Das deutsche Para-Badminton-Team in Dubai (Foto: Wilhelm Seibert)

International

Para: Asien dominiert Start der Olympia-Qualifikation

Mit den beiden internationalen Turnieren in der Türkei und Dubai sind die Para-Badminton Sportler in die Qualifikation für die paralympischen Spiele 2020 in Tokio gestartet. In insgesamt 14 Turnieren gilt es bis März 2020 möglichst viele Weltranglistenpunkte zu sammeln, um die Startberechtigung für Olympia zu erwerben.

Von Wilhelm Seibert

 

Den Anfang machte das Turnier in Antalya (Türkei), bei dem mit rund 300 Sportlern aus 41 Nationen ein neuer Maßstab für Para-Badminton Turniere gesetzt wurde. Schnell wurde klar, dass die Prophezeiung von Cheftrainer Christopher Skzreba eintreffen würde, der vorausgesagt hatte, dass die deutschen Spieler zukünftig über das Erreichen des Viertelfinales bereits sehr glücklich seien könnten und zahlreiche Podiumsplätze wie in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr zu erwarten seien.

So gingen in den paralympischen Disziplinen diesmal nicht nur fast sämtliche Titel an Sportler aus Asien (hauptsächlich China, Indonesien und Indien), sondern meist war auch das Halbfinale bereits fest in asiatischer Hand. Erfreulich, dass mit Pascal Wolter/Jan-Niklas Pott (Herrendoppel SL3-SL4) und Valeska Knoblauch (Dameneinzel WH1) zweimal ein dritter Platz von Deutschen in der Türkei belegt wurde.

Direkt von der Türkei ging es für das Gros der Sportler weiter zum zweiten Qualifikations-Turnier nach Dubai. Hier lief es für das deutsche Herrendoppel Pascal Wolter/Jan-Niklas Pott noch etwas besser. Sie erreichten das Finale und mussten sich hier nur einer Paarung aus Indonesien geschlagen geben. Da Pascal zum Ende des zweiten Satzes mit dem Ball im Auge getroffen wurde und nach dem Spiel über Schmerzen und Sehbeeinträchtigungen klagte, musste er kurzzeitig ein Krankenhaus aufsuchen und verpasste leider so die Siegerehrung. Valeska Knoblauch bestätigte mit dem dritten Platz im Dameneinzel WH1 ihre Platzierung aus der Türkei.

Neben einigen weiteren Viertelfinalteilnahmen war aus deutscher Sicht noch das Debüt von Thory Wieben auf internationaler Bühne als erfreulich zu bewerten. So ging Thory ohne große Erwartungen in das Turnier in Dubai, spielte unbekümmert auf und nutze die günstige Auslosung um gleich in allen drei Disziplinen die Gruppenphase zu überstehen und in die K.O.-Runde einzuziehen. So erreichte Thory mit Tim Haller im Mixed SL3-SU5 das Achtelfinale, sowie im Einzel SL4 und im Damendoppel SL3-SU5 mit Katrin Seibert jeweils sogar das Viertelfinale.

 

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