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Deutsche Meisterschaft U22 2012

Vom 13. bis 15. April in Sindelfingen, Glaspalast, Rudolf-Harbig-Str. 10.
Ausrichter: VfL Sindelfingen (LV BAW). Referee: Hans Krieger (Rheinstetten).
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Zu den Ergebnistableaus im  HE - DE - HD - DD - MX. Zu den Tagesergebnissen.

Finalisten im Herreneinzel: Richard Domke (re) und Kai Schäfer. Foto: Thomas Züfle

Nur zwei der fünf Endspiele wurden ordnungsgemäß durchgeführt - Max Schwenger schwer verletzt

       

Richard Domke und Fabienne Deprez holten die Einzeltitel

       

Thomas Züfle hat bei federballer.de eine Bildergalerie eingerichtet.

Herreneinzel
HF: Richard Domke – Florian Berchtenbreiter (TV Dillingen) 21:11 21:12
Kai Schäfer – Lars Schänzler (FC Langenfeld) 18:21 21:15 21:17
Fin.: Richard Domke (SV Fischbach) – Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) 21:14 21:15
Dameneinzel
HF: Fabienne Deprez – Luise Heim (BSG Neustadt) 21:19 21:9
Alina Hammes – Kira Kattenbeck (RW Wesel) 21:7 21:16
Fin.: Fabienne Deprez (FC Langenfeld) – Alina Hammes (SV Fischbach) 11:5 Aufgabe
Herrendoppel
HF: Andreas Heinz & Max Schwenger – Jonas Geigenberger & Fabian Holzer (SV Fischbach/SV Fun-Ball Dortelweil) 21:8 21:16
Julien Gupta & René Rother – Johannes Pistorius & Fabian Roth (TSV Freystadt/BSpfr. Neusatz) 21:17 21:19
Fin.: Julien Gupta & René Rother (1.BC Beuel/1.BV Mülheim) – Andreas Heinz & Max Schwenger (SG Anspach/TV Refrath) o.K./wo
Damendoppel
HF: Isabel Herttrich & Inken Wienefeld – Kathleen Ebersbach & Linda Klasen (TSV Trittau/BV Gifhorn) 21:12 22:20
Alina Hammes & Kira Kattenbeck – Amelie Oliwa & Amelie Storch (TSV Neuhausen-Nymphenburg/SV Fischbach) 14:21 21:15 21:19
Fin.: Isabel Herttrich & Inken Wienefeld (VfL Hamburg) – Alina Hammes & Kira Kattenbeck (SV Fischbach & RW Wesel) 21:19 21:19
Mixed
HF: Max Schwenger & Isabel Herttrich – Raphael Beck & Kira Kattenbeck (TV Refrath & RW Wesel) 21:16 21:11
Tobias Wadenka & Amelie Oliwa – Andreas Heinz & Alina Hammes (SG Anspach & SV Fischbach) 21:14 22:20
Fin.: Tobias Wadenka & Amelie Oliwa (TSV Neuhausen-Nymphenburg) – Max Schwenger & Isabel Herttrich (TV Refrath & VfL Hamburg) 4:4 (Aufgabe wg. Verletzung Schwenger)
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Hatte großes Pech: Max Schwenger verletzte sich im Mixed-Endspiel. Foto: Thomas Züfle

Der VfL Sindelfingen machte sich das schönste Geschenk zum Vereinsjubiläum
Hochgefühl mit bitterem Ende
Von Andreas Schuch
Bis zum Beginn der Endspiele wurden tatsächlich alle belohnt, die sich etwas von der 43. Deutschen Junioren-Meisterschaft erhofft hatten. Allen voran die Spieler, welche ihr Turnier einmal nicht vor leerer Kulisse absolvieren mussten. Die Werbetrommel in Sindelfingen und dem umgebenden Stuttgarter Großraum hat so gut funktioniert, dass an den Finaltagen jeweils 200 bis 300 interessierte Fans den Weg in den Glaspalast gefunden haben. Auch die Zuschauer wurden durch die sportlichen Leistungen belohnt, welche ihnen in der hervorragend hergerichteten Austragungsstätte präsentiert wurden. Nicht zuletzt machte sich der ausrichtende VfL Sindelfingen das schönste Geschenk zum 150-jährigen Vereinsjubiläum durch die würdige Präsentation einer solch hochkarätigen Veranstaltung.
Drama begann mit Max Schwengers Verletzung
Bis zum Beginn der Endspiele hatte alles gepasst. Doch dann schlugen die Verletzungen unbarmherzig zu und ließen nur zwei vollständig ausgetragene Endspiele zu. Entsetzen, Schock, Sorge, Tränen, Trauer folgten der gespannten Erwartung auf hochklassiges Badminton und hinterließen am Ende doch ein wenig Wehmut. Die Veranstaltung, Spieler, Betreuer, Zuschauer hätten ein besseres Ende verdient gehabt. Schade, manchmal ist Sport auch brutal.
Das Drama begann bereits beim Stande von 4:4 im ersten Satz des ersten Endspiels im Gemischten Doppel, als sich Nationalspieler Max Schwenger eine schwere Bänderverletzung zuzog, die ihn zu einer längeren Pause zwingen wird. Hoffentlich werden wir ihn bald wieder bei voller Gesundheit und Leistungsfähigkeit auf dem Spielfeld erleben dürfen.
Die aufgrund des abgebrochenen Spiels und wegen Max’ Beteiligung im Herrendoppel kurzfristig angepasste Spielreihenfolge sowie die Sorge um die Schwere seiner Verletzung begleiteten die restlichen Partien. Waren zur Siegerehrung dieser beiden Disziplinen noch überwiegend betroffene Gesichter vorherrschend, kam im anschließenden Damendoppel und Herreneinzel jedoch wieder Freude und Stimmung ob der gezeigten Ballwechsel auf. Bis im abschließenden Einzel der beiden angeschlagenen Damen dann Alina Hammes aufgrund von Schmerzen in der Achillessehne beim Stand von 5:11 das Spiel ebenfalls vorzeitig zugunsten ihrer Gesundheit abbrechen musste.
Jüngere Teilnehmer präsentierten sich ausgezeichnet
Sportlich gesehen gab es trotzdem einiges zu erleben an den drei Tagen in Sindelfingen. Allen voran die ausgezeichneten Leistungen der jüngsten Teilnehmerin. Die erst 13-jährige Yvonne Li aus Hamburg konnte in allen Disziplinen überzeugen und gab sich gegen die deutlich ältere Konkurrenz immer erst im Entscheidungssatz geschlagen. Das Erreichen des Viertelfinals im Dameneinzel war der gerechte Lohn für das Ausnahmetalent. Alina Hammes wurde gleich zweimal das „Opfer“ dieser verlängerten Gegenwehr, bevor sie ihrerseits die jeweiligen Endspiele erreichen konnte.
Ansonsten gab es in allen Disziplinen mit Damenbeteiligung keine wirklichen Überraschungen, waren doch bereits im Viertelfinale die entsprechend gesetzten Spielerinnen und Paarungen mit wenigen Ausnahmen unter sich. Zu diesen Ausnahmen gehörte auch das Nord-Duo Kathleen Ebersbach und Linda Klasen, die sich in jeweils engen Partien bis ins Halbfinale kämpften und dort den späteren Siegerinnen einen hart umkämpften zweiten Satz abringen konnten.
So wenig Überraschendes bei den Damen passierte, umso mehr wirbelten die Herren ihre Setzlisten durcheinander. Johannes Pistorius, im Jugendkader eher auf die Doppeldisziplinen fokussiert, erwischte ein geniales Wochenende und konnte gegen Peter Lang triumphieren, bevor er dem gleichaltrigen Lars Schänzler den Vortritt lassen musste. Noch besser erwischte es der ebenfalls ungesetzte Dillinger Florian Berchtenbreiter, der die Hoffnungen der südostdeutschen Insider mit der Halbfinalteilnahme mehr als erfüllen konnte. Ganz besonders sehenswert indes war das Halbfinalduell der beiden amtierenden Deutschen Jugendmeister Lars Schänzler (U17) und Kai Schäfer (U19), welches ganz lange Zeit völlig ausgeglichen war und für die zahlreichen Zuschauer ein echtes Schmankerl darstellte.
Reißer im Herrendoppel
Auch im Herrendoppel gab es gleich mehrere Reißer für die Zuschauer, allen voran das Duell der Schwenger-Brüder Max und Marc im Viertelfinale. Zusammen mit ihren Partnern Andreas Heinz bzw. Florian Berchtenbreiter gestalteten sie eine sehr enge und ausgeglichene Partie, versäumten dabei aber nicht, trotz aller Brisanz miteinander, mit dem Ball und mit den Zuschauern zu spielen. Auch Johannes Pistorius mit seinem baden-württembergischen Partner Fabian Roth zeigten als Deutsche U17-Meister ihre Extraklasse in einem hervorragenden Spiel gegen Peter Lang und Raphael Beck, mit dem sie sich als ungesetzte Paarung die Halbfinalteilnahme sichern konnten. Noch überraschender dagegen war der Erfolg der neuen Deutschen Meister Julien Gupta und René Rother, die sich durch jeweils enge Partien – vor allem gegen die Zweitgesetzten Thomas Legleitner und Tobias Wadenka – das Halbfinale und schließlich die Endspielteilnahme erkämpften. Und dennoch fühlten sie sich nach eigener Aussage wie nach einer Erstrundenniederlage, als sie den Titel anschließend kampflos in Empfang nehmen sollten.
Tja, bis zum Beginn der Endspiele hat alles gepasst in Sindelfingen.

 


Neuauslosungen im Herreneinzel und Damendoppel
(10.4.12) DBV-Vizepräsident Gerd Pigola teilte mit, dass auf Beschluss des Ausschusses für Wettkampfsport wegen formaler Fehler eine Neuauslosung für die Disziplinen Herreneinzel und Damendoppel bei den am kommenden Wochenende in Sindelfingen stattfindenden Deutschen Meisterschaften U22 vorgenommen wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde gleichzeitig der zurückgezogene Nikolaj Persson aus der Setzliste genommen.

          

Die Auslosungen sind online

Nur Andreas Heinz kann Titel verteidigen
(2.4.12) Bernd Mohaupt, der Referatsleiter für den Spielbetrieb O19 im DBV, teilte mit, dass die Auslosungen für die DM U22 in Sindelfingen bei Kroton veröffentlicht sind (siehe oben). Die einzige Möglichkeit zur Titelverteidigung hat Andreas Heinz von der SG Anspach, der im Vorjahr in Regensburg mit Josche Zurwonne im Doppel gewann. Die übrigen Gewinner der Vorjahresmeisterschaft sind nicht mehr am Start. Die Setzplätze eins belegen:
HE - Nikolaj Persson, DE - Fabienne Deprez, HD - Andreas Heinz & Max Schwenger, DD - Isabel Herttrich & Inken Wienefeld, MX - Max Schwenger & Isabel Herttrich.

Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV
Der VfL holte sich eine Deutsche Meisterschaft zum 150-jährigen Vereinsjubiläum.

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