Nach dem Gewinn der Deutschen Vize-Mannschaftsmeisterschaft im vergangenen Jahr ist der Einzug in das Final Four der zweitgrößte Erfolg der bisherigen Vereinsgeschichte. Mit am Ende 18 Punkten erreichten die Norddeutschen genau den dazu erforderlichen Platz vier knapp vor den Konkurrenten SC Union 08 Lüdinghausen (17 Punkte/5.) und dem TV Refrath (16 Punkte/6.).
Ungefährdeter 6:1 Erfolg gegen 1. BV Mülheim
Das war im Ergebnis deutlich: Mit 6:1 Matches gewann Blau-Weiß gegen die Gäste des 1. BV Mülheim. Dabei gab es jeweils drei Dreisatz- und Viersatzerfolge in den verschiedenen Disziplinen für den Gastgeber. Nur das Damendoppel von Alina und Linea Kümmel, die beide aus der Regionalliga-Mannschaft aufrückten und ihr Bundesligadebüt gaben, ging in drei engeren Durchgängen an die Gäste-Paarung Constanze Winnefeld/Yevheniia Paksiutova. Da Lüdinghausen gegen den TSV Trittau parallel „nur“ mit 5:2 gewann und Refrath gegen Wipperfeld punktlos blieb, war das eine sehr günstige Konstellation für die Neumünsteraner Badmintoncracks. „Alina und Linea haben trotz der Niederlage einen guten Job gemacht. Die drei Durchgänge waren allesamt eng, ein Satz wäre verdient gewesen! Das Feedback für beide war durchweg positiv. Insgesamt haben wir deutlich gewonnen und einen ungefährdeten Sieg feiern können!“, resümierte Wittorfs Teammanager Ralf Treptau.
Spannung bis zum letzten Match um den Final Four - Einzug
Der Beginn gegen den SC Union 08 Lüdinghausen am Sonntag war gleich ausgeglichen und sorgte für Spannung in der Sporthalle der Immanuel-Kant-Sporthalle an der Mozartstraße: Vor rund 205 Zuschauern waren Patrick Volkmann und Bjarne Geiss im zuerst gespielten 2. Herrendoppel gegen das gegnerische Duo Ade Resky Dwicahyo/Nick Fransman in fünf Sätzen erfolgreich. Das Wittorfer Damendoppel Franziska Volkmann/Camilla Martens indes war gegen Linda Efler/Brid Stepper weitestgehend ohne Chance – sodass alles offen war. Doch die Wittorfer Dänen-Power schlug zurück: Sören Toft Hansen/Mathias Thyrri hatten gegen Adam Pringle/Christopher Klauer im ersten Herrendoppel das bessere Ende in vier Durchgängen für sich und brachten Wittorf wieder in Front. Camilla Martens erhöhte im Anschluss im Dameneinzel auf die Wittorfer 3:1 Führung. Für Wittorfs Einzelspezialist Andi Fadal Muhammad ging es im 1. Herreneinzel gegen Resky Dwicahyo hin und her: Schließlich musste sich der Tscheche im fünften Satz knapp 7:11 geschlagen geben (neuer Gesamtspielstand: 3:2 Matches). Als dann auch das Mixed von Franziska Volkmann/Mathias Thyrri hauchdünn mit 10:12 im fünften Satz an die Gäste ging, war die Spannung bei 3:3 Matches am Siedepunkt. Denn: Das allerletzte Match im 2. Herreneinzel entschied nun darüber, wer in das Final Four einzieht, da Refrath parallel auch gegen Saarbrücken-Bischmisheim abgeschlagen hinten lag und keine Punkte in Reichweite waren. Der erfahrene Toft Hansen führte mit 2:0 in Sätzen, ehe er sich einem 4:8 Rückstand gegenübersah, diesen aber wieder egalisierte und am Ende alle weiteren Punkte zum Matchgewinn machte.
Final Four – Einzug zweitgrößter Erfolg der Badminton-Vereinsgeschichte
„Wir sind sehr glücklich über den Einzug in das Final Four! Nach dem Gewinn der Deutschen Vize-Mannschaftsmeisterschaft ist das unser zweitgrößter Erfolg der Vereinsgeschichte. Natürlich ist aber auch nicht zu vergessen, dass der TSV Trittau durch seine zwei gewonnenen Matches gegen Lüdinghausen und der TV Refrath durch seine ausgebliebenen Punkte uns deutlich in die Karten gespielt haben. Das gesamte Vereinsumfeld freut sich nun auf das Final Four! Natürlich wissen wir um die Schwere der Aufgabe gegen den zweifachen Deutschen Mannschaftsmeister SV Fun-Ball Dortelweil! Die Vorbereitungen beginnen nun! Vielen Dank an die gesamte Mannschaft, alle Sponsoren, Zuschauer und alle weiteren helfenden Hände vor und hinter den Kulissen, die uns diesen Erfolg ermöglicht haben!“, sagte Wittorfs Badmintonspartenleiter Ralf Treptau.
Final Four am 18. und 19. April in Saarbrücken
Das Saison-Endturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Badminton steigt vom 18. bis 19. April 2026 in Saarbrücken. Wittorf trifft dort als Tabellenvierter der regulären Spielzeit auf den Tabellenführer und aktuellen Deutschen Mannschaftsmeister SV Fun-Ball Dortelweil, was gleichzeitig die Wiederauflage des Vorjahresfinalduells aus Dresden ist. Im zweiten parallel gespielten Halbfinale treffen Saarbrücken-Bischmisheim (2.) und Wipperfeld (3.) aufeinander.












