Vor zwei Jahren hatte Moszczynski ihre Karriere zunächst beendet. Anhaltende Überlastungsschmerzen im Knie und im linken Fuß machten ein Weitermachen unmöglich. „Mein Körper war ziemlich am Ende. Ich war physisch und dann irgendwann auch mental durch und bin da ziemlich gegen die Wand gefahren. Da musste ich einfach einen Cut machen“, blickt sie offen auf diese Phase zurück.
Gleichzeitig nutzte Moszczynski die Situation, um einen anderen lang gehegten Wunsch umzusetzen: ein Studium der Psychologie an der Universität des Saarlandes. Die vergangenen zwei Jahre standen für sie ganz im Zeichen des akademischen Weges, auf den sie sich bewusst konzentrierte.
Ganz losgelassen hat sie der Badmintonsport jedoch nie. Am Stützpunkt trainierte sie weiterhin regelmäßig mit und fühlte sich dabei stets willkommen. Auch der Kontakt zum Trainerteam riss nie ab. Chef-Bundestrainer Hannes Käsbauer betont:
„Wir haben aufgrund ihres Studiums in Saarbrücken und der regelmäßigen Integration als wertvolle Trainingspartnerin nie den Kontakt verloren. Umso mehr freuen wir uns im Trainerteam, dass sie jetzt wieder voll angreifen will.“
Mit dem nahenden Abschluss ihres Studiums und einer deutlich verbesserten körperlichen Situation wuchs zuletzt auch wieder die sportliche Motivation. „Jetzt oder nie“, beschreibt Moszczynski ihre Entscheidung für das Comeback. „Darüber bin ich total happy und freue mich, dass es jetzt wieder losgeht.“
Sportlich wird Moszczynski künftig im Mixed an der Seite von Jan Völker antreten. Vor ihrer Pause war sie insbesondere im Damen-Doppel mit Stine Küspert erfolgreich. Der Wechsel ins Mixed ist dabei bewusst gewählt: Die körperliche Belastung ist geringer, was ihrem aktuellen Aufbautraining entgegenkommt und ihrem Körper Zeit gibt, sich wieder vollständig an den Leistungssport zu gewöhnen.
Käsbauer ordnet diesen Schritt ein: „Hauptziel und -aufgabe ist ein behutsamer Trainingsaufbau. Emma konnte schon immer hohe Leistungsspitzen abrufen, hat dafür aber auch immer wieder die Quittung bekommen. Deshalb steigern wir die physische Belastung sehr aufmerksam. Wir planen mit Emma und Jan im Mixed – die beiden können sich zu einer Top-Paarung entwickeln.“
Ihre Ziele nach dem Comeback formuliert Moszczynski klar, aber mit Bedacht: „Ich habe gerade einfach wieder richtig Lust auf Badminton. Natürlich wollen wir jetzt auch international wieder angreifen und uns in Europa nach vorne spielen.“
Mit neuer Energie, sportlicher Erfahrung und einem geschärften Blick auf Körper und Balance startet Emma Moszczynski nun in das nächste Kapitel ihrer Karriere.













