Thomas Cup / Uber Cup
Mannschafts-WM der Herren und der Damen

    

Die beiden Wettbewerbe werden alle zwei Jahre ausgetragen. Die Endrunden finden im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung im Mai statt. In den Kontinenten werden jeweils im vorangehenden Februar Qualifikationsturniere durchgeführt. Seit 2004 hat die IBF die Teilnehmerzahlen für die Endrunden von acht auf zwölf erhöht. Dies soll der Präsenz der leistungsschwächeren Kontinente dienen. Zu Titelverteidiger und Gastgeber kommen vier Teams aus Asien, drei aus Europa und je eines aus Afrika, Panamerika und Ozeanien hinzu.


Die Endrunden 2010 finden
im Mai in Malaysia statt.

Zu den fünf Qualifikationsturnieren 2010.

Zur T/U-Cup-Endrunde 2008 in Jakarta.

Zu den fünf Qualifikationsturnieren 2008.

Zum Thomas-/Uber-Cup 2006 in Japan.

Zu den fünf Qualifikationsturnieren 2006.

Zum Thomas-/Uber Cup 2004.


badminton.de-Info.

 

 

 

 

Uber Cup
Internationaler Mannschaftswettbewerb für Damennationalmannschaften. Gegenstück zum Thomas Cup. Benannt nach der englischen Nationalspielerin Betty Uber, die den Wettbewerb angeregt und den Pokal gestiftet hat. Austragungsmodus entspricht der des TC. Überregionale Qualifikationsturniere und Endrunde werden seit 1984 mit dem TC in einer gemeinsamen Veranstaltung ausgetragen. Ein Mannschaftskampf setzt sich zusammen aus drei DE und zwei DD. Vor der Reform wurden drei Einzel und vier Doppel gespielt.
Der Titelgewinne der USA beruhten darauf, dass die Devlin-Schwestern aus Irland zu jener Zeit in den USA lebten. Die japanische Vorherrschaft in den sechziger und siebziger Jahren konnte von den Indonesierinnen (vier Endspielniederlagen) nur einmal bei einer Endrunde im heimischen Jakarta durchbrochen werden.
Seit der Teilnahme Chinas im Jahre 1984 lebt der Uber Cup in der chinesischen Epoche. Nur zweimal konnte Indonesien zur Zeit der großen Susis Susanti die geradezu erdrückende Dominanz brechen.

Siegerliste
1956/57 USA
1959/60 USA
1962/63 USA
1965/66 Japan
1968/69 Japan
1971/72 Japan
1974/75 Indonesien
1977/78 Japan
1980/81 Japan
1984 China
1986 China
1988 China
1990 China
1992 China
1994 Indonesien
1996 Indonesien
1998 China
2000 China
2002 China
2004 China
2006 China
2008 China
2010 ...

 

 

Deutschland
Zum allererstenmal konnte sich Deutschland 2002 für ein Endrundenturnier qualifizieren. Und das gleich mit beiden Mannschaften. Sowohl die Damen als auch die Herren wurden in der Europaqualifikation in Eindhoven Zweiter und durften somit zur Endrunde der besten Acht nach Guangzhou in China reisen. Dort langte es dann allerdings nicht mehr zu einem weiteren Sieg. 2004 wurde bei der Europaqualifikation in Presov das Kunststück wiederholt und damit gezeigt, dass Eindhoven kein Zufall war und der DBV seit jener Zeit über einen stabilen Leistungsstand verfügte, der berechtigte, bei den Großen mitzuspielen.
In den Jahren 2006 und 2008 wurde diese Entwicklung nicht nur bestätigt, sondern noch übertroffen. In beiden Jahren konnten sich erneut sowohl die Damen- als auch die Herrenteams für die Endrunde qualifizieren. Den Damen gelang es dabei darüber hinaus, jeweils eine Bronzemedaille zu gewinnen. Sie spielten sich ins Halbfinale vor und gehörten damit zu den vier besten Teams der Welt.

Thomas Cup
War jahrzehntelang der prestigeträchtigste Wettbewerb im internationalen Badminton. Gespielt werden drei HE und zwei HD. Genießt vor allem bei den asiatischen Spitzennationen absolute Priorität in der Wettkampfplanung. Für die Vorbereitung auf den TC wird sogar auf die Teilnahme an dollarträchtigen Turnieren verzichtet. Benannt nach dem ersten IBF-Präsidenten Sir George Thomas, der den Wettbewerb angeregt hat und um dessen gestifteten Pokal noch heute gespielt wird.
Nachdem 1984 eine Reform des Austragungsmodus erfolgte, wurde die Finalrunde um den TC zwischen acht qualifizierten Mannschaften gemeinsam mit der um den Uber Cup in einer Veranstaltung ausgetragen. Vorgeschaltet sind kontinentale Qualifikationsturniere.
Beim ursprünglichen Austragungsmodus waren die teilnehmenden Nationen in kontinentale Zonen eingeteilt, in denen im K.-o.-System nach Länderspielart jeweils Teilnahmeberechtigte für eine Endrunde ermittelt wurde. In der Endrunde wurde dann wiederum im K.-o.-System ein Herausforderer für den Titelverteidiger ermittelt. So konnte beispielsweise Indonesien 1961 und 1964 mit einem einzigen Spiel den Thomas Cup gewinnen. Gespielt wurden damals fünf Einzel und vier Doppel an zwei Tagen.
TC wurde jahrzehntelang dominiert von Indonesien, das zwischen 1957 und 1984 in 29 Spielen nur zwei (Endspiel-)Niederlagen hinnehmen musste. In den achtziger Jahren wurde China zur führenden Nation. Doch Indonesien schlug zurück und herrschte weitere zehn Jahre.

Siegerliste
1948/49 Malaya
1951/52 Malaya
1954/55 Malaya
1957/58 Indonesien
1960/61 Indonesien
1963/64 Indonesien
1966/67 Malaysia
1969/70 Indonesien
1972/73 Indonesien
1975/76 Indonesien
1978/79 Indonesien
1981/82 China
1984 Indonesien
1986 China
1988 China
1990 China
1992 Malaysia
1994 Indonesien
1996 Indonesien
1998 Indonesien
2000 Indonesien
2002 Indonesien
2004 China
2006 China
2008 China
2010 ...


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.