Fabienne Deprez (Foto/Archiv: BadmintonPhoto).

International

Interessante Konstellation im Wettbewerb um das EM-Ticket

„Unterschiedlicher konnte die Gruppenauslosung nicht aussehen“, zog Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), unmittelbar nachdem die Zusammensetzung der Qualifikationsgruppen für die Endrunde um die Mixed-Team-Europameisterschaft 2021 im finnischen Vantaa (16. bis 20. Februar) feststand, ein Fazit.

Von Claudia Pauli

 

Demnach trifft Deutschland in der Gruppe 4 auf die Isle of Man, Slowenien und Bulgarien. „Mit Bulgarien haben wir sicherlich eines der stärksten ungesetzten Teams erwischt, mit Isle of Man den ‚Underdog‘ schlechthin, der vermutlich seine Premiere auf europäischer Ebene feiert“, meint Martin Kranitz. Die Isle of Man, eine Insel in der Irischen See, die zwar direkt der britischen Krone unterstellt ist, jedoch nicht zum Vereinigten Königreich zählt, gehört dem europäischen Badminton-Verband Badminton Europe Confederation (BEC) als assoziierte Mitgliedsorganisation an.

Deutschland gegen Bulgarien, Slowenien und Isle of Man

An der Endrunde um die Mixed-Team-EM 2021 dürfen insgesamt acht Mannschaften teilnehmen, wobei Dänemark als Titelverteidiger und Finnland als Gastgeber automatisch über einen Startplatz verfügen. Die übrigen sechs Teams müssen sich das Ticket für den Wettbewerb um die EM-Medaillen im Rahmen von Qualifikationsturnieren erspielen, die im Zeitraum 9. bis 12. Dezember 2020 an sechs Orten in Europa durchgeführt werden. Dabei obliegt es einzig dem jeweiligen Turniersieger, in Vantaa anzutreten.

Im Zusammenhang mit den Qualifikationsturnieren haben jene Teams, die aufgrund ihrer guten Platzierung in der Weltrangliste einen Setzplatz zugesprochen bekamen, Heimrecht. Dies betrifft England (Setzplatz 1), Russland (Setzplatz 2), die Niederlande (Setzplatz 3), Frankreich (Setzplatz 5), Spanien (Setzplatz 6) und – analog der vorangegangenen Auflage dieser Vorrunde, im Jahr 2018 – Deutschland (Setzplatz 4).

EM-Qualifikation findet in Deutschland statt


Ausgerichtet wird das Qualifikationsevent hierzulande von Heinz Bußmann von Advantage Event Projekte (AEP) aus Delmenhorst, der bereits weit mehr als 100 Länderspiele für den DBV federführend organisiert hat. Der Austragungsort des Vierer-Turniers, bei dem nach dem Modus „jeder gegen jeden“ gespielt wird, steht noch nicht fest.

Sicher ist nach Aussage von Heinz Bußmann allerdings, dass an den drei Veranstaltungstagen (Donnerstag, 10. Dezember bis Samstag, 12. Dezember) jeweils zwei Länderspiele erfolgen und die deutsche Badminton-Nationalmannschaft am Schlusstag – gewissermaßen im „großen Finale“ – auf Bulgarien treffen wird.

Zum Team des stärksten Gruppengegners der DBV-Auswahl zählen die Schwestern Gabriela und Stefani Stoeva, die sich 2018 zu Europameisterinnen im Damendoppel kürten.

Slowenien war schon zwei Jahre zuvor einer der Kontrahenten der deutschen Mannschaft beim Qualifikationsturnier für die Endrunde um die Mixed-Team-EM. 2018 in Erlangen konnte sich die Auswahl des DBV sowohl gegen die Südosteuropäer als auch gegen Österreich und gegen Schweden durchsetzen und verbuchte somit das Ticket für das Finalturnier 2019 in Kopenhagen/Dänemark. Dort wurde Deutschland Vizeeuropameister. 

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