Yvonne Li unterlag Han Yue in zwei Sätzen. Foto: DBV

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Yvonne Li scheidet gegen Weltranglistenfünfte aus – WM geht ohne Deutschland weiter

Yvonne Li hat bei der Weltmeisterschaft in Delhi den Einzug ins Achtelfinale verpasst. Gegen die an Position fünf gesetzte Han Yue aus China unterlag die Deutsche mit 14:21 und 8:21. Damit ist für das deutsche Team wie im letzten Jahr die WM vor den Achtelfinals beendet.

Von Redaktion

 

Gegen Han Yue erwischte die Deutsche einen guten Start und hielt die Partie im ersten Satz zunächst offen. Bis zum 10:11 blieb Li in Schlagdistanz, ehe die Chinesin das Tempo anzog und sich zunehmend die Kontrolle über das Spiel sicherte. Mit 21:14 ging der erste Durchgang an Han Yue.

Auch im zweiten Satz fand Li zunächst einige gute Lösungen, konnte das hohe Niveau ihrer Gegnerin jedoch nicht dauerhaft mitgehen. Han Yue setzte die Deutsche mit präzisem Spiel und guter Länge immer wieder unter Druck und ließ nur wenige Chancen zu. Nach 21:8 stand der Sieg der Weltranglistenfünften fest.

„Sie hat es besser geschafft, das Feld großzuziehen und aus dem hektischen Spiel herauszukommen. Sie hat mir damit ein bisschen den Zahn gezogen“, analysierte Li. Besonders die Länge der Chinesin habe sie vor Probleme gestellt: „Ich war immer direkt unter Druck und sie hatte vorne oft die besseren Treffpunkte. Dadurch konnte sie das Spiel bestimmen und ich habe viel reagiert.“

Auch die Bedingungen in der großen Halle spielten erneut eine Rolle. Vor allem der starke Seitenwind machte den Spielerinnen das Leben schwer. „Der Seitenwind war extrem stark. Aber hauptsächlich habe ich das Spiel verloren, weil sie einfach immer ein Stück mehr Druck gemacht hat“, so Li.

Käsbauer zieht WM-Fazit

Mit dem Ausscheiden von Li ist die Weltmeisterschaft für das deutsche Team bereits am Mittwoch beendet. Chefbundestrainer Hannes Käsbauer zog ein gemischtes Fazit der vergangenen drei Tage.

„Ein Sieg, ansonsten viele Niederlagen auf dem Papier. Die WM ist ein Ergebnisturnier, deswegen muss ich das erstmal so stehen lassen“, sagte Käsbauer. Gleichzeitig wolle man die Auftritte nun genau analysieren und daraus Konsequenzen für die kommenden Monate ziehen.

Käsbauer ordnete die Leistungen differenziert ein: „Wir haben hier teilweise keine Bestleistungen gesehen, aber wir haben auch keine Leistungen gesehen, die unterste Schublade waren.“ Jeder habe ein Level gezeigt, „was in Ordnung ist, auch wenn es teilweise eben nicht Bestleistung war.“

Hinzu kam die starke Konkurrenz: Alle deutschen Starterinnen und Starter trafen im Turnierverlauf auf Spielerinnen und Spieler, die in der Weltrangliste vor ihnen stehen. „Aktuell kann man da nicht automatisch sofort mit Siegen rechnen“, ordnete Käsbauer ein.

Besonders die Leistung von Li gegen Han Yue stimmt ihn für die kommenden Wochen positiv. „Yvonne hat heute aus meiner Sicht eine echt gute Leistung auf einem sehr hohen Level gezeigt. Das macht sehr viel Mut“, sagte Käsbauer.

Nun richtet sich der Blick bereits auf die nächsten Turniere und die weitere Entwicklung. „Ich bin persönlich natürlich enttäuscht, weil die Niederlagen weh tun. Aber wir werden weitermachen und uns vor allem auf das fokussieren, wo wir unser Selbstvertrauen wiederholen können – und das ist jeden Tag im Training.“

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