Deutsch-deutsches Duell im Achtelfinale
Im Herren-Einzel kam es im Achtelfinale zum internen Duell zwischen Marcel Adam und Nils Böning. Adam behielt mit 21:14, 21:15 die Oberhand und zog ins Viertelfinale ein. Für Böning bedeutete das Achtelfinale dennoch ein starkes Ergebnis bei dieser Weltmeisterschaft.
Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale wartete anschließend mit Naveen Sivakumar (Indien), der Nummer zwei des Turniers, ein echter Härtetest. Adam spielte im ersten Satz stark auf und hielt die Partie lange offen, musste sich am Ende jedoch mit 19:21, 9:21 geschlagen geben.
Bundestrainer Christopher Skrzeba ordnete ein: „Marcel hat im ersten Satz richtig gut gespielt, aber gegen die Top-Leute fehlt noch etwas an Konstanz und Ausdauer – sowohl physisch als auch mental. Da müssen wir geduldiger werden und Ballwechsel konsequenter zu Ende spielen.“
Viertelfinale auch im Doppel
Auch im Herren-Doppel erreichte Marcel Adam gemeinsam mit Curnow Pirbhai-Clarke (England) die Runde der letzten Acht. Im Viertelfinale unterlag das Duo den Indern Umesh Vikram Kumar und Surya Kant Yadav mit 19:21, 10:21.
Gerade im ersten Satz war die Partie auf Augenhöhe, ehe die Gegner im zweiten Durchgang das Tempo erhöhten und kaum noch Fehler zuließen.
Adam, der in seiner Gruppe erstmalig gegen Shin Kyung Hwan aus Korea gewann, zog ein positives Fazit: „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Turnier. Ich habe meine Ziele erreicht, den Koreaner erstmals bezwungen und die Nummer zwei der Welt ordentlich geärgert.“ Mit Blick auf das Doppel ergänzte er: „Im Viertelfinale haben unsere Gegner den zweiten Satz richtig stark gespielt. Nach zwei intensiven Einzeln haben mir am Ende etwas die Kräfte gefehlt.“
Niveau international weiter gestiegen
Insgesamt stand für das deutsche Team am Ende eine starke Bilanz mit vier Viertelfinal-Teilnahmen. Dennoch zeigte sich laut Skrzeba deutlich, dass das internationale Niveau im Para Badminton weiter gestiegen ist.
„Viele Nationen haben junge, technisch sehr gut ausgebildete Athleten mit hoher Grundfitness dabei. Das Tempo und die Qualität nehmen zu. Wir sind dran – aber noch nicht ganz dabei. Jetzt gilt es, in den kommenden Monaten weiter an Geduld, Physis und Konstanz zu arbeiten, um den nächsten Schritt zu machen.“
Mit Blick auf die anstehende Paralympics-Qualifikation liefert die WM wichtige Erkenntnisse – und zugleich Motivation, den Anschluss an die Weltspitze weiter zu verkürzen.












