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Jörg Albrecht (Foto: Claudia Pauli)

National

„Leuchtturmprojekt” gestartet: Jörg Albrecht fungiert als „Event-Inklusionsmanager im Sport“

Seit dem 1. September 2023 verstärkt Jörg Albrecht das Geschäftsstellenteam des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) – und dies in einer Funktion, die es in dem olympischen Spitzenverband nun erstmalig gibt: Der 57-Jährige aus Gera ist als „Event-Inklusionsmanager im Sport“ (EVI) tätig. Die mit dieser Aufgabe verbundenen Ziele bestehen darin, bei existierenden Veranstaltungen bzw. durch die Einführung neuer Formate mehr Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe im Badmintonsport in Deutschland zu schaffen sowie Inklusion in den Strukturen des DBV zu implementieren.

Von Claudia Pauli

 

Dabei fungiert das EVI-Projekt – ein Projekt, welches aus den Mitteln des Ausgleichsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert wird und um das sich alle Mitgliedsorganisationen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bewerben konnten – gewissermaßen als „Leuchtturmprojekt“ für Badmintondeutschland, von dem alle Badminton-Landesverbände mit ihren Vereinen partizipieren können und sollen.

„Themen, mit denen ich mich in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden beschäftigen werde, sind u. a. ‚Gemeinsamer Sport ist ein Menschenrecht‘, ‚Mehr Mitglieder durch Sport für alle‘, ‚Aufmerksamkeit für Unternehmen und Sponsoren‘ sowie ‚Barrierefreiheit ist für alle gut‘“, erläutert Jörg Albrecht. Der gelernte Finanzkaufmann war zuvor in der betrieblichen Inklusion tätig und setzte sich mehr als zehn Jahre als Interessensvertreter für schwerbehinderte Menschen dafür ein, diese in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Innerhalb des DBV wird Jörg Albrecht u. a. Konzepte und Schulungsmaterialien entwickeln sowie Veranstaltungen begleiten bzw. initiieren, um letztlich die Quote von Menschen mit Schwerbehinderungen, die im Sport hauptberuflich beschäftigt sind, zu erhöhen und die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen bei Sportveranstaltungen (z. B. als Spieler*innen, als Zuschauer*innen und als Helfer*innen) zu verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der nachhaltigen Vernetzung zwischen dem Sport und Behinderten- und Selbsthilfeorganisationen.

„Wir freuen uns sehr, dass der DOSB uns das Projekt bewilligt hat. Den Projektantrag haben wir in Kooperation mit dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen (BRSNW) gestellt, mit dem der DBV bereits seit vielen Jahren erfolgreich und vertrauensvoll zusammenarbeitet. Dies zeigt sich u. a. darin, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit dem BRSNW in Mülheim an der Ruhr einen Landesstützpunkt Para Badminton zu installieren“, erläutert Carolin Ruth, Leistungssportreferentin Para Badminton im DBV, auf deren Initiative der Projektantrag zurückgeht. Der DBV ist eine von nur zwölf Sportorganisationen, die von einer Jury für die aktuelle Phase des EVI-Projekts ausgewählt wurden.

„Durch diese hauptberufliche Stelle wird das Team des DBV im Bereich des Behindertensports erheblich verstärkt. Gemeinsam mit dem sehr engagierten Team des Referats für Behindertensport besteht nun die Möglichkeit, Inklusion und Barrierefreiheit innerhalb des DBV gezielt in die Breite zu tragen“, ergänzt Carolin Ruth. Dabei seien einige Badminton-Landesverbände in diesem Themenfeld bereits selbst sehr aktiv, betont die Leistungssportreferentin Para Badminton.

Jörg Albrecht ist in der DBV-Geschäftsstelle (Südstraße 25, 45470 Mülheim an der Ruhr) telefonisch unter 0208/30827-11 und per E-Mail an joerg.albrecht(at)badminton.de erreichbar.

Ausführliche Informationen zum EVI-Projekt finden sich auf der DOSB-Website.

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