Das deutsche Damenteam bei der Siegerehrung. V.l.: Diemo Ruhnow (Bundestrainer), Linda Efler, Luise Heim, Carla Nelte, Lara Käpplein, Johanna Goliszewski, Olga Konon, Fabienne Deprez, Isabel Herttrich, Yvonne Li. @Badminton Europe/Mark Phelan

International

Deutschlands Damen sind Vizeeuropameister

Die deutschen Damen haben bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften die Silbermedaille gewonnen und folglich ihre zweitbeste Platzierung in der Geschichte von Titelkämpfen dieser Art erzielt. Die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes musste sich erst im Finale mit 1:3 Titelverteidiger Dänemark geschlagen geben. Damit revanchierten sich die Nordeuropäerinnen für die 1:3-Niederlage, die sie im EM-Endspiel 2012 in Amsterdam gegen Deutschland erlitten hatten.

Von Claudia Pauli

 

"Es ist ein toller Erfolg für die Damen. Eine Medaille hatten wir uns erhofft. Nun ist es Silber. Hervorragend!", zeigte sich DBV-Sportdirektor Martin Kranitz gegenüber badminton.de erfreut.

Fabienne Deprez (Aulnay-sous-Bois/Frankreich; Weltranglistenplatz 52) hatte die deutsche Mannschaft im Finale durch einen souveränen Zwei-Satz-Erfolg im 1. Dameneinzel über die in der Weltrangliste 21 Plätze vor ihr geführte Mia Blichfeldt (Weltranglistenplatz 31) mit 1:0 in Führung gebracht. Im anschließenden 1. Damendoppel glichen die Weltranglistendritten Kamilla Rytter Juhl/Christinna Pedersen, ihres Zeichens die amtierenden Europameisterinnen, durch einen Sieg in zwei Sätzen gegen Isabel Herttrich/Olga Konon (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) zum 1:1 aus.

Im 2. Dameneinzel musste danach Luise Heim (1. BC Beuel; Weltranglistenplatz 57) eine Drei-Satz-Niederlage gegen Line Kjærsfeldt (Weltranglistenplatz 35) hinnehmen, sodass Deutschland erstmalig im Endspiel hinten lag (1:2). Den Olympiateilnehmerinnen von Rio 2016, Johanna Goliszewski/Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath), war es nicht vergönnt, den Rückstand wettzumachen: Im vierten Match der Begegnung, dem 2. Damendoppel, verloren sie in zwei Durchgängen gegen die dänischen EM-Dritten von 2016, Maiken Fruergaard/Sara Thygesen.

Während die deutschen Damen durch einen 3:2-Erfolg im Halbfinale über Spanien ins EM-Endspiel eingezogen waren, hatten sich die Däninnen in ihrer Vorschlussrundenpartie mit 3:1 gegen EM-Gastgeber Russland durchgesetzt.

Die deutschen Spieler durften sich in Kasan - nach ebenfalls starken Leistungen - über den Gewinn der Bronzemedaille freuen. Dank der bei der EM verzeichneten Erfolge im Herren- wie im Damenbereich qualifizierte sich der DBV bereits zum neunten Mal nacheinander mit beiden Teams für die Weltmeisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften (Thomas & Uber-Cup). Diese wird 2018 vom 20. bis zum 27. Mai in Bangkok/Thailand ausgetragen.

 

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