Damen ringen Estland mit 3:2 nieder
Das deutsche Damen-Team setzte sich am Morgen in einem umkämpften Duell mit 3:2 gegen Estland durch.
Miranda Wilson musste sich im ersten Einzel Kristin Kuuba mit 12:21, 20:22 geschlagen geben, steigerte sich jedoch deutlich im zweiten Satz. Für den Ausgleich sorgten Selin Hübsch und Amelie Lehmann mit einem souveränen 21:15, 21:17 gegen Catlyn Kruus und Ramona Üprus.
Im zweiten Einzel entwickelte sich anschließend ein echtes Schlüsselspiel. Katharina Nilges gewann den ersten Satz gegen Helis Pajuste mit 21:13, musste den zweiten Durchgang jedoch abgeben (12:21). Im Entscheidungssatz, der beiden Spielerinnen alles abverlang, bewies sie großes Durchhaltevermögen und holte mit 21:17 den wichtigen zweiten Punkt für Deutschland.
Anschließend drehten Isabel Lohau und Emma Moszczynski ihr Doppel nach verlorenem ersten Satz (11:21) gegen Kristin Kuuba und Helina Rüütel mit 21:9, 21:18 und sicherten damit bereits den entscheidenden dritten Punkt.
Das abschließende Einzel von Lisa Paula Bonnemann gegen Catlyn Kruus (11:21, 21:12, 15:21) änderte nichts mehr am 3:2-Erfolg.
Bundestrainerin Johanna Käpplein zeigte sich zufrieden mit dem Auftakt:
„Mit den Ausfällen von Yvonne und Thuc war vor allem das Mindset entscheidend. Wir wollten unbedingt kämpfen – und genau das hat das Team gezeigt. Besonders Katharina Nilges hat im zweiten Einzel wirklich alles gegeben. Auch Isabel und Emma haben mit viel Routine das Doppel noch gedreht. Das war eine starke Mannschaftsleistung mit tollem Support von außen.“
Herren verkaufen sich teuer gegen Frankreich
Für die Herren wartete zum Auftakt direkt ein Schwergewicht: Frankreich, gespickt mit Europameister Alex Lanier sowie den Popov-Brüdern, gilt als der Topfavorit des Turniers.
Matthias Kicklitz eröffnete gegen Europameister Alex Lanier. Nach einem schwierigen Start (12:21) steigerte er sich deutlich und gestaltete den zweiten Satz lange offen, unterlag aber knapp mit 19:21.
Kian-Yu Oei sorgte im zweiten Einzel für Aufsehen. Gegen Vizeeuropameister Toma Junior Popov gewann er den ersten Satz stark mit 21:18, musste danach jedoch die Klasse seines Gegners anerkennen (8:21, 11:21).
Das Highlight des Tages lieferten die frischgebackenen Deutschen Meister im Herren-Doppel, Simon Krax und Jonathan Dresp. Gegen Thom Gicquel und Eloi Adam zeigten sie ein hochklassiges Match und setzten sich mit 21:14, 10:21, 21:16 durch – der umjubelte 1:2 Anschlusspunkt für Deutschland.
Während Sanjeevi Vasudevan im dritten Einzel Arnaud Merkle mit 11:21, 15:21 unterlag, lieferten Bjarne Geiss und Jones Jansen zum Abschluss einen wahren Krimi. Gegen die amtierenden Europameister Christo und Toma Junior Popov führten sie im dritten Satz und erspielten sich zwei Matchbälle, mussten sich jedoch hauchdünn mit 19:21, 21:16, 21:23 geschlagen geben.
Am Ende stand ein respektables 1:4 aus deutscher Sicht – ein Auftritt, der trotz klarer Außenseiterrolle Mut für die kommenden Gruppenspiele macht. Chef-Bundestrainer Hannes Käsbauer ordnete die Leistung so ein: „In allen Spielen sind wir auf ein gutes Level gekommen. Wir wollten uns das auch als Selbstvertrauen für die nächsten Teamspiele holen. Das war viel Gegenwehr gegen starke Franzosen heute. Von daher sind wir bereit für mehr und freuen uns auf morgen gegen die Türkei.“
Spielplan am Donnerstag
Am Donnerstag wartet mit Dänemark um 8:30 Uhr deutscher Zeit der Turnierfavorit auf das deutsche Frauen-Team. Das Herren-Team spielt um 12:30 Uhr deutscher Zeit gegen die Türkei.
Alle Begegnungen der Team-Europameisterschaften werden live und kostenlos auf badmintoneurope.tv übertragen.












