Damen unterliegen der Ukraine mit 1:4
Im entscheidenden Gruppenspiel traf das deutsche Damen-Team auf die favorisierte Ukraine und geriet früh in Rückstand. Miranda Wilson lieferte sich mit Polina Buhrova ein umkämpftes Duell, unterlag jedoch mit 17:21, 18:21. Auch Katharina Nilges fand gegen Yevhenia Kantemyr kein entscheidendes Mittel (14:21, 15:21).
Für den deutschen Hoffnungsschimmer sorgte das erste Doppel: Isabel Lohau und Leona Michalski dominierten ihr Match gegen Raia Almalalha und Anastasiia Alymova klar mit 21:8, 21:10 und verkürzten auf 1:2.
Im dritten Einzel musste sich die 17-jährige Lisa Paula Bonnemann Sofiia Lavrova mit 8:21, 12:21 geschlagen geben – damit war der Halbfinaleinzug für die Ukraine besiegelt. Das abschließende Doppel von Selin Hübsch und Amelie Lehmann entwickelte sich zu einem intensiven Dreisatzmatch, das die Deutschen nach gewonnenem zweiten Satz (21:18) im Entscheidungssatz mit 13:21 verloren.
Chef-Bundestrainer Hannes Käsbauer zog ein klares Fazit: „Die Frauen haben heute gegen erwartet starke Ukrainierinnen verloren. Wir nehmen viele Arbeitsaufträge mit nach Hause – und hoffen natürlich, dass Yvonne und Thuc bald wieder gesund und fit sind.“
Herren scheitern knapp an Schweden
Auch für das Herren-Team ging es im letzten Gruppenspiel gegen Schweden um das Halbfinale. Kian-Yu Oei musste kurzfristig aufgrund muskulärer Beschwerden passen, Aaron Sonnenschein rückte ins Einzel.
Matthias Kicklitz lieferte sich mit Gustav Björklund ein hochklassiges Match und verlor den ersten Satz knapp mit 25:27, ehe er auch im zweiten Durchgang mit 16:21 unterlag. Den Ausgleich besorgten Bjarne Geiss und Jones Jansen im Doppel mit einem starken 21:13, 24:22.
Im zweiten Einzel kämpfte sich Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan nach Satzrückstand zurück, musste sich im Entscheidungssatz jedoch mit 16:21 geschlagen geben. Marvin Seidel und Jan Völker hielten mit einem souveränen 21:13, 21:15 im zweiten Doppel dagegen und glichen zum 2:2 aus.
Im entscheidenden dritten Einzel unterlag Aaron Sonnenschein Gabriel Ulldahl mit 13:21, 8:21 – das 2:3 besiegelte das Aus.
„Es war das erwartete Medaillenspiel gegen Schweden. Wir haben ein 50:50-Duell gesehen. Matthias hatte Chancen, Sanjeevi hat alles reingeworfen. Die Doppel waren heute sehr stark. Am Ende hat uns in den Einzeln etwas die Tiefe gefehlt“, analysierte Käsbauer. „Wir wollten hier mehr. Jetzt gilt es, diese Niederlagen zu verarbeiten und für die Zukunft zu nutzen.“
Junge Teams mit Entwicklungspotenzial
Beide Mannschaften präsentierten sich engagiert, mussten jedoch feststellen, dass Europa enger zusammengerückt ist. „Wir haben junge Teams, aber wir müssen dranbleiben – kurz- wie langfristig. Die Weltspitze ist noch ein Stück entfernt“, so Käsbauer.
Für die deutsche Auswahl richtet sich der Blick nun auf die kommenden Turniere im März, um die gewonnenen Erkenntnisse in weitere Entwicklungsschritte umzusetzen.













