Europameisterschaft 2011
Mannschafts-Wettbewerb "Mixed Teams"

   

15. bis 20. Februar 2011 in Amsterdam (Niederlande), Sporthallen Zuid, Burgerweeshuispad 54.

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Von der Europameisterschaft berichtet Claudia Pauli

Deutschland ist erstmals in der Geschichte Vize-Europameister

 

Ein historischer Erfolg: Nie zuvor ist es einer deutschen Mannschaft gelungen, bei der Mixed-Team-EM das Finale zu erreichen. Foto: CP.
Die deutsche Delegation in Amsterdam. Foto: CP.

 

 

  

Die Spiele des deutschen Teams
Di 15.2. gegen Lettland um 19.00 Uhr, Ergebnis: 5:0 für Deutschland
Mi 16.2. gegen Estland um 14.00 Uhr, Ergebnis: 5:0 für Deutschland
Do 17.2. gegen Belgien um 10.00 Uhr, Ergebnis: 5:0 für Deutschland

Fr 18.2. Viertelfinale gegen Frankreich um 19.00 Uhr, Ergebnis: 3:0 für Deutschland

Sa 19.2. Halbfinale gegen Russland um 15.00 Uhr, Ergebnis: 3:1 für Deutschland

So 20.2. Finale gegen Dänemark um 13.00 Uhr, Ergebnis: 1:3 aus deutscher Sicht.

 

Damit ist Deutschland Vize-Europameister! 

 

Nachgefragt bei DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst

(im Rahmen des Pressegesprächs anlässlich der YONEX German Open 2011;

angesprochen ist der historische Erfolg bei der Mixed-Team-EM)

Hier geht´s zum Video-Interview ...

 

 

 

Nachgefragt bei Sandra Marinello und Birgit Michels

(im Rahmen des Pressegesprächs anlässlich der YONEX German Open 2011)

Hier geht´s zum Video-Interview ...

 

 

  

Finale

Die DBV-Asse dürfen sich über ihren größten Erfolg in der Geschichte der Veranstaltung freuen

        

Deutschland - Dänemark 1:3

So, 20.02.2011, 13.00 Uhr 
DE: Juliane Schenk - Karina Jorgensen 21:16 21:19 (33 Min.)

HE: Marc Zwiebler - Jan O. Jorgensen 18:21 15:21 (31 Min.)

DD: Sandra Marinello/Birgit Michels - Christinna Pedersen/Kamilla Rytter Juhl 17:21 12:21 (38 Min.)

HD: Ingo Kindervater/Johannes Schöttler - Mathias Boe/Carsten Mogensen 13:21 16:21 (33 Min.)

MX: Michael Fuchs/Birgit Michels - Joachim Fischer Nielsen/Christinna Pedersen nicht mehr ausgetragen

 

(20.02.2011, 16.45 Uhr, CP) Den Titelverteidiger und Rekord-Europameister konnte die deutsche Badminton-Nationalmannschaft nicht entthronen, trotzdem hatte sie bei der Mixed-Team-Europameisterschaft in Amsterdam wahrlich allen Grund zum Jubeln: Dank einer hervorragenden Mannschaftsleistung erreichte erstmals in der Geschichte des im Jahr 1972 eingeführten Wettbewerbs eine Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes das Endspiel. Als größte Erfolge bei der EM für gemischte Mannschaften standen zuvor die Bronzemedaillen aus den Jahren 1972 und 2004 zu Buche

In Amsterdam musste sich die Auswahl von Chef-Bundestrainer Jakob Høi im Finale der Mannschaft Dänemarks mit 1:3 geschlagen geben, die damit ihren insgesamt 14. Titelgewinn bei der Mixed-Team-EM verzeichnete. Der Endspielerfolg in diesem Jahr bedeutete für die Nordeuropäer die neunte Goldmedaille in Serie. Zuletzt hatte sich im Jahr 1994 eine andere Nation mit einer gemischten Mannschaft zum Europameister gekürt: Wie schon 1992, so gewann vor 17 Jahren Schweden die Goldmedaille, während Dänemark Silber holte. In der Geschichte der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung (bis 2008 in „geraden“ Jahren, seit 2009 in „ungeraden“) war es gerade einmal drei Nationen vergönnt, mit einem Mixed-Team den Titel des Europameisters zu gewinnen: Neben Dänemark und Schweden gelang dies England.

Die DBV-Asse bestätigten bei der diesjährigen Mixed-Team-EM mit dem Einzug ins Finale Setzplatz zwei für Deutschland, den sie sich über hervorragende Resultate bei den internationalen Turnieren der vergangenen Monate erarbeitet hatten. Den historischen Erfolg für den DBV hatte das deutsche Team am Samstag durch einen 3:1-Sieg im Halbfinale über Russland eingeläutet. Damit revanchierten sich die deutschen Spielerinnen und Spieler zugleich bei der russischen Auswahl für die bei der letzten Mixed-Team-EM erlittene Niederlage, als sie im Viertelfinale mit 2:3 gegen die Osteuropäer verloren. Am Sonntag verzeichnete die Weltranglistensiebte im Dameneinzel, Juliane Schenk, den einzigen Matchgewinn für Deutschland.

Dänemark hatte in seiner Vorschlussrundenpartie, einer Neuauflage des Finalspiels von 2009, durch einen 3:1-Erfolg über England die Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung gewahrt. England und Russland erhielten beide die Bronzemedaille, der dritte Platz wird bei der EM nicht ausgespielt. Russland hatte auch 2009 die Bronzemedaille gewonnen.

 

Das Fazit von Chef-Bundestrainer Jakob Hoi nach den beiden Einzeln fiel durchwachsen aus: "Das waren keine guten Spiele. Juliane hat mental und taktisch ihren Plan nicht so durchziehen können, die Dänin hat sehr viele Bälle zurückgespielt. Aber es ist natürlich gut, wenn wir auch schlechte Spiele gewinnen. Marc hat einige gute Aktionen gezeigt, aber auch zu viele einfache Fehler gemacht. Leider hatte er nicht seinen besten Tag. Wir haben im Herreneinzel auf drei Sätze und vielleicht einen Sieg gehofft, aber wenn Marc nicht 100% drauf ist, ist das nicht möglich."

 

In den beiden Doppeln mussten die DBV-Asse am Sonntag die Überlegenheit der Konkurrenten aus Dänemark anerkennen. Jeroen van Dijk, Bundestrainer Herreneinzel, meinte: "Das ist ein toller Erfolg für uns. Wir haben das Beste gegeben. Dänemark ist einfach noch eine Spur stärker."

 

  

Dänemark muss auf Europameisterin Tine Baun verzichten

(20.02.2011, 11.30 Uhr, CP) Überraschung etwa eineinhalb Stunden vor Beginn des Finals: Tine Baun, die amtierende Europameisterin im Dameneinzel, wird nicht für Dänemark zum Einsatz kommen. Die Weltranglistenvierte hat Probleme mit einem Fußgelenk. Nach einem Lauftest am Sonntagmorgen am Hotel musste die Dänin für das Endspiel absagen. Damit wird es nicht zur Neuauflage des Finals der Individual-EM 2010 in Manchester zwischen Tine Baun (damals noch Tine Rasmussen) und der aktuellen Weltranglistensiebten Juliane Schenk kommen. Anstelle von Tine Rasmussen bestreitet nun die Weltranglisten-61. Karina Jorgensen in Amsterdam das Dameneinzel. Sie wurde vom Dänischen Badminton-Verband bereits in der Vorrunde der Mixed-Team-EM berücksichtigt. Während Karina Jorgensen in den Partien gegen Spielerinnen aus Israel und Italien jeweils Zwei-Satz-Erfolge verbuchte, musste sie gegen Kristina Ludikova aus der Slowakei (Nummer 67 der Welt) eine knappe Drei-Satz-Niederlage hinnehmen.

 

Finale, 20.02.2011, Deutschland - Dänemark 1:3

Einstimmung auf den historischen Tag.

Kamilla Rytter Juhl (vorne) und Christinna Pedersen.
Sandra Marinello (l.) und Birgit Michels.
Karina Jorgensen.
Jan O. Jorgensen. Fotos: CP.

 

  

Halbfinale

Deutschland steht nach einer phänomenalen Mannschaftsleistung erstmals im Finale einer Mixed-Team-EM!

      

Deutschland - Russland 3:1

Sa, 19.02.2011, 15.00 Uhr 
DE: Juliane Schenk - Ella Diehl 21:10 21:19 (37 Min.)

HE: Marc Zwiebler - Stanislav Pukhov 21:12 21:14 (31 Min.)

DD: Sandra Marinello/Birgit Michels - Valeria Sorokina/Nina Vislova 21:13 17:21 15:21 (53 Min.)

HD: Ingo Kindervater/Johannes Schöttler - Evgeniy Dremin/Ivan Sozonov 21:15 21:17 (29 Min.)

MX: Michael Fuchs/Birgit Michels - Vitalij Durkin/Nina Vislova nicht mehr ausgetragen

    

(19.02.2011, 19.00 Uhr, CP) Als das Herrendoppel Ingo Kindervater/Johannes Schöttler seinen zweiten Matchball verwandelt und damit den 3:1-Sieg der deutschen Badminton-Nationalmannschaft über die Mannschaft Russlands im Halbfinale der Mixed-Team-Europameisterschaft in Amsterdam perfekt gemacht hatte, brach die gesamte deutsche Delegation in lautstarken Jubel aus.

Nie zuvor bei dem im Jahr 1972 eingeführten Wettbewerb erreichte eine Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes das Endspiel. Als größte Erfolge bei der EM für gemischte Mannschaften standen für ein deutsches Team bislang die Bronzemedaillen aus den Jahren 1972 und 2004 zu Buche.

Die in Amsterdam an Position zwei notierte Auswahl von Chef-Bundestrainer Jakob Høi sieht nun mit Vorfreude dem Finalduell mit dem topgesetzten Titelverteidiger und „Serien-Europameister“ Dänemark am Sonntag (20.02.2011, 13.00 Uhr) entgegen. Die Nordeuropäer, die seit der ersten Austragung der Mixed-Team-EM insgesamt 13 Mal Gold, zuletzt achtmal in Folge, gewannen, bezwangen in ihrem Halbfinalspiel England ebenfalls mit 3:1. Außer Dänemark konnten bislang nur der EM-Zweite von 2009, England (fünfmal; zuletzt 1984), und Schweden (1992, 1994) mit einer gemischten Mannschaft den Titel des Team-Europameisters erringen.

Für Deutschland waren im Halbfinale vor den Weltranglisten-15. Ingo Kindervater/Johannes Schöttler bereits die Weltranglistensiebte Juliane Schenk im Dameneinzel und der Weltranglisten-17. Marc Zwiebler im Herreneinzel erfolgreich gewesen. Deutschlands bestes Damendoppel, Sandra Marinello/Birgit Michels, musste sich hingegen knapp den amtierenden Europameisterinnen geschlagen geben.

Mit dem Sieg revanchierten sich die DBV-Asse bei der russischen Auswahl für die bei der letzten Mixed-Team-EM erlittene Niederlage. 2009, als der Wettbewerb in Liverpool/England ausgetragen wurde, unterlag die deutsche Mannschaft den Osteuropäern im Viertelfinale mit 2:3. Das russische Team Russland sicherte sich dank dieses Erfolgs zum ersten Mal bei Titelkämpfen dieser Art eine Medaille. Russland erhält auch 2011 in jedem Fall Bronze, genauso wie die Mannschaft Englands. Der dritte Platz wird bei der EM nicht ausgespielt.

 

Das Eröffnungsmatch in der Halbfinalpartie gegen Russland war aus deutscher Sicht der Weltranglistensiebten Juliane Schenk vorbehalten. Sie enttäuschte die in sie gesetzten Erwartungen zu keiner Zeit. Gegen Ella Diehl, die EM-Dritte von 2010 im Dameneinzel, begann die 28 Jahre alte Deutsche enorm stark. Umgekehrt machte Ella Diehl, die Ehefrau des am Badminton-Spitzensportzentrum Mülheim an der Ruhr tätigen Bundestraines Talententwicklung, Rainer Diehl, viele Fehler. Die Folge: Der erste Satz ging schnell an Vize-Europameisterin Juliane Schenk. Im zweiten Durchgang fand deren russische Gegnerin zunehmend besser zu ihrem Spiel, Mitte des Satzes lag sie längere Zeit vorn. Doch Juliane Schenk - die Ella Diehl und ihre Spielweise aus vielen gemeinsamen Trainingseinheiten in Mülheim gut kennt - kämpfte sich nicht nur wieder heran, sondern ging schließlich ihrerseits in Führung. Unter dem großen Jubel der deutschen Delegation auf der Tribüne verwandelte die Sportsoldatin der Bundeswehr ihren dritten Matchball zum Sieg und brachte die DBV-Auswahl damit mit 1:0 in Führung. "Im ersten Satz war ich von Beginn an total präsent und klar für das, was ich mir vorgenommen hatte - nämlich unter anderem hohes Tempo zu gehen. Ella hat da noch nicht so zu ihrem Spiel gefunden, andererseits habe ich ihr aber natürlich auch wenig Möglichkeiten dazu gelassen. Es hat bei mir nahezu alles geklappt", meinte Juliane Schenk weniger Minuten nach dem Spiel. "Der zweite Satz lief zu Beginn noch ganz gut, dann aber hat mir ein bisschen das Beintempo gefehlt, während Ella viel Druck gemacht hat. Teils habe ich es geschafft, darauf zu reagieren, teils nicht, daher war das Spiel recht ausgeglichen. Am Ende habe ich dann aber noch einmal mehr Beintempo gegeben, denn ich wollte den zweiten Satz natürlich unbedingt gewinnen. Und das hat dann ja auch geklappt. Ich denke, ich habe verdient gewonnen und war im Vorfeld bereits zuversichtlich, dass ich unser Team in Führung bringen würde", so die Weltklasse-Spielerin weiter. 

 

"Gut!", meint Marc Zwiebler und lacht, als er nach einer Einschätzung zu seinem Spiel gebeten wird. "Ich war vorab in der Favoritenrolle habe auch schnell gemerkt, dass dies zutrifft. Trotzdem ist es dann kein leichtes Spiel. Nachdem Juliane uns mit 1:0 in Führung gebracht hat, wollte ich unbedingt nachlegen. Ich freue mich sehr über die Einzelsiege, würde mich aber noch mehr über Siege in den Doppeln freuen. Jetzt geht es erst richtig los", so der Weltranglisten-17. in der halbstündigen Pause, welche die Organisatoren der EM am Halbfinaltag nach zwei Spielen veranschlagt hatten. Das zuvor letzte Aufeinandertreffen von Marc Zwiebler und Stanislav Puukhov liegt schon mehr als sieben Jahre zurück: Bei den Scottish International 2003 siegte der Deutsche in drei Sätzen. In Amsterdam waren die Kräfteverhältnisse zweifelsohne eindeutiger.  

 

Die Deutschen Meisterinnen im Damendoppel, Sandra Marinello und Birgit Michels, müssen hingegen weiter auf ihren ersten Sieg gegen die amtierenden Europameisterinnen Valeria Sorokina/Nina Vislova aus Russland warten. Dabei begann die Begegnung überaus viel versprechend: "Wir konnten ganz ohne Druck aufspielen. Denn wir lagen ja mit 2:0 vorne und hätten zudem aufgefangen werden, da noch zwei Spiele nach unserem hätten ausgetragen werden können. Wir hatten uns vorgenommen, unser Bestes zu spielen und hatten uns super auf das Match vorbereitet, unter anderem in einer ganz langen Besprechung mit Boris Reichel, dem Bundestrainer Damendoppel. Wir haben ganz genau besprochen, wie wir taktisch agieren und wo bei den beiden die Lücken sein würden. Das haben wir im Spiel versucht umzusetzen“, blickt Sandra Marinello zurück. Im ersten Satz seien sie und Birgit Michels auch „super-klar“ gewesen und „super-konzentriert“ auf die Taktik. „Der erste Satz war auch körperlich noch nicht so anstrengend. Im zweiten sind wird zwar davon ausgegangen, dass die Russinnen noch einen Gang höher schalten würden, aber ich glaube, wir waren letztlich doch ein wenig überrascht. Das, was wir uns vorgenommen hatten, hat dann nicht mehr funktioniert“, so die 27-Jährige weiter. „Ich glaube, im dritten Satz waren wir dann ein wenig sauer, dass wir den zweiten abgegeben haben. Denn wir wollten das Spiel im zweiten Satz nach Hause bringen. Vom Gefühl her waren wir klar die Stärkeren, aber dann haben sich auch leichte Fehler eingeschlichen.“

 

Die nächste Chance, den erstmaligen Einzug ins Finale einer Mixed-Team-EM zu realisieren, wollten nun die Deutschen Meister im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler, nutzen. Und dies taten sie bravourös. "Kommt Jungs, auf geht´s!" oder "Super, weiter so" schallte es von der Tribüne, wo neben den Mannschaftsmitgliedern und Betreuern auch zahlreiche Eltern der DBV-Asse saßen. Bereits wenige Minuten vor dem letzten Ballwechsel formierte sich die deutsche Delegation vor der Tribüne und fieberte bei jedem Schlag mit den Weltranglisten-15. mit. Als die Russen beim Stand von 20:17 aus Sicht der Deutschen den Ball ins Netz spielten, war die Freude riesig. Man umarmte sich, klatschte sich ab, bereitet Ingo Kindervater und Johannes Schöttler eine La-Ola-Welle und bedankte sich ausgiebig bei den "Matchwinnern". "Es war keineswegs leicht, gegen die beiden Russen zu gewinnen. Sie waren sehr stark - dafür, dass sie noch nie gemeinsam international gespielt hatten", hob DBV-Sportdirektor Martin Kranitz die Leistung des deutschen Herrenduos hervor.

 

    

Viele Fans

Die deutsche Badminton-Nationalmannschaft hat in den Sporthallen Zuid in Amsterdam viel Unterstützung erfahren. So feuerten am Halbfinaltag unter anderem DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst, die beiden Vizepräsidenten Dietrich Heppner (Leistungssport) und Karl-Heinz Zwiebler (Breitensport), die Eltern von Ingo Kindervater, Sandra Marinello, Michael Fuchs, Marcel Reuter und Karin Schnaase sowie die ehemaligen Nationalspielerinnen Nicole Baldewein und Christine Skropke die DBV-Asse an - und bejubelten mit ihnen den erstmaligen Einzug ins Finale einer Mixed-Team-EM.

   

 

Halbfinale, 19.02.2011, Deutschland - Russland 3:1

Ingo Kindervater und Johannes Schöttler durften zurecht jubeln.
Juchuh! Wir stehen im Finale!
La-Ola-Welle für die "Matchwinner" Ingo Kindervater und Johannes Schöttler, u.a. von Dietrich Heppner, Vizepräsident Leistungssport im DBV, und DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.
Super gemacht, Jungs!
Karl-Heinz Zwiebler, Vizepräsident Breitensport im DBV, mit dem DBV-Fanschal.
Nationalspieler Oliver Roth, dahinter Carla Nelte.
Juliane Schenk verzeichnete einen deutlichen Sieg über Ella Diehl.
Auch Marc Zwiebler war seinem Gegner im Halbfinale weit überlegen. Fotos: CP.

 

 

 

Halbfinale

Überraschungen in der Aufstellung der Russen

 

(19.02.2011, 14.30 Uhr, CP) Nachgefragt bei DBV-Sportdirektor Martin Kranitz: "War die Aufstellung der Russen in der Form von den DBV-Verantwortlichen erwartet worden?" "Die Aufstellung in den Einzeln haben wir erwartet, ja. Gleiches gilt für das Damendoppel, denn in dieser Disziplin haben sie eigentlich keine Alternative. Ein bisschen überrascht hat uns das Herrendoppel. Normalerweise sind Vitalij Durkin und Alexandr Nikolaenko die stärksten. Aber keiner von beiden spielt. Vielmehr treten sie mit einem Herrendoppel an, das so noch nicht international angetreten ist. Aber das sollte nichts heißen. Die Russen wissen natürlich genau, was sie machen. Sie müssen insgesamt auf drei Doppel kommen und werden ihre momentan stärkste Aufstellung präsentieren. Die Mixed-Paarungen Vitalij Durkin/Nina Vislova, die heute spielen, und Alexandr Nikolaenko/Valeria Sorokina sind gleich gut."

 

  

"Gemeinsam sind wir stark!" Foto: CP.

Halbfinale

Enge Partie erwartet

 

(19.02.2011, 10.00 Uhr, CP) In Amsterdam laufen die Vorbereitungen auf das Halbfinalspiel gegen Russland auf Hochtouren: Nach dem Frühstück ging es für die Spielerinnen und Spieler zunächst zum Training, bevor unter anderem die ausführliche Besprechung der Partie gegen den amtierenden EM-Dritten anstand. Gespannt erwarteten Aktive wie Betreuer am Samstagmorgen die Aufstellung der Russen, die bei der letzten Mixed-Team-EM, im Februar 2009, Deutschland im Viertelfinale mit 3:2 besiegten und damit einen Medaillengewinn des DBV-Teams verhinderten. Nun steht bereits fest, dass der DBV zum insgesamt dritten Mal in der Geschichte Edelmetall geholt hat. Doch die "Farbe" der Medaille möchten alle Beteiligten heute noch verändern: Durch einen Sieg über Russland soll erstmals das Finale eines Wettbewerbs dieser Art erreicht werden. Vermutlich käme es dann in den Sporthalle Zuid in der niederländischen Hauptstadt zum "Traum-Endspiel" zwischen den bei der EM an Nummer eins und zwei gesetzten Mannschaften. Der an Position eins notierte Titelverteidiger Dänemark spielt heute - zeitgleich mit Deutschland - gegen England um den Einzug ins Finale.

 

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz erwartet eine enge Begegnung mit den Russen, und auch der fünfmalige Deutsche Meister Marc Zwiebler sieht der Partie mit Spannung, aber ebenso mit Vorfreude, entgegen: "In den Einzeln sind wir meiner Einschätzung nach favorisiert. Sie sollten zu 70 Prozent uns gehören. Im Mixed und im Herrendoppel schätze ich die Chance auf 50:50, das Damendoppel wird ganz schwer. Im Grunde ist aber jedes Spiel offen, wir freuen uns alle auf die Begegnung!"

          

 

Viertelfinale

Die DBV-Auswahl steht im Halbfinale und hat damit eine Medaille sicher - die dritte in der Geschichte der Mixed-Team-EM      

    

Deutschland - Frankreich 3:0

Fr, 18.02.2011, 19.00 Uhr 
MX: Michael Fuchs/Birgit Michels - Baptiste Careme/Laura Choinet 21:11 17:21 21:12

HE: Marc Zwiebler - Brice Leverdez 21:9 21:12

DE: Juliane Schenk - Perrine Le Buhanic 21:4 21:3

HD: Ingo Kindervater/Johannes Schöttler - Baptiste Careme/Sylvain Grosjean nicht mehr ausgetragen

DD: Sandra Marinello/Birgit Michels - Laura Choinet/Audrey Fontaine nicht mehr ausgetragen

 

 

(18.02.2011, CP) Die deutsche Badminton-Nationalmannschaft steht bei der Mixed-Team-Europameisterschaft (im Halbfinale und hat damit eine Medaille sicher. Am Freitagabend gewann die DBV-Auswahl ihre Viertelfinalpartie gegen die Mannschaft Frankreichs mühelos mit 3:0. Nachdem sowohl die US Open-Gewinner im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels, als auch der EM-Dritte im Herreneinzel, Marc Zwiebler, und die Vize-Europameisterin im Dameneinzel, Juliane Schenk, ihre Matches gewonnen hatten, mussten das Herrendoppel und das Damendoppel nicht mehr ausgetragen werden.

Da der dritte Platz bei den Titelkämpfen nicht ausgespielt wird und die unterlegenen Halbfinalisten beide eine Bronzemedaille erhalten, darf die Mannschaft von Chef-Bundestrainer Jakob Høi bereits jetzt über die insgesamt dritte Medaille für eine DBV-Auswahl in der Historie der Mixed-Team-Europameisterschaft jubeln.

Im Jahr 1972, bei der erstmaligen Austragung dieser Veranstaltung, hatte Deutschland ebenso wie im Jahr 2004 Bronze geholt. Ziel der in Amsterdam an Nummer zwei gesetzten deutschen Badminton-Nationalmannschaft ist es nun, durch einen Sieg in der Vorschlussrunde erstmals das Finale einer Mixed-Team-EM zu erreichen. Gegner im Halbfinale am Samstag (19.02.2011, 15.00 Uhr) ist der amtierende EM-Dritte Russland, der sich in seinem Viertelfinalspiel mit 3:0 gegen Gastgeber Niederlande durchsetzte.

Damit bietet sich für die DBV-Asse zugleich die Möglichkeit, Revanche für die bei der letzten Mixed-Team-EM erlittene Niederlage zu nehmen. Vor zwei Jahren, als der Wettbewerb in Liverpool/England ausgetragen wurde, unterlag die deutsche Mannschaft Russland im Viertelfinale mit 2:3. Die Osteuropäer sicherten sich damit zum ersten Mal bei Titelkämpfen dieser Art eine Medaille. Garant für den Erfolg waren damals die starken russischen Doppel.

 

 

Eröffnet wurde das Viertelfinalspiel zwischen Deutschland und Frankreich aus DBV-Scht von den Deutschen Meistern im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels. Die US Open-Gewinner begannen stark und dominierten den ersten Satz. Im zweiten Durchgang fanden die Franzosen besser zu ihrem Spiel "und hatten auch ein paar glückliche Bälle dabei", wie Michael Fuchs meinte. Nach verlorenem zweiten Satz knüpften die Deutschen an ihre gute Leistung zu Beginn an und brachten die deutsche Mannschaft letztlich souverän mit 1:0 in Führung. Der 28 Jahre alte Michael Fuchs verzeichnete am Freitag sein 60. Länderspiel.   

"Das war heute leichter als befürchtet", meinte Marc Zwiebler nach seinem souveränen Zwei-Satz-Erfolg binnen 28 Minuten über den Franzosen Brice Leverdez. "Die letzten beiden Male habe ich gegen ihn verloren, allerdings waren dies auch nicht unbedingt repräsentative Matches, zum Beispiel beim Strasburg Masters. Aber ich hatte Respekt vor ihm, weil er ganz gute Ergebnisse bei den Turnieren in den vergangenen Wochen in Asien erzielt hat", so der 26-Jährige. "Ich weiß, dass er große Probleme hat, wenn ich die richtige Taktik spiele. Und das habe ich heute hinbekommen. Ich habe ihm gezeigt, dass ich heute nicht von meiner Taktik abweichen werde. Ich bin froh, es sieht gut für uns aus", meinte Marc Zwiebler nach seinem 47. Länderspiel und während sich Juliane Schenk in der Anfangsphase ihrer Begegnung mit Perrine Le Buhanic befand. Diese musste das Weltklasse-Level, auf dem sich Juliane Schenk bewegt, anerkennen. Im zweiten Satz verbuchte die 28 Jahre Deutsche zunächst 18 Punkte in Folge, ehe sie ihrer Gegnerin den ersten Zähler überließ.

 

Viertelfinale, 18.02.2011, Deutschland - Frankreich 3:0

V.l.: Marcel Reuter, Johannes Schöttler, Ingo Kindervater.
V.l.: Juliane Schenk, Sandra Marinello, Karin Schnaase, Carla Nelte.
Die Franzosen beim Teamritual.
Ein harmonisches Team.
Birgit Michels und Michael Fuchs eröffneten das Viertelfinalspiel gegen Frankreich.
Juliane Schenk überließ ihrer Gegnerin insgesamt nur sieben Punkte.
Fotos: CP.

 

  

Video-Interviews mit den Stars

(17.02.2011, CP) Bei badmintoneurope.tv können Sie Videos-Interview mit zahlreichen Spielerinnen und Spielern, die bei der Mixed-Team-EM im Einsatz sind, verfolgen. Unter anderem wurden die deutschen Nationalspieler Michael Fuchs und Marc Zwiebler mittels Kamera und Mikrofon befragt. Sie finden die Videos in der Rubrik "Interviews Amsterdam" (rechter Framebereich).

  

 

Gruppenspiele - Deutschland in Gruppe 2:

       

DBV-Auswahl behält die "Weiße Weste"

    

Deutschland - Belgien 5:0

Do, 17.02.2011, 10.00 Uhr 
DE: Juliane Schenk -
Lianne Tan 21:11 21:12

HE: Marcel Reuter - Yuhan Tan 15:21 21:13 21:16

DD: Sandra Marinello/Birgit Michels - Steffi Annys/Severine Corvilain 21:16 21:15

HD: Ingo Kindervater/Johannes Schöttler - Matijs Dierickx/Freek Golinski 21:8 21:9

MX: Michael Fuchs/Birgit Michels - Jonathan Gillis/Jelske Snoeck 21:11 21:11

 

(17.02.2011, CP) Die deutsche Badminton-Nationalmannschaft hat bei der Mixed-Team-Europameisterschaft mühelos das Viertelfinale erreicht. Die DBV-Auswahl gewann am Donnerstag auch ihre abschließende Vorrundenpartie gegen Belgien mit 5:0, nachdem sie bereits in den beiden vorangegangenen Gruppenspielen Lettland und Estland mit diesem Ergebnis besiegt hatte. Damit beendet die bei den Titelkämpfen an Nummer zwei gesetzte Mannschaft von Chef-Bundestrainer Jakob Høi die Vorrunde als Tabellenerster der Gruppe 2. 

Im Viertelfinale, für das sich ausschließlich die jeweiligen Gruppensieger qualifizieren, trifft das deutsche Team am Freitag (18.02.2011, 19.00 Uhr) auf Frankreich (Setzplatz 6), das sich am Donnerstagnachmittag im direkten Duell um die Spitzenposition in der Vorrundengruppe 6 mit 3:2 gegen Schottland durchsetzte. Bei der letzten Mixed-Team-EM, die im Februar 2009 in Liverpool/England ausgetragen wurde, schied Frankreich – ebenso wie die deutsche Mannschaft – im Viertelfinale aus und belegte damit Rang fünf.

"Die Pflichtaufgaben haben wir erfüllt. Ab morgen hat das Turnier für uns eine andere Qualität", meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

Ein Sieg im Viertelfinale garantiert den Gewinn einer Medaille, da der dritte Platz bei der Mixed-Team-EM nicht ausgespielt wird. Die unterlegenen Halbfinalisten erhalten beide eine Bronzemedaille. Die deutsche Mannschaft verfolgt in Amsterdam das Ziel, zum insgesamt dritten Mal in der Geschichte der im Jahr 1972 eingeführten Veranstaltung Edelmetall zu gewinnen. 1972 und 2004 hatte die DBV-Auswahl jeweils Bronze geholt.

 

Auch in der Partie gegen Belgien war der Großteil der Matches zügig beendet. Am schnellsten waren am Donnerstag die Deutschen Meister im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels, fertig. Sie benötigten für ihren Zwei-Satz-Erfolg gerade einmal 17 Minuten. Unwesentlich länger, nämlich 18 Minuten, standen die Deutschen Meister im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler, gegen "ihre" belgische Paarung auf dem Spielfeld. Das Damendoppel, in dem wie in der Auftaktbegegnung mit Lettland die Deutschen Meisterinnen Sandra Marinello und Birgit Michels eingesetzt wurden, war nach 25 Minuten beendet, während sich Vize-Europameisterin Juliane Schenk 28 Minuten lang mit ihrer Gegnerin auseinandersetzte. Der DM-Dritte Marcel Reuter benötigte 44 Minuten, um seinen Drei-Satz-Erfolg gegen den Belgier Yuhan Tan perfekt zu machen. Allerdings: In der Bundesligapartie am 17. Oktober 2010 zwischen dem SC Union Lüdinghausen und dem Deutschen Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim hatte noch Yuhan Tan in Diensten des SCU in zwei Sätzen die Oberhand behalten: Er gewann damals das 1. Herreneinzel mit 21:15, 25:23. Im Rückspiel kam Marcel Reuter im 2. Herreneinzel zum Einsatz (21:18, 18:21, 17:21 gegen Endra Kurniawan). Bei Aufeinandertreffen im Rahmen von internationalen Turnieren lautete die Bilanz bislang 3:0 für Yuhan Tan - eine hervorragende Leistung also, die der Saarländer Marcel Reuter in Amsterdam bot.

Juliane Schenk stand erstmals in ihrer Karriere der Belgierin Lianne Tan, Schwester des Bundesligaspielers Yuhan Tan, gegenüber. Die 28-Jährige bestritt am Donnerstag bereits ihr 83. Länderspiel und liegt damit in der "ewigen Rangliste" auf Platz zwei bei den Damen. Rekordnationalspielerin Nicole Grether weist 106 Nominierungen auf.  

Für Ingo Kindervater war die Partie gegen Belgien das 74. Länderspiel seiner Karriere, womit er mit dem siebenmaligen Deutschen Meister im Herreneinzel, Oliver Pongratz, gleichzog. Beide sind gemäß der Statistik Dritte nach Kristof Hopp (84), der im Sommer 2010 seine internationale Karriere beendete, und Michael Keck (75).

 

Vorrunde, 17.02.2011, Deutschland - Belgien 5:0

Marcel Reuter bot einmal mehr eine starke kämpferische Leistung.



Der 28-Jährige durfte am Ende einen Drei-Satz-Erfolg über Bundesligaspieler Yuhan Tan vom SC Union Lüdinghausen bejubeln. Fotos: Martin Kranitz.

 

 

Gruppenspiele - Deutschland in Gruppe 2:

       

Kantersieg auch im zweiten Vorrundenspiel

    

Deutschland - Estland 5:0

Mi, 16.02.2011, 14.00 Uhr 
HE: Marc Zwiebler - Raul Must 20:22 21:16 21:10

DE: Karin Schnaase - Karoliine Hoim 21:11 14:21 21:14

HD: Ingo Kindervater/Johannes Schöttler - Rainer Kaljumäe/Raul Käsner 21:9 21:11

DD: Carla Nelte/Birgit Michels - Karoliine Hoim/Laura Varna 21:14 21:9

MX: Johannes Schöttler/Sandra Marinello - Ants Mängel/Kertu Margus 21:6 21:11

   

(16.02.2011, CP) Die deutsche Badminton-Nationalmannschaft hat bei der Mixed-Team-EM auch ihr zweites Gruppenspiel klar gewonnen. Einen Tag nach ihrem 5:0-Auftakterfolg gegen die Mannschaft aus Lettland setzte sich die Auswahl des DBV am Mittwoch mit dem gleichen Ergebnis gegen das Team aus Estland durch. Damit hat die Mannschaft von Chef-Bundestrainer Jakob Høi als einzige aus der Gruppe 2 bereits zwei Siege verzeichnet.

In seiner abschließenden Vorrundenpartie trifft das deutsche Team am Donnerstag (17.02.2011, 10.00 Uhr) auf Belgien. Der nächste Gegner war ebenso wie Estland bislang einmal erfolgreich und belegt aktuell Tabellenrang drei hinter Estland. Nach der 1:4-Niederlage im ersten Gruppenspiel gegen Estland bezwang die Mannschaft Belgiens am Mittwoch Lettland mit 5:0, das damit weiterhin ohne Punktgewinn bleibt. Bei Punktgleichheit zählt für die Festlegung der Reihenfolge in der Tabelle der direkte Vergleich.   

 

Marc Zwiebler kennt seinen heutigen Gegner unter anderem aus der 1. Bundesliga sehr gut. Beim bislang letzten Aufeinandertreffen, am 13. November 2010 im Rahmen des 5. Spieltags der Saison 2010/2011, besiegte der inzwischen fünfmalige Deutsche Meister den für den BV Gifhorn aufschlagenden Esten mit 21:18, 21:16. In der Weltrangliste wird Raul Must als bester Einzelspieler seines Landes aktuell an Position 55 notiert, Marc Zwiebler ist - ebenfalls als Nummer 1 des DBV - 17. Bei internationalen Individual-Turnieren trafen der EM-Dritte aus Deutschland und Raul Must bislang dreimal aufeinander. Alle drei Vergleiche gewann Marc Zwiebler. Zuletzt standen sich die Kontrahenten bei den Denmark Open im Oktober gegenüber. Für seinen Drei-Satz-Erfolg bei der Team-EM benötigte Marc Zwiebler 65 Minuten.

 

Das Trainerteam sprach der Deutschen Vizemeisterin Karin Schnaase nach ihrem guten Auftreten im Auftaktspiel in der zweiten Vorrundenpartie gegen Estland erneut sein Vertrauen aus. Gegen Karoliine Hoim spielte die Spezialistin für Dameneinzel und -doppel, die am Montag ihren 26. Geburtstag feiern durfte, zuvor einmal: Bei den Dutch Open, im Herbst 2009, setzte sich Karin Schnaase ebenfalls in drei Sätzen gegen die Estin durch. Die Deutsche, die in Amsterdam nach einer Spielzeit von 52 Minuten den Sieg perfekt machte, verbuchte am Mittwoch ihren 30. Länderspieleinsatz.  

 

Die deutschen Doppel standen zusammen nicht einmal eine Stunde auf dem Spielfeld: Die Deutschen Meister im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler, hatten nach 17 Minuten den Sieg unter Dach und Fach, die Deutschen Vizemeister im Mixed, Johannes Schöttler und Sandra Marinello, durften nach 18 Minuten jubeln. Carla Nelte und Birgit Michels, die normalerweise nicht gemeinsam antreten, waren 21 Minuten im Einsatz.

    

Vorrunde, 16.02.2011, Deutschland - Estland 5:0

Marc Zwiebler.
Marc Zwiebler mit den Trainern Jakob Hoi (l.) und Jeroen van Dijk.
Karin Schnaase. Fotos: Martin Kranitz.

 

 

Gruppenspiele - Deutschland in Gruppe 2:

       

Souveräner Auftakterfolg

    

Deutschland - Lettland 5:0

Di, 15.02.2011, 19.00 Uhr 
DE: Karin Schnaase - Ieva Pope 21:9 21:10

HE: Marcel Reuter - Edijs Livins 21:7 21:6

DD: Birgit Michels/Sandra Marinello - Aija Pope/Kristine Sefere 21:8 21:7

HD: Michael Fuchs/Oliver Roth - Guntis Lavrinovics/Edijs Livins 21:8 21:12

MX: Johannes Schöttler/Sandra Marinello - Raimonds Cipe/Kristine Sefere 21:11 21:9

 

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz war mit dem Auftreten der deutschen Mannschaft in der Auftaktbegegnung sehr zufrieden: "Es war das erwartet leichte Spiel gegen Lettland. Trotzdem hat die Mannschaft von Anfang an konzentriert agiert und mit dem Gegner kurzen Prozess gemacht. Dies zeigen auch die klaren Ergebnisse."

       

Vorrunde, 15.02.2011, Deutschland - Lettland 5:0

Karin Schnaase, im Hintergrund die Trainer Jeroen van Dijk und Jakob Hoi.
Karin Schnaase.
Marcel Reuter.
Marcel Reuter.
Marcel Reuter. Fotos: Martin Kranitz.

 

 

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Die Ergebnisse der Gruppe 2:

15.02.2011: GER - LAT 5:0 / EST - BEL 4:1

16.02.2011: GER - EST 5:0 / LAT - BEL 0:5

Zwischenstand: 1. GER 2:0, 2. EST 1:1, 3. BEL 1:1, 4. LAT 0:2.   

Bei Punktgleichheit zählt bei der Festlegung der Reihenfolge in der Tabelle der direkte Vergleich.  

 

Die deutschen Teilnehmer/innen an der Mixed-Team-Europameisterschaft 2011: 

Damen:

Sandra Marinello (1. BC Düren)

Birgit Michels (geb. Overzier; 1. BC Beuel)

Carla Nelte (TV Refrath)

Juliane Schenk (SG EBT Berlin)

Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen)

Herren:

Michael Fuchs (1. BC Bischmisheim)

Ingo Kindervater (1. BC Beuel)

Marcel Reuter (1. BC Bischmisheim)

Oliver Roth (PTSV Rosenheim)

Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim)

Marc Zwiebler (1. BC Beuel)

 

 

Hervorragende Ausgangsposition erarbeitet:
DBV-Auswahl ist an Nummer zwei gesetzt

(31.01.2011, CP) Dank der hervorragenden Resultate der deutschen Badmintonasse bei den internationalen Turnieren der vergangenen Monate verfügt die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) bei der Mixed-Team-Europameisterschaft 2011 (15. bis 20. Februar) in Amsterdam/Niederlande über eine ausgezeichnete Ausgangsposition: Die Mannschaft von Chef-Bundestrainer Jakob Høi ist an Nummer zwei gesetzt.

Auf Serien-Europameister und Titelverteidiger Dänemark, der auch bei der EM 2011 als Top-Favorit auf den Turniersieg gilt, könnte das deutsche Team damit erst im Finale treffen. „Dänemark ist für alle Mannschaften schwer zu schlagen. Gegen alle anderen Teams sind wir aber in der Lage zu gewinnen“, sagt DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

Die deutsche Delegation verfolgt in Amsterdam das Ziel, zum insgesamt dritten Mal in der Geschichte der im Jahr 1972 eingeführten Veranstaltung eine Medaille zu holen. 1972 und 2004 hatte die DBV-Auswahl jeweils Bronze gewonnen. Bei der letzten Mixed-Team-EM, die im Februar 2009 in Liverpool/England ausgetragen wurde, unterlag die deutsche Mannschaft im Viertelfinale Russland mit 2:3 und belegte damit Rang fünf.

Bei den diesjährigen Titelkämpfen müssen sich die Spielerinnen und Spieler des DBV zunächst mit den Teams aus Lettland, Estland und Belgien auseinandersetzen. Gegenüber allen drei Gegnern in der Vorrundengruppe 2 ist Deutschland klar favorisiert. In ihrem Auftaktmatch trifft die DBV-Auswahl am 15. Februar 2011 ab 19.00 Uhr auf Lettland, tags darauf steht die Begegnung mit Estland an (16. Februar 2011, 14.00 Uhr). Beendet wird die Gruppenphase aus deutscher Sicht am 17. Februar 2011 ab 10.00 Uhr mit der Partie gegen Belgien. Nur der jeweilige Gruppenerste qualifiziert sich für das Viertelfinale (18. Februar 2011, 19.00 Uhr).

Darin würde die deutsche Mannschaft vermutlich dem Team aus Frankreich gegenüberstehen, das 2009 ebenfalls in der Runde der besten Acht ausschied (1:3 gegen den späteren Sieger Dänemark) und in diesem Jahr als Nummer sechs der Setzliste die Vorrundengruppe 6 anführt. Die Franzosen spielen gegen die Mannschaften aus Spanien, Schottland und aus der Slowakei um den Einzug ins Viertelfinale.

Ein Sieg im Viertelfinale garantiert bereits den Gewinn einer Medaille. Denn der dritte Platz wird bei der Mixed-Team-EM nicht ausgespielt, die unterlegenen Halbfinalisten erhalten beide eine Bronzemedaille.

Dänemark gewann seit der ersten Austragung der Mixed-Team-EM im Jahr 1972 insgesamt 13 Mal Gold, zuletzt achtmal in Folge. Außer den Nordeuropäern konnten bislang nur England (fünfmal; zuletzt 1984) und Schweden (1992, 1994) mit einer gemischten Mannschaft den Titel des Team-Europameisters erringen.

Bei einer Mixed-Team-EM bilden Damen und Herren gemeinsam eine Mannschaft. Pro Begegnung werden ein Herreneinzel, ein Dameneinzel, ein Herrendoppel, ein Damendoppel und ein Mixed gespielt. 2009 holte England hinter Dänemark Silber, Polen und Russland gewannen jeweils Bronze.

Die Setzliste für die Mixed-Team-EM 2011 basiert auf den Weltranglisten vom 2. Dezember 2010. Für jede gemeldete Mannschaft wurde nach einem speziellen Prinzip ermittelt, über wie viele Weltranglistenpunkte sie in Summe verfügt. Die Nation mit der höchsten Punktzahl erhielt Setzplatz eins, die mit der zweithöchsten Setzplatz zwei usw. „Setzplatz zwei verschafft uns eine weitaus günstigere Ausgangsbasis als es mit Setzplatz drei oder vier der Fall gewesen wäre. Als Nummer drei oder vier der Setzliste läuft man immer Gefahr, dass man frühzeitig im Turnierverlauf auf Dänemark trifft“, erläutert DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

  



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