badminton.de News{$httpUrl}de-DEbadminton.deSun, 27 Dec 2020 07:44:30 +0000Sun, 27 Dec 2020 07:44:30 +0000TYPO3 EXT:newsnews-464Tue, 22 Dec 2020 05:18:00 +0000TOTAL BWF Thomas & Uber Cup-Finalehttps://www.badminton.de/news/badminton/68-dm-ausschreibung-veroeffentlicht/Die mehrfach verschobene Endrunde im Thomas & Uber Cup soll nun vom 9. bis 17. Oktober 2021 in Aarhus ausgetragen werden. Das Turnier war ursprünglich für Mai 2020 geplant gewesen, wegen der Corona-Pandemie aber gleich dreimal verschoben worden. Beide deutschen Teams sind qualifiziert.Spezial Newsnews-2162Mon, 21 Dec 2020 10:08:17 +0000DBV wünscht ein besinnliches Weihnachtsfesthttps://www.badminton.de/news/badminton/dbv-wuenscht-ein-besinnliches-weihnachtsfest/Das gesamte Team des Deutschen Badminton-Verbandes wünscht allen Usern und Badmintonfreunden in Deutschland ein schönes und besinnliches Fest.Liebe Badminton-Freundinnen und -Freunde,
 
ein ganz besonderes Jahr neigt sich dem Ende zu. Das Präsidium und das Geschäftsstellenteam des Deutschen Badminton-Verbandes wollen dies zum Anlass nehmen, um sich für das entgegengebrachte Vertrauen und die angenehme und partnerschaftliche Zusammenarbeit zu bedanken.

Wir wünschen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und vor allem ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
 
Die DBV-Geschäftsstelle befindet sich ab dem 23.12.2020 bis einschließlich 03.01.2021 in den Weihnachtsferien. Ihre Anrufe und eMails werden ab dem 4. Januar 2021 wieder sehr gerne entgegengenommen.

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National
news-2161Mon, 21 Dec 2020 09:38:34 +0000DBV Anti-Doping-Code ab 1.1.2021https://www.badminton.de/news/badminton/dbv-anti-doping-code-ab-112021/Das DBV-Präsidium hat am 8.12.2020 den auf Basis der von der NADA vorgelegten Mustervorlage erstellten DBV Anti-Doping-Code 2021 sowie dessen Umsetzung im Zuständigkeitsbereich des DBV ab dem 1.1.2021 beschlossen. Der DBV ADC 2021 ersetzt den bis dahin geltenden DBV ADC 2015. Dieser ist auf der DBV-Website veröffentlicht.

Grundlage des o.g. Beschlusses ist das Inkrafttreten des neuen Nationalen Anti-Doping-Codes 2021 (NADC), der den Vorgaben und Regularien des Welt Anti-Doping-Codes 2021 entspricht. 

Nachfolgend weitere Informationen:

  • Die Durchführung der Wettkampfkontrollen, das Ergebnismanagement sowie die Einleitung erstinstanzlicher Disziplinarverfahren vor dem Deutschen Sportschiedsgericht (DIS) wurden bereits zum 1.1.2015 auf die NADA zu übertragen.
  •  Im Rahmen des ADC und der Zusammenarbeit mit der NADA bietet der DBV regelmäßig Präventions- und Schulungsmaßnahmen für seine Athlet*innen und Athletenbetreuer*innen an. Zudem werden alle Personen, die im bundesmittelgeförderten Bereich für den DBV agieren, zur Einhaltung der Anti-Doping-Regularien verpflichtet.
  • Erläuterungen und Dokumente zum NADC 2021 finden Sie hier.
  • Das Anti-Doping-Gesetz kann im Bundesgesetzblatt eingesehen werden.  Es gilt die Änderung der Anlage zu § 2 Absatz 3 vom 03.07.2020.
  • Die WADA-Verbotsliste 2021 nun auch auf Deutsch vorliegt.
  • Die Informatorische Übersetzung der WADA-Verbotsliste 2021 finden Sie hier.
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National
news-1957Mon, 21 Dec 2020 07:01:00 +0000DBV-WEBminton: #FitDurchDieFeiertagehttps://www.badminton.de/news/badminton/dbv-webminton-fitdurchdiefeiertage/Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) hat Ende März das Projekt „DBV-WEBminton" gestartet. Über Racketmind und verschiedene Live-Sessions werden u.a. Bundestrainer, aktuelle Nationalspieler und Experten bis zu dreimal in der Woche zu verschiedenen Themen aus dem Badminton-Leistungssport Stellung beziehen und Tipps und Hinweise für jeden Begeisterten des Badminton(-Leistungs)sports geben.DBV-WEBminton wird via Racketmind über ein DBV-Konferenztool abgehalten und via Racketmind dokumentiert. Es erfolgt eine Aufzeichnung jeder Session, damit die Beiträge im Nachgang für jedermann zugänglich sind.

Sämtliche DBV-WEBminton-Sessions können on-demand hier angesehen werden, ausgewählte Sessions sind auch via YouTube ersichtlich:

Session 1: #DBVconnect - Was können wir tun?
Session 2: #TrainingZuHause - Athletiktraining mit dem Nationalteam
Session 3: What's next? - Talkrunde mit Marc Zwiebler, Fabian Roth & Kai Schäfer
Session 4: #TrainingZuHause - Tobias Wadenka zeigt Übungen
Session 5: #VereineStärken - Mit Rainer Diehl und Daniel Pacheco
Session 6: #TrainingZuHause - Mit Dirk Nötzel, Bundestrainer Jugend
Session 7: #LearnToWin - Mit Danny Schwarz und Lukas Resch
Session 8: #Positiv - Mit Tobias Wadenka
Session 9: #Para-Badminton - Mit Christopher Skrzeba, Elke Rongen & Carolin Ruth
Session 10: #TrainingZuHause - Mit Bundestrainer Christoph Schnaase
Session 11: #JWM2019fürAlle - Ableitungen für Jedermann
Session 12: #Schlagtechnik - Zentrale Elemente erkennen & erleben (John Dinesen)
Session 13: #Badmintonhüfte - MACH MIT! Gesund & fit auf dem Feld (Marcel Wilbert)
Session 14: #Badmintonplayer - Mark Lamsfuß und Marvin Seidel im Gespräch
Session 15: #Zukunft - Wie sich Verbände aufstellen können (Holger Hasse)
Session 16: #Vereinsentwicklung - Mit dem Verein an die Spitze (Heinz Kelzenberg)
Session 17: #OWZ - Optimalen Wettkampfzustand herstellen (Moritz Anderten)
Session 18: #Techniktraining - Badminton einfach vermitteln (Lukas Dieckhoff)
Session 19: #Karriere - Profibadminton, Förderung & Zukunftsperspektiven (Isabel Herttrich)
Session 20: #zurückindieHalle - Den "mit Abstand" besten Wiedereinstieg schaffen
Session 21: #Siegermentalität - Willensstärke entwickeln (Ingo Kindervater)
Session 22: #Nachwuchsstars - Leben im Nachwuchsleistungssport (Leona Michalski & Antonia Schaller)
Session 23: #Badmintonschulter - Übungen für die Praxis (Marcel Wilbert)
Session 24: #Regeneration - Mehr als nur Eistonne (PD Dr. med. Anne Hecksteden & Hannes Käsbauer)
Session 25: #Doppeltaktik - Spielanalyse / Aus dem Topbereich lernen (Diemo Ruhnow)
Session 26: #FragenUndAntworten - Badminton-Wettkämpfe sind möglich
Session 27: #Badmintonrumpf - Stabiles Athletiktraining (Marcel Wilbert)
Session 28: #Heterogenität -Training mit verschiedenen Leistungsniveaus (Hans Werner Niesner)
Session 29: #ScienceMeetsBadminton - Schneller reagieren durch stroboskopisches Training (Thorben Hülsdünker)
Session 30: #Kindertraining - Kids für Badminton begeistern (Michael Clemens)

Für eine korrekte Darstellung des Konferenz-Tools empfehlen wir die Browser Chrome oder Firefox zu verwenden.

Die kommende Session (Sonntag, 27.12.2020) (#FitDurchDieFeiertage) wird über nachfolgendem Direktlink übertragen. 

Die Themen und Gäste der kommenden Session sind:

  • Sonntag, 27.12.2020; 11:00 - 11:45 Uhr:#FitDurchDieFeiertage: Badminton-Session zum Mitmachen (mit Tobias Wadenka)

Unter diesem Link erhält man einen direkten Zugang zum Onlineportal RACKETMIND inkl. den Live-Sessions.

"Uns alle bewegt die aktuelle Situation mit all ihren Auswirkungen derzeit sehr. Wir haben deshalb gemeinsam eine kleine Idee schnell wachsen lassen und wollen allen Badmintonbegeisterten, insbesondere Spielern & Trainern, ein Angebot machen, die Zeit zu Hause mit Themen und Inhalten rund um den Badmintonsport zu nutzen. Die Planungen laufen auf Hochtouren und wir möchten zu allen Themen Experten aus allen Bereichen mit einbeziehen. Ein großer Dank geht dabei an alle Mitwirkenden bis hierher, im Besonderen Diemo Ruhnow, Lukas Dieckhoff, Dominik Meyer und Tobias Wadenka", spricht Hannes Käsbauer, Referatsleiter Lehre & Ausbildung im DBV.

„DBV-WEBminton möchten wir weiter ausbauen, indem wir auch zukünftig in regelmäßigen Abständen berichten, informieren und diskutieren! Das ist uns sehr wichtig", ergänzt Käsbauer.

Uns alle bewegt die aktuelle Situation mit all ihren Auswirkungen derzeit sehr. Wir haben deshalb gemeinsam diese kleine Idee schnell wachsen lassen

Hannes Käsbauer

Start von DBV-WEBminton war am Mittwoch, 25. März 2020. Sobald die Planungen final abgeschlossen sind, werden zu den Live-Sessions (Zeit, Referenten/Gäste, Themen) hier auf badminton.de und auf Racketmind konkrete Informationen folgen und laufend aktualisiert.

#DBVconnect #StayAtHome

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National
news-2160Thu, 17 Dec 2020 10:37:58 +0000„Habe gelernt, geduldig zu sein!"https://www.badminton.de/news/badminton/habe-gelernt-geduldig-zu-sein/Durch die A-Trainerausbildung habe ich Laura Strunz persönlich kennenlernen dürfen. Laura und ihr Mann beherbergten mich während meiner Müllheim-Aufenthalte in ihrem Haus, wofür ich ihnen immer noch dankbar bin. Die Besuche waren immer sehr unkompliziert und angenehm. In den Seminaren habe ich sie als sehr wissbegierig, aufmerksam und taff erlebt.Trotz Zusatzbelastung durch ihren neugeborenen Sohn (drei Wochen vor Ausbildungsbeginn) war sie stets ausgeglichen und für jeden Scherz zu haben. Laura bewies mit ihrem Auftreten während der gesamten Trainerausbildung, dass Frauen in diesem Beruf wichtig sind und die Vereinbarkeit von Familie möglich ist. Im folgenden Interview wird das Augenmerk vor allem auf die durchlaufene A-Trainerausbildung 2019/20 sowie auf Badminton-Trainerinnen in Deutschland gelegt. 

Wieso ist Badminton die beste Sportart für Dich?
"Grundsätzlich ist die Komplexität von Badminton einfach atemberaubend, das geforderte Maß an Schnelligkeit, Raffinesse, Vielseitigkeit begeistert mich immer wieder. Im Kleinen ist es die Gemeinschaft im Verein, die den Sport liebenswert macht."

Wann hast Du Dich für das Hobby Trainerin entschieden?
„Ich wurde bereits mit 14 Jahren in Form einer Juniortrainerausbildung an die Tätigkeit herangeführt. Dies geschah durch meine damalige Trainerin im Rahmen des Vereins. Bewusst dazu entschieden habe ich mich nach dem Ende des Studiums, als ich feststellen musste, dass mein Badmintonwissen eine Auffrischung vertragen könnte. Darauf folgte der klassische Ausbildungsweg von der C- über die B- zur A-Lizenz. In Zukunft kann ich mir mehr Engagement im Bereich des Badmintons vorstellen.“

Warum bist Du Trainerin? Was bedeutet die Tätigkeit für Dich?
„Ich finde Badminton ist der beste Sport, den es gibt! Es begeistert mich Tag für Tag wie andere Menschen Spaß an den Bewegungsmustern unserer Sportart haben. Weiter bewundere ich den Einsatz der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen jede Woche ins Training zu kommen.“

„Im Training arbeite ich mit Kindern, das macht mir Spaß und bietet einen gelungenen Ausgleich zu meinem Beruf in der kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis. Wie auch in meinem Beruf habe ich großes Interesse und Freude an Weiterentwicklung, komplexen Situationen und dafür Lösungsstrategien zu finden.“

„In meinem Verein, dem Badminton-Club Rot-Weiß Borbeck, treffe ich auf einige meiner langjährigen Freunde. Zusätzlich unterstützte mich mein Heimatverein bei der Entwicklung als Trainerin sehr (finanziell und mental). Ich möchte gerne etwas zurückgeben von dem, was mir ermöglicht wurde. Gleichzeitig möchte ich die Entwicklung des Vereins vorantreiben, ihn noch zukunftsfähiger aufstellen und möglicherweise auch professionellere Strukturen aufbauen.“

Wer hat Dich geprägt als Trainerin? 
„Generell sind für mich alle Badmintontrainer*innen Vorbilder, die sich trauen als Trainer*in in Vollzeit zu arbeiten! Ich bewundere ihren Mut und die Entschlossenheit. Ich durchlaufe zudem ein Mentorenprogramm, das derzeit im Badminton-Landesverband NRW angeboten wird (weitere Informationen dazu).

Das Mentorenprogramm mit Holger Hasse als Mentor ermöglichte mir einige Hospitationen am Deutschen Badminton Zentrum in Mülheim, bei dem ich einige Eindrücke des Trainerberufs sammeln konnte.  Auch der Austausch mit den anderen Mentees über ihre persönlichen Entwicklungsthemen war gewinnbringend. Ich bin auf viele begeisterungsfähige Menschen getroffen, die alle das Ziel verfolgten, sich weiterzuentwickeln.“

Drei Dinge die Du als Trainerin gelernt hast?
„Ich habe gelernt, geduldig zu sein. Weiter, dass ich nicht meinen 'eigenen Stiefel' durchziehen sollte, sondern die Athlet*innen an der Trainingsgestaltung beteiligen sollte.“

„Leider habe ich gelernt, dass viele Trainer*innen "Eigenbrötler" sind. Ich denke Konkurrenz ist wichtig und belebt das Geschäft, jedoch benötigt Badminton-Deutschland meiner Meinung nach mehr Kommunikation untereinander.“

„Fairness ist eines der wichtigsten Gebote. Achte darauf, wie du andere Menschen behandelst, schätze sie und sie werden dir Respekt entgegenbringen. Sei offen im Umgang mit Kritik und reflektiere dein Verhalten.“

TOP 3, die ich in der A-Trainerausbildung gelernt habe:

  • Badminton als analytisches Spiel
  • Badminton irre ist komplex, zuvor in dieser Form nicht wahrgenommen (z.B. Athletik)
  • Lebenslanges Lernen, wenn man gut werden will

Wie war die Vereinbarkeit von Trainerausbildung und Geburt des ersten Kindes?
„Durch die Elternzeit war ich zeitlich natürlich sehr flexibel, neben dem alltäglichen Beruf hätte die Trainerausbildung eine deutlich höhere Hürde dargestellt.“

„Großer Dank geht an die flexible Ausbildungsleitung, die mir Mut zusprach und Interesse an mir zeigte, diesen Weg mitzugehen.“

„Es war ein sehr intensives und anstrengendes Jahr, das nicht immer wie geplant verlief. Ich bin froh, es gemacht zu haben und kann diesen Weg jeder Frau empfehlen!“

Mit welchem Thema hast du Dich in der Projektarbeit des A-Trainers beschäftigt?
In meiner Projektarbeit ging es um Kinderanfängertraining.

Meine Take-Aways:

  • Kurze prägnante Worte (Keywords) nutzen, die leicht zu visualisieren sind. Ich bin davon überzeugt, diese können Wunder wirken!
  • Viel mehr für Kinder im Alter von 0 bis 3 tun, bzw. ein Bewusstsein bei den Eltern schaffen. Hier werden meiner Meinung Meilensteine in der motorischen Entwicklung erreicht, die später schwer aufzuarbeiten sind
  • Anregendes Trainingssetup schaffen, in dem die Kinder viele Bewegungswiederholungen erleben

Was macht Dein Training aus?
„Mein Training ist strukturiert, spaßig und flexibel.“ 

Welche Momente im Training zaubern Dir ein Lächeln ins Gesicht?
„Wenn die Kids am Ende einer Einheit enttäuscht sind, dass die Zeit vorüber ist, dann lächle ich. Das ist ein gutes Zeichen. Schmunzeln muss ich besonders, wenn sich die Kids in meiner U11-Gruppe mal wieder ein Tier überlegen und dieses auf fantastische und kreative Art und Weise imitieren.“ 

Was war Die in Deinen Augen härteste Maßnahme, die Du angewandt hast?
„Ich bin kein Fan von Strafen und bin überzeugt davon, dass sie am Ende nicht zielführend sind. Motivation ist besonders gut über positives Feedback zu erreichen. Und über Belohnung kann man sie auch erhöhen. ?Leider musste ich aber zwei Jungen in meiner Trainingsgruppe separieren, sie durften nur noch getrennt erscheinen. Das wiederholt sich hoffentlich nicht wieder.“ 

Welcher Rat hat Dir in Deiner Karriere am meisten geholfen? 
„Es ist hilfreich, ganz verschiedenen Trainerpersönlichkeiten bei ihrem Handwerk zuzusehen. Am Ende musst du aber deine eigene Philosophie entwickeln“ 

Welchen Tipp möchtest du allen Trainer*innen in Badminton-Deutschland mitgeben? 
„Die Geburt eines Kindes ist viel weniger Hindernis als man glaubt!“
„Sich als Frau mehr im Trainerberuf trauen. Wir haben Fähigkeiten, die Männer nicht haben!“ 

Was war Deine emotionalste Erfahrung als Trainerin bisher?
„Einer meiner Athleten wollte aufhören Badminton zu spielen, weil er sich von mir schlecht behandelt gefühlt hat. Das Verhältnis zwischen uns war nicht besonders gut, ich habe ihn aber nicht bewusst schlechter behandelt. Dieses Ereignis hat mich nachhaltig sensibilisiert mich als Trainerin öfter zu hinterfragen. Heute pflegen wir ein gutes Verhältnis zueinander!“ 

Vision Verein 

Was passiert bei Euch zurzeit? Vision für Deinen Verein?

„Derzeit sind wir ein Verein mit circa 180 Mitgliedern. Da ich in Zukunft Interesse an einem Hauptamt als Trainerin anstrebe, liegt es mir am Herzen, den Kinder- und Jugendbereich deutlich auszubauen. Dazu stehen einige Projekte vor uns, die wir trotz Covid-19 Situation in den nächsten Jahren gemeinsam angehen wollen:

  • Nachwuchsarbeit über Kooperationen mit Grundschulen für Schnuppertrainings ausbauen. Bereits erfolgreich im März 2020 gestartet mit über 100 Kindern im Sportunterricht, die an einem Tag Badminton ausprobieren konnten, eingestellt durch Covid-19. 
  • Trainingszeiten umstrukturieren, um mehr Trainingszeiten zu generieren
  • Neue qualifizierte Trainer*innen ausbilden
  • DBV-Talentscouts ausbilden
  • Gemeinsame FSJ-Stelle mit einem Kooperationsverein schaffen

Was fehlt Deiner Meinung nach in Deutschland, um langfristig mehr Spieler*innen in die internationale Spitze zu führen?
„Meiner Meinung nach müssen wir den Badminton-Breitensport verbessern und breiter machen. Ein Ansatzpunkt ist hier vor allem der Kinder- und Jugendbereich, in dem wir deutlich besser werden können.  Das gelingt uns nur dann, wenn wir bereits in frühem Alter Kinder für Sport allgemein und die Sportart Badminton im Spezifischen begeistern.“

„Ein weiterer Bereich ist die Trainerausbildung. Hier sollten viele Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten für neue und auch eingesessene Trainer*innen angeboten werden. Eine Steigerung der Trainerqualität schlägt sich hoffentlich auf die Qualität des Trainings nieder.“

„Wir benötigen viele Junge Menschen, die sich an ihre Vereine gebunden fühlen und ehrenamtliches Engagement einbringen. Nur so kann meiner Meinung nach eine nachhaltig gesunde Vereinsstruktur aufrechterhalten werden.“ 

Wieso haben wir in Badminton-Deutschland zu wenige Trainierinnen? 
„Ich denke, einigen Frauen fehlt der Mut sich vor einer Gruppe darzustellen, was ich sehr gut verstehen kann. In unserer festgefahrenen Struktur sind Frauen als Trainerin selten - und somit ist es ungewohnt. Mir ist leider schon aufgefallen, wie das Urteil oder Coaching einer Frau weniger als das eines männlichen Teamkollegen Wert ist.“

„Schon im Jugend Alter habe ich gemischte Gruppen als Co-Trainerin trainiert, was sich als taff und herausfordernd für mich herausstellte. Die Haupttrainerin war jedoch sehr schlagkräftig im Umgang und unterstützte mich, sodass meine Unsicherheit schnell wich.“

„Die Vereinbarkeit von Beruf „Trainerin“ und Familie ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite hat man vor allem vormittags viele Möglichkeiten sich mit dem Kind zu beschäftigen, jedoch ist man oft abends und am Wochenende unterwegs.“

„Es gibt viel zu wenige Frauen in DBV-Positionen. Hier könnte man ansetzen und bewusst Frauen in höhere Positionen bringen, um diese in die Struktur zu binden. Wir brauchen Vorbilder!“

„Bezüglich der Trainerausbildungen wäre es natürlich wünschenswert weibliche Referenten zu finden oder auszubilden, die hier Aufgaben übernehmen. In meiner Laufbahn als Trainerin sind mir sehr wenige Referentinnen begegnet!“

Szenarien:

In Deiner aktuellen Trainingsgruppe befinden sich zwölf 13-jährige Mädchen, was unternimmst Du, um sie nachhaltig an den Verein zu binden?
„Ich setze auf Kommunikation! Ob Kaffeeklatsch mit Kuchen nach dem Training, ein offenes Ohr für Probleme oder Unternehmungen, ich bin dabei!“

Isabel Herttrich frägt bei Dir Individualtraining an, fühlst Du Dich bereit? 
„Darüber würde ich mich richtig freuen! Gleichzeitig kann ich dem Anspruch von Isabel (noch) nicht gerecht werden, ich benötige noch Zeit und Expertise. Mit Training im Leistungssportbereich habe ich keine Erfahrungen. Sehr gerne würde ich als Co-Trainerin agieren oder funktionieren.“ 

Du beschließt von heute auf morgen dein Hobby als Trainerin hinzuschmeißen, was machst Du stattdessen?
„Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Ein wichtiger Teil meines Lebens besteht aus Badminton, auch nach der Geburt meines Sohnes traf man mich schnell wieder in der Sporthalle an.“

„Da ich den mentalen Aspekt von Sport sehr interessant finde, würde ich die Zeit aber nutzen, um mich im Bereich Sportpsychologie fortzubilden.“

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National
news-2159Wed, 16 Dec 2020 11:37:29 +0000Bundeskader | 1. Halbjahr 2021https://www.badminton.de/news/badminton/bundeskader-1-halbjahr-2021/Das DBV-Präsidium hat am 8.12.2020 den vom DBV-Kadergremium per 25.11.2020 beschlossenen Bundeskader für das 1. Halbjahr 2021 genehmigt.Demnach gehören nun 61 Badmintonasse den Bundeskadern an. Neu im Perspektivkader (PK) sind - unter anderem wegen ihrer Leistungen bei den Jugend-Europameisterschaften in Finnland - Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf-NMS) und Leona Michalski (TV Refrath). Dadurch wurde jeweils ein Platz (w/m) im NK1 U19 frei. Diese wurden an Elina Sonnenschein und Matthias Schnabel; u.a. wegen ihrer Ergebnisse bei der U19-EM 2020 und als evtl. Kandidaten für BSP O19 ab 2022 vergeben.

Fabienne Deprez und Eva Janssens schieden aus dem Bundeskader (Karriereende) aus. Eva Janssens hat sich dazu entschieden, ihre Leistungssport-Karriere zu beenden und den Fokus stattdessen auf die berufliche Laufbahn zu legen. Nach einer langwierigen Verletzung Ende 2019 erlangte die 24-Jährige im Sommer 2020 ihren Bachelor-Abschluss. Darauf aufbauend, nahm sie nun an der Deutschen Sporthochschule Köln ein Masterstudium auf. Eva Janssens größter Erfolg ist der Gewinn des EM-Titels im Mixed U19 im Jahr 2015 mit Max Weißkirchen.

Die neuen Bundeskader sind gültig vom 01.01.2021 – 30.06.2021 und können hier eingesehen werden.

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National
news-2158Tue, 15 Dec 2020 16:31:00 +0000Fabienne Deprez beendet Karriere in der Nationalmannschafthttps://www.badminton.de/news/badminton/fabienne-deprez-beendet-karriere/Sie bestritt bis dato 51 Länderspiele, nahm an zahlreichen Welt- und Europameisterschaften teil, hält nach wie vor den Rekord als jüngste Spielerin in der Geschichte, die in der 1. Badminton-Bundesliga aufschlug, und hatte noch die Chance, sich für die Olympischen Spiele in Tokio/Japan zu qualifizieren. Aus gesundheitlichen Gründen ist Fabienne Deprez jetzt allerdings gezwungen, zum 31. Dezember 2020 ihre Karriere in der deutschen Badminton-Nationalmannschaft zu beenden.Ihr letztes Match bei einem internationalen Turnier bestritt die amtierende Deutsche Vizemeisterin im Dameneinzel bereits Ende Oktober bei den SaarLor Lux Badminton Open in Saarbrücken

Bei der 28-Jährigen wurde im Sommer 2020 Schlafapnoe diagnostiziert – eine Erkrankung, die mit Atemaussetzern im Schlaf einhergeht. Trotz entsprechender Behandlung sind die Auswirkungen dieser schlafbezogenen Atmungsstörung so gravierend, dass die Ausübung von Leistungssport nicht möglich ist. 

„Wahrscheinlich leide ich daran schon viel länger: Ich kenne seit mehreren Jahren nicht mehr das Gefühl, morgens aufzuwachen und ausgeruht zu sein. Ich war daher auch im Training, speziell morgens, immer müde und habe gemerkt, dass ich zum einen viel schlechter regeneriere als die anderen und zum anderen nach dem Krafttraining viel mehr Muskelkater habe“, erläutert die Sportsoldatin der Bundeswehr. Sie fügt hinzu: „Ich bin stolz darauf, was ich erreicht habe, obwohl ich über mehrere Jahre so schlecht geschlafen habe.“ 

Seit rund drei Monaten trägt die Deutsche Meisterin von 2013 nun nachts ein Atemgerät, das sie beim Schlafen unterstützt. „Die Maske verrutscht zwar noch ziemlich häufig, sodass ich nach wie vor nicht durchschlafen kann. Aber es wird allmählich besser“, blickt die Europameisterin von 2012 mit dem deutschen Damenteam zuversichtlich nach vorn. 

Durch den Rücktritt von Fabienne verlieren wir eine langjährige Leistungsträgerin im Dameneinzel, die speziell bei Team-Europameisterschaften häufig maßgeblich an Medaillengewinnen beteiligt war

Detlef Poste

Fabienne Deprez trainiert jetzt zunächst einige Zeit ab, sie möchte aber auch anschließend noch mehrmals pro Woche in der Badmintonhalle aktiv sein. „Ich werde nicht komplett mit Badminton aufhören, sondern weiter trainieren – aber eben nicht mehr jeden Tag und ohne mich unter Druck zu setzen“, erläutert die Teilnehmerin an den Olympischen Jugendspielen 2010 im Stadtstaat Singapur, die aktuell für den französischen Verein ASPTT Strasbourg Punktspiele bestreitet. So kann sie sich etwa vorstellen, in der Saison 2021/2022 wieder in Deutschland in einer Liga aufzuschlagen. Außerdem strebt sie an, die Ende 2021 beginnende, nächste A-Trainer-Ausbildung des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) zu absolvieren.

„Durch den Rücktritt von Fabienne verlieren wir eine langjährige Leistungsträgerin im Dameneinzel, die speziell bei Team-Europameisterschaften häufig maßgeblich an Medaillengewinnen beteiligt war. Seit Ende 2018 verzeichnete sie auch zunehmend Siege gegen höherplatzierte Spielerinnen, wie gegen die Russin Evgeniya Kosetskaya bei der Individual-WM 2018 und beim Azerbaijan International 2019, gegen Kim Ga Eun aus Korea und Porntip Buranaprasertsuk aus Thailand bei den YONEX Canada Open 2019 oder zuletzt gegen die Französin Qi Xuefei bei den DANISA Denmark Open 2020. Das gemeinsame Ziel bestand drin, die physische Belastbarkeit und Fitness in 2020 weiter auszubauen. Dass jetzt krankheitsbedingt Schluss mit Leistungssport ist, war die richtige Entscheidung, ist aber sehr bitter“, sagt Detlef Poste. 

Der Chef-Bundestrainer im DBV ergänzt: „Ich hoffe, wir können Fabienne in einem Freundschaftsländerspiel im nächsten Jahr – sobald es die Corona-Pandemie zulässt – vor deutschem Publikum gebührend verabschieden. Erfreut bin ich auch, dass Fabienne Interesse an der Teilnahme an der A-Trainerausbildung des DBV geäußert hat und unserem Sport weiterhin verbunden bleiben möchte. Ich wünsche ihr alles Gute für die Zukunft.“

Fabienne Deprez bestritt im Dezember 2006 mit damals 14 Jahren ihr erstes Punktspiel in der 1. Badminton-Bundesliga. Bis dato war auch kein Spieler bei seinem Debüt in der Eliteklasse jünger.

Karriereende für Eva Janssens

Eva Janssens hat sich dazu entschieden, ihre Leistungssport-Karriere zu beenden und den Fokus stattdessen auf die berufliche Laufbahn zu legen. Nach einer langwierigen Verletzung Ende 2019 erlangte die heute 24-Jährige im Sommer 2020 ihren Bachelor-Abschluss. Darauf aufbauend, nahm sie nun an der Deutschen Sporthochschule Köln ein Masterstudium auf. Eva Janssens größter Erfolg ist der Gewinn des EM-Titels im Mixed U19 im Jahr 2015 mit Max Weißkirchen.

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news-2142Tue, 15 Dec 2020 15:05:00 +0000DBV-Fortbildungsangebot onlinehttps://www.badminton.de/news/badminton/dbv-fortbildungsangebot-online/Im Zuge der aktuellen Entwicklungen wurde ein DBV-Fortbildungsangebot online aufgesetzt, das heute freigeschaltet wurde. Die Fortbildung läuft über die DBV Lehr-/Lernplattform "Racketmind".Zur Verlängerung der Trainerlizenz (um 12 Monate) sind vier Aufzeichnungen von ausgewählten DBV-WEBminton-Sessions zu schauen und anschließend dazugehörige Aufgaben zu bearbeiten (Gesamtaufwand 8 LE).

Nach Einreichen der Aufgaben erfolgt ein Feedback. Die Aufgaben müssen erfolgreich bestanden werden!
Nach Absolvieren einer weiteren Fortbildung (mindestens ein Tag/10 LE) in 2021 wird die Trainerlizenz anschließend um den jeweils normalen Gültigkeitszeitraum verlängert. Dieses Angebot gilt vorerst bis Jahresende und betrifft Lizenzen mit Ablauf bis spätestens 30.06.2021.

"Wir möchten damit alle Trainer*innen in Deutschland ansprechen und einladen, sich einfach von zu Hause aus online weiterzubilden und dabei einige DBV-WEBminton-Sessions gezielt und mit Aufgaben begleitet zu nutzen", erklärt Hannes Käsbauer.

Eine Lizenzverlängerung um zwölf Monate für Inhaber einer A- oder B-Lizenz ist möglich. Sollten Verlängerungen von C-Lizenzen in den Badminton-Landesverbänden ebenfalls gewünscht sein, bitten wir um Rückmeldung.

Lizenzverlängerungen werden nur bei rechtzeitig und vollständig eingereichten sowie erfolgreich bewerteten Aufgaben (sowie Zahlungseingang) erteilt.

  •     Letzte Einreichung zur Lizenzverlängerung in 2020: 15.12.2020
  •     Schließung des Online-Bearbeitungszeitraums (und Verlängerung nach Prüfung im Januar     2021): 31.12.2020

Alle weiteren Informationen inkl. Anmeldung sind direkt hier zu finden.

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news-2157Tue, 15 Dec 2020 10:24:52 +0000Stellenausschreibung: Landestrainer*in Para Badminton in Niedersachsenhttps://www.badminton.de/news/badminton/stellenausschreibung-landestrainerin-para-badminton-in-niedersachsen/Der Behinderten-Sportverband Niedersachsen e. V. (BSN) ist der Fachverband für Rehabilitations-, Breiten- und Leistungssport in Niedersachsen. Im BSN sind über 850 Vereine und Abteilungen mit fast 60.000 Mitgliedern organisiert. Der BSN sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Landestrainer*in Para Badminton (39,8 Stunden/Woche).Die Aufgabenschwerpunkte sind:

• Auf-/Ausbau des Landeskaders
• spitzen- und leistungssportliche Trainingssteuerung
• vereinsübergreifendes Stützpunkttraining
• Durchführung zentraler Kader- und Sichtungsmaßnahmen
• Wettkampfbetreuung der Landeskader des BSN
• Erstellung der Sportjahresplanung, Rahmentrainingspläne und Landeskaderkriterien
• Teilnahme an Strukturgesprächen und im Fachausschuss Leistungssport des BSN (i. d. R. jeweils 2 x/Jahr)
• sportfachliche Beratung bei der Erarbeitung leistungssportlicher Konzeptionen

• Auf-/Ausbau des Para-Badminton-Netzwerks zur Nachwuchsrekrutierung durch landesweite, dezentrale Veranstaltungen (Reisetätigkeit wird vorausgesetzt) insbesondere
o mit den niedersächsischen (Para-) Badminton-Vereinen des BSN/NBV
o mit Partnern außerhalb des organisierten Sports
(Interessenverbände, Schulen, Selbsthilfegruppen etc.)
o mit dem Niedersächsischen Badmintonverband (NBV)

• Mitarbeit bei der Aus-/Fortbildung von Trainer*innen und Übungsleiter*innen im Leistungssport (z. B. Hospitationsangebote)

Wir bieten:

• ein interessantes und abwechslungsreiches Aufgabengebiet
• Arbeit mit und für (Leistungs-)Sportler*innen mit Behinderung
• Weiterentwicklung der Leistungssportstrukturen im Para Badminton
• ein engagiertes, dynamisches und harmonisches Team von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen

Folgende Voraussetzungen sollten Sie mitbringen:

• Trainerlizenz: Badminton (Trainer A Leistungssport)
• abgeschlossene Berufsausbildung mit staatlicher Abschlussprüfung oder abgeschlossenes Studium
• Erfahrungen im Umgang mit Menschen/Sportler*innen mit Behinderungen
• freundliches und sicheres Auftreten
• Teamfähigkeit und Flexibilität
• strukturierte, ergebnisorientierte und selbstständige Denk- und Arbeitsweise
• Führerschein Klasse B
• EDV-Kenntnisse (mind. MS Office 2010)
• Bereitschaft zur Reisetätigkeit
• Bereitschaft zur Arbeit an Abenden, Wochenenden und idealerweise vormittags

Ihre digitalen Bewerbungsunterlagen (inkl. Lizenznachweisen) richten Sie bitte unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen und Ihres frühestmöglichen Arbeitsbeginns bis zum 17.01.2021 an:

Behinderten-Sportverband Niedersachsen e. V. (BSN)
Anders Spielmeyer
eMail: spielmeyer(at)bsn-ev.de

Bei Rückfragen: 0511/1268-5108

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National
news-2156Sun, 13 Dec 2020 16:04:11 +0000#EMTC21: Deutschland erhält Startplatzhttps://www.badminton.de/news/badminton/emtc-deutschland-qualifiziert/Zwar musste das Qualifikationsturnier für die Endrunde der 2021 European Mixed Team Championships (EMTC) in Dessau aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden, dennoch wird das DBV-Team bei der Finalrunde in Finnland am Start sein können. Das meldet Badminton Europe (BEC).Neben dem Qualifikationsturnier der deutschen Gruppe 4 fiel auch jenes der Gruppe 5, das Frankreich ausgerichtet hätte, aus. Ein vom europäischen Badminton-Verband, Badminton Europe, eingesetztes Gremium befasste sich mit der Vergabe dieser EM-Tickets und entschied am Sonntag, dass die zwei freien Plätze mit Deutschland und Frankreich besetzt werden.

„Wir haben fest damit gerechnet, dass wir uns am ‚grünen Tisch‘ für die EM in Finnland qualifizieren. Nach der Absage unserer Gruppengegner ist das die logische Konsequenz“, sagte DBV- Sportdirektor Martin Kranitz.

Um die anderen Finaltickets wurde am Wochenende in vier verschiedenen Quali-Gruppen gespielt. Hier setzten sich die Mannschaften aus England, Russland, den Niederlanden und Schottland durch. Titelverteidiger Dänemark und Ausrichternation Finnland sind automatisch qualifiziert. Damit stehen die acht Mannschaften für die Finalrunde der 2021 European Mixed Team Championships fest.

Die Finalrunde der #EMTC21 findet vom 16. bis 20. Februar 2021 in Vantaa statt. Deutschland krönte sich im Jahr 2013 zum Europameister für gemischte Mannschaften. Bei der bis dato letzten Endrunde, 2019 in Kopenhagen/Dänemark, wurde Deutschland Vizeeuropameister.

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International
news-2134Sun, 13 Dec 2020 08:59:00 +0000DBV sucht "Trainer*in des Jahres"https://www.badminton.de/news/badminton/dbv-sucht-trainerin-des-jahres/Mit der Verleihung des Preises „DBV Trainer*in des Jahres im Nachwuchs" will der Deutsche Badminton-Verband e.V. besondere Leistungen und beispielhaftes Engagement von Trainerinnen und Trainern aus dem Nachwuchsbereich in Badminton-Vereinen, Stützpunkten und Landesverbänden im DBV und der medialen Öffentlichkeit anerkennen und weitere Motivation für alle Beteiligten verleihen. Deshalb präsentiert der DBV seit Anfang 2018 (für 2017 vergeben) den Preis: „Trainer*in des Jahres im Nachwuchsbereich“.

Der Preis wird 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nur in einer Kategorie mit angepassten Kriterien vergeben und prämiert.

Die Bewerbungen laufen über das DBV-Onlineformular ab und können durch Vereine oder Landesverbände eingereicht werden. Hinweis: Vorjahressieger*innen dürfen nicht direkt noch einmal beworben werden!

Bewerbungsschluss: Dienstag, 15.12.2020 (Eingang)

"Gerade in diesem besonderen Jahr ist es sehr wichtig, die Wertschätzung gegenüber der oft aufopferungsvollen, tage- und nächtelangen sowie in vielen Bereichen ehrenamtlichen Arbeit unserer Badmintontrainer*innen an so vielen Stellen wie möglich aufzuzeigen. Mit unserem DOSB-Projekt TrainerInSportdeutschland leisten wir einen weiteren Beitrag. Wir hoffen, dass wir durch diese herausfordernde Zeit gut durchkommen, sie aber auch nutzen! Dies spiegelt sich auch in den für dieses Jahr angepassten Bewertungskriterien wider", erklärt Hannes Käsbauer.

Alle weiteren Informationen finden Sie in der Ausschreibung (.pdf) weiter unten auf dieser Seite.

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National
news-2148Sat, 12 Dec 2020 15:30:00 +0000DBV-Adventskalenderhttps://www.badminton.de/news/badminton/dbv-adventskalender/Das DBV-Bildungsteam hat kurzfristig alle Kräfte mobilisiert und einen Adventskalender auf Racketmind erstellt. Hier gibt es neben Botschaften, Empfehlungen und Tipps aus dem Bereich "Bildung" auch vereinzelt Gewinnspiele. Heute kann man ein Original-Polo von Nationalspieler Mark Lamsfuß gewinnen.Im 13. Türchen verbirgt sich erneut ein Gewinnspiel. Nach Isabel Herttrich verlost auch Nationalspieler Mark Lamsfuß, frischgebackener Sieger der Denmark Open, ein Original-Shirt als Preis. Der 26-jährige Weltklassespieler erklärt im Video, wie Ihr das Shirt gewinnen könnt. 

Der DBV-Adventskalender ist auf der Bildungsplattform Racketmind zu finden. Dort finden sich unter dem Kalender auch die Teilnahmebedingungen.

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National
news-2155Fri, 11 Dec 2020 08:09:27 +0000Deutsche Einzelmeister werden erstmalig erst im Sommer gekürthttps://www.badminton.de/news/badminton/deutsche-einzelmeister-werden-erstmalig-erst-im-sommer-gekuert/Die Deutschen Einzelmeisterschaften werden im Jahr 2021 zum ersten Mal in der Geschichte des im Jahr 1953 gegründeten Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erst im Sommer stattfinden.Aufgrund der Corona-Pandemie beschloss das Präsidium des olympischen Spitzenverbandes, die nationalen Titelkämpfe in der Altersklasse O19 vom ursprünglich geplanten Termin, dem 4. bis 7. Februar 2021, auf den 26. bis 29. August 2021 (jeweils Donnerstag bis Sonntag) zu verlegen. Austragungsort bleibt die Seidensticker Halle in Bielefeld. Seit ihrer Premiere im Jahr 1953 fand die prestigeträchtige Veranstaltung jeweils spätestens im Mai statt. Von 1976 bis 2020 lag der Finaltag dabei ausschließlich im Januar oder Februar.  

„Wir bedauern, dass die Deutschen Einzelmeisterschaften diesmal nicht zum üblichen Zeitpunkt stattfinden können. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Termin Anfang Februar nicht realistisch. Da die Durchführung der Deutschen Einzelmeisterschaften für uns jedoch einen hohen Stellenwert hat, versuchen wir, die Veranstaltung an einem anderen Datum, deutlich später im Jahr, auszutragen“, erläuterte DBV-Präsident Thomas Born die Entscheidung des DBV-Präsidiums. 

Die Durchführung der Deutschen Einzelmeisterschaften hat für uns einen hohen Stellenwert, deshalb versuchen wir, die Veranstaltung an einem anderen Datum, deutlich später im Jahr, auszutragen

Thomas Born

Mit der Verschiebung auf Ende August – und damit auf einen Termin knapp drei Wochen nach dem Ende der Olympischen Sommerspiele in Tokio/Japan (23. Juli bis 8. August 2021) – folgte das Führungsgremium des DBV dem Vorschlag von DM-Cheforganisator Axel Seemann. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit dem DBV sowie mit unserem Hauptsponsor, der Firma YONEX, und der Stadt Bielefeld einen Alternativtermin für die 69. Deutschen Einzelmeisterschaften zu finden. Wir hoffen natürlich, dass es dann möglich ist, die Veranstaltung mit Publikum durchzuführen“, so Axel Seemann, der Geschäftsführer der Play Sportmarketing Seemann GmbH, die 2021 bereits zum 22. Mal federführend die Organisation der nationalen Titelkämpfe im Erwachsenenbereich übernehmen wird.

Erstmalig organisierte die Play Sportmarketing Seemann GmbH die Deutschen Einzelmeisterschaften im Jahr 1998 in der Großstadt in Nordrhein-Westfalen. Ohne Unterbrechung finden sie seit 2003 in Bielefeld statt. Dabei kooperiert die Play Sportmarketing Seemann GmbH jeweils eng mit dem Stadtsportbund Bielefeld und dem SV Brackwede. Über viele Jahre zählte zudem der SC Babenhausen zum Organisationsteam der Titelkämpfe. Fest steht bereits, dass die Deutschen Einzelmeisterschaften auch in den Jahren 2022 bis 2024 von der Play Sportmarketing Seemann GmbH in Bielefeld ausgerichtet werden.

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National
news-2154Thu, 10 Dec 2020 09:43:35 +0000BADMINTON SPORT 12/2020 erschienenhttps://www.badminton.de/news/badminton/badminton-sport-12-2020-erschienen/In der Dezember-Ausgabe von BADMINTON SPORT blickt die Redaktion u. a. auf den ersten Ordentlichen DBV-Verbandstag in der Geschichte, der in digitalem Format durchgeführt wurde, sowie auf die SaarLorLux Badminton Open in Saarbrücken zurück. Darüber hinaus findet sich in der letzten Ausgabe des DBV-Verbandsmagazins im Jahr 2020 z. B. ein Interview mit Heino Knuf, dem neuen Geschäftsführer des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), eine Serie zum Thema „Persönlichkeitsentwicklung im Nachwuchsleistungssport“ erfährt ihren Auftakt und im Rahmen der Serie zum Projekt „TrainerInSportdeutschland“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wird erstmalig ein weibliches Talent vorgestellt.

"Badminton Sport" ist das offizielle Organ des DBV. Ausführliche Artikel über die großen Turniere, Trainingstipps, Porträts, Interviews und Veranstaltungsausschreibungen informieren zehn Mal im Jahr über diese faszinierende Indoorsportart.

Die aktuelle Ausgabe und frühere Hefte der BADMINTON SPORT kann man über den Shop des Meyer & Meyer Verlages beziehen.

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National
news-2153Wed, 09 Dec 2020 15:27:35 +0000Ausschreibung: VBD-Balltest 2021/2022https://www.badminton.de/news/badminton/ausschreibung-vbd-balltest-2021-2022/Das DBV-Präsidium hat bis zum 1.5.2021 zu bestimmen, welche Naturfederbälle in der nächsten Saison der 1. und 2. Bundesliga und bei sonstigen DBV-Veranstaltungen verwendet werden.Für die 1. und 2. Bundesliga kommen nur die Naturfederballsorten des qualitativ ersten Produktes der betreffenden Naturfederballmarke (Kategorie I) in Frage, sofern die Qualität durch eine erfolgreiche Teilnahme am VBD-Balltest 2021/2022 bestätigt wurde.

Für die anderen DBV-Veranstaltungen wird festgelegt, nur die Naturfederballmarken und -sorten zuzulassen, deren Qualität ebenfalls durch eine erfolgreiche Teilnahme am VBD-Balltest 2021/2022 bestätigt wurde. In Frage kommen hier die Naturfederballsorten sowohl der Kategorie I, also des qualitativ ersten Produktes der betreffenden Naturfederballmarke, als auch der Kategorie II, also des qualitativ zweiten Produktes, der Kategorie III, also des qualitativ dritten Produktes und der Kategorie IV, also des qualitativ vierten Produktes der betreffenden Naturfederballmarke.

Eine erfolgreiche Teilnahme am VBD-Balltest berechtigt zudem zur Abgabe eines Angebotes zum Balleinkauf des DBV für den Eigenbedarf 2021/2022 (Training an den Bundesstützpunkten, Bälle für Lehrgangsmaßnahmen). Siehe dazu die – nachfolgend aufgeführte – öffentliche Ausschreibung.

Interessierte Firmen für die Teilnahme am VBD-Balltest erhalten hiermit die Gelegenheit, bis zum 15.1.2021 (Posteingang) zwei Dutzend Bälle je Kategorie/Sorte und Geschwindigkeit an die DBV-Geschäftsstelle, Südstraße 25, 45470 Mülheim an der Ruhr, einzusenden.

Die von den interessierten Firmen zu entrichtende Testgebühr für die Spielsaison 2021/2022 beträgt 2.500 Euro zuzüglich jeweils gültiger, gesetzlicher Mehrwertsteuer inklusive einer Ballsorte. Für jede weitere zum Test eingereichte Ballsorte werden zusätzlich 150 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer fällig. Die Gebühr ist bis spätestens 15.1.2021 (Post-/Zahlungseingang) wie folgt zu entrichten:

  • Überweisung auf das Konto der VBD bei der Sparkasse Mülheim, IBAN: DE62 3625 0000 0374 0002 33, SWIFT-BIC: SPMHDE3E oder
  • Verrechnungsscheck an die VBD, Südstraße 25a, 45470 Mülheim an der Ruhr. Der Verrechnungscheck kann auch der Ballsendung an den DBV beigefügt werden.

Die Teilnahme am VBD-Balltest kann nur erfolgen, wenn die Zahlung fristgerecht eingegangen ist. Der Einzahler erhält vom Zahlungsempfänger nach Zahlungseingang bis spätestens 31.1.2021 eine Rechnung zugesandt.

Das Ergebnis des Balltests wird dem DBV-Präsidium von der VBD bis zum 30.4.2021 mitgeteilt. Der Beschluss des DBV-Präsidiums zur Bestimmung der Naturfederbälle für die Spielsaison 2021/2022 wird den betreffenden Firmen und Ausrichtern bis spätestens 15.5.2021 schriftlich mitgeteilt werden.

gez. Thomas Born/VBD-Geschäftsführer

Für Rückfragen steht Heino Knuf (DBV-Geschäftsführer) zur Verfügung. E-Mail: heino.knuf@badminton.de, Telefon: 0208 / 30 827-0

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Amtliche Nachrichten
news-2152Tue, 08 Dec 2020 18:36:18 +0000DBLV plant mit Fortsetzung der Bundesliga-Saison Ende Februar 2021https://www.badminton.de/news/badminton/dblv-plant-mit-saisonfortsetzung-der-bundesliga-ende-februar-2021/Der Vorstand des Deutschen Badminton-Ligaverbandes (DBLV), verantwortlich für die Belange der beiden höchsten deutschen Spielklassen, hat über eine Perspektive für den weiteren Spielbetrieb in der Saison 2020/21 beraten.Die Saison in der 1. Bundesliga war Ende Oktober nach nur zwei Spieltagen unterbrochen worden. In der 2. Bundesliga wurden bisher immerhin sechs von insgesamt elf Spieltagen der Hinrunde ausgetragen. Angesichts des nach wie vor anhaltenden Lockdowns, der nicht vorhandenen Perspektive für den Monat Januar und der Fülle der noch offenen Spiele bei nur wenigen möglichen Terminen, hat der DBLV-Vorstand in Absprache mit dem DBLV-Spielausschuss einstimmig beschlossen, die Spielsaison 2020/21 zu verkürzen. 

DBLV-Präsident Arno Schley: „Wir werden jeweils nur eine einfache Runde spielen, d.h. einmal jeder gegen jeden. Die bisher ausgetragenen Spiele bleiben in der Wertung, die verbleibenden werden neu angesetzt“.

Dabei haben die „Bundesliga-Spielplanmacher“ vor allem die bereits im Spielplan bestehenden Termine berücksichtigt und eine Ausgewogenheit von Heim- und Auswärtsspielen für jede Mannschaft. Die damit verbundenen Ordnungsänderungen sind den Vereinen inzwischen per Umlaufverfahren zur Abstimmung vorgelegt worden. Eine breite Mehrheit für den mühsam ausgearbeiteten Vorschlag des Liga-Präsidiums wird erwartet.

Der erste angesetzte Spieltag wäre der 28.2., dem dann Doppelspieltage am 20./21.3. sowie am 10./11.4. folgen. Während die einfache Runde der 2. Liga damit abgeschlossen wäre, muss die 1. Liga noch einen Doppelspieltag am 24./25. April austragen.  Dadurch würde das Ende der Punkterunde nur um zwei Wochen nach hinten geschoben. Der angesichts der aktuellen Corona-Lage „optimistisch angesetzte“ Einzelspieltag Ende Februar müsste notfalls auch noch in den April verschoben werden.

Einen „Plan B“ für den schlimmsten Fall, dass auch Ende März noch nicht gespielt werden kann, hat man konkret noch nicht ausgearbeitet, denn dann würde eine Fortführung der Saison bis Ende Juni vermutlich keinen Sinn mehr ergeben. Einzige Alternative zur Ermittlung von Meistern und Absteigern in 2021 wäre dann eine intensive Beratung über eine Umstellung der Saison auf das Kalenderjahr.  
  
Bei der verkürzten Saison qualifizieren sich die beiden Tabellenersten nach dann nur noch neun statt ursprünglich 18 Spieltagen direkt für das Mitte Mai geplante „Final-Four“. Die beiden weiteren Teams werden in zwei Viertelfinalspielen (Dritter gegen Sechster und Vierter gegen Fünfter) Anfang Mai ermittelt. An vier dieser neun Begegnungen muss jeder Spieler teilgenommen haben, damit er bei den Play-off-Spielen eingesetzt werden darf. 

Auch über Konsequenzen der Corona-Ausnahmesituation im Hinblick auf den Auf- und Abstieg und damit die Ligazugehörigkeit in der Folgesaison 2021/22 wurde den Vereinen ein Änderungsvorschlag zur Abstimmung vorgelegt. Demnach soll je ein Team aus der 1. und aus der 2. Bundesliga direkt absteigen. Für die 1. Liga werden in der Aufstiegsrunde Mitte Mai zwei Mannschaften ermittelt. An dieser Runde nehmen die beiden Zweitligameister und der Neunte der 1. Liga teil.  

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Bundesliga
news-2151Mon, 07 Dec 2020 11:04:26 +0000"Entspannt, familiär - aber trotzdem fordernd"https://www.badminton.de/news/badminton/sven-weichenhain/Sven Weichenhain startete in Alter von 17 Jahren mit dem Badmintonsport. Bis dahin war Sport für ihn ein Mysterium und nur durch unnötige Anstrengungen geprägt. Ein einschneidendes Schlüsselerlebnis, indem er eine Rally zum Schulbus gegen eine ältere Dame verlor, motivierte ihn endlich sportlich aktiv zu werden.In seinem Heimatdorf war die Sportlandschaft dünn besiedelt und nach einigem Ausprobieren entschied er sich für die vielfältige Sportart Badminton. Dort traf er auf alte Grundschulfreunde und zerpflückte gemeinsam mit ihnen den Badmintoncontent auf YouTube. Kurz darauf übernahm Sven große Verantwortung als Abteilungsleiter im Verein ATV Volkmarsdorf. Er konnte nicht mehr zusehen, wie die Badmintonabteilung, welche bisher nur aus Erwachsenen bestand, langsam zerbricht. Drei Jahre später verletzt sich Sven am Kreuzband. An diesem Tag war ihm klar, Qualität und Verletzungsprophylaxe muss der Fokus jeder Trainingseinheit werden. Getrieben von dieser Motivation zieht es Sven 2014 in die C-Trainerausbildung. In der Ausbildung „lernte ich das erste Mal Badminton richtig kennen. Das davor war im Vergleich Federball!“.

Bereits vier Jahre später entschied sich Sven in die Zukunft des Vereins zu investieren, nämlich in die Kinder- und Jugendarbeit. Hierzu eröffnete die Badmintonabteilung Volkmarsdorf 2018 eine Jugendabteilung, parallel dazu bildete sich Sven zum DBV-Talentscout und C-Trainer Leistungssport fort. Seitdem ist ein starker Aufwärtstrend der Jugendabteilung zu sehen. Insgesamt beschreibt er den Verein als badmintonverrückt und teilt tiefe Verbundenheit. Im folgenden Interview erzählt Sven über die Vereinsentwicklung und seine Überzeugung vom Badmintonsport. 

Wieso ist Badminton die beste Sportart für Dich?
„Ich verbinde mit der Sportart viele emotionale Momente und bin davon überzeugt das Badminton aus Menschen Persönlichkeiten macht. Weiter ist es eine rein logische Entscheidung die Sportart auszuführen, da sie laut Dr. Müller-Wohlfahrt einen langfristig gesund hält.“ 

Wann hast Du Dich für die Tätigkeit als Trainer entschieden?
„Die endgültige Entscheidung fiel mit meiner ersten großen Verletzung, einem Kreuzbandriss. Ab diesem Zeitpunkt wollte ich das Training effektiver und verletzungsprophylaktischer gestalten.“ 

Warum bist Du Trainer? Was bedeutet die Tätigkeit für Dich?
„Ich möchte ein Vorbild für die Kinder- und Jugendlichen sein, das ich damals leider nicht hatte. Dazu teile ich meine Begeisterung für den Sport und mache gern auch die eine oder andere anstrengende Übung mit!“

„Der Badmintonsport und die Trainertätigkeiten bedeuten mir alles. Ich fühle mich tief verbunden mit meinem Heimatverein und den Menschen dort. Es ist ein gelungener Ausgleich zum Beruf und erfüllt mich Freude.“ 

Wer hat Dich geprägt als Trainer? 
„Den ersten großen Schritt habe ich dank Rainer Diehl gemacht.  Weiter hat mich Oliver Roth neu inspiriert und mir Mut zum Weitermachen gegeben. Abschließend möchte ich erwähnen, dass mich die Arbeit und Motivation von Hannes Käsbauer und Karsten Besser begeistern und antreiben.“

Trainerfortbildungen C+ & DBV Talentscout

„In meiner C-Trainerausbildung habe ich das erste Mal Badminton gesehen und trainiert. In den spannenden Fortbildungstagen erfuhr ich wie vielseitig Badminton ist, dass es Rahmenbedingungen benötigt und dieser Sport unglaublich viel Spaß machen kann!“

„Den DBV-Talentscout habe ich beim derzeitigen Hauptreferenten Rainer Diehl absolviert. Hier habe ich vor allem kindgerechtes Training ("Badminton ist wie ein Kindergeburtstag") und wie sehr man als Trainer die Atmosphäre bestimmt, gelernt. Erschütternd war für mich damals die Erkenntnis, wie viel Potential ich als Trainer habe.“

Gibt es drei Dinge, die Du als Trainer gelernt hast?
„Ich habe die letzten Jahre gelernt, mich selbst nicht so ernst zu nehmen und ein Vorbild für andere zu sein. Weiter verstehe ich Kinder-Badmintontraining als großen Kindergeburtstag und setze das in unserer Halle auch so um.“ 

Was macht Dein Training aus?
„In meinem Training versuche ich ein Bewusstsein für gemeinsame Ziele zu schaffen. Zudem liegt es mir am Herzen, dass sich meine Athlet*innen gegenseitig coachen und Feedback geben können. Ich denke vor allem im Vereinsbereich muss man klar dafür sein, dass Personen oder Trainer*innen jederzeit ausfallen können.“ 

Wie sollte eine optimale Trainingsatmosphäre für erfolgreiches Kindertraining aussehen?
„Sie sollte entspannt, familiär - aber trotzdem fordernd sein! In meinem Verein arbeiten wir gerne mit Wochen- oder Monatsaufgaben, die unserer Meinung nach Kommunikation und Gemeinschaft fördern.“

Was sind Deine drei Tipps, wie man als Trainer*in im Kindertraining auftreten sollte?
“Im Mittelpunkt des Kindertrainings sollten Freude und Spaß am Bewegen stehen. Trainer*innen sollten engagiert und offen für Neues sein sowie die Eigenschaften besitzen, das auch zu fördern.“

Welche Momente im Training zaubern Dir ein Lächeln ins Gesicht?
„Hier gibt es sehr viele Momente, die mich immer wieder mit neuer Begeisterung anstecken, zum Beispiel, wenn ich mitbekomme, wie sich die Persönlichkeit von Athlet*innen verändert, sie selbstständiger werden oder Rituale als ihre Mentalität annehmen.“

Welcher Rat hat Dir in Deiner Karriere am meisten geholfen? 
Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten und dafür braucht es ein Team um einen herum, das die ähnlichen Philosophien und Ideen mitträgt und gestaltet.

Welchen Tipp möchtest du allen Trainer*innen in Badminton-Deutschland mitgeben? 
Das Trainerdasein, sollte stets durch Unterstützung, Erfahrungsaustausch und stetige Weiterbildung geprägt sein, gepaart mit Lockerheit und Freude zur Arbeit.

Was war Deine emotionalste Erfahrung als Trainer bisher?
„Als meine Schützlinge in der REM U13 im Mixed Halbfinale gegen die Favoriten verloren haben. Trotz Niederlage waren der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit auf dem Feld einzigartig. Ich war als Coach in diesem Spiel völlig überflüssig und durfte bestaunen, wie sie als Team auftraten!“

Vision Verband Sachsen & Verein

Hast Du eine Vision für Deinen Landesverband Sachsen?
„Meiner Meinung haben wir hier in Sachsen ein verschlafenes Potential! Bis auf die Bundesligamannschaft in Jena (Thüringen), welche durch viele sächsische Spieler*innen bestückt ist, passiert hier nicht viel. Ich versuche mit meinem Verein und der Zusammenarbeit anderer Vereine Sachsen nach außen zu tragen und den Nachwuchsbereich zu verbessern. Ein Traum wäre die Einrichtung eines Talentzentrums in Leipzig mit Anbindung an eine Sportschule bis 2030. Derzeit setze ich mich für die Entstehung eines Nachwuchsstützpunkts ein.“

Welche Projekte und Visionen hast Du für Deinen Verein ATV Volkmarsdorf?

Vereinsleben Volkmarsdorf
„Unser Verein ist wie eine große Familie und das auch über den Trainingsbetrieb hinaus. Uns Ostdeutschen liegt das einfach im Blut! Wir unterstützen uns wo und so viel es geht, keiner scheut sich etwas für den anderen zu tun. Ich bin sehr glücklich mit der Entwicklung und dem Engagement meiner Abteilung!“ 

Unsere Projekte und Ziele
„Unser größtes Projekt im Jahr 2020 war es neben der Ausrichtung der Südostdeutschen Meisterschaft O19, ein DBV-Talentnest 2021 zu werden. Das haben wir endlich geschafft! Wir freuen uns darüber trotz aktueller Umstände ein umsetzbares Konzept auf die Beine gestellt zu haben. Ein weiteres Projekt ist unsere Badmintonbegeisterung durch Events oder Wochenendlehrgänge zu teilen. Ein Highlight war die Weihnachtsverlosung vor zwei Jahren von Tobias Wadenka und Oliver Roth, welche ich gewann. Die beiden haben unsere gesamte Abteilung motiviert und begeistert und wir wollen mehr!“

Wir arbeiten mit zwei anderen kleinen Vereinen aus der Umgebung von Leipzig zusammen. Ich nenne dieses Projekt immer Leuchtturmprojekt, da es zeigen soll, dass es mehrere kleine Vereine gemeinsam sehr weit schaffen können. In dieser Kooperation organisieren wir gemeinsam Trainingslager, Turniere (z. B. die Südostdeutsche Meisterschaft O19), Traineraustausche und Vereinswettkämpfe. Diese Zusammenarbeit motiviert und bereichert Trainer*innen und Spieler*innen!

Weiter befähigt unser Verein, etwas aktiv beisteuern zu können und lädt dazu ein, gemeinsam an der Vision Badminton in Volkmarsdorf zu arbeiten. Dazu haben wir den digitalen Bereich des Vereines ausgebaut und bilden Projektgruppen, welche transparent Tätigkeiten aufzeigen, die noch zu erledigen sind. Im gleichen Atemzug möchte ich die Ehrung und Anerkennung von ehrenamtlichen Helfer*innen in meinem Verein nennen. Wir sehen das Ehrenamt als keine Selbstverständlichkeit an und honorieren dies regelmäßig durch Kleinigkeiten wie z.B. ein Handtuch zum Geburtstag.“  

Wie meistert ihr die Covid-19 Situation?
„Wir pflegen eine gute Bindung zu unserer Jugend, den Eltern und dem Erwachsenenbereich. Durch die Schließung der Hallen sind wir gezwungen in Onlineformate auszuweichen, hier bearbeiten wir spielerisch badmintonspezifische Themen und spielen unser Onlineformat als Trainer*innen gegen unsere Trainingskids während der Heimtrainingsphase. Das funktioniert gut und der Kontakt kann aufrecht gehalten werden. Weiter befindet sich in unserem Trainerstab eine Lehrerin ausgebildet als DBV-Talentscout, die bei schulischen Problemen aushelfen kann. Gerade in der Zeit des Homeschoolings fallen leider strukturschwache Kinder und Jugendliche in ihrer schulischen Leistung sehr ab. Wir hoffen, dass die Hallennutzung bald wieder möglich ist, denn allen juckt es schon in den Fingern!“

Was fehlt Deiner Meinung nach in Deutschland, um langfristig mehr Spieler*innen in die internationale Spitze zu führen?
„Ich denke wir sind mit den Projekten des DBV auf dem richtigen Weg, welche allesamt das Ziel verfolgen die breite Basis besser zu machen. Nur so wird man die Kirsche auf der Torte erhalten!

Großes Potential sehe ich weiterhin in der Verbreitung von existierenden deutschen Formaten und Literatur zum Badmintonsport. Diese sollte vermehrt, mit Nachdruck publiziert und an die Masse herangetragen werden. Spontan fällt für mich darunter: Tobias Wadenkas YouTube-Kanal, Racketmind, Vereinsentwicklungsseminare mit namhaften Referent*innen und auch Klassiker wie das Buch von Holger Hasse und Detlef Poste sowie Diemo Ruhnows Homepage ein.“ 

Szenarien:

In Deiner aktuellen Trainingsgruppe befinden sich zwölf 13-jährige Mädchen, was unternimmst Du, um sie nachhaltig an den Verein zu binden?
„Meiner Erfahrung nach steigen viele Mädchen in dem Alter aus, weil sie den Wettkampfdruck nicht mögen. Ich versuche Spaß an Training und Bewegung zu vermitteln und genau dafür suche ich Athletinnen. Weiter pflege ich einen engen Draht zu den Athletinnen und halte ihnen stets die Tür für einen Wiedereinstieg offen!“

Wenn Du einen Wunsch an Tobias Wadenka und Oliver Roth frei hast, welcher wäre das? 
„Der Wunsch an Oliver wäre, dass er nochmal zu uns nach Volkmarsdorf kommt. Dieses Mal machen wir dich fertig! Ein abschließendes Doppel gegen Tobi und Olli wäre auch ein nettes Geschenk!“

Stell Dir ein Leben ohne Badminton vor, wohin mit Deiner Begeisterung?
„Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, was ich dann mache. Badminton hat mich persönlich weiterentwickelt und treibt mich seit der Jugend wie ein Motor an! Wenn ich selbst kein Sport mehr machen kann, werde ich mir andere ehrenamtliche Aufgaben suchen, wie z.B. im Verband mitwirken.“

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National
news-2150Fri, 04 Dec 2020 09:47:55 +0000Thuc träumt von Parishttps://www.badminton.de/news/badminton/thuc-traeumt-von-paris/In unserer Serie "Smashing Stars" stellen wir die besten Nachwuchsspieler aus Deutschland vor. Heute por­t­rä­tie­ren wir die Hamburgerin Thuc Phuong Nguyen (17), die sich vor kurzem gemeinsam mit Matthias Kicklitz im Gemischten Doppel zur Jugend-Europameisterin krönte.badminton.de: Herzlichen Glückwunsch zur Goldmedaille bei der Jugend-EM. Ihr habt ein souveränes Turnier in Finnland gespielt. Nur das Halbfinale gegen das an Nummer eins gesetzte russische Duo war sehr knapp. Kannst du die entscheidende Phase im dritten Satz kurz zusammenfassen?
Thuc Phuong Nguyen: Zum Ende hin wurde ich noch mal richtig nervös. Die beiden Russen waren sehr gut im Drive-Bereich und haben es mir schwer gemacht, ins Spiel reinzukommen. Aber Matthias (Kicklitz; Anm. d. Red.) hat das sehr gut gemacht. Wir haben am Ende nur noch gekämpft und waren dann sehr froh, dass wir es gewonnen haben. 

badminton.de: Mit welchen Gefühlen seid ihr ins Endspiel gegangen? 
Nguyen: Natürlich waren wir nervös. Ich am meisten. Aber wir wussten, dass wir es schaffen können. Wir haben uns da gegenseitig unterstützt. 

Natürlich waren wir nervös. Ich am meisten.

Thuc Phuong Nguyen

badminton.de: Kannst Du uns einen Einblick in Dein aktuelles Trainingsumfeld geben?
Nguyen: Ich trainiere im Moment zwei Mal am Tag am Landesleistungszentrum in Hamburg mit den Trainern Ben Caldwell, Eric Pang und Yao Jie. Je einmal auf dem Court und einmal Athletik-Training. Meine Trainingspartner sind Jonathan Dresp, Kenneth Neumann, Matthias Kicklitz und Leona Michalski. 

badminton.de: Wie würdest Du dich selbst als Spielerin beschreiben, was sind Deine Stärken und Schwächen?
Nguyen: Ich denke, dass ich auf dem Feld die Ruhe bewahren kann. Jedoch werde ich in knappen Situationen oft sehr nervös und das kann man auch an meiner Spielweise dann sehen. 

badminton.de: Hast du dich mittlerweile auf die Doppeldisziplinen konzentriert? Einzel spielst du relativ wenig…
Nguyen: Ich hatte ein paar Probleme mit meinem Knie. Daraufhin habe ich beschlossen, bei der Jugend-EM in Finnland nur Doppel und Mixed zu spielen. Jedoch werde ich mich im Einzel wieder herantasten. 

badminton.de: Woran arbeitest Du gerade im Training?
Nguyen: Ich arbeite momentan an meiner Technik und im Athletikbereich. Im technischen Bereich machen wir gerade vor allem viel im Hinterfeld und am Netz. 
 

Ich will mich wieder an die Einzeldisziplin herantasten

Thuc Phuong Nguyen

badminton.de: Wie verändert sich Dein Trainingsplan aufgrund der Corona-Pandemie?
Nguyen: Wegen der Pandemie sind viele Turniere ausgefallen. Das gibt uns natürlich noch mehr Zeit an unseren Schwächen zu arbeiten. Bei mir betrifft das sowohl den mentalen als auch den technischen Bereich.

badminton.de: Wie konntest Du die vielen wettkampffreien Wochenenden nutzen?
Nguyen: Ich bin gerade in meiner Abiturphase, wo ich dann auch lernen muss. Ich besuche die 13. Klasse der Eliteschule des Sports Alter Teichweg, die sich direkt neben dem Badminton-Landesleistungszentrum befindet. Es gibt zwar kein Fach, wo ich besonders viel lernen muss, aber generell gibt es mehr Klausuren. Die freie Zeit konnte ich für's Lernen nutzen.

badminton.de: Wer sind Deine Vorbilder im Badminton?
Nguyen: Meine Vorbilder im Badminton sind Matthias Kicklitz und Weronika Krawiec. Im Weltklassebereich ist es Tai Tzu Ying. 

badminton.de: Welche Träume hegst Du für die Zukunft? 
Nguyen: Ich will erfolgreich bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris spielen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Thuc Phung Nguyen ist Mitglied des Perspektivkaders (PK) im DBV. In der 2. Bundesliga ist die 17-Jährige für den Hamburg-Horner TV im Einsatz. Gemeinsam mit ihrem Partner Matthias Kicklitz wurde Nguyen im finnischen Lahti U19-Europameisterin im Mixed. Zudem gewann sie mit Leona Michalski die Silbermedaille im Damendoppel.  2019 wurde sie mit dem Titel "Hamburger Sporttalent des Jahres" ausgezeichnet.

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National
news-2149Thu, 03 Dec 2020 09:53:42 +0000Skills fürs Leben: Was macht eigentlich Kira Kattenbeck?https://www.badminton.de/news/badminton/skills-fuers-leben-was-macht-eigentlich-kira-kattenbeck/Unter dem Motto „Skills fürs Leben durch Badminton – was macht eigentlich ...?“ stehen mehrere ehemalige Top-Spielerinnen und -spieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) im Fokus.Dieses Mal sprach Diemo Ruhnow, der leitende Bundestrainer Doppel/Mixed im DBV, mit Kira Kattenbeck, die zusammen mit Raphael Beck sensationell mit einem Sieg gegen das russische Weltklassepaar Durkin/Vislova bei den ersten European Games 2015 in Baku die Bronzemedaille gewann. Die studierte Psychologin absolviert zurzeit ihre Psychotherapeutenausbildung. Im Interview erzählt sie von den Herausforderungen und Perspektiven, die mit einer Karriere im Leistungssport verbunden sind.

Du hast Dich vor vier Jahren aus dem Leistungssport verabschiedet. Was hast du seitdem gemacht und wie hat sich dein Alltag verändert?
Kira Kattenbeck: Ich hab im Sommer 2017 mein Psychologiestudium mit dem Master abgeschlossen und mache aktuell meine Psychotherapeutenausbildung, eine Art Fachweiterbildung, die im Anschluss an Bachelor- und Masterstudium absolviert werden muss, um als Therapeut tätig sein zu können. Dort arbeite ich aktuell drei Tage die Woche in einer Akutpsychologie, d.h. mit stationären Patienten im Krankenhaus, und zwei Tage in der Ambulanz. Dort kommen die Patienten einmal die Woche hin und sind dann Patienten, die schon stabiler sind. 

Wie war das für dich, dein Studium hat ja eine hohe Eingangsvoraussetzung und gilt als überaus anspruchsvoll. Trotzdem hast du es sehr straff und mit sehr guten Noten durchgezogen – wie hast du das geschafft?
Kattenbeck: Ich hab schon gemerkt, dass die Noten im Master noch besser wurden, als ich es etwas entspannter angegangen habe. Letztendlich ist viel selbst Organisieren und Strukturieren von Nöten. Ich hatte aber auch das Glück, auf Leute zu treffen und Freunde zu haben, die das Thema Leistungssport verstehen und mir bei Klausuren und Studiumsinhalten geholfen haben, weil ich ja die Vorlesungen auch nicht so regelmäßig besuchen konnte. 

Generell geht man oft davon aus, dass sich das Studium durch den Leistungssport in die Länge zieht. Wie war das bei dir?
Kattenbeck: Ich hab es tatsächlich relativ straff durchgezogen, den Bachelor in Regelstudienzeit absolviert. Bedingt durch die Qualifikation für die European Games habe ich mir für den Master ein Jahr länger Zeit genommen. Ich weiß aber auch nicht, ob ich es nochmal unbedingt genauso machen würde.

Das heißt, wenn du jetzt zurückschaust, würdest du dir mehr Zeit lassen oder was würdest du anders machen?
Kattenbeck: Meine Überlegung war schon im Nachhinein, dass ich es etwas mehr strecken hätte können. Auf der anderen Seite bietet sich das bei anderen Studiengängen auch mehr an als bei Psychologie – je kleiner der Studiengang, desto schwieriger erschien es mir, individuelle Lösungen für Abwesenheiten oder die Streckung zu finden.

Was waren damals für dich die Gründe am Anfang deines Studiums, dies nicht zu machen?
Kattenbeck: Ich denke, ich hatte an mich einen hohen Anspruch und wäre nicht damit zufrieden gewesen, pro Semester nur ein oder zwei Veranstaltungen zu besuchen. Das hätte mir einfach nicht ausgereicht. Zusätzlich auch noch das Wissen im Hinterkopf, dass ich nach dem Studium noch eine Weiterbildung machen muss. Das hieß, ich wäre mindestens acht Jahre dabei, realistisch eher 10-12 Jahre.

Das heißt, es ist der Klassiker, dass man nach dem Studium noch eine Therapeutenausbildung absolviert?
Kattenbeck: Genau. Wenn man im klinischen Bereich arbeiten oder sich mit eigener Praxis niederlassen möchte, benötigte man diese Ausbildung und erhält im Anschluss die Approbation. Das ist vergleichbar mit dem Facharzt für Medizinstudenten, die diesen nach dem Studium noch oben drauf setzen müssen.

Wie war der Übergang nach dem Leistungssport für dich?
Kattenbeck: Es lagen noch Bewerbungen für Praktika an, weil die für mich und den Sport nicht vereinbar waren. Da sah ich anfangs schon eine kleine Hürde. Bekomme ich überhaupt einen Praktikumsplatz? Aber das war letztendlich gar kein Problem. Bei den Instituten kam dann schon das Thema Leistungssport auf, wo ich gerade für meinen Bereich als Therapeutin aber viel aus dem Sport mitnehmen oder übertragen kann. Zum Beispiel das Thema Selbstfürsorge, wann signalisiert mir mein Kopf oder Körper, dass ich eine Pause brauche und wie ich Ressourcen einteile. Dies wurde letztendlich als Bonus von den Instituten angesehen, weil die Therapeutenausbildung schon sehr belastend sein kann und ich durch den Leistungssport gewohnt war, Belastungen zu bewältigen. Ich glaube zudem, das Plus, wie man sich in so einem Gespräch verkauft, wie das eigene Auftreten ist, hat letztendlich zu den Zusagen geführt. 

Wenn du jetzt auf deine aktuelle Tätigkeit und deinen zukünftigen Beruf schaust, welche Qualitäten braucht es da und welche Erfahrungen aus dem Leistungssport kommen dir da zu Gute?
Kattenbeck: Weniger das fachliche natürlich, aber so Dinge wie Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das eigene Bauchgefühl, gepaart mit einer gewissen Stressresistenz, mit plötzlich auftretenden Faktoren und Belastungen umgehen zu können. Auch die Fähigkeiten, einen Perspektivwechsel unter Stress durchzuführen, natürlich auf einer anderen Ebene mit Patienten als mit Gegnern oder dem Doppelpartner.

Was ist denn aus deiner Sicht nötig, um erfolgreich Badminton Leistungssport zu betreiben? 
Kattenbeck: Ich glaube, zum einen braucht man das innere Vertrauen und den Glauben, dass man es schaffen kann. Zum anderen natürlich Durchhaltevermögen, einen langen Atem, weil dies nun mal kein Sprint ist, sondern ein Marathon. Da durchzuhalten bis sich eben der Erfolg einstellt, empfand ich als größte Hürde.

Denken wir nochmal ein bisschen weiter zurück. Junge Sportler*innen stehen oft vor der Entscheidung: Leistungssport oder Studium. Muss das aus deiner Sicht eine „Entweder-Oder“-Entscheidung sein? Welche Gedanken hast du dir damals gemacht?
Kattenbeck: Ich war ja in der Jugendzeit nicht die erfolgreichste Spielerin. Ich bin eher oben mitgeschwommen, aber ich wollte einfach schauen, wie weit ich kommen kann. Damals dachte ich: ‚wenn ich das jetzt nicht mache, werde ich es nie erfahren‘. Von daher wollte ich es probieren und auch schauen, bis zu welchem Punkt ich das mit dem Studium vereinbaren kann. Am Anfang nur eine Sache zu machen, wäre schon frustrierend für mich gewesen, weil man schon viel Lehrgeld bezahlt – und da tut oder tat es gut, neben dem Badminton ein zweites Standbein als Ausgleich zu haben.

Themawechsel. Oft hat man als Außenstehender auch im Vergleich zum Fußball oder Tennis das Bild, Badminton als Leistungssport ist wenig lukrativ. Lohnt es sich trotzdem diesen Weg einzuschlagen? Welche Förderungsmöglichkeiten konntest du nutzen, auch unter deinem Einstieg als „Nicht-Nr.1“-Jugendliche, die damals an den Bundesstützpunkt gewechselt ist?
Kattenbeck: Also ich muss sagen, wenn ich das im Freundeskreis mit normalen Studenten verglichen habe, war das beim Badminton deutlich besser – Sporthilfe, etwas Sponsoring und Bundesliga. Aktuell hat sich da ja gerade auch nochmal einiges getan, was Preisgeld, Sporthilfe und Bundeswehr angeht. Für mich war das damals finanziell sehr entspannt. Es hat zwar nicht gereicht, um große Summen zurückzulegen, aber verglichen mit meinem Einstiegsgehalt nach dem Studium in die Therapeutenausbildung war es auf jeden Fall deutlich besser.

Wenn du zurückschaust auf Dein Leben als Leistungssportlerin, was vermisst du am meisten? Auf welchen Moment schaust Du besonders gern zurück?
Kattenbeck: Ich glaube, den harten Trainingsalltag vermisse ich tatsächlich am wenigsten (lacht). Bei mir waren es definitiv die Turniere, vor allem die großen Events wie Europaspiele oder die Universiade - dort Menschen von überall her kennenzulernen, die eine ähnliche Denke haben. Besonders an die European Games in Baku blicke ich gern zurück. Für mich war das der größte Moment, weil es eben davor viele Rückschläge, viele Durststrecken gab und das auch so ein Signal und ein Boost für mich selber war. Besonders schön das auch mit Raphi [Anm. Raphael Beck] zusammen zu schaffen, wir haben ja seit U13 schon zusammengespielt. Das hatte nochmal einen besonderen emotionalen Wert. 

Mal angenommen, du wärst nochmal 18 Jahre alt und hättest nochmal die Wahl, würdest du es nochmal so machen? 
Kattenbeck: Auf jeden Fall nochmal! Dieter hat es auch in seinem Interview gesagt, es ist letztendlich so eine Art Lebensschule. Man nimmt so viel mit und formt den Charakter, lernt Selbstdisziplin, Entscheidungen – auch unangenehme – treffen zu können und zu müssen. Man muss natürlich auf einiges Verzichten, aber das ganze Drumherum wiegt es auf. 

Welchen Rat würdest du jungen Talenten geben, die vor der gleichen Entscheidung stehen?
Kattenbeck: Geduld mitzubringen und sich - gerade am Anfang - auch die Zeit zu nehmen, um es auszuprobieren und zu spüren, ob es das ist, was ich machen möchte. Das Ganze in dieser Phase auch mit der Doppelbelastung Studium – Leistungssport entspannter anzugehen, ohne dabei zu vergessen, sich auf jeden Fall ein zweites Standbein aufzubauen.

Vielen Dank und viel Erfolg auf Deinem weiteren Weg!

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Interview
news-2147Mon, 30 Nov 2020 11:45:00 +0000Sporthilfe-Studie: Deutsche Athleten haben Nachholbedarf bei Nutzung von Social Mediahttps://www.badminton.de/news/badminton/sporthilfe-studie-deutsche-athleten-haben-nachholbedarf-bei-nutzung-von-social-media/Befragung von Deutscher Sporthilfe in Zusammenarbeit mit LOBECO mit über 1.300 geförderten Athleten identifiziert Instagram als Plattform Nummer eins / Sporthilfe führt neue Social-Media-Webinare ein.Deutschlands Spitzen- und Nachwuchsathleten wissen um die große Bedeutung von Social Media für ihr Dasein als Leistungssportler, haben häufig aber noch Nachholbedarf beim richtigen und effizienten Umgang mit den Plattformen. In einer Online-Befragung von Deutscher Sporthilfe und der Münchner Social-Media-Beratungsagentur LOBECO gibt fast die Hälfte der Befragten an, Social Media spiele in ihrem Alltag als Spitzensportler eine sehr große oder große Rolle (46 Prozent). Nur für jeden Sechsten (16 Prozent) sind Instagram, Facebook und Co weniger wichtig. 

Aus Sicht der Athleten sind die digitalen Kommunikationskanäle vor allem für Sponsoring und die Einbindung von Partnern (82 Prozent), für die Eigen-PR und Imagebildung (80 Prozent) sowie für die Steigerung der öffentlichen Bekanntheit (73 Prozent) relevant. Auch die Promotion ihrer (Nischen-)Sportart ist vielen wichtig oder sehr wichtig (81 Prozent). 

Als größte Herausforderung geben 51 Prozent der Befragten das Zeitmanagement zur Pflege der Kanäle neben dem täglichen Training an. 40 Prozent sehen die Integration von Partnern und Sponsoren bzw. die Vermarktung in Social Media als Herausforderung; ebenfalls 40 Prozent empfinden die Produktion und Erstellung von Inhalten als schwierig. Dazu passt auch, dass viele geförderte Athleten Nachholbedarf bei ihrem persönlichen Know-how sehen: Mit Ausnahme von Instagram (55 Prozent verfügen hier über hohe Kenntnisse) bestehen auf den anderen Plattformen bestenfalls Standard-Kenntnisse. 

Thomas Berlemann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe: „Social Media gehört für Spitzen- und Nachwuchsathleten längst zum Alltag, sei es zur Kommunikation mit Fans und Öffentlichkeit oder zum Aufbau einer eigenen Marke. Das Wissen über die vielfältigen Plattformen und ihre Nutzung hinkt allerdings bei vielen noch hinterher – darauf haben wir als Sporthilfe reagiert und stehen unseren geförderten Athleten mit neuen Förderangeboten mit Rat und Tat zur Seite, geben Hilfe zur Selbsthilfe. Letztlich aber profitieren wir als Sporthilfe auch von starken Social-Media Auftritten unserer geförderten Athleten.“ 

Instagram beliebteste Plattform 

Instagram ist die von den deutschen Athleten mit Abstand meistgenutzte Plattform. 92 Prozent verfügen dort über ein öffentliches Profil, 84 Prozent nutzen das Netzwerk täglich. Die große Mehrheit hat weniger als 5.000 Follower (87 Prozent), lediglich 6 Prozent wissen mehr als 10.000 Follower hinter sich. Dahinter rangiert Facebook, wo 58 Prozent über ein öffentliches Profil verfügen, das aber nur von etwa jedem Vierten (26 Prozent) auch täglich genutzt wird. Noch recht stark vertreten sind auch öffentliche Profile bei Snapchat (27 Prozent) und YouTube (11 Prozent). Nur 3 Prozent verfügen über ein Profil bei TikTok. 

Lorenz Beringer, Gründer und CEO von LOBECO: „Leistungssportler(innen) sind Vorbilder für die ganze Gesellschaft, gleichzeitig verfügen zahlreiche Sportarten nicht mehr über die klassischen medialen Reichweiten wie noch vor einigen Jahren. Daher wird es immer wichtiger, sich als Athlet(in) über die relevanten Social-Media-Plattformen zu inszenieren, darüber eine eigene Fan-Community aufzubauen und sich letztlich als eigene Marke für die gezielte Vermarktung mit integrierten Sponsoringinhalten auf den Kanälen aufzustellen.“ 

Karla Borger, Beachvolleyball-Nationalspielerin und WM-Zweite 2013: „Social Media ist für Athleten aus Sportarten, die nicht ständig in den Medien präsent sind, sehr wichtig geworden und wird meiner Meinung nach auch noch größere Bedeutung bekommen. Wir können so einfach und unkompliziert in Kontakt mit unseren Fans und der Öffentlichkeit treten und haben zudem eine Plattform, die wir unseren Partnern und Sponsoren bieten können. Die neuen Angebote der Sporthilfe im Bereich Social Media sind daher nicht nur am Puls der Zeit, sondern eine weitere essenzielle Unterstützung für uns Sportler.“ 

Für die Studie befragten Deutsche Sporthilfe und LOBECO im Frühjahr 2020 über 1.300 geförderte Athleten aus mehr als 50 Sportarten. Auf Basis der Studienergebnisse ein modulares Schulungskonzept aufgesetzt, in dem in praxisorientierten Digitalsessions notwendiges Wissen über Plattformen und Trends anwendungsorientiert vermittelt wird. Durchgeführt werden die Webinare, die für die Athleten auch als Video-on-demand zur Verfügung stehen, von Experten von LOBECO. Die Agentur berät die Sporthilfe in strategischen Fragen rund um Social Media. Sie beschäftigt in München, Shanghai und Zürich rund 85 Mitarbeiter und arbeitet u.a. für den FC Bayern München, den Deutschen Ski-Verband, die DFL Stiftung, Paulaner und die CSU.

Ausführlichere Studienergebnisse inklusive Grafiken können hier eingesehen werden.

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Sportpolitik
news-2146Tue, 24 Nov 2020 13:18:02 +0000Lamsfuß/Herttrich auf Rang zwei im World Tour-Rankinghttps://www.badminton.de/news/badminton/lamsfuss-herttrich-auf-rang-2-im-world-tour-ranking/Das Mixed Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich springt nach dem Titel bei den Denmark Open (Super 750) im HSBC World Tour Ranking auf den zweiten Platz. Die erstmalige Qualifikation für das große Finale in Thailand ist für die beiden Deutschen damit zum Greifen nah.Die besten acht Badmintonspieler des Jahres - in allen Disziplinen - werden vom 27. bis 31. Januar 2021 bei den HSBC BWF World Tour Finals 2020 in Bangkok (Thailand) um die Titel kämpfen. Das DBV-Mixed Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich liegt aktuell auf dem zweiten Platz der Jahreswertung. Führende mit knapp 6.000 Punkten Vorsprung sind die Briten Marcus Ellis und Lauren Smith.

"Die Chance an den HSBC World Tour Finals teilnehmen zu können, ist größer denn je. Unser Sieg in Dänemark hat uns einen großen Sprung nach vorne gebracht. Natürlich kann sich durch die beiden Turniere der Kategorie Super 1000 noch einiges verschieben. Aber wir haben weiterhin gut trainiert und glauben daran, dass wir auch im Januar eine sehr gute Leistung auf's Feld bringen können, um noch die nötige Punkte sammeln zu können", spricht Isabel Herttrich gegenüber badminton.de.

Es geht um 1,5 Mio. Dollar Preisgeld 

Punkte sammeln kann man noch bei zwei ausstehenden Turnieren in Thailand. Im Januar finden die YONEX Thailand Open (Super 1000) und TOYOTA Thailand Open (Super 1000). Hier wird um jeweils 1 Mio. Dollar Preisgeld gespielt. Beim großen Finale geht es anschließend um 1,5 Mio. Dollar.

"Es ist unser fester Plan die Turniere im Januar in Asien zu spielen. Noch sind einige Rahmenbedingungen unklar, zum Beispiel wie weit im Voraus wir dort anreisen müssen, um die Quarantäne-Zeiten einzuhalten. Aber wenn die Turniere stattfinden, werden wir am Start sein."

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International
news-2145Mon, 23 Nov 2020 19:39:50 +0000"Uns fehlt es an Geschmeidigkeit und Kreativität"https://www.badminton.de/news/badminton/uns-fehlt-es-an-geschmeidigkeit-und-kreativitaet/Christoph Schnaase blieb fast nichts anderes übrig als Badmintonspieler zu werden. Da seine gesamte Familie badmintonbegeistert ist - sein Vater Michael ist mehrfacher Deutscher Einzelmeister - war die Sportwahl besiegelt.Im Alter von sechs Jahren lernte er den mehrfach Deutschen Meister Marc Zwiebler kennen, was seine Begeisterung für den Sport bestärkte. Schon in jungen Jahren fuhr Christoph auf Turniere und lebte den Sport mit Haut und Haar.

Im Interview mit badminton.de erzählt Christoph von zwei besonders prägenden Erlebnissen in seiner Trainer- und Spielerlaufbahn: Ein Trainingslager in Indonesien, aus dem er verschiedene Rückschlüsse als noch aktiver Spieler ziehen konnte. In Indonesien wird im Badminton zuerst Widerstandfähigkeit geschult, danach Spielwitz, Kreativität und Spaß. Die Leidenschaft mit der Badminton in Indonesien gespielt und geschaut wird ist laut Schnaase unvergleichlich. Der Mix aus Spaß, Instinkt und Kreativität mache den "Indostil" aus.

Der zweite Meilenstein stellt die Betreuung und Unterstützung der eigenen Schwester Karin Schnaase dar. Hier konnte Christoph eine Vielzahl an Erkenntnissen und Erfahrungen für seine Trainerkarriere machen. Er lernte, wie man einer Sportlerin helfen kann, sich den Traum von Olympia zu erfüllen. Dies erfordert Hilfe, Unterstützung und Begleitung auf vielen verschiedenen Ebenen. Tiefere Einblicke und Information rund um Christoph Schnaase sind im folgenden Interview dargestellt. 

Christoph, wieso ist Badminton die geilste Sportart für Dich?
„Badminton sehe ich als Kampfkunst an, auch ohne körperlichen Vollkontakt. Die Bandbreite im Badminton mit unterschiedlichsten Bewegungselementen ist enorm. Im Hinterfeld Smashhärte entwickeln „wie mit einem Hammer in der Hand“, um im Anschluss am Netz den Ball so fein zum Trudeln zu bringen „als würde man mit Stäbchen essen“.

Warum bist Du Trainer? Was bedeutet die Tätigkeit für Dich? 
„Ich möchte den Sportler*Innen dabei helfen, dass sie ihr innewohnendes Potential zur Entfaltung bringen können, sich dabei erfreuen und sie idealerweise ihre Träume im Leistungssport verwirklichen können. Dabei möchte ich meine Erfahrungen, die ich im Leben mit Leistungssport gemacht habe, weitergeben.“

Wer hat Dich geprägt als Trainer? Hast Du ein Vorbild?
„Zunächst mein Vater Michael und Rachmat Hidayat. Rachmat inspiriert mich auch heute noch sehr. Später dann strukturell Holger Hasse, Detlef Poste und aktuell sehr intensiv Xu Yan Wang. Außerdem ist John Dinesen enorm inspirierend für mich.“

Gibt es drei Dinge, die Du als Trainer über Dich als Mensch selbst lernst bzw. gelernt hast?
„Ich habe gelernt, Organisation und Struktur innerhalb eines Systems zu wahren. Ebenfalls habe ich ein Bewusstsein als Leader einer Gruppe entwickelt und meine Selbstreflexion verbessert. Vor allem die Analyse meiner Außenwirkung versus was ich tatsächlich alles kann, hat mir hierbei geholfen.“

Auf welchem Gebiet bist Du Experte?
„Ich versuche mein Bestes zu geben. Ob es zur Expertise reicht müssten andere bewerten.“

Was macht Dein Training aus?
„Ich versuche es kreativ zu gestalten, lasse Raum für Improvisierungen innerhalb eines groben Plans. Lauftechnische und laufrhythmische Elemente bilden das Fundament und wird man bei mir immer finden. Die Herausforderung besteht für mich aber letztendlich in der Veredlung bzw. der Harmonisierung von Lauf und Schlagtechnik in Abhängigkeit von der taktischen Spielsituation. Ebenfalls möchte ich ein Bewusstsein dafür schaffen, dass das Training nicht nur in der Badmintonhalle, sondern auch in der Freizeit passiert.“

Welcher Rat/Tipp hat dir in Deiner Karriere am meisten geholfen? 
“Ein guter Freund von mir gab mir folgende Frage mit auf den Weg: How to be good?“ 

Welchen Hinweis/Tipp möchtest Du allen Trainer*innen in Badminton-Deutschland mitgeben? 
„Ab und zu auch mal zurückzutreten und das eigene Ego hinten anstellen. Der Fokus und Blick eines Coaches sollten stets der Gruppe gehören.“

Was ist deine Geheimwaffe, um Athleten zu motivieren?
„Eine enge, persönliche Bindung zu den Athleten*innen. Desto tiefer und detaillierter, desto besser!“ 

Was war deine emotionalste Erfahrung als Trainerin bisher?
„Mit meiner Schwester Karin hatte ich, bedingt durch unsere enge Bindung, sehr viele emotionale Momente. Mit am stärksten ist mir das Finale bei den Swedish International in Erinnerung geblieben. Hier spielte Karin gegen ihre unmittelbare Mitkonkurrentin um die Olympiateilnahme Olga Roj (geb. Konon). Nach einem hart umkämpften Spiel gewann Karin knapp im dritten Satz. Das war psychologisch ein vorentscheidener Sieg auf dem harten Weg Richtung Rio 2016. Danach bin ich aufgesprungen und aus der Halle gerannt, wusste nicht wohin mit meinen Emotionen.“

„Deutscher Mannschaftsmeister 2014 mit dem Heimatverein SC Union 08 Lüdinghausen in eigener, aus allen Nähten platzender Halle war natürlich auch ein Highlight.“

Visionen

Was passiert bei Euch zurzeit? Vision für Deine Struktur?
„Am Bundesstützpunkt wollen wir Athleten*innen entwickeln, die später Medaillen auf den großen Turnieren gewinnen können. Aktuell arbeiten wir gemeinsam für die Olympia-Qualifikation unserer Athleten*innen.“ 

Was fehlt Deiner Meinung nach in Deutschland, um langfristig mehr Spieler*innen in die internationale Spitze zu führen?!
„Das Trainingsalter unserer Konkurrenten*innen ist oft deutlich höher als das unser Athlet*innen. Das Problem liegt hier meiner Meinung nach am fehlenden, frühen Commitment und dezentralen Trainingsangeboten in niedrigeren Altersklassen. Daher brauchen wir auch Geduld und das Bewusstsein, erst im späteren Alter den Leistungshöhepunkt zu erreichen.“

„Wir brauchen VorBILDER, müssen uns Inspirationen aus Badminton-Mationen holen, die voller Euphorie und Leidenschaft für den Sport leben und diese Emotionen für den Sport auf uns wirken lassen und eigene Träume entwickeln.“  

„Am indonesischen Spiel gefällt mir die Geschmeidigkeit und Kreativität sehr. Ich denke auf diesen Gebieten können wir noch sehr viel lernen.“

Szenarien:

Du trainierst spontan eine Kindergartengruppe mit 30 Teilnehmern, die keine Badminton-Erfahrung haben, was tust Du?
„In der Sportstunde wird gerannt, getobt, kreativ gearbeitet und spielerisch erlernt.“ 

Marvin Seidel fragt bei Dir Individualtraining an, fühlst du Dich bereit oder was fehlt Dir noch?
„Ich bin bereit!“

Du beschließt von heute auf morgen den Trainerberuf hinzuschmeißen, was machst Du stattdessen?
„Das kommt für mich nicht in Frage, denn der Berufszweig Trainer fasziniert und erfüllt mich. Ich möchte einen Beruf ausüben, der von Nützlichkeit und Bedeutung ist. Im Trainerberuf finde ich diese Werte wieder.
Sollte aber mal tatsächlich der Moment kommen, dann wird mir auf jeden Fall nicht langweilig.
Wahrscheinlich würde ich einen Job suchen, der sehr naturverbunden ist und nicht mehr in der Halle stattfindet.“ 

Lebenslauf & Trainerverlauf:

1982 Geburt
2003 Abitur
2003 Zivildienst & erste schwere Knieverletzung
2004 Start Sportwissenschaftsstudium - parallel Trainer
2005 Autounfall, Ende der aktiven Leistungskarriere 
2006 Orientierung Richtung Trainer 
2012 B-Trainer – viele Hospitationen in Mühlheim an der Ruhr
2013 - 2016 Heimtrainer von Karin Schnaase (DBV-Minijobanstellung)
2014 A-Trainer Abschluss
2016 - 2018 Hauptamtlicher Trainer in Lüdinghausen
Seit 1.1.18 am BSP ¾ Stelle als Bundestrainer

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National
news-2136Fri, 20 Nov 2020 10:44:00 +0000Para-Badminton: Online-Seminar am 24.11.2020https://www.badminton.de/news/badminton/para-badminton-online-seminar-am-24112020/In Kooperation mit dem BRSNW e.V. findet am 24.11.20 um 18:00 Uhr ein Online-Seminar zum Thema „Einstieg ins Para-Badminton“ statt. Gemeinsam mit Talentscoutin Lina Neumair (BRSNW) informieren euch Carolin Ruth, DBV-Leistungssportreferentin Para-Badminton und Christopher Skrzeba, DBV Chef-Bundestrainer Para-Badminton.Die Teilnahme ist kostenlos, eingeladen sind alle Sportler*innen, Trainer*innen, Vereinsvertreter*innen und Interessierte.

  • Wo kann ich als Para-Sportler*in Badminton spielen? 
  • Was können wir als Verein tun, um Para-Sportler*in zu trainieren? 
  • Wie kann ich als Trainer mehr über den Sport erfahren?

Aus diese und viele weitere Fragen gibt es Antworten.

Zur Anmeldung genügt eine kurze Mail an: neumair(at)brsnw.de.

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National
news-2144Wed, 18 Nov 2020 10:20:00 +0000EM-Qualifikationsturnier fällt aushttps://www.badminton.de/news/badminton/em-qualifikationsturnier-faellt-aus/Das für Mitte Dezember in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) geplante Qualifikationsturnier der („deutschen“) Gruppe 4 für die Endrunde um die Mixed-Team-Europameisterschaft 2021 fällt aus: Nachdem im Oktober bereits die Isle of Man aufgrund der Corona-Pandemie ihre Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt hatte, zogen Mitte November auch die weiteren Gegner der deutschen Mannschaft – Bulgarien und Slowenien – deshalb zurück. Das Event in der Anhalt-Arena in Dessau, einem Stadtteil der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau, wäre vom 10. bis zum 12. Dezember nach dem Modus „jeder gegen jeden“ ausgetragen worden. Dabei hätte einzig der Turniergewinner das Ticket für die EM-Endrunde im kommenden Jahr im finnischen Vantaa (16. bis 20. Februar) gelöst.  

An der Endrunde um die Mixed-Team-EM 2021 dürfen insgesamt acht Mannschaften teilnehmen, wobei Dänemark als Titelverteidiger und Finnland als Gastgeber automatisch über einen Startplatz verfügen. Die übrigen sechs Teams müssen sich das Ticket für den Wettbewerb um die EM-Medaillen regulär im Rahmen von Qualifikationsturnieren erspielen, die im Zeitraum 9. bis 12. Dezember 2020 an sechs Orten in Europa durchgeführt werden sollten. 

Prinzipiell haben im Zusammenhang mit dem Qualifikationsturnieren jene Teams, die aufgrund ihrer guten Platzierung in der Weltrangliste einen Setzplatz zugesprochen bekamen, Heimrecht. Dies betrifft England (Setzplatz 1), Russland (Setzplatz 2), die Niederlande (Setzplatz 3), Frankreich (Setzplatz 5), Spanien (Setzplatz 6) und eben Deutschland (Setzplatz 4). Anders als mehrere andere Nationen nahm Deutschland das Heimrecht auch wahr.  

Die Verantwortlichen im Deutschen Badminton-Verband (DBV) übertrugen die Ausrichtung des Qualifikationsturniers Heinz Bußmann von Advantage Event Projekte (AEP) aus Delmenhorst, der bereits weit mehr als 100 Länderspiele für den DBV federführend organisiert hat. Als Kooperationspartner in Dessau hätte ihm Ralph Hirsch vom Verein Anhalt Sport zur Seite gestanden, der über umfangreiche Erfahrungen bei der Ausrichtung von Badminton-Länderspielen in Dessau verfügt.

„Nach der Absage der Isle of Man haben wir zeitnah ein Konzept erarbeitet, wie wir das Turnier auch mit nur drei Mannschaften und an lediglich zwei Veranstaltungstagen in einem attraktiven Format durchführen können. Ursprünglich waren drei Tage mit je zwei Länderspielen vorgesehen. Die Reduzierung um einen Tag hätte u. a. für die drei teilnehmenden Teams eine Kostenersparnis bedeutet“, erläutert Heinz Bußmann. 

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz ergänzt: „Wir haben in den vergangenen Wochen immer wieder alle relevanten Fakten mit den Verantwortlichen aufseiten des Ausrichters und der Stadt Dessau-Roßlau geprüft und wären in der Lage gewesen, das Turnier unter Berücksichtigung eines umfangreichen Hygiene- und Sicherheitskonzeptes durchzuführen. Daher sind wir schon etwas enttäuscht, dass nun alle Mannschaften ihre Teilnahme abgesagt haben. Aber die Gründe dafür sind natürlich nachvollziehbar.“ 

Neben dem Qualifikationsturnier der Gruppe 4 fällt auch jenes der Gruppe 5, das Frankreich ausgerichtet hätte, aus. Die übrigen vier Veranstaltungen finden – so der aktuelle Stand – statt. Welche Mannschaften aus den Gruppen 4 und 5 nun an der EM-Endrunde in Finnland teilnehmen dürfen, entscheidet sich vermutlich erst nach den Qualifikationsturnieren im Dezember: Ein vom europäischen Badminton-Verband Badminton Europe Confederation (BEC) eingesetztes Gremium wird sich mit der Vergabe dieser EM-Tickets befassen.

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International
news-2091Wed, 18 Nov 2020 08:27:00 +0000DBV neu auf Instagramhttps://www.badminton.de/news/badminton/dbv-neu-auf-instagram/Der DBV ist nun auf Instagram. Zum Start der Denmark Open und dem damit verbundenen Badminton-Comeback nach über sieben Monaten Corona-Zwangspause, präsentiert sich der DBV neu auf Instagram. Aktuelle News des DBV gibt es aber auch auf Facebook und Twitter.Auf dem Kanal @dbv_badminton berichtet der DBV ab sofort über die internationalen Turnier-Einsätze der DBV-Kaderathleten sowie in Zukunft über viele weitere Aktivitäten. Mit der neuen Präsenz will man auch eine jüngere und internationalere Zielgruppe erreichen. 

Der DBV informiert über Facebook, Instagram, Twitter und YouTube auf mehreren Kanälen über seine Aktivitäten – ob Nationalmannschaft, Bundesliga, Para-Badminton, Bildung oder andere DBV-Themen.

Instagram ist das Netzwerk mit dem höchsten Engagement nach Facebook. Von einer Milliarde monatlich aktiver Nutzer der Instagram-App sind 71 % unter 35 Jahre alt.

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National
news-2143Tue, 17 Nov 2020 10:02:48 +0000Ausschreibung zur Bewerbung um die Ausrichtung von DBV-RLT O19 2021/2022https://www.badminton.de/news/badminton/ausschreibung-zur-bewerbung-um-die-ausrichtung-von-dbv-ranglistenturnieren-o19-spielsaison-2021-2022/Der Deutsche Badminton-Verband e.V. schreibt folgende DBV-Veranstaltungen zur Bewerbung um die Ausrichtung aus.
  • 2. DBV-Ranglistenturnier 2021 der Altersklasse O19 (13. August - 15. August 2021)
  • 3. DBV-Ranglistenturnier 2021 der Altersklasse O19 (17. September - 19. September 2021)
  • 4. DBV-Ranglistenturnier 2021 der Altersklasse O19 (12. November - 14. November 2021
  • 1. DBV-Ranglistenturnier 2022 der Altersklasse O19 (01. April - 03. April 2022)
  • Für die Bewerbungen gelten folgende Voraussetzungen:

    1. Die jeweilige Naturfederballmarke und -sorte bestimmt der DBV. Der Ausrichter hat ein Vorschlagsrecht. Dieses Vorschlagsrecht ist auf diejenigen Naturfederballmarken/-sorten beschränkt, die vom DBV-Präsidium im Mai 2021 zur Benutzung bei DBV-Veranstaltungen in der Saison 2021/2022 bestimmt werden.

    2. Die Werbung für die jeweilige Veranstaltung obliegt dem Ausrichter. Die Werbung mit der Veranstaltung, insbesondere die Nutzung der Werberechte und Werbemöglichkeiten, ist dem Veranstalter vorbehalten. Die Übertragung der Werberechte und Werbemöglichkeiten wird im Ausrichtervertrag geregelt.

    3. Der jeweiligen Bewerbung sind beizufügen:
    a) befürwortende Stellungnahme des betreffenden Badminton-Landesverbandes; b) Hallennutzungsvereinbarung/-genehmigung.
    4. Es ist vorab sicherzustellen, dass eine ausreichende Hotelkapazität nicht durch evtl. stattfindende Großveranstaltungen (z. B. Messen) eingeschränkt wird.
    5. Der Mustervertrag zu den o. g. Veranstaltungen sowie das aktuelle Bewerbungsformular stehen auf der DBV-Website zum Download bereit.

    Näheres über Teilnehmer und Durchführung kann bei Bernd Mohaupt, Referatsleiter Spielbetrieb O19 im Ausschuss für Wettkampfsport, erfragt werden.

    Bewerbungen zur Ausrichtung der vorstehenden DBV-Veranstaltungen sind schriftlich, ausschließlich unter Verwendung des aktuellen Bewerbungsformulars, bis zum 15. Januar 2021 (Posteingang) an die Geschäftsstelle des DBV zu richten inkl. der unter 3a) und b) genannten Nachweise. Anderweitig eingehende Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden.

    Nach § 23 Absatz 3 der DBV-Satzung in der zurzeit gültigen Fassung erfolgt die Vergabe dieser DBV- Veranstaltungen auf Vorschlag des Verbandsausschusses für Wettkampfsport durch das DBV-Präsidium.

    Bernd Mohaupt/Referatsleiter

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    Amtliche Nachrichten
    news-2141Tue, 10 Nov 2020 10:09:20 +0000Yvonne Li: Es gibt noch viel zu lernenhttps://www.badminton.de/news/badminton/yvonne-li/Im Oktober konnte Nationalspielerin Yvonne Li mit starken Leistungen glänzen: bei den Denmark Open in Odense erreichte die 22-Jährige erstmals das Halbfinale eines Super 750-Turniers und nur wenige Wochen später stand Li bei den SaarLorLux Open sogar im Endspiel.Gegenüber der Badminton World Federation (BWF) erzählte die gebürtige Hamburgerin über ihre Kindheit, das Leben im Lockdown, prägende Duelle gegen Weltstars wie Carolina Marin und Tai Tzu Ying sowie über ihre aktuelle Form.

    Eine Badminton-Familie

    Mein Vater hat gerne Badminton gespielt. Er hat sich sehr viel von anderen abgeschaut und mir dann beigebracht. Er war in den ersten Jahren meiner Karriere mein Trainer. Ich habe einen älteren Bruder, wir haben viel zusammen gespielt.

    Wir sind sozusagen eine Familie von Badminton-Verrückten. Sogar im Urlaub spielen wir zusammen. Auch wenn ich jetzt professionell spiele, spiele ich immer noch gerne aus Spaß mit meinen Freunden, wenn ich daheim bin. Überhaupt ist Badminton zuhause immer ein großes Thema.

    Musik und backen

    Ich habe früher Klavier gespielt - aber ich konnte dafür nie eine so große Leidenschaft wie für den Badmintonsport entwickeln. Es war auch irgendwie langweilig. Aber heute bin ich glücklich, dass ich Klavierspielen kann. Wenn ich Zeit habe, koche und backe ich auch gerne.

    Aufgrund der Corona-Pandemie sind fast alle Turniere ausgefallen. Das ist wohl das Schlimmste für Badminton-Spieler, wenn man keine Wettkämpfe bestreiten kann. Aber für mein Studium war die Situation ganz nützlich, weil man alles online machen kann. Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen und bin im vierten Jahr. Aber es wird bei mir länger dauern als üblich, denn Badminton ist mein Hauptfokus.

    Der Kampf um Konstanz

    Im Jahr 2019 hatte ich meinen internationalen Durchbruch und konnte erstmals die Top-40 der BWF-Weltrangliste erreichen. Aber im (geplanten; Anm. d. Red.) Olympia-Jahr lief es dann nicht rund. Ich konnte zwar mein Ranking halten, aber hatte keine guten Turnierergebnisse. Dabei wäre es wichtig, den nächsten Schritt in Richtung Top-30 zu machen, um bei Super 750 und Super 1000-Turnieren dabei zu sein. Im Moment bin ich so auf der Kippe und weiß erst drei Tage vor dem Turnier, ob ich dabei bin oder nicht.

    Ich muss an meiner Geschwindigkeit arbeiten - und an der Konstanz in meinen Schlägen. Gegen sehr gute Spieler dauern die Ballwechsel mindestens acht oder neun Schläge. Gegen diese Gegner bekommt keine einfachen Punkte mehr.

    Gegen Tai Tzu Ying bei den French Open 2019

    Der Anfang des Spiels war hart für mich, weil ich nicht wußte, was zu tun ist. Sie hat mich ständig getäuscht. Ich war überrascht, in welchem gemächlichen Tempo Tai Tzu Ying gespielt gespielt hat. Aber das ist ihr Spiel. Sie hatte es damit leicht gegen mich. Dann habe ich versucht, das Tempo zu erhöhen und aggressiver zu spielen. Ich konnte so einige Punkte landen und sie schien über den Tempowechsel sehr überrascht zu sein. Im dritten Satz konnte ich noch bis zum Intervall mithalten, dann zog sie davon. 

    Ich hätte gerne mehr Möglichkeiten gegen Spielerinnen wie Tai Tzu Ying anzutreten.

    Leben im Lockdown

    Wir hatten in Deutschland nur fünf Wochen Trainingspause. Danach konnten einige von uns wieder am Stützpunkt trainieren. Es war am Anfang auch einmal ganz angenehm, das Wochenende frei zu haben und keine Turniere zu spielen.

    Dann zog ich mir eine Knieverletzung zu. Es ist nichts schlimmes, aber dennoch ärgerlich, weil man nicht richtig trainieren kann.

    Halbfinale in Dänemark

    Ich denke, ich bin etwas reifer geworden. Aber es gibt immer noch die Phasen in meinem Spiel, wo ich vier bis fünf einfache Fehler mache. Das stört mich sehr. Ich arbeite hart daran, dass mir das in Zukunft nicht mehr passiert. 

    Ich hatte zuvor noch nie gegen Carolina Marin gespielt, aber viele Videos von ihr gesehen. Das Wichtigste gegen sie ist, dass man schnell auf den Beinen ist, um ihr Tempo mitgehen zu können. Sie ist schnell und aggressiv. Ich habe kaum die Möglichkeit, gegen Spielerinnen auf diesem Level zu spielen. Ich muss auch am Netz sicherer werden.

    Es war frustrierend, dass die meisten meiner erzielten Punkte nur aufgrund ihrer Fehler zustande kamen. Auf dem Level bin ich noch nicht. Man kann viel aus so einem Spiel mitnehmen. Es gibt noch so viel zu lernen.

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    National
    news-2140Sat, 07 Nov 2020 15:18:44 +0000U19-EM: Goldmedaille für Deutschlandhttps://www.badminton.de/news/badminton/goldmedaille-fuer-deutschland/Matthias Kicklitz und Thuc Phuong Nguyen (Blau-Weiss Wittorf/Hamburg-Horner TV) haben sich zu Jugend-Europameistern im Mixed gekürt. Der 18-Jährige und seine ein Jahr jüngere Spielpartnerin bezwangen bei den U19-Europameisterschaften 2020 im Endspiel am Samstag als Nummer vier der Setzliste die Schweden Gustav Björkler/Edith Urell mit 21:19, 21:19, die als ungesetzte Paarung ins Finale eingezogen waren. „Das war eine unheimlich starke Leistung des Mixed“, meinte Dr. Dirk Nötzel, der Bundestrainer Jugend im Deutschen Badminton-Verband (DBV). 

    Thuc Phuong Nguyen holte zudem im Damendoppel EM-Silber: An der Seite der 18 Jahre alten Leona Michalski (TV Refrath) musste sie sich erst im Endspiel den top-notierten Russinnen Anastasiia Boiarun/Alena Iakovleva geschlagen geben (12:21, 19:21). Die Bundeskaderathletinnen des DBV hatten als ungesetztes Duo das Finale erreicht. „Es ist überaus erfreulich, dass das Damendoppel im Endspiel stand. Es hat seine Chance hervorragend genutzt“, so der Bundestrainer Jugend im DBV. 

    Insgesamt vier Medaillen für Deutschland

    Bereits tags zuvor durften sich Matthias Kicklitz (Setzplatz 4) im Herreneinzel und Kilian Ming-Zhe Maurer/Matthias Schnabel (beide ESV Flügelrad Nürnberg; Setzplatz 6) im Herrendoppel – als Halbfinalteilnehmer – über den Gewinn der Bronzemedaille freuen. Dabei verlor Matthias Kicklitz gegen keinen geringeren als den späteren Europameister, den topgesetzten Franzosen Christo Popov aus Frankreich.

    Unsere Spielerinnen und Spieler haben bei dieser Jugend-EM herausragende Leistungen gezeigt

    Dirk Nötzel

    Mit insgesamt viermal Edelmetall erwies sich Deutschland bei den diesjährigen Titelkämpfen der Unter-19-Jährigen hinter Russland, das ebenfalls vier Medaillen holte (zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze), als die zweiterfolgreichste Nation im Individualwettbewerb.

    „Mit vier Halbfinalteilnahmen und am Ende einer Goldmedaille, einer Silbermedaille und zweimal Bronze haben unsere Spielerinnen und Spieler herausragende Leistungen gezeigt. Alle haben ihr höchstes Level erreichen können – und das in dieser Corona-Zeit“, sagte Dr. Dirk Nötzel angetan.

    Titelgewinn zuletzt im Jahr 2015

    Bei U19-Europameisterschaften ging zuvor zuletzt im Jahr 2015 ein Titel an Deutschland: Bei der in Lubin/Polen ausgetragenen Veranstaltung gewannen Max Weißkirchen/Eva Janssens ebenfalls im Gemischten Doppel Gold.

    Alle deutschen Jugend-Europameister im Überblick:

    1999 - Björn Joppien (Einzel)
    1999 - Petra Overzier (Einzel)
    1999 - Petra Overzier/Anne Hönscheid (Damendoppel)
    2001 - Juliane Schenk (Einzel)
    2003 - Marc Zwiebler (Einzel)
    2003 - Marc Zwiebler/Birgit Overzier (Mixed)
    2005 - Janet Köhler (Einzel)
    2013 - Fabian Roth (Einzel)
    2015 - Max Weißkirchen/Eva Janssens (Mixed)
    2020 - Matthias Kicklitz/Thuc Phuong Nguyen (Mixed)

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    International
    news-2139Sat, 07 Nov 2020 12:08:00 +0000BADMINTON SPORT 11/2020 erschienenhttps://www.badminton.de/news/badminton/badminton-sport-11-2020-erschienen/In der November-Ausgabe von BADMINTON SPORT finden sich u. a. ein Porträt über den DBV-Nachwuchsstützpunkt Mitteldeutschland, ein Interview mit der ehemaligen Nationalspielerin Kira Kattenbeck, die ihr Psychologiestudium erfolgreich abgeschlossen hat und derzeit ihre Ausbildung zur Psychotherapeutin absolviert.Zudem befindet sich im DBV-Verbandsmagazin ein Bericht über das große DBV-Trainingslager O19/U19, welches Anfang September in der Sportschule Hennef stattfand. Außerdem beinhaltet das Heft 11/2020 weitere Anregungen zum Thema „Lauftechnik, taktisch und biomechanisch gedacht“.

    "Badminton Sport" ist das offizielle Organ des DBV. Ausführliche Artikel über die großen Turniere, Trainingstipps, Porträts, Interviews und Veranstaltungsausschreibungen informieren zehn Mal im Jahr über diese faszinierende Indoorsportart.

    Die aktuelle Ausgabe und frühere Hefte der BADMINTON SPORT kann man über den Shop des Meyer & Meyer Verlages beziehen.

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    National
    news-2137Fri, 06 Nov 2020 14:51:00 +0000U19-EM: Kicklitz/Nguyen sind Europameisterhttps://www.badminton.de/news/badminton/u19-em-kicklitz-nguyen-im-finale/Die erst 17 Jahre alte Thuc Phuong Nguyen (Hamburg-Horner TV) steht bei den U19-Europameisterschaften 2020 im finnischen Lahti in zwei Endspielen: Die Perspektivkaderathletin des DBV gewann am Freitag zunächst an der Seite von Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf) ihre Halbfinalpartie im Mixed, ehe sie einige Stunden später mit Leona Michalski (TV Refrath) im Damendoppel ebenfalls in der Vorschlussrunde triumphierte.Die Finals der #EJC20 mit DBV-Beteiligung:

    +++ Matthias Kicklitz und Thuc Phuong Nguyen sind Jugend-Europameister +++ Silber für Damendoppel Leona Michalski/Thuc Phuong Nguyen +++


    MX: Matthias Kicklitz/Thuc Phuong Nguyen - Gustav Björkler/Edith Urell (SWE) 21-19, 21-19
    DD: Leona Michalski/Thuc Phuong Nguyen - Anastasiia Boiarun/Alena Iakovleva (RUS) 12-21, 19-21

    Sämtliche Spiele können via badmintoneurope.tv im Livestream verfolgt werden.

    Stimmen zur Jugend-EM:

    Leona Michalski:
    "Es waren fantastische zwei Wochen hier in Lahti. Wir waren ein starkes Team und hatten extrem Spaß. Diese Silbermedaille bedeutet mir sehr viel. Es ist mein letztes Jugendjahr und stärkt mich in meinem Weg Richtung Saarbrücken enorm. Außerdem war am Anfang, als die EM geplant wurde, nicht mal wirklich sicher, ob ich Doppel spielen werde, umso mehr freue ich mich. Ich bin stolz auf das, was ich die letzten Jahre erreicht habe und werde daran anknüpfen! Es ist für mich ein unbeschreibliches Gefühl, diese Medaille in den Händen zu halten."

    Matthias Schnabel und Kilian Maurer:
    "Für uns war die Jugend-EM in Lahti ein unvergessliches Ereignis. Wir sind sehr stolz auf uns, unser Ergebnis und sind zufrieden mit unserer Performance. Auch im letzten Spiel gegen die russische Paarung haben wir gut gespielt und gezeigt, dass wir mit allen hier mithalten können. Leider hat's nicht für den Sieg gerreicht."

    Matthias Kicklitz:
    "Es war unser Ziel, die Goldmedaille für Deutschland zu holen. Wir haben ein gutes Individualturnier, aber auch ein starkes Teamturnier gespielt. Es ist ein sehr spezieller Moment für uns."

    Thuc Phuong Nguyen:
    "Es war sehr schwierig im zweiten Satz - besonders für mich. Die Schweden haben wirklich gut gespielt und wir hatten gegen Ende Probleme. Aber am Ende haben wir es geschafft. Ich habe versucht, das Netz zu kontrollieren und Matthias hat einen starken Angriff."

    Frühere Nachrichten:
    "Alle deutschen Spieler haben in den Halbfinals sehr gute Leistungen gebracht. Matthias Kicklitz hat insbesondere im ersten Satz Christo Popov Paroli bieten können. Er hat das Feld gut geöffnet und selber Punkte erzwingen können. Man muss allerdings im Gesamten sagen, dass Christo bei dieser Jugend-EM in einer eigenen Liga spielt. Unser Herrendoppel Kilian Maurer/Matthias Schnabel konnte das Tempo der russischen Paarung gut mitgehen. Es waren kleine Unterschiede in der Schlagqualität, die am Ende den Unterschied ausgemacht haben. Das ukrainische Damendoppel hat gegen Thuc Nguyen und Leona Michalski sehr gut gespielt. Im ersten Satz war es ein offenes Spiel, im zweiten Satz konnten wir das Netz gewinnen. Das war letztendlich entscheidend. Das Mixed von Matthias und Thuc war sicherlich die spannendste Begegnung des gesamten Tages. Die Russen spielen ein sehr unorthodoxes Mixed und haben eine hohe Schlagsicherheit in hohem Tempo. Wir waren in den entscheidenen Situationen etwas mutiger und haben uns den Sieg dadurch auch verdient", fasste Matthias Hütten die Halbfinalspiele zusammen.

    Sieg gegen die Topgesetzten

    Als Nummer vier der Setzliste bezwangen Matthias Kicklitz/Thuc Phuong Nguyen in der Runde der besten vier Gemischten Doppel die top-notierten Russen Lev Barinov/Anastasiia Boiarun mit 14:21, 21:10, 24:22. Im Finale am Samstag (7. November 2020) treffen die DBV-Asse auf die Schweden Gustav Bjorkler/Edith Urell, die als ungesetzte Paarung das Endspiel erreichten. Im Viertelfinale hatten Matthias Kicklitz und Thuc Phuong Nguyen die – gleichsam ungesetzten – Ukrainer Viacheslav Yakovlev/Polina Tkach klar in zwei Sätzen besiegt (21:13, 21:11) und sich damit Edelmetall gesichert. Bei den Titelkämpfen wird der dritte Platz nicht ausgespielt, vielmehr erhalten die unterlegenen Halbfinalteilnehmer automatisch die Bronzemedaille.

    Das Damenduo Leona Michalski/Thuc Phuong Nguyen verbuchte in der Vorschlussrunde einen 22:20, 21:10-Erfolg über Polina Buhrova/Mariia Stoliarenko aus der Ukraine. Zuvor hatte es bereits Zwei-Satz-Siege gegen Paarungen von EM-Gastgeber Finnland, von Team-Europameister Dänemark und aus der Tschechischen Republik verzeichnet. Im Match um den EM-Titel stehen die ungesetzten Spielerinnen des DBV den topgesetzten Russinnen Anastasiia Boiarun/Alena Iakovleva gegenüber.

    Zweimal Bronze für den DBV

    Matthias Kicklitz darf sich derweil zudem über Bronze im Herreneinzel freuen. Der 18- Jährige musste sich als Nummer vier der Setzliste erst im Halbfinale dem top-notierten Franzosen Christo Popov geschlagen geben (18:21, 8:21), der bei der vorangegangenen U19-EM, 2018 in Tallinn/Estland, Silber in dieser Disziplin gewonnen hatte.

    Bronze holten seitens des DBV darüber hinaus Kilian Ming-Zhe Maurer/Matthias Schnabel im Herrendoppel. Das an Position sechs notierte Duo vom ESV Flügelrad Nürnberg zog nach einem Zwei-Satz-Erfolg und zwei Drei-Satz-Siegen in die Vorschlussrunde ein, in welcher es gegen die topgesetzten Russen Egor Kholkin/Georgii Lebedev mit 19:21, 16:21 verlor.

    Sowohl Matthias Kicklitz und Thuc Phuong Nguyen als auch Leona Michalski, Kilian Ming-Zhe Maurer und Matthias Schnabel erreichten in diesem Jahr erstmalig bei einer U19-EM die Medaillenränge.

    Die Halbfinals der #EJC20 mit DBV-Beteiligung:

    +++ Matthias Kicklitz/Thuc Phuong Nguyen und Leona Michalski/Thuc Phuong Nguyen stehen im EM-Finale +++

    HE: Matthias Kicklitz - Christo Popov [1] (FRA) 18-21, 8-21
    HD: Kilian Maurer/Matthias Schnabel - Egor Kholkin/Georgii Lebedev [1] (RUS) 19-21, 16-21
    DD: Leona Michalski/Thuc Phuong Nguyen - Polina Buhrova/Mariia Stoliarenko (UKR) 22-20. 21-10
    MX: Matthias Kicklitz/Thuc Phuong Nguyen - Lev Barinov/Anastasiia Boiarun [1] (RUS) 14-21, 21-10, 24-22

    Sämtliche Spiele können via badmintoneurope.tv im Livestream verfolgt werden.

    Ein "fast optimaler Tag"

    "Der Tag lief für uns fast optimal. Mit sechs Spielern, bzw. Paarungen sind wir heute morgen in den Tag gestartet, vier haben davon den Schritt ins Halbfinale geschafft. Es ist beeindruckend, wie souverän Matthias Kicklitz im HE und MX, Thuc Nguyen im DD und MX und Leona Michalski im DD den Einzug geschafft haben. In allen drei Viertelfinalspielen waren wir der Favorit und alle haben dem Druck standgehalten. Hervorheben muss man die Leistung von Kilian Maurer und Matthias Schnabel. Für beide ist es deren erste Jugend-Europameisterschaft und sie haben es mental super gemacht, dass sie nach dem verlorenen ersten Satz nicht die Ruhe verloren haben", spricht Matthias Hütten.

    Deutschland stellt gemeinsam mit Russland die meisten Halbfinalisten der #EJC20. Die europäische Top-Nation Dänemark ist noch mit zwei Doppel-Paarungen in den letzten Vier vertreten. Die Nationen in den Medaillenrängen: Russland, Deutschland (je 4), Frankreich (3), Dänemark (2), Finnland (2), Schweden (2), Serbien (2) und die Ukraine (1).

    Die Viertelfinals der #EJC20 mit DBV-Beteiligung:

    +++ Kicklitz/Nguyen, Maurer/Schnabel, Michalski/Nguyen und Matthias Kicklitz im EM-Halbfinale +++


    HE: Matthias Kicklitz - Callum Smith (SCO) 21-14, 21-18
    HD: Kilian Maurer/Matthias Schnabel - Matteo Massetti/Luca Zhou (ITA) 17-21, 21-11, 21-13
    DD: Leona Michalski/Thuc Phuong Nguyen - Lucie Krpatova/Katerina Zuzakova (CZE) 21-15, 21-13
    MX: Matthias Kicklitz/Thuc Phuong Nguyen - Viacheslav Yakovlev/Polina Tkach (UKR) 21-13, 21-11

    „Die Leistungen im Einzelturnier muss man individuell betrachten. Wir sind insgesamt aber zufrieden, dass wir heute Abend noch vier Viertelfinalspiele mit deutscher Beteiligung im Rennen haben. Unser Ziel ist, dass wir auch morgen und übermorgen noch mit deutschen Spielern dabei sind. Es ist sehr erfreulich, dass Matthias Kicklitz/Thuc Nguyen und Thuc Nguyen/Leona Michalski ihre dänischen Gegner souverän schlagen konnten. Auch Matthias Kicklitz ist im Einzel gut gestartet, auch wenn die ganz starken Gegner erst noch kommen werden. Matthias Schnabel/Kilian Maurer haben es bisher sehr gut gemacht. Nach wenigen Einsätzen im Teamturnier, sind sie mit dem Sieg gegen starke Tschechen gut gestartet. Wir rechnen uns in allen Spielen gute Chancen heute Abend aus", erklärt Delegationsleiter Matthias Hütten gegenüber badminton.de.

    Sämtliche Spiele können via badmintoneurope.tv im Livestream verfolgt werden.

    Im Mannschaftsturnier setzte sich Dänemark im Finale gegen Frankreich mit 3-0 durch. Die DBV-Auswahl erreichte das Viertelfinale.

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