Neuzugang bei Wipperfeld: Adam Mendrek aus Tschechien (Foto: BadmintonPhoto).

Bundesliga

BL: Wipperfeld mit Optimismus ins dritte Bundesliga-Jahr

Vor zwei Jahren ist der 1. BC Wipperfeld (BCW) in die höchste deutsche Spielklasse aufgestiegen und hat sich dort gut behauptet. Im ersten Jahr wurde das Team Siebter und verpasste mit sechs Punkten Rückstand den sechsten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den play-off-Spielen zur deutschen Meisterschaft berechtigt.

Von Lothar Wollnik

 

In der vergangenen Saison kämpfte der BCW, der einige verletzungsbedingte Ausfälle hinnehmen musste, lange gegen den Abstieg. Nach famosen Leistungen in den letzten Spielen sprang das Team wieder auf Tabellenplatz sieben und verpasste die Play-offs diesmal nur um einen einzigen Punkt. Auf Grund dieser positiven Entwicklung verwundert es nicht, dass der Vereinsvorsitzende Andreas Lamsfuß mit seinem Team am Ende der Saison einen der ersten sechs Tabellenplätze erreichen möchte. Und dazu hat der Verein die Weichen entsprechend gestellt.

Er konnte im Herrenbereich die eigenen Nationalspieler Mark Lamsfuß und Jones Jansen halten, ebenso auch den finnischen Meister Ikka Heino, den deutschen Vizemeister im Einzel Samuel Hsiao und das schottische Nachwuchstalent Matthew Grimley. Neu im Team ist der 24-jährige mehrfache tschechische Juniorenmeister Adam Mendrek, der im Leistungszentrum Mülheim trainiert und in erster Linie als Einzelspieler eingesetzt wird. Ganz erheblich verstärkt hat der BCW seine Damenriege: Für Einsätze im Doppel und Mixed steht wie im letzten Jahr die Finnin Jenny Nyström zur Verfügung. Neu dabei ist die aus Taiwan stammende Cheng Wen Hsing. Die 37-jährige hat in ihrer Karriere viele nationale Meisterschaften und internationale Turniere gewonnen, war Olympiateilnehmerin und ist mit ihrer Routine und Erfahrung eine wertvolle Bereicherung des Wipperfelder Teams. Das gilt genauso für die chinesisch-niederländische Yao Jie, die mit ihren 42 Jahren eine ganze Sammlung von Titeln bei den stark besetzten Dutch Open gewinnen konnte und ebenfalls schon bei Olympischen Spielen am Start war.

Vom Zweitligisten SG Schorndorf konnte der BCW zudem die 19-jährige deutsche Nachwuchsspielerin Miranda Wilson verpflichten, die für ihre sportliche Weiterentwicklung bewusst das höhere Level der ersten Bundesliga suchte. Wilson war im Jugendbereich mehrfache deutsche Meisterin. Es folgte die Berufung in die Nationalmannschaft. 2016 wechselte auch sie an den Olympiastützpunkt Mülheim.

"Wir sind von daher für die neue Saison noch besser und leistungsfähiger als in den beiden vergangenen Meisterschaftsrunden aufgestellt. Trotzdem zählen wir noch nicht zu den allerbesten der Liga, trauen uns aber zu, im Kampf um die Plätze vier bis sechs mitzuspielen", blickt der Vorsitzende Lamsfuß optimistisch auf das dritte Bundesligajahr. Und die beginnt für den BCW am Samstag, den 7. September, mit einem Auswärtsspiel beim letztjährigen Tabellenfünften SC Union Lüdinghausen. Im ersten Heimspiel erwartet der BCW am Sonntag, den 8. September, ab 14.00 Uhr in der Voss-Arena den 1. BV Mülheim, in der letzten Saison Tabellendritter.

 

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