Marc Zwiebler @BadmintonPhoto

Interview

Marc Zwiebler will Titel Nummer zehn

Am Wochenende strebt Rekordmeister Marc Zwiebler in Bielefeld seinen zehnten Deutschen Meistertitel an. Wir sprachen mit dem Bischmisheimer über seinen potenziellen Nachfolger Fabian Roth, seine schönsten Erlebnisse bei den nationalen Titelkämpfen und er verrät, was er von einer möglichen Änderung der aktuellen Zählweise halten würde.

Von Manuel Rösler

 

badminton.de: Marc, kannst Du dich noch an Deine erste Deutsche Meisterschaft O19 erinnern? 

Marc Zwiebler: Nein, ehrlich gesagt kann ich mich nicht erinnern.

badminton.de: Was ist Dein schönstes Erlebnis bei Deutschen Meisterschaften?

Zwiebler: Meine schönsten Erfolge waren sicherlich mein erster Titel im Jahr 2005 und dann der von 2008. Letzterer war nach meiner langen Wirbelsäulen-Verletzung. Damals hatte ich ein paar erfolgreiche Monate nach der Verletzung hinter mir und habe mit meinem Sieg gegen Björn Joppien im Finale auch gezeigt, dass ich wieder voll da bin ich - und für die Olympischen Spiele in Peking bereit bin. 2005 habe ich das erste Mal gegen Björn Joppien gewonnen, der damals eigentlich unangefochten die Nummer eins in Deutschland war. Mit den Trainern und ein paar Spielern, unter anderem Birgit Overzier, sind wir dann abends nach Köln gefahren und haben Karneval gefeiert. Das war wirklich ein schöner Tag und wird mir immer in Erinnerung bleiben.

badminton.de: Du bist in den vergangenen Jahren auch immer mal in anderen Disziplinen an den Start gegangen. In diesem Jahr startest Du nur im Einzel ...

Zwiebler: ... ja, es hatte sich einfach so ergeben, dass mich in den letzten Jahren immer ein Spieler gefragt hat. Auch dieses Jahr gab es diese Anfragen, aber die ersten sieben Monate dieses Jahres werden hart - und deshalb will ich mit meinen Kräften haushalten und nur in einer Disziplin an den Start gehen.

badminton.de: Viele erwarten in Bielefeld ein Finale zwischen Fabian Roth und Dir. Wie siehst Du seine Entwicklung und wie laufen Eure Matches im Training ab?

Zwiebler:  Ich freue mich sehr für Fabi, dass er wieder fit ist und sogar gestärkt aus der Verletzungspause zurückgekommen ist. Ich glaube, mit ihm haben wir einen guten Nachfolger für mich, falls ich irgendwann meine Karriere beende. Ich hoffe natürlich, am Wochenende in Bielefeld den zehnten Titel perfekt machen zu können, aber im Training sind die Matches aktuell 50/50.

badminton.de: Der Badminton-Weltverband BWF strebt eine Änderung der Zählweise an. Würdest Du einen Wechsel bevorzugen?

Zwiebler: Ich finde die alte Zählweise eigentlich gut und ich denke, die BWF hat größere Baustellen als die Zählweise. Drei Gewinnsätze bis elf finde ich persönlich zu kurz und auch stressig zu spielen, aber die Spieler werden dem Weltverband folgen und sich auch an die neue Zählweise gewöhnen.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Weitere Neuigkeiten