Pasquale Czeckay in Aktion @Marc Pastoors

Bundesliga

2. BL: Der Favorit wankte, fiel aber nicht

Als die Zweitvertretung des 1. BV Mülheim am sechsten Spieltag zu ihrem Auswärtsspiel nach Trittau anreiste, schienen die Rollenverteilungen klar vergeben zu sein. Auf der einen Seite der Liganeuling und aktuelle Tabellensechste aus dem Ruhrgebiet. Und auf der Seite der etablierte Zweitligist und Tabellenführer aus Trittau. Doch wer eine einseitige Partie erwartete, wurde eines Besseren belehrt.

Von Kai Kulschewski | Pressemeldung

 

Der BVM stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage, hatte die Heimmannschaft am Rande einer Niederlage und zog letztendlich mit 3-4 den Kürzeren. Personell gehandicapt trat die Reservemannschaft des deutschen Rekordmeisters die Reise in das norddeutsche Trittau an. Während Judith Petrikowski weiterhin verletzungsbedingt pausieren musste, weilte die Mülheimer Nummer eins, Christopher Skrzeba, bei einem Trainerlehrgang. Und obwohl die Vorzeichen dermaßen schlecht standen, hielten die Mülheimer mit ihren Gegnern durchweg mit. Zwar gingen die beiden Herrendoppel in jeweils vier Sätzen verloren, doch die Damenriege besorgte den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2-2. Zuerst siegte die Japanerin Yurie Kinoshita an der Seite ihrer Doppelpartnerin Katharina Altenbeck, um dann im Einzel gegen die ehemalige Nummer 239 der Weltrangliste, Aneta Wojtkowska, klar zu dominieren. Wie schon in der letzten Oberligasaison erweisen sich die Damen damit als Punktegaranten.

"Die Mädels haben gepunktet wie eh und je. Auf die ist wie immer Verlass", fasste Mannschaftskollege Julian Lohau kurz, knapp und treffend ihre Leistungen zusammen. Das am Tagesende doch die Zweitvertretung des TSV Trittau das Match für sich entschied, verdankte sie den denkbar knappen Siegen im 1. Herreneinzel und im Mixed. Insbesondere das gemischte Doppel hätten die Mülheimer Julian Lohau und Katharina Altenbeck durchaus für sich entscheiden können. Doch mal wieder fehlt das Quäntchen Glück. Und so blieb es dem BVM-Neuzugang Pasquale Czeckay überlassen, mit einem überraschenden Erfolg über den ehemaligen U19-Nationalspieler, Patrick Kämnitz, auf 3-4 zu verkürzen. "Pasquale sicherte uns damit einen Punkt, der vorher nicht eingeplant, aber letztendlich verdient war", resümierte Julian Lohau das Spielgeschehen. Und auch Mannschaftsführer Jonathan Rathke zog trotz der Niederlage eine positive Bilanz: "Wir haben uns sehr gut verkauft. Es wäre sogar mehr drin gewesen."

Vor der nun anstehenden zweiwöchigen Pause rangiert der 1. BV Mülheim auf dem sechsten Tabellenplatz. Am 11. und 12. November trifft das Team auf die beiden Tabellenletzten aus Peine und Solingen. Und die Chancen stehen nicht schlecht, sich dann mit den Saisonsiegen zwei und drei zu belohnen.

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