Alle sportlichen Neuigkeiten aus dem Bereich Leistungssport O19 finden Sie bei badminton.de im Ressort

 

Nationalmannschaft

     

Hannes Käsbauer und Johanna Goliszewski sind die Aktivensprecher
(8.2.12) Bei der Deutschen Meisterschaft wurden die Aktivenvertreter 2012 bis 2014 gewählt.
Lesen Sie: Hannes Käsbauer im Amt als Aktivenvertreter bestätigt.

Ab der Saison 2010/11 gelten neue Richtlinien für Spieler, die bei internationalen Turnieren starten wollen

Einheitliche E-Mail-Adresse für alle internationalen Turniermeldungen

(18.8.10) Ab der beginnenden Saison gelten für das Abgeben deutscher Meldungen für internationale Turniere neue Richtlinien. Diese gab DBV-Sportdirektor Martin Kranitz bekannt.

THERAPAEDICUM neuer Partner für medizinische Betreuung am Bundesstützpunkt Mülheim
(29.9.09)
Der Bundesstützpunktleiter Holger Hasse gibt den Beginn der Zusammenarbeit mit dem Therapiezentrum THERAPAEDICUM u.a. mit Sitz in Wuppertal/Krefeld/Oberhausen bekannt. Diese beinhaltet die Koordination medizinischer Maßnahmen sowie Physiotherapie und Rehabilitation für die Spielerinnen der Frauennationalmannschaft und Spieler der Jugendnationalmannschaft am Bundesstützpunkt Mülheim an der Ruhr.
Der Kontakt wurde durch die neue Kooperation des Zentrums mit dem Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr ermöglicht. Gemeinsam mit dem THERAPAEDICUM-Geschäftsführer Lutz Gerhards sieht Hasse die Zusammenarbeit sehr positiv: "Wir sind dem OSP Rhein-Ruhr für die Vermittlung und Unterstützung der Kooperation mit THERAPAEDICUM sehr dankbar. Die ersten Wochen liefen super. Unsere Bundeskader-Athletinnen und -athleten werden hiervon künftig sehr profitieren."
Neben externen Behandlungsmöglichkeiten in der HELIOS St. Elisabeth-Klinik in Oberhausen, in der das Therapaedicum wie an den anderen Standorten beheimatet ist, werden die Spieler durch die Leitende Sportphysiotherapeutin Natalie Berinski auch vor Ort in Mülheim betreut.

Software-Ausrüster des DBV änderte Firmennamen
Aus CCC Sport-Software wurde ccc software gmbH
(1.10.08) Die Firma CCC Sport-Software aus Markkleeberg bei Leipzig, ein Projektpartner des DBV bei der Videoanalyse (siehe untere Meldung vom 26.4.07) hat ihren Namen geändert. Sie firmiert nunmehr unter ccc software gmbH. Geschäftsadresse und Kontaktdaten bleiben unverändert. Website:
www.ccc-software.de.

Professor Joachim Mester (2.v.l.) und sein Team wollen herausfinden, ob die Sportart Badminton durch professionelle sportwissenschaftliche Unterstützung noch Entwicklungspotenziale hat. Foto: Thomas.

Professor Mester und sein Momentum-Team waren zu Besuch am Bundesleistungsstützpunkt der Damen in Mülheim

   

Wissenschaftliche Bestandserhebung durch das deutsche Forschungszentrum für Leistungssport bei unseren Top-Spielerinnen

    

Von Ulrike Thomas
(24.9.07) „Wir wollen unser Training optimieren und damit die Leistung steigern“, erklärte Chefbundestrainer Detlef Poste. Ausgangspunkt der jetzt zustande gekommenden Kooperation waren im Sommer einige Basischecks von Topathleten/innen und Einzelgespräche zum Profil der Sportart im Forschungszentrum für Leistungssport in Köln "Momentum".
Im September erfolgte dann mit einem wissenschaftlichen Stab von 14 Personen die Bestandsaufnahme in Mülheim. Unterstützt wird das Projekt vom Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr und von der Sportstiftung Nordrhein-Westfalen.
Mit den Ergebnissen der neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen werden Mechanismen herausgearbeitet, die speziell auf das Training für den Badmintonsport abgestimmt werden. Das Trainingsprogramm wird dabei mit Maßnahmen unterstützt wie zum Beispiel Reaktivität mit 3-D Aufnahmen, Verletzungsprävention durch Orthopädie, Einstellung des Stoffwechsels durch Biochemiker, Regenerationsstrategien, Errechnung des Energieumsatzes und Ernährungsberatung.
Prof. Mester, an der Deutschen Sporthochschule Köln Leiter des Instituts für Trainings- und Bewegungslehre, war vor allem von dem Ergebnis beeindruckt, dass die Körperbelastung während eines Wettkampfes bei Badminton höher ist, als bei den Sportarten Schwimmen und Triathlon.
Ziel der Zusammenarbeit ist, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse besonders auch über Krafttraining und Belastungssteuerung für die TOP-Badmintonspieler/innen nutzbar zu machen und damit die Leistung zu steigern. Bei der Erprobung sind aus dem Nachwuchsbereich auch die beiden NRW-Athletinnen und Vollzeitinternatsschülerinnen Lisa Heidenreich und Mette Stahlberg mit von der Partie.

Zweijahresprojekt unserer Nationalmannschaft mit namhaften Partnern: BMI/DOSB, IAT Leipzig und CCC Sportsoftware Leipzig.

     

Detaillierte Videoanalysen als Baustein für eine erfolgreiche Reise nach Peking

   

(26.4.07) Mit Beginn der Olympiaqualifikation am 1. Mai 2007 kann der Deutsche Badminton-Verband in eine neue Qualität der Videoanalyse einsteigen. Ab dann können die aufgenommenen Spiele unserer Nationalspieler und ihrer internationalen Gegner systematisch nach bestimmten Kategorien geordnet und aufbereitet werden. So wird es dann möglich, sich zum Beispiel nur alle Aufschläge oder Aufschlagannahmen einer Person, alle Gewinnerschläge oder Fehleraktionen, das Stellungsspiel im Doppel in Angriff und Abwehr oder die Schläge aus bestimmten Feldbereichen anzuschauen.

„Wir sind uns sicher, dass wir mit diesen Informationen schneller das taktische Verständnis unserer Spieler verbessern können und wichtige Informationen über Muster unserer Gegner bekommen“, freute sich Bundestrainer Detlef Poste über die neuen Möglichkeiten. Entwickelt wurde dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Trainingswissenschaft Leipzig (IAT), insbesondere durch den Leiter des Bereichs Technik-Taktik, Dr. Dirk Büsch und seine Mitarbeiter Dr. Berthold Fröhner und Marcus Gundermann, sowie der Firma CCC Sport-Software aus Leipzig. Die finanzielle Förderung kam vom Bundesinnenministerium (BMI) über den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Für die Jahre 2006 bis 2008 wurden insgesamt 20.000 € bereitgestellt.

Pilotstudie vor der WM 2006

Vor der WM im vergangenen Jahr in Madrid war ein Pilotprojekt für die Disziplin Dameneinzel gestartet worden. Ein Mitarbeiter des IAT hatte mit der Software UTILIUS®Advance Matches der Top Ten der Welt der Frauen analysiert. Die dabei gefundenen Informationen konnten die Bundestrainer bei der WM in Madrid dann nutzen, um die Spielerinnen besser einzustellen. Xu Huaiwen und Petra Overzier gewannen damals bekanntermaßen jeweils eine Bronzemedaille.

Im Anschluss genehmigte das BMI/DOSB Mittel für eine Fortführung bis Peking 2008. Von entscheidender Bedeutung war auch, dass CCC Software ein gutes Angebot für eine Unterstützung zusagte, die neben einer Ausrüstung mit UTILIUS®Advance auch eine Beratung und technischen Support beinhaltet. Jürgen Heinrich von CCC: „Wir haben jahrelange Erfahrung mit Spielsportarten und Kampfsportarten. Da passt Badminton gut dazu und wir erhoffen uns aus der Zusammenarbeit wertvolles Feedback zur weiteren Optimierung unserer Software. Und natürlich, dass es nach Peking 2008 weitergeht.“

Schulung am OSP Saarbrücken
Am 10. April traf sich unter Leitung von Bundestrainer Poste am Olympiastützpunkt Saarbrücken ein Arbeitskreis zur ersten Schulung mit der Software. Diese wurde von einem Mitarbeiter des IAT durchgeführt. Interessant ist, dass der Kreis neben den Leistungsdiagnostikern Hanno Felder (OSP Saarbrücken, Wissenschaftlicher Koordinator des DBV) und Volker Groß (OSP Essen, der „Video-Mann“ der Handball-Nationalmannschaft) auch drei unserer Nationalspieler umfasste. Juliane Schenk, Janet Köhler und Michael Fuchs werden zukünftig etwa drei Stunden pro Woche gegen ein geringes Entgelt für die Teamkollegen und sich selbst Videos bearbeiten.

„Diese ungewöhnliche Maßnahme resultiert daraus, dass das IAT momentan keine personellen Ressourcen dafür hat und Hanno Felder und Volker Groß auch nur drei bis vier Stunden pro Woche für Badminton eingesetzt werden können, weil sie etliche andere Aufgaben zu erfüllen haben“, erklärte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz das Hinzuziehen der Spieler. „Unser langfristiges Ziel ist es, nach Peking - eventuell gemeinsam mit Tischtennis – eine volle Arbeitskraft für solche Analysen einsetzen zu können. Da müssen wir uns noch mit unserem DOSB-Koordinator besprechen. Im Moment müssen wir etwas improvisieren.“


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