YONEX German Open 2016

Grand-Prix Gold - Level 3A - Preisgeld: 120 000 US-Dollar.

Di 1. bis So 6. März

RWE-Sporthalle, An den Sportstätten 6, 45481 Mülheim an der Ruhr.
Referee: Michael Nemec (AUT). Deputy Referee: Monique Bastien (SUI).
 
Alles über die German Open auf www.german-open-badminton.de.

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German Open.

 

      

Zu den Qualifikationsrunden: QHE - QDE - QHD - QDD - QMX
Legende: PMD = Promotion to main draw / Nachgerückt aus Quali ins Hauptfeld aufgrund Weltranglistenplatzierung - Daraus wird im Hauptfeld PFQ = Promotion from Qualification. PFR = Nachgerückt von Reserveliste. WDN = Withdrawn / Hat zurückgezogen. Q = Hat sich über Qualifikation ins Hauptfeld gespielt.
Zu den Tagesergebnissen. Hier geht es zu den Ergebnistableaus HE - DE - HD - DD - MX.  Zum Livescore.      

           

Zum Ticketvorkauf

Zur den Vorberichten

Zur Ausschreibung (deutsche Version)

         
Die ausführliche Berichterstattung findet sich auf der Veranstaltungswebsite www.german-open-badminton.de.
Dirk Janssen hat eine umfangreiche Fotogalerie ins Netz gestellt. Anerkennenswert: Die abgebildeten Spieler sind benannt.

Der Superstar des Badminton schlechthin: Der zweifache Olympiasieger Lin Dan. Foto: Dirk Janssen

Europa war dreimal in den Halbfinals vertreten - Koreaner Ko Sung Hyun wurde zweifacher Sieger

 

Li Dan holte sich seinen sechsten German-Open-Sieg

     

Herreneinzel
HF: CHOU Tien Chen (TPE) - Jan O. Jörgensen (DEN) 16:21 21:14 21:17
LIN Dan (CHN) - SON Wan Ho (KOR) 21:12 21:13
Fin.: LIN Dan (CHN) - CHOU Tien Chen (TPE) 15:21 21:17 21:17
Dameneinzel
HF: WANG Shixian (CHN) - Akane Yamaguchi (JPN) 21:13 19:21 21:19
LI Xuerui (CHN) - Nozomi Okuhara (JPN) 15:21 21:13 21:13
Fin.: LI Xuerui (CHN) - WANG Shixian (CHN) 21:14 21:17
Herrendoppel
HF: LEE Yong Dae & YOO Yeon Seong (KOR) - Hiroyuki Endo & Kenichi Hayakawa (JPN) 21:19 21:14
KO Sung Hyun & SHIN Baek Cheol (KOR) - Vladimir Ivanov & Ivan Sozonov (RUS) 21:18 18:21 23:21
Fin.: KO Sung Hyun & SHIN Baek Cheol (KOR) - LEE Yong Dae & YOO Yeon Seong (KOR) 20:22 21:18 21:17
Damendoppel
HF: Puttita Supajirakul & Sapsiree Taerattanachai (THA) - Nitya Krishinda Maheswari & Greysia Polii (INA) 16:21 24:22 21:19
HUANG Yaqiong & TANG Jinhua (CHN) - Misaki Matsutomo & Ayaka Takahashi (JPN) 21:9 19:21 21:18
Fin.: HUANG Yaqiong & TANG Jinhua (CHN) - Puttita Supajirakul & Sapsiree Taerattanachai (THA) 21:14 21:17
Mixed
HF: KO Sung Hyun & KIM Ha Na (KOR) - CHOI Solgyu & EOM Hye Won (KOR) 18:21 21:13 21:17
SHIN Baek Cheol & CHAE Yoo Jung (KOR) - Robert Mateusiak & Nadiezda Zieba (POL) 21:14 17:21 21:12
Fin.: KO Sung Hyun & KIM Ha Na (KOR) - SHIN Baek Cheol & CHAE Yoo Jung (KOR) 21:19 21:12

Sonntag: Endspiele in ausverkaufter Halle
Begeisterung in vielerlei Hinsicht
Abschlussbericht von Pressesprecherin Claudia Pauli
Fünf hochklassige Endspiele, erstmals auch am Schlusstag eine bis auf den letzten Platz besetzte RWE-Sporthalle und ein zweimaliger Olympiasieger, auf den nach dessen Finalerfolg Dutzende kreischende Fans losstürmten: Die YONEX German Open 2016 begeisterten bis zum letzten Ballwechsel alle Beteiligten.
„Die Zuschauerzahlen sind grandios, die Atmosphäre in der Halle war toll und der Ablauf insgesamt sehr rund. Es hat alles ineinander gepasst”, zog Turnierdirektorin Janet Bourakkadi ein positives Fazit in Bezug auf die 59. Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland. Auch Karl-Heinz Kerst, der Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes, war von dem Turnier überaus angetan: „Ich bin sehr zufrieden – sowohl, was den Zuschauerzuspruch anbelangt als auch hinsichtlich der Organisation.” Erstmals war das Event nicht allein am Tag der Halbfinalspiele ausverkauft, sondern auch am letzten Veranstaltungstag. Zudem verfolgten an allen anderen Veranstaltungstagen jeweils noch mehr Interessierte das Geschehen vor Ort als in den Jahren zuvor.
Je viermal China und Südorea
Insgesamt vier Nationen waren an den Finalspielen beteiligt: Jeweils vier Endspielteilnehmer stellten Korea und China, je einmal waren Thailand und Taiwan vertreten. Dabei kam es im Dameneinzel (China), im Herrendoppel (Korea) und im Mixed (ebenfalls Korea) zu Duellen von Nationalmannschaftskollegen. Letztlich agierten die Athleten aus dem Reich der Mitte am erfolgreichsten: Sie holten drei von fünf Titeln – im Herreneinzel, im Dameneinzel und im Damendoppel. Im Herrendoppel und im Mixed siegten Badmintonasse aus Korea. Zum überragenden Akteur avancierte der Koreaner Ko Sung Hyun, der zwei Turniersiege – im Herrendoppel und im Mixed – verbuchen konnte. Für den 28-Jährigen waren die Erfolge in Mülheim an der Ruhr zugleich eine Premiere: Er stand zuvor noch nie bei einem Turnier in Deutschland bei der Siegerehrung auf dem obersten Podest.
Kreischalarm nach Lin Dans Sieg
Im Herreneinzel-Finale – dem letzten Match im Rahmen der YONEX German Open 2016 – erlebten die sichtlich beeindruckten Zuschauer Badminton in Perfektion. Lautstark angefeuert von seinen zahlreichen Fans, durfte letztlich der Olympiasieger von 2008 und 2012, Lin Dan (Weltranglistenplatz 5), jubeln. „Das war ein hartes Match. Gratulation an Chou Tien Chen, er hat sehr gut gespielt. Einen besonderen Dank an die vielen Fans”, meinte Lin Dan nach seinem 15:21, 21:17, 21:17-Erfolg über Chou Tien Chen (Weltranglistenplatz 7) aus Taiwan. Der fünfmalige Weltmeister gewann damit zum insgesamt sechsten Mal den Titel. Zuvor hatte der Chinese das für den DBV bedeutsamste Turnier bereits in den Jahren 2004, 2005, 2007, 2011 und 2012 gewonnen. Nachdem schon nach dem Siegerinterview Dutzende seiner Anhänger versucht hatten, Lin Dan um ein Autogramm zu bitten, warteten selbst mehr als eine Stunde nach der Siegerehrung  noch etliche – zumeist weibliche – Fans an den Hallenausgängen auf den Superstar.
Zweiter German-Open-Titel für Li Xuerui
Bei den Damen setzte sich die Olympiasiegerin von 2012, Li Xuerui, in einem rein chinesischen Finale mit 21:14 21:17 gegen Wang Shixian durch. Damit holte die Weltranglistendritte zum zweiten Mal den Titel: Vor vier Jahren hatte sich die heute 25-Jährige schon einmal in Mülheim gegen die gesamte Konkurrenz durchgesetzt und wenige Monate später in London erstmals Olympia-Gold gewonnen. Von den vorherigen zwölf Aufeinandertreffen von Li Xuerui und der 26 Jahre alten Wang Shixian (Weltranglistenplatz 6) hatten beide Damen sechs für sich entschieden.
Spektaluläres Herrendoppelfinale
Das Herrendoppel war von Beginn an ein regelrechter „Augenschmaus“ für die rund 2.500 Badmintonfans, die anlässlich des Finaltags aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland, ins Ruhrgebiet gekommen waren. Spektakuläre Sprünge, beachtliche Abwehrreaktionen und eine perfekte Abstimmung zwischen den Doppelpartnern prägten die Partie, in der letztlich die Weltranglistenneunten in drei Sätzen gegenüber den Weltranglistenersten die Oberhand behielten: Mit 20:22 21:18 21:17 setzten sich die Koreaner Ko Sung Hyun & Shin Baek Cheol gegen ihre Landsleute Lee Yong Dae & Yoo Yeon Seong durch. Während Ko Sung Hyun erstmals bei dem Turnier triumphierte, holte Shin Baek Cheol seinen dritten Titel insgesamt und seinen zweiten im Herrendoppel: 2009 hatte er mit seinem jetzigen Kontrahenten Lee Yong Dae in Mülheim das Endspiel gewonnen. Außerdem gelang ihm 2013 mit Jang Ye Na ein Endspielerfolg im Mixed.
Damendoppel nach China, Mixed nach Korea
Im Damendoppel standen sich überraschenderweise gleich zwei ungesetzte Paarungen im Finale gegenüber: Nach einer Spielzeit von 46 Minuten freuten sich Huang Yaqiong & Tang Jinhua aus China (Weltranglistenplatz 97) über ihren ersten gemeinsamen Titelgewinn bei den YONEX German Open. Sie bezwangen die Thailänderinnen Puttita Supajirakul & Sapsiree Taerattanachai (Weltranglistenplatz 22) mit 21:14 21:18. Während Tang Jinhua bereits im Jahr 2012 an der Seite von Huan Xia in der RWE-Sporthalle siegreich war, belegte Huang Yaqiong erstmals Platz eins.
Im Mixed trafen im Endspiel zwei Spieler mit ihren Doppelpartnerinnen aufeinander, die im Herrendoppel gemeinsam ins Finale eingezogen waren – und dieses letztlich auch gewannen: Das mit einer Spielzeit von 33 Minuten kürzeste Match des letzten Veranstaltungstages entschieden schließlich die topgesetzten Koreaner Ko Sung Hyun & Kim Ha Na (Weltranglistenplatz 4) mit 21:19 21:12 gegen ihre Landsleute Shin Baek Cheol & Chae Yoo Jung (Weltranglistenplatz 11) für sich. Für Kim Ha Na war dies der insgesamt zweite Titelgewinn: 2013 holte sie an der Seite von Jung Kyung Eun im Damendoppel den Titel.
Hohe Ehrung für Karl-Heinz Kerst
Große Ehre für Karl-Heinz Kerst: Der Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes wurde kurz vor Beginn der Finalspiele der YONEX German Open 2016 für seine jahrzehntelangen und beispielhaften Verdienste um den Badmintonsport mit dem Meritorious Service Award geehrt. Dabei handelt es sich um eine der höchsten Auszeichnungen, die der Badminton-Weltverband BWF vergibt. Karl-Heinz Kerst, der sich im Juni, beim 52. Ordentlichen DBV-Verbandstag, nicht für eine weitere Amtszeit als Präsident des olympischen Spitzenverbandes zur Wahl stellen wird, nahm die Ehrung ebenso erfreut wie überrascht entgegen. Der Meritorious Service Award wurde ihm von Dietrich Heppner, dem Vizepräsidenten Leistungssport im DBV, überreicht.

Samstag: Spannung pur bei den Halbfinals
Acht nervenaufreibende Dreisatzmatches
Von Claudia Pauli
Acht nervenaufreibende Dreisatzmatches, ein zweifacher Olympiasieger, der „im Schnelldurchgang” das Finale erreichte, und ein knapp unterlegener Titelverteidiger: Bei den YONEX German Open war bereits der Tag der Halbfinalspiele an Spannung nicht zu überbieten.
Lin Dan bleibt drin - Jan Jörgensen ist raus
Über den Tag verteilt erlebten mehr als 2.500 begeisterte Zuschauer u. a., wie Superstar Lin Dan die Chance auf den sechsten Triumph bei den Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland nach 2004, 2005, 2007, 2011 und 2012 wahrte und wie sich Vorjahressieger Jan Ø. Jørgensen knapp geschlagen geben musste. Während sich der Olympiasieger von 2008 und 2012 und fünfmalige Weltmeister Lin Dan (Weltranglistenplatz 5) in der Vorschlussrunde des Herreneinzelwettbewerbs mit 21:12 21:13 gegen den Koreaner Son Wan Ho (Weltranglistenplatz 13) durchsetzte, verlor der amtierende Europameister und aktuelle WM-Dritte aus Dänemark das „Match of the Day“ gegen Chou Tien Chen (Weltranglistenplatz 7) mit 21:16 14:21 17:21. Der Taiwanese hat die Möglichkeit, sich am Sonntag erstmals bei dem für den DBV bedeutsamsten Turnier in die Siegerliste einzutragen.
Rein chinesisches Finale nach starker japanischer Gegenwehr
Im Dameneinzel kommt es zum rein chinesischen Finale zwischen der Olympiasiegerin von 2012, Li Xuerui, und Wang Shixian. Während die Weltranglistendritte das Turnier zum zweiten Mal nach 2012 gewinnen kann, hofft die im Ranking der BWF auf Platz sechs geführte Wang Shixian auf ihren ersten „Coup“ bei den YONEX German Open. Beide Spielerinnen mussten arg kämpfen, um das Endspiel zu erreichen: Li Xuerui durfte in der Halbfinalpartie gegen die 20 Jahre alte Japanerin Nozomi Okuhara (Weltranglistenplatz 8) ebenso erst nach drei Sätzen jubeln wie Wang Shixian im Aufeinandertreffen mit Nozomi Okuharas Nationalmannschaftskollegin Akane Yamaguchi. Die Weltranglistenelfte ist sogar erst 18 Jahre alt und holte 2013 und 2014 bei der U19-WM Gold im Dameneinzel. Damit folgte sie Nozomi Okuhara, die im Jahr 2012 bei den internationalen Titelkämpfen der Jugendlichen die gesamte Konkurrenz hinter sich ließ.
Ivanov & Sozonov unterlagen 21:23 im Dritten
Im Herrendoppel stehen sich im Finale ebenfalls Spieler aus einem Land gegenüber: Die topgesetzten Weltranglistenersten Lee Yong Dae & Yoo Yeon Seong treffen am Sonntag auf Ko Sung Hyun & Shin Baek Cheol, die im BWF-Ranking momentan Neunte sind. Während die aktuellen WM-Dritten Lee Yong Dae & Yoo Yeon Seong ihre Halbfinalpartie gegen die – ebenfalls bei der Individual-WM 2015 mit Bronze dekorierten – Japaner Hiroyuki Endo & Kenichi Hayakawa (Weltranglistenplatz 7) recht deutlich gewannen (21:19 21:14), mussten Ko Sung Hyun & Shin Baek Cheol im Aufeinandertreffen mit den amtierenden Europameistern Vladimir Ivanov & Ivan Sozonov (Russland) lange zittern, ehe ihr Sieg feststand (21:18 18:21 23:21). Lee Yong Dae holte bei den YONEX German Open bereits 2006 und 2011 mit Jung Jae Sung und 2009 mit seinem jetzigen Kontrahenten Shin Baek Cheol den Titel im Herrendoppel. Außerdem siegte Lee Yong Dae 2008 in Mülheim an der Ruhr im Mixed.
Zwei ungesetzte Paare kämpften sich ins Damendoppelfinale
Im Damendoppel erreichten überraschenderweise gleich zwei ungesetzte Paarungen das Endspiel: Huang Yaqiong & Tang Jinhua aus China (Weltranglistenplatz 97) bezwangen im Halbfinale nach fast anderthalb Stunden Spielzeit die an Position zwei notierten Japanerinnen Misaki Matsutomo & Ayaka Takahashi mit 21:9 19:21 21:18. Die derzeitigen Weltranglistenvierten hatten 2014 bei den YONEX German Open triumphiert. In der anderen Vorschlussrundenpartie behielten die Thailänderinnen Puttita Supajirakul & Sapsiree Taerattanachai (Weltranglistenplatz 22) gegenüber den topgesetzten WM-Dritten Nitya Krishinda Maheswari & Greysia Polii aus Indonesien (Weltranglistenplatz 2) mit 16:21 24:22 21:19 die Oberhand. Während Tang Jinhua bereits im Jahr 2012 an der Seite von Huan Xia in der Mülheimer RWE-Sporthalle einen Finalerfolg bejubeln durfte, würden die anderen drei Damen das Turnier erstmals gewinnen.
Koreaner im Mixed unter sich
Im Mixed treffen im Endspiel zwei Spieler mit ihren Doppelpartnerinnen aufeinander, die im Herrendoppel gemeinsam ins Finale einzogen: Ko Sung Hyun hat mit Kim Ha Na (Weltranglistenplatz 4) ebenso die Möglichkeit, am Sonntagmittag den Siegerpreis in Empfang zu nehmen wie Shin Baek Cheol mit Chae Yoo Jung (Weltranglistenplatz 11). Einer der beiden Weltklasseathleten könnte entsprechend 2016 gleich in zwei Disziplinen triumphieren. Ko Sung Hyun & Kim Ha Na haben in Mülheim Setzplatz eins inne. Shin Baek Cheol gewann bereits 2013 – damals an der Seite von Jang Ye Na – das Endspiel im Gemischten Doppel. Kim Ha Na holte 2013 im Damendoppel den Titel.
RWE-Sporthalle auch am Finaltag ausverkauft
Erstmals ist in diesem Jahr bei den YONEX German Open auch der Sonntag ausverkauft: Nachdem die RWE-Spporthalle in den vergangenen Jahren bereits mehrmals am Tag der Halbfinalspiele (Samstag) bis auf den letzten Platz besetzt war, sind 2016 zudem für den Endspieltag keine Tickets mehr erhältlich.

Hat die Yonex German Open bereits fünfmal gewonnen: Superstar Lin Dan. Foto: Claudia Pauli

Freitag: Lin Dan brauchte 72 Minuten, um den Japaner Sasaki zu bezwingen
Harte Arbeit für den zweifachen Olympiasieger bereits im Viertelfinale
Von Claudia Pauli
Der zweimalige Olympiasieger Lin Dan hat die Chance gewahrt, sich zum sechsten Mal in die Siegerliste des prestigeträchtigen Turniers einzutragen. Der Weltranglistenfünfte aus China bezwang am Freitag in einem hochklassigen „Match of the Day“ Sho Sasaki aus Japan (Weltranglistenplatz 20) mit 21:16 20:22 21:17 und steht damit in Mülheim an der Ruhr im Halbfinale. Rund 2.000 Zuschauer in der RWE-Sporthalle spendeten dem Superstar begeistert Applaus, als dieser nach einer Spielzeit von 72 Minuten die spektakuläre Viertelfinalpartie für sich entschied. Der fünfmalige Weltmeister im Herreneinzel holte bei den Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland bislang in den Jahren 2004, 2005, 2007, 2011 und 2012 den Titel.
In die Runde der besten vier zogen u. a. auch der dänische Weltranglistenvierte Jan Ø. Jørgensen, der 2015 erstmals bei dem für den DBV bedeutsamsten Turnier triumphierte, sowie die Olympiasiegerin und YONEX German Open-Gewinnerin von 2012 im Dameneinzel, Li Xuerui (China), ein. Ausgeschieden sind hingegen z. B. die Vorjahressiegerin im Dameneinzel, Sung Ji Hyun aus Korea, sowie die Titelverteidiger im Herrendoppel, Mads Conrad-Petersen & Mads Pieler Kolding.

Die Viertelfinalergebnisse:

Herreneinzel
Gelingt Jan Jörgensen die Titelverteidigung?
Jan O. Jörgensen (DEN*1) - TIAN Houwei (CHN*5) 21:18 21:13
CHOU Tien Chen (TPE*4) - NG Ka Long Angus (HKG) 21:16 14:21 21:14
SON Wan Ho (KOR*8) - WEI Nan (HKG) 21:11 21:12
LIN Dan (CHN*2) - Sho Sasaki (JPN) 21:16 20:22 21:17
Dameneinzel
Vorjahressiegerin Sung Ji Hyun ausgeschieden
Akane Yamaguchi (JPN*6) - Line Kjaersfeldt (DEN) 21:15 13:21 21:16
WANG Shixian (CHN*4) - PUSARLA V. Sindhu (IND*7) 21:16 21:18
Nozomi Okuhara (JPN*5) - SUNG Ji Hyun (KOR*3) 21:11 21:18 
LI Xuerui (CHN*2) - Yui Hashimoto (JPN) 21:18 18:21 21:14
Herrendoppel
Wer kann Lee & Yoo stoppen?
LEE Yong Dae & YOO Yeon Seong (KOR*1) - LIU Xiaolong & QIU Zihan (CHN*7) 21:15 21:12
Hiroyuki Endo & Kenichi Hayakawa (JPN*3) - Mads CONRAD-PETERSEN & Mads Pieler KOLDING (DEN*5) 21:16 21:17
Vladimir Ivanov & Ivan Sozonov (RUS*8) - LEE Sheng Mu & TSAI Chia Hsin (TPE) 21:14 21:15
KO Sung Hyun & SHIN Baek Cheol (KOR*6) - GOH V Shem & TAN Wee Kiong (MAS) 22:20 23:21
Damendoppel
Allein die Stoeva-Schwestern repräsentierten noch Europa
Nitya Krishinda Maheswari & Greysia Polii (INA*1) - Gabriela Stoeva & Stefani Stoeva (BUL) 21:17 21:10
Puttita Supajirakul & Sapsiree Taerattanachai (THA) - CHEN Qingchen & JIA Yifan (CHN) 16:21 21:16 21:18
HUANG Yaqiong & TANG Jinhua (CHN) - Jongkolphan Kitiharakul & Rawinda Prajongjai (THA) 21:18 21:14
Misaki Matsutomo & Ayaka Takahashi (JPN*2) - Shizuka Matsuo & Mami Naito (JPN) 21:9 18:21 21:11
Mixed
Ko & Kim waren im Achtelfinale Endstation für Lamsfuß & Herttrich
KO Sung Hyun & KIM Ha Na (KOR*1) - Vitalij Durkin & Nina Vislova (RUS) 21:10 21:10 
CHOI Solgyu & EOM Hye Won (KOR*6) - LEE Yong Dae & LEE So Hee (KOR) 21:18 21:18
Robert Mateusiak & Nadiezda Zieba (POL) - Nico Ruponen & Amanda Hogström (SWE) 12:21 24:22 21:13
SHIN Baek Cheol & CHAE Yoo Jung (KOR*5) - Puavaranukroh Dechapol & Sapsiree Taerattanachai (THA) 29:27 21:9.

Kamen als einzige Deutsche ins Achtelfinale: Isabel Herttrich & Mark Lamsfuß. Foto Claudia Pauli

Donnerstag: Mit Lamsfuß & Herttrich schieden die letzten Deutschen aus
Dennoch: Hoffnungen für die Zukunft sind geweckt
Von Claudia Pauli
Sie boten eine bemerkenswerte Leistung, wurden von den Badmintonfans in der RWE-Sporthalle mit rhythmischem Klatschen lautstark angefeuert und jeder Punktgewinn für die Lokalmatadore zog tosenden Applaus seitens der fachkundigen Zuschauer nach sich. Doch am dritten Veranstaltungstag waren für Mark Lamsfuß & Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) die topgesetzten Koreaner Ko Sung Hyun & Kim Ha Na (noch) etwas zu stark: Letztlich mussten sich die 21 und 23 Jahre alten Nachwuchsasse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) den asiatischen Weltklasseathleten mit 21:18 10:21 15:21 geschlagen geben.
Ko Sung Hyun & Kim Ha Na werden im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF an Nummer vier geführt. Die amtierenden Deutschen Meister hatten hingegen als Qualifikanten den Einzug ins Achtelfinale geschafft und bestätigten damit einmal mehr ihre gute Entwicklung. Die derzeitigen Weltranglisten-64. waren die einzigen Vertreter aus Deutschland, die bei ihrem „Heimspiel“ in der Runde der besten 16 standen.
Zufriedene Kommentare
„Wir können auf jeden Fall stolz auf dieses Match sein. Im ersten Satz konnten wir sie ärgern, vielleicht haben sie uns da auch ein bisschen unterschätzt. Wir haben einfach mutig aufgespielt, es hat gut geklappt bei uns und dann haben wir uns zumindest den ersten Satz geholt. Die Kulisse war heute einfach super, da hat es vor allem im ersten Satz richtig Spaß gemacht. Im zweiten kamen die Koreaner dann besser ins Spiel. Wir haben dennoch alles gegeben und sind sehr zufrieden“, so Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich.
„Die Koreaner und vor allem Ko Sung Hyun haben Weltklasse gespielt und bewiesen, warum sie hier auf Platz eins gesetzt sind. Aber auch Mark und Isabel haben ein super Spiel gezeigt, das hat auch viel Respekt verdient. Die beiden sind noch sehr jung. Wir können uns in Zukunft wirklich auf sie freuen", meinte Chef-Bundestrainer Holger Hasse.
Schon zuvor hatte das Duo in der ersten Runde überzeugt: „Das war eine super Leistung. Die Thailänder sind ein Weltklassepaar, Bodin Issara fehlt nicht viel zu einem perfekten Doppel- und Mixedspieler“, äußerte sich der Chef-Coach zum 17:21 21:17 21:13-Erfolg von Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich über die thailändische Paarung Bodin Issara & Savitree Amitrapai (Weltranglistenplatz 41).
Ganz allgemein zeigte sich Holger Hasse mit den Leistungen der Nachwuchsleute des DBV bei den YONEX German Open 2016 zufrieden: „Sehr erfreulich ist, dass wir viele junge Spieler haben, die uns in den nächsten Jahren noch viel Freude machen werden. Selbst in dem starken Feld sind sie durch die Qualifikation gekommen bzw. haben starke Leistungen gebracht.“
Der gestrige Tag tat weh
An den 59. Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland nehmen in allen Disziplinen mehrere Spieler aus den Top 10 der Weltrangliste teil – darunter Olympiasieger und Medaillengewinner bei den jüngsten bzw. bei früheren Individual-Weltmeisterschaften. Alle deutschen Spieler mussten sich bereits in ihrem Auftaktmatch bzw. in der zweiten Runde mit extrem leistungsfähigen Athleten auseinandersetzen. 
„Gestern hatten wir einen fast schwarzen Mittwoch. Das tut uns natürlich weh – wenngleich wir immer gegen Weltklasseathleten gespielt haben, schwere Spiele hatten. Wir wollten vor allem auch dem Publikum Besseres bieten, d. h., länger im Turnier verbleiben“, meinte Holger Hasse in Bezug auf den zweiten Veranstaltungstag. Der Chef-Bundestrainer blickte zugleich optimistisch nach vorn: „Da wir uns mitten in der Olympiaqualifikation befinden, müssen wir uns nun auf die Vorbereitung der nächsten Turniere konzentrieren, die dafür relevant sind. Denn wir haben nach wie vor alle Chancen“, erläuterte Holger Hasse. Weiterhin besteht in allen Disziplinen die Möglichkeit, dass sich DBV-Asse für Rio 2016 qualifizieren. 
Etliche gesetzte Spieler ausgeschieden
Nach dem dritten Veranstaltungstag sind die YONEX German Open 2016 schon für etliche gesetzte Spieler beendet. So erlitten neben dem neunmaligen Deutschen Meister Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 14) u. a. bereits Viktor Axelsen (Dänemark; Setzplatz 3) und Tommy Sugiarto (Indonesien; Setzplatz 7; alle im Herreneinzel), Sayaka Sato (Japan; Setzplatz 8) im Dameneinzel, Chai Biao & Hong Wei (China; Setzplatz 2; Titelträger von 2013) und Kim Gi Jung & Kim Sa Rang (Korea; Setzplatz 4) im Herrendoppel, Jung Kyung Eun & Shin Seung Chan (Korea; Setzplatz 4) und Eefje Muskens & Selena Piek (Niederlande; Setzplatz 7) im Damendoppel sowie Chris Adcock & Gabrielle Adcock (England; Setzplatz 2), Lu Kai & Huang Yaqiong (China; Setzplatz 3) und Lee Chun Hei Reginald & Chau Hoi Wah (Hongkong; Setzplatz 4) im Mixed Niederlagen.

Mittwoch: Für die Deutschen ein betrüblicher Tag
Das Beste kam zum Schluss
Von Claudia Pauli
Einen Tag nach dem „Super Tuesday“ in den USA erlebten die Aktiven des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) einen „Betrüblichen Mittwoch“: Am zweiten Veranstaltungstag gingen von den insgesamt 14 Begegnungen mit deutscher Beteiligung 13 verloren.
Einzig Mark Lamsfuß & Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) gewannen ihr Match und erreichten somit das Achtelfinale. Dabei hatten sich die 21 und 23 Jahre alten Nachwuchsathleten des DBV einen Startplatz im Hauptfeld erst in der Qualifikation „verdienen“ müssen. Lautstark angefeuert vom begeisterten Publikum in der RWE-Sporthalle, bezwangen die amtierenden Deutschen Meister im letzten Spiel des Tages die thailändische Paarung Bodin Issara & Savitree Amitrapai (Weltranglistenplatz 41) mit 17:21 21:17 21:13. Nächste Gegner der Weltranglisten-63. aus Deutschland sind am Donnerstag (Spielbeginn: 19.55 Uhr) die topgesetzten Koreaner Ko Sung Hyun & Kim Ha Na (Weltranglistenplatz 4).
„Wir sind überglücklich, dass wir gewinnen konnten und morgen nochmal ran dürfen. Schön, dass noch ein paar Fans in der Halle waren. Mit der Unterstützung läuft das dann doch noch ein bisschen besser. Es war ein anstrengendes Spiel, aber wir sind jetzt einfach sehr glücklich. Gegen die an Position eins gesetzten Koreaner wird es nicht leicht, aber wir bereiten uns auf das Spiel vor und schauen dann mal, ob wir die ein bisschen ärgern können“, meinten Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich am späten Mittwochabend.
Damit sind bei dem Turnier lediglich noch im Mixed Lokalmatadore vertreten. Aufgrund des extrem hochkarätigen Starterfeldes mussten sich allerdings auch alle Spieler des DBV schon zu Turnierbeginn bzw. in der zweiten Runde mit enorm leistungsstarken Gegnern auseinandersetzen.
Herreneinzel
Sehr zum Bedauern seiner großen Fangemeinde schied am zweiten Veranstaltungstag auch der neunmalige Deutsche Meister Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 14) aus. Der 31 Jahre alte Weltranglisten-19. verlor sein Zweitrundenmatch gegen Tien Minh Nguyen aus Vietnam (Weltranglistenplatz 42) mit 15:21 17:21. Der Asiate, Bronzemedaillengewinner bei der Individual-WM 2013, verzeichnete damit im insgesamt siebten Aufeinandertreffen mit Marc Zwiebler den sechsten Sieg. „Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Ich habe nicht so gut gespielt – gerade in den entscheidenden Phasen waren es einfach ein paar Fehler zu viel und da war er dann einfach besser. Es ist sehr ärgerlich, da ich körperlich gerade in einer sehr guten Verfassung bin und auch noch Kraft für einen dritten Satz gehabt hätte. Leider habe ich heute einfach zu oft die falschen Entscheidungen getroffen“, meinte Marc Zwiebler nach dem Ausscheiden selbstkritisch.
Für die Nachwuchsasse Max Weißkirchen (1. BC Beuel) und Lars Schänzler (TV Refrath) ist das Turnier ebenfalls beendet. Sie dürfen mit ihrem Abschneiden in Mülheim aber in jedem Fall zufrieden sein – schließlich hatten sie nicht nur die Qualifikation erfolgreich bestritten, sondern auch ihr Erstrundenmatch im Hauptfeld gewonnen.
Der 19 Jahre alte Weltranglisten-248. Max Weißkirchen unterlag in der zweiten Runde dem an Nummer acht gesetzten Japaner Son Wan Ho (Weltranglistenplatz 13) mit 8:21 12:21. Der 20-jährige Lars Schänzler (Weltranglistenplatz 185) zog im Duell mit dem an Position zwölf notierten Ng Ka Long Angus aus Hongkong (Weltranglistenplatz 16) mit 9:21 18:21 den Kürzeren. 
Dameneinzel
Im Dameneinzel hatten die beiden Vertreterinnen des DBV eine extrem schwere Auslosung erwischt: Die EM-Dritte Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 27) traf in der ersten Runde auf die Weltranglistendritte Li Xuerui aus China (Setzplatz 2), die Deutsche Meisterin Olga Konon (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 39) stand zum Auftakt deren Nationalmannschaftskollegin Wang Shixian gegenüber, die im Ranking des Badminton-Weltverbandes momentan auf Platz sechs geführt wird (Setzplatz 4).
Karin Schnaase musste sich der Vize-Weltmeisterin von 2013 und YONEX German Open-Siegerin von 2012 mit 15:21 10:21 geschlagen geben und erlitt damit im dritten Aufeinandertreffen mit Li Xuerui die dritte Niederlage.
Olga Konon verlor wenig später ihre Auftaktpartie gegen Wang Shixian mit 16:21 6:21. Damit gelang der Chinesin im insgesamt zweiten Vergleich mit der 26-Jährigen der erste Sieg. Olga Konons Erfolg liegt allerdings bereits mehr als sechs Jahre zurück. 
Herrendoppel
Mark Lamsfuß & Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) hatten beim 21:12 19:21 9:21 im Duell mit den Dänen Kim Astrup & Anders Skaarup Rasmussen im zweiten Satz den Matchgewinn gewissermaßen schon vor Augen, gaben das Spiel dann aber noch aus der Hand. „Bis zur Hälfte des zweiten Satzes können wir mit unserem Spiel wirklich sehr zufrieden sein, da haben wir gutes Badminton gespielt und unsere Taktik perfekt umgesetzt. Zum Ende hin hat es dann an der Kondition und der Frische im Kopf gefehlt. Die Dänen haben ihre Taktik dann auch noch einmal umgestellt und dann ist es natürlich schade, dass der dritte Satz so deutlich ausgeht. Insgesamt haben wir aber ein gutes Spiel gemacht“, so die amtierenden Deutschen Vizemeister. Die 21 und 20 Jahre alten Nachwuchsspieler des DBV gingen ebenfalls als Qualifikanten an den Start.
Im Herrendoppel schieden in der ersten Runde des Hauptturniers auch die Routiniers Michael Fuchs & Johannes Schöttler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) sowie die aktuellen nationalen Titelträger Raphael Beck & Peter Käsbauer (1. BC Beuel/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) aus. 
Dabei mussten Michael Fuchs & Johannes Schöttler ihr Erstrundenmatch gegen die topgesetzten Weltranglistenersten Lee Yong Dae & Yoo Yeon Seong aus Korea beim Stand von 11:21 9:11 aus ihrer Sicht abbrechen. Johannes Schöttler, der seit mehr als einem Jahr an Hüftproblemen leidet, aber alles daran setzt, um erneut bei den Olympischen Sommerspielen aufschlagen zu dürfen, konnte nach einer Spielzeit von 30 Minuten nicht weiterspielen.
Die amtierenden Deutschen Meister Raphael Beck & Peter Käsbauer (1. BC Beuel/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) mussten sich derweil den Weltranglisten-16. V Shem Goh & Wee Kiong Tan aus Malaysia mit 17:21 16:21 geschlagen geben. Raphael Beck & Peter Käsbauer werden im Ranking der BWF derzeit – als zweitbestes deutsches Herrendoppel nach Michael Fuchs & Johannes Schöttler (30.) – auf Platz 50 geführt.
Damendoppel
Im Damendoppel behielten die Weltranglistenzwölften Shizuka Matsuo & Mami Naito mit 21:16 21:12 gegenüber Johanna Goliszewski & Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath; Weltranglistenplatz 26) die Oberhand. Während die Deutschen Meisterinnen erstmals im Rahmen eines Wettkampfes auf die Japanerinnen trafen, verloren Isabel Herttrich & Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) auch den zweiten Vergleich mit Puttita Supajirakul & Sapsiree Taerattanachai in zwei Sätzen: Nach einer Spielzeit von 38 Minuten mussten sich die Weltranglisten-27. aus Deutschland den Asiatinnen mit 12:21 16:21 geschlagen geben. Im Dezember 2015, beim ersten Aufeinandertreffen im Rahmen eines Turniers, waren die DBV-Asse den Weltranglisten-22. aus Thailand mit 13:21 12:21 unterlegen.
Jennifer Karnott & Franziska Volkmann (TV Refrath/SV Fun-Ball Dortelweil), die als Qualifikantinnen die erste Runde des Hauptturniers im Damendoppel erreicht hatten, waren in der Begegnung mit den an Nummer zwei gesetzten Japanerinnen Misaki Matsutomo & Ayaka Takahashi erwartungsgemäß chancenlos. Die 20 und 21 Jahre alten Nachwuchsspielerinnen des DBV verloren gegen die asiatischen Weltranglistenvierten mit 4:21 4:21.
Mixed
Das „Match of the Day“ war speziell im ersten Satz das erwartet enge Duell zwischen zwei Spitzen-Paarungen, endete aber „aus heimischer Sicht“ mit einer Enttäuschung: Michael Fuchs & Birgit Michels (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel) unterlagen in dem Spiel aus der ersten Runde des Mixedwettbewerbs dem an Nummer zwei gesetzten Ehepaar Chris & Gabrielle Adcock mit 21:17 12:21 10:21. Die Engländer belegen in der Weltrangliste derzeit Platz sieben und gewannen im Dezember 2015 als erste Vertreter ihres Landes das BWF-Jahresabschlussturnier. Michael Fuchs & Birgit Michels sind in der Weltrangliste momentan die Nummer 16. Für die DBV-Asse war die jüngste Niederlage gegen die Adcocks die dritte im insgesamt vierten Aufeinandertreffen.
Peter Käsbauer & Franziska Volkmann (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SV Fun-Ball Dortelweil) verpassten den Einzug ins Achtelfinale des Mixedwettbewerbs hingegen nur knapp: Als Qualifikanten mussten sie sich Lee Jhe-Huei & Wu Ti Jung aus Taiwan mit 22:20 13:21 18:21 geschlagen geben.

Dienstag: Herreneinzel begann mit dicken Überraschungen
Erstrundenaus für Viktor Axelsen und Tommy Sugiarto
(2.3.16) Die erste Runde des Herreneinzels wurde bereits am Dienstagabend gespielt. Dabei gab es zwei dicke Überraschungen.  
Der an drei gesetzte dänische Jungstar Viktor Axelsen musste sich dem Japaner Kenta Nishimoto mit 21:11 12:21 15:21 geschlagen geben. Der 21-jährige Japaner spielte vor zwei Wochen bei der Asiatischen Mannschaftsmeisterschaft der Herren an Rang drei hinter Kento Momota und Sho Sasaki. Auch für Tommy Sugiarto - der 2013 in Mülheim im Endspiel stand - gab es in diesem Jahr nur einen Auftritt. Die an sieben gesetzte Nummer eins Indonesiens unterlag dem Belgier Yuhan Tan mit 21:12 17:21 19:21.

Die Spiele der deutschen Starter im Hauptfeld:

  

Lamsfuß & Herttrich kamen aus der Quali und dann bis ins Achtelfinale

 

Herreneinzel (64er-Feld)
Marc Zwiebler 
   1.Rd.: - Kaushal Dharmamer (IND) 21:4 21:14
   2.Rd.: - NGUYEN Tien Minh (VIE) 15:21 17:21
Lars Schänzler
   1.Rd.: - Iztok Utrosa (SLO) 21:16 11:21 22:20
   2.Rd.: - NG Ka Long Angus (HKG) 9:21 18:21
Max Weißkirchen
   1.Rd.: - Michal Rogalski (POL) 17:21 21:12 21:18
   2.Rd.: - SON Wan Ho (KOR*8) 8:21 12:21
Dieter Domke - Boonsak Ponsana (THA) 21:10 10:21 5:21
Alexander Roovers - Christian Lind Thomsen (DEN) 12:21 17:21 
Philip Discher - SON Wan Ho (KOR*8) 9:21 12:21
Patrick Kämnitz - Emil Holst (DEN) 8:21 9:21
Dameneinzel (32er-Feld)
Karin Schnaase - Li Xuerui (CHN*2) 15:21 10:21
Olga Konon - Wang Shixian (CHN*4) 16:21 6:21
Herrendoppel (32er-Feld)
Michael Fuchs & Johannes Schöttler - Lee Yong Dae & Yoo Yeon Seong (KOR*1) 11:21 9:11 Aufgabe GER
Raphael Beck & Peter Käsbauer - GOH V Shem & TAN Wee Kiong (MAS) 17:21 16:21
Mark Lamsfuß & Marvin Seidel - Kim Astrup & Anders Skaarup Rasmussen (DEN) 21:12 19:21 9:21
Damendoppel (32er-Feld)
Johanna Goliszewski & Carla Nelte - Shizuka Matsuo & Mami Naito (JPN) 16:21 12:21
Isabel Herttrich & Birgit Michels - Puttita Supajirakul & Sapsiree Taerattanachai (THA) 12:21 16:21
Jenny Karnott & Franziska Volkmann - Misaki Matsutomo & Ayaka Takahashi (JPN*2) 4:21 4:21
Mixed (32er-Feld)
Mark Lamsfuß & Isabel Herttrich
   1.Rd.: - Bodin Issara & Savitree Amitrapai (THA) 17:21 21:17 21:13
   Afin.:  - KO Sung Hyun & KIM Ha Na (KOR*1) 21:18 10:21 15:21
Michael Fuchs & Birgit Michels - Chris Adcock & Gabrielle Adcock (ENG*2) 21:17 12:21 10:21
Peter Käsbauer & Franziska Volkmann - LEE Jhe-Huei & WU Ti Jung (TPE) 22:20 17:21 13:21.
Qualifikation
Von unseren deutsche Startern konnten sich in der Qualifikation etliche einen Startplatz im Hauptfeld erkämpfen: Alexander Roovers, Lars Schänzler, Max Weißkirchen, Philip Discher, Patrick Kämnitz, Mark Lamsfuß & Marvin Seidel, Jenny Karnott & Franziska Volkmann sowie Mark Lamsfuß & Isabel Herttrich und Peter Käsbauer & Franziska Volkmann.

Der 19 Jahre alte Max Weißkirchen bestritt nicht allein eine erfolgreiche Qualifikation, sondern er gewann auch sein Erstrundenmatch im Hauptturnier. Foto: Claudia Pauli.

Dienstag: Qualifikation und erste Runde im Herreneinzel
Marc Zwiebler und zwei „Jungstars“ in Runde zwei 
Von Claudia Pauli
(1.3.16) Unter „besonderer Beobachtung“, nämlich als ein „Darsteller“ im sogenannten „Match of the Day“, hat der neunmalige Deutsche Meister Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 14) seine Fans nicht enttäuscht und sein Auftaktspiel souverän gewonnen. Der 31 Jahre alte Europameister von 2012 im Herreneinzel setzte sich am Dienstag in seiner Erstrundenpartie mit 21:4, 21:14 gegen den indischen Qualifikanten Kaushal Dharmamer durch. In der zweiten Runde trifft der Weltranglisten-19., der in diesem Jahr seine dritte Olympiateilnahme nach 2008 und 2012 anstrebt, auf Tien Minh Nguyen (Weltranglistenplatz 42). Der Vietnamese gewann 2013 bei der Individual-WM die Bronzemedaille. In den bisherigen sechs Aufeinandertreffen mit Tien Minh Nguyen gelang Marc Zwiebler zwar lediglich ein Sieg, allerdings resultiert dieser aus der bis dato letzten Begegnung mit dem Asiaten.
Zum „Match of the Day“ wird – abgesehen vom Finaltag – an jedem Veranstaltungstag ein Spiel deklariert, das enorm reizvoll zu werden verspricht – sei es z. B., weil Athleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) daran beteiligt sind, weil darin Medaillengewinner bei Olympischen Spielen aufeinandertreffen oder weil sich für einen der Beteiligten die Möglichkeit bietet, Revanche für eine bei einem Turnier in jüngerer Vergangenheit erlittene Niederlage zu nehmen.
In die zweite Runde zogen am Dienstagabend auch Max Weißkirchen (1. BC Beuel) und Lars Schänzler (TV Refrath) ein – und dies als Qualifikanten: Die 19 und 20 Jahre alten „Jungstars“ des DBV mussten sich ihren Startplatz im Hauptfeld in der Qualifikation erst erspielen.
Max Weißkirchen bezwang in seiner Partie aus der ersten Runde des Hauptturniers den in der Weltrangliste weit vor ihm platzierten Polen Michal Rogalski (Weltranglistenplatz 106) mit 17:21, 21:12, 21:18. Nächster Gegner des Weltranglisten-248. aus Deutschland ist der an Nummer acht gesetzte Koreaner Son Wan Ho (Weltranglistenplatz 13).  
Lars Schänzler setzte sich als Weltranglisten-185. in einem der letzten Spiele des ersten Veranstaltungstags mit 21:16, 11:21, 22:20 gegen den Slowenen Iztok Utrosa (Weltranglistenplatz 120) durch. In der zweiten Runde trifft der amtierende EM-Dritte mit dem deutschen Herrenteam auf den an Position zwölf notierten Ng Ka Long Angus aus Hongkong (Weltranglistenplatz 16).  
Eine Niederlage mussten in der ersten Runde hingegen der aktuelle Deutsche Vizemeister Dieter Domke (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) sowie Philipp Discher (SG Anspach), Alexander Roovers (1. BV Mülheim) und Patrick Kämnitz (BV Gifhorn) hinnehmen. Dabei unterlag Philipp Discher Max Weißkirchens nächstem Kontrahenten Son Wan Ho. Mit Ausnahme von Dieter Domke, der – wie Marc Zwiebler – von vorneherein im Hauptfeld stand, schafften allerdings auch diese Spieler über eine erfolgreiche Qualifikation den Sprung in die erste Runde des Hauptturniers und dürfen mit ihren bei den 59. Internationale Badmintonmeisterschaften von Deutschland gezeigten Leistungen entsprechend zufrieden sein.
Erfolgreiche Umwege
Positiv auf sich aufmerksam machten am ersten Veranstaltungstag auch Mark Lamsfuß & Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) im Herrendoppel, Jennifer Karnott & Franziska Volkmann (TV Refrath/SV Fun-Ball Dortelweil) im Damendoppel sowie die Gemischten Doppel Mark Lamsfuß & Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) und Peter Käsbauer & Franziska Volkmann (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SV Fun-Ball Dortelweil): Sie erspielten sich ebenfalls über den „Umweg Qualifikation“ einen Startplatz im Hauptturnier.
Mittwoch Erstrundenspiele in vier Disziplinen
Im Dameneinzel, im Herrendoppel, im Damendoppel und im Mixed werden die Erstrundenspiele allesamt am Mittwoch ausgetragen. Im Herreneinzel, das ein doppelt so großes Starterfeld aufweist (64 Plätze), steht am zweiten Veranstaltungstag bereits die zweite Runde im Spielplan. Neben den erwähnten deutschen Akteuren werden am 2. März etliche weitere DBV-Asse in der RWE-Sporthalle aktiv sein – und zwar diejenigen, die bereits von vorneherein als Teilnehmer am Hauptturnier feststanden. 

Der Samstag ist ausverkauft
Keine Karten mehr für die Halbfinals
(25.2.20 CP) Wie Sabine Pfeifer aus dem Event Office der YONEX German Open mitteilte, wurde am 24. Februar 2016 die letzte Eintrittskarte für den Tag der Halbfinalspiele (Samstag, 5. März 2016) verkauft. Damit sind für den vorletzten Veranstaltungstag keine Tickets mehr erhältlich. Für die anderen Veranstaltungstage gibt es hingegen noch Eintrittskarten. Der Erwerb von Dauerkarten war bereits seit Anfang Februar nicht mehr möglich. 
Infos zum Ticketerwerb.

Veranstaltungsplakat wurde vorgestellt
Voller "Power"
(30.11.15 CP) Bei den YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr steht an insgesamt sechs Veranstaltungstagen die schnellste Racketsportart der Welt im Fokus: Die bemerkenswerte Dynamik, die Badminton auszeichnet, kommt auch auf dem aktuellen Veranstaltungsplakat in besonderer Weise zum Ausdruck. In dem Turnier steckt einfach "rundum Power“.
Wer das Veranstaltungsplakat in seinen Medien (Magazin, Homepage etc.) veröffentlichen möchte, wird gebeten, sich diesbezüglich per E-Mail an DBV-Pressesprecherin Claudia Pauli (claudia.pauli @ cp-presse.de) zu wenden. Den Badminton-Landesverbänden geht das Plakat mit der nächsten Pressemitteilung zu den YONEX German Open 2016 in entsprechender Qualität zu. Diese wird Anfang Dezember versendet.
 

30 Jahre Titelsponsor
Spezielles Veranstaltungslogo für Yonex-Jubiäum
(26.10.15 CP) Das Veranstaltungslogo der YONEX German Open 2016 macht auf das Jubiläum der Firma YONEX als Haupt- und Titelsponsor des Turniers aufmerksam, welches der japanische Sportartikelhersteller im nächsten Jahr begeht. Die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland erleben 2016 ihre insgesamt 59. Auflage. Premiere war im Jahr 1955 in Bonn. 

  

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Trailer YONEX German Open 2016

Das Turnier in Mülheim (1. bis 6. März) zählt 2016 für die Olympiaqualifikation.

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