Kicklitz verkaufte sich gegen die Nummer 3 der Welt teuer. Foto: DBV.

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Tag zwei in Delhi: Vier Niederlagen für das deutsche Team

Am zweiten Tag der Badminton-Weltmeisterschaften in Delhi mussten sich alle vier deutschen Starterinnen und Starter geschlagen geben. Matthias Kicklitz, Simon Krax/Amelie Lehmann, Marvin Seidel/Thuc Nguyen und Miranda Wilson zeigten dabei phasenweise starke Leistungen, konnten ihre Auftaktpartien aber nicht für sich entscheiden.

Von Redaktion

 

Nach dem erfolgreichen Auftakt von Yvonne Li am ersten WM-Tag blieb den deutschen Starterinnen und Startern am Dienstag ein weiterer Sieg verwehrt. Gleich vier deutsche Partien standen auf dem Programm – und in zwei davon ging es über die volle Distanz. Besonders die schwierigen Windbedingungen im Indira Gandhi Indoor Stadium prägten dabei erneut den Turniertag.

Kicklitz steigert sich gegen Christie

Den Auftakt machte Matthias Kicklitz gegen den an Position drei gesetzten Jonatan Christie. Wie bereits bei der Weltmeisterschaft 2025 in Paris erwischte der Deutsche gegen den Indonesier keinen guten Start und geriet in beiden Sätzen früh deutlich ins Hintertreffen.

Kicklitz fand jedoch zunehmend besser in die Partie und konnte insbesondere im ersten Durchgang noch einmal deutlich verkürzen. Am Ende setzte sich der Weltranglistendritte mit 21:15 und 21:14 durch.

„Es war heute ein besseres Spiel von mir als in Paris, trotzdem war es hart. Ich bin ein bisschen ärgerlich, dass ich jedes Mal direkt deutlich hinten liege. Aber es waren gute Sachen dabei und ich weiß, woran ich noch arbeiten kann“, sagte Kicklitz nach seinem WM-Aus.

Krax/Lehmann kämpfen sich zurück

Fast zeitgleich gingen Simon Krax und Amelie Lehmann im Mixed gegen die Brasilianer Fabricio Farias und Jaqueline Lima auf das Feld. Die Windverhältnisse machten beiden Paarungen erneut das Leben schwer. Krax/Lehmann starteten auf der schwierigeren Seite und mussten den ersten Satz mit 14:21 abgeben.

Im zweiten Durchgang kämpften sich die Deutschen jedoch eindrucksvoll zurück. Mit 21:19 erzwangen sie den Entscheidungssatz. Dort konnten Farias und Lima allerdings früh eine Lücke reißen, die Krax und Lehmann nicht mehr schließen konnten. Der dritte Satz ging mit 14:21 an die Brasilianer.

Damit endet für Krax und Lehmann ihre gemeinsame WM-Premiere als Mixed-Paarung.

Aufholjagd von Seidel/Nguyen bleibt unbelohnt

Auch Marvin Seidel und Thuc Nguyen mussten sich in ihrem Mixed-Auftakt geschlagen geben. Gegen die Hongkong-Chinesen Chan Yin Chak und Ng Tsz Yau erwischten die Deutschen zwar die vermeintlich bessere Seite, fanden zunächst aber nicht in ihr Spiel.

Schnell lagen Seidel/Nguyen mit 11:17 zurück, kämpften sich anschließend jedoch Punkt für Punkt heran und schafften beim 20:20 den Ausgleich. Die Aufholjagd blieb allerdings unbelohnt: Chan/Ng gewannen den ersten Satz mit 22:20.

Im zweiten Durchgang fanden die Deutschen nicht mehr zurück in die Partie. Mit 21:12 sicherten sich die Hongkong-Chinesen den Satz und damit den Einzug in die nächste Runde.

Seidel zeigte sich vor allem mit der Anfangsphase der Partie unzufrieden. „Wir sind nicht gut genug gestartet. Gerade auf der eigentlich besseren Seite darf uns das nicht passieren“, sagte er. Die unterschiedlichen Bedingungen auf den beiden Spielfeldhälften machten sich bemerkbar. „Von der anderen Seite kann man etwas mehr Punch geben, aber das haben die beiden besser genutzt als wir“, erklärte Seidel.

Wilson mit starker Aufholjagd

Den Abschluss des deutschen Tages bildete Miranda Wilson im Dameneinzel gegen die Ukrainerin Yevheniia Kantemyr. Wilson erwischte zunächst einen schwierigen Start und musste den ersten Satz deutlich mit 12:21 abgeben.

Im zweiten Durchgang drehte sich das Spiel komplett. Wilson fand ihren Rhythmus, setzte Kantemyr zunehmend unter Druck und holte sich den Satz klar mit 21:13.

Im Entscheidungssatz lag die Deutsche zunächst mit 4:11 zurück. Doch Wilson gab sich nicht geschlagen und startete eine beeindruckende Aufholjagd. Beim 16:17 war sie wieder unmittelbar an ihrer Gegnerin dran. Für die Wende reichte es am Ende jedoch nicht: Kantemyr setzte sich mit 21:17 durch.

„Es war eine Achterbahn. Im ersten Satz war es sehr hart, aber ich habe einfach nicht aufgegeben und an mich geglaubt. Im zweiten habe ich richtig gut gespielt“, sagte Wilson.

Auch im Entscheidungssatz kämpfte die Deutsche bis zum Schluss. „Es tut schon richtig weh, weil ich das Gefühl hatte, in der letzten Hälfte des dritten Satzes besser zu sein. Ich habe mich richtig rangekämpft und es dann an ein paar Stellen verpasst, die Punkte zu machen.“

Trotz der Enttäuschung wollte Wilson die positiven Aspekte mitnehmen: „Es tut weh, aber es waren auch richtig viele gute Sachen dabei. Deshalb will ich mich jetzt nicht hängen lassen.“

Li trifft auf die Nummer fünf der Welt

Morgen verbleibt mit Yvonne Li nur noch eine deutsche Starterin im Turnier. In der zweiten Runde trifft sie auf die Weltranglistenfünfte Han Yue aus China. Ihr Spiel ist als Partie Nummer 14 auf Court 1 angesetzt und soll voraussichtlich gegen 16:20 Uhr deutscher Zeit beginnen.

Das Spiel wird live auf sporteurope.tv übertragen.

Die Ergebnisse der Badminton WM 2026.

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