Mark Lamsfuß bei den Yonex All-England 2016 @Foto/Archiv: BadmintonPhoto

Interview

Mark Lamsfuß will weiter Erfahrung sammeln

Mark Lamsfuß zählt sowohl im Mixed als auch im Herrendoppel zu den besten deutschen Spielern. Im vergangenen Jahr sorgte der 22-Jährige auch international für Aufsehen. Mit seinem Partner Marvin Seidel schlug er bei den Yonex Japan Open Superseries das chinesische Top-Duo Chai Biao/Hong Wei.

Von Manuel Rösler

 

Wir sprachen mit dem Nationalspieler über seine Highlights im neuen Jahr, seinen Trainingsalltag und er verrät, auf welche Ergebnisse er im abgelaufenen Jahr besonders stolz ist.

badminton.de: Mark, was sind deine Highlights im neuen Jahr?

Mark Lamsfuß: Meine Highlights sind die Team-Europameisterschaften in Polen und die Weltmeisterschaften in Glasgow. Auf diese beiden Turniere bereiten wir uns sehr gut vor und wollen weit nach vorne kommen.

badminton.de: Du hast mit deinem Partner Marvin Seidel in der Weltrangliste einen großen Sprung nach vorn gemacht. Von Rang 380 bis auf Platz 33. Kannst du kurz Eure tolle Entwicklung im vergangenen Jahr zusammenfassen?

Lamsfuß: Als ich mit Marvin angefangen habe zu spielen, hat es von der Abstimmung direkt funktioniert und wir konnten bei den Swiss Open die Vizeweltmeister Liu/Qiu schlagen. Das war ein riesen Erfolg für uns und wir konnten es zu Beginn kaum glauben. Doch auch die darauffolgenden Turniere haben wir sehr gut gespielt und das nächste Highlight war bei den Yonex Japan Open. Wir hatten eine schwere Auslosung gegen die an eins gesetzten Hong Wei/Chai Biao aus China, doch konnten dieses Spiel für uns entscheiden. Somit sind wir in der Weltrangliste immer weiter vorgerückt und standen zwischenzeitlich auf sogar Rang 33. Momentan steht das Training im Vordergrund und sind wir gerade auf Weltranglistenposition 42.

badminton.de: Auf welches Ergebnis im Jahr 2016 bist du besonders stolz?

Lamsfuß: Besonders stolz bin ich auf die Ergebnisse, die ich bereits genannt habe und auf die Ergebnisse bei den Swiss Open und Yonex German Open zusammen mit Isabel Herttrich im Mixed. Bei den Swiss Open haben wir das Viertelfinale erreicht und bei den Yonex German Open haben wir in der zweiten Runde einen Satz gegen die an eins gesetzten Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen aus Dänemark gewinnen können. Doch was ich nicht vergessen darf, ist der Deutsche Meistertitel im Mixed 2016! Das war eines meiner schönsten Erlebnisse.

badminton.de: Was genießt in dieser Saison bei dir Priorität ?

Lamsfuß: Ich setze mir noch keine Prioritäten Richtung Disziplin. Also: Doppel oder Mixed. Doch werden wir in beiden Disziplinen viele stark besetzte Turniere spielen, um weiter Erfahrung zu sammeln.

badminton.de: Kannst du uns kurz deinen Trainingsalltag schildern?

Lamsfuß: Mein Trainingsalltag sieht so aus, dass ich morgens zwei Stunden trainiere. Danach steht Abwärmen und Stretchen auf dem Programm. Anschließend gehe ich zurück ins Zimmer und dusche. In der Zwischenzeit steht entweder Physio, Universität oder im Zimmer bleiben und lernen an. Natürlich esse ich zwischendurch immer etwas! Falls ich für keine Klausuren lernen muss, höre ich Musik, entspanne und übe Gitarre. Nachmittags haben wir dann eine oder anderthalb Stunden Krafttraining. Das zwei Mal die Woche und dann zwei Stunden Training im Anschluss. Nach dem Training wird wieder gegessen, entweder in der Mensa oder ich koche mir selbst etwas. Abends lerne ich noch ein wenig oder schaue Fernsehen.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

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