Bundestrainer Diemo Ruhnow (Foto: BadmintonPhoto).

International

Ruhnow: "Herrendoppel zu verhalten gestartet"

Bundestrainer Diemo Ruhnow blickt für badminton.de auf die Fuzhou China Open 2019 zurück und gibt einen kurzen Ausblick auf die YONEX-SUNRISE Hong Kong Open 2019 (Super 500), die diese Woche anstehen.

Von Diemo Ruhnow

 

Zum Mixed Marvin Seidel/Linda Efler:

Marvin und Linda hat gegen die Nr.1 der Welt Zheng/Huang aus China eine schwere Aufgaben. Es war eine sehr gute Leistung der beiden. Nachdem wir uns an das hohe Tempo gewöhnt haben, konnten Linda und Marvin die Chinesen sogar oft in Bedrängnis bringen. Etwas schade war dann, dass wir die sehr gute Leistung ab dem Spielstand von 16:13 nicht halten konnten und dass der zweite Satz dann mit 13-21 verloren geht. Was mich positiv für die nächsten Aufgaben stimmt, ist die steigende Formkurve der beiden.

Zum Mixed Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich:

Nachdem wir die SaarLorLux Open absagen mussten, war es erstmal dem medizinischen Team in Saarbrücken und dann Andreas Richter hier vor Ort zu verdanken, dass Mark in China überhaupt spielen konnte. Durch das andere Anforderungsprofil im Mixed im Vergleich zum Herrendoppel mit i.d.R. viel längeren Laufwegen und zumal auf der anderen Seite die Nummer drei der Welt aus Japan stand, war leider schnell klar, dass an diesem Tag gegen Watanabe/Higashino nicht viel drin sein sollte. Aber auch so etwas gehört eben zu einer Olympiaquali dazu.

Zum Damendoppel Isabel Herttrich/Linda Efler:

Unser Damendoppel war gegen Lee/Shin aus Korea leider chancenlos, obwohl sich gerade der erste Satz nicht so deutlich innerhalb der Ballwechsel anfühlte, wie es das Ergebnis zeigt. Aber letztendlich haben wir dann in einem druckvollen Spiel und hohem Tempo von beiden Seiten zu oft den eigenen Fehler gemacht. Fazit:  Wir haben gute Ansätze gezeigt, aber hier müssen wir einfach noch besser werden, was die Ballsicherheit angeht.

Zum Herrendoppel Mark Lamsfuß/Marvin Seidel:

Im Viertelfinale gegen die Weltranglistenersten aus Indonesien haben wir im ersten Satz etwas zu verhalten gespielt, die Jungs haben sich dann gut in das Spiel gekämpft und konnten den zweiten Satz knapper gestalten. Belohnten wurde es aber nicht. Ein Entscheidungssatz wäre sehr interessant gewesen - zumal wir solche Spiele brauchen und für die Entwicklung auch wollen.

Über das nächste Turnier in Hongkong:

Wir sind vorgestern dann in Hongkong angekommen. Die Lage ist ja hier etwas mit Vorsicht zu genießen, aber der Veranstalter ist sehr auf die Sicherheit bedacht. Es gibt viel Sicherheitspersonal um die Arena, in den Transferbussen usw.. Heute morgen wurde unsere Training abgesagt, weil es auf dem Weg Ausschreitungen mit Gewaltausbrüchen unweit der Turnierhalle gab.

Letztendlich haben wir aber davon nichts mitbekommen. Linda hat ihren Infekt aus China überwunden, Marks Verletzung hat sich extrem positiv entwickelt. Wir haben heute - wie auch bereits gestern - in der Hauptarena trainiert, heute zusammen mit den Engländern und Russen. Hier ist auch gut zu sehen, dass die europäische Zusammenarbeit gut funktioniert (u.a. Mixed mit den Adcocks, Herrendoppel gg. Ivanov Sozovnov, Damendoppel gg. Davletova/Bolotova) und von allen Seiten als positiv empfunden wird.

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