1953 - DBV wird gegründet

Der Deutsche Badminton-Verband e.V. wurde am 18. Januar 1953 gegründet. Anlässlich einer Sportartikelmesse in Wiesbaden wurde der Sportartikelkaufmann Fred Haas 1953 vom Verband deutscher Sportgeschäfte beauftragt, Badminton-Werbespiele zu organisieren. Haas lud alle ihm bekannten deutschen Badmintonvereine und -abteilungen ein mit dem Ziel, die 1. Deutschen Meisterschaften im Einzel auszutragen. Diese fanden am 17. und 18. Januar 1953 in der Schloßreithalle in Wiesbaden statt.

Die Vertreter der 14 teilnehmenden Vereine gründeten am zweiten Meisterschaftstag, also am 18. Januar 1953, den Deutschen Badminton-Verband e. V. (DBV). Zum ersten Präsidenten wurde der Bonner Unternehmer Hans Riegel gewählt.

1954 - Erstes Länderspiel

Der DBV bestreitet am 10.1.1954 in Bonn gegen die Niederlande sein erstes Länderspiel. Deutschland (Foto) siegte mit 9-2. Die DDR trägt ihr erstes Länderspiel am 26. November 1967 in Moskau gegen die UDSSR aus (9-2-Sieg).

1954 - Aufnahme in den DSB

Im Mai 1954 wurde der Deutsche Badminton-Verband e.V. als 26. Fachverband in den Deutschen Sportbund (DSB), heute Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), aufgenommen

1967 - DBV Gründungsmitglied des europäischen Verbandes

Der europäische Badminton-Verband wurde am 27. September 1967 in Frankfurt am Main als European Badminton Union (EBU) gegründet. Der Deutsche Badminton-Verband war ein Gründungsmitglied. Heute ist der Kontinentalverband als Badminton Europe tätig und hat 52 Mitgliedsländer.

1968 - DBV richtet erste EM aus

Der Deutsche Badminton-Verband richtet die erste Europameisterschaft im Badminton aus. In Bochum wird Irmgard Latz (verh. Gerlatzka) die erste Europameisterin des DBV. Im rein deutschen Endspiel siegte sie gegen Marieluise Wackerow in drei Sätzen. Auch Wolfgang Bochow erreichte das Finale, er unterlag dem Schweden Sture Johnsson in drei Sätzen. Deutschland belegte im Medaillenspiegel hinter England Platz zwei.

1972 - Wolfgang Bochow wird Europameister

Wolfgang Bochow wird in Karlskrona (Schweden) Europameister im Herreneinzel. 

Bei der Europameisterschaft holten auch Roland Maywald und Willi Braun die Goldmedaille im Herrendoppel, zudem erreichten Wolfgang Bochow und Marieluise Zizmann (geb. Wackerow) das Endspiel im gemischten Doppel.

1991 - DFV geht in den DBV auf

Der Deutsche Federball-Verband (DFV) der DDR geht ab 1.1.1991 in Form von fünf Landesverbänden in den DBV auf. Er existierte von 1958 bis 1990.

Am 19.5.1990 fand in West-Berlin das einzige Länderspiel zwischen DBV und DFV statt. Es war das sechsundvierzigste und letzte des DFV. 

2005 - Huaiwen holt erste WM-Medaille für Deutschland

Premiere für den deutschen Badmintonsport. Bei den Weltmeisterschaften in Anaheim (USA) konnte Xu Huaiwen im Dameneinzel die erste Medaille für den DBV gewinnen. Im Halbfinale musste Huaiwen dann die Überlegenheit von Olympiasiegerin Zhang Ning aus China anerkennen. Am Ende gab es für Xu Huaiwen sogar ein Glückwunsch-Telegramm des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder.

2006 - Damen holten Bronze im Uber-Cup

Bei der offiziellen WM für Damenmannschaften erreichte das deutsche Team um Xu Huaiwen das Halbfinale. In einem spannenden Match bezwang das DBV-Team die Auswahl Hongkongs im Viertelfinale des Uber-Cup mit 3-2. Damit standen sie im Halbfinale und hatten die Bronzemedaille schon sicher. Im Halbfinale erwies sich Badminton-Großmacht beim 0-3 als eine Nummer zu groß. Es war des erste Mal, dass eine deutsche Mannschaft in diesem seit 1956 ausgetragenen traditionsreichen Wettbewerb eine Medaille errungen hat. Ein Meilenstein in der DBV-Historie.

2006 - Overzier und Huaiwen mit WM-Bronze

Für den größten bisherigen Erfolg des DBV bei Weltmeisterschaften sorgten Petra Overzier und Xu Huaiwen im Jahr 2006. Bei der WM in Madrid zogen sowohl Huaiwen als auch Overzier im Dameneinzel sensationell ins Halbfinale ein. Huaiwen musste sich mit 12-21, 10-21 gegen Titelverteidigerin Xie Xingfang geschlagen geben, Overzier unterlag Olympiasiegerin Zhang Ning (beide China) mit 19-21, 11-21. Deutschland belegte im Medaillenspiegel einen hervorragenden vierten Platz. 

2008 - Damen wiederholen das Bronze-Kunststück

Zwei Jahre später beim Uber-Cup 2008 in Jakarta (Indonesien) konnten die DBV-Damen erneut ins Halbfinale einziehen und damit die Bronze-Medaille gewinnen. Im Viertelfinale konnte Dänemark klar mit 3-0 bezwungen werden. Im Halbfinale erwies sich dann Indonesien beim 1-3 als zu stark. Im Finale besiegte China Indonesien mit 3-0.

2008 - Olympische Spiele in Peking

Xu Huaiwen erreicht bei den Olympischen Spielen in Peking das Viertelfinale.  Die zweifache Weltmeisterin Xie Xingfang (China) bezwang Huaiwen im Viertelfinale nach 51 Minuten knapp mit 21-19, 22-20. Marc Zwiebler erreichte bei seinen ersten "Spielen" das Achtelfinale.

2010 - Medaillen-Premiere bei Jugend-WM

Max Schwenger und Isabel Herttrich haben dem Deutschen Badminton-Verband e. V. (DBV) die erste Medaille bei Jugend-Weltmeisterschaften seit der Einführung dieser Titelkämpfe im Jahr 1992 beschert: Bei der U19-WM im mexikanischen Guadalajara erreichten Schwenger/Herttrich im Mixed-Wettbewerb nach glänzenden Leistungen das Halbfinale und gewannen somit die Bronzemedaille.

2011 - Schenk gewinnt WM-Bronze

Juliane Schenk erreichte bei der Weltmeisterschaft in England das Halbfinale. Nach mehreren herausragenden Auftritten in der Londoner Wembley Arena hat die damalige Vize-Europameisterin die Bronzemedaille im Dameneinzel gewonnen und damit ihren größten Erfolg bei einem internationalen Großereignis verzeichnet. Juliane Schenk unterlag in der Vorschlussrunde Cheng Shao Chieh aus Taiwan mit 18-21, 6-21.

2012 - Marc Zwiebler wird Europameister

Marc Zwiebler krönt sich im schwedischen Karlskrona zum Europameister im Herreneinzel. Im Endspiel schlug Zwiebler den Schweden Henri Hurskainen klar in zwei Sätzen mit 21-15, 21-13.

Juliane Schenk erreichte in Schweden das Finale im Dameneinzel. Sie unterlag Tine Baun aus Dänemark. Ebenfalls im Endspiel: Michael Fuchs und Oliver Roth. Deutschland belegte im Medaillenspiegel mit einmal Gold, zweimal Silber und einer Bronzemedaille am Ende hinter Dänemark Rang zwei.

2012 - Historischer Sieg für Juliane Schenk

Juliane Schenk gewann mit den Singapore Open als erster deutscher Badmintonspieler ein Superseries-Turnier. Die damals 29-Jährige setzte sich im Endspiel gegen Cheng Shao Chieh (Taiwan) 21-11, 26-24 durch. Damit revanchierte sich Schenk für die Niederlage im WM-Halbfinale des vergangenen Jahres.

2013 - Deutschland wird Europameister

Bei der Mixed-Team-Europameisterschaft im russischen Ramenskoje holte die deutsche Mannschaft um den damaligen Einzel-Europameister Marc Zwiebler und Juliane Schenk erstmals den Titel. Im Finale siegte Deutschland gegen den Titelverteidiger und Rekordgewinner Dänemark 3-0. Den entscheidenden dritten Punkt zum EM-Triumph holten Birgit Michels und Juliane Schenk überraschend im Damendoppel gegen Kamilla Rytter Juhl und Christinna Pedersen.