Bereits auf dem Weg ins Endspiel präsentierte sich Li in starker Form. Ohne Satzverlust erreichte sie das Finale und traf dort auf die topgesetzte Dänin Amalie Schulz. Nach verlorenem ersten Satz (14:21) steigerte sich die Deutsche deutlich, übernahm zunehmend die Kontrolle über die Partie und drehte das Match mit 21:13 und 21:18 noch zu ihren Gunsten.
Entsprechend groß war die Freude nach dem Erfolg. „Ich habe ehrlich gesagt nicht komplett damit gerechnet, das Turnier zu gewinnen. Das Teilnehmerfeld war für ein Challenge-Turnier sehr stark besetzt. Umso glücklicher bin ich, dass ich mich für die Leistungen der vergangenen Wochen belohnen konnte“, sagte Li. Besonders die Konstanz über das gesamte Turnier hinweg habe ihr Selbstvertrauen gegeben: „Ich habe das Gefühl, in letzter Zeit einige gute Spiele gemacht zu haben, mich dafür aber nicht immer belohnt. Jetzt habe ich fünf Spiele am Stück gewonnen und dabei durchgehend solide Leistungen gezeigt.“
Auch emotional habe der Titel für sie eine besondere Bedeutung. Nach kleineren und größeren Verletzungen in der näheren Vergangenheit sei der Turniersieg ein wichtiger Schritt gewesen. Im Finale gegen Schulz habe sie sich zunächst an die schwierigen Bedingungen anpassen müssen. „Nach dem ersten Satz wurde es ein richtiger Kampf um die Ballwechsel. Ich bin froh, dass ich das durchgestanden und mir am Ende den Sieg geholt habe.“
Neben Li sorgten auch Bjarne Geiss und Jones Jansen im Herrendoppel für ein starkes deutsches Ergebnis. Die an Position sechs gesetzte Paarung erreichte das Halbfinale und zeigte dabei mehrere beeindruckende Vorstellungen.
Für den ersten Höhepunkt sorgte ein dramatischer Dreisatzerfolg in der zweiten Runde gegen die Dänen Robert Nebel und Jeppe Søby. Nach 19:21-Rückstand kämpften sich Geiss/Jansen zurück und gewannen mit 23:21, 21:18.
Im Viertelfinale kam es anschließend erneut zum Duell mit den topgesetzten Franzosen Eloi Adam und Leo Rossi. Wie bereits bei den Europameisterschaften in Huelva präsentierten sich Geiss und Jansen in Bestform und setzten sich überraschend deutlich mit 21:10 und 21:17 durch.
Erst im Halbfinale endete der starke Lauf gegen die japanische Paarung Takuto Goto und Tsubasa Yoshida. Dennoch unterstrichen Geiss und Jansen mit ihrem Halbfinaleinzug ihre gute Form und sammelten wichtige Weltranglistenpunkte auf dem Weg in Richtung der kommenden internationalen Aufgaben.
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