Symbolfoto (Foto: BadmintonPhoto).

National

Sportförderung: DBV top bewertet

Im Zwischenbericht der Potenzialanalyse (PotAS) zur Struktur der 26 olympischen Sommersportverbände liegt der Deutsche Badminton-Verband (DBV) unter allen Sportverbänden auf dem ersten Platz.

Von Redaktion

 

Sowohl bei der Beurteilung seiner Struktur (PotAS-Wert: 97,12) als auch bei der Frage nach dem Kaderpotenzial (Wert: 100) erhielt der DBV Bestnoten.

Das Bundesinnenministerium und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) veröffentlichen den Bericht am Mittwoch (20.11.2019) in Berlin. PoTAS soll eine wesentliche Grundlage für die Vergabe von Fördergeldern des Bundes für die Jahre 2021 bis 2024 sein. 

"Wir sind hocherfreut über das Ergebnis, es zeigt, dass wir im deutschen Badmintonsport 'unsere Hausaufgaben gemacht haben', d.h. vernünftige Strukturen z.B. in der Spielersichtung und -ausbildung, der Trainerausbildung und Personalentwicklung, bei Entscheidungsprozessen usw. konzipiert und umgesetzt haben", erklärt Martin Kranitz, DBV-Sportdirektor.

Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht

Martin Kranitz

"So sind unsere O19-Topathleten an zwei Bundesstützpunkten zentralisiert, um zweimal täglich auf höchstem Niveau zusammen trainieren zu können. Sportdirektor bzw. Chef-Bundestrainer sind gemäß unserer Satzung mit Sitz und Stimme im Präsidium vertreten, um nur zwei Beispiele zu nennen. Der Deutsche Badminton-Verband hat aktuell ein sehr gutes Team im Leistungssport, wir haben in der letzten Zeit sehr viel in die Bereiche Struktur und Leistungsentwicklung investiert. Sehr geholfen dabei haben uns die beiden neuen durch die Leistungssport-Reform geschaffenen Bundesstützpunktleiter-Stellen. Dass wir irgendwo vorne dabei sind haben wir erhofft, dass wir ganz vorne sind war so nicht erwartet."

Kranitz weiter: "Für uns selbst war die Zusammenstellung der Konzepte für die Potentialanalyse zwar ein großer Aufwand und hat viele Ressourcen gebunden, der Prozess hat uns aber auch dabei geholfen, weitere Optimierungsmöglichkeiten auszumachen, die uns zur Weiterentwicklung helfen. Und das ist auch notwendig, denn unser großes Ziel einer olympischen Medaille haben wir bislang nicht erreichen können. Tlw. ist das dadurch erklärbar, dass viele unserer Konzepte aufgrund zu geringer Finanzen und Ressourcen nicht in dem Maße umgesetzt werden konnten wie geplant. Als Sportart, die erst 1992 ins olympische Programm aufgenommen wurde und 'nur' zur erweiterten Weltspitze gehört, gab es immer eine begrenzte Förderung. Dadurch wurden einige von uns angemeldete Bedarfe, z.B. Personalmittel für den erforderlichen Ausbau des Bundestrainerstabes oder Wettkampfförderung für Top-Nachwuchskader, nicht ausreichend abgedeckt. Das wiederum bringt Nachteile in der konsequenten Umsetzung geplanter Maßnahmen mit sich - z.B. die Weitergabe des Wissens an die Trainer im Nachwuchsbereich - und somit Wettbewerbsnachteile gegenüber der starken Konkurrenz in Asien. Die Analyse zeigt, dass wir das Wissen und die Konzepte für das Ziel Weltspitze haben. Jetzt hoffen wir auf eine verbesserte Förderung."

Lesen Sie auch: 

Tagesspiegel: "Wo Badminton vor Rudern liegt"

Weitere Neuigkeiten