Steht bei seiner letzten EM im Viertelfinale: Marc Zwiebler @BadmintonPhoto (LIVE)

International

EM: Die Achtelfinalspiele

Einen Überblick mit allen Informationen zu den heutigen Achtelfinalspielen der Europameisterschaften in Kolding. Aktuelle Ergebnisse der deutschen Achtelfinalisten und Stimmen nach den Spielen liefern wir hier.

Von Redaktion / Claudia Pauli

 

Alle Spiele mit deutscher Beteiligung kann man live auf laola1.tv oder auf zibrasport.dk (für Apple-User) sehen. Aktuelle Ergebnisse und Live-Score gibt es wie gewohnt auf dem Ergebnisdienst tournamentsoftware.com.

Luise Heim - Mette Poulsen (DEN) 15-21, 21-15, 15-21
Poulsen wirft nach Yvonne Li damit auch die aktuelle deutsche Meisterin Luise Heim aus dem Turnier. Die 21 Jahre alte Weltranglisten-80. musste nach einer Spielzeit von 62 Minuten den 21:15, 15:21, 21:15-Sieg der Weltranglisten-36. aus Europas Top-Badmintonnation anerkennen. "Ich bin teilweise gar nicht ins Spiel gekommen. Ich habe alles probiert", meinte Luise Heim nach ihrem Ausscheiden im Achtelfinale des Dameneinzelwettbewerbs enttäuscht.

Josche Zurwonne/Jones Ralfy Jansen - Bastian Keraudy/Julien Maio (FRA) 10-21, 21-15, 21-15
Jones Ralfy Jansen/Josche Zurwonne (1. BC Wipperfeld/SC Union Lüdinghausen) boten auch in ihrer Achtelfinalpartie eine starke kämpferische Leistung. Nachdem die an Nummer sieben gesetzten Weltranglisten-29. den ersten Satz gegen Bastian Kersaudy/Julien Maio (Weltranglistenplatz 67) mit 10:21 verloren hatten, fanden sie im zweiten und dritten Durchgang zu ihrem Spiel und zogen letztlich durch einen 10:21, 21:15, 21:15-Sieg ins Viertelfinale des Herrendoppelwettbewerbs ein. Zugleich bauten Jones Ralfy Jansen/Josche Zurwonne ihre Bilanz in den Vergleichen mit den Franzosen auf 2:0 aus. "Es war schwer, ins Spiel reinzukommen. Im zweiten und dritten Satz hatten wir nichts zu verlieren und haben dann auch gespielt, wie wir es wollten", analysierte der 24-jährige Jones Ralfy Jansen. Dessen vier Jahre älterer Doppelpartner ergänzte: "Das war heute nicht unser Tag - trotzdem haben wir gewonnen. Das ist das Wichtigste. Jones hat sich erst reingekämpft und mich dann mitgezogen."

Isabel Herttrich/Carla Nelte - Stefani Stoeva/Gabriela Stoeva (BUL) 21-23, 22-20, 15-21
Herttrich/Nelte unterliegen den an Nummer zwei gesetzten Bulgarinnen Stoeva/Stoeva (Nummer 13 der Weltrangliste) nach hartem Kampf und 65 Minuten Spielzeit in drei Sätzen. "Wir haben zweieinhalb Sätze auf sehr, sehr hohem Niveau mitgespielt und waren teilweise sogar besser. Am Ende konnten wir dies einfach nicht mehr halten", resümierte die 26-jährige Carla Nelte.

Mark Lamsfuß/Marvin Seidel - Mads Conrad/Mads Kolding (DEN) 14-21, 15-21
Lamsfuß/Seidel unterlagen gegen die Titelverteidiger und Nummer zwei der Setzliste. Nach einer Spielzeit von 37 Minuten gingen die an Nummer zwei gesetzten Dänen nicht unerwartet als Sieger vom Spielfeld. Dennoch waren die Deutschen Vizemeister (Weltranglistenplatz 74) nach ihrer 14:21, 15:21-Niederlage nicht unzufrieden mit ihrem Auftritt. "Es war okay - zwar kein Glanzspiel, aber das kann man auch nicht erwarten beim ersten Turnier nach langer Zeit", zogen die 23 und 21 Jahre alten Nachwuchshoffnungen gemeinsam ein Fazit. Marvin Seidel ergänzte anerkennend: "Sie haben es einfach saugut gemacht."

Peter Käsbauer/Raphael Beck - Matijs Dierickx/Freek Golinski (BEL) 20-22, 17-21
Überraschende Niederlage der deutschen Meister. Raphael Beck/Peter Käsbauer (1. BC Beuel/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), verloren das erste Aufeinandertreffen in ihrer Karriere mit den in Kolding an Position acht notierten Belgiern Matijs Dierickx/Freek Golinski (Weltranglistenplatz 39) mit 20:22, 17:21. "Wir hatten uns eigentlich gut auf die EM vorbereitet, konnten das aber leider heute nicht umsetzen. Wir hatten eigentlich eine gute Auslosung - das ist einfach frustrierend", so Raphael Beck, der mit Peter Käsbauer im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF derzeit auf Platz 62 geführt wird.

Fabian Roth - Marius Myhre (NOR) 21-16, 21-11
Der amtierende nationale Champion Fabian Roth (TV Refrath) behielt gegenüber seinem Achtelfinalgegner ebenfalls klar die Oberhand: An Position acht notiert, setzte sich der 21 Jahre alte Individual-EM-Debütant mit 21:16, 21:11 gegen den Norweger Marius Myhre (Weltranglistenplatz 142) durch. "Es ist super, dass ich gewonnen habe. Das Spiel war nie in Gefahr, auch wenn ich im ersten Satz schon ein wenig aufpassen musste. Ich habe mich zu Beginn nicht so gut gefühlt, das wurde mit der Zeit immer besser", sagte der U19-Europameister von 2013 unmittelbar nach der Partie. In der Runde der besten acht Herren darf sich Fabian Roth (Weltranglistenplatz 41) mit dem an Nummer zwei gesetzten Engländer Rajiv Ouseph (Weltranglistenplatz 21) messen, der bereits seit vielen Jahren zur europäischen Spitze zählt. Bei den Individual-Europameisterschaften 2016 in Frankreich etwa kam der heute 30-Jährige bis ins Halbfinale, 2014 in Russland wurde er sogar Vizeeuropameister. "Es ist top, im Viertelfinale zu stehen! Ich habe noch nie gegen ihn gespielt und freue mich darauf. Ich habe nichts zu verlieren", meinte Fabian Roth.

Marc Zwiebler - Kestutis Navickas (LIT)  21-16, 21-14
Marc Zwiebler steht bei seiner letzten EM im Viertelfinale. "Eigentlich hat alles soweit geklappt, wie ich es mir vorgenommen hatte. Das Spiel heute war leichter als das gestern. Kestutis spielt ein hohes Risiko und macht viele Fehler", zog der deutsche Rekordmeister, der in der Weltrangliste aktuell auf Platz 16 im Herreneinzel geführt wird, ein Fazit.

Fabienne Deprez - Kirsty Gilmour (SCO) 11-21, 21-19, 18-21
Auch Fabienne Deprez (BV Gifhorn) lieferte sich mit ihrer Gegnerin ein enges Match. Beim 11:21, 21:19, 18:21 gegen die amtierende Vizeeuropameisterin Kirsty Gilmour verpasste die Deutsche Vizemeisterin bei ihrer erstmaligen Teilnahme an Individual-Europameisterschaften den Einzug ins Viertelfinale letztlich nur knapp. „Ich habe zuhause viel an meinem Beinspeed und an meiner Fitness gearbeitet. Es ist sehr schön, dass man den Fortschritt merkt. Vor ein paar Wochen hätte ich den dritten Satz nicht so mithalten können. Ich habe darin über weite Strecken ja sogar geführt. Klar bin ich jetzt ein bisschen enttäuscht, aber eigentlich überwiegt die Freude darüber, dass das Training fruchtet“, so die 25-Jährige. Ende Februar, bei den Austrian Open, musste sich die aktuelle Weltranglisten-48. der Schottin (Weltranglistenplatz 44) noch klar in zwei Sätzen geschlagen geben. 

Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich - Evgenij Dremin/Evgenia Dimova (RUS) 21-21, 12-21, 17-21

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