Vivien Sándorházi und Christopher Klauer. Foto: TV Refrath

Bundesliga

1. BL: Neuverpflichtungen beim TV Refrath

Der Dritte der letzten Bundesligasaison, TV Refrath, setzt weiterhin auf Kontinuität. Alle Leistungsträger aus dem letztjährigen Kader konnten gehalten und zwei vielversprechende Nachwuchstalente hinzugewonnen werden.

Von Heinz Kelzenberg

 

Mit der 17-jährigen Ungarin Vivien Sándorházi soll die Rückkehr der Schwedin Elin Svensson in ihre Heimat mehr als kompensiert werden. Die Nachwuchsspielerin steht aktuell auf Rang 15 der Jugend-Weltrangliste, wird aber wegen bevorstehender Großevents in der Hinrunde auch nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen.

So stehen für sie, aber auch für die neue Nummer eins der Refrather, Nhat Nguyen, im September die EM, im Oktober die Jugend-Olympiade und im November die WM auf dem Programm. Sándorházi, die letzte Saison für den BC Hohenlimburg in der 2. Liga spielte, soll gemeinsam mit Chloe Magee und Carla Nelte Erstligaluft schnuppern. Dahinter stehen mit Anika Dörr, Runa Plützer, Paula Kick und Jenny Karnott vier Damen aus dem Kader der zweiten Mannschaft auf Abruf.

Nguyen, seit Juni volljährig, kann in den betreffenden Begegnungen natürlich nicht gleichwertig ersetzt werden. In den Spielen, in denen er fehlt, wird Lars Schänzler an Position eins rücken und Joshua Magee sowie Christopher Klauer bereitstehen. Der 19-Jährige kommt vom 1. BC Beuel und hat dort im letzten Jahr in der 2. Liga gespielt. In Refrath soll er in Team 2 an Position eins spielen und ist damit quasi der Nachfolger von Kai Waldenberger, der in die Schweiz gewechselt ist. Klauer soll aber auch seine Chancen in der 1.Liga bekommen. Leider ist dies nicht mehr ganz so flexibel möglich wie in der Vergangenheit, weil die Spielpläne der Bundesligen seit dieser Saison komplett parallel laufen.

Auch aus diesem Grund konnte TVR-Chef Heinz Kelzenberg mit Richard Domke einen weiteren Spieler reaktivieren, der in der letzten Saison aus beruflichen und familiären Gründen komplett pausiert hat. Der 27-jährige ist vor allem im Doppel, aber auch im Einzel ein idealer Joker.

Neben Sam Magee wurde Jan Colin Völker als Stammspieler im Doppel gemeldet, die beiden werden mit Joshua Magee, Max Schwenger und Raphael Beck einen starken Kader für die Doppeldisziplinen bilden. Eins ist jedoch klar: Angesichts der Fehlzeiten von Nhat Nguyen wird der TV Refrath in der Hinrunde keine "Bäume ausreißen", jedoch in der Rückrunde für jeden Gegner eine Herausforderung darstellen.

Heinz Kelzenberg: "Ich konnte und kann es nicht ändern, einerseits bin ich glücklich, diesen Kader zu haben, andererseits muss man auch immer Kompromisse machen. Spieler wie Schwenger, Beck, Domke, die nicht mehr professionell trainieren, sind für ein Bundesligateam sehr wichtig, weil sie keine internationalen Turniere mehr spielen".

Leistungsmäßig vor seinem Team sieht Kelzenberg die Mannschaften aus Bischmisheim und Lüdinghausen, die sich optimal verstärkt haben. Dahinter werden sich nach seiner Einschätzung gleich eine Handvoll Mannschaften mit seinem Team um die Plätze 3-7 streiten. Somit liegt die Zielsetzung des TVR auf der Hand: Anders als in der letzten Saison möchte man ein Playoff-Viertelfinalspiel um den Einzug ins Final Four zu Hause austragen.

Heinz Kelzenberg: "Platz drei oder vier sind ein ambitioniertes aber nicht unrealistisches Ziel". Leider stehen im Bundesligaspielplan gleich zu Beginn der Saison zwei dicke Brocken für den TVR auf dem Programm: Am Samstag, den 8. 9. geht es um 15.00 Uhr bei Union Lüdinghausen los, bevor am 9. 9. zur selben Uhrzeit der Deutsche Meister 1. BC Bischmisheim in die Halle Steinbreche kommt. Der Refrather Teammanager sieht es mit Humor: "Danach rollen wir das Feld von hinten auf!"

 

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