Luise Heim machte mit dem Sieg im zweiten Einzel den Halbfinaleinzug klar @Mark Phelan (LIVE)

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EWTC: Deutschland im Halbfinale

Die DBV-Damen haben bei den 2018 European Women's Team Championships das Halbfinale erreicht und somit bereits eine Medaille sicher. Im heutigen Viertelfinale konnte Frankreich mit 3-0 bezwungen werden. Die Punkte holten Fabienne Deprez, Isabel Herttrich/Carla Nelte und Luise Heim.

Von Redaktion

 

In ihrer Viertelfinalpartie setzte sich die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Freitag mit 3-0 gegen Frankreich durch. Die Punkte für das deutsche Team steuerten Fabienne Deprez (Aulnay-sous-Bois/Frankreich) durch einen Drei-Satz-Erfolg im 1. Dameneinzel, Isabel Herttrich/Carla Nelte (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath) durch einen Sieg gleichsam in drei Durchgängen im 1. Damendoppel sowie Luise Heim (1. BC Beuel) durch einen Zwei-Satz-Erfolg im 2. Dameneinzel bei. Die Partie endet, sobald eine Mannschaft drei Spiele für sich entschieden hat.

In der Partie um den Einzug ins EM-Finale stehen die deutschen Damen am Samstag (17. Februar) dem Gewinner des Aufeinandertreffens zwischen Spanien und der Türkei gegenüber. Ein „kleines Finale“ gibt es bei den Titelkämpfen nicht, vielmehr erhalten beide unterlegenen Halbfinalisten die Bronzemedaille.

Die Herren des DBV spielen am Freitagnachmittag (ca. 15.00 Uhr MEZ) gegen die Tschechische Republik um den Einzug in die Vorschlussrunde.

Deutschland - Frankreich 3-0 | Viertelfinale:

1. DE: Fabienne Deprez - Yaelle Hoyaux 11-21, 23-21, 21-13
1. DD: Isabel Herttrich/Carla Nelte - Emilie Lefel/Anne Tran 21-12, 19-21, 21-16
2. DE: Luise Heim - Marie Batomene 21-11, 21-9
2. DD: Johanna Goliszewski/Lara Käpplein - Delphine Delrue/Lea Palermo (nicht mehr gespielt)
3. DE: Yvonne Li - Léonice Huet (nicht mehr gespielt)

Das Match kann auf LAOLA1.tv (Court 2) im Livestream verfolgt werden.

Infos zum Spiel:

  • Fabienne Deprez bestreitet zum ersten Mal bei einer Team-EM das 1. Dameneinzel. Vorher stand immer z. B. Karin Schnaase vor ihr
  • Fabienne Deprez lag im zweiten Satz mit 10:13 hinten, hatte dann aber eine sehr starke Phase (18:14) und schaffte es letztlich, den Satz zu gewinnen und damit das Spiel wieder offen zu gestalten

  • Isabel Herttrich und Carla Nelte wehrten im zweiten Satz zwei Satzbälle ab (18:20, 19:20), den dritten Satzball jedoch nutzten die Französinnen zum Satzgewinn

Stimmen zum Spiel:

Chef-Bundestrainer Detlef Poste zum Sieg von Fabienne Deprez: „Das war ein guter Sieg nach einer taktisch und mental starken Leistung! Die Französin hat sehr stark begonnen, sie war gut auf Fabienne eingestellt. Sie hat die Muster, die Fabienne gerne spielt, super abgedeckt. Dadurch war sie schnell und sicher am Ball. Fabienne ist es gut gelungen, nach einem schwierigen Start ihre Taktik etwas umzustellen, sodass sie besser und besser ins Spiel reingekommen ist. Die Französin hat anders gespielt, als wir es vorher im Video analysiert hatten.

„Der Sieg war eine gute Vorlage für das Team. Das ist immer die Last bzw. Verantwortung des 1. Einzels. Das hat Fabienne im Spiel gegen die Ukraine auch schon gut gemacht!"

Diemo Ruhnow, Leitender Bundestrainer Doppel/Mixed, zum Sieg von Isabel Herttrich/Carla Nelte: „Das französische Doppel ist ein gutes. Es war daher von vorneherein klar, dass das Spiel an einer bestimmten Stelle zu einem Kampf werden wird. Das war im zweiten Satz der Fall. Letztlich haben aber Isabel und Carla mit ihrer Klasse das Ganze souverän heruntergespielt.“

Detlef Poste zum Sieg von Luise Heim im dritten Spiel: "Luise war in diesem Spiel die Favoritin und hat das super umgesetzt: top in der Abwehr gestanden und ihre Gegnerin bewegt.“

Luise Heim: "Ich fühlte mich heute sehr gut auf dem Feld. Ich hatte das Team im Rücken. Ich hatte nicht so viel Druck heute und konnte frei aufspielen. Ich bin sehr glücklich mit meinem Spiel. Die Bronzemedaille ist nicht genug, jetzt wollen wir mehr!"

Detlef Poste zur Leistung seiner Mannschaft gegen Frankreich: "Das war von der Mannschaft wieder eine sehr starke Leistung. Ich bin froh, dass es so gelaufen ist.“

 

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