Zum Start des traditionsreichen SIx Nations Turniers treffen in Mülheim an der Ruhr die besten U17-Talente aus Frankreich, Dänemark, Schweden, England, den Niederlanden und Deutschland aufeinander. Das Turnier, das im Zwei-Jahres-Rhythmus mit wechselnden Ausrichtern stattfindet, gilt als wichtiger Leistungsvergleich im europäischen Nachwuchsbereich.
Aus deutscher Sicht sorgten am ersten Wettkampftag vor allem Jannes Ernst und Ailin Zheng im Mixed für ein Ausrufezeichen. Im Viertelfinale setzten sie sich souverän gegen die Franzosen Lienard/Ardoin mit 21:12, 21:13 durch und zogen damit ungefährdet ins Halbfinale ein. Dort wartet erneut eine französische Paarung.
Kai Schäfer, Trainer an der Bertolt Brecht Schule in Nürnberg, zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung des Duos im Turnierverlauf: „Sie haben sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Gerade das letzte Spiel gegen die Franzosen war unangenehm, aber das haben sie wirklich gut gelöst.“ Besonders hob er die Leistung von Ernst hervor, der das Spiel „sehr gut gesteuert“ habe.
Für Ernst war damit noch lange nicht Schluss. Im Herren-Einzel lieferte er sich ein intensives Viertelfinalduell mit dem Franzosen Soren Gothsener Marion. In einem echten Kraftakt über 73 Minuten bewies er große Moral, drehte zwischenzeitliche Rückstände und sicherte sich den Sieg mit 21:19, 16:21, 21:16.
Auch Jan-Henrik Gleis, Trainer des Badminton-Verbandes Berlin-Brandenburg ordnete die Leistung ein: „Das war physisch auf jeden Fall an der Grenze. Entscheidend war, die richtigen Entscheidungen zu treffen, gerade aus dem Hinterfeld – das ist uns teilweise sehr gut gelungen.“ Der Halbfinaleinzug sei daher verdient, „aber morgen wird es mindestens genauso hart“.
Im Kampf um den Finaleinzug trifft Ernst im Einzel auf den Dänen Axel Boesen. Zuvor steht für ihn mit Zheng das Mixed-Halbfinale an – erneut gegen Frankreich. Der Fokus liegt nun auf Regeneration, bevor es am zweiten Turniertag um den Einzug in die Finals geht.












