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International

Es wird nicht neu gezählt

Die Badmintonwelt wird (vorerst) nicht neu zählen. Der Vorschlag des BWF-Councils, die Zählweise auf 5x11 zu ändern, bekam auf dem heutigen Annual Delegates' Meeting (AGM) in Bangkok nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit. 3x21 bleibt.

Von Redaktion

 

Der Vorschlag des BWF-Councils, die Zählweise im Badmintonsport von 3x21 auf 5x11 zu ändern, erhielt zwar eine Mehrheit der Delegiertenstimmen, aber nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Für eine Änderung gab es 129 Stimmen der Mitgliedsverbände, während 123 Stimmen gegen den Antrag waren. Die Gesamtzahl der abgegebenen und gültigen Stimmen betrug 252.

Großen Widerstand gegen eine Änderung der Zählweise gab es von den Verbänden aus Asien und Afrika. Nachdem der Antrag keine Zweidrittelmehrheit bekam, zog das BWF-Council den Antrag zur Änderung des Coachings (Time-Out) zurück. Auch hier bleibt somit alles wie gehabt.

Auch weitere Innovationen vom Tisch

Die Änderung der Aufschlagregel ("fixe Höhe") wird weiter untersucht. Eine Entscheidung wird direkt durch das BWF-Council am 10. Dezember 2018 getroffen. 

Der Antrag des DBV, dem Chair of Athletes, auch eine Stimme im Executive Board der BWF zu geben, wurde angenommen.

"Heute wurde eventuell eine Chance vertan, unsere Sportart weiterzuentwickeln. Dadurch sind ja auch andere Innovationen vom Tisch", erklärte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz, der den Deutschen Badminton-Verband beim AGM in Bangkok vertrat.

Weitere Stimmen aus Bangkok:

Poul-Erik Høyer, BWF-Präsident: "Unsere Mitglieder haben gesprochen und wir akzeptieren die Entscheidung, bei der bisherigen Zählweise zu bleiben. Aber wir haben auch ein klares Signal erhalten, dass viele Länder sich Änderungen wünschen."

Marc Zwiebler: "Für das BWF-Council ist das jetzt ein Rückschritt. Ich war beim Voting nicht mit dabei. Es wurde im Vorfeld sehr viel diskutiert. Es ist ein hoch politisches Thema. Es wurde von den Gegnern argumentiert, dass eine Änderung der Zählweise nicht im Sinne der Spieler sei. Andererseits hat dieses Argument nicht bei der Einführung einer fixen Aufschlaghöhe gezogen, wo viele Spieler dagegen waren. Sehr verwunderlich. Ich persönlich hätte die neue Zählweise sehr gerne gesehen. Finde es sehr spannend." 

Bo Jensen, Sportdirektor Badminton Danmark: "Wir hätten sehr gerne eine neue Zählweise gesehen. Es gab allerdings großen Widerstand von Asien und Afrika gegen 5x11."

 

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