Finaltag in asiatischer Hand - die Gewinner im Herren-Doppel. Foto: Union Lüdinghausen.

International

German Junior 2026: Asiatische Dominanz in Lüdinghausen

Erstmals wurde die YONEX German Junior 2026 in Lüdinghausen ausgetragen. Rund 400 Nachwuchsspielerinnen und -spieler aus über 36 Nationen lieferten sich bei einem der bedeutendsten Jugendturniere der Welt spannende Duelle – mit wertvollen Erfahrungen für die deutschen Talente.

Von Redaktion

 

Mit der YONEX German Junior war letzte Woche eines der renommiertesten Nachwuchsturniere im internationalen Badminton-Kalender erstmals zu Gast in Lüdinghausen. Das Turnier gehört zur exklusiven Kategorie der „Junior International Grand Prix“-Events und zählt damit zu nur vier Wettbewerben weltweit auf diesem Niveau.

Rund 400 Spielerinnen und Spieler aus mehr als 36 Nationen reisten in die Drei-Burgen-Arena, um sich in Einzel-, Doppel- und Mixed-Wettbewerben zu messen. Besonders die starken Delegationen aus Asien prägten das sportliche Niveau des Turniers, die Finalspiele wurden ausschließlich von asiatischen Athletinnen und Athleten bestritten. Insgesamt gelang nur einem einzigen Europäer der Einzug ins Halbfinale: Der Franzose Mady Saw erreichte im Herren-Einzel die Runde der letzten vier und sorgte damit für das beste europäische Ergebnis des Turniers.

Auch zahlreiche deutsche Nachwuchstalente nutzten das Turnier, um sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Für viele von ihnen stand dabei vor allem das Sammeln von Erfahrungen im Vordergrund.

Bundesstützpunkttrainer Nachwuchs Dirk Nötzel betonte den Wert des Turniers für die Entwicklung der Spielerinnen und Spieler:
„Wir haben ein herausragendes Turnier erlebt, weil die Konkurrenz aus Asien komplett da war. Für unsere Spieler ist es extrem wertvoll, direkt in ihrer Altersklasse gegen diese Gegner zu spielen. Da sieht man sehr deutlich, welches Tempo und welche Konstanz dort gespielt wird.“

Gerade diese Erfahrungen seien für die Entwicklung wichtig. „Wenn wir mental im Spiel bleiben, können Ballwechsel auf sehr hohem Niveau entstehen. Am Ende zeigt sich aber oft, dass die asiatischen Spieler noch ein paar Prozent mehr drauflegen können und wir den Fehler etwas früher machen.“

Auch organisatorisch stellte die German Junior eine große Aufgabe dar. Zahlreiche internationale Delegationen mussten betreut, Trainingszeiten koordiniert und Transportwege organisiert werden. Unterstützt wurde das Turnier von rund 80 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die über mehrere Tage im Einsatz waren.

Die Premiere des Turniers in Lüdinghausen wurde von vielen Beteiligten positiv aufgenommen. Nötzel lobte insbesondere die Rahmenbedingungen: „Die Turnierausrichtung war aus meiner Sicht extrem gut. Der Verein hat ein sehr positives Setup für alle geschaffen. Ich glaube, viele Trainer würden sich freuen, wenn das Turnier auch in Zukunft wieder dort stattfinden würde.“

Neben den hochklassigen Spielen bot das Turnier auch für Zuschauer besondere Momente: In der Drei-Burgen-Arena konnten internationale Nachwuchstalente – und mögliche Stars von morgen – aus nächster Nähe beobachtet werden. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte zudem der Besuch von Olympiasieger und Ex-Weltmeister Chen Long, der als Trainer vor Ort war und bei Fans für zahlreiche Fotos und Autogramme sorgte.

Die Ergebnisse der German Junior 2026.

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