Peter Käsbauer. Foto: BadmintonPhoto (Archiv)

National

Vorhang auf für eine Premiere

Wenn sich die deutsche Badminton-Nationalmannschaft Mitte September im Norden Deutschlands anlässlich von zwei Freundschafts-Vergleichen mit einer Auswahl der Niederlande misst, steht auch eine Person in besonderer Weise im Fokus, die ausschließlich neben den Spielfeldern aktiv ist.

Von Claudia Pauli


Heinz Bußmann von Advantage Event Projekte Delmenhorst richtet am 18. September in der Hansestadt Bremen und einen Tag später in Brokdorf an der Elbe seine Länderspiele Nummer 100 und 101 für den Deutschen Badminton-Verband aus.

Für das runde Jubiläum wählte Heinz Bußmann, der bei den Länderspielen stets auch als Moderator fungiert, einen ganz besonderen Austragungsort aus: Zum ersten Mal - wie der erfahrene Veranstaltungsorganisator annimmt, sogar weltweit gesehen - findet ein Länderspiel in der schnellsten Racketsportart der Welt in einem Theater statt. So werden sich die Badmintonasse aus Deutschland und aus den Niederlanden spektakuläre Ballwechsel im Metropol-Theater Bremen liefern.

Tags darauf gastieren die beiden Teams - in etwas anderer Zusammensetzung - in der Sporthalle in Brokdorf an der Elbe. Ursprünglich sollte dieses Freundschafts-Länderspiel in Itzehoe (ebenfalls Schleswig-Holstein) stattfinden. Doch zwei Wochen vor der Veranstaltung musste die örtliche Stadtverwaltung die dafür vorgesehene Halle aufgrund einer durch Bauarbeiten verursachten Verunreinigung mit Asbest auf unbestimmte Zeit sperren. Dank der großen Unterstützung, welche das Organisationsteam daraufhin in der Region erfuhr, konnte kurzfristig die 18 km entfernt gelegene Alternative gefunden werden.

In Bezug auf die Ausrichtung des Länderspiels am 19. September arbeitet Heinz Bußmann eng mit dem SC Itzehoe zusammen, beim Jubiläum in Bremen agiert der TuS Komet Arsten als dessen Kooperationspartner. Sein erstes Länderspiel für den DBV organisierte Heinz Bußmann am 5. Oktober 1999 - und zwar ebenfalls in Bremen. Damals empfing Gastgeber Deutschland eine Mannschaft aus Schweden und verzeichnete gegen die Skandinavier letztlich einen 3:2-Erfolg.

Gegen die Niederlande bestritt die deutsche Badminton-Nationalmannschaft am 10. Januar 1954 ihr erstes Länderspiel in der Geschichte des im Januar 1953 gegründeten Spitzenverbandes. Den in Bonn ausgetragenen Freundschafts-Vergleich gewannen die Gastgeber mit 9:2. Die bevorstehende Partie in Bremen ist im Erwachsenenbereich die insgesamt 67. gegen ein Team aus den Niederlanden. Ausgetragen werden dann – und auch einen Tag später in Brokdorf an der Elbe – fünf Matches: je ein Herreneinzel, ein Dameneinzel, ein Herrendoppel, ein Damendoppel und ein Mixed.

An beiden Veranstaltungsorten sind interessante Begegnungen garantiert. Beispielsweise trifft am 18. September die zweimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel, Luise Heim (1. BC Saarbrücken- Bischmisheim), auf die dreimalige niederländische Meisterin in dieser Disziplin, Gayle Mahulette. Die 25-Jährige ist den deutschen Badmintonfans aus der 1. Bundesliga bestens bekannt, in welcher sie bereits seit mehreren Jahren für den 1. BV Mülheim aufschlägt. Der amtierende Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (1. BC Beuel), misst sich im Rahmen der beiden Länderspiel-Begegnungen u. a. mit dem aktuellen niederländischen Vizemeister in dieser Disziplin, Nick Fransman. Der 26-Jährige ist schon lange für den Erstligisten SC Union Lüdinghausen aktiv.

Das voraussichtliche Aufgebot des DBV für beide Länderspiele.

Gleich drei Bundeskaderathleten des DBV geben anlässlich der Freundschafts-Vergleiche mit den Niederlanden ihr Länderspiel-Debüt im Erwachsenenbereich: Stine Küspert (Blau-Weiss Wittorf), Daniel Hess (1. BC Beuel) und Jan Colin Völker (TV Refrath). Für Stine Küspert, die in Bremen im Damendoppel zum Einsatz kommen soll, hat der Auftritt im Metropol-Theater nicht zuletzt deshalb eine besondere Bedeutung, weil sie aus der Hansestadt stammt.

Die Stadt Bremen ist am 18. September zum vierten Mal in der Geschichte Gastgeberin eines Badminton-Länderspiels im Erwachsenenbereich, Brokdorf an der Elbe feiert diesbezüglich Premiere.

 

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