Ulrich Schaaf (Foto: Claudia Pauli/DBV).

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Ulrich Schaaf verstorben

Mit tiefer Betroffenheit haben die Präsidiumsmitglieder des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) die Nachricht aufgenommen, dass ihr Präsidiumskollege Ulrich Schaaf plötzlich verstorben ist. Er wurde 65 Jahre alt.

Von Claudia Pauli

 

Der Hövelhofer, der in der Gemeinde im Kreis Paderborn über 40 Jahre erfolgreich und mit viel Freude einen Sport- und Badmintonversand führte, fungierte seit 2018 als Vizepräsident des DBV. Dabei lagen seine Tätigkeitsschwerpunkte auf dem Verbandsverwaltungs-Projekt „Badminton Germany“, dem Altersklassenbereich und dem DBV-Strategieplan. 

Bereits seit dem Jahr 2004 engagierte sich Ulrich Schaaf als Präsident des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW) in führender Position. Von 2004 bis 2012 war der Vater zweier erwachsener Kinder zudem Vorsitzender des EDV-Ausschusses des BLV-NRW, von 1998 bis 2004 hatte er als Vizepräsident des mitgliederstärksten Badminton-Landesverbandes gewirkt.

Darüber hinaus war Ulrich Schaaf jeweils von 1997 bis 2003 Vorsitzender des Leistungsausschusses des BLV-NRW sowie Beisitzer im Jugendausschuss im Bezirk Nord II des BLV-NRW, außerdem gehörte er insgesamt 25 Jahre dem Lehrausschuss des BLV-NRW als Mitglied an. Zu seinen Tätigkeiten als Sportfunktionär zählen ferner die Leitung der Abteilung Badminton des SC Grün-Weiß Paderborn (20 Jahre) und die Präsidentschaft im Kreisfachverband Paderborn (zehn Jahre).

"Der Badmintonsport in Deutschland hat einen seiner engagiertesten und unermüdlichsten Mitstreiter verloren"

Zudem brachte sich Ulrich Schaaf als Schiedsrichter und als Trainer in die Sportart Badminton ein. So war er der erste Badmintontrainer, der an der Trainerakademie Köln des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sein Trainerdiplom erwarb. Im Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen fungierte er zehn Jahre als Stützpunkt- und Verbandstrainer für die Jugend. Seit mehr als 35 Jahren bildete der aus Melle in Niedersachsen stammende Ulrich Schaaf außerdem Trainerinnen und Trainer aus.

Für sein ehrenamtliches Wirken im und um den Badmintonsport erhielt Ulrich Schaaf zahlreiche Ehrungen. So wurde er etwa im Jahr 2004 mit der Verdienstnadel in Gold des BLV-NRW und 2009 mit der DBV-Ehrennadel bedacht, 2011 bekam er die Ehrenplakette des BLV-NRW verliehen und 2018 wurde Ulrich Schaaf für besonders hervorragende Verdienste um den Badmintonsport mit der Ehrenplakette des Deutschen Badminton-Verbandes ausgezeichnet

Das Mitgefühl aller Verantwortlichen im DBV gilt Ulrich Schaafs Ehefrau und seinen beiden Kindern. „Der Badmintonsport in Deutschland hat einen seiner engagiertesten und unermüdlichsten Mitstreiter verloren. Mit seinen umfassenden Fachkenntnissen und Erfahrungen aus allen Bereichen unseres Sports sowie seiner Fähigkeit, Problemstellungen auf den Punkt zu bringen, war Ulrich Schaaf ein jederzeit hoch geschätzter Diskussionspartner, der sich stets mit viel Herzblut einsetzte. Die Gespräche mit ‚Uli‘ und seine zuverlässige, konstruktive Mitarbeit im Präsidium werde ich sehr vermissen“, sagte DBV-Präsident Thomas Born bestürzt. 

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