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International

Para: Tim Haller als Einzelkämpfer in Süd- und Nordamerika

Während sich seine Nationalmannschaftskollegen daheim auf die Weltmeisterschaften Ende November in Südkorea vorbereiten, machte sich Tim Haller (Buxtehuder SV) auf nach Süd- und Nordamerika, um noch einmal wichtige Punkte für die Weltrangliste zu sammeln.

Von Wilhelm Seibert


An dem großen internationalen Turnier Anfang September in Tokio konnte Tim Haller nicht teilnehmen. So entschied er sich stattdessen die Turniere in Sao Paulo (Brasilien) und Colorado Springs (USA) zu besuchen. Umso bemerkenswerter, da er als einziger deutscher Starter bei beiden Turnieren ohne Coach und Physio auskommen musste.

In Sao Paulo (12.-17-09.2017) galt es zunächst einmal, sich an die hohe Luftfeuchtigkeit vor Ort zu gewöhnen. Dies gelang Tim sehr gut, so dass er im Herreneinzel SL4 nach starken Auftritten das Finale gegen den an Position eins gesetzten Brasilianer Rogerio Oliveira erreichen konnten. Dieser wusste dann aber seinen Heimvorteil zu nutzen, kam mit den klimatischen Bedingungen und Luftströmungen in der Halle besser zurecht und machte einfach weniger Fehler (17-21 16-21). So musste sich Tim mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Noch besser lief es für Tim im Herrendoppel mit seinem Partner Pedro Pablo (Peru). Auch hier erreichte Tim wieder das Finale. Wieder kamen die Gegner aus Brasilien. Aber diesmal hatte Tim das bessere Ende auf seiner Seite. Mit 21-12 21-14 wurden Cavalli/Regis Oliveira geschlagen.

Sechs Wochen später ging es für Tim nach Colorado Springs (USA), wo nicht die Luftfeuchtigkeit, sondern die Höhe (1840 m) den Sportlern zu schaffen machte. Hier konnte Tim seine stark besetzte Vorrundengruppe im Herreneinzel SL4 gewinnen und dadurch direkt in das Halbfinale einziehen. Dort traf er auf Anand Kumar Boregowda (Indien), der wie entfesselt aufspielte und Tim beim deutlichen 11-21 13-21 keine Chance ließ.

Im Herrendoppel SL3-4 ging Tim diesmal mit dem Japaner Toshiaki Suenaga an den Start. Die Zufallskombination fand sich schnell zurecht. Auch hier erreichte Tim das Halbfinale, wo in einem dramatischen Spiel die französische Paarung Gailly/Thomas das glückliche Ende auf ihrer Seite hatte 25-23 14-21 21-18. Mit insgesamt einem Sieg, einem zweiten Platz und zwei dritten Plätzen war das Abenteuer Amerika für Tim ein äußerst erfolgreicher Kampf um weitere Weltranglistenpunkte.

Wer Tim bei seinem Traum von einer paralympischen Teilnahme in Tokio 2020 unterstützen möchte, findet Infos auf www.tim-fuer-tokio.de

 

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