vertreter gründeten am zweiten Meisterschaftstag, dem 18. Januar 1953, den Deutschen Badminton-Verband e. V.
Dr. Hans Riegel erster Präsident
Zum ersten Präsidenten des DBV wurde Dr. Hans Riegel gewählt. Er amtierte bis 1962. Es folgten Hubert Brohl (Düsseldorf; 1962-1971), Hans Hoffmann (Hannover; 1971-1974), Hans-Peter Küsters (Krefeld; 1974-1976), Dr. Heinz Barge (Oberhausen; 1976-1988) und Prof. Dieter Kespohl (Hochspeyer; 1988-2006), bevor im Juni 2006 Karl-Heinz Kerst (Kleve) das höchste Ehrenamt im DBV übernahm.
Hessischer Badminton-Verband als Vorreiter
Als erster Landesverband des DBV wurde am 29. Juli 1953 der Hessische Badminton-Verband (HBV) gegründet. In den folgenden Jahren wuchs die Zahl der Badminton-Landesverbände auf 13 an, denn Württemberg (gegründet 1955) und Baden (gegründet 1959) waren zunächst eigenständig, ehe sie sich im Jahr 1972 zusammenschlossen und sich die Zahl der Landesverbände damit auf zwölf reduzierte. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands existierten über viele Jahre 17 BLVs: Die fünf zwischen Juni und Oktober 1990 ins Leben gerufenen BLVs im Bereich des Badminton Sport-Verbandes (BSV) der DDR – Nachfolger des Deutschen Federball-Verbandes (DFV) der DDR – wurden am 18. November 1990 mit Rechtswirksamkeit zum 1. Januar 1991 in den DBV aufgenommen. Zum 1. Januar 2005 fusionierten die Landesverbände Berlin und Brandenburg, so dass seitdem 16 BLVs in der Statistik geführt werden. Der mit Abstand mitgliederstärkste Landesverband ist mit derzeit rund 50.000 Mitgliedern der Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW).
„Die Entwicklung des Deutschen Badminton-Verbandes war aus den Anfängen heraus zunächst eine breitensportliche Entwicklung: Immer mehr Sportlerinnen und Sportler fanden Gefallen an diesem schönen neuen Sport und somit erfolgte auch Vereinsgründung auf Vereinsgründung. Die Zeit des Badmintonbooms ist inzwischen längst vorbei und wir müssen uns um unsere Mitgliederentwicklung große Sorgen machen bzw. enorme Anstrengungen unternehmen, um den leichten Abwärtstrend zu stoppen“, sagt DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst. 
DBV-Geschäftsstelle in Mülheim an der Ruhr
Die DBV-Geschäftsstelle ist seit dem Jahr 1974 in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) ansässig. Seit 1981 agieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DBV-Geschäftsstelle vom „Haus des Sports“ am Rande der Mülheimer Innenstadt aus. Unmittelbar neben der „Zentrale“ des Bundesverbandes befinden sich das Badminton-Spitzensportzentrum (BSZ), welches unter anderem den Bundesstützpunkt der Damen und den DBV-Nachwuchsstützpunkt beinhaltet, sowie der Sitz des BLV-NRW.
Seit 1992 Bestandteil des Programms der Olympischen Sommerspiele
Dem Badminton-Weltverband (einst International Badminton Federation IBF, aktuell Badminton World Federation BWF) trat der DBV am 1. Juli 1953 bei, den Europäischen Badminton-Verband (einst European Badminton Union EBU, aktuell Badminton Europe Confederation BEC) gründete der DBV am 24. September 1967 mit. Die Aufnahme von Badminton bzw. der IBF ins Internationale Olympische Komitee (IOC) erfolgte bei der 90. IOC-Session im Juni 1985 in Ost-Berlin. 1992 in Barcelona/Spanien flogen erstmals bei Olympia die Federbälle. 20 Jahre zuvor, bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München, war die  Sportart demonstriert worden.
„In den Anfängen wurde Leistungssport in erster Linie in – wenigen – Vereinen betrieben. Die guten internationalen Einzelergebnisse waren dem persönlichen Einsatz der Sportler und dem großen Engagement der Vereine zu verdanken. Leistungssportlich haben wir gerade in den letzten beiden Jahrzehnten einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Insbesondere die Tatsache, dass Badminton 1992 olympisch wurde und damit auch eine verstärkte öffentliche Förderung erhielt, verpflichtete den DBV zu einer immer intensiveren Arbeit. Die Arbeit in den Vereinen ist immer noch die Grundlage des Leistungssports. Die Konzentration auf Bundesstützpunkte und das Zusammenziehen der Spitzenathleten und Nachwuchstalente ermöglicht eine optimale Förderung“, erläutert DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.
Siehe auch Verbandsgeschichte bei badminton.de.

Rollstuhlsportverband DRS und DBV arbeiten weiter zusammen
Kooperationsvereinbarung mit DRS wurde erweitert
Von Anthony Kahlfeld, Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit im DRS
(11.12.12) Der Deutsche Badminton-Verband e.V. (DBV) und der Deutsche Rollstuhl-Sportverband (DRS) erweitern ihre Kooperationsvereinbarung. Beide Verbände arbeiten bereits seit dem Jahr 2009 erfolgreich und nachhaltig zusammen.
Es ist das Ziel beider Verbände, dass Badminton auch in das paralympische Programm 2020 aufgenommen wird. Durch die Eingliederung des Bereichs Parabadminton in den Badminton-Weltverband (BWF) wurde diesbezüglich der Grundstein gelegt. DBV und DRS haben diese Veränderung nun auch auf die nationale Ebene übertragen und im November 2012 eine entsprechend überarbeitete Kooperationsvereinbarung unterschrieben.
Gemeinsames Ziel der Kooperation ist es, die Sportart Badminton auch als Sportart für Menschen mit Behinderungen gemeinsam weiter zu entwickeln. Im Zentrum des Interesses steht dabei unter anderem auch die Förderung der Jugendarbeit sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung, um möglichst viele Multiplikatoren auch mit dem Thema Badminton für Menschen mit Behinderungen in Verbindung zu bringen.
„Der Badmintonsport ist eine geeignete Ebene, um die Integration von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern.“ Davon sind der DBV Präsidenten Karl-Heinz Kerst und der DRS Vorsitzende Ulf Mehrens überzeugt.

Nimmt seine Arbeit am 1. Mai 2013 auf: der Däne Jacob Øhlen-schlæger. Foto: privat

Ein weiterer Name des künftigen DBV-Trainerteams wurde bekanntgegeben
Jacob Øhlenschlæger wird Bundestrainer Herren
Von Claudia Pauli
(5.11.12) Mit der Besetzung des Postens des Bundestrainers Herren sind die Planungen im Deutschen Badminton-Verband (DBV) im Rahmen der ab dem 1. Januar 2013 greifenden Leistungssport-Personalstruktur abgeschlossen: Vom 1. Mai 2013 an wird Jacob Øhlenschlæger diese neue Funktion innehaben. Bis dahin ist der Däne noch in seinem Heimatland als hauptamtlicher Trainer beim Spitzenverein Greve Strands Badmintonklub tätig.

Als Bundestrainer Herren im DBV bildet Jacob Øhlenschlæger am Bundesstützpunkt (BSP) der Herren in Saarbrücken die Schlüsselstelle. Der aktuell 34-Jährige erhält einen Vertrag bis zum 31. Dezember 2016. 

„Es ist uns aus meiner Sicht auch diesmal gelungen, ein wirklich gutes Paket zu schnüren. Wir haben für die nächsten Jahre ein starkes Trainerteam, so dass wir zuversichtlich in die Zukunft blicken können“, sagte Dietrich Heppner, der für den Leistungssport zuständige Vizepräsident im DBV.

Arbeitet ab Januar für den DBV: der ehemalige Hamburger Landestrainer Diemo Ruhnow. Foto: MK

Das Bundestrainerteam des DBV für die nächsten vier Jahre vervollständigt sich
Xuyan Wang wird Trainer für Herreneinzel
Von Claudia Pauli
(18.10.12) Im Deutschen Badminton-Verband (DBV) sind weitere Personalentscheidungen für die Zeit ab dem 1. Januar 2013 gefallen. Diese betreffen die Positionen der Disziplin-Bundestrainer und der Bundesstützpunkttrainer (= Co-Trainer) sowie das Amt des Assistenz-Bundestrainers Jugend.
Als Bundestrainer Herreneinzel fungiert künftig der bisherige Bundestrainer Dameneinzel, Xuyan Wang. Neuer zuständiger Trainer für Dameneinzel wird Stephan Kuhl, der derzeit als Co-Trainer am Bundesstützpunkt der Damen in Mülheim an der Ruhr tätig ist.
Diemo Ruhnow, Anja Weber und Danny Schwarz neu im DBV-Trainerteam
Die Herrendoppel trainiert mit Beginn des nächsten Jahres Uwe Ossenbrink, der aktuelle Co-Trainer am Bundesstützpunkt der Herren in Saarbrücken. Die Damendoppel werden zukünftig von Diemo Ruhnow trainiert, der sich über viele Jahre erfolgreich als Landestrainer im Hamburger Badminton Verband engagierte und momentan als Jugend-Nationaltrainer im Österreichischen Badminton Verband arbeitet.
Der Indonesier Dede Dewanto bleibt Co-Trainer am Bundesstützpunkt der Herren. In Mülheim an der Ruhr wird künftig die aktuelle kommissarische Landestrainerin im Niedersächsischen Badminton-Verband, Anja Weber, als Bundesstützpunkttrainerin tätig sein. Das Amt des Assistenz-Bundestrainers Jugend tritt der ehemalige Bundesligaspieler Danny Schwarz an, der in den vergangenen Monaten schon Co-Trainer-Aufgaben am Bundesstützpunkt in Mülheim an der Ruhr übernommen hatte. Er wird auch in seiner neuen Funktion dort seinen Dienstort haben.

Vor wenigen Wochen hatten die Verantwortlichen im DBV bereits mitgeteilt, dass der derzeitige Bundestrainer Jugend, Holger Hasse, ab dem 1. Januar 2013 als Chef-Bundestrainer im DBV fungiert (siehe untere Meldung vom 17.8.12). Ihm folgt als Bundestrainer Jugend Matthias Hütten, der bisherige Assistenz-Bundestrainer Jugend. Neuer Bundestrainer Talententwicklung wird Dr. Dirk Nötzel, derzeit Sportkoordinator und Landestrainer im Badminton Verband Sachsen (Meldung vom 4.9.12).

Neue Herausforderung in seiner Wahlheimat Dänemark: Jeroen van Dijk, hier beim Training der deutschen Spieler in London vor Olympiabeginn. Foto: Edwin Leung

Bundestrainer Jeroen van Dijk wechselt zu Badminton Europe 
(15.9.12) Der derzeitige Bundestrainer Herreneinzel Jeroen van Dijk hat eine neue Aufgabe angenommen. Ab 1. Dezember wechselt er zu Badminton Europe. Er wird beim europäischen Dachverband als Development Manager für die Betreuung der vielfältigen Programme zuständig sein, die zur sportlichen Entwicklung noch nicht ausreichend entwickelter Badmintonverbände in Gang gesetzt sind. Er tritt die Nachfolge von Marie-Anne Midy an, die BE Ende September verlässt.
Jeroen van Dijk hatte die DBV-Verantwortlichen in der letzten Woche von seiner Entscheidung in Kenntnis gesetzt. Er kehrt damit nach Kopenhagen zurück, wo er vor seinem Engagement in Deutschland gelebt hatte. Im Juli 2005 war er zum DBV gewechselt und war seither am Olympiastützpunkt in Saarbrücken tätig. Seine Hauptverantwortung lag beim Training der Herreneinzel-Gruppe. Verheiratet ist er mit der früheren dänischen Nationalspielerin Anne Mette Bille.
Der DBV ist derzeit dabei, sein Trainerteam für die Periode von 2013 bis 2016 neu zusammenzustellen. Bisher wurde bekannt, dass Holger Hasse neuer Cheftrainer wird. Matthias Hütten übernimmt die Jugend, Dirk Nötzel die Talententwicklung. Weitere Namen sind noch nicht bekannt.

Ist zurzeit noch Sportkoordinator und Landestrainer beim Badminton-Verband Sachsen: Dr. Dirk Nötzel. Foto: privat

Sächsischer Landestrainer wird Nachfolger von Rainer Diehl
Der neue Bundestrainer Talententwicklung heißt Dirk Nötzel
Von Claudia Pauli
(4.9.12) Nachdem bereits die Positionen des Chef-Bundestrainers und des Bundestrainers Jugend im Deutschen Badminton-Verband zum 1. Januar 2013 neu besetzt wurden (siehe untere Meldung vom 17.8.12), gibt es Anfang kommenden Jahres auch im Zusammenhang mit dem Amt des Bundestrainers Talententwicklung eine Veränderung: Dirk Nötzel (Jena), derzeit Sportkoordinator des Badminton-Verbandes Sachsen (BVS) und Landestrainer im BVS, wird dieses Amt übernehmen. Er erhält einen Vertrag bis zum 31. Dezember 2016. Gegenwärtig ist Rainer Diehl (Mülheim an der Ruhr) als Bundestrainer Talententwicklung tätig, dessen Vertrag mit dem DBV am 31. Dezember 2012 endet und der einen nahtlosen Übergang auf seinen Nachfolger gewährleisten wird.
Der Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sportmedizin zieht von Jena nach Mülheim um
„Es hat mich sehr gefreut, dass der DBV auf mich zugekommen ist und gefragt hat, ob ich Interesse an dieser Aufgabe habe. Andererseits war es eine schwere Entscheidung, ‚Ja‘ zu sagen, da die Übernahme einen Umzug für meine Partnerin und mich von Jena nach Mülheim an der Ruhr bedeutet, ich beruflich einen vollkommen neuen Weg einschlagen werde und ich nicht zuletzt Spieler verlassen muss, mit denen ich in den vergangenen Jahren intensiv zusammengearbeitet habe“, erläutert Dirk Nötzel.
Der promovierte Sportwissenschaftler ist momentan hauptberuflich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sportmedizin der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig, als BVS-Sportkoordinator (seit 2010) und -Landestrainer (seit 2005) fungiert der 32 Jahre alte A-Trainer nebenberuflich. „Ich bin total gespannt auf das, was mich erwartet, und sehr motiviert“, fügt Dirk Nötzel hinzu.
Leitung von Talentprojekten U13
Zu den Aufgaben des Bundestrainers Talententwicklung zählen unter anderem die Leitung des Talentprojektes Deutschland U13, die Leitung des Talentprojektes Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) – mit Sichtungen in Grundschulen sowie mit der Betreuung der Fördergruppen – und die Mitarbeit im Trainerstab des DBV, wobei der Schwerpunkt auf dem Jugendbereich und der Lehre liegt.
„Im internationalen Vergleich hinken wir in den jüngeren Jahrgängen insgesamt  hinterher. Daher haben wir bereits vor mehreren Jahren beschlossen, unsere Arbeit speziell in den unteren Altersklassen deutlich zu intensivieren und dabei vor allen Dingen im technisch-taktischen Bereich Schwerpunkte zu setzen“, erläutert Holger Hasse, der aktuelle Bundestrainer Jugend, der ab dem 1. Januar 2013 als Chef-Bundestrainer im DBV tätig sein wird.
Die Verantwortlichen in dem rund 213.000 Mitglieder zählenden olympischen Spitzenverband agieren im Zusammenhang mit der Ausbildung der jüngeren Jahrgänge primär unterstützend: So tauschen sie sich zum Beispiel regelmäßig mit den handelnden Personen in den Badminton-Landesverbänden und in den Vereinen – in denen insbesondere im Nachwuchsbereich die Hauptarbeit geleistet wird – über aktuelle Entwicklungen, jeweils vorherrschende Standards und sinnvolle Trainingsphilosophien aus.   
Verlust für Sachsen
„Ich freue mich sehr, dass Dirk Nötzel diesen Schritt macht – wenngleich Sachsen dadurch einen hervorragenden Landestrainer verliert. Dirk Nötzel kann ab 2013 auf den guten Strukturen aufbauen, die Rainer Diehl als sein Vorgänger in den vergangenen Jahren so intensiv und mit viel Engagement geschaffen hat“, so Holger Hasse. Dessen Nachfolge als Bundestrainer Jugend tritt Matthias Hütten an, der bisherige Assistenz-Bundestrainer Jugend.

Holger Hasse
Matthias Hütten. Fotos: DBV

Matthias Hütten übernimmt das Amt des Bundestrainers Jugend
Holger Hasse wird neuer Chef-Bundestrainer im DBV
Von Claudia Pauli
(17.8.12) Der Nachfolger für Jakob Høi als Chef-Bundestrainer im Deutschen Badminton-Verband (DBV) steht fest: Ab dem 1. Januar 2013 wird der bisherige Bundestrainer Jugend, Holger Hasse (Neviges), in dieser Funktion tätig sein. Er erhält einen Vertrag bis zum 31. Dezember 2016.

„Wir haben eine für uns optimale Lösung gefunden. Mit Holger Hasse hat der DBV schon über viele Jahre eng und gut zusammen gearbeitet“, sagt DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst. Auch Dietrich Heppner, Vizepräsident Leistungssport im DBV, begrüßt die Tatsache, dass der aktuell 41 Jahre alte Familienvater die deutschen Badmintonasse zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro führen wird: „Holger Hasse hat bereits in seinen vorherigen Funktionen sehr gute Arbeit geleistet. Ich bin mir sicher, dass er den Verband auch als Chef-Bundestrainer im Erwachsenenbereich weiterentwickeln wird.“
Hasse will Strukturen weiterentwickeln
„Zunächst hatte ich andere Pläne für die kommende Olympiade. Mit meiner Zusage verbinde ich nun jedoch auch klare Vorstellungen darüber, wie ich diese Aufgabe gestalten möchte. Neben der Zusammenarbeit mit dem Nationalkader sowie dem Trainer- und Expertenteam soll die Weiterentwicklung der Strukturen ein wesentlicher Schwerpunkt sein. Um langfristig international erfolgreich zu sein, müssen wir uns in einigen Bereichen weiterentwickeln. Hier sehe ich insbesondere in der Trainerausbildung, aber auch in der Talentarbeit und Sportentwicklung, große Potenziale“, blickt Holger Hasse voraus. „Die Zeit bis zum Jahresende werden Jakob Høi und ich nutzen, um einen möglichst nahtlosen Übergang zu schaffen“, ergänzt der Diplom-Trainer.
Anders als der derzeitige Chef-Coach, der am Bundesstützpunkt der Herren in Saarbrücken ansässig ist, wird Holger Hasse weiterhin überwiegend am Bundesstützpunkt der Damen in Mülheim an der Ruhr arbeiten, an dem er aktuell viele der leistungsstärksten Nachwuchsspielerinnen und -spieler Deutschlands betreut und als dessen Leiter er fungiert.
EM-Titel mit der U19-Mannschaft
Holger Hasse ist seit dem Jahr 2005 als Bundestrainer Jugend tätig – und dies überaus erfolgreich: So führte er beispielsweise im Jahr 2011 die deutsche U19-Nationalmannschaft bei den Jugend-Europameisterschaften in Finnland zum Titelgewinn, nachdem er bereits Ende 2010 das erste Edelmetall für deutsche Badmintonasse bei Jugend-Weltmeisterschaften (Bronze im Mixed durch Max Schwenger und Isabel Herttrich) bejubelt hatte. Bevor Holger Hasse seine Tätigkeit als Bundestrainer Jugend aufnahm, agierte er mehrere Jahre lang als Bundeshonorartrainer U15, d.h. er war für die Schüler-Nationalmannschaft zuständig.

Parallel machte sich Holger Hasse auch als Vereinstrainer einen Namen. So betreute er Mitte der 1990er-Jahre die 1. Mannschaft des 1. BV Mülheim an der Ruhr und schaffte mit einem jungen Team den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Nach Beendigung seiner Tätigkeit für den Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet begann Holger Hasse vor 13 Jahren als Coach beim TV Refrath. Damals war die Spitzenmannschaft des Vereins aus dem Bergischen Land in der Verbandsliga aktiv, in der Saison 2012/2013 zählt der TVR zu den wenigen Vereinen Deutschlands, die in den beiden höchsten Spielklassen mit je einem Team vertreten sind. „Die Tätigkeit für den TVR werde ich Ende 2012 beenden – was natürlich auch ein bisschen weh tut, schließlich haben wir einiges gemeinsam geschafft“, so Holger Hasse.
Matthias Hütten steigt vom Assistenten zum Chef auf
Seine Nachfolge als Bundestrainer Jugend tritt Matthias Hütten (Mülheim an der Ruhr) an, der bisherige Assistenz-Bundestrainer Jugend. „Er kennt sich im internationalen Nachwuchsbereich bestens aus und hat in den vergangenen Jahren einen sehr guten Job gemacht“, zollt Holger Hasse dem 30 Jahre alten Diplom-Sportwissenschaftler und Diplom-Trainer ein Lob. Der gebürtige Niedersachse ist seit 2009 in seiner momentanen Funktion tätig und arbeitete zugleich auch stets an der Basis.
„Ich möchte die erfolgreiche Arbeit von Holger Hasse fortführen und den begonnenen Weg weitergehen. Wir haben in den vergangenen Jahren vieles richtig gemacht, müssen uns aber immer wieder neu der internationalen Konkurrenz stellen. Nun gilt es, den Abstand in der technischen und taktischen Ausbildung auf die führenden Nationen auch in den jüngeren Jahrgängen zu verringern und unseren besten Jugendlichen mehr Wettkampferfahrung auf internationalem Top-Niveau zu ermöglichen“, formuliert Matthias Hütten wesentliche Ziele, die er sich im Hinblick auf seine neue Tätigkeit gesetzt hat.
Der bisherige Chef-Bundestrainer Jakob Høi hatte im Juni seine Entscheidung bekannt gegeben, aus familiären Gründen die Zusammenarbeit mit dem DBV nach dem 31. Dezember 2012 nicht fortzusetzen. Dann endet der aktuelle Vertrag des 36-Jährigen. Der Däne ist seit dem 1. Mai 2009 für den DBV tätig. Zunächst arbeitete er als Bundestrainer für die Disziplinen Herrendoppel und Mixed am Bundesstützpunkt in Saarbrücken, seit Anfang 2010 fungiert er zusätzlich als Chef-Coach.

Verlässt den DBV: Jakob Høi, hier bei der Mixed-Team-WM 2011. Foto: Bernd-Volker Brahms

Chef-Bundestrainer Jakob Høi beendet zum Jahresende sein erfolgreiches Engagement beim Deutschen Badminton-Verband

 

Familienleben zugunsten DBV-Tätigkeit

 

Von DBV-Pressesprecherin Claudia Pauli
(5.6.12) Mit großem Bedauern haben die Verantwortlichen im Deutschen Badminton-Verband (DBV) die Entscheidung von Chef-Bundestrainer Jakob Høi zur Kenntnis genommen, die Zusammenarbeit mit dem DBV nach dem 31. Dezember 2012 nicht fortzusetzen. Dann endet der aktuelle Vertrag des 36 Jahre alten Dänen mit dem rund 213.000 Mitglieder zählenden olympischen Spitzenverband.
Familie in Dänemark
„Ich liebe meinen Job und es gibt viele Sachen, die ich gerne noch für den DBV und mit dem DBV entwickeln möchte. Ich habe nur Lob für die Kooperation übrig und bin bei den Überlegungen, wie wir eine für alle Beteiligten sinnvolle Lösung finden können, auf sehr viel Flexibilität seitens der Verantwortlichen getroffen. Meine Entscheidung hat rein familiäre Gründe. Ich bin vor kurzer Zeit erstmals Vater geworden und habe mir daher die Frage gestellt, was ich brauche, um froh und zufrieden zu sein“, sagte Jakob Høi und ergänzte: „Meine Tätigkeit war und ist nach wie vor sehr interessant – unter anderem weil ich mit ambitionierten Spielern arbeite und nie zuvor mit solch einem professionellen Betreuerteam zu tun hatte wie beim DBV. Ich habe in den vergangenen Jahren viel gelernt und freue mich auf die noch anstehenden Aufgaben.“
Bedauern bei DBV-Verantwortlichen
„Ich habe die Entscheidung mit ganz großem Bedauern zur Kenntnis genommen. Jakob Høi ist ein hervorragender Bundestrainer – ein Trainer, der gut bei den Athleten ankommt und gut mit seinen Kollegen zusammenarbeitet. Ich hätte gerne gesehen, dass er nach dem 31. Dezember 2012 vier weitere Jahre für uns tätig ist, so dass wir um ihn herum ein neues Trainerteam bauen können“, meinte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst. Er zeigte aber zugleich Verständnis für das Vorgehen des erfolgreichen Coaches: „Wenn ich seine familiäre Situation sehe, ist die Entscheidung richtig. Das kann so nicht auf Dauer funktionieren.“
Bislang führt der Chef-Bundestrainer mit seiner künftigen Ehefrau Mette, die ebenfalls aus Dänemark stammt, überwiegend eine Fernbeziehung: Er arbeitet in Saarbrücken, am dort ansässigen Bundesstützpunkt der Herren, und reist zudem viel zu internationalen Turnieren, sie wohnt zusammen mit der im Dezember 2011 geborenen, gemeinsamen Tochter in Dänemark.
Konkrete Zukunftspläne hat Jakob Høi derzeit noch nicht: „Ich möchte gemeinsam mit meiner Familie dort leben, wo sowohl Mette als auch ich in sprachlicher wie beruflicher Hinsicht gute Möglichkeiten haben. Denn Mette möchte künftig wieder als Hebamme arbeiten.“
„Da ich selbst ein Familienmensch bin, kann ich seine Entscheidung vollkommen nachvollziehen. Ich bedauere sie gleichwohl sehr, denn er hat sehr, sehr gute Arbeit geleistet. Die Erfolge, die unsere Spielerinnen und Spieler in jüngerer Vergangenheit erzielt haben, zeigen dies. Wir haben lange gekämpft und nach Möglichkeiten gesucht alles zu vereinbaren, aber dabei handelt es sich nur um halbe Lösungen“, meinte Dietrich Heppner, Vizepräsident Leistungssport im DBV.
Nachfolge offen
Wer die Nachfolge von Jakob Høi antritt, steht noch nicht fest. Nach Aussage von DBV-Sportdirektor Martin Kranitz lassen sich die Verantwortlichen im DBV „Zeit, um eine sinnvolle Entscheidung zu treffen. Wir weisen derzeit sozusagen ein Luxusproblem auf: Wir haben – nicht nur in Bezug auf die Ergebnisse, sondern auch hinsichtlich der Umfeldbetreuung – ein gewisses Niveau erreicht, so dass die Erwartungshaltung hoch ist. Das grenzt die Auswahl an Kandidaten ein. Genauso wird die Aufgabe für seinen Nachfolger keine leichte sein. Unser primäres Ziel besteht darin, eine Top-Lösung zu finden. Wie lange dies dauert, ist sekundär. Aber wir wollen natürlich auch nicht bis zum Jahresende warten.“ Der künftige Chef-Bundestrainer soll einen Vertrag für die nächste Olympiade (2013 bis 2016) erhalten. Diese Laufzeit hätte auch der neue Kontrakt mit Jakob Høi gehabt.
Erfolgreiche Arbeit seit 2009
Der Däne ist seit dem 1. Mai 2009 für den DBV tätig. Zunächst arbeitete er als Bundestrainer für die Disziplinen Herrendoppel und Mixed am Bundesstützpunkt in Saarbrücken, seit Anfang 2010 fungierte er zusätzlich als Chef-Bundestrainer. Speziell in den vergangenen zwei Jahren verzeichneten die Badmintonspielerinnen bzw. -spieler des DBV zahlreiche herausragende Erfolge. Beispielsweise erreichte 2011 erstmals eine deutsche Mannschaft bei einer Mixed-Team-Europameisterschaft das Finale, 2012 gewann zum ersten Mal ein deutsches Damenteam bei der EM für Herren- und für Damennationalmannschaften den Titel, Juliane Schenk wurde WM-Dritte (2011) und zweimal Vize-Europameisterin im Dameneinzel (2010 und 2012) und Marc Zwiebler krönte sich vor wenigen Wochen zum Europameister im Herreneinzel.
Jakob Høi war schon in sehr jungen Jahren als Trainer tätig. Im Laufe seiner bisherigen Karriere arbeitete er nicht nur in Vereinen als Coach, sondern war darüber hinaus auch als Stützpunkttrainer am Top-Stützpunkt in Bröndby, einem Vorort von Kopenhagen, beschäftigt. Zudem wurde Jakob Høi vom dänischen Verband Badminton Danmark für die Elitetrainerausbildung berufen. Bevor er zum DBV wechselte, war er viele Jahre äußerst erfolgreich als Jugend-Nationaltrainer Dänemarks tätig.

Jahresrückblick 2011
Claudia Pauli lässt das für den DBV höchst erfolgreiche Jahr 2011 noch einmal Revue passieren
Von historischen Erfolgen und WM-Bronze.

 

A-Trainer Fortbildung am IAT in Leipzig: „Wissenschaftliche Unterstützung des deutschen Spitzenbadmintons“

Was zurzeit erforscht wird und in den letzten Jahren erforscht wurde

Von Bastian Kruse
(6.12.11) Am 26./27. November 2011 fand die diesjährige A-Trainer-Fortbildung des DBV am Institut für angewandte Trainingswissenschaften (IAT) in Leipzig statt, zu der 18 A- und B-Trainer aus dem ganzen Bundesgebiet anreisten.  Das IAT wird vom BMI gesponsert und ist das zentrale Forschungsinstitut des deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssports für die olympischen Sportarten.  Referenten waren Dr. Wolf Gawin als Fachgruppenleiter Badminton und DBV-Lehrwart Martin Knupp.
Schnelle Bewegungen wurden super langsam
Der Samstag wurde zunächst mit einem theoretischen Teil gestaltet, bevor es nachmittags zur Praxis in die Halle ging.
Wolf Gawin stellte zunächst einen historischen Abriss biomechanischer Analysen im Badminton vor - beginnend bei ersten Ansätzen zur Technikanalyse in den 1970er Jahren bis hin zu Untersuchungen mit  modernen digitalen videometrischen Systemen, die mittlerweile sogar während des laufenden Wettkampfs eingesetzt werden können. 
Anhand von aktuellen Studien wurden die bereits im Verbandsmagazin BADMINON SPORT vorgestellten Analysen zum Smash und zur Aufschlagannahme mit Videos unterlegt und diskutiert.
Am Nachmittag stand dann in der Institutshalle die Praxis an, wobei die Hochfrequenzvideometrie im praktischen Einsatz vorgestellt wurde. Zwei Hochfrequenz-Kameras, die bis zu 1.000 Bilder pro Sekunde aufnehmen, waren bereits aufgebaut und für die Messungen kalibriert.
Themen waren die Messung der Smash-Geschwindigkeit im Treffpunkt des Balles, die Ankunftsgeschwindigkeit auf Höhe der Abwehr und beim Bodenkontakt des Balles. Außerdem wurden noch Ballabfluggeschwindigkeiten beim Rückhand-Clear gemessen und bei einem Doppel wurde der Return auf einen kurzen Aufschlag aus dem Spielgeschehen heraus aufgenommen.
Alle Schläge mitsamt den gefundenen Ergebnissen wurden natürlich auch von den Trainerkollegen analysiert und kritisch bewertet.
Der Abend wurde dann mit einem gemeinsamen Essen und einem Gang über den Leipziger Weihnachtsmarkt gestaltet. 
Lizenzangebote werden erweitert
Am Sonntagvormittag berichtete Martin Knupp zum aktuellen Stand der Trainer-Ausbildungen im DBV nach der Lehrwartetagung am 23./24. September 2011. Angedacht ist ene Reihe von bundesweit einheitlichen Zusatzausbildungen wie etwa Schüler-Mentor, Kids-Coach, Talentscout, Assistenz-Trainer. Hier wäre es sicherlich interessant einen „Entwicklungpfad“ mit einer in sich geschlossen C-Trainer Lizenz „Kinder- und Jugendsport“ zu entwickeln.

Wolf Gawin informierte uns über die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Recherche über die BISP Datenbanken sowie die Datenbanken des IAT:

www.bisp-datenbanken.de 

www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/siv/tableau.php?name=Badminton .

Als nächstes wurde die utilius® vs Software zur computergestützten Spielanalyse vorgestellt. Verschiedene Spielsituationen (Doppelaufschlag und Annahme, Angriffsmuster im Doppel, Spielmuster im Einzel) wurden in der Software nachgebildet. Im Wettkampf können somit Spielerprofile analysiert und angelegt werden.
Trägheitheit wird entlarvt
Letzte Einheit des Lehrgangs war ein Praxis-Test auf dem neu entwickelten SpeedCourt. Dieser besteht aus quadratmetergroßen Platten, die sich wie ein Puzzle zusammenstecken lassen. Einige der Platten im Bereich der Zentralen Position sowie der Ecken sind zusätzlich mit Drucksensoren bestückt.
Der SpeedCourt ermöglicht standardisierte Tests für komplexe Schnelligkeitsfähigkeiten und die sportartspezifische Ausdauer sowie die Messung von Bodenkontaktzeiten bei der Umkehrbewegung aus den Ecken heraus.
Für den „Hausgebrauch“ können diese Tests mit dem etwa 250 € teuren Black Knight Shadow Trainer

www.playblackknight.com/badminton_training.html 

und einem im Internet downloadbaren Metronom durchgeführt werden.
Gegen 15 Uhr wurde der Lehrgang mit einer Feedbackrunde abgerundet. Alle Teilnehmer dankten den sehr kompetenten Referenten und fuhren gefüttert mit vielen neuen Informationen zum Arbeitsumfeld des IAT und zum Hochleistungsbadminton nach Hause.

Martin Knupp (re) und Dr. Wolf Gawin.
Der SpeedCourt zur Ermittlung von Schnelligkeitsfähigkeiten.
Auswertung von Videoaufnahmen gleich am Spielfeldrand. Fotos: Franz Risch

DOSB-Kampagne „Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport“
DBV will bis zum Verbandstag 2012 etliche Maßnahmen auf den Weg bringen
Von Elke Kraut-Kleinschmidt, Referatsleiterin Frauensport im DBV
(19.10.11) Nachdem sich das DBV-Präsidium bereits zu Beginn des Jahres 2011 zum Beschluss der DOSB-Mitgliederversammlung vom 4.12.2010 zum Thema „Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport“ bekannt hat (siehe untere Meldung vom 3.2.11), sollen in den kommenden Monaten diverse Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen des Verbandes umgesetzt werden.
Bis zum Ende dieses Jahres wird es eine Abstimmung von Meldeketten mit externen Stellen (z.B. Kinderschutzbund, Opferschutzorganisationen) geben.
Eine Erweiterung der bestehenden DBV-Ehrenerklärung ist für Februar 2012 geplant.
Neben der Aufnahme von Inhalten zum Thema „Schutz vor sexualisierter Gewalt“ in die DBV-Ausbildungskonzeptionen werden momentan Ehrenkodizes für Trainer-Lizenzen und Lizenzverlängerungen erstellt, die dann von den Lizenzinhabern unterzeichnet werden müssen. Ebenso werden Ordnungsänderungen, soweit notwendig, erarbeitet. Diese Maßnahmen sollen spätestens bis Juni 2012 realisiert sein, um sie zum 48. Ordentlichen Verbandstag 2012 vorzulegen, sofern eine Zustimmung des Verbandstages erforderlich sein sollte.
Über weitere Entwicklungen zum Thema wird der DBV in regelmäßigen Abständen berichten. Weitere Infos dazu auch bei der DBV-Ansprechpartnerin für das Thema „Prävention und Schutz vor sexualisierter Gewalt“: Elke Kraut-Kleinschmidt, Tel.: 02534/2159, E-Mail: kleinsm @ uni-muenster.de.
Positionspapier des DOSB vom 25.3.2010 Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport (pdf-Datei).
Die DOSB-Erklärung Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport vom 3.12.2010(pdf-Datei).

Olympiabewerbung geht in die Schlussphase
Wer Münchens Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 unterstützt, kann dies jetzt aktiv zeigen
(22.2.11) Die Bewerbergesellschaft München 2018 hat in einem Rundschreiben gebeten, auf eine Kampagne hinzuweisen, mit der deutlich gemacht werden soll, dass die Münchener Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 von der deutschen Bevölkerung insgesamt getragen wird. Der DBV als Spitzenverband hat seine Unterstützung bereits dadurch deutlich gemacht, dass er einen entsprechenden Button auf der Startseite von badminton.de platziert hat (siehe untere Meldung vom 23.9.10).
Unter
www.die-freundlichen-spiele.de wurde von der Bewerbergesellschaft eine Website eingerichtet, über die sich Unterstützer eintragen können. Sie werden dann auf einer Landkarte angezeigt. Mittlerweile sind über 15000 Unterstützer registriert. In dem Rundschreiben heißt es dazu: "Verglichen mit den Zahlen der Sportaktiven in Deutschland (27 Millionen Mitgliedschaften in Sportvereinen) und den Millionen Sportbegeisterten, ist dort noch ein enormes Potenzial. Dieses möchten wir gerne weiterhin mit Ihnen wecken! Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Homepage seit Mittwoch in neuem Gewand erschienen ist. Ziel ist es, durch die Bekennerkampagne die breite Unterstützung der deutschen Bevölkerung deutlich zu machen. Also lassen Sie uns diese Chance nutzen, um damit ein Zeichen für die entscheidende letzte Phase der Bewerbung zu setzen."
Die Entscheidung über die Vergabe der Spiele durch das Internationale Olympische Komitee fällt am 6. Juli 2011 in Durban/Südafrika. Das 396 Seiten starke sogenannte Bid Book war dem IOC am 11. Januar in Lausanne übergeben worden. In ihm sind alle Informationen zu 17 wichtigen Themenbereichen niedergelegt und auch die notwendigen Garantien politischer Gremien von den Landkreisen bis hin zur Bundesregierung dokumentiert.

Nach den Eröffnungsworten: (v.l.) Sportbotschafter Dr. Carsten Fischer. Ministerin Ute Schäfer, NRW-Präsident Ulrich Schaaf, Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Sportbotschafter Dr. Wolfgang Bochow, DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.
Die Ehrengäste. Fotos: Claudia Pauli
Die Sportler

Badminton-Spitzensportzentrum in Mülheim offiziell eröffnet - Zahlreiche Gäste erlebten eine gelungene Mischung aus Reden, Training, Vorführungen und Ausprobieren

     

London und Rio de Janeiro warten

   

Von Claudia Pauli
(8.2.11) Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) und der Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW) haben die Trainingsbedingungen für die Athletinnen und Athleten weiter professionalisiert: In Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste aus Sport, Politik, Verwaltung und Wirtschaft wurde am gestrigen 7. Februar das Badminton-Spitzensportzentrum (BSZ) Mülheim an der Ruhr offiziell eröffnet, das den Bundesstützpunkt (BSP) der Frauen des DBV, den DBV-Nachwuchsstützpunkt (NSP) inklusive des YONEX Badminton-Internats unter der Trägerschaft des BLV-NRW, das Landesleistungszentrum (LLZ) und die Talentgruppen des BLV-NRW beinhaltet. Dass an einem Ort sowohl Badmintonspielerinnen und –spieler im Grundschulalter als auch die besten Jugendlichen und Weltklasseathletinnen und –athleten im Erwachsenenbereich trainieren, bedeutet bundesweit eine einmalige Konstellation.
Gebündelte Kräfte
Seit mehreren Jahren vereinigen die Stadt Mülheim an der Ruhr, der Mülheimer SportService (MSS), der Mülheimer Sportbund (MSB), der BLV-NRW und der DBV verstärkt die Kräfte, um Mülheim an der Ruhr zum Standort Nummer eins für Badminton-Leistungssport in Deutschland zu machen. Dabei erfahren die Kooperationspartner von zahlreichen weiteren Institutionen sowie vom Bund, vom Land und von verschiedenen Unternehmen enorme Unterstützung für das vorbildliche Projekt, das unter dem Motto „Von der Medaillengewinnerin 2012 bis zum Olympiasieger 2020“ steht.
Hohe Qualität
Aktuell arbeiten rund 100 Badmintonspielerinnen und –spieler an der gemeinsamen Trainingsstätte des DBV und des BLV-NRW an ihrer Karriere, darunter zum Beispiel die Weltranglistensiebte im Dameneinzel, Juliane Schenk. Ein hoher Trainingsumfang (bis zu neun Trainingseinheiten pro Woche; durch Kooperationen mit nahegelegenen Schulen haben auch die Jugendlichen die Möglichkeit, mehrmals wöchentlich vormittags zu trainieren) ist für die Angehörigen des Spitzensportzentrums ebenso gewährleistet wie eine optimale Trainingsqualität (die Besten trainieren zusammen; die am BSZ tätigen Trainerinnen und Trainer sind hoch qualifiziert) und bestmögliche Trainingsbedingungen. 
So liegen in der Sporthalle an der Südstraße in Mülheim an der Ruhr dauerhaft vier wettkampfgerechte Spielfeldmatten aus, es existiert ein großzügiger Bereich für das Athletiktraining, zwei Spiegelflächen helfen dabei, die technische Ausbildung zu unterstützen, in einem Schulungsraum kann auf anschauliche Art und Weise Theorie gelehrt werden, Extra-Räume stehen für die physiotherapeutische Behandlung oder für Rehabilitationsmaßnahmen zur Verfügung, der optimalen Regeneration dient unter anderem eine Sauna mit Ruheraum, und mit Hilfe einer Windanlage ist es möglich, die Bedingungen in großen Wettkampfhallen – mit ihren Klimaanlagen oder Lüftungen, wie sie speziell in Asien vorkommen – zu simulieren.
Kurze Wege
Die Halle, deren Modernisierung erst vor wenigen Wochen abgeschlossen wurde, steht dabei ganztägig und ganzjährig für den Leistungssport zur Verfügung. Durch die Einrichtung eines Badminton-Vollinternats im angrenzenden „Haus des Sports“ haben Talente aus ganz Deutschland die Möglichkeit, sich dem BSZ Mülheim an der Ruhr anzuschließen. Sie werden im Internat umfassend betreut und können von dort aus sowohl die Trainingsstätte als auch die Partnerschulen fußläufig innerhalb von wenigen Minuten erreichen.
„In Mülheim an der Ruhr finden sich Trainings- und Betreuungsmöglichkeiten auf höchstem Niveau. Athen und Peking sind Vergangenheit, London und Rio warten auf uns. Gemeinsam sind wir stark und können Wünsche wahr werden lassen“, meinte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst bei der Eröffnungsfeier und spielte damit auf das Ziel an, das alle Beteiligten verfolgen: in naher Zukunft einen Olympiasieg durch eine Mülheimer Badmintonspielerin oder einen Mülheimer Badmintonspieler zu verzeichnen. Karl-Heinz Kerst dankte allen an dem Projekt beteiligten Institutionen, speziell dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, der Sportstiftung NRW, der Stadt Mülheim an der Ruhr und der Firma YONEX.
Erstrebte Zwillingskarriere
Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld machte die Dimension der Modernisierung der Halle an der Südstraße anhand von Zahlen deutlich: 625.000 Euro kostete der Umbau insgesamt, wobei der Großteil durch öffentliche Mittel finanziert wurde (40 Prozent der Gesamtsumme trug der Bund, weitere 30 Prozent das Land).
Die für den Sport zuständige NRW-Ministerin Ute Schäfer lobte in ihrem Grußwort insbesondere das „vollständige Konzept vom Talent zum Spitzensportler“ am Standort Mülheim an der Ruhr. Schließlich habe die sogenannte „Zwillingskarriere“ eine hohe Relevanz. So müsse man als Spitzensportler oder Spitzensportlerin auch an die berufliche Ausbildung denken, sich auf das Leben nach dem Sport vorbereiten.
Nach dem offiziellen Teil besichtigten die Gäste interessiert die Räumlichkeiten und erhielten zudem die Gelegenheit, die Athletinnen und Athleten des BSZ in Aktion zu erleben. Matchtraining unter Windbedingungen, Training mit der Ballmaschine, Athletiktraining im Kraftraum, Ausdauertraining in der Halle, Training der Talentgruppe – die Veranstaltung ermöglichte allen Anwesenden einen hervorragenden Einblick in den Trainingsalltag verschiedener Altersklassen in der schnellsten Racketsportart der Welt.
Spielende Botschafter
Einen vergnüglichen Abschluss der etwa zweieinhalbstündigen Veranstaltung stellten für alle Beteiligten die „Fun-Doppel“ einiger Badminton-Nationalspielerinnen mit ehemaligen Spitzensportlerinnen und –sportlern, die heute als Botschafter der Sportstiftung NRW fungieren, dar.
So bildete beispielsweise Vize-Europameisterin Juliane Schenk mit dem Badminton-Europameister von 1972 im Herreneinzel, Dr. Wolfgang Bochow, eine Paarung, die Deutsche Meisterin im Damendoppel, Sandra Marinello, schlug gemeinsam mit dem aus Mülheim stammenden Hockey-Olympiasieger (1992) Dr. Carsten Fischer auf. Ihr Geschick im Umgang mit Badmintonschläger und Federball bewiesen unter anderem auch die Hochsprung-Olympiasiegerinnen Ulrike Nasse-Meyfarth (1972 und 1984) und Heike Meier-Henkel (1992).  
(Weitere Fotos folgen.)

 

Fernsehbericht von der Eröffnung in Lokalzeit Ruhr
Ein Kamerateam des WDR Fernsehens besuchte die Eröffnungsfeier des Badminton-Spitzensportzentrums. Der Beitrag wurde im Regionalprogramm Lokalzeit Ruhr des WDR-Studios in Essen um 19.30 Uhr ausgestrahlt. Reporter war Stefan Göke. Dauer 3:40 Minuten.
Hier kann er in der WDR-Mediathek direkt aufgerufen werden.

Einweihungsfeier in Bildern - Fotos: Claudia Pauli

Die Halle wartet auf die Gäste. Foto: MK

DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst sprach nach Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Ministerin Ute Schäfer. Foto: MK

Hochmodern ist das Spitzensportzentrum ausgestattet.

DBV-Geschäftsführer Detlef Poste erläutert den neu eingerichteten Seminarraum.

Internatsschüler Yannic Wenk wird vom Team des WDR-Fernsehens gefilmt.

Ulrike Nasse-Meyfarth (l.) und Heike Meier-Henkel testen ein Slide Board.

Stützpunktleiter Holger Hasse mit Ministerin Ute Schäfer beim Spinning.

Der Geschäftsführer der Sportstiftung NRW Jürgen Brüggemann (li) im Gespräch mit NRW-Landesverbandspräsident Ulrich Schaaf.

Chef-Bundestrainer Jakob Hoi bereitet eine Trainingseinheit vor.

Die Deutschen Meisterinnen im Damendoppel, Sandra Marinello (l.) und Birgit Michels, beim Training mit Boris Reichel, Bundestrainer Damendoppel.

Jakob Hoi und Juliane Schenk beim Interview mit WDR-Redakteur Stefan Göke.

Auch die zweifache Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth steuerte einen Kommentar zum Fernsehbericht bei.

Holger Hasse bespricht mit der Damen-Trainingsgruppe den nächsten Programmpunkt.

Die Talentgruppe beim Training.

Juliane Schenk mit dem allerjüngsten Nachwuchs.

Carola Bott (l.) bildete mit Ulrike Nasse-Meyfarth ein „Fun-Doppel“.

Zwei erfolgreiche Badmintonasse gemeinsam in Aktion: die aktuelle Weltranglistensiebte im Dameneinzel, Juliane Schenk, und Dr. Wolfgang Bochow, Europameister von 1972 im Herreneinzel.

Sandra Marinello spielte zusammen mit Hockeyolympiasieger Dr. Carsten Fischer.

Zahlreiche der besten Badmintonspielerinnen und –spieler Deutschlands mit Sportstars von einst, die sich heute als Botschafter der Sportstiftung NRW engagieren.

Gruppenfoto unter dem Stützpunktbanner.

"Gemeinsam stark auf dem Weg zur Weltspitze!“ Foto: MK

Halle an der Mülheimer Südstraße mit dem Haus des Sports im Hintergrund
Eingangsbereich

Vorbericht:

Heute Eröffnungsfeier des umgebauten Badminton-Spitzensportzentrums in Mülheim
Feierlichkeit mit Ministerin
(7.2.11) Heute um 15 Uhr findet die offizielle Eröffnungsfeier des im vergangenen Jahr umgebauten Badminton-Spitzensportzentrums Mülheim an der Ruhr statt. Das BSZ an der Südstraße ist die gemeinsame Trainingsstätte des Deutschen Badminton-Verbandes und des Badminton-Landesverbandes NRW. Es beinhaltet einen Bundesstützpunkt des DBV, sowie einen Nachwuchsstützpunkt inklusive des YONEX Badminton-Internats, das Landesleistungszentrum NRW und die Talentgruppen des Landesverbandes.
Die Gesamtumbaukosten betrugen über 620 000 Euro. Anstoß gab das Konjunkturprogramm der Bundesregierung. 30 Prozent der Gesamtkosten waren Bundesmittel, 40 Prozent Landesmittel und knapp 190 000 Euro waren Eigenmittel der Stadtverwaltung Mülhem an der Ruhr. An Baumaßnahmen wurden durchgeführt:

 Das Hallenflachdach der Sporthalle wurde saniert und wärmeisoliert;
 Die Hallenbeleuchtung wurde erneuert;
 Vier fest installierte Wettkampf-Spielfeldmatten wurden angeschafft;
 An der Wand wurden Ventilatoren installiert, um die in vielen großen Wettkampfstätten in Asien herrschenden erschwerten Bedingungen (Wind) simulieren zu können;
 Eine Spiegelfläche wurde einbaut, um Techniktraining optimal zu gestalten;
 Im alten Foyer entstand ein neuer Kraftraum;
 Umkleidekabinen und Duschräume wurde umgebaut in einen Physiotherapie-Behandlungsraum, einen Rehabilitations- und Präventiv-Trainigsraum und in eine Sauna mit Regenerationsraum;
 Frühere Geräteräume wurden umgestaltet in Schulungs- und Trainerräume.

Die Gästeliste umfasst über 60 Namen. Erwartet werden unter anderem Ute Schäfer, die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Dagmar Mühlenfeld, die Oberbürgermeisterin von Mülheim an der Ruhr, Jürgen Brüggemann, der Geschäftsführer der Sportstiftung NRW, Ex-Europameister Dr. Wolfgang Bochow in seiner Eigenschaft als Botschafter der Sportstiftung NRW und natürlich die Verbandsrepräsentanten Karl-Heinz Kerst, der DBV-Präsident, und Ulrich Schaaf, der Präsident des Landesverbandes NRW.

War Marketingleiter im DBV von September 2008 bis Januar 2011: Prof. Dr. Stefan Wengler.

Professor Dr. Wengler gab Amt auf
DBV verlor seinen Marketingmann
(15.2.11) Dr. Stefan Wengler, war seit September 2008 Leiter des "Projekts Marketing" im DBV. Er war auf Vorschlag von Funktionsbereichsleiterin Ulrike Thomas eingesetzt worden.
Aufgrund beruflicher Verpflichtungen und Wohnortwechsel sah er ab Januar 2011 keine Möglichkeit mehr, seine Tätigkeit beim DBV fortzusetzen. Das DBV-Präsidium berief ihn mit Wirkung vom 25. Januar von seinem Amt ab. Dr. Wengler ist seit 2009 Professor im Bereich Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Hof. Er hat während seiner Amtszeit unter anderem das bundesweite DBV-Schulsportprojekt Mach mit spiel Dich fit initiiert. 

   

   

  

Vom Landessportbund NRW entworfenes Plakat zu dem Thema.

DOSB-Kampagne "Prävention und Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport"

DBV schließt sich der Kampagne an und bittet seine Landesverbände um aktive Unterstützung

(3.2.11) Der DBV hat in einem Rundschreiben an die Landesverbände auf die in den vergangenen Monaten vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingeleitete Kampagne "Prävention und Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport" hingewiesen. Zu diesem Zweck wurde ein von der Leiterin des Referats Frauensport im DBV Elke Kraut-Kleinschmidt verfasstes Schreiben an die Landesverbände übersandt. Darin erklärt dss DBV-Präsidium, dass es die Position und die Initiativen des DOSB unterstütze und Maßnahmen überprüfe, die eine Umsetzung der vom DOSB gegebenen Handlungsempfehlungen auch im Deutschen Badminton-Verband gewährleisten sollen. Ferner werden in dem Schreiben Quellen angegeben, bei denen sich die Landesverbände mit Materialien zu dem Thema versorgen können. In dem Anschreiben werden die Landsverbände gebeten, "die Position des DBV-Präsidiums gegen jegliche Form sexualisierter Gewalt im Sport in Ihrem Zuständigkeitsbereich aktiv zu unterstützen". Das Rundschreiben im Wortlaut: 

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat am 4. Dezember 2010 in München die Erklärung "Prävention und Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport" verabschiedet. Mit dieser Erklärung soll eine gemeinsame Grundlage zum Umgang mit sexualisierter Gewalt im Sport für den unter dem Dach des DOSB organisierten Sport geschaffen werden. Das Thema „Sexualisierte Gewalt“ ist im letzten Jahr verstärkt öffentlich wahrgenommen und auf verschiedenen Ebenen diskutiert worden. Dabei handelt es sich um ein komplexes Problem unserer Gesellschaft, für das in den unterschiedlichsten Bereichen sensibilisiert werden muss. Schon im März 2010 ist dazu vom DOSB ein Positionspapier formuliert worden, in dem aufs Schärfste jede Form von Gewalt und Missbrauch in unserer Gesellschaft, insbesondere aber jede sexualisierte Gewalt und jeder Missbrauch an Kindern und Jugendlichen, verurteilt wird. Gleichzeitig sind dazu auch Handlungsempfehlungen veröffentlicht worden, die neben den vorhandenen Präventions- und Interventionsprogrammen von den verschiedenen Organisationen und Institutionen, also auch von Sportorganisationen, umgesetzt werden können. Das DBV-Präsidium unterstützt die Position und die Initiativen des DOSB und seiner Mitgliedsverbände und hat dazu Maßnahmen ergriffen, die eine Umsetzung der Handlungsempfehlungen gewährleisten sollen. Dazu gehören u.a. die Prüfung der DBV-Satzung und mögliche Änderungen, die Ergänzung der Ausbildungsinhalte innerhalb der Trainerausbildungen, die eventuelle Erweiterung einer Ehrenerklärung auf Basis der schon seit mehreren Jahren existierenden Ehrenerklärung im Rahmen der DBV-Athletenbetreuung sowie die Veröffentlichung aktueller Informationen zum Thema. Als Ansprechperson für das Thema „Prävention und Schutz vor sexualisierter Gewalt“ ist Elke Kraut-Kleinschmidt, auch Referatsleiterin Frauensport, vom DBV benannt worden. (Kontakt: Tel.: 02534/2159, Email: kleinsm@uni-muenster.de). Weitere wichtige Informationen für Sportvereine zum Thema „Prävention und Schutz vor sexualisierter Gewalt“, wie z. B. Mustertexte für einen Ehrenkodex, Adressen von Beratungsstellen usw. können im Internet auf den Seiten des DOSB (www.dosb.de/de/organisation/dosb-textsammlung > Gegen sexualisierte Gewalt) sowie auf den Seiten der jeweiligen Landessportbünde/Landessportverbände (z.B. beim LSB NRW unter www.lsb-nrw.de/lsb-nrw/politik/sport-sexualisierte-gewalt) abgerufen werden.

Gewichtheber-Trainer Oliver Caruso gab eine Fortbildung am Bundesstützpunkt in Mülheim
Krafttraining mit einem zweimaligen Weltmeister der Gewichtheber
Von Claudia Pauli
(24.11.10) Prominenter Besuch am Stützpunkt des Deutschen Badminton-Verbandes in Mülheim an der Ruhr: Oliver Caruso, Olympia-Dritter von 1996 im Gewichtheben (Klasse bis 91 Kilogramm), absolvierte im November an zwei Tagen mit Angehörigen des Bundesstützpunktes und des Nachwuchsstützpunktes sowie mit den dort tätigen Trainerinnen und Trainern eine Fortbildung zum Thema Krafttraining.

So begleitete der 36-Jährige unter anderem zahlreiche Spielerinnen und Spieler beim Training mit der Langhantel, wies sie gegebenenfalls auf notwendige Veränderungen in der Übungsausführung hin, führte Nachwuchsathletinnen und -athleten in das Krafttraining mit der Langhantel ein und gab den Coaches Anregungen für die zukünftige Gestaltung dieses Trainingsbereichs.

Ausgangspunkt für die Besuche Oliver Carusos, der seine internationale Karriere im Jahr 2008 beendete, waren die Olympischen Jugendspiele im August 2010 in Singapur, bei denen sich Bundesjugendtrainer Holger Hasse und der Landestrainer des Baden-Württembergischen Gewichtheberverbandes kennenlernten.

„Holger Hasse hat mich dort gefragt, ob ich etwas Zeit hätte, um vor Ort mit Fabienne Deprez einige Übungen zu machen“, meint der Weltmeister von 1998 und 2002 im Reißen (Klasse bis 94 Kilogramm), der dies gerne tat. Anschließend äußerte Holger Hasse gegenüber Oliver Caruso den Wunsch, dass der Experte für Krafttraining sein Wissen und seine Erfahrungen weiteren Spielerinnen und Spielern des DBV sowie auch deren Trainerinnen und Trainern weitergeben möchte. Diesbezüglich erklärte der ehemalige Gewichtheber ebenfalls umgehend seine Bereitschaft. In Mülheim an der Ruhr arbeitete Oliver Caruso jeweils etwa neun Stunden mit Athletinnen und Athleten aus ganz unterschiedlichen Altersklassen sowie mit deren Coaches.

Oliver Caruso...
...gibt der 17-jährigen Laura Wich Hinweise zur korrekten Übungsausführung. Xuyan Wang (2.v.r.), Bundestrainer Dameneinzel, und Marcus Busch, Co-Landestrainer NRW, schauen aufmerksam zu. Fotos: Claudia Pauli

DBV unterstützt Münchener Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018
(23.9.10) Der Deutsche Badminton-Verband hat am 22. September der Bewerbungs-gesellschaft München 2018 GmbH mitgeteilt, dass der DBV voll hinter der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele München 2018 steht. Diese Unterstützung erfolgt im Rahmen einer Solidaritätsaktion der Deutschen Sportverbände und der Landessportbünde mit den Bestrebungen, die XXII. Olympischen und XII. Paralympischen Winterspiele 2018 nach Deutschland zu holen.
Als sichtbares Zeichen dieses Bekenntnisses für das vom IOC mittlerweile zur offiziellen Kandidatenstadt erhobene München, wird auf der Startseite der Verbandswebsite badminton.de bis zum Zeitpunkt der Vergabe der Spiele am 6. Juli 2011 ein "Unterstützer-Button" platziert. Über diesen gelangt man zu aktuellen Infos rund um die Bewerbung von München, Garmisch-Partenkirchen und der Kunsteisbahn Königssee.
Außerdem soll auf badminton.de mit ausgewählten Nachrichten immer mal wieder auf die Bewerbung hingewiesen werden. 

Ab der Saison 2010/11 gelten neue Richtlinien für Spieler, die bei internationalen Turnieren starten wollen

Einheitliche E-Mail-Adresse für alle internationalen Turniermeldungen

(18.8.10) Ab der beginnenden Saison gelten für das Abgeben deutscher Meldungen für internationale Turniere neue Richtlinien. Diese gab DBV-Sportdirektor Martin Kranitz bekannt.

Badminton unterm Blätterdach fotografierte Christian Beutel.

Einsendeschluss für Badminton-Fotokalender 2011 ist der 15. September
Badminton spielen zwischen Hochseilgarten und Gletschergeröll
(13.7.10) Reizvolle Orte, an denen Badminton gespielt werden kann, fanden die Fotografen, deren Fotos im letztjährigen Kalender des DBV-Ausschusses für Breitensport veröffentlicht wurden (siehe untere Meldung vom 7.1.2010).
Wie Referatsleiterin Maike Masurat jetzt in einem Rundschreiben an die Breitensport-Verantwortlichen der Landesverbände offiziell mitteilt, soll auch im kommenden Jahr wieder ein Badmintonkalender unter dem Motto "Badminton kann man überall spielen" veröffentlicht werden.
Damit Produktion und Auslieferung rechtzeitig zur Kalendersaison erfolgen können, wurde der Einsendeschluss für Fotos auf den 15. September 2010 festgelegt. Bis zu diesem Termin können Fotos an die E-Mail-Adresse

m.masurat @ gmx.de

eingeschickt werden. Wichtig ist, dass die Fotos querformatig sind und eine möglichst hohe Auflösung haben. Maike Masurat: "Also gerne große E-Mails". 

Meisterschaftsvergaben beim DBV-Verbandstag
Wer sich 2012 über eine Deutsche Meisterschaft freuen darf
(15.6.10) Der DBV-Verbandstag am 12. Juni in Frankfurt vergab die Deutschen Meisterschaften für das Jahr 2012. Der für den Wettkampfsport zuständige DBV-Vizepräsident Gerd Pigola teilt das Ergebnis mit:
1. 25. Deutsche Meisterschaften O35 bis O75 von Freitag bis Sonntag 18.-20. Mai 2012
Die Ausrichtung der Veranstaltung wurde an den einzigen fristgerechten Bewerber TV 1875 Paderborn vergeben. Die nicht fristgerechten Bewerbungen von Fortuna Regensburg, des TV Bensheim und des VfL Sindelfingen konnten nicht berücksichtigt werden.
2. 43. Deutsche Junioren-Meisterschaften U22 von Freitag bis Sonntag 13.-15. April 2012
Die Ausrichtung der Veranstaltung wurde an den einzigen Bewerber VfL Sindelfingen vergeben.
3. 29. Internationale Deutsche Meisterschaften U19 von Donnerstag bis Sonntag 8.-11. März 2012
Die Ausrichtung der Veranstaltung wurde an den einzigen Bewerber SG EBT Berlin vergeben.
4. 40. Deutsche Meisterschaften U15 / 33. Deutsche Meisterschaften U17 / 60. Deutsche Meisterschaften U19 von  Freitag bis Sonntag 10.-12. Februar 2012
Die Ausrichtung der Veranstaltung wurde an die OTG 1902 Gera vergeben. Die Bewerbung des BV Rastatt fand keine Mehrheit.
5. 47. Deutsche Mannschaftsmeisterschaften U19 / 38. Deutsche Mannschaftsmeisterschaften U15 von Freitag bis Sonntag 11. -13. Mai 2012
Die Ausrichtung der Veranstaltung wurde an den TSV Lauf vergeben. Die Bewerbung des VfL Sindelfingen fand keine Mehrheit.
Die Deutsche Meisterschaft der Eliteklasse findet 2012 nochmals in Bielefeld statt. Im Kalenderjahr 2011 wird sie neu zur Vergabe ausgeschrieben, voraussichtlich für die Vierjahresperiode 2013-2016.

Fontane-Jugendförderpreis 2010 für Badmintonvereine ausgeschrieben
(10.5.10) Die Fontane-Klinik für Psychosomatik in Mittenwalde spendet 5000 Euro für ein Vereinsprojekt mit Schulkindern. Damit wollen der Deutsche Badminton-Verband und die Fontane-Klinik Aktivitäten von Badmintonvereinen/-abteilungen zur Bewegungsförderung und Gesundheitserziehung sowie für ein soziales Miteinander in der Gruppe unterstützen. Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2010.
Alle Badmintonvereine/-abteilungen werden hiermit aufgerufen, ein Projekt mit einer Dauer von vier bis sechs Monaten für Schulkinder der 3. und 4. Klassen zu initiieren.

Jakob Hoi wurde zum Chefbundestrainer befördert: DBV-Vizepräsident Dietrich Heppner (re) bei der Verkündung der Neuigkeit in Bielefeld. In der Mitte DBV-Pressesprecherin Claudia Pauli.

DBV hat wieder einen Chefbundestrainer
Jakob Hoi leitet künftig die Arbeit des DBV-Trainerteams
(7.2.10) Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft in Bielefeld hat der DBV der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass der bisherige Bundestrainer Jakob Hoi ab dem 1. Februar 2010 zum Chefbundestrainer ernannt wurde.
Der für den Bereich Leistungssport zuständige Vizepräsident Dietrich Heppner: „Seit dem Wechsel des letzten Chefbundestrainers Detlef Poste ins Amt des DBV-Geschäftsführers haben wir bei der Neugestaltung unseres Trainerteam mit mehreren Disziplintrainern gearbeitet Wir haben allerdings diese Situation schon immer als nicht ganz befriedigend angesehen. Geld um eine zusätzliche Stelle einzurichten, haben wir nicht. Also musste der neue Chef aus den eigenen Reihen kommen. Ich habe dem DBV-Präsidium dann vorgeschlagen, Jakob Hoi ab 1. Februar zum Cheftrainer zu ernennen. Dem ist das Präsidium gefolgt. Damit haben wir bis zum Jahre 2012 die personelle Besetzung unseres Leistungssportkonzeptes abgeschlossen.“
Der 33-jährige Däne Jakob Hoi steht seit dem 1.Mai in Diensten des DBV. Er ist am Olympiastützpunkt Saarbrücken stationiert und war bisher für die Disziplinen Herrendoppel und Mixed zuständig. „Ich bin stolz, diese zusätzliche Aufgabe übertragen bekommen zu haben", erklärte er. "Und ich freue mich auf die Herausforderung, nicht nur als Disziplintrainer zu arbeiten sondern jetzt auch noch aus der Vogelperspektive, wie ich es sage, die Weiterentwicklung des gesamten Leistungssportes zu steuern. Wir haben jede Menge Aufgaben und da muss viel koordiniert werden. Ich werde zum Beispiel natürlich in Zukunft häufiger nach Mülheim zum Bundesstützpunkt der Frauen fahren, um mit den Trainern dort zusammenzuarbeiten.“
Der Verantwortungsbereich als Cheftrainer umfasst auch die Jugend. Vize Heppner: „Das ist mit Bundesjugendtrainer Holger Hasse so abgesprochen und findet dessen ausdrückliche Zustimmung.“
Das bisherige System der organisatorischen Stützpunktleiter – Holger Hasse in Mülheim und DBV-Sportdirektor Martin Kranitz in Saarbrücken - wird allerdings beibehalten. Heppner: „Diese Arbeit wollen wir Jakob Hoi nicht auch noch aufbürden. Er soll sich um das Training kümmern und seine Ressourcen darauf konzentrieren.“
Zur Übersicht über das Referat Leistungssport des DBV.

Auch drei ehemalige Nationalspieler wollen die A-Trainerlizenz erwerben: (v.l.) Kathrin Wanhoff (geb. Piotrowski), Roman Spitko und Steffi Müller. Foto: MK.

Ausbildungslehrgang zur Trainerlizenz A hat begonnen
24 Teilnehmer streben höchste Verbandslizenz an
(29.1.10) Am vergangenen Wochenende hat im Bundesleistungszentrum in Mülheim an der Ruhr mit einem viertägigen Einstiegslehrgang die neue Ausbldungsreihe zum Erwerb der Trainerlizenz A begonnen. Insgesamt 24 Teilnehmer erhielten die Zulassung. Sie wurde aus vierzig Bewerbern ausgewählt. 
Der Lehrgang geht über weitere fünf Lehrgangseinheiten, die im Verlauf des Jahres zu absolvieren sind. Lehrgangsleiter ist DBV-Lehrwart Martin Knupp.
Referenten am ersten Wochenende waren der Sportpsychologe Lothar Linz, Bundesjugendtrainer Holger Hasse und Matthias Hütten, Co-Trainer der Jugend. Die Prüfung ist für Januar 2011 vorgesehen. Das nächste Wochenende ist Ende März, es ist dem Thema Athletik-Training gewidmet.

Für den nächstjährigen Kalender können Fotos bereits eingesandt werden
Genugtuung bei Breitensportverantwortlichen: Badmintonkalender 2010 ist ausverkauft
(7.1.10) "Badminton an außergewöhnlichen Orten" - Unter diesem Motto hatte der DBV-Ausschuss für den Breitensport im Juni zu einem Fotowettbewerb eingeladen (siehe untere Meldung vom 27.6.09). Aus den Einsendungen wurde dann ein Kalender zusammengestellt. Die 200 gedruckten Exemplare sind jetzt ausverkauft. Das meldet Maike Masurat, die Leiterin des Referats Breitensport im DBV: "Klaus Hasselmann und ich sind zufrieden. Unsere Idee hat den gewünschten Erfolg gebracht. Eine Idee, die zu Beginn belächelt und als verrückt abgetan wurde. Richtig, die Geschichte ist verrückt, aber es ist eben auch eine von denjenigen, die funktioniert haben."
Damit steht fest, dass auch für das kommenden Jahr wieder ein Kalender produziert werden soll. Das unterstützt auch der für den Breitensport zuständige DBV-Vizepräsident Karl-Heinz Zwiebler: "Ich war froh, dass Maike und Klaus das Kalenderprojekt initiiert haben. Es war mal was anderes und wunderbar geeignet, Badminton ins Gespräch zu bringen. Wir werden sicher darüber reden, ob wir die Anzahl der gedruckten Exemplare bei der nächsten Ausgabe erhöhen sollen."
Interesse auch an Dezember-Fotos
Maike Masurat erklärt, das letztjährige Motto "Badminton kann man überall spielen", soll erhalten bleiben: "Die Ideen aller Badmintonfreunde sind folglich weiterhin gefragt. Wir freuen sich auf neue attraktive, einmalige, sensationelle bis unvorstellbare Einsendungen!".
Einen Anfang für die neue Serie könnten bereits die Dezember-Fotos bieten. Bekanntermaßen war die Dezemberseite frei geblieben, damit Firmen, Vereine oder Privatpersonen die Möglichkeit haben sollten, sich dort selbst zu präsentieren oder für sich zu werben. Masurat: "Die Macher des Kalenders interessieren sich nun selbstverständlich auch für solche Dezember-Fotos."
Fotos 
können eingesandt werden unter dem Stichwort "Badminton überall" an breitensport @ badminton.de.

Dänischer Technikexperte: Morten Bjergen. Foto: privat

Dänischer Gasttrainer am DBV-Stützpunkt in Mülheim
(14.10.09) Heute und morgen wird am DBV-Stützpunkt der Damen in der Mülheimer Südstraße der dänische Spitzentrainer Morten Bjergen zu Gast sein. Er gilt als Entwickler diverser Konzepte zur Technikvermittlung im Nachwuchsbereich. In dieser Funktion arbeitet er unter anderem im Auftrag des Dänischen und des Europäischen Badminton Verbandes. Gemeinsam mit Dänemarks Nummer eins Peter Gade und einem Trainerteam entwickelt er zurzeit ein Video-Portal mit Technik-Leitbildern für die jüngsten Altersstufen.
Hauptgrund für Bjergens Anwesenheit in Mülheim sind einige Ausbildungseinheiten für die beiden derzeitigen Trainerakademie-Studenten Matthias Hütten und Diemo Ruhnow. Diese müssen im Rahmen ihres Diplomtrainer-Studiums auch sportartspezifische Ausbildungsinhalte nachweisen.
Stützpunktleiter Holger Hasse, der gleichzeitig der DBV-Koordinator für die Trainerakademie Köln ist, hat auch alle DBV-Trainer zu den Trainingseinheiten eingeladen: "Wir haben versucht, die Seminarteile zeitlich so zu legen, dass möglichst viele Trainer daran teilnehmen und sich an der hoffentlich entstehenden Diskussion beteiligen können".

Badminton in den Bergen: Das Siegerfoto stammt von Lars Zickgraf.

Interessenten für den Jahreskalender 2010 sollen sich schon jetzt melden

"Badminton an außergewöhnliche Orten" - Fotowettbewerb ist entschieden

(6.10.09) Der DBV-Ausschuss für den Breitensport hatte im Juni zu einem Fotowettbewerb engeladen. Thema: "Badminton an außergewöhnlichen Orten". Auf einem Musterbild wurde auf einem Parcour für Springreiter über ein Hindernis Badminton gespielt (siehe untere Meldung vom 27.6.09). 
Während der Bitburger Open in Saarbrücken hat eine Jury nun die Einsendungen gesichtet und die Fotos für den geplanten Jahreskalender ausgewählt.
Maike Masurat, die Leiterin des Referats Breitensport im DBV: "Wir haben lange beratschlagt, geschaut, bewertet und schließlich die Sieger gefunden. Insgesamt waren wir positiv überrascht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Knapp 100 Fotos wurden eingeschickt. 20 Vorschläge gingen in die entscheidende Runde. Die internationale Jury machte es sich nicht leicht, die elf Siegerfotos für den Kalender zu ermitteln. Der Monat Dezember wird frei bleiben, damit sich Vereine, Firmen oder einzelne Personen dort präsentieren können."
Auch der Gesamtsieger wurde ausgewählt. Noch einmal Masurat: "Gewonnen hat Lars Zickgraf mit seinem Foto in den Bergen. Dazu herzlichen Glückwunsch."
Vorbestellungen
Interessenten für den Kalender sollen sich bereits jetzt melden. Masurat: "Das ist den Verantwortlichen im Breitensport, also neben mir noch Vizepräsident Karl-Heinz Zwiebler und Klaus Hasselmann, besonders wichtig. Es soll uns die endgültige Festlegung der Druckauflage vereinfachen. Die Kosten werden 10 Euro zuzüglich Porto nicht überschreiten."
Vorbestellungen bitte an folgende E-Mail-Adresse: breitensport @ badminton.de.
Wettbewerb läuft weiter 
Und dann macht Maike Masurat noch darauf aufmerksam, dass auch in den kommenden Monaten weiter geknipst werden soll: "Wir wollen noch immer weitere Fotos haben, schließlich folgen noch viele Badmintonjahre."
Fotos zum Thema "Badminton an außergewöhnlichen Orten" können eingeschickt werden an: kalenderwettbewerb @ gmx.de.

Karin Schnaase und Alexander Roovers spielten Showmatch in der Justizvollzugsanstalt Castrop-Rauxel
Inhaftierte waren fasziniert und dankbar
Von Claudia Pauli
(18.9.09) Fasziniert und dankbar zeigten sich etwa 100 Inhaftierte der Justizvollzugsanstalt (JVA) Castrop-Rauxel beim Besuch der beiden deutschen Badmintonasse Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) und Alexander Roovers (1. BV Mülheim) am 16. September in der anstaltseigenen Sporthalle.
Alexander Roovers hatte sich kurzfristig für die Aktion zur Verfügung gestellt, nachdem sich Nationalspielerin Johanna Goliszewski, die ursprünglich mitfahren wollte, tags zuvor im Training am Knie verletzt hatte.
Die beiden demonstrierten zunächst in einem Showmatch, wie vielfältig und spektakulär die Sportart Badminton ist. Anschließend dienten sie mehreren Inhaftierten als Trainingspartner und gaben ihnen Tipps zur Verbesserung ihres Spiels. Überaus motiviert und sichtlich begeistert nahmen etwa zehn derjenigen Inhaftierten, die üblicherweise mehrmals wöchentlich zum Badmintonschläger greifen und auch schon über ein gewisses Spielniveau verfügten, das Angebot an.

Karin Schnaase, 2008 WM-Dritte mit dem deutschen Damenteam und Deutsche Juniorenmeisterin: „Die Aktion war für uns eine ganz neue Erfahrung, und es hat uns viel Spaß gemacht, hier zu spielen. Es war schön zu sehen, wie dankbar alle waren, dass wir ihnen diese Möglichkeit geboten haben. Gleichzeitig konnten wir den Inhaftierten ein Beispiel geben, wie sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten können.“
Auch Alexander Roovers, der ab Oktober am Bundesstützpunkt der Herren in Saarbrücken trainieren wird, zog ein positives Fazit: „Ich war sehr überrascht, dass so viele zum Zuschauen gekommen sind und Interesse am Badmintonsport haben“, meinte der 22-Jährige."
„Badminton wird bei uns hochgehalten. Wir bedanken uns bei Ihnen, dass Sie uns nun zeigen werden, wie man es richtig macht. Dass unsere Anfrage vom Deutschen Badminton-Verband so positiv beschieden wurde, freut uns sehr“, sagte der stellvertretende Anstaltsleiter Rolf Schwidder in seiner kurzen Begrüßungsrede.
Ganz still wurde es in der mit vier Badmintonfeldern ausgestatteten Sporthalle, als Karin Schnaase und Alexander Roovers mit ihrem Showmatch begannen: Fasziniert verfolgten die Zuschauer, darunter auch zahlreiche Mitarbeiter der JVA, wie sich die beiden Einzelspezialisten gegenseitig über das Feld jagten. Doch schnell beteiligten sich auch die Badmintonanhänger von der kleinen Tribüne und den Bänken aus: Jeden Punktgewinn bedachten sie mit lautstarkem Applaus.
Der Sport mit Inhaftierten hat in der JVA Castrop-Rauxel einen hohen Stellenwert. „Es geht dabei unter anderem um physische und psychische Entlastung der Inhaftierten, Vorbereitung auf die Entlassung, das Erlernen einer sinnvollen Freizeitgestaltung, Sozialerziehung und positive Persönlichkeitsbildung. Neben Fußball spielt bei uns in diesem Zusammenhang der Badmintonsport eine große Rolle“, sagte Klaus Fuhrmann, der in der JVA Castrop-Rauxel, einer Anstalt des offenen Strafvollzuges, für das Sportprogramm der Inhaftierten verantwortlich zeichnet und selbst seit mehr als 30 Jahren als Spieler und Abteilungsleiter im Badmintonsport aktiv ist.
Lesen Sie auch einen Bericht im Internetportel DER WESTEN: Badminton-Asse spielen mit Häftlingen hinter Gittern von Christoph Winkel.

Vorbericht:

Badminton spielen als Möglichkeit für Inhaftierte, ihre Freizeit zu gestalten
Nationalspielerinnen Karin Schnaase und Johanna Goliszewski in der Justizvollzugsanstalt Castrop-Rauxel
(15.9.09) Zu einem sozialen Engagement der besonderen Art hat sich der DBV auf Anfrage bereit erklärt. Die Nationalspielerinnen Karin Schnaase und Johanna Goliszewski werden morgen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Castrop-Rauxel zunächst ein Showmatch spielen. Anschließend erhalten mehrere der Inhaftierten die Möglichkeit, mit den Athletinnen zu spielen und zu trainieren.
Klaus Fuhrmann, der in der JVA Castrop-Rauxel für das Sportprogramm der Inhaftierten verantwortlich zeichnet und selbst seit mehr als 30 Jahren als Spieler und Abteilungsleiter im Badmintonsport aktiv ist, über seine Beweggründe, sich an den DBV zu wenden: „Der Sport hat bei uns einen hohen Stellenwert. Es geht dabei unter anderem um physische und psychische Entlastung der Inhaftierten, Vorbereitung auf die Entlassung, das Erlernen einer sinnvollen Freizeitgestaltung, Sozialerziehung und positive Persönlichkeitsbildung. Neben Fußball spielt bei uns der Badmintonsport eine große Rolle.“
Bei der JVA Castrop-Rauxel handelt es sich um eine Anstalt des offenen Strafvollzuges mit etwa 450 Inhaftierten. Die anstaltseigene Sporthalle hat vier Badmintonfelder.
Das Engagement des DBV erläutert Ulrike Thomas, Leiterin des Funktionsbereichs Marketing und Medien im DBV: „Der Deutsche Badminton-Verband möchte die JVA Castrop-Rauxel in ihren Bemühungen unterstützen und den Inhaftierten eine Möglichkeit aufzeigen, wie sie ihre Freizeit ausfüllen können.“
Beginn der Badmintonaktion in der JVA, Lerchenstr. 81 in Castrop-Rauxel ist am Mittwoch, 16. September, um 16.30 Uhr. In einer Pressemitteilung hat DBV-Pressesprecherin Claudia Pauli Medienvertreter/innen eingeladen, sich vor Ort ein Bild von der Maßnahme zu machen.

Federball unter Pferdeaufsicht: Badminton spielen über ein Reitsport-Hindernis. Foto: Herbert Rongen

Der Bereich Breitensport im DBV ruft zu Foto-Wettbewerb für Jahreskalender auf

Ob auf dem Zugspitzplatt oder im Pütt - Badminton kann man überall spielen

Von Maike Masurat - Referatsleiterin Breitensport
(27.6.09) „Was ist denn jetzt los?“, mag sich manch einer beim Betrachten des nebenstehenden Fotos fragen. Badminton auf dem Reitplatz? Genau - Badminton auf dem Reitplatz, warum dort nicht? Das Foto von Herbert Rongen soll den Anstoß geben zu einer außergewöhnlichen Aufgabe - der Dokumentation nämlich, an welchen außergewöhnlichen Orten man Badminton spielen kann...
Die Idee stammt von Maike Masurat und Klaus Hasselmann, sie sich häufiger Gedanken darüber machen, wie man auf „unsere Sportart“ aufmerksam machen kann.
Unter Mithilfe der fotografierenden Badmintonenthusiasten soll für das nächste Jahr ein Kalender entstehen, der unter dem Motto steht: „Badminton kann man überall spielen!“.
Ab sofort reicht es also nicht mehr aus, verrückte Ideen zu haben - diese sollen auch umgesetzt werden. Die Initiatoren sind sehr gespannt, was sie an Fotos erreichen wird. Elf Fotos werden für den Kalender ausgewählt. Der Hauptgewinn wird ein Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft 2010 in Bielefeld sein.
Es wird deshalb nur elf Sieger geben, weil die Dezember-Seite unbedruckt gelassen wird. Hier sollen die Käufer, die Vereine oder auch die Landesverbände die Möglichkeit haben, sich selbst - mit einem eigenen Foto oder einer eigenen Grafik - zu präsentieren.

Die Fakten in Kürze:

Die Idee
√ Badmintonbegeisterte zum Mitmachen animieren,
√ Orte finden, bei denen keiner an Badminton denkt,
√ Badminton einmal "anders" in die Öffentlichkeit transportieren,
√ Werbung für Badminton in einer Art machen, wie sie unüblich ist,
√ Zusammenarbeit herstellen zwischen Vereinen, Landesverbänden und DBV,
Der Ablauf
√ Vorschläge können bis zum 30. September 2009 an

kalenderwettbewerb @ gmx.de

eingesandt werden. Fotos bitte in Originalauflösung.
√ Jury (wird noch vorgestellt) wählt die Sieger aus.
√ Wenn die Sieger ermittelt sind, wird der Kalender 2010 gedruckt und geht anschließend zu einem fairen Preis in den Verkauf. 
√ Wenn Vereine oder Landesverbände - etwa als Weihnachtspräsent - Sammelbestellungen planen und wissen, welche Anzahl sie erwerben möchten, sollten sie rechtzeitig mit Maike Masurat (
breitensport @ badminton.de) oder Klaus Hasselmann (netzroller-online @ gmx.de) in Verbindung treten.

DBV im europäischen Dachverband vertreten
(6.5.09) Auf Vorschlag des DBV wurde Christine Skropke bei der Mitgliederversammlung von Badminton Europe am 4. April in Mailand ins Council gewählt. Hier ist der Bericht:
Ehemalige Nationalspielerin Christine Skropke wurde ins Council von Badminton Europe gewählt.

Soll frischen dänischen Wind für unsere Doppel bringen: Jakob Høi. Foto: Frank Kossiski.

DBV verpflichtet Dänen Jakob Hoi als Bundestrainer für Herrendoppel und Mixed
Trainerteam des DBV nun komplett
(3.2.09) Die letzte Vakanz ist nun auch besetzt. Nachdem der frühere Chefbundestrainer Detlef Poste auf den Posten des DBV-Geschäftsführfers wechselte, war für den Olympiazyklus 2009 bis 2012 eine Neuorganisation des Trainerstabes im DBV notwendig geworden. Über den Zugang von Xuyan Wang als Bundestrainer Dameneinzel hatte badminton.de schon berichtet (siehe untere Meldung vom 2.9.08). Nun konnten die Verhandlungen mit dem dänischen Trainer Jakob Hoi erfolgreich abgeschlossen werden. Er wird Bundestrainer für die Disziplinen Herrendoppel und Mixed, Arbeitsplatz wird der Bundesstützpunkt Saarbrücken sein. Der 33-jährige aktuelle U19-Nationaltrainer Dänemarks wird seine Tätigkeit für den DBV am 1. Mai 2009 aufnehmen. Bei der Jugend-EM Anfang April in Mailand ist er noch für das dänische Team verantwortlich.
Jakob Hoi begann seine Trainerlaufbahn schon in jungen Jahren und wurde von seinem Verband für die Elitetrainerausbildung berufen. Neben der Aufgabe als dänischer U19-Chefcoach ist Hoi auch als Stützpunkttrainer am dänischen Topstützpunkt in Bröndby tätig.
Jakob Hoi komplettiert nunmehr das Trainerteam in Saarbrücken, dem Jeroen van Dijk (Bundestrainer Herreneinzel), Uwe Ossenbrink (Stützpunkttrainer Herrendoppel/Mixed) und Dede Dewanto (Stützpunkttrainer Herreneinzel) angehören. Mit diesem Team und den am Bundesstützpunkt Mülheim arbeitenden Xuyan Wang, Boris Reichel und Stephan Kuhl verspricht sich der DBV einen weiteren Fortschritt seiner Nationalspieler und eine Etablierung der besten Athleten unter den Topten der Weltrangliste.
Lesen Sie Jakob Høi ny landstræner i Tyskland auf badminton.dk.

Dr. Stefan Wengler im DBV-Team neu dabei
DBV stellt sich in seiner Vermarktung neu auf
(15.9.08) Mit Beginn des neuen Olympiazyklus konnte der Deutsche Badminton-Verband Dr. Stefan Wengler für die Position "Leiter Projekt Marketing" gewinnen, einen erfahren Experten auf dem Gebiet der Verbandsvermarktung. Dies teilt DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst mit: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm und ich möchte bitten, ihn bei seiner Arbeit tatkräftig zu unterstützen."
Zukünftig wird Stefan Wengler in Abstimmung mit Ulrike Thomas von der Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland (VBD)die Vermarktung des Verbandes koordinieren und sich gezielt um die Akquisition neuer Sponsoren kümmern. Zu Stefan Wenglers Kontaktdaten.

Führte während seiner Zeit bei FC Langenfeld Oliver Pongratz und Björn Joppien bis in die Weltspitze: Erfolgscoach Xuyan Wang arbeitet künftig mit Deutschlands besten Damen. Foto: Raphael Ronga

Nachwuchstalent Fabienne Deprez geht mit ihrem Trainer nach Mülheim
Langenfelds Erfolgstrainer Xuyan Wang ist seit dem 1. September neuer Bundestrainer für Dameneinzel
(2.9.08) Was vor anderthalb Jahren niemand für möglich gehalten hatte, ist jetzt Wirklichkeit geworden. Der Deutsche Badminton-Verband hat den langjährigen Langenfelder Erfolgstrainer Xuyan Wang als Bundestrainer für den Bereich Dameneinzel am Bundesstützpunkt Mülheim verpflichten können.
Im vergangenen Jahr hatten die Trainer Detlef Poste, Holger Hasse und Xuyan Wang nach langjährigen getrennten Wegen eine Zusammenarbeit begonnen (siehe untere Meldung vom 24.7.07), die letztlich in der Anstellung Wang´s als verantwortlicher Trainer für die besten deutschen Einzelspielerinnen endete.
Ein schmerzhafter Verlust für den FC Langenfeld, dem Xuyan Wang in 18 Jahren Trainertätigkeit unzählige Erfolge bescherte. Dennoch gab es durchgehend volles Verständnis für die Entscheidung von Wang.
„Xuyans Motivation und größter Herzenswunsch ist es, Spielerinnen und Spieler in die Weltspitze zu führen und täglich mit hoch motivierten und talentierten Athleten zu arbeiten. In Mülheim hat er die Bedingungen und diese Spielerinnen“, so Karl-Heinz Schulz und Günther Joppien, die Macher des FCL. Glücklicherweise haben sie schnell einen neuen Vollzeittrainer für ihren Verein gefunden haben. Der junge Chinese Zhang Hong soll die erfolgreiche Tradition seines Landsmannes fortsetzen.
Im Zuge des Wechsels von Wang nach Mülheim und mit dem weiter vorangetriebenen Ausbau des Badminton-Internates in der Südstraße wechselten mit Fabienne Deprez, Fabian Scherpen, Raphael Beck und dem beabsichtigten Neuzugang Yasmin Wu die besten FCL-Nachwuchsspieler ebenfalls nach Mülheim. Sie besuchen dort jetzt das Gymnasium „Luisenschule - Partnerschule des Leistungssports“ und wollen hart dafür arbeiten, sich durch die angebotenen bis zu zehn Einheiten Training pro Woche zu international konkurrenzfähigen Spielern zu entwickeln. Yasmin Wu wechselte vom baden-württembergischen Verein BV Esslingen ans Badmintoninternat.
Sehr zufrieden mit dieser Entwicklung zeigt sich DBV-Vizepräsident Dietrich Heppner: „Die Einstellung von Xuyan Wang gibt mir große Hoffnung für die Zukunft des DBV im Dameneinzel. Außerdem verspreche ich mir eine neue Ära in der Zusammenarbeit zwischen dem DBV und dem FC Langenfeld, in der es ein für beide Seiten unkompliziertes und fruchtbares Miteinander gibt."

Verwendung des DBV-Logos nur mit Genehmigung
(8.7.08) Das DBV-Logo darf zu kommerziellen Zwecken nur mit Genehmigung und gegebenenfalls nach Zahlung einer Lizenzgebühr verwendet werden. Darauf weist "aus gegebenem Anlass" DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst hiermit noch einmal ausdrücklich hin. Der Hinweis ging in einem Rundschreiben auch an die Landesverbände und an die DBV-Funktionsträger. Eine Genehmigung kann über die DBV-Geschäftsstelle eingeholt werden.
Wer von Internetseiten aus auf den DBV verlinken möchte, bedient sich am besten unproblematischerweise des badminton.de-Logos.

Die höchste staatliche Auszeichnung im Sport mal wieder für eine Badmintonspielerin
Huaiwen Xu erhielt das Silberne Lorbeerblatt aus den Händen von Bundesinnenminister Schäuble
(4.6.08) Es war eine große Zeremonie, bei der unsere zweifache Europameisterin Huaiwen Xu mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt wurde. Hier gibt es einen Bericht und Fotos.

DBV-Präsidium hat Nachfolger des zurückgetretenen Lutz Sotta benannt
Bernd Mohaupt jetzt Referatsleiter Spielbetrieb O19
(30.5.08) Wie DBV-Vizepräsident Gerd Pigola mitteilt, hat das Präsidium des DBV den bisherigen Mitarbeiter in Referat für Spielbetrieb Bernd Mohaupt mit Datum vom 26. Mai 2008 als neuen Leiter für das Referat Spielbetrieb O19 auf seinen Vorschlag hin berufen. Mohaupt tritt damit die Nachfolge von Lutz Sotta an, der am 16. Mai zurückgetreten war (s.u.). Neu ins Referat wurde Mike Bräutigam aus Wiesbaden berufen. Monika Dreier bleibt als Beisitzerin im Amt.

Für ihn muss ein Nachfolger gefunden werden: Lutz Sotta.

Bernd Mohaupt soll Nachfolger von Lutz Sotta werden
(20.5.08) Schnell gehandelt hat der für den Bereich Wettkampfsport zuständige DBV-Vizepräsident Gerd Pigola. Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt (Gütersloh) soll Nachfolger des zurücktretenen Leiters des Referats Spielbetrieb O19 werden (siehe untere Meldung vom 19.5.08). Bisher war er im Referat als Beisitzer tätig. Mike Bräutigam aus Wiesbaden wird als Mitarbeiter ins Referat nachrücken. Pigola: "Ich werde die beiden dem Präsidium zur Berufung vorschlagen. Durch die Besetzung erhoffe ich mir zukünftig eine zeitgemäße Nutzung moderner Datenverarbeitungsmethoden im Spielbetrieb. Wir wollen und müssen den Einsatz von Turnierprogrammen, die Verbandsverwaltung und den Ergebnisdienst vorantreiben."
Mike Bräutigam, Webmaster von bvsachsen.de, war schon im letzten Dezember vom DBV-Präsidium als Systemadministrator des DBV für die Ergebnisdienste berufen worden.
Pigola weiter: "Nach der offiziellen Berufung werden wir uns kurzfristig zusammensetzen und über die neue Aufteilung im Referat sprechen."
Lesen Sie die Meldung vom 19.5.:
DBV-Sportwart Lutz Sotta ist zurückgetreten - DBV-Präsidium schlägt Karl-Heinz Zwiebler als neuen Vizepräsidenten vor.

B-Kader-Mitglied war für NADA nicht erreichbar
Öffentliche Verwarnung für Carola Bott
(29.4.08) Der Deutsche Badminton-Verband hat gegen sein B-Kader-Mitglied Carola Bott vom FC Langenfeld eine schriftliche Verwarnung wegen eines "nicht erfolgreichen Kontrollversuches" der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) ausgesprochen.
Anfang des Jahres erhielt der DBV eine Mitteilung der NADA, dass Bott bei einer unangemeldeten Kontrolle nicht an ihrer angegebenen Anschrift anzutreffen gewesen war. Wie eine Untersuchung ergab, hatte sie es versäumt, der NADA einen Umzug mitzuteilen.
Entsprechend des NADA-Codes musste der DBV unter der Federführung des für den Leistungssport zuständigen Vizepräsidenten Dietrich Heppner für den Erstverstoß eine "Öffentliche Verwarnung" aussprechen und dies in seine Organen veröffentlichen. Ähnlich wie bei "Bewährungen", bleibt die Verwarnung 18 Monate bestehen. Ein zweiter nichterfolgreicher Kontrollversuch innerhalb dieses Zeitraums hat eine dreimonatige Sperre zur Folge.
Infos zu Trainingskontrollen und Meldepflichtverstößen bei nada-bonn.de.

Nachfolger von Helmut Altmann gefunden
Chef-Bundestrainer Detlef Poste wechselt auf den Posten des DBV-Geschäftsführers
(24.4.08) Wie der Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes Karl-Heinz Kerst mitteilte, wird der amtierende Chef-Bundestrainer Detlef Poste neuer Geschäftsführer beim DBV.
Aus einer großen Zahl von Bewerbungen entschieden sich die Mitglieder des Präsidiums letztlich einstimmig für Poste, der seit 1997 als Bundestrainer für den Verband tätig ist.
Bis zu den Olympischen Spielen in Peking wird Poste seine Arbeit als Cheftrainer uneingeschränkt fortsetzen. Lediglich Verwaltungsaufgaben im Leistungssport werden umverteilt, damit eine Einarbeitung in die neue Funktion möglich ist. Der Geschäftsführer soll zukünftig neben der Verwaltungsarbeit in allen Säulen des Verbandes mitwirken. Unter anderem bleibt der 42-Jährige damit auch zukünftig für die Strategien und Konzepte im Leistungssport verantwortlich.

Seit 1. April Presse-sprecherin des DBV: Claudia Pauli aus Mülheim.

Der Deutsche Badminton-Verband hat ab 1. April eine offizielle Pressesprecherin
(2.4.08) Ulrike Thomas, zuständige Leiterin des Referates Medien im DBV teilt mit, dass das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes ihrem Vorschlag zugestimmt und Claudia Pauli als offizielle Pressesprecherin des DBV ab 1. April 2008 eingesetzt hat. "Im Hinblick auf die Olympischen Spiele im Sommer diesen Jahres müssen wir gut vorbereitet und professioneller aufgestellt sein", meint Ulrike Thomas.
Claudia Pauli fungiert zukünftig einerseits als Kontaktperson für die Medien hinsichtlich Fragen rund um den DBV, andererseits wird die 29-Jährige auch regelmäßig Informationen über den Badmintonsport in Deutschland in Form von Pressemitteilungen versenden. In den kommenden Monaten stehen dabei natürlich insbesondere die Qualifikation der DBV-Asse für die Olympischen Spiele 2008, deren Vorbereitung auf das Großereignis und das Abschneiden in Peking selbst im Vordergrund.
Bereits seit einigen Wochen kann erfreulicherweise seitens Nachrichtenagenturen, Tageszeitungen, Fernseh- und Hörfunksendern sowie Internetportalen ein großes Interesse an den deutschen Badmintonspielerinnen und –spielern festgestellt werden. Die entsprechenden Redaktionen werden gebeten, sich bei Fragen ab sofort an Claudia Pauli zu wenden. Gleiches gilt für Redaktionen, die in den Verteiler für regelmäßige Pressemitteilungen aufgenommen werden möchten.
Claudia Pauli ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Sie hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt „Medien und Kommunikation“ studiert und absolvierte nach erfolgreichem Studienabschluss (Diplom) ein zweijähriges Volontariat beim Sport-Informations-Dienst (sid) in Neuss. Seit 2004 arbeitet die Mülheimerin, die derzeit auch noch promoviert, als freiberufliche Sportjournalistin. In den vergangenen Jahren war Claudia Pauli bereits bei zahlreichen Großereignissen in unterschiedlichen Sportarten für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Im Badmintonbereich beispielsweise zeichnete sie schon dreimal bei den Yonex German Open für die Medienarbeit verantwortlich. Neben der Erstellung und dem Versand von Pressemitteilungen gehörten dabei unter anderem die redaktionelle Bearbeitung der Veranstaltungswebseite, die inhaltliche Konzeption des Turniermagazins sowie die Organisation und Durchführung von Pressekonferenzen zu ihren Tätigkeiten.
Zu Claudia Paulis Kontaktdaten.

    

Hamburger D/C-Kader-Mitglied war für NADA nicht erreichbar
Öffentliche Verwarnung für Patrick Kämnitz
(22.2.08) Der Deutsche Badminton-Verband hat gegen sein D/C-Kader-Mitglied Patrick Kämnitz vom Horner TV eine schriftliche Verwarnung wegen eines "nicht erfolgreichen Kontrollversuches" der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) ausgesprochen.
Ende 2007 erhielt der DBV eine Mitteilung der NADA, dass Kämnitz bei einer unangemeldeten Kontrolle nicht an seiner angegebenen Anschrift anzutreffen gewesen war. Bei einer eingehenden Untersuchung des Vorgangs wurde festgestellt, dass dieser es versäumt hatte, der NADA seinen Umzug von Jena, wo er beim SV GutsMuths spielte, nach Hamburg mitzuteilen.
Entsprechend des NADA-Codes musste der DBV unter der Federführung des für den Leistungssport zuständigen Vizepräsidenten Dietrich Heppner für den Erstverstoß eine "Öffentliche Verwarnung" aussprechen und dies in seine Organen veröffentlichen. Ähnlich wie bei "Bewährungen", bleibt die Verwarnung 18 Monate bestehen. Ein zweiter nichterfolgreicher Kontrollversuch innerhalb dieses Zeitraums hat eine dreimonatige Sperre zur Folge.
Infos zu Trainingskontrollen und Meldepflichtverstößen bei nada-bonn.de.

DBV-Leistungssport-Workshop findet in diesem Jahr im Dezember statt
(20.2.08) Veranstaltungsort ist vom 5. bis 7. Dezember 2008 Leipzig.

Haben Fortsetzung der Zusammenarbeit bis 2012 besiegelt: (v.l.) Dietrich Heppner, Yoshihiro Yano, Karl-Heinz Kerst. Foto: DBV.

DBV-Teams spielen weiterhin in YONEX-Kleidung
(4.2.08 CP) Die Spielerinnen und Spieler der verschiedenen deutschen Nationalmannschaften (U15 / U17 / U19 / A-Nationalmannschaft) werden weitere fünf Jahre, bis Ende 2012, von der Firma YONEX eingekleidet. Vertreter des Deutschen Badminton-Verbandes und des japanischen Sportartikelherstellers unterzeichneten am Rande der Deutschen Meisterschaft am vergangenen Wochenende in Bielefeld einen entsprechenden Vertrag. Von Seiten des DBV waren Präsident Karl-Heinz Kerst und der für den Leistungssport zuständige Vizepräsident Dietrich Heppner anwesend. Die Firma YONEX wurde durch Geschäftsführer Yoshihiro Yano und Promotion-Manager Rachmat Hidajat vertreten. Bereits in den vergangenen vier Jahren traten die DBV-Nationalmannschaften in den oben genannten Altersstufen
in YONEX-Kleidung an.

Vorbildliches Förderprojekt eines Berliner Geschäftsmannes und Badmintonfans - DBV sucht weitere Interessenten

Reinhard Dittmann verschafft Spitzenathleten bessere Möglichkeiten, Hochleistungssport zu betreiben

(8.1.08) Seit April des vergangenen Jahres kann sich eine Reihe von Nationalspielern einer individuellen Förderung durch die Firma "Check it out Fitness Sport" aus Berlin erfreuen. Zu diesem Kreis gehören u.a. Janet Köhler, Carola Bott, Nicole Grether, Juliane Schenk und Tim Dettmann. Geschäftsführer Reinhard Dittmann, früherer Leistungssportler und Trainer im Hochleistungssport,
heute selbst noch begeisterter Sportler und über EBT Berlin mit dem Badmintonsport verwachsen, unterstützt mit einem nachahmenswerten Projekt indirekt die Arbeit des Deutschen Badminton-Verbandes. Den o.g. Sportlern stellt er eine Reihe von Leistungen zur Verfügung, die vom Kfz-Leasing, über Honorare für zusätzliche Trainingseinheiten in den Bereichen Koordinationstraining, Mental - und Gesundheitscoaching, Nahrungsergänzungsmittel bis zu einer Planstelle für eine geringfügige Beschäftigung für Carola Bott reichen.

Im Bereich des Mental- und Gesundheitscoachings konnte mit Efthimios Kompodietas aus Bielefeld einer der bekanntesten Trainer auf diesem Gebiet gewonnen werden. Dieser betreut u.a. eine Reihe von Fußball-Bundesligaspielern.

Diese Angebote sollen vor allem dazu eingesetzt werden, insgesamt mehr Möglichkeiten für die Aktiven anbieten zu können, damit die hohen leistungssportlichen Ziele besser erreicht werden können. Durch das Sponsoring wird ein höherer fünfstelliger Betrag direkt zur Verfügung gestellt.

Zustande gekommen ist der gute Kontakt zunächst durch einen Konflikt. Reinhard Dittmann hatte schon vorher Juliane Schenk und Nicole Grether in Vertrags- und Finanzfragen beraten und meldete Protest gegen die neue Athletenvereinbarung des Verbandes mit den Spielerinnen an. Mehrere Gespräche brachten dann ein konstruktives Resultat, aus dem dieses Projekt entwickelt wurde.

Mehr Professionalität wird möglich 

Bundestrainer Detlef Poste zu der Zusammenarbeit: "Ich bin sehr glücklich über diese Unterstützung. Wir haben leider als Verband sehr begrenzte Fördermöglichkeiten und die gezielte Hilfe von "Check it out Fitness Sport" gibt mir Steuerungsmöglichkeiten in die Hand, die zu deutlich mehr Professionalität bei den Athleten geführt hat. Es wäre klasse, wenn wir noch weitere Firmen oder Privatleute finden könnten, die Interesse und Spaß an einer solchen Förderung hätten!"
Die Motivation von Reinhard Dittmann ist einfach und klar formuliert: "Es macht mir Spaß, junge Sporttalente zu fördern. Ich bin selbst sehr ehrgeizig und erwarte, dass die Spielerinnen sich so professionell wie möglich verhalten. Außerdem möchte ich regelmäßig kurz über die Entwicklung und die Wettkampfergebnisse informiert werden. Mit unserer Firma unterstützen wir auch Sportler aus anderen Sportarten. Im Badminton ist allerdings kein Profit zu erwarten, hier geht es u.a. um die gesellschaftspolitische Verantwortung von Unternehmen, etwas für den in unserer Gesellschaft nicht so im Blickpunkt der
Öffentlichkeit stehenden Badmintonsport zu leisten".
Nächster Olympiazyklus ist zu planen
Im Februar wird Bilanz gezogen, ob die Förderung in dieser oder einer anderen Form nach April 2008 fortgeführt wird. Vizepräsident Dietrich Heppner hofft sehr darauf und will für den Olympiazyklus 2009-2012 weitere Projekte dieser Art für die Nationalspieler und Bundesstützpunkte gewinnen. "Wir brauchen mehr Professionalität auf allen Ebenen. Wir haben sehr talentierte Spielerinnen und Spieler und neben größerer finanzieller Unterstützung durch den Bund, hoffe ich auch auf viele kleinere Hilfen, die uns auch voran bringen."

Firmen oder Privatleute, die Interesse haben, wenden sich bitte an den Sportdirektor des DBV, Martin Kranitz unter m.kranitz @ olympiastuetzpunkt.de.

DBV-Vorschlag zur Reform des Setzverfahrens bei der Mannschafts-WM U19 an BWF verschickt
(11.12.07) Der DBV hat seine Vorschläge zur Änderung des Setzverfahrens beim Mannschaftswettbewerb der Jugend-Weltmeisterschaft an die Badminton World Federation und an Badminton Europe geschickt. Erstellt hat sie DBV-Jugendwart Thomas Lohwieser, der durch seine jahrelangen internationalen Erfahrungen als Teammanager und Turnierdirektor profunde Kenntnisse in diesem Bereich gesammelt hat. Bei der vergangenen WM im Oktober in Neuseeland hatte es - nicht nur von deutscher Seite - massive Kritik an den praktizierten Setzverfahren gegeben. Lohwieser schlägt vor, nicht nur die Teams eins bis acht zu setzen - wie praktiziert -, sondern auch für die übrigen Teams vor dem Auslosen "Töpfe" nach Leistungsstärke zu bilden. Bei der Einschätzung der vermutlichen Leistungsstärke sollen die Kontinentalverbände beteiligt werden.
Hier kann der deutsche Vorschlag nachgelesen werden...

...Verbesserungsmöglichkeiten
...Analysebogen (als pdf-Dateien).

Stellenausschreibung für Geschäftsführer/in veröffentlicht
(11.12.07) Das DBV-Präsidium hat die Ausschreibung zur Besetzung der Stelle des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin in der DBV-Geschäftsstelle ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 29. Februar 2008. Besetzt werden soll die Stelle zum 1. Mai 2008. Hier gibt es die Einzelheiten.

Vizepräsident Pigola gibt Präsidiums-Entscheidungen aus dem Bereich Wettkampfsport bekannt
Friedrichshafener Finnen erzwangen Nacharbeit
   
(7.12.07) Ergänzend zu den von Präsident Kerst gestern mitgeteilten Entscheidungen aus der DBV-Präsidiumssitzung vom Mittwoch (siehe untere Meldung vom 6.12.07) gab DBV-Vizepräsident Gerd Pigola heute einige Entscheidungen aus dem von ihm verantworteten Bereich Wettkampfsport bekannt.
Mike Bräutigam, der Webmaster des Landesverbandes Sachsen, wurde als Systemadministrator des DBV für die Ergebnisdienste benannt. Er soll die geplante Weiterentwicklung zur Verbandsverwaltung für die DBV-Ebene betreuen und außerdem die Koordination unter den Landesverbänden organisieren. Angesiedelt ist er im Ausschuss für Wettkampfsport und damit Vizepräsident Pigola direkt unterstellt.
Ebenfalls in diesem Ausschuss angesiedelt wurden Christine Skropke und Thomas Herttrich. Bereits seit dem letzten Jahr üben die beiden bei den Oldies das Amt des "Teamchefs für internationale Angelegenheiten" aus. Diese Berufung wurde jetzt noch einmal vom Präsidium offiziell bestätigt. Die beiden sind aber nicht nur für Internationales zuständig. Auf nationaler Ebene arbeiten sie mit Bernd Mohaupt zusammen (zum Beispiel bei der Erstellung von Setzlisten), der im Referat für Spielbetrieb für die Altersklassen verantwortlich ist.
Auf der Tagesordnung stand auch der Ablauf und der Ausgang der Kontroverse um die Spielberechtigung der Friedrichhafener Finnen in der Bundesliga. Das Präsidium, so berichtet Gerd Pigola, habe nach dem Abschluss der Angelegenheit (siehe Meldung vom 28.11. Spielberechtigung bleibt erhalten) zur Kenntnis nehmen müssen, dass die erst im letzten Jahr vom Verbandstag verabschiedete Regelung nicht die von allen beabsichtigte Wirkung erzielt habe. Er fügte hinzu: "Dieses Beispiel zeigt mir, dass das Erstellen von Vorschriften offenbar nicht mehr ehrenamtlich in der Qualität geleistet werden kann, dass sie gesicherten rechtlichen Bestand haben. Immerhin glaubten ja alle Beteiligten, das niedergeschrieben zu haben, was gewollt war. Es muss also nachgearbeitet werden."
Die Zielrichtung, dass Spieler in einer Saison nicht in zwei Mannschaften spielen sollen, bleibt jedenfalls bestehen. Textlich sollen Verbesserungen gefunden werden.
Nachzutragen ist noch eine Benennung aus der letzten Präsidiumssitzung. Monika Dreier (Veitshöchheim) wurde als Mitarbeiterin in das von Lutz Sotta geleitete Referat für Spielbetrieb O19 berufen.

           

DBV-Präsidium tagte
Deutsche Meisterschaft bleibt für die nächsten Jahre in Bielefeld
(6.12.07) DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst teilte einige Entscheidungen mit, die das DBV-Präsidium auf seiner gestrigen Sitzung in Mülheim a.d. Ruhr beschlossen hat. Die Deutsche Meisterschaft wurde für die Jahre 2009 bis 2012 nach Bielefeld vergeben. Damit darf der derzeitige Ausrichter weitermachen. Die Firma Play Event & Consult Sport Marketing Seemann KG führt die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund und verschiedenen Bielefelder Vereinen seit 2003 in der Seidenstickerhalle durch.
Weiterhin wurde beschlossen, dass die Stelle des DBV-Geschäftsführers in Kürze ausgeschrieben wird. Bewerbungsschluss soll der 29. Februar 2008 sein, als Einstellungstermin ist der 1. Mai vorgesehen.
Ebenso wird eine Zivi-Stelle beim Deutschen Badminton-Verband ausgeschrieben. Karl-Heinz Kerst: "Das ist sicher auch interessant für junge Sportler bei ihrer Planung, ob sie Zivildienst oder Bundeswehr machen sollen."
Als Reaktion auf die Ärgernisse in Bezug auf die angewandten Setzverfahren bei der vergangenen Jugend-Weltmeisterschaft in Neuseeland hatte DBV-Jugendwart Thomas Lohwieser angekündigt, sich Gedanken um Verbesserungen zu machen. Sein Papier liegt jetzt vor. Karl-Heinz Kerst: "Wir haben beschlossen, diese Vorschläge offiziell an die BWF und an Badminton Europe weiterzuleiten."

Sparringspartnerin für unsere Stürzpunktdamen: Fang Xiali. Foto: Marius Breuer.

Chinesische Sparringspartnerin für die Damen am Bundesstützpunkt in Mülheim
Fang Xiali und Rosenheims Yuan Jia sind gut miteinander bekannt
Von Marius Breuer
(19.9.07) Nicht nur Bundesligist PTSV Rosenheim meldet den Zugang einer jungen Chinesin als Mannschaftsverstärkung und Sparringspartnerin. Auch am Bundesstützpunkt der Damen in Mülheim a.d. Ruhr steht seit kurzem unseren Kaderspielerinnen eine chinesische Sparringspartnerin zur Verfügung. Die 21-jährige Chinesin FANG Xiali trainiert dort seit dem 31. August und bewohnt ein Zimmer im Haus des Sports, das unmittelbar an der Trainingshalle gelegen ist.
Und einen Club hat sie auch schon gefunden. Neben dem täglichen Training und Sparring in Mülheim spielt sie in der Regionalliga West beim 1. BC Düren. Am zweiten Spieltag musste sie im Spiel gegen STC Solingen allerdings gegen die Bulgarin
Dimitria Popsoykova eine Niederlage hinnehmen.
Fang wurde nach Deutschland geholt, um für ein höheres Spielniveau und für Abwechslung im Training zu sorgen. Auch andere in Deutschland lebende Chinesinnen wie WANG Linling und natürlich Xu Huaiwen haben bereits in Mülheim trainiert. Bundestrainer Detlef Poste: „Chinesische Spielerinnen zeichnen sich häufig dadurch aus, dass sie hart an sich arbeiten können und dabei dennoch ihre Wettkampffreude und den Spaß am Training nicht verlieren. Diese Einstellung ist es, die sie eine gewisse Vorbildfunktion einnehmen lässt, von der unsere Athleten profitieren können."
Mit Rosenheims Neuverpflichtung YUAN Jia ist Fang Xiali befreundet. Beide stammen aus Shanghai und trainieren nun in Deutschland. Gesehen haben sie sich allerdings noch nicht. Doch das erste Treffen steht aber unmittelbar bevor. Am kommenden Freitag sollen beide beim DBV-Ranglistenturnier in Saarbrücken an den Start gehen. Im Damendoppel Seite an Seite, im Einzel kommt es vielleicht zu einem Aufeinandertreffen. Dann zeigt sich, welche von den beiden Verpflichtungen der glücklicheren Griff war.
(24.9.07) Lesen Sie, was beim erstem Auftritt der beiden Chinesinnen in Deutschland geschah.

Gilt als größtes deutsches Nachwuchstalent: Fabienne Deprez mit ihrem Langenfelder Trainer Xuyan Wang.

Langenfelds Trainer Wang arbeitet am Damenstützpunkt in Mülheim mit 
Konflikt beendet: Fabienne Deprez künftig bei der Jugendnationalmannschaft
(24.7.07) In zwei Pressemitteilungen haben die für den Leistungssport Verantwortlichen des Deutsche Badminton-Verbandes mitgeteilt, dass die Jugendspielerin Fabienne Deprez (15) und ihr Langenfelder Trainer Xuyan Wang künftig mit dem DBV zusammenarbeiten. Damit ist ein Schlussstrich unter die Kontroverse gezogen, die im März dazu geführt hatte, dass Fabienne, die im Februar bei den Deutschen Jugendmeisterschaften drei Titel in den Altersstufen U19, U17 und U15 gewonnen hatte, nicht zur Jugendeuropameisterschaft nominiert worden war. Nichts ausgesagt wird in der Erklärung allerdings darüber, ob bzw. wann Fabienne künftig am Stützpunktraining in Mülheim teilnehmen wird - vor vier Monaten Stein des Anstoßes. Dem Vernehmen nach sollen hierüber zur gegebenen Zeit Fabienne und die Trainer Absprachen treffen. Hier die Pressemitteilungen im Wortlaut:

Zusammenarbeit zwischen Xu Yan Wang und dem DBV vereinbart
Der Deutsche Badminton-Verband unter Führung von Präsident Karl-Heinz Kerst, Vizepräsident Dietrich Heppner und Chefbundestrainer Detlef Poste teilt mit, dass eine Zusammenarbeit zwischen dem DBV und dem Trainer Xu Yan Wang aus Langenfeld vereinbart wurde.
Dazu hatte es in den vergangenen Wochen ausführliche Gespräche zwischen allen Beteiligten gegeben. Besonders auf Trainerebene haben sowohl Bundestrainer Jugend Holger Hasse als auch Chefbundestrainer Detlef Poste sehr konstruktive Gespräche mit Xu Yan Wang geführt. Die dabei getroffene Verabredung, künftig miteinander zu kooperieren, führte zu dem Angebot an Xu Yan Wang, als Honorartrainer am Bundesstützpunkt der Damen in Mülheim mitzuarbeiten. Dieses Angebot wurde von ihm angenommen. Des Weiteren wird er bei den beiden U19-Länderspielen gegen Dänemark im August als Coach dabei sein.

Fabienne Deprez feiert ihren Einstand in der U19-Nationalmannschaft
Mit Beginn der neuen Saison wird es zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen der Jugendspielerin Fabienne Deprez vom FC Langenfeld und dem Deutschen Badminton-Verband kommen. Nach ausführlichen Gesprächen in den vergangenen Wochen zwischen allen Beteiligten, Bundestrainer Jugend Holger Hasse, Chefbundestrainer Detlef Poste, Langenfelds Trainer Xu Yan Wang, den Eltern Deprez und Fabienne Deprez, kam es zu diesem erfreulichen Ergebnis.
Für die Zukunft sind gegenseitige Besuche der verantwortlichen Trainer sowohl am Bundesstützpunkt der Damen in Mülheim durch Xu Yan Wang, als auch am Trainingsstandort Langenfeld durch die Bundestrainer vereinbart. Nach der offiziellen Berufung in das Perspektivteam Deutschland sprach Bundestrainer Jugend Holger Hasse als erste Maßnahme die Nominierung für die beiden U19-Länderspiele im August gegen Dänemark in Bocholt und Plettenberg aus. Damit feiert Fabienne dann ihren Einstand in der U19-Nationalmannschaft. Auch eine Nominierung zur Jugendweltmeisterschaft im Oktober in Neuseeland ist vorgesehen.

Wissenschaftliches Spielanalyseprojekt unserer Nationalmannschaft mit namhaften Partnern

(26.4.07) Die Nationalmannschaft des DBV wird mit dem Institut für angewandte Trainingswissenschaft Leipzig und der Firma CCC Sportsoftware Leipzig ein Spielanalyse-Projekt durchführen. Finanziert wird es von BMI und DOSB. Hier geht es zum Bericht: Detaillierte Videoanalysen als Baustein für eine erfolgreiche Reise nach Peking.

An sein Fehlen bei DBV-Turnieren wird man sich erst gewöhnen müssen: Bei der DM U 22 in Düren wurde Paul Reinhard (re) von seinem Referatsleiter Lutz Sotta verabschiedet. Foto: HW Niesner.

Abschied am vergangenen Wochenende bei der U-22-Meisterschaft - Paul Reinhard legt seine Ämter im Spielausschuss und im Bundesliga-Ausschuss nieder

    

Sein Haar ist weiß geworden in der über 40-jährigen Tätigkeit für den DBV

    

Von Helmut Ruppert
(18.4.07) Im deutschen Badminton und besonders auf den Veranstaltungen des DBV war Paul Reinhard in den letzten vier Jahrzehnten allgegenwärtig. Nun soll aber Schluss sein. Der Berliner verabschiedete sich anlässlich der Deutschen Juniorenmeisterschaft in Düren von seinen Ämtern im Referat für Spielbetrieb und im Bundesligaausschuss.
Im Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten bekleidete er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Sein umfangreiches Wissen über Badminton selbst und dessen Ordnungen, machten ihn unentbehrlich nicht nur für diesen Ausschuss. Im Referat für Spielbetrieb O 19, der Schaltzentrale für die Ausrichtung sämtlicher Veranstaltungen der Erwachsenen im deutschen Dachverband, war er ebenfalls Beisitzer. Und in dieser Funktion nahm er die Ausschreibungen auf und überprüfte deren ordentlichen Ablauf bei den Events. Die Aufstellungen der aktuellen Ranglisten und die Interpretationen der Regeln oblag ihm ebenso. Es war Verlass auf ihn und er war ansprechbar für alle. Ein ruhender Pol in dem hektischen Gewusel der Turniere.
Ganz überraschend kam der Abschied von Paul Reinhard nicht. Seit November letzten Jahres stand der Entschluss fest und sollte anlässlich der Deutschen Meisterschaft im Februar in Bielefeld bekannt gegeben werden. Durch die besonderen Ereignisse im Zusammenhang mit dem damals unbesetzten Referat für Schiedsrichterwesen hat Paul Reinhard in Absprache mit DBV-Ehrenpräsident Dieter Kespohl und seinem zuständigen Vizepräsidenten Gerd Pigola diese Entscheidung auf den 14. April verschoben.
Mit dem diesjährigen DBV-Verbandstag in Saarbrücken wird er seine Tätigkeit im DBV beenden, wird jedoch dem Verband weiter verbunden bleiben. Schließlich sollen ja noch die Nachfolger eingearbeitet und die Arbeiten der laufenden Saison abgeschlossen werden.
Funktionär wird Paul Reinhard weiterhin bleiben, aber nur noch in dem von ihm neugegründeten Verein Zossen-Dabendorf, in dem etwa 50 Sportler ihrem Hobby Badminton nachgehen.

Achtung Kaderspieler: Fachhochschule Köln erlässt Studiengebühren
(30.3.07) Studienanfänger müssen an der Fachhochschule Köln seit Oktober 500 Euro Studiengebühren pro Semester bezahlen, alle anderen Studenten dann ab Sommersemester 2007. Für Kader-Athleten der Olympiastützpunkte macht die FH Köln aber eine Ausnahme.
Wörtliche Regelung der FH Köln: „Eine Befreiung oder Ermäßigung von der Beitragspflicht wird auf Antrag gewährt für Studierende, die als Spitzensportler einem A-, B oder C-Kader der nordrhein-westfälischen Olympiastützpunkte angehören, höchstens für die
Dauer der Regelstudienzeit. Erlasse, Befreiungen oder Ermäßigungen von der Beitragspflicht werden grundsätzlich nur für ein Studium bis zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss sowie für das Studium eines konsekutiven Masterstudienganges gewährt.“
Weitere Infos über osp-koeln.de.oder beim Laufbahnberater des OSP Köln-Bonn-Leverkusen, Horst Schlüter.

Referat für Schiedsrichterwesen wieder arbeitsfähig
Carsten Koch neuer Referatsleiter
(24.3.07) DBV-Vizepräsident Gerd Pigola teilt mit, dass das DBV-Präsidium in seiner gestrigen Sitzung in Mülheim an der Ruhr einstimmig Carsten Koch aus Köln als Referatsleiter für Schiedsrichterwesen berufen hat.
Auf Vorschlag des neuen Referatsleiters wurden folgende Referatsmitarbeiter ebenfalls berufen: 
Manfred Giehl (Nistertal),
Jochen Heumos (Ratzeburg-Bäk),
Joachim Mörsch (Kerpen).
Damit ist das Referat für Schiedsrichterwesen wieder komplett und arbeitsfähig.

Arbeit eingestellt: Klaus-Michael Becker aus Witen.

Referat für Schiedsrichterwesen geschlossen zurückgetreten
(17.1.07) In einem Schreiben an den DBV-Geschäftsstelle hat gestern Klaus-Michael Becker der Leiter des Referats für Schiedsrichterwesen im DBV mitgeteilt, dass mit sofortiger Wirkung er und die Referatsmitarbeiter Joachim Mörsch, Carsten Koch, Oliver Schönborn die Arbeit niedergelegt haben. Harald Schallenberg hatte schon am 15. Januar seine "Tätigkeit eingestellt".
Meldungen über Unstimmigkeiten zwischen dem Referat und dem DBV-Präsidium waren schon während der letzten Wochen nach außen gedrungen. Man hatte sich über eine Reihe von Fragen nicht einigen können. Auch die von den Bundesligavereinen vehement bekämpfte Entscheidung des letzten DBV-Verbandstages, die Schiedsrichter-Aufwandsentschädigungen bei Bundesligaspielen zu erhöhen, war ein Mosaikstein in dem immer schlechter werdenden Klima. Am 21. Oktober hatte es sogar eine eigens angesetzte Sitzung zwischen dem Präsidium und den Referatsmitarbeitern gegeben.
Doch der Ton wurde offensichtlich immer harscher. In Beckers Rücktrittsschreiben heißt es: "Wir sehen uns zunehmend auf eine emotionsgeladene Ebene gezogen, wodurch die uns dringlichen Sachthemen unweigerlich bewusst oder unbewusst verdrängt werden."
DBV-Vizepräsident Gerd Pigola, im Präsidium für das Schiedsrichterwesen zuständig, erklärte gegenüber badminton.de: "Wir haben am morgigen Freitag in Mülheim Präsidiumssitzung. Dort werden wir überlegen, wie weiter zu verfahren ist. Inwieweit dieses Zurücktreten unsere anstehenden Top-Veranstaltungen, wie Deutsche Meisterschaft, German Juniors und German Open gefährdet, vermag ich derzeit nicht abzusehen." 

Die Ausgabe 4/2006 kann von der Website der Sporthilfe als pdf-Datei herunter-geladen werden.

Badminton auf der Ehrentafel der WM-Medaillengewinner
(24.11.06) Bisher kam es so selten vor, dass es schon eine Meldung wert ist: Im aktuellen Hochglanz-Magazin der Stiftung Deutsche Sporthilfe, der Ausgabe 4/2006 von sporthilfe.de findet sich bei der Auflistung der im dritten Quartal 2006 von deutschen Sportlern errungenen Weltmeisterschaftsmedaillen gleich zuoberst unter der Überschrift "Badminton in Madrid" zu lesen: Bronze / Petra Overzier, Huaiwen Xu.
Es folgen die Medaillengewinner in 15 weiteren Sportarten, von Bowling in Busan bis Sportschießen in Zagreb. Fechten ist darunter, Hockey, Radsport, Rudern und Reiten. Ein erfreulicher Anblick für alle Leistungssportverantwortlichen im DBV.
Und noch aus einem zweiten Grund ist diese Ausgabe des Magazins für Badmintonfans interessant. Unsere ehemalige Deutsche Meisterin Heike Schönharting ist darin mit einem Bericht über einen Belohnungsurlaub vertreten. Den hatte die Stiftung Deutsche Sporthilfe in einem türkischen Urlaubsclub für Medaillengewinner organisiert. Titel von Heikes Erlebnisbericht: "Wenn Ruderriesen ganze Arbeit leisten...".
Heike Schönharting - zwischen 1995 und 1999 dreimal Deutsche Meisterin im Einzel - arbeitet nach ihrem Studium seit April vorigen Jahres in der Presse- und PR-Abteilung der Deutschen Sporthilfe.

DBV-Vizepräsident Gerd Pigola hat Rechtssicherheit hergestellt

    

Die gängigen Spielfeldmatten entsprechen der nunmehr verbandsintern festgelegten Norm und können bedenkenlos benutzt werden

   

Vizepräsident Gerd Pigola...
...hat Klarheit geschaffen: Spielfeldmatten - wie hier beim Länderspiel gegen Neuseeland im Januar in Rastatt - können benutzt werden. Foto: Dieter Grimm

(15.11.06) Aus Kreisen der Badminton-Bundesligavereine, die nach Beschluss der Bundesliga-Vollversammlung ab dieser Saison verpflichtet sind, in der 1. Liga in jedem Fall auf Spielfeldmatten zu spielen, wurde die Frage nach Rechtssicherheit beim Gebrauch solcher Matten laut. Die gebräuchlichen Matten, so wurde argumentiert, seien nicht durch DIN-Normen gedeckt, insbesondere in Bezug auf Brandverhalten und Gleitsicherheit.

DBV-Vizepräsident Gerd Pigola hat sich der Angelegenheit angenommen und konnte dabei aus seinem reichen Erfahrungsschatz als Architekt, der haupsächlich Sportanlagen plant, schöpfen.

Brandlast
Zunächst wurde das Argument „zusätzliche Brandlast“ durch das Auflegen von Spielfeldmatten untersucht.
Ergebnis:

-Aus der Versammlungsstättenrichtlinie (VersBauR) als zutreffendes Normativ ergibt sich keine Forderung an den Fußbodenbelag.
- Als zum Bau gehörig ist eine Matte nicht anzusehen, denn als Fußboden ist eine Konstruktion erst zu bewerten, wenn sie fest mit dem Gebäude verbunden ist. Das ist bei einer temporär aufgelegten Matte nicht der Fall.
- Der Einsatz von zwei Matten in der Bundesliga oder bei Länderspielen und bis zu fünf Matten bei Turnieren ist prozentual an der Gesamtbrandlast eines Gebäudes zu vernachlässigen.
- Das Material der Matte wird als „normal entflammbar“ eingeordnet. Die Matten sind beim Einsatz stets unter Aufsicht, eine Gefahr für Menschen besteht nicht.

Gleitreibungsbeiwert
Als zweites wurde der so genannte „Gleitreibungsbeiwert“ der Matte ermittelt.

Der Gleitreibungsbeiwert…
...sagt etwas über die Rutschfestigkeit von u.a. Fußbodenbelägen oder Sportböden aus. Es ist ein dimensionsloser, theoretischer Wert. Ermittelt wird er für die Nutzschicht eines Sportbodens mit dem „künstlichen Sportler“.

Ausgehend von der Tatsache, dass Spielfeldmatten weltweit üblich sind und sie auch in Deutschland seit Jahren genutzt werden, ließ der Ausschuss für Wettkampfsport die beiden in Deutschland genutzten Produkte durch ein anerkanntes Sportbodeninstitut, das IST - Institut für Sportbodentechnik Leipzig prüfen.
Pigola: „Wir haben also sowohl Materialproben der Firma Yonex, als auch der Firma Victor nach Leipzig geschafft und sie dort untersuchen lassen.“

Festschreibung
Nach Ermittlung der Ergebnisse hat er dann beim DIN-Ausschuss in Berlin beantragt, die Werte als Anhang in der DIN 18032/02, die die Normen für Sportböden festlegt, als spezifische Werte für Badminton beim Einsatz von Matten zu verankern.

Gerd Pigola dazu: „Der DIN-Ausschuss hat aber erklärt, er sei nicht zuständig. Der zuständige DIN-Ausschuss verwies das Problem an das IAKS.“
Das IAKS ist die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen e.V. mit Sitz in Köln. Es beschäftigt sich mit Planung, Bau, Ausstattung, Betrieb und Erhaltung von Sportanlagen und sportorientierten Freizeiteinrichtungen.
Weiter Pigola: „Das IAKS hat mit Schreiben vom 12.10.2006 mitgeteilt, dass die DIN nur Regularien für den allgemeinen öffentlichen Bereich formuliere. Darüber hinaus stehe es jedem Sportfachverband frei, für seinen Bereich eigene Regelungen fest zu schreiben. Bekannt seien ähnliche Regelungen des Basketballverbandes, des Fechterbundes für die Wettkampfplanche oder des Deutschen Tennisbundes.“

Diese Vorarbeit hat dann dazu geführt, dass der Deutsche Badminton-Verband die Werte für Spielfeldmatten selbst festgelegt hat. Auf der Sitzung des DBV-Präsidiums am 20 Oktober 2006 wurde der folgende Beschluss gefaßt:

Bei Einsatz von Spielfeldmatten gilt im Bereich des Deutschen Badminton-Verbandes ein Gleitreibungsbeiwert von 0,4 – 0,8. Der Beschluss gilt mit sofortiger Wirkung. Die Passage wird zum frühest möglichen Zeitpunkt den offiziellen Spielregeln hinzugefügt.

Noch einmal Gerd Pigola: „Die im Rahmen der Untersuchung getesteten Produkte der Firmen VICTOR und YONEX erfüllen diese Forderungen. Für ein neues Produkt ist durch den Nutzer bzw. durch den Anbieter ein entsprechender Nachweis durch ein zugelassenes Sportbodeninstitut zu führen.“

Erste Ausgabe der DBV-Verbandszeitschrift unter neuer Leitung erschienen
(5.9.06) Lesen Sie: Claudia Pauli hat die BADMINTON SPORT übernommen.

badminton.de-Gespräch mit Bundestrainer Jeroen van Dijk nach einem Jahr Arbeit für den DBV
(1.8.06) Am 1. Juli 2005 begann der ehemalige Weltklassespieler Jeroen van Dijk seine Tätigkeit als Bundestrainer beim Deutschen Badminton-Verband an. Stationiert ist er am Olympiastützpunkt in Saarbrücken. Dort ist er verantwortlich für das Training der Herren und für Xu Huaiwen. Lesen Sie: Wir müssen unsere Athleten dazu bringen, immer wieder in ihren eigenen Grenzbereich vorzustoßen“.

Zählweisenwechsel: Ab 1. August 2006 bringt jeder Ballwechsel einen Punkt
(21.6.06) Nachdem beim DBV-Verbandstag am 18. Juni in Gera gegen den Termin keine Einwendungen vorgebracht wurden, teilt der für den Wettkampfsport zuständige Vizepräsident Gerd Pigola mit, dass die bei der DBV-Präsidiumssitzung am 12. Mai gefallene Entscheidung über das Inkrafttreten der "Rallypoint-Zählweise" steht. Am Dienstag, dem 1. August 2006 treten die von der IBF am 6. Mai eingeführte neue Zählweise und die damit verbundenen Regeländerungen auch im Verbandsgebiet des DBV in Kraft. Von diesem Termin an wird diese Zählweise für alle Spiele bei Turnieren und Mannschaftswettkämpfen in allen Ligen, Leistungs- und Altersklassen gültig.
Hier kann nachgeschaut werden, wie's mit dem Rallypoint-Zählen funktioniert.

      

Neue Zählweise soll ab 1. August gelten

(7.5.06) Wie der fuer den Wettkampfbetrieb zuständige DBV-Vizepräsident Grerd Pigola mitteilt, soll die von der IBF bei der Mitgliederversammlung in Tokio am 6. Mai beschlossenene  "Rallypoint-Zaehlweise" im Bereich des Deutschen Badminton-Verbandes zum 1. August 2006 eingeführt werden.
Eine entsprechende Beschlussvorlage wird er am 12. Mai dem DBV-Präsidium in Köln zur Verabschiedung vorlegen.
Die weitere Verfahrensweise:
- Bis Ende Mai steht die verbindliche deutsche Übersetzung des Regeltextes;
- Für den 10. Juni 2006 lädt das Referat für Schiedsrichter die Schiedsrichterwarte der Landesverbände zu einer Informationsveranstaltung ein.
Den Landesverbänden wird empfohlen, eine gleiche Informationsrunde mit ihren Vereinen einzuberufen.

badminton.de-Gespräch mit DBV-Präsident Dieter Kespohl zur jüngsten Entwicklung in der EBU
(3.3.06) In der vorigen Woche schreckte ein Bericht der Europäischen Badminton Union die Szene auf in dem davon berichtet wurde, dass es Geheimpläne der IBF gäbe, die EBU zu übernehmen (vgl. Bericht
EBU macht mobil vom 23.2.06). Als Teilnehmer eines Meetings in Thessaloniki war DBV-Präsident Dieter Kesophl genannt. badminton.de hat ihn zu den Umständen und Hintergründen befragt. Lesen Sie „Die von der IBF vorgetragenen Ideen sind mehr als überlegenswert“.

badminton.de-Gespräch mit DBV-Sportdirektor Martin Kranitz zu Björn Joppiens Weigerung, am Olympiastützpunkt Saarbrücken zu trainieren

(26.2.06) Nachdem unser sechsfacher Deutscher Meister erklärt hat, dass er der Forderung von Bundestrainer Poste zum Olympiastützpunkt nach Saarbrücken zu wechseln nicht folgen will, fragte badminton.de nach den Auswirkungen: Alles bleibt wie vorher – nur die finanzielle Förderung von Björn wird drastisch verringert.

Aus dem Landestrainer-Workshop des DBV wird in diesem Jahr ein Leistungsport-Workshop

Erfreuliche Anzahl von Meldungen

(1.2.06) Der Leistungssport-Workshop des DBV vom 21. bis 23. April 2006 in Jena kann starten. Aus 13 Landesverbänden kamen bisher erfolgreiche Rückmeldungen. Dies meldet Bundesjugendtrainer Holger Hasse, der die organisatorische leitung innehat.
Nach dreimaliger Durchführung eines Landestrainer-Workshops hatten unsere Bundestrainer beschlossen, in diesem Jahr erstmalig einen "Leistungssport-Workshop" durchführen. Daran sollten neben den Landestrainern auch die Leistungssport-Verantwortlichen der Landesverbände teilnehmen, "um gemeinsam zu diskutieren, Informationen auszutauschen und zukunftsfähige Visionen für den Badminton-Leistungssport in Deutschland zu entwickeln".
In der Regel sollte pro Landesverband eine für den Bereich Leistungssport verantwortliche Person, sowie der/die Landes-/Verbandstrainer(in) angemeldet werden.
Von Seiten des DBV werden alle Leistungssportveranwortlichen vertreten sein. Angeführt werden sie von Vizepräsident Dietrich Heppner, Sportdirektor Martin Kranitz und den Bundestrainern Detlef Poste, Jeroen van Dijk und Holger Hasse. Die Moderation wird Diplomtrainer Dr. Jörg Müller-Lietzkow (Uni Jena) übernehmen.
Die Veranstaltung wird im Jenaer Sportgymnasium abgehalten, Übernachtungen gibt es in der Thüringer Sozialakademie.

badminton.de-Gespräch zur Zählweisenänderung mit DBV-Präsident Dieter Kespohl
(20.12.2005) Council-Mitglied Kespohl zur Entscheidungsfindung bei der Sitzung des IBF-Councils in Kuala Lumpur, bei der die neue Experimentierphase beschlossen wurde. Lesen Sie: Ex-Weltmeisterin Nora Perry hat die hintere Aufschlaglinie zurückerobert.

     

DBV-Vize Heppner und der designierte DBV-Präsident Kerst bei den Fusionsversammlungen von DSB und NOK
(17.12.05) Karl-Heinz Kerst im badminton.de-Gespräch: Bei der NOK-Mitgliederversammlung wurde es äußerst knapp.

    

Björn Joppien, Deutschlands Nummer eins, soll am Olympiastützpunkt in Saarbrücken statt in Langenfeld trainieren
(9.12.05) Chefbundestrainer Detlef Poste macht weiter Druck, was das gemeinsame Training seiner Nationalspieler angeht. Nachdem er zunächst Nicole Grether überzeugen konnte, dass es für ihre weitere Entwicklung günstiger sei, wenn sie nicht weiter allein an ihrem Wohnort Berlin trainiere besprach er die gleiche Problematik mit Björn Joppien. Der fünffache Deutsche Meister trainiert seit eh und je in seinem Langenfelder Heimatverein.
Zum Bericht Wie wird Björn sich entscheiden?

Nicole gab ihren Wechsel von Berlin zum Bundesstützpunkt nach Mülheim bekannt
(17.11.05) Nach der WM in Los Angeles im September führten Bundestrainer Detlef Poste und Nicole Grether ein grundlegendes Gespräch über die sportlichen Perspektiven unserer Rekordnationalspielerin im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Damals machte der Bundestrainer noch einmal sein Bestreben deutlich, es sei zum Erreichen des erklärten Ziels, bis 2007/08 mit den DBV-Athletinnen und -athleten in die Weltspitze vorzudringen, unbedingt notwendig, dass alle Kaderathleten gemeinsam an den Bundesstützpunkten trainieren. Diesem Wunsch ist Nicole Grether jetzt gefolgt. Sie wird nach Abschluss der laufenden Saison von Berlin nach Mülheim umziehen. Damit kann zukünftig auch unser zurzeit bestes Damendoppel Grether & Schenk täglich gemeinsam am „Damenstützpunkt“ trainieren und die Olympiaqualifikation für Peking in Angriff nehmen. Sehr zur Freude des Bundestrainers...
Lesen Sie die ganze Meldung und ein badminton.de-Interview mit Nicole
"Man muss mit den besten Spielern bereits im Training zusammenarbeiten".

Die Leistungssportverantwortlichen der Landesverbände wurden von den Bundestrainern zu einem Workshop eingeladen
Austausch und Visionen
(8.11.05) Unsere Bundestrainer haben in einem Rundschreiben an die Landesverbände alle Leistungssportverantwortlichen zu einem Wochenendseminar im April 2006 eingeladen.
In dem von Bundesjugendtrainer Holger Hasse verschickten Schreiben heißt es:
"Nach der dreimaligen Durchführung der Landestrainer-Workshops möchten wir im nächsten Jahr einen Leistungssport-Workshop durchführen. An dem Leistungssport-Workshop sollten neben den Landes-/Verbandstrainern auch die Leistungssport-Verantwortlichen der Landesverbände teilnehmen, um gemeinsam zu diskutieren, Informationen auszutauschen und zukunftsfähige Visionen für den Badminton-Leistungssport in Deutschland zu entwickeln."
Als Termin ist der 21. bis 23. April 2006 vorgesehen. Der Veranstaltungsort steht noch nicht fest. Meldungen bis 21. November bei hasse @ smash-sport.de.

Absprachen über Kespohl-Nachfolge getroffen
DBV bekommt bald einen "Ehrenpräsidenten"
(10.10.05) Dass DBV-Präsident Prof. Dieter Kespohl (Hochspeyer) im nächsten Jahr nach 16 Amtsjahren aus der DBV-Führung ausscheiden wird und der ehemalige NRW-Präsident Karl-Heinz Kerst (Kleve) sich um seine Nachfolge bewerben wird, ist schon seit längerem bekannt. Nun haben sich am 8. Oktober in Saarbrücken die Präsidenten der Landesverbände im Rahmen einer turnusmäßigen Zusammenkunft auf die Abwicklung der Amtsübergabe geeinigt. Danach soll für Kespohl der Titel eines in der Ehrenordnung des DBV bisher nicht vorgesehenen "Ehrenpräsidenten" geschaffen werden. Dieser soll die Rechte haben, die mit der bisher höchsten Ehrungsstufe "Ehrenmitgliedschaft" verbunden sind.
Mit welchem Aufgabenspektrum Kespohl, der ja noch für vier Jahre als Mitglied des IBF-Councils aktiv in der internationalen Badmintonpolitik weiter wirkt, in die zukünftige Verbandsarbeit eingebunden wird, soll - so die einmütige Meinung der Landesverbandspräsidenten - das neue Präsidium entscheiden. Die Amtsübergabe soll im nächsten Juni beim DBV-Verbandstag
in Thüringen erfolgen. Um die notwendigen Maßnahmen werden sich DBV-Vizepräsident Gerd Pigola und der Präsident der Landesverbandes Nordrhein-Westfalen Ulrich Schaaf kümmern. Pigola: "Mit den gefundenen Ergebnis können alle leben. Dem Bemühen des scheidenden Präsidenten Kespohl und seines designierten Nachfolgers Kerst ist es zu danken, dass es eine saubere Amtsübergabe geben wird. Nun muss Kerst noch gewählt werden, wovon aber mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden kann. Das neue Präsidium ab 2006 ist gut beraten, wenn es sich die Dienste von Kespohl weiterhin sichert, etwa durch Berufung zum Präsidiumsbeauftragten."

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz im badminton-de-Gespräch

Die Trauben zur Aufnahme in einen Bundeskader hängen hoch

(10.8.05) Anfang Juli wurde turnusgemäß die Zusammensetzung der neuen Bundeskader vom Deutschen-Badminton-Verband veröffentlicht. Dabei fiel auf, dass die Anzahl der in die Kader aufgenommenen Athleten geringer ist als zuvor. badminton.de befragte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz nach den Hintergründen. Lesen Sie hier...

Wird der künftige "Nuller" - hier bei Olympiasieger Hidayats Viertelfinalniederlage bei den Malaysia Open 2005 - noch grausamer ausschauen?

Ausführungsbestimmungen für Zählweisentest präzisiert

Satz nur bis 21 - Kein zweiter Aufschlag im Doppel mehr

(28.7.05) In Absprache mit den verantwortlichen Trainern im DBV hat das Referat für Schiedsrichterwesen im DBV die Ausführungsbestimmungen für den Zählweisentest bei den Jugendländerspielen gegen Dänemark im August (siehe Meldung vom 12.7.) festgelegt. Nachdem auch von der IBF weitere Vorgaben bekannt gegeben wurden, wird jetzt bis 21 Punkte (maximal bis 30) gespielt.

Wichtige Änderungen erfolgen für das Doppel: Die hintere Doppelaufschlaglinie fällt ganz weg. Beim Verlust des Ballwechsels nach eigenem Aufschlag erhält der Gegner Punkt und Aufschlagrecht. Sein erster Aufschlag erfolgt dann immer von rechts, einerlei wer dort gemäß Punktestand steht.

Hier gibt es die Änderungen als DOC-Datei zum downloaden.

Hier gibt es eine volksnahe Fassung als pdf-Datei.

Wer die Zählweise im Vereinstraining testet, kann gern über Kontakt seine Erfahrungen mitteilen. badminton.de wird die Meinungen zusammenstellen.

Hier sind die Rückmeldungen der badminton.de-Leser zusammengestellt.

     

Bei den Jugendländerspielen im August zählt jeder Ballwechsel
(12.7.05) Die Leistungssportführung der Jugend ist dem Aufruf von DBV-Präsident Kespohl, eine neue Zählweise zu testen (vgl. untere Meldung vom 10.6.05) als erste gefolgt. Wie Bundesjugendtrainer Holger Hasse in einem Rundschrieben an alle Beteiligte mitteilt, wird bei den
vier Jugend-Länderspielen im August gegen Dänemark nach der Rallyepoint-Zählweise gespielt. Darunter versteht man, dass jeder Ballwechsel ("Rallye") dem Gewinner einen Punkt bringt.
Satzende ist bei 25 Punkte. Sollte es 24:24 stehen, wird so lange verlängert, bis ein Spieler zwei Punkte Vorsprung hat. Maximal geht dies allerdings bis 31, so dass 31:30, das knappste Satzergebnis werden würde. Aufschlag hat jeweils der Spieler, der den letzten Punkt gemacht hat. Gespielt wird auf zwei Gewinnsätze. Die Pausenregelung ist wie jetzt auch, also 90 Sekunden zwischen erstem und zweiten Satz, fünf Minuten vor einem dritten Satz.
Hasse bittet in seinem Schreiben alle Spieler, Trainer und Schiedsrichter sich mit der Zählweise vertraut zu machen und sie einzustudieren.

Ergänzung: Siehe Meldung vom 28.7.05.

Viel Erfolg: Leistungssportvize Dietrich Heppner (li) begrüsste am vergangenen Freitag den neuen Bundestrainer Jeroen van Dijk in Saarbrücken.

DBV-Trainerteam nun komplett

Jeroen van Dijk hat Arbeit in Saarbrücken aufgenommen

(4.7.) In der vergangenen Woche hat der ehemalige niederländische Nationalspieler Jeroen van Dijk (33) seine Arbeit im DBV-Leistungszentrum am Olympiastützpunkt in Saarbrücken aufgenommen. Begrüsst wurde er von DBV-Vizepräsident Dietrich Heppner, der für den Leistungssport zuständig ist. Damit ist das zum Beginn des Jahres neu installierte Trainerteam des Deutschen Badminton-Verbandes vollständig. Van Dijks Einsatz war erst jetzt möglich, da er noch ein Ausbildung in Dänemark, wo er zuletzt lebte, abschließen musste. Der sechsfache niederländische Einzelmeister wird künftig für die Herreneinzel und die Herrendoppel zuständig sein. Unterstützt wird er von Co-Trainer Michael Keck. Drei Wochen wird van Dijk nun noch von Chefbundestrainer Detlef Poste, der ihn bisher in Saarbrücken vertreten hat, "eingearbeitet". Poste wird künftig schwerpunktmäßig am Damenstützpunkt in Mülheim an der Ruhr arbeiten. 

Siehe auch Mit einem chinesisch-dänisch-deutschen Trainingsmodell will Poste den Sprung in die Weltspitze schaffen.  

Die kleinen Landesverbände fühlen sich benachteiligt

Wer soll wieviel zahlen? - Beitragskommission eingesetzt

(27.6.05) Die Aufteilung der von den 16 Landesverbänden an den DBV zu zahlenden Mitgliedsbeiträge ist seit Jahren ein strittiges Thema. Vor allem die kleinen Landesverbände fühlen sich seit der letzten Änderung der Beitragsstruktur, die seit 1996 in Kraft ist, ungerecht behandelt. Sie basiert im Wesentlichen auf den in den einzelnen Landesverbänden aktiven Vereinen und gemeldeten Seniorenmannschaften.

Zwischenzeitliche Versuche, Änderungen herbeizuführen sind aber im Sande verlaufen, da jedes vorgestellte Modell Ungerechtigkeiten in sich birgt - mal für den einen, mal für den anderen. Nun soll ein neuer Anlauf gemacht werden. Im Rahmen der Präsidentenkonferenz während des DBV-Verbandstages wurde am 17. Juni eine Kommission eingesetzt, die sich erneut mit dem Thema beschäftigen soll. Mitglieder sind Volkmar Kelling (Präsident des Landesverbandes Sachsen), Klaus Kindervater (Vorsitzender Niedersachsen), Friedwart Riedel (Präsident Hamburg) und Georg Simon (Vizepräsident Saarland). Kelling zur Vorgehensweise: "Wir wollen uns diesmal der Sache unter der Fragestellung nähern: Was ist gerecht? Und nicht sofort bei jedem Vorschlag nachrechen, ob für den eigenen Landesverband eine Verschlechterung dabei herauskommt. Letzteres bewirkt nämlich, dass jeder Vorschlag sogleich zerredet wird. Eine perfekte Lösung gibt es sowieso nicht."

Die Kommisson will ihre Vorschläge bei der nächsten Präsidentenrunde, die im Rahmen der Bitburger Open im Oktober in Saarbrücken zusammentritt, vorlegen.

Mit einem chinesisch-dänisch-deutschen Trainingsmodell will Poste den Sprung in die Weltspitze schaffen

(23.6.05) Bundestrainer Detlef Poste zieht in badminton.de die Bilanz seiner „ersten hundert Tage" und gibt Einblicke in seine Ziele und Arbeitsweisen. Hier lesen...

Nach welchen Regeln sollen Federbälle künftig fliegen?

DBV-Präsident Kespohl gibt IBF-Aufforderung weiter

Landesverbände zum Mit-Experimentieren aufgefordert

(10.6.05) In einer Rundmail hat DBV-Präsident Dieter Kespohl eine Aufforderung der IBF an die Landesverbände weitergegeben, mit neuen Zählweisen Praxistests zu machen. In der Mail heißt es: "Bitte überlegen Sie jeweils in 'Ihren Bereichen' die Durchführung von entsprechenden Turnieren/Freundschaftsspielen usw... Ein kurzer 'Erfahrungsbericht' anschließend an meine Anschrift ist sehr wünschenswert. Termin für einen Erfahrungsbericht des DBV an die IBF ist Ende September."

Kespohl will das Vorgehen auch auf dem anstehenden DBV-Verbandstag am 18. Juni in Ulm zur Sprache bringen. Er hofft, dem geschäftsführenden IBF-Präsidenten Gunalan, der im Juli in Deutschland weilt, dann mitteilen zu können, inwieweit der DBV sich an den Erprobungen beteiligt. Laut DBV-Sportdirektor Martin Kranitz sollen auf Bundesebene in jeden Fall die beiden Länderspiele gegen Schottland im September genutzt werden. Auch an einen Testlauf beim DBV-Ranglistenturnier am 9. bis 11. September in Regensburg ist gedacht. 

In dem Schreiben der IBF an die Nationalverbände werden vor allem Tests mit veränderten Zählweisen angeregt. Jeder Ballwechsel zählt bis 25, Aufschlag hat der Gewinner des Ballwechsels; jeder Ballwechsel zählt bis 25, jeder hat fünf Aufschläge; drei Sätze bis elf in klassischer Zählweise. Auszug aus dem Schreiben:

IBF's 'Presentation of the Game' Working Group is currently experimenting with various aspects of the sport to enhance its presentation and appeal. Part of this review includes experimentation with the scoring system.

In order that we might hear the views of all Members in this
experimentation period, I would like to invite all IBF Member Associations to experiment with the following suggested scoring systems.

1. Rally point scoring to 25 points, best of 3 games. At 24, two clear points are needed. If the game goes to 30-all then first to 31. Winner of the previous point serves.
2. Rally point scoring to 25 points, best of 3 games. At 24, two clear points are needed. If the game goes to 30-all then first to 31. Serving alternates every five points.
3. Service scoring to 11 points, best of 3 games. Setting to 13 at 10-all.

We are interested to hear your opinions on these suggested systems. We would encourage any experimentation that you are able to conduct in your own territories, and suggest that you may like to experiment with these scoring systems in your own local tournaments. We would welcome any findings that you might achieve as soon as possible. 

Unsere Nationalmannschaftsdamen wagten sich ins Wikingerschiff

(6.6.05) Zu einer kombinierten Trainings- und Promotiontour auf der Ruhr starteten in der vergangenen Woche acht der am Bundestützpunkt in Mülheim trainierenden Damen. Michaela Peiffer, Birgit Overzier, Carola Bott, Sandra Marinello, Janet Köhler, Petra Overzier, Carina Mette, Kathrin Piotrowski und Damen-Cotrainer Boris Reichel ruderten die "MüWi" von Kettwig bis zum Mülheimer Wasserbahnhof. Boris Reichel, der die Maßnahme in Absprache mit der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) durchgeführt hatte, verstand die Aktion als Auftakt für das Sommertraining des A-Kaders, mit dem die Vorbereitungsphase für die WM in Los Angeles eingeläutet wurde.

Zu einem Bericht auf der Website der Stadt Mülheim (u.U. lange Ladezeit).

Lesen Sie einen Bericht in der WAZ Mülheim vom 3.6.2005.

Bundestrainer laden Landestrainer zum Workshop ein

(29.3.05) In einem Rundschreiben an die Landestrainer der DBV-Landesverbände haben die Bundestrainer Detlef Poste und Holger Hasse den Termin für den diesjährigen Trainerworkshop bekannt gegeben. Er wird vom 23. bis 25. Juni in der Sportschule Frankfurt am Main stattfinden.
Geplant sind drei inhaltliche Komplexe: Gemeinsames Erarbeiten von Themen im Rahmen eines Workshops, Informationen vom DBV an die Landesverbände zum aktuellen leistungssportlichen Geschehen in Theorie und Praxis, Kommunikation – Diskussionen. Ein detaillierter Plan soll noch verschickt werden.
Im vergangenen Jahr hatte die Veranstaltung im April in der Sportschule Hennef bei Bonn stattgefunden.

Referenten beim Landestrainer-Workshop 2004: (v.l.) Die DBV-Trainer Detlef Poste, Bernd Brückmann, Holger Hasse.
Diskutanten: (v.l.) Marcus Busch (NRW), Bruno Rduch (Hamburg), Stefan Dreseler (damals Bundestrainer Doppel), Norbert Atorf (NRW).
Leidet als Teammanager der Nationalmannschaft immer mit: DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

Martin Kranitz führt seit 1. Februar den Titel Sportdirektor

Aufgabengebiet und Besoldung bleiben unverändert

(23.2.05) Für den DBV-Präsidenten Dieter Kespohl war es kein besonderer Akt. „Es war nur eine Angleichung an die Gepflogenheiten in anderen Verbänden“, erklärte er auf Nachfrage von badminton.de. "Dort werden die Personen, die Tätigkeiten wie Herr Kranitz sie bei uns macht, üblicherweise als Sportdirektor bezeichnet. Sein Aufgabengebiet und seine Besoldung sind von der Umbenennung nicht betroffen.“
Für Martin Kranitz sah es schon ein wenig anders aus: „Ich freu mich natürlich über die Bezeichnung. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen meiner Arbeit dadurch nicht ändern. Ich habe die Tätigkeiten ja bisher ohne den Titel auch schon alle gemacht. Der Vorteil ist, dass die Außenreputation gegenüber anderen Institutionen für den Verband besser ist. Ich muss ja oft für den DBV Gespräche führen und da ist der Titel schon von Vorteil."

Kranitz ist seit 1999 in seiner Funktion für den DBV an der Außenstelle in Saarbrücken tätig. Von dort aus organisiert und kontrolliert er alle Leistungssportbelange des DBV. Er ist der "Hauptamtliche" im Aufgabengebiet von Vizepräsident Dietrich Heppner. Seine bisherige Bezeichnung lautete „Referent für Leistungssport“. Seit dem 1. Februar ist der 37-jährige ehemalige Bundesligasspieler, der 1996 mit dem SSV Heiligenwald Deutscher Mannschaftsmeister wurde, nun DBV-Sportdirektor.

Bundestrainer Poste im Gespräch mit www. bundeswehr.de
(16.2.05) Zum Amtsantritt von Bundestrainer Detlef Poste hat www.bundeswehr.de, die Webseite der Bundeswehr in ihrem Sportressort ein Interview mit dem seit Jahresanfang zum Cheftrainer des DBV aufgestiegenen ehemaligen Bundesjugendtrainers geführt. Darin erklärt Poste die Weltmeisterschaften 2007 und die Olympischen Sommerspiele 2008 als die ganz großen Ziele des beginnenden Zyklus.

Lesen Sie Vier-Jahres-Plan auf dem Weg nach Peking.

Durch die Sportfördergruppen ist die Bundeswehr einer der größten Förderer des Leistungssportes in Deutschland und damit auch im DBV. Dies bestont auch Poste in dem Gespräch: "Die Bundeswehr ist für uns der wichtigste Partner überhaupt, weil sie unseren Topleuten Profibedingungen ermöglicht. Es ist optimal. Wir haben die Chance, bei einer Sportart mit wenig Kommerz die Leute effektiv zu trainieren."

Zur Zeit sind sieben unserer Spitzenspieler bei der Bundeswehr:

Nicole Grether (Stabsunteroffizier, Sportfördergruppe Potsdam),

Björn Joppien (Stabsunteroffizier, Sportfördergruppe Köln-Wahn),

Ingo Kindervater (Stabsunteroffizier, Sportfördergruppe Mainz),

Kathrin Piotrowski (Unteroffizier, Sportfördergruppe Köln-Longerich),

Juliane Schenk (Unteroffizier, Sportfördergruppe Köln-Longerich),

Marc Zwiebler (Hauptgefreiter, Sportfördergruppe Mainz)

Toni Gerasch (Obergefreiter, Sportfördergruppe Mainz).

 

Rheinische Post über Amtsantritt von Bundestrainer Detlef Poste

(7.2.05) Im Rahmen ihrer Vorberichterstattung zur Deutschen Meisterschaft in Bielefeld berichtete die Rheinische Post (Düsseldorf) im Hauptsport über die Übernahme des Bundestraineramtes durch Detlef Poste. Titel: Poste: Neue Aufgabe, gewaltige Hürde. Autor ist RP-Redakteur Michael Deutzmann. (Klick vergrößert.)

Zwei Landestrainer wirken künftig auch auf DBV-Ebene: Tobias Grosse aus Nordrhein-Westfalen...
...und Sven Schüler aus Berlin.

DBV-Vizepräsident Heppner benannte weitere Trainer im DBV-Trainerstab

 

Tobias Grosse und Sven Schüler sind künftig für U 15 verantwortlich

  

(3.2.05) In einem Rundschreiben an die Landesverbände gab DBV-Vizepräsident Dietich Heppner als weiteren Teil des personellen Neubeginns zu Beginn der Olympade 2005 bis 2008 die neuen Trainer für das Talentteam U 15 (TTD I) bekannt. In dem Schreiben heißt es: „Wie bereits veröffentlicht, tritt Holger Hasse als Bundestrainer Jugend die Nachfolge von Detlef Poste an und trägt künftig die sportliche Hauptverantwortung für alle Altersklassen im Bereich des DBV-Nachwuchsleistungssports. Tobias Grosse und Sven Schüler werden als DBV-Nachwuchstrainer U 15 gemeinsam die Verantwortung für die Planung und Durchführung aller Maßnahmen im Rahmen des Talentteams Deutschland I übernehmen. Tobias Grosse ist als Landestrainer U 15 am DBV-Nachwuchsstützpunkt in Mülheim/Ruhr für den Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen tätig. Sven Schüler ist Leiter des DBV-Nachwuchsstützpunktes in Berlin und ebenfalls in der Altersklasse U 15 für den Badminton-Verband Berlin-Brandenburg tätig. Der DBV verfolgt damit weiterhin die Linie, die Trainer der Nachwuchsstützpunkte in die Projektarbeit der einzelnen Altersklassen einzubinden. Über weitere Änderungen werden wir Sie zu einem späteren Zeitpunkt in Kenntnis setzen.

Die internationalen Höhepunkte der laufenden Saison werden allerdings noch von den bisher verantwortlichen Trainern wahrgenommen. So wird die Jugend-EM in Den Bosch (15.-27. März) vom bisherigen Bundesjugendtrainer und neuen Bundestrainer Detlef Poste betreut. Das „Six-Nations U 17“ in Mulhouse (19.-24. April) begleitet Bernd Brückmann und das „Eight-Nations U 15“ in Stockholm (16.-20. Februar) Holger Hasse. 

 

Aufgestiegen I: Bundesjugendtrainer Detlef Poste (38) wird neuer Cheftrainer im DBV.
Aufgestiegen II: Talentteamleiter Holger Hasse (33) wird Bundesjugendtrainer.

Bewilligung der Bundesmittel steht immer noch aus

Detlef Poste rückt auf den Cheftrainer-Posten

   

(23.12.04) Das Jahr geht zu Ende und der DBV zögert mit einer offiziellen Verlautbarung über die zukünftige Besetzung seiner Bundestrainerstellen – obwohl sich die Zusammensetzung längst herumgesprochen hat.
DBV-Präsident Dieter Kespohl gegenüber badminton.de: „Ich tu mich schwer mit der Verkündung von Fakten, weil fast alle unsere Überlegungen noch nicht abgesichert sind. Wir haben noch keinen Bewilligungsbescheid vom Bundesverwaltungsamt. Wir wissen also nichts über die Höhe der Zuschüsse für das kommende Jahr oder für die folgenden Jahre. Natürlich ist das keine glückliche Situation. Aber da wir die benötigten Trainer nicht aus Haushaltsmitteln des DBV zahlen können, sind wir dem ausgeliefert. Verträge können nicht abgeschlossen werden, alle Gespräche liefen unter der Prämisse ‚unter der Voraussetzung, dass…’. Wir sind bei der Strukturierung und bei den Vertragungsverhandlungen davon ausgegangen, dass der so genannte Trainerplafont, also der Jahreszuschuss über den der DBV verfügen kann, ähnlich hoch sein wird wie bisher.“
Zukünftige Trainerstruktur
Detlef Poste, der bislang Bundesjugendtrainer war und auch schon mit den Nationalmannschaftsdamen gearbeitet hat, rückt auf den Posten des Cheftrainers. Gleichzeitig ist er der Disziplintrainer für die Damen.
Disziplintrainer für die Herren wird der ehemalige niederländische Nationalspieler Jeroen van Dijk. Er war zwischen 1992 und 1998 sechsmal Niederländischer Meister im Einzel. Hier herrschte bei den DBV-Verantwortlichen Einigkeit, dass man die Position mit einer Person besetzen musste, die internationale Erfahrung mitbringt. Van Dijks Einsatzort wird der Bundesstützpunkt Herren in Saarbücken sein.
Unterstützt wird er dort vom ehemaligen deutschen Nationalspieler Michael Keck. Der neunfache Deutsche Meister im Doppel und Mixed rückt damit als Neuling in das Trainerteam des DBV. Er bekleidet eine „halbe Stelle“ und soll sich schwerpunktmäßig um die Doppeldisziplinen kümmern.
Bundesstützpunkt Damen Mülheim an der Ruhr
Detlef Poste selbst wird am Bundesstützpunkt in Mülheim an der Ruhr stationiert sein. Dort sollen die deutschen Top-Damen konzentriert werden. Als Co-Trainer in Mülheim wird Boris Reichel arbeiten, der wie Keck eine halbe Stelle besetzt. Postes bisheriges Amt als Bundesjugendtrainer wird von Holger Hasse übernommen. Der Diplomtrainer aus Velbert war bisher Projektleiter für das Talentteam U 15 und kennt sich im Jugendbereich bestens aus. Zuletzt arbeitete er außerdem als Sportkoordinator für den Österreichischen Badminton-Verband. Dort hat er geholfen, die Strukturen zur Leistungsentwicklung zu erneuern.
Bis Ende diesen Jahres waren in Saarbrücken Asger Madsen als Cheftrainer und Stefan Dreseler als Trainer für die Doppel tätig. Deren auslaufende Verträge wurden nicht verlängert. Der für den Leistungssport verantwortliche Vizepräsident Dietrich Heppner: „Nach sechs Jahren war es einfach nötig, neue Impulse zu setzen, da waren wir uns einig. Die erhoffen wir natürlich von der neuen Konstellation. Am Beginn einer neuen Olympiade ist es eine durchaus übliche Maßnahme, um Stagnation entgegenzuwirken.“ Von Madsen, der vorher beim englischen Verband gearbeitet hatte, ist bekannt, dass er zukünftig als Cheftrainer beim schwedischen Verband arbeiten wird.
Wie bisher, wird auch Martin Kranitz als „Referent Leistungssport“ in Saarbrücken stationiert sein. Er ist für die organisatorische Abwicklung aller mit dem Leistungssport zusammenhängenden Maßnahmen zuständig. Darüber hinaus fungierte er in der Vergangenheit auch häufig als Teammanager unserer Mannschaft bei internationalen Turnieren.
Lösung für Übergangszeit
Kompliziert wird die Gesamtsituation nun dadurch, dass van Dijk wegen einer noch abzuschließenden Schulausbildung erst ab Mitte des Jahres 2005 zur Verfügung steht. Cheftrainer Poste wird daher für die Übergangszeit bis Juni an den Bundesstützpunkt Saarbrücken gehen und dort das Training leiten.
Am Bundesstützpunkt in Mülheim wird Boris Reichel für die Zeit bis Juni unterstützt durch Holger Hasse, den ehemaligen Bundesjugendtrainer Rachmat Hidajat und Ex-Nationalspieler Stephan Kuhl, die in die Trainingsarbeit eingebunden werden sollen.


DBV-Präsident Dieter Kespohl zum Leserbrief des Langenfelder Trainers Wang und zum Rücktrittsschreiben von Jens Roch

  

Eingeschränktes Wahrnehmungsvermögen beim FC Langenfeld

   

(10.12.04) Der Leserbrief des Trainers Xu Yan Wang vom FC Langenfeld in badminton.de (vgl. Leserseiten 9.12.04) veranlasste DBV-Präsident Professor Dieter Kespohl zu folgender Stellungnahme:

"Der DBV anerkennt die großen Leistungen des FC Langenfeld in der Talentförderung und in der Weiterentwicklung von Athleten und hat dies bis heute mit ansehnlichen finanziellen, materiellen und immateriellen Zuwendungen an den Verein und an die genannten Top-Athleten gewürdigt.
Der Brief belegt aber leider die völlig falsche Einschätzung der dortigen Verantwortlichen im Hinblick auf die heutigen Forderungen und Anforderungen an den Badminton-Hochleistungssport in Deutschland und weltweit.

Es geht nicht um eine unsinnige Frage nach den "Machtverhältnissen" zwischen dem DBV und dem FC Langenfeld, sondern um die bestmögliche Weiterentwicklung von Athleten im internationalen Vergleich. Die Hinweise auf deutsche Meistertitel, auf vereinzelte ansehnliche internationale Erfolge von Top-Athleten des FC Langenfeld und auf deren  kurzzeitige Platzierungen in der Weltrangliste zeigen deutlich ein eingeschränktes Wahrnehmungsvermögen beim FC Langenfeld. Dort verkennt man die vom DBV zu unternehmenden Notwendigkeiten, um den deutschen Badmintonsport national aus der untersten Fördergruppe des DSB herauszubringen und international dauerhaft vorne zu positionieren.

Mit den Verantwortlichen des FC Langenfeld wird ernsthaft zu reden sein.“

Es knirscht auch zwischen Langenfeld und NRW

Mittlerweile wurde auch bekannt, dass der FC Langenfeld mit seinem nordrhein-westfälischen Landesverband im argen Streit liegt. Ursache ist die Nichtbeachtung eines Agreements, dass bei nationalen Nachwuchsturnieren Aktive der NRW-Delegation,  wenn sie gegeneinander anzutreten haben, zwischen der Sätze nicht gecoacht werden. Dies haben die Langenfelder beim DBV-Ranglistenturnier U15/17 am 4./5.12. in Beuel zu Gunsten ihrer Vereinsathleten durchbrochen.

Roch-Rücktritt: Für Elite-Player nicht akzeptabel

Auch auf das an ihn gerichtete Rücktrittsschreiben von Jens Roch (vgl. Von Badmintonmenschen 2.12.04) hat Präsident Kespohl, der sich zur damaligen Zeit als DBV-Vertreter bei der IBF-Mitgliederversammlung in Malaysia befand, inzwischen reagiert. Kespohl auf Nachfrage von badminton.de: „Da Jens Roch seinen Brief öffentlich gemacht hat, habe ich nichts dagegen, wenn meine Antwort auch bekannt wird. Damit können auch einige Ungenauigkeiten ausgeräumt werden.“

In Dieter Kespohls Schreiben heißt es:

-   Deinen Rücktritt aus dem Nationalkader bedauere ich.

-   Deine Enttäuschung über das Weggehen von Asger Madsen kann ich nachvollziehen.

-   Die Qualitäten Asgers als "Trainer am Mann / auf dem Court" sind unbestritten.

-   Dieses Training hat Dich als Einzelspieler entscheidend  nach vorn gebracht.

-   Von einem DBV-Cheftrainer wird mehr verlangt als "Training am Mann". Asger weiß das.

-   Deshalb ist seine Tätigkeit als Cheftrainer für den DBV eben nicht unverzichtbar.

-   Asger hat nicht "auf die Hälfte seines Gehaltes verzichtet", sondern war bereit, für den Fall des Findens eines weiteren Arbeitgebers, für die Hälfte seines Gehaltes eine halbe Stelle zu übernehmen.

-   Dein Verdacht über eventuelle Gründe für die Veränderungen im Trainerteam sind reine Vermutung, falsch und unbegründet.

-   Asger weiß seit Monaten über die Absicht des DBV Bescheid. Zu Enttäuschungen über den "Umgang" mit ihm gibt es keinerlei Anlass.

-   Deine Entscheidung, "unter diesen Umständen dem DBV nicht mehr weiter zur Verfügung stehen zu können", ist für mich weder nachvollziehbar noch für einen "Elite-Player" akzeptabel.

-   Schade!

 

badminton.de-Gespräche

► 1.8.06 Mit Jeroen van Dijk.
► 3.3.06 Mit Dieter Kespohl.
► 26.2.06 Mit Martin Kranitz.
► 21.12.05 Mit Dieter Kespohl.
► 17.12.05 
Mit Karl-Heinz Kerst.
► 17.11.05 Mit Nicole Grether
► 21.8.05 Mit Xu Huaiwen.
► 10.8.05 Mit Martin Kranitz.
► 23.6.05 Mit Detlef Poste.
   

 

 


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